[0001] Die Erfindung betrifft eine Holzbearbeitungsmaschine zum Zapfenschlagen und Längsprofilieren
von Hölzern, insbesondere von Fensterhölzern, mit wenigstens einem Zapfenschlag- und
Schlitzaggregat und wenigstens einem Aggregat zum Längsprofilieren, wobei dem Zapfenschlag-
und Schlitzaggregat eine Ablängvorrichtung und ein Rolltisch zugeordnet sind, wobei
ferner ein Querförderer zur Verschiebung des Fensterholzes in eine Arbeitsposition
vorgesehen ist, in welcher das zweite Ende des Fensterholzes mit Zapfen und Schlitzen
versehbar ist und wobei eine Übergabevorrichtung zum Übergeben des an beiden Enden
mit Zapfen und Schlitzen versehenen Fensterholzes an das Aggregat zum Längsprofilieren
vorgesehen ist.
[0002] Bei einer bekannten Anordnung dieser Art wird zunächst das Fensterholz an einem Stirnende
abgelängt und sodann an diesem Stirnende mittels eines nachgeschalteten Zapfenschlag-
und Schlitzaggregates mit Zapfen und Schlitzen versehen. Anschließend wird das Fensterholz
so weit in seiner Längsrichtung verschoben, daß sein zweites Stirnende in den Bereich
einer weiteren Ablängvorrichtung, vorzugsweise einer Ablängsäge, und eines zweiten
Zapfenschlag- und Schlitzaggregates kommt, worauf das Fensterholz quer zu seiner Längsrichtung
verschoben wird und an seinem zweiten Ende mit Zapfen und Schlitzen versehen wird.
Das so an beiden Enden mit Zapfen und Schlitzen versehene Fensterholz wird dann dem
Aggregat zum Längsprofilieren im rechten Winkel übergeben.
[0003] Nachteilig bei dieser bekannten Anordnung ist es, daß für jedes Ende des Fensterholzes
ein gesondertes Zapfenschlag- und Schlitzaggregat mit einem kompletten, sehr teuren
Werkzeugsatz benötigt wird. Außerdem ist die bekannte Vorrichtung relativ raumaufwendig.
[0004] Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Holzbearbeitungsmaschine
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie sich neben einer kompakten Bauweise
kostengünstig herstellen läßt.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein einziges Zapfenschlag-
und Schlitzaggregat vorgesehen ist, welches einschließlich der zugeordneten Ablängvorrichtung
seiner Lagerung, seiner Abdeckung u. dgl. gänzlich unter die Oberflächen des Arbeits-
und Rolltisches absenkbar ist, wobei das Zapfenschlag- und Schlitzaggregat unterhalb
von Arbeits- und Rolltisch aus einer ersten Stellung, in welcher das erste Ende des
Fensterholzes bearbeitbar ist, in eine zweite, der Bearbeitung des zweiten Endes dienende
Stellung verfahrbar ist, wobei zur Bearbeitung des zweiten Endes des Fensterholzes
dieses im Rücklauf entgegen der bisherigen Vorschubrichtung an dem versetzten Zapfenschlag-
und Schlitzaggregat vorbeigeführt wird, dessen Bearbeitungsseiten in den beiden Stellungen
einander zugewandt sind und wobei zur Längeneinsteuerung das Fensterholz nach der
Bearbeitung des ersten Endes abgelängt und verschoben wird.
[0006] Mit dieser Anordnung wird erreicht, daß der sehr teure zweite Werkzeugsatz, der bei
der bekannten Maschine erforderlich ist, entfallen kann. Dies ergibt eine sehr kompakte
Bauweise. Dieser Vorteil gilt neben der Einsparung von Arbeitszeit auch gegenüber
anderen bekannten Maschinen mit Wendevorrichtung.
[0007] Ferner ist bei der erfindungsgemäßen Anordnung vorteilhaft, daß die ursprüngliche
Längsausrichtung des Fensterholzes während des gesamten Bearbeitungsvorganges nicht
verändert wird, da es zur Bearbeitung des zweiten Endes rückläufig in seine vorherige
Position zurückgeführt wird. Dies trägt ebenfalls zu einer Verringerung der Abmessungen
der Maschine bei.
[0008] Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß im Gegensatz zur bekannten Maschine nur ein
einziger Rolltisch benötigt wird, auf dem das Fensterholz in zwei verschiedenen, der
Längeneinsteuerung entsprechenden Stellungen festspannbar ist, so daß auch insoweit
Bauteile und Bauraum eingespart werden.
[0009] Vorteilhaft ist es weiter, wenn die Aggregate zum Längsprofilieren so angeordnet
sind, daß das längsprofilierte Fensterholz im Bereich der Eingangsseite die Maschine
auch wieder verläßt, so daß die an dieser Stelle stehende Bedienungsperson sowohl
den Eingang als auch die Ausgabe des Fensterholzes überwachen kann.
[0010] Vorzugsweise liegen die beiden Stellungen des Zapfenschlag- und Schlitzaggregates
in einer vertikalen Parallelebene zu der Längserstreckung der Fensterhölzer.
[0011] Zweckmäßigerweise ist jeder der beiden Stellungen des Zapfenschlag- und Schlitzaggregates
eine Ablängvorrichtung zugeordnet, die ebenfalls absenkbar, aber nicht verfahrbar
ist. Es ist aber auch möglich, eine einzige Ablängvorrichtung zu verwenden, die dann
mit verstellt wird.
[0012] Sowohl für die Querverschiebung des Zapfenschlag- une Schlitzaggregates als auch
für dessen Höhenverstellung können Führungsstangen mit kreisförmigen Querschnitt
vorgesehen sein, an welchen das Zapfenschlag- und Schlitzaggregat einerseits höhenverstellbar
ist, während andererseits die Querverschiebung des gesamten Aggregates einschließlich
der Führung zur Höhenverstellung auf den im rechten Winkel dazu liegenden Führungsstangen
erfolgt.
[0013] Eine abgewandelte Ausführungsform besteht darin, daß zwei Zapfenschlag- und Schlitzaggregate
vorgesehen sind, die nicht verfahbar, aber in der Höhe verstellbar sind, so daß sie
ebenfalls von dem zu bearbeitenden Fensterholz überfahren werden können. Auch eine
auf diese Weise ausgebildete Vorrichtung ist äußerst kompakt, wenngleich die oben
beschriebene Werkzeugkosteneinsparung hierbei nicht möglich ist.
[0014] Das Prinzip der oben beschriebenen Holzbearbeitungsmaschine läßt sich in besonders
vorteilhafter Weise auch auf eine Einrichtung zum beidseitigen Längsprofilieren von
Hölzern, insbesondere von Fensterhölzern anwenden, bei welcher im Durchlauf das
Fensterholz mit seiner einen Längsseite an wenigstens einer ersten Längsprofilierspindel
und anschließend mit seiner anderen Längsseite an wenigstens einer weiteren Längsprofilierspindel
vorbeiführbar ist.
[0015] Bei einer derartigen Einrichtung ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die jeweilige
Längsprofilierspindel einschließlich des auf ihr angeordneten Werkzeugsatzes und einschließlich
ihres Antriebsaggregates, ihrer Lagerung, ihrer Abdeckung und dergleichen gänzlich
unter die Oberfläche des zugehörigen Arbeitstisches absenkbar ist, wobei die Längsprofilierspindel
unterhalb des Arbeitstisches aus einer ersten Stellung, in welcher die erste Längsseite
des Fensterholzes längsprofilierbar ist, in eine zweite der Längsprofilierung der
zweiten Längsseite des Fensterholzes dienende Stellung verfahrbar ist, wobei zur Bearbeitung
der zweiten Längsseite das Fensterholz im Rücklauf entgegen der bisherigen Vorschubrichtung
an der versetzten Längsprofilierspindel vorbeigeführt wird, deren Bearbeitungsseiten
in den beiden Stellungen einander zugewandt sind.
[0016] Mit dieser Anordnung wird erreicht, daß die Zahl der üblicherweise benötigten Längsprofilierspindeln
und die Zahl der zugehörigen Werkzeuge halbiert wird, so daß auch hier erhebliche
Kosten eingespart werden können. Außerdem weist die so ausgestaltete Längsprofiliereinrichtung
eine sehr kompakte Bauweise auf.
[0017] Ferner ergibt sich eine Erhöhung der Bearbeitungsgeschwindigkeit aus dem Umstand,
daß das zu bearbeitende Fensterholz lediglich in parallelen Längsrichtungen vor- und
zurückbewegt werden muß, nicht aber gedreht zu werden braucht.
[0018] Die erfindungsgemäße Längsprofiliereinrichtung hat weiter den Vorteil, daß das beidseitig
längsprofilierte Fensterholz nach seiner Längsprofilierung wieder in seine Ausgangsstellung
zurückgelangt, so daß die Bedienungsperson ihren Platz nicht zu wechseln braucht
bzw. eine zweite Bedienungsperson zum Abnehmen der fertiggestellten Hölzer entfallen
kann.
[0019] Die erfindungsgemäße Längsprofiliereinrichtung kann mit einer einzigen Längsprofilierspindel
arbeiten; es ist aber auch möglich, in bekannter Weise mehrere Längsprofilierspindeln
zu verwenden, die dann sämtlich in der erfindungsgemäßen Weise unterhalb des Arbeitstisches
versetzbar sein müssen.
[0020] Die erfindungsgemäße Längsprofiliereinrichtung ist auf eine bekannte Holzbearbeitungsmaschine
anwendbar, bei welcher eine oder mehrere Zapfenschlag- und Schlitzspindeln vorgesehen
sind, mit denen die jeweils ihnen zugewandte Stirnseite des Fensterholzes mit Zapfen
und Schlitzen versehbar ist, wobei das so mit Zapfen und Schlitzen versehene Fensterholz
im rechten Winkel auf die Längsprofiliereinrichtung übergeben wird. Diese Längsprofiliereinrichtung
kann wie oben beschrieben ausgestaltet sein.
[0021] Da bei einer solchen Anordnung das beidseitig längsprofilierte Fensterholz um Winkelbereich
zwischen den Zapfen- und Schlitzaggregaten und der Längsprofiliereinrichtung aus
dieser wieder austritt, wird es zweckmäßigerweise in einer zweiten Ebene mittels eines
Förderers, der auch ein Rolltisch sein kann, in seine Aufgabeposition vor den Zapfen-
und Schlitzaggregaten zurückgefördert.
[0022] Die Anwendung dieser Einrichtung setzt allerdings voraus, daß vor der Bearbeitung
damit das Fensterholz auch an seiner anderen, den Zapfenschlag- und Schlitzspindeln
abgewandten Stirnseite mit Zapfen und Schlitzen versehen wurde.
[0023] Besonders vorteilhaft ist aber die Anwendung der erfindungsgemäßen Längsprofiliereinrichtung
auf die oben beschriebene Längsprofiliereinrichtung, die wenigstens eine Zapfenschlag-
und Schlitzspindel aufweise, die zusammen mit ihrem Antrieb, ihrer Abdeckung sowie
allen übrigen zugehörigen Bauteilen unterhalb eines Arbeits- und Rolltisches aus einer
ersten Position in eine zweite Position verfahrbar ist, wobei in beiden Positionen
sich die Bearbeitungsseiten der Zapfenschlag- und Schlitzspindel gegenüberliegen.
[0024] Bei einer solchen Anordnung wird das Fensterholz nach einem zweimaligen Durchlauf
an beiden Enden mit Zapfen und Schlitzen versehen, worauf es der Längsprofiliereinrichtung
zuführbar ist, so daß auch seine beiden Längsseiten längsprofiliert werden können.
Das Zapfenschlagen und Schlitzen sowie das Längsprofilieren erfolgen also in unmittelbar
aneinander anschließenden Arbeitsgängen. Die oben genannten Vorteile der Längsprofiliereinrichtung
bleiben voll erhalten.
[0025] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung
näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Holzbearbeitungsmaschine.
Fig. 2 ist ein Ausschnitt in vergrößertem Maßstab und zeigt weitere Einzelheiten der
Holzbearbeitungsmaschine.
Fig. 3 zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Längsprofiliereinrichtung.
Fig. 4 zeigt die Längsprofiliereinrichtung nach Fig. 1 in Verbindung mit einer Anordnung
zum Zapfenschlagen und Schlitzen.
Fig. 5 zeigt die Längsprofiliereinrichtung nach Fig. 1 in Verbindung mit einer anderen
Anordnung zum Zapfenschlagen und Schlitzen.
[0026] Gemäß Fig. 1 weist die gestrichelt umrandete Holzbearbeitungsmaschine 1 ein Zapfenschlag-
und Schlitzaggregat 2 mit einer angedeuteten Zapfenschlag- und Schlitzspindel 3 sowie
mit einer gleichfalls angedeuteten Abdeckhaube 4 auf, welches einschließlich seiner
Zubehörteile unter die Oberflächen eines Arbeitstisches 5 bzw. eines Rolltisches
6 absenkbar ist. Im abgedeckten Zustand ist das Zapfenschlag- und Schlitzaggregat
2 unterhalb des Arbeits- oder Rolltisches in Richtung des Doppelpfeiles 7 verfahrbar,
wobei es die in ausgezogener Linie und in gestrichelter Linie wiedergegebenen Stellungen
einnehmen kann. Der Rolltisch 6 ist in bekannter Weise entlang von Führungen 8 verfahrbar
und mit angedeuteten Spannaggregaten 9 versehen, welche das Fensterholz 10 auf dem
Rolltisch 6 festlegen.
[0027] Den beiden Stellungen des Zapfenschlag- und Schlitzaggregates 2 ist beim dargestellten
Ausführungsbeispiel jeweils eine Ablängvorrichtung 13 in Form einer Ablängsäge zugeordnet.
[0028] Ferner weist die Holzbearbeitungsmaschine 1 mehrere Aggregate 11 zum Längsprofilieren
mit Längsprofilierspindeln 12 auf, die das Fensterholz 10 nach der Anbringung von
Zapfen und Schlitzen an seinen beiden Stirnenden mit einer Längsprofilierung versehen.
[0029] Zur Längeneinsteuerung ist ein Querförderer vorgesehen, der als Greifer 14 oder auch
als Schieber 15 ausgebildet sein kann und das Fensterholz 10 auf dem Rolltisch 6 so
weit versetzt, daß sein bisher unbearbeitetes Ende abgelängt und mit Zapfen und Schlitzen
versehen werden kann.
[0030] Die Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung ist folgende:
[0031] Durch eine Bedienungsperson 16 oder auch durch einen Förderer wird das zu bearbeitende
Fensterholz 10 auf einen Förderer 17, beispielsweise auf einen Rollenförderer aufgegeben
und durch diesen in Richtung der Pfeile 18 auf den Rolltisch 6 gefördert, wo es mittels
der Spannaggregate 9 festgelegt wird. Es nimmt hier die Lage 10a ein. Anschließend
wird das Fensterholz im rechten Winkel zu der bisherigen Förderrichtung in Richtung
des Pfeiles 19 bewegt, wobei sein der ersten Ablängsäge 13a zugewandtes Ende mittels
dieser Säge abgelängt und anschließend mittels des Zapfen- und Schlitzaggregates 2
mit Zapfen und Schlitzen versehen wird. In der Stellung 2a befindet sich kein Zapfen-
und Schlitzaggregat und die zweite Ablängsäge 13b ist unter die Oberfläche des Arbeitstisches
5 bzw. des Rolltisches 6 abgesenkt, so daß das an einem Ende bearbeitete Fensterholz
diese beiden Stellungen überlaufen kann.
[0032] Das Fensterholz gelangt dann in die Lage 10b, wo sein bearbeitetes Ende von dem Greifer
14 erfaßt und in Richtung des Pfeiles 20 so weit verschoben wird, wie es der vorgegebenen
Länge entspricht. Nach der erneuten Festlegung durch die Spannaggregate 9 bewegt sich
der Rolltisch 6 zusammen mit dem Fensterholz in Gegenrichtung, also in Richtung des
Pfeiles 21, wobei zuvor, also während der Längeneinsteuerung, die Ablängsäge 13b in
Arbeitsstellung oberhalb der Tischfläche angehoben und das Zapfenschlag- und Schlitzaggregat
2 in die Stellung 2a versetzt und dort ebenfalls in Arbeitsstellung gebracht wurde.
[0033] Bei der Rückbewegung in Richtung des Pfeiles 21 wird jetzt mithin das zweite Ende
des Fensterholzes 10 mittels der Säge 13b abgelängt und anschließend durch dasselbe
Zapfenschlag- und Schlitzaggregat 2 mit Zapfen und Schlitzen versehen. Die Drehrichtung
entsprechend dem Pfeil 22 der Zapfenschlag- und Schlitzspindel 3 für das Fräsen im
Gegenlauf ist in beiden Stellungen des Zapfenschlags- und Schlitzaggregates dieselbe,
da die Bearbeitungsseiten des Zapfenschlag- und Schlitzaggregates wie dargestellt
in den beiden Stellungen einander zugewandt sind. Mit dem Versetzen des Zapfenschlag-
und Schlitzaggregates braucht also eine Drehrichtungsumkehr nicht verbunden zu sein.
[0034] Das jetzt an beiden Enden mit Zapfen und Schlitzen versehene Fensterholz gelangt
nunmehr in die Stellung 10c, auf welcher es in Richtung des Pfeiles 23 den Längsprofilieraggregaten
11 zugeführt wird, die in Richtung der Pfeile 23 zustellbar sind. Nach der Längsprofilierung
des Fensterholzes wird es in Richtung des Pfeiles 25 aus der Maschine herausgefördert,
wobei die Ausgebestelle in unmittelbarer Nachbarschaft zur Eingangsseite liegt, so
daß die Bedienungsperson 16 sowohl den Eingang als auch die Ausgabe des Fensterholzes
ohne Ortswechsel überwachen kann.
[0035] Abwandlungen der erfindungsgemäßen Maschine sind möglich. So können beispielsweise
zwei Zapfenschlag- und Schlitzaggregate 2 vorgesehen sein, die nicht verfahrbar, aber
in der Höhe so verstellbar sind, daß sie von dem zu bearbeitenden Fensterholz überfahren
werden können. Bei beiden Ausführungsformen ist es möglich, nur eine Abläng säge
13 zu verwenden, die dann ebenfalls unterhalb des Tisches, wie das Zapfenschlag- und
Schlitzaggregate 2 versetzt und gegebenenfalls um 180° gedreht werden muß.
[0036] Fig. 2 zeigt weitere Einzelheiten der erfindungsgemäßen Maschine. Es ist dort eine
Halterung 26 für das Zapfenschlag- und Schlitzaggregat 2 dargestellt, die an Führungsstangen
27 mit kreisförmigen Querschnitt höhenverstellbar ist. Das gesamte Zapfenschlag-
und Schlitzaggregat einschließlich seiner Halterung ist an Führungsstangen 28, von
denen in Fig. 2 nur eine dargestellt ist, in Richtung des Pfeiles 29 quer verschiebbar,
wobei auch die Führungsstangen 28 einen kreisförmigen Querschnitt haben können. Oberhalb
des abgedeckten Zapfenschlag- und Schlitzaggregates 2 und damit oberhalb der Führungen
28 verlaufen Führungsstangen 30, welche der Führung des Rolltisches 6 dienen.
[0037] Wie dargestellt, können auch die Ablängsägen 13a und 13b in Richtung der Pfeile 31
quer verschiebbar angeordnet sein.
[0038] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere zur gleichzeitigen Bearbeitung
mehrerer Fensterhölzer, welche die gleiche Länge aufweisen, insbesondere zur paarweisen
Bearbeitung von Fensterhölzern geeignet.
[0039] Die Ablängsägen 13a und 13b können aber auch dadurch aus dem Durchlaufbereich des
Werkstückes entfernt werden, daß sie anstelle der Absenkung nach oben geschwenkt werden.
Hierbei können beide Ablängsägen oder aber nur eine davon nach oben geschwenkt werden.
[0040] Eine besonders zweckmäßige Anordnung besteht darin, die im Bearbeitungsablauf erste
Ablängsäge 13a nach unten zu schwenken, was eine entsprechende Öffnung in der Arbeitstischplatte
bedeutet, während die zweite Ablängsäge 13b nach oben geschwenkt wird. Bei einer
Schwenkung nach oben ist kein Durchbruch in der Tischplatte erforderlich oder jedenfalls
kein allzu großer Durchbruch, so daß diese Bauart insbesondere dann geeignet ist,
wenn größere Holzabfälle abfallen. Dies ist aber bei der endgültigen Ablängung des
Werkstückes nach der Längeneinsteuerung der Fall.
[0041] Die Figuren 3 bis 5 zeigen die Anwendung des zuvor beschriebenen Prinzips auf eine
Einrichtung zum Längsprofilieren.
[0042] Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sind zwei Längsprofilierspindeln 101 und 102
vorgesehen, die jeweils einschließlich ihres Antriebes sowie ihrer übrigen Zubehörteile
unter die Oberfläche eines Arbeitstisches 103 absenkbar sind. Im abgesenkten Zustand
sind die Längsprofilierspindeln 101 und 102 unterhalb des Arbeitstisches 103 versetz-
oder verfahrbar, so daß sie die in ausgezogener Linie und in gestrichelter Linie wiedergegebenen
Stellungen einnehmen können.
[0043] In beiden Arbeitspositionen sind die Bearbeitungsseiten der Längsprofilierspindeln
101 und 102 einander zugewandt.
[0044] Das zu bearbeitende Fensterholz 104 wird von der angedeuteten Bedienungsperson 105
in Richtung des Pfeiles 106 in die Längsprofiliereinrichtung eingegeben, wobei es
entlang eines Anschlages 107 an den Längsprofilierspindeln 101 und 102 vorbeigeführt
und hierbei längsprofiliert wird. Bei diesem ersten Längsprofiliervorgang befinden
sich die beiden Spindeln 101 und 102 in der in der Figur unteren Stellung, in welcher
sie mit ausgezogenen Linien dargestellt sind.
[0045] Nach der Längsprofilierung der ersten Längsseite wird das Fensterholz 104 in Richtung
des Pfeiles 109 quer in eine zweite Ausgangsposition bewegt, aus welcher es in Richtung
des Pfeiles 110 erneut in die Längsprofiliereinrichtung eingegeben wird. Gleichzeitig
werden die beiden Spindeln 101 und 102 unterhalb des Arbeitstisches 103 in Richtung
der Pfeile 111 in die gestrichelt wiedergegebene Lage verfahren, so daß nunmehr die
zweite Längsseite des Fensterholzes 104 längsprofiliert werden kann. Hierzu wird das
Fensterholz 104 entlang eines Anschlages 108 durch die Maschine bewegt, so daß das
fertiggestellte Fensterholz von der Bedienungsperson 105 in Empfang genommen werden
kann.
[0046] Fig. 4 zeigt die Verbindung der erfindungsgemäßen Längsprofiliereinrichtung 112
mit einer Einrichtung 113 zum Zapfenschlagen und Schlitzen. Diese weist bei der dargestellten
Ausführungsform zwei Zapfenschlag- und Schlitzspindeln 114 auf, denen eine Ablängsäge
115 vorgeschaltet und ein Rolltisch 116 zugeordnet ist. Der Rolltisch 116 ist entlang
einer Führung 117 verfahrbar und hat Aufspanneinrichtungen 118 zur Festlegung des
Fensterholzes auf dem Rolltisch.
[0047] Das auf seiner den Zapfenschlag- und Schlitzspindeln 114 abgewandten Stirnseite bereits
mit Zapfen und Schlitzen versehene Fensterholz 104 wird durch den Rolltisch 116 in
Richtung des Pfeiles 120 zunächst an der Ablängsäge 115 vorbeibewegt und dort auf
Länge geschnitten. Anschließend wird es durch die Zapfenschlag- und Schlitzspindeln
114 bearbeitet. In der Endstellung des Rolltisches 116 wird es im rechten Winkel in
Richtung des Pfeiles 119 der Längsprofiliereinrichtung 112 übergeben, welche es in
der beschriebenen Weise durchläuft. Es tritt in Richtung des Pfeiles 121 aus der
Längsprofiliereinrichtung wieder aus und kann dann in einer zweiten Ebene in Richtung
des Pfeiles 122 zur Ausgangsposition zurückbewegt werden.
[0048] Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher der Längsprofiliereinrichtung 112
eine abgewandelte Einrichtung 123 zum Zapfenschlagen und Schlitzen vorgeschaltet ist.
Diese besteht aus einer einzigen Zapfenschlag- und Schlitzspindel 124, die unterhalb
der Ebene des Arbeitstisches 137 bzw. der Ebene eines Rolltisches 127 in eine zweite
gestrichelt wiedergegebene Position verfahrbar ist. Den beiden Stellungen der Zapfenschlag-
und Schlitzspindeln 124 ist jeweils eine Ablängsäge 125 bzw. 126 zugeordnet. Der
Rolltisch 127 ist entlang von Führungen 128 verfahrbar und ist wieder mit Aufspannmitteln
für das zu bearbeitende Fensterholz 104 versehen.
[0049] Ferner sind Fördermittel zur Verschiebung des Fensterholzes 104 und zur Längeneinsteuerung
vorgesehen, die die Form eines Schiebers 129 bzw. eines Greifers 130 haben können.
Der Aufbau der Längsprofiliereinrichtung 112 entspricht demjenigen der beiden anderen
Ausführungsformen.
[0050] Das zu bearbeitende Fensterholz 104 wird bei 131 in Richtung des Pfeiles 132 in die
Maschine eingegeben und sodann in Richtung des Pfeiles 133 weiterbewegt. Sein in der
Fig. 5 linkes Ende wird dann mit der Ablängsäge 125 abgelängt und anschließend mit
der Zapfenschlag- und Schlitzspindel mit Zapfen und Schlitzen versehen. Anschließend
wird das Fensterholz in Richtung des Pfeiles 134 nach links in Fig. 5 bewegt, und
zwar so weit, bis die vorgegebene Länge eingesteuert ist. Anschließend bewegt sich
der Rolltisch in Richtung des Pfeiles 135 in entgegengesetzter Richtung, so daß auch
das rechte Ende des Fensterholzes in Fig. 5 durch die Ablängsäge 126 abgelängt wird.
Während dieser Bewegungen bewegt sich die Zapfenschlagspindel 124 unterhalb des Arbeitstisches
bzw. des Rolltisches 127 in Richtung des Pfeiles 136 nach rechts in Fig. 5, um die
dort gestrichelt wiedergegebene Lage einzunehmen. Damit wird auch das rechte Ende
des Fensterholzes 104 mit Zapfen und Schlitzen versehen.
[0051] Das so bearbeitete Fensterholz wird dann in der bereits beschriebenen Weise der Längsprofiliereinrichtung
112 zugeführt, aus welcher es vollständig bearbeitet in Richtung des Pfeiles 136
wieder austritt.
1. Holzbearbeitungsmaschine zum Zapfenschlagen und Längsprofilieren von Hölzern,
insbesondere von Fensterhölzern, mit wenigstens einem Zapfenschlag- und Schlitzaggregat
und wenigstens einem Aggregat zum Längsprofilieren, wobei dem Zapfenschlag- und Schlitzaggregat
eine Ablängvorrichtung und ein Rolltisch zugeordnet sind, wobei ferner ein Querförderer
zur Verschiebung des Fensterholzes in eine Arbeitsposition vorgesehen ist, in welcher
das zweite Ende des Fensterholzes mit Zapfen und Schlitzen versehbar ist und wobei
eine Übergabevorrichtung zum Übergeben des an beiden Enden mit Zapfen und Schlitzen
versehenen Fensterholzes an das Aggregat zum Längsprofilieren vorgesehen ist, dadurch
gekennzeichnet, daß ein einziges Zapfenschlag- und Schlitzaggregat (2) vorgesehen
ist, welches einschließlich der zuge ordneten Ablängvorrichtung (13a,13b), seiner
Lagerung, seiner Abdeckung (4) u. dgl. gänzlich unter die Oberflächen des Arbeits-
und Rolltisches (5,6) absenkbar ist, wobei das Zapfenschlag- und Schlitzaggregat (2)
unterhalb von Arbeits- und Rolltisch (5,6) aus einer ersten Stellung, in welcher das
erste Ende des Fensterholzes (10) bearbeitbar ist, in eine zweite, der Bearbeitung
des zweiten Endes dienende Stellung (2a) verfahrbar ist, wobei zur Bearbeitung des
zweiten Endes des Fensterholzes (10) dieses im Rücklauf (Pfeil 21) entgegen der bisherigen
Vorschubrichtung (Pfeil 19) an dem versetzten Zapfenschlag- und Schlitzaggregat (2)
vorbeigeführt wird, dessen Bearbeitungsseiten in den beiden Stellungen (2,2a) einander
zugewandt sind und wobei zur Längeneinsteuerung das Fensterholz (10) nach der Bearbeitung
des ersten Endes abgelängt und verschoben wird.
2. Holzbearbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziger
Rolltisch (6) vorgesehen ist, auf dem das Fensterholz (10) in zwei verschiedenen,
der Längeneinsteuerung entsprechenden Stellungen (10a,10b) festspannbar ist.
3. Holzbearbeitungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Aggregate (11) zum Längsprofilieren so angeordnet sind, daß das längsprofilierte Fensterholz
(10d) im Bereich der Eingangsseite (Pfeil 18) die Maschine auch wieder verläßt (Pfeil
25).
4. Holzbearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Stellungen (2,2a) des Zapfenschlag- und Schlitzaggregates in einer
vertikalen Parallelebene zu der Längserstreckung der Fensterhölzer (10) liegen.
5. Holzbearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder der beiden Stellungen (2,2a) des Zapfenschlag- und Schlitzaggregates eine
Ablängvorrichtung (13a, 13b) zugeordnet ist, die ebenfalls absenkbar, aber nicht verfahbar
ist.
6. Holzbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß eine einzige Ablängvorrichtung (13) vorgesehen ist, die zusammen mit dem Zapfenschlag-
und Schlitzaggregat (2) versetzt wird.
7. Holzbearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sowohl für die Querverschiebung des Zapfenschlag- und Schlitzaggregates (2) als
auch für dessen Höhenverstellung Führungsstangen (27,28) mit kreisförmigen Querschnitt
vorgesehen sind.
8. Holzbearbeitungsmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen
(27) zur Höhenverstellung des Zapfenschlag- und Schlitzaggregates (2) zusammen mit
diesem quer verschiebbar sind.
9. Holzbearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Zapfenschlag- und Schlitzaggregate vorgesehen sind, die nicht verfahrbar,
aber jeweils unter die Oberflächen des Arbeits- und Rolltisches (5,6) absenkbar sind.
10. Holzbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Ablängvorrichtungen (13a,13b) nach oben aus dem Durchlaufbereich des
Werkstückes herausschwenkbar sind.
11. Holzbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß eine der Ablängvorrichtungen (13a) nach unten und die andere
Ablängvorrichtung (13b) nach oben schwenkbar ist.
12. Holzbearbeitungsmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die der
Längeneinsteuerung nachgeschaltete Ablängvorrichtung (13b) nach oben schwenkbar ist.
13. Anwendung des Prinzips der Holzbearbeitungsmaschine nach Anspruch 1 auf eine Einrichtung
zum beidseitigen Längsprofilieren von Hölzern, insbesondere von Fensterhölzern, bei
welcher im Durchlauf das Fensterholz mit seiner einen Längsseite an wenigstens einer
ersten Längsprofilierspindel und anschließend mit seiner anderen Längsseite an wenigstens
einer weiteren Längsprofilierspindel vorbeiführbar ist, wobei die jeweilige Längsprofilierspindel
(101,102) einschließlich des auf ihr angeordneten Werkzeugsatzes und einschließlich
ihres Antriebsaggregates, ihrer Lagerung, ihrer Abdeckung und dergleichen gänzlich
unter die Oberfläche des zugehörigen Arbeitstisches (103) absenkbar ist, wobei die
Längsprofilierspindel (101, 102) unterhalb des Arbeitstisches aus einer ersten Stellung,
in welcher die erste Längsseite des Fensterholzes (104) längsprofilierbar ist, in
eine zweite der Längsprofilierung der zweiten Längsseite des Fensterholzes (104) dienende
Stellung verfahrbar ist, wobei zur Bearbeitung der zweiten Längsseite das Fensterholz
im Rücklauf entgegen der bisherigen Vorschubrichtung an der versetzten Längsprofilierspindel
(101,102) vorbeigeführt wird, deren Bearbeitungsseiten in den beiden Stellungen einander
zugewandt sind.
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine einzige Längsprofilierspindel
vorgesehen ist.
15. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Längsprofilierspindeln
(101,102) vorgesehen sind.
16. Anwendung einer Längsprofiliereinrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15 auf
eine Holzbearbeitungsmaschine, bei welcher eine oder mehrere Zapfenschlag- und Schlitzspindeln
(114) vorgesehen sind, mit denen die jeweils ihnen zugewandte Stirnseite des Fensterholzes
(104) mit Zapfen und Schlitzen versehbar ist, wobei das so mit Zapfen und Schlitzen
versehene Fensterholz (104) im rechten Winkel auf die Längsprofiliereinrichtung (112)
übergebbar ist.
17. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das bearbeitete Fensterholz
(104) in einer zweiten Ebene mittels eines Förderers, der auch ein Rolltisch sein
kann, in seine Aufgabeposition vor den Zapfen- und Schlitzaggregaten (114) zurückförderbar
ist.
18. Anwendung einer Längsprofiliereinrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15 auf
eine Holzbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12.