(19)
(11) EP 0 293 628 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.12.1988  Patentblatt  1988/49

(21) Anmeldenummer: 88107284.7

(22) Anmeldetag:  06.05.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B43L 13/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 03.06.1987 DE 3718543

(71) Anmelder: Walter Hebel GmbH & Co
D-5242 Kirchen/Sieg (DE)

(72) Erfinder:
  • Schirmuly, Berthold
    D-5242 Kirchen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Zeichenkopf


    (57) Ein Zeichenkopf mit einer Rast- und Bremsvorrichtung (3) zum Feststellen des Zeichenwinkels (1) gegenüber einer Tragplatte (2) ist mit vorzugsweise zwei an Feder­armen angeformten den Zeichenkopf vom Zeichenträger ab­hebenden Gleitfüßchen (8,8′) ausgestattet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Zeichenkopf, der mit einer Rast- und einer Bremsvorrichtung zum Feststellen des Zei­chenwinkels gegenüber einer Tragplatte versehen ist, und bei dem die Rastvorrichtung sowohl ein stufenweises - in vorzugsweise 15° Schritten - Feststellen wie auch ein stufenloses Feststellen des Zeichenwinkels gegenüber der Tragplatte ermöglicht. Eine Bremseinrichtung fixiert dann den eingestellten Winkel, wenn dieser ungleich 15° oder eines Vielfachen hiervon ist.

    [0002] Derartige Zeichenköpfe sind beispielsweise aus der DE-PS 36 14 887 bekannt. Der in dieser Patentschrift beschrie­bene Zeichenkopf ist nicht nur mit den o.g. Merkmalen ausgestatten, sondern der Führungskörper dieses Zeichen­kopfes weist neben einer Bremsvorrichtung auch eine Führungsleiste, eine Einstellmarke für dessen Positionie­rung auf einer Führungsschiene, eine weitere Einstellmarke für die Winkelpositionierung des Zeichenwinkels auf.

    [0003] Der Führungskörper ist einstückig mit Lagerkopf, Einstell­marke und Führungsleiste ausgebildet und kann durch eine Klemmtaste auf der Führungsschiene eines Zeichenlineales fixiert werden.
    In gleicher Weise sind Zeichenköpfe bekannt, in deren Führungskörper - besser Tragplatte genannt - statt der Führungsleiste eine auf eine entsprechende Rippe der Zei­chenschiene aufsteckbare Nut vorgesehen ist. Auch bei die­ser Lösung sind Fixierelemente bekannt.

    [0004] Nachteilig an diesen bekannten Lösungen ist, daß diese ausschließlich auf Zeichenplatten oder Zeichenanlagen gleicher Hersteller eingesetzt werden können, da die Führungselemente des Zeichenkopfes direkt in die Gegen­stücke der Zeichenschiene eingreifen.

    [0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Zeichenkopf zu schaffen, der bei preiswerter Gestaltung und einfacher Handhabung universell auf allen Zeichenanlagen eingesetzt werden kann.

    [0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 in besonders vorteilhafter Weise gelöst.

    [0007] Eine bevorzugte Ausführungsform dieser Erfindung wird in den weiteren Ansprüchen dieser Anmeldung beschrieben.

    [0008] Anhand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Figuren wird die Erfindung näher erläutert. Hierbei zeigt:

    Figur 1 - eine Draufsicht auf einen Zeichen­kopf, wobei die Lineale abgeschnit­ten wurden,

    Figur 2 - eine Vorderansicht in entlasteter Position,

    Figur 3 - eine Vorderansicht in belasteter Position.



    [0009] Der in Figur 1 mit abgeschnitten Linealen dargestellte erfindungsgemäße Zeichenkopf ist mit einer Drucktaste (4) zur Betätigung der Rasteinrichtung, die zusammen mit dem Drehgriff (14) und dem Zeichenwinkel (1) fest verbunden aber gegenüber der Tragplatte (2) verdrehbar ist. Soll ein bestimmter Winkel eingestellt werden, hält man mit der einen Hand die Tragplatte (2) fest und verdreht mittels Drucktaste (4) und Drehgriff (14) den Zeichenwinkel (1) so lange, bis der gewünschte Winkel an der Einstellmarke (10) abgelesen werden kann. Dieser Winkel kann dann mittels der Bremseinrichtung (3) fixiert werden. Wird beim Einstellen des gewünschten Winkels die Tragplatte (2) auf den Zeichenträger (9) gedrückt, so bekommen die Antirutschfüßchen (6,6′) Kontakt mit dem Zeichenträger, und ein Verrutschen der Tragplatte ist da­mit unmöglich.

    [0010] Das nunmehr eingestellt Gerät kann auf seinen Gleitfüß­chen (8,8′) auf der Zeichenunterlage (9) leicht verscho­ben werden. Sollen nun mehrere parallele Linien gezeich­net werden, so kann der Zeichenkopf mit seiner Führungs­leiste (5) an der Zeichenkante eines Lineals geführt wer­den.

    [0011] An den Endbereichen der Tragplatte (2) sind auf deren dem Zeichenträger zugewandten Seite sog. Antirutschfüßchen (6,6′) angeordnet. Während des Verschiebevorganges haben die Antirutschfüßchen (6,6′) keinen Kontakt zum Zeichen­träger (9). Durch die Wirkung der in die Gleitfüßchen übergehenden Feder (7) wird die Tragplatte (2) vom Zei­chenträger abgehoben. Diese Feder (7) ist in einer ent­sprechenden Vertiefung der Tragplatte (2) untergebracht. Um der Feder (7) einen sicheren Halt zu geben, ist an der Tragplatte (2) ein zylinderförmiger Zapfen (11) vorgesehen, auf den die Feder (7) aufgesteckt wird.

    [0012] Die Gleitfüßchen (8,8′) können, um ein besseres Gleiten zu gewährleisten, mit einem gleitfähigen Material be­schichtet werden. Hierfür dürfte besonders PTFE geeignet sein.
    Selbstverständlich können Gleitfüßchen (8,8′) und Feder (7) aus einem Stück und somit aus demselben Material ge­fertigt sein.


    Ansprüche

    1. Zeichenkopf mit einer Rast- und Bremsvorrichtung (3) zum Feststellen des Zeichenwinkels (1) gegenüber einer Tragplatte (2), dadurch gekennzeichnet, daß an der Tragplatte (2) eine Führungsleiste (5) vorge­sehen und in die Tragplatte (2) ein Federelement (7) mit an seinen Endpunkten angeordneten Gleitfüßchen (8,8′) eingesetzt ist.
     
    2. Zeichenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitfüßchen (8, 8′) mit einem besonders gleit­fähigen Material beschichtet sind.
     
    3. Zeichenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (7) einstückig ausgebildet und auf einen entsprechend geformten Zapfen (11) der Trag­platte (2) aufgesteckt und fixiert ist.
     
    4. Zeichenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Endbereichen der Tragplatte (2) Antirutsch­füßchen (6,6′) vorgesehen sind.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht