(19)
(11) EP 0 294 006 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.12.1988  Patentblatt  1988/49

(21) Anmeldenummer: 88201119.0

(22) Anmeldetag:  02.06.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4F24C 15/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT DE FR IT

(30) Priorität: 04.06.1987 DE 3718686

(71) Anmelder:
  • Philips Patentverwaltung GmbH
    22335 Hamburg (DE)

    DE 
  • Philips Electronics N.V.
    5621 BA Eindhoven (NL)

    FR IT AT 

(72) Erfinder:
  • Klinkenberg, Klaus
    D-5100 Aachen (DE)

(74) Vertreter: Peuckert, Hermann, Dipl.-Ing. et al
Philips Patentverwaltung GmbH, Röntgenstrasse 24
22335 Hamburg
22335 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Dunstabzugshaube, insbesondere für Küchen


    (57) Bei einer bekannten Dunstabzugshaube wird mittels eines Ventilators über eine Zuluftöffnung Luft angesaugt und zu einem in Strömungsrichtung von dem Ventilator angeordne­ten Filter gefördert. Durch das direkte Ansaugen über die Zuluftöffnung können in der Umgebung der Dunstabzugshaube Zugerscheinungen auftreten.
    Um bei mindestens gleichbleibender Wirksamkeit der Dunst­abzugshaube die Zugerscheinungen zu vermeiden, ist der Ventilator (7) so angeordnet, daß Ansaugluft (A) durch das Filter (8) und Druckluft (A) in einen Kanal (9) strömt, der so ausgebildet ist, daß die aus ihm austre­tende Luftströmung (A) in den Bereich der dem Ventila­tor (7) abgewandten Seite des Filters (8) geführt ist und ein hohes Induktionsvermögen zur Mitnahme von mit Ge­ruchsstoffen und Kochdunst belasteter Luft (B) aufweist.
    Die Dunstabzugshaube ist für den Umluft- und Abluftbe­trieb geeignet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Dunstabzugshaube, insbesondere für Küchen, mit einem eine Zuluft- und eine Abluftöffnung aufweisenden Gehäuse, in dem ein Filter und ein Ventilator zur Erzeugung einer mindestens teilweise einen Umluftkreis bildenden Luftströmung angeordnet sind.

    [0002] Bei einer bekannten Dunstabzugshaube dieser Gattung (DE-OS 23 40 533) ist das Filter dem Ventilator in Strö­mungsrichtung nachgeschaltet. Die Anordnung des Filters in einer mindestens teilweise einen Umluftkreis bildenden Strömung führt zu einer guten Reinigung der Geruchsstoffe und Kochdunst enthaltenden Luft. Dadurch, daß die Saug­seite des Ventilators benachbart der Zuluftöffnung ange­ordnet ist, können jedoch während des Betriebs der Dunst­abzugshaube in dem diese umgebenden Raum störende Zuger­scheinungen auftreten. Die Anordnung des Filters im In­nenbereich des Gehäuses hat weiter zur Folge, daß es für das Auswechseln relativ unzugänglich ist.

    [0003] Es ist ferner bekannt (EP-A1 01 63 763), einer für komer­zielle Kücheneinrichtungen bestimmten Dunstabzugshaube untemperierte Außenluft als Primärluft zuzuführen. Das sich nach Induktion von mit Geruchsstoffen und Kochdunst­enthaltener Raumluft bildende Gemisch wird über einen Ab­luftkanal nach außen transportiert. Da die Menge der in­duzierten und somit mit der Primärluft abgeführten Raum­luft nicht durch gezielte Zufuhr einer entsprechenden Zu­luftmenge ersetzt wird, können infolge eines entstehenden Unterdruckes in dem Raum Zugerscheinungen auftreten. Da­rüber hinaus ergibt sich durch die Zufuhr untemperierter Primärluft ein Verlust an Heizenergie. Weiterhin führt die Möglichkeit, daß ein Unterdruck entsteht dazu, daß der gleichzeitige Betrieb von Feuerstellen für feste, flüssige Brennstoffe und gasförmige Brennstoffe, die die Verbrennungsluft der Umgebung entnehmen, gemäß Feuerver­ordnung nicht zulässig ist.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungs­gemäße Dunstabzugshaube so weiterzubilden, daß bei einem wirksamen Abtransport von Geruchsstoffen und Kochdunst geringe Verluste an Heizungsenergie auftreten und Zuger­scheinungen weitgehend vermieden sind.

    [0005] Diese Aufgabe wird bei einer Dunstabzugshaube der genann­ten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Ventila­tor so angeordnet ist, daß Ansaugluft durch das Filter und Druckluft in einen Kanal strömt, der so ausgebildet ist, daß die aus ihm austretende Luftströmung in den Be­reich der dem Ventilator abgewandten Seite des Filters geführt ist und ein hohes Induktionsvermögen zur Mitnahme von mit Geruchsstoffen und Kochdunst belasteter Luft auf­weist.

    [0006] Dadurch, daß die Ansaugluft durch das Filter strömt, wer­den Zugerscheinungen in dem die Dunstabzugshaube umgeben­den Raum weitgehend vermieden. Gleichzeitig ergibt sich ein guter Abtransport von mit Geruchsstoffen und Koch­dunst belasteter Abluft infolge des hohen Induktionsver­mögens der, im Bereich der dem Ventilator abgewandten Seite des Filters, aus dem Kanal austretenden Druckluft. Der Kanal kann dabei weitgehend geschlossen oder ledig­lich durch Luftleitbleche ausgebildet sein. Die Anordnung des Filters an der Saugseite des Ventilators und damit in einem, einer Kochstelle zugewandten Seite des Gehäuses, führt darüber hinaus dazu, daß das Filter leicht zugäng­ lich und somit auch leicht auswechselbar ist.

    [0007] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist im Bereich der Abluftöffnung ein zweites Filter angeordnet. Damit können die Funktionen beider Filter so getrennt werden, daß das benachbart dem ersten Ventilator angeordnete Filter als Fettfilter und das zweite Filter als Geruchsfilter ausge­bildet ist. Da jedes der beiden Filter getrennt und je­weils abhängig von dem eigenen Verschmutzungsgrad ausge­wechselt werden kann, ergibt sich ein kostengünstiger Be­trieb der Dunstabzugshaube.

    [0008] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, daß das zweite Fil­ter in Strömungsrichtung einem zweiten Ventilator nachge­schaltet ist. Durch den zweiten Ventilator ist die über die Abluftöffnung aus der Dunstabzugshaube geführte Luft weitgehend unabhängig von der einen Umluftkreis bildenden Luftströmung steuerbar.

    [0009] Besonders vorteilhaft ist es dabei, daß das zweite Filter und der zweite Ventilator in gegenüberliegenden Endab­schnitten eines Abluftkanals angeordnet sind.

    [0010] Es ist weiterhin von Vorteil, daß die Abluftöffnung min­destens teilweise verschließbar ist. Über den Öffnungs­grad der Abluftöffnung läßt sich dabei in besonders ein­facher Weise eine Steuerung der über die Abluftöffnung aus der Dunstabzugshaube herausgeführten Luftmenge errei­chen.

    [0011] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist mit dem Gehäuse eine Leitung zur Zufuhr und eine weitere zur Abfuhr von Frischluft bzw. Abluft verbindbar. Die Dunst­abzugshaube ist somit mit den genannten Vorteilen auch im Abluftbetrieb einsetzbar.

    [0012] Es ist dabei vorteilhaft, daß beide Leitungen in Form ei­nes doppelwandigen Kanals vereinigt sind. Neben einer konstruktiven Vereinfachung bei der Herstellung und der Montage der Dunstabzugshaube führt die sich dabei erge­bende gemeinsame Wandung zwischen der Frischluft- und Ab­luftleitung zu einer Erwärmung der Frischluft und somit zu einer Verminderung von Wärmeverlusten. Es ist beson­ders vorteilhaft, daß mindestens einer Leitung ein Venti­lator zugeordnet ist, so daß in besonders einfacher Weise die Luftmengenbilanz zwischen Abluft und zugeführter Frischluft ausgleichbar ist.

    [0013] Zwei Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Dunstabzugs­hauben sind nachfolgend anhand der Zeichnung mit weiteren Einzelheiten erläutert.

