[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von genau maßhaltigen platten-
oder blockförmigen Elementen aus einem abbindenden, bei der Verarbeitung gießfähigen
Material, insbesondere Gips, bei dem das Material in Form eines Gießbreis in wenigstens
eine Formkammer eingegossen, diese sodann formhaltig verschlossen und der Gießbrei
in der Formkammer zumindest so lange abbinden lassen wird, bis die daraus gebildeten
Elemente formstabil sind, worauf die Elemente aus der Formkammer entnommen werden.
[0002] Außerdem betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens,
mit einem zumindest eine Formkammer enthaltenden, auf seiner Oberseite offenen Formkasten
und einer diesem zugeordneten Verschlußvorrichtung, die wenigstens ein aus einer
abseitigen Ruhestellung in eine Schließstellung über die Öffnung des Formkastens verschiebbares
Verschlußglied aufweist, das auf seiner der Formkammer zugewandten Innenseite formgebend
ausgebildet ist.
[0003] Beispielsweise Zwischenwandplatten aus Gips gemäß DIN 18 163 sind vorgefertigte Gipsbauelemente
für die Errichtung von leichten Trennwänden. Sie haben typischerweise ein Format von
500 × 666 mm und sind rundum mit paßgenauen Nuten und Federn versehen, so daß die
Bauelemente im Klebeverfahren versetzt oder montiert werden können.
[0004] Solche Zwischenwandplatten müssen mit einer besonders hohen Herstellungsgenauigkeit
hergestellt werden, die, bezogen auf alle Dimensionen, ± 0,02 mm beträgt, damit sie
fugenlos zusammengesetzt und verlegt werden können. Außerdem werden entsprechend hohe
Anforderungen an die Oberflächenbeschaffenheit gestellt, um sicherzustellen, daß
eine aus solchen Gipsplatten zusammengesetzte Wand nicht verputzt werden muß und daher
sofort tapezierbar oder malerfertig ist.
[0005] Um diesen Anforderungen hinsichtlich der Präzision und der Oberflächenbeschaffenheit
zu genügen, müssen die Gipsplatten in starren Formkästen gegossen werden, deren Formkammern
durch Wände mit entsprechender Oberflächengüte (Spiegel-Hartverchromung) ausgebildet
sind. Wenn die Platten dabei nach dem sogenannten Ausstoßprinzip hergestellt werden,
sind die engen Toleranzen und die hohen Anforderungen an die Oberflächenbeschaffenheit
der Formkastenwände auch fertigungstechnisch bedingt, weil sonst die beim Ausstoßen
aus der Formkammer zwar formstabilen, aber noch nicht vollständig abgebundenen und
deshalb noch weichen Platten zerstört würden.
[0006] In der Praxis wird die den Gießbrei bildende Wasser-Gips-Mischung in Wannen durch
Propellerrührwerke hergestellt, wobei die Länge der Wanne der Länge des Formkastens
entspricht. Der Gießbrei wird sodann durch Kippen der Mischwanne in den Formkasten
eingegossen. Da Gips die Eigenschaft hat, sich beim Abbinden oder Erhärten überall
anzusetzen, läßt sich nicht vermeiden, daß die Gießöffnung der Gießwanne langsam
zuwächst, mit der Folge, daß die Breite des Gießstrahls immer schmäler wird und infolgedessen
die Gefahr besteht, daß bei einem mehrere Formkammern enthaltenden Formkasten die
außenliegenden Formkammern gar nicht oder nur noch teilweise gefüllt werden. Aufgabe
des Bedienungsmannes ist es deshalb auch, die Gießöffnung der Mischwanne dauernd
sauber zu halten und den Gießbrei im Formkasten zu verteilen, damit alle Formkammern
gleichmäßig gefüllt werden. Bei der Verarbeitung von Gips mit sehr hoher Abbindegeschwindigkeit
ist der Gießbrei zum Zeitpunkt des Verteilens aber häufig schon sehr pastös, so daß
eine vollständige und luftblasenfreie Füllung der äußeren Formkammern oder bei einkammerigem
Formkasten des Formkastens selbst nicht mehr möglich ist.
[0007] Da der Formkasten und damit die Formkammern auf ihrer Oberseite offen sind, kann
die bspw. bei Gips-Wandplatten an dieser Seite erforderliche Feder nicht angegossen
oder angeformt werden. Sie mußte deshalb bisher durch Handschablonen, Gipsplatten-Hobel-Profilierungseinrichtungen,
Handmasken oder hydraulische Masken hergestellt werden. Dabei fallen verhältnismäßig
große Restgipsmengen an; auch ist es schwierig, bei den so hergestellten Federn die
erforderliche Präzision und Oberflächenbeschaffenheit zu gewährleisten. Davon abgesehen,
müssen die verwendeten Geräte nach jedem Produktionszyklus mit relativ großem manuellem
Aufwand gereinigt werden.
[0008] Eine praktisch allseitige Formgebung beim Gießen erlaubt demgegenüber ein aus der
DE-OS 1584 439 bekannter Automat zur Fertigung von Blöcken oder Platten, insbesondere
aus Gips, bei dem auf einem Karussel eine Anzahl Gießformen angeordnet sind, die taktweise
aufeinanderfolgend durch verschiedene Stationen hindurch bewegt werden. Jede dieser
Gießformen besteht aus einem auf einer Ecke stehenden, an zwei gegenüberliegenden
Ecken zweigeteilten Rahmen, dessen lichte Maße mit den Abmessungen des gewünschten
Formkörpers übereinstimmen,und zwei abnehmbaren Deckplatten, die an den Rahmen beidseitig
abgedichtet angedrückt werden. Der Gießbrei wird an einer an der obenstehende Ecke
des Rahmens befindlichen Eingußöffnung eingegossen; nach dem Abbinden werden die
seitlichen Deckplatten abgeklappt, worauf das obere Rahmenteil abgenommen wird, so
daß der formstabile Formkörper aus dem unteren Rahmenteil entnommen werden kann.
[0009] Da bei diesem Automaten jedem einzelnen Formkörper eine besondere Form zugeordnet
sein muß, die in einem eigenen Arbeitstakt mit Gießbrei gefüllt wird, ist es nicht
möglich, mit einem Gießvorgang gleichzeitig mehrere Formkörper herzustellen. Außerdem
ist der apparative Aufwand verhältnismäßig groß, wobei hinzukommt, daß wegen des sich
beim Abbinden überall ansetzenden Gipses eine laufende manuelle Reinigung der verschiedenen
Formteile erforderlich ist. Schließlich müssen die gegossenen Formkörper im Bereiche
des eckständigen Angußtrichters nachbearbeitet werden.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es nun, einen Weg zu weisen, der es gestattet, insbesondere
platten- oder blockförmige Elemente oder Formkörper aus einem schnell abbindenden,
bei der Verarbeitung gießfähigen Material, insbesondere Gips, wirtschaftlich mit
hoher Maßhaltigkeit und Oberflächenbeschaffenheit unter Vermeidung der vorerwähnten
Nachteile herzustellen.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren erfindungsgemäß
derart vorgegangen, daß die auf ihrer Oberseite offene Formkammer beim Eingießen
des Gießbreis gegenüber der Vertikalen schräg geneigt gehalten und in dieser Stellung
eine zumindest dem Volumen der Elemente entsprechende Gießbreimenge unter Ausbildung
eines Füllspiegels eingegossen wird, der sich aus einem oberhalb der Formkammer befindlichen
Rückhalteraum in die zunächst nur teilweise gefüllte Formkammer erstreckt, daß daraufhin
die in dem Rückhalteraum befindliche Gießbreimenge unter gleichzeitigem, fortschreitendem,
formhaltigem Verschluß der Formkammer in das noch leere Volumen der Formkammer bis
zu dessen vollständiger Ausfüllung eingeschoben und überschüssiger Gießbrei abgestreift
wird, und daß nach dem Abbinden die Formkammer an ihrer Oberseite wieder geöffnet
und die formstabilen Elemente aus ihr entnommen werden.
[0012] Wegen der schrägen Lage des Formkastens beim Eingießen des Gießbreis wird dessen
Formkammer bzw. werden dessen Formkammern beim Eingießen des Gießbreis somit zunächst
nur teilweise gefüllt. Die in dem Rückhalteraum befindliche Gießbreimenge, die in
diesem Bereich eine "Überfüllung" der Formkammer darstellt, gewährleistet aber eine
gleichmäßige Verteilung des Gießbreis über die ganze Länge des Formkastens und über
alle Formkammern abteilenden Trennwände des Formkastens hinweg. Damit erübrigt sich
eine mechanische oder manuelle Verteilung des Gießbreis über die einzelnen Formkammern.
Gleichzeitig ergibt die Schräglage des Formkastens eine wesentliche Verbesserung
der Entlüftung des Gießbreis, weil die in dem Gießbrei eingeschlossene Luft leichter
nach oben entweichen kann als dies beim Eingießen des Gießbreis in einen vertikal
stehenden Formkasten der Fall ist. Schließlich wird bei dem Einschieben der in dem
Rückhalteraum im flüssigen oder leicht pastösen Zustand befindlichen Gießbreimenge
in die leeren Bereiche des Formkastens selbsttätig sichergestellt, daß sich diese
Bereiche über die gesamte Länge des Formkastens absolut gleichmäßig füllen, wobei
bei verschlossenem Formkasten kein Angußtrichter etc. verbleibt. Da der Formkasten
bei diesem Einschieben des Gipsbreis in den beim Eingießen leergebliebenen Teil seines
Innenraums gleichzeitig formhaltig verschlossen wird, sind nach dem Abbinden die geformten
Elemente auch an der Oberseite des Formkastens mit der jeweils gewünschten Formgebung
versehen, ohne daß es dazu einer Nachbehandlung bedürfte. Weil sich Gips beim Abbinden
ausdehnt, drückt sich der eingefüllte Gießbrei beim Erhärten an die umgebenden Wände
der Formkammer und auch an deren Öffnungsverschluß an, so daß ein exakt und präzise
geformter Formling entsteht.
[0013] Wie bereits erwähnt, werden die platten- oder blockförmigen Elemente aus der Formkammer
im teilweise abgebundenen Zustand entnommen, in dem sie zwar formstabil, aber noch
weich sind. Sie können deshalb beim Öffnen der Formkammer auf ihrer deren Öffnung
zugewandten Oberseite gleichzeitig nachgeformt werden.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es schließlich, wenn die Formkammer nach dem Verschließen
in eine Vertikalstellung gebracht und in dieser das Material abbinden lassen wird.
Damit steht die Formkammer in einer für die nachfolgende Entnahme der geformten Elemente
günstigen Stellung.
[0015] Eine zur Durchführung dieses Verfahrens dienende Vorrichtung mit den eingangs genannten
Merkmalen ist gemäß weiterer Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Formkasten
um eine Horizontalachse schwenkbar gelagert und mit einer ihn zwischen einer Vertikalstellung
und einer schräg gegenüber der Vertikalen ausgerichteten Kippstellung verschwenkenden
Schwenkvorrichtung gekuppelt ist, daß bei geöffnetem Formkasten oberhalb des Formkastens
ein oben offener Gießbrei-Rückhalteraum ausgebildet ist, der seitlich von Wänden begrenzt
ist, die im wesentlichen in der Verlängerung der quer zu der Horizontalachse verlaufenden
Seitenwände und der in der bei in der Kippstellung stehendem Formkasten am tiefsten
liegenden Rückwand des Formkastens angeordnet sind.
[0016] Bei einer Ausführungsform können zwei von den den Gießbrei-Rückhalteraum begrenzenden
Wände in paralleler gegenseitiger Zuordnung an dem Formkasten selbst angeordnet sein,
während eine dritte Wand zwischen diesen beiden Wänden seitlich abgedichtet verschieblich
gelagert ist, wobei diese dritte bewegliche Wand mit dem Verschlußglied verbunden
oder auf dieses aufgesetzt ist. Diese beispielsweise nach Art einer Frontplatte ausgebildete
dritte Wand wirkt somit als Schieber, der bei dem Einfahren des Verschlußgliedes und
dem dadurch erfolgenden Verschluß des Formkastens den in dem Rückhalteraum befindlichen
"überschüssigen" Gießbrei in die leeren Formkastenbereiche einschiebt, wobei die
beiden seitlichen Wände ein Austreten des Gießbreis zur Seite hin verhindern.
[0017] In einer anderen Ausführungsform kann die Anordnung aber auch derart getroffen sein,
daß die den Gießbrei-Rückhalteraum begrenzenden Wände unter Ausbildung eines quer
zu der Öffnung des Formkastens verschieblich gelagerten, im wesentlichen hufeisenförmigen
Einfülltrichters mit dem Verschlußglied verbunden oder an diesem angeordnet sind.
Dabei bewegen sich somit alle Wände des Einfülltrichters beim Einschieben des Gießbreis
relativ zu dem Formkasten. Es ist deshalb zweckmäßig, daß die die Seitenwände des
Einfülltrichters bildenden Wände gegen den Formkasten abgedichtet sind.
[0018] Da die beim Einschieben des Gießbreis in die beim Eingießen leeren Formkastenbereiche
überschüssige Gießbreimenge abgestreift wird, ist es vorteilhaft, dem Formkasten eine
Auffangeinrichtung für den überschüssigen Gießbrei zuzuordnen, so daß dieser gegebenenfalls
wieder in die Gießwanne zurückgebracht werden kann. Diese Auffangeinrichtung weist
zweckmäßigerweise eine an dem Formkasten angeordnete Auffangrinne auf, der eine Ausschiebeeinrichtung
für den aufgefangenen Gießbrei zugeordnet ist. Diese bspw. einen Schieber oder Stößel
aufweisende Ausschiebeeinrichtung kann bei ihrem Austraghub gleichzeitig eine Reinigung
der Auffangrinne durchführen.
[0019] Die Neigung des Formkastens in der Kippstellung hängt von den Gegebenheiten des Formkastens
und den Abmessungen der zu formenden Elemente ab. In der Praxis hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, wenn der Formkasten in der Kippstellung um ca. 40 bis 45° gegenüber der
Vertikalen geneigt steht.
[0020] Das beim Einschieben des Gießbreis aus dem Gießbrei-Rückhalteraum in die leeren
Formkastenbereiche gleichzeitig den Formkasten verschließende Verschlußglied führt
eine Schiebebewegung relativ zu dem Formkasten aus. Es kann deshalb beim Öffnen des
Formkastens gleichzeitig zu einem Nachformen der noch weichen geformten Elemente auf
deren Oberseite benutzt werden. Werden Platten geformt, die auf ihrer Oberseite eine
angeformte Feder tragen oder mit einer angeformten Nut versehen sind, so ist es zweckmäßig,
wenn das Verschlußglied auf seiner der Formkammer zugewandten Innenseite wenigstens
eine in Verschieberichtung verlaufende formgebende Profilleiste aufweist, die einerseits
beim Abbinden dem geformten Element an seiner Oberseite die gewünschte Form verleiht
und andererseits beim Abziehen des Verschlußgliedes das erwähnte Nachformen bewirkt.
[0021] Grundsätzlich ist es möglich, bspw. bei der Herstellung von Blöcken, einen Formkasten
zu verwenden, dessen Innenraum eine einzige Formkammer bildet. Bei der Herstellung
von Platten oder dergleichen Elementen wird aber schon aus wirtschaftlichen Gründen
mit Vorteil ein Formkasten verwendet, in dem durch quer zu der Horizontalachse ausgerichtete
parallele Trennwände mehrere Formkammern abgeteilt sind, die in der erläuterten Weise
gleichmäßig mit Gießbrei gefüllt werden.
[0022] Die Entnahme der geformten Elemente aus dem Formkasten erfolgt am wirtschaftlichsten
nach dem sogenannten Ausstoßprinzip. Dabei ergeben sich besonders einfache konstruktive
Verhältnisse, wenn dem Formkasten eine Ausstoßvorrichtung für die zumindest teilweise
abgebundenen Elemente zugeordnet ist, die gemeinsam mit dem Formkasten verschwenkbar
ist.
[0023] Die Erfindung ist insbesondere zur Herstellung von Formelementen oder -körpern aus
Gips bestimmt, doch nicht auf diesen Einsatzbereich beschränkt. Sie kann in gleicher
Weise auch zur Erzeugung von entsprechenden Formelementen oder -körpern aus anderen
hydraulisch abbindenden Materialien, bspw. Beton mit oder ohne Zuschlägen und Bindemitteln
oder Kunststoffen etc., Verwendung finden.
[0024] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung zur Herstellung von Gipsplatten gemäß der Erfindung in einer
schematischen Seitenansicht, unter Veranschaulichung von zwei verschiedenen Stellungen
des Formkastens,
Fig. 2 den Formkasten mit zugeordneter Ausstoßeinrichtung der Vorrichtung nach Fig.1,
in einer Seitenansicht, in der Vertikalstellung,
Fig. 3 den Formkasten nach Fig. 2, in einer Draufsicht,
Fig. 4 den Formkasten nach Fig. 2, geschnitten längs der Linie IV-IV der Fig. 2, in
einer Seitenansicht und im Ausschnitt,
Fig. 5 den Formkasten der Vorrichtung nach Fig. 1, in einer abgewandelten Ausführungsform,
mit der zugeordneten Ausstoßvorrichtung, unter Veranschaulichung der Kippstellung,
in einer Seitenansicht,
Fig. 6 die Anordnung nach Fig. 5, unter Veranschaulichung der Vertikalstellung des
Formkastens, in einer Seitenansicht, und
Fig. 7 den Formkasten nach Fig. 6, geschnitten längs der Linie VIII-VIII der Fig.
6, in einer Seitenansicht und im Ausschnitt.
[0025] Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung dient zur Herstellung von Gipsplatten gemäß
DIN 18 163 in einem Format von 500 × 666 mm. Sie weist ein gegebenenfalls auf Rollen
1 verfahrbar gelagertes, aus Profilträgern zusammengeschweißtes, rahmenartiges Maschinenuntergestell
2 auf, das eine angeschweißte Ständerkonstruktion 3 trägt, an der mittels Lagerböcken
4 eine horizontale Achse 5 gelagert ist. Die Achse 5 dient ihrerseits wiederum als
Schwenklagerung für ein gehäuseartiges Kastengestell 6, das ein Bodenteil 7, mit
diesem verbundene Streben 8 und ein auf diese aufgesetztes rechteckiges Rahmenteil
9 aufweist, an das Lagerflanschen 10 angeschweißt sind, durch deren Lagerbohrungen
die zylindrische Achse 5 verläuft. Mit dem Rahmenteil 9 ist ein oben aufgesetzter,
im Querschnitt rechteckiger Formkasten 11 bei 12 verschraubt, der in seinen Einzelheiten
noch erläutert werden wird.
[0026] An dem Bodenteil 7 ist bei 13 die Kolbenstange 14 eines Hydraulikzylinders 15 angelenkt,
der seinerseits bei 16 an dem Maschinenuntergestell 2 gelenkig befestigt ist und
eine Schwenkvorrichtung bildet, die es gestattet, das Kastengestell 6 mit dem aufgesetzten
Formkasten 11 aus der in Fig. 1 mit ausgezogenen Linien dargestellten, um etwa 45°
gegenüber der vertikalen geneigten Kippstellung in die in Fig. 1 strichpunktiert veranschaulichte
Vertikalstellung zu verschwenken und wahlweise in jeder der beiden Stellungen zu halten.
[0027] Seitlich neben der horizontalen Schwenkachse 5 ist an dem Maschinenuntergestell 2
eine zweite Ständerkonstruktion 17 angeschweißt, auf der um eine horizontale Schwenkachse
18 schwenkbar eine Mischwanne 19 gelagert ist. An der Mischwanne 19 greift im Bodenbereich
an einer Gelenkstelle 20 die Kolbenstange 21 eines Hydraulikzylinders 22 an, der andernends
bei 23 an dem Maschinenuntergestell 2 angelenkt ist und eine Kippvorrichtung bildet,
durch die die Mischwanne 19 wahlweise aus einer in Fig. 1 strichpunktiert dargestellten
Ruhe-oder Mischstellung in die in Fig. 1 mit ausgezogenen Linien veranschaulichte
Eingießstellung gekippt werden kann, in der der in ihr enthaltene Gießbrei durch
ihre Ausgußöffnung 24 in den Formkasten 11 eingegossen werden kann. Die rinnenartige
Ausgußöffnung 24 erstreckt sich im wesentlichen über die gesamte Breite (Fig. 3)
des Innenraumes des Formkastens 11. Außerdem ist der Mischwanne 19 ein in der Zeichnung
nicht weiter dargestelltes Propellerrührwerk zugeordnet, das es gestattet, eingefüllten
Gips zusammen mit Wasser zu einem fließfähigen Gießbrei zu verrühren.
[0028] Der im Querschnitt viereckige Formkasten 11 weist zwei rechtwinklig zu der Schwenkachse
5 ausgerichtete ebene Seitenwände 25 (Fig. 3) sowie eine in der in Fig. 1 dargestellten
Kippstellung obenliegende Vorderwand 26 und eine dazu parallele, in der Kippstellung
untenliegende Rückwand 27 auf. Sein Innenraum ist durch parallele, ebenfalls rechtwinklig
zu der Schwenkachse 5 ausgerichtete ebene Trennwände 28 in nebeneinanderliegende Formkammern
29 unterteilt, von denen bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel 12 vorgesehen sind.
Die Vorderwand 26 und die Rückwand 27 sind bei 30, 31 mit parallelen, leistenartigen
Stegen bzw. mit ebenfalls parallelen, nutenartigen Vertiefungen versehen, denen entsprechende
Stege oder Vertiefungen 33 in der Bodenwand 32 des Formkastens 1 entsprechen und durch
die Nuten und Federn an den Stirnflächen der in den Formkammern 29 erzeugten Gipsplatten
angeformt werden.
[0029] Die Bodenwand 32 (Fig. 1) besteht aus einzelnen, zwischen den Trennwänden 28 abgedichtet
verschieblichen Profilleisten, welche über Ausstoßstempel 34 mit einer Basisplatte
35 verbunden sind, an der ihrerseits die Kolbenstange 36 eines in dem Bodenteil 7
verankerten Hydraulikzylinders 37 angreift, der eine Ausstoßvorrichtung für die in
den Formkammern 29 erzeugten Gipsplatten bildet.
[0030] Alle die Formkammern 29 begrenzenden Wände 25 bis 28 und 32 sind auf ihren der jeweiligen
Formkammer 29 zugewandten Seite hartverchromt und hochglanzpoliert.
[0031] An dem oben offenen Formkasten 11 sind in der Nähe seiner Öffnungsberandung zwei
parallele Führungsstangen 38 (Fig. 3,4) angeordnet, die über Lagerböcke 39 an den
Seitenwänden 25 befestigt sind. Auf den beiden Führungsstangen 38 sind zwei im festen
Abstand miteinander verbundene parallele sogenannten Maskenbalken 41 verschieblich
geführt, an denen ein schieberartiges Verschlußglied für die Öffnung des Formkastens
1 befestigt ist, das auch als "Maske" bezeichnet wird und aus einer Anzahl abgedichtet
nebeneinanderliegender paralleler Masken-Profilleisten 43 (Fig. 4) besteht, von denen
jede einen zur Ausformung einer Feder an der zugewandten Oberseite der in der jeweiligen
Formkammer 29 hergestellten Gipsplatte dienende nutenartige Vertiefung 44 aufweist,
die sich rechtwinklig zu der Schwenkachse 5 erstreckt. Das Verschlußglied 42 ist
gegen die Seitenwände 25 und die Trennwände 28 sowie die Rückwand 27 des Formkastens
11 im Bereiche der Öffnungsberandung des Formkastens abgedichtet, wobei im geschlossenen
Zustand auch eine entsprechende Abdichtung zwischen dem Verschlußglied 42 und der
Vorderwand 26 vorhanden ist.
[0032] Mit dem Verschlußglied 42 sind zwei Hydraulikzylinder 44 verbunden, deren Kolbenstangen
durch die Führungsstangen 38 gebildet sind und die es gestatten, das Verschlußglied
42 aus der in Fig.3 dargestellten abseitigen Ruhestellung in eine vordere Stellung
zu verschieben, in der die Öffnung des Formkastens 11 vollständig verschlossen ist.
[0033] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 4 sind die beiden Seitenwände 25 des
Formkastens in der insbesondere aus Fig. 4 ersichtlichen Weise nach oben zu durch
zwei Wände 45 verlängert, zwischen denen eine querverlaufende, nach Art einer Frontplatte
ausgebildete, aufrechtstehende dritte Wand 46 verschieblich geführt ist, die mit dem
Verschlußglied 42 starr verbunden ist. Diese dritte Wand 46, die im Bereiche der vorderen
Stirