[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Dunstabzugshaube, insbesondere für Küchen, mit
einem eine Zuluft- und eine Abluftöffnung aufweisenden Gehäuse, in dem ein Filter
und ein Ventilator zur Erzeugung einer mindestens teilweise einen Umluftkreis bildenden
Luftströmung angeordnet sind.
[0002] Bei einer bekannten Dunstabzugshaube dieser Gattung (DE-OS 23 40 533) ist das Filter
dem Ventilator in Strömungsrichtung nachgeschaltet. Die Anordnung des Filters in
einer mindestens teilweise einen Umluftkreis bildenden Strömung führt zu einer guten
Reinigung der Geruchsstoffe und Kochdunst enthaltenden Luft. Dadurch, daß die Saugseite
des Ventilators benachbart der Zuluftöffnung angeordnet ist, können jedoch während
des Betriebs der Dunstabzugshaube in dem diese umgebenden Raum störende Zugerscheinungen
auftreten. Die Anordnung des Filters im Innenbereich des Gehäuses hat weiter zur
Folge, daß es für das Auswechseln relativ unzugänglich ist.
[0003] Es ist ferner bekannt (EP-A1 01 63 763), einer für komerzielle Kücheneinrichtungen
bestimmten Dunstabzugshaube untemperierte Außenluft als Primärluft zuzuführen. Das
sich nach Induktion von mit Geruchsstoffen und Kochdunstenthaltener Raumluft bildende
Gemisch wird über einen Abluftkanal nach außen transportiert. Da die Menge der induzierten
und somit mit der Primärluft abgeführten Raumluft nicht durch gezielte Zufuhr einer
entsprechenden Zuluftmenge ersetzt wird, können infolge eines entstehenden Unterdruckes
in dem Raum Zugerscheinungen auftreten. Darüber hinaus ergibt sich durch die Zufuhr
untemperierter Primärluft ein Verlust an Heizenergie. Weiterhin führt die Möglichkeit,
daß ein Unterdruck entsteht dazu, daß der gleichzeitige Betrieb von Feuerstellen für
feste, flüssige Brennstoffe und gasförmige Brennstoffe, die die Verbrennungsluft der
Umgebung entnehmen, gemäß Feuerverordnung nicht zulässig ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Dunstabzugshaube so
weiterzubilden, daß bei einem wirksamen Abtransport von Geruchsstoffen und Kochdunst
geringe Verluste an Heizungsenergie auftreten und Zugerscheinungen weitgehend vermieden
sind.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Dunstabzugshaube der genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß der Ventilator so angeordnet ist, daß Ansaugluft durch das Filter
und Druckluft in einen Kanal strömt, der so ausgebildet ist, daß die aus ihm austretende
Luftströmung in den Bereich der dem Ventilator abgewandten Seite des Filters geführt
ist und ein hohes Induktionsvermögen zur Mitnahme von mit Geruchsstoffen und Kochdunst
belasteter Luft aufweist.
[0006] Dadurch, daß die Ansaugluft durch das Filter strömt, werden Zugerscheinungen in
dem die Dunstabzugshaube umgebenden Raum weitgehend vermieden. Gleichzeitig ergibt
sich ein guter Abtransport von mit Geruchsstoffen und Kochdunst belasteter Abluft
infolge des hohen Induktionsvermögens der, im Bereich der dem Ventilator abgewandten
Seite des Filters, aus dem Kanal austretenden Druckluft. Der Kanal kann dabei weitgehend
geschlossen oder lediglich durch Luftleitbleche ausgebildet sein. Die Anordnung des
Filters an der Saugseite des Ventilators und damit in einem, einer Kochstelle zugewandten
Seite des Gehäuses, führt darüber hinaus dazu, daß das Filter leicht zugäng lich
und somit auch leicht auswechselbar ist.
[0007] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist im Bereich der Abluftöffnung ein zweites
Filter angeordnet. Damit können die Funktionen beider Filter so getrennt werden, daß
das benachbart dem ersten Ventilator angeordnete Filter als Fettfilter und das zweite
Filter als Geruchsfilter ausgebildet ist. Da jedes der beiden Filter getrennt und
jeweils abhängig von dem eigenen Verschmutzungsgrad ausgewechselt werden kann, ergibt
sich ein kostengünstiger Betrieb der Dunstabzugshaube.
[0008] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, daß das zweite Filter in Strömungsrichtung
einem zweiten Ventilator nachgeschaltet ist. Durch den zweiten Ventilator ist die
über die Abluftöffnung aus der Dunstabzugshaube geführte Luft weitgehend unabhängig
von der einen Umluftkreis bildenden Luftströmung steuerbar.
[0009] Besonders vorteilhaft ist es dabei, daß das zweite Filter und der zweite Ventilator
in gegenüberliegenden Endabschnitten eines Abluftkanals angeordnet sind.
[0010] Es ist weiterhin von Vorteil, daß die Abluftöffnung mindestens teilweise verschließbar
ist. Über den Öffnungsgrad der Abluftöffnung läßt sich dabei in besonders einfacher
Weise eine Steuerung der über die Abluftöffnung aus der Dunstabzugshaube herausgeführten
Luftmenge erreichen.
[0011] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist mit dem Gehäuse eine Leitung
zur Zufuhr und eine weitere zur Abfuhr von Frischluft bzw. Abluft verbindbar. Die
Dunstabzugshaube ist somit mit den genannten Vorteilen auch im Abluftbetrieb einsetzbar.
[0012] Es ist dabei vorteilhaft, daß beide Leitungen in Form eines doppelwandigen Kanals
vereinigt sind. Neben einer konstruktiven Vereinfachung bei der Herstellung und der
Montage der Dunstabzugshaube führt die sich dabei ergebende gemeinsame Wandung zwischen
der Frischluft- und Abluftleitung zu einer Erwärmung der Frischluft und somit zu
einer Verminderung von Wärmeverlusten. Es ist besonders vorteilhaft, daß mindestens
einer Leitung ein Ventilator zugeordnet ist, so daß in besonders einfacher Weise
die Luftmengenbilanz zwischen Abluft und zugeführter Frischluft ausgleichbar ist.
[0013] Zwei Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Dunstabzugshauben sind nachfolgend anhand
der Zeichnung mit weiteren Einzelheiten erläutert.
[0014] Es zeigen in schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Dunstabzugshaube im Umluftbetrieb; und
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Dunstabzugshaube im Abluftbetrieb.
[0015] Die in Fig. 1 dargestellte und im Ganzen mit 1 bezeichnete Dunstabzugshaube zeigt
den Einsatz der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube im Umluftbetrieb. Die Dunstabzugshaube
1 weist ein Gehäuse 2 mit einer Zuluft- und einer Abluftöffnung 3, 4 auf, und ist
an einer Wand 5 in nicht dargestellter Weise befestigt. Im Abstand von der Dunstabzugshaube
und unterhalb der Zuluftöffnung 3 befindet sich eine Kochstelle 6, von der aus Umgebungsluft
mit Geruchsstoffen und Kochdunst durchsetzt wird.
[0016] Innerhalb des Gehäuses 2 ist ein Ventilator 7 so angeord net, daß Ansaugluft durch
ein vor der Zuluftöffnung 3 angeordnetes Filter 8 strömt. Das Filter 8 ist über die
Zuluftöffnung 3 zugänglich und kann in einfacher Weise ausgewechselt werden. Die
vom Ventilator 7 erzeugte Druckluft strömt in einen Kanal 9 mit einem düsenförmig
ausgebildeten Bereich, so daß die aus dem Kanal 9 austretende Luftströmung ein hohes
Induktionsvermögen zur Mitnahme der mit Geruchsstoffen und Kochdunst belasteten Luft
aufweist. Der Kanal 9 kann innerhalb des Gehäuses 2 geschlossen oder lediglich durch
ein innerhalb des Gehäuses 2 angeordnetes Leitblech 9′ ausgebildet sein. Das dem
Ventilator 7 abgewandte Ende des Kanals 9 ist im Bereich der Zuluftöffnung 3 so angeordnet,
daß die aus ihm strömende Luft in den Bereich der dem Ventilator 7 abgewandten Seite
des Filters 8 geführt ist.
[0017] Durch den Ventilator 7 wird somit eine zumindest teilweise einen Umluftkreis bildende
Luftströmung erzeugt, die durch mit A gekennzeichnete Pfeile angedeutet ist. Durch
diesen Umluftkreis wird belastete Luft mehrfach durch das Filter 8 geführt und somit
wirksam gereinigt.
[0018] Das große Induktionsvermögen der Luftströmung A führt dazu, daß eine, für einen
wirksamen Betrieb der Dunstab- zugshaube 1 ausreichende Menge der durch Pfeile B gekennzeichneten
Luft, die Geruchsstoffe und Kochdunst enthält, durch das Filter 8 mitgeführt wird.
Infolge der Aufnahme der zu reinigenden Luftmenge B in der Luftströmung A und die
Anordnung des Filters 8 im Bereich der Saugseite des Ventilators 7 sind Zugerscheinungen
außerhalb der Dunstabzugshaube 1, wie sie bei einem direkten Ansaugen der mit Emissionen
beladenen Luft auftreten, vermieden.
[0019] Einer Verbesserung der aus der Dunstabzugshaube herausgeführten Abluftströmung,
die durch einen Pfeil C darge stellt ist, über die mehrfache Filterung in dem Filter
8 hinaus, dient ein im Bereich der Abluftöffnung 4 angeordnetes zweites Filter 10.
Diesem zweiten Filter 10 wird über einen zweiten Ventilator 11 die Abluftströmung
C zugeführt, wobei der zweite Ventilator 11 und das zweite Filter 10 jeweils in konstruktiv
einfacher Weise an den entgegengesetzten Enden eines Abluftkanals 12 angeordnet sind.
Durch den Ventilator 11 läßt sich die Abluftströmung in einfacher Weise steuern;
als weiteres Steuerungsmittel kann eine bewegbare Leitklappe 13 vorgesehen sein.
[0020] Dadurch, daß zwei Filter 8, 10 eingesetzt sind, können diese jeweils unabhängig voneinander
ihren jeweiligen Aufgaben entsprechend ausgebildet sein. Das mehrfach von der, einen
Umluftkreis bildenden, Luftströmung A durchströmte Filter 8 ist dabei als Fettfilter
und das Filter 10 als Geruchsfilter ausgebildet. Entsprechend dem jeweiligen Belastungsgrad
sind die Filter 8, 10 einzeln auswechselbar, so daß die Wartung vereinfacht ist und
die Betriebskosten für die Dunstabzugshaube verringert sind.
[0021] Die in Fig. 2 dargestellte Dunstabzugshaube zeigt den Einsatz einer erfindungsgemäßen
Dunstabzugshaube im Abluftbetrieb. Diese Dunstabzugshaube 1, bei der mit Teilen
der in Fig. 1 dargestellten Dunstabzugshaube übereinstimmende Teile mit gleichen
Bezugszeichen versehen sind, unterscheidet sich im wesentlichen von dieser nur dadurch,
daß ihr Gehäuse 2 mit Leitungen 14, 15 zur Zufuhr von Frischluft bzw. zur Abfuhr von
Abluft verbunden ist. Die Leitungen 14, 15 sind in Form eines doppelwandigen Kanals
vereinigt, so daß die Leitung 14 durch die innere Wandung des Kanals und die Leitung
15 durch beide Wandungen begrenzt ist. Dadurch wird nach Art eines Wärmetauschers
in der Leitung 14 zugeführte Frischluft durch die Abluft in der Leitung 15 erwärmt,
so daß der Verlust an Heizenergie verkleinert ist. Der Transport von Abluft Düber
die Leitung 15 wird durch einen dritten Ventilator 16, der dem Eintrittsbereich der
Leitung 15 in die Dunstabzugshaube 1 zugeordnet ist, unterstützt. Die Aufteilung
der Luftströmung, die aus dem Inneren der Dunstabzugshaube 1 geführt wird, in eine
Luftströmung C, die in den, die Dunstabzugshaube 1 umgebenden Raum strömt sowie eine
Luftströmung D, die über die Leitung 15 aus diesem Raum geführt wird, ist neben einer
Steuerung über die Ventilatoren 11, 16 auch über eine Veränderung der Stellung der
Leitklappe 13 steuerbar.
1. Dunstabzugshaube, insbesondere für Küchen, mit einem eine Zuluft- und eine Abluftöffnung
aufweisenden Gehäuse, in dem ein Filter und ein Ventilator zur Erzeugung einer mindestens
teilweise einen Umluftkreis bildenden Luftströmung angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilator (7) so angeordnet ist, daß Ansaugluft (A) durch das Filter (8)
und Druckluft (A) in einen Kanal (9) strömt, der so ausgebildet ist, daß die aus ihm
austretende Luftströmung (A) in den Bereich der dem Ventilator (7) abgewandten Seite
des Filters (8) geführt ist und ein hohes Induktionsvermögen zur Mitnahme von mit
Geruchsstoffen und Kochdunst belasteter Luft (B) aufweist.
2. Dunstabzugshaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Abluftöffnung (4) ein zweites Filter (10) angeordnet ist.
3. Dunstabzugshaube nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Filter (10) in Strömungsrichtung einem zweiten Ventilator (11) nachgeschaltet
ist.
4. Dunstabzugshaube nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Filter (10) und der zweite Ventilator (11) in gegenüberliegenden
Endabschnitten eines Abluftkanals (12) angeordnet sind.
5. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abluftöffnung (4) mindestens teilweise verschließbar ist.
6. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Gehäuse (2) Leitungen (14, 15) zur Zufuhr und zur Abfuhr von Frischluft
bzw. Abluft verbindbar sind.
7. Dunstabzugshaube nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen (14, 15) in Form eines doppelwandigen Kanals vereinigt sind.
8. Dunstabzugshaube nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer Leitung (15) ein Ventilator (16) zugeordnet ist.