    [0014] Es zeigen in schematischer Darstellung:

    Fig. 1 eine erfindungsgemäße Dunstabzugshaube im Umluft­betrieb; und

    Fig. 2 eine erfindungsgemäße Dunstabzugshaube im Abluft­betrieb.



    [0015] Die in Fig. 1 dargestellte und im Ganzen mit 1 bezeichne­te Dunstabzugshaube zeigt den Einsatz der erfindungsge­mäßen Dunstabzugshaube im Umluftbetrieb. Die Dunstabzugs­haube 1 weist ein Gehäuse 2 mit einer Zuluft- und einer Abluftöffnung 3, 4 auf, und ist an einer Wand 5 in nicht dargestellter Weise befestigt. Im Abstand von der Dunst­abzugshaube und unterhalb der Zuluftöffnung 3 befindet sich eine Kochstelle 6, von der aus Umgebungsluft mit Ge­ruchsstoffen und Kochdunst durchsetzt wird.

    [0016] Innerhalb des Gehäuses 2 ist ein Ventilator 7 so angeord­ net, daß Ansaugluft durch ein vor der Zuluftöffnung 3 an­geordnetes Filter 8 strömt. Das Filter 8 ist über die Zu­luftöffnung 3 zugänglich und kann in einfacher Weise aus­gewechselt werden. Die vom Ventilator 7 erzeugte Druck­luft strömt in einen Kanal 9 mit einem düsenförmig ausge­bildeten Bereich, so daß die aus dem Kanal 9 austretende Luftströmung ein hohes Induktionsvermögen zur Mitnahme der mit Geruchsstoffen und Kochdunst belasteten Luft auf­weist. Der Kanal 9 kann innerhalb des Gehäuses 2 ge­schlossen oder lediglich durch ein innerhalb des Gehäu­ses 2 angeordnetes Leitblech 9′ ausgebildet sein. Das dem Ventilator 7 abgewandte Ende des Kanals 9 ist im Bereich der Zuluftöffnung 3 so angeordnet, daß die aus ihm strö­mende Luft in den Bereich der dem Ventilator 7 abgewand­ten Seite des Filters 8 geführt ist.

    [0017] Durch den Ventilator 7 wird somit eine zumindest teilwei­se einen Umluftkreis bildende Luftströmung erzeugt, die durch mit A gekennzeichnete Pfeile angedeutet ist. Durch diesen Umluftkreis wird belastete Luft mehrfach durch das Filter 8 geführt und somit wirksam gereinigt.

    [0018] Das große Induktionsvermögen der Luftströmung A führt da­zu, daß eine, für einen wirksamen Betrieb der Dunstab- zugshaube 1 ausreichende Menge der durch Pfeile B gekenn­zeichneten Luft, die Geruchsstoffe und Kochdunst enthält, durch das Filter 8 mitgeführt wird. Infolge der Aufnahme der zu reinigenden Luftmenge B in der Luftströmung A und die Anordnung des Filters 8 im Bereich der Saugseite des Ventilators 7 sind Zugerscheinungen außerhalb der Dunst­abzugshaube 1, wie sie bei einem direkten Ansaugen der mit Emissionen beladenen Luft auftreten, vermieden.

    [0019] Einer Verbesserung der aus der Dunstabzugshaube herausge­führten Abluftströmung, die durch einen Pfeil C darge­ stellt ist, über die mehrfache Filterung in dem Filter 8 hinaus, dient ein im Bereich der Abluftöffnung 4 angeord­netes zweites Filter 10. Diesem zweiten Filter 10 wird über einen zweiten Ventilator 11 die Abluftströmung C zu­geführt, wobei der zweite Ventilator 11 und das zweite Filter 10 jeweils in konstruktiv einfacher Weise an den entgegengesetzten Enden eines Abluftkanals 12 angeordnet sind. Durch den Ventilator 11 läßt sich die Abluftströ­mung in einfacher Weise steuern; als weiteres Steuerungs­mittel kann eine bewegbare Leitklappe 13 vorgesehen sein.

    [0020] Dadurch, daß zwei Filter 8, 10 eingesetzt sind, können diese jeweils unabhängig voneinander ihren jeweiligen Aufgaben entsprechend ausgebildet sein. Das mehrfach von der, einen Umluftkreis bildenden, Luftströmung A durch­strömte Filter 8 ist dabei als Fettfilter und das Fil­ter 10 als Geruchsfilter ausgebildet. Entsprechend dem jeweiligen Belastungsgrad sind die Filter 8, 10 einzeln auswechselbar, so daß die Wartung vereinfacht ist und die Betriebskosten für die Dunstabzugshaube verringert sind.

    [0021] Die in Fig. 2 dargestellte Dunstabzugshaube zeigt den Einsatz einer erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube im Ab­luftbetrieb. Diese Dunstabzugshaube 1, bei der mit Tei­len der in Fig. 1 dargestellten Dunstabzugshaube überein­stimmende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, unterscheidet sich im wesentlichen von dieser nur da­durch, daß ihr Gehäuse 2 mit Leitungen 14, 15 zur Zufuhr von Frischluft bzw. zur Abfuhr von Abluft verbunden ist. Die Leitungen 14, 15 sind in Form eines doppelwandigen Kanals vereinigt, so daß die Leitung 14 durch die innere Wandung des Kanals und die Leitung 15 durch beide Wandun­gen begrenzt ist. Dadurch wird nach Art eines Wärmetau­schers in der Leitung 14 zugeführte Frischluft durch die Abluft in der Leitung 15 erwärmt, so daß der Verlust an Heizenergie verkleinert ist. Der Transport von Abluft D­über die Leitung 15 wird durch einen dritten Ventila­tor 16, der dem Eintrittsbereich der Leitung 15 in die Dunstabzugshaube 1 zugeordnet ist, unterstützt. Die Auf­teilung der Luftströmung, die aus dem Inneren der Dunst­abzugshaube 1 geführt wird, in eine Luftströmung C, die in den, die Dunstabzugshaube 1 umgebenden Raum strömt so­wie eine Luftströmung D, die über die Leitung 15 aus die­sem Raum geführt wird, ist neben einer Steuerung über die Ventilatoren 11, 16 auch über eine Veränderung der Stel­lung der Leitklappe 13 steuerbar.


    Ansprüche

    1. Dunstabzugshaube, insbesondere für Küchen, mit einem eine Zuluft- und eine Abluftöffnung aufweisenden Gehäuse, in dem ein Filter und ein Ventilator zur Erzeugung einer mindestens teilweise einen Umluftkreis bildenden Luft­strömung angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilator (7) so angeordnet ist, daß Ansaugluft (A) durch das Filter (8) und Druckluft (A) in einen Kanal (9) strömt, der so ausgebildet ist, daß die aus ihm austre­tende Luftströmung (A) in den Bereich der dem Ventila­tor (7) abgewandten Seite des Filters (8) geführt ist und ein hohes Induktionsvermögen zur Mitnahme von mit Ge­ruchsstoffen und Kochdunst belasteter Luft (B) aufweist.
     
    2. Dunstabzugshaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­net, daß im Bereich der Abluftöffnung (4) ein zweites Filter (10) angeordnet ist.
     
    3. Dunstabzugshaube nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich­net, daß das zweite Filter (10) in Strömungsrichtung ei­nem zweiten Ventilator (11) nachgeschaltet ist.
     
    4. Dunstabzugshaube nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich­net, daß das zweite Filter (10) und der zweite Ventila­tor (11) in gegenüberliegenden Endabschnitten eines Ab­luftkanals (12) angeordnet sind.
     
    5. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da­durch gekennzeichnet, daß die Abluftöffnung (4) mindes­tens teilweise verschließbar ist.
     
    6. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da­durch gekennzeichnet, daß mit dem Gehäuse (2) Leitun­gen (14, 15) zur Zufuhr und zur Abfuhr von Frischluft bzw. Abluft verbindbar sind.
     
    7. Dunstabzugshaube nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich­net, daß die Leitungen (14, 15) in Form eines doppelwan­digen Kanals vereinigt sind.
     
    8. Dunstabzugshaube nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge­kennzeichnet, daß mindestens einer Leitung (15) ein Ven­tilator (16) zugeordnet ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht