[0001] Die Erfindung betrifft einen Zeichenkopf, der mit einer Rast- und einer Bremsvorrichtung
zum Feststellen des Zeichenwinkels gegenüber einer Tragplatte versehen ist, und bei
dem die Rastvorrichtung sowohl ein stufenweises - in vorzugsweise 15° Schritten -
Feststellen wie auch ein stufenloses Feststellen des Zeichenwinkels gegenüber der
Tragplatte ermöglicht. Eine Bremseinrichtung fixiert dann den eingestellten Winkel,
wenn dieser ungleich 15° oder eines Vielfachen hiervon ist.
[0002] Derartige Zeichenköpfe sind beispielsweise aus der DE-PS 36 14 887 bekannt. Der in
dieser Patentschrift beschriebene Zeichenkopf ist nicht nur mit den o.g. Merkmalen
ausgestatten, sondern der Führungskörper dieses Zeichenkopfes weist neben einer Bremsvorrichtung
auch eine Führungsleiste, eine Einstellmarke für dessen Positionierung auf einer
Führungsschiene, eine weitere Einstellmarke für die Winkelpositionierung des Zeichenwinkels
auf.
[0003] Der Führungskörper ist einstückig mit Lagerkopf, Einstellmarke und Führungsleiste
ausgebildet und kann durch eine Klemmtaste auf der Führungsschiene eines Zeichenlineales
fixiert werden.
In gleicher Weise sind Zeichenköpfe bekannt, in deren Führungskörper - besser Tragplatte
genannt - statt der Führungsleiste eine auf eine entsprechende Rippe der Zeichenschiene
aufsteckbare Nut vorgesehen ist. Auch bei dieser Lösung sind Fixierelemente bekannt.
[0004] Nachteilig an diesen bekannten Lösungen ist, daß diese ausschließlich auf Zeichenplatten
oder Zeichenanlagen gleicher Hersteller eingesetzt werden können, da die Führungselemente
des Zeichenkopfes direkt in die Gegenstücke der Zeichenschiene eingreifen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Zeichenkopf zu schaffen, der bei preiswerter
Gestaltung und einfacher Handhabung universell auf allen Zeichenanlagen eingesetzt
werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 in besonders vorteilhafter
Weise gelöst.
[0007] Eine bevorzugte Ausführungsform dieser Erfindung wird in den weiteren Ansprüchen
dieser Anmeldung beschrieben.
[0008] Anhand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Figuren wird die Erfindung näher erläutert.
Hierbei zeigt:
Figur 1 - eine Draufsicht auf einen Zeichenkopf, wobei die Lineale abgeschnitten
wurden,
Figur 2 - eine Vorderansicht in entlasteter Position,
Figur 3 - eine Vorderansicht in belasteter Position.
[0009] Der in Figur 1 mit abgeschnitten Linealen dargestellte erfindungsgemäße Zeichenkopf
ist mit einer Drucktaste (4) zur Betätigung der Rasteinrichtung, die zusammen mit
dem Drehgriff (14) und dem Zeichenwinkel (1) fest verbunden aber gegenüber der Tragplatte
(2) verdrehbar ist. Soll ein bestimmter Winkel eingestellt werden, hält man mit der
einen Hand die Tragplatte (2) fest und verdreht mittels Drucktaste (4) und Drehgriff
(14) den Zeichenwinkel (1) so lange, bis der gewünschte Winkel an der Einstellmarke
(10) abgelesen werden kann. Dieser Winkel kann dann mittels der Bremseinrichtung (3)
fixiert werden. Wird beim Einstellen des gewünschten Winkels die Tragplatte (2) auf
den Zeichenträger (9) gedrückt, so bekommen die Antirutschfüßchen (6,6′) Kontakt mit
dem Zeichenträger, und ein Verrutschen der Tragplatte ist damit unmöglich.
[0010] Das nunmehr eingestellt Gerät kann auf seinen Gleitfüßchen (8,8′) auf der Zeichenunterlage
(9) leicht verschoben werden. Sollen nun mehrere parallele Linien gezeichnet werden,
so kann der Zeichenkopf mit seiner Führungsleiste (5) an der Zeichenkante eines Lineals
geführt werden.
[0011] An den Endbereichen der Tragplatte (2) sind auf deren dem Zeichenträger zugewandten
Seite sog. Antirutschfüßchen (6,6′) angeordnet. Während des Verschiebevorganges haben
die Antirutschfüßchen (6,6′) keinen Kontakt zum Zeichenträger (9). Durch die Wirkung
der in die Gleitfüßchen übergehenden Feder (7) wird die Tragplatte (2) vom Zeichenträger
abgehoben. Diese Feder (7) ist in einer entsprechenden Vertiefung der Tragplatte
(2) untergebracht. Um der Feder (7) einen sicheren Halt zu geben, ist an der Tragplatte
(2) ein zylinderförmiger Zapfen (11) vorgesehen, auf den die Feder (7) aufgesteckt
wird.
[0012] Die Gleitfüßchen (8,8′) können, um ein besseres Gleiten zu gewährleisten, mit einem
gleitfähigen Material beschichtet werden. Hierfür dürfte besonders PTFE geeignet
sein.
Selbstverständlich können Gleitfüßchen (8,8′) und Feder (7) aus einem Stück und somit
aus demselben Material gefertigt sein.
1. Zeichenkopf mit einer Rast- und Bremsvorrichtung (3) zum Feststellen des Zeichenwinkels
(1) gegenüber einer Tragplatte (2), dadurch gekennzeichnet, daß an der Tragplatte
(2) eine Führungsleiste (5) vorgesehen und in die Tragplatte (2) ein Federelement
(7) mit an seinen Endpunkten angeordneten Gleitfüßchen (8,8′) eingesetzt ist.
2. Zeichenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitfüßchen (8, 8′)
mit einem besonders gleitfähigen Material beschichtet sind.
3. Zeichenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (7) einstückig
ausgebildet und auf einen entsprechend geformten Zapfen (11) der Tragplatte (2) aufgesteckt
und fixiert ist.
4. Zeichenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Endbereichen der
Tragplatte (2) Antirutschfüßchen (6,6′) vorgesehen sind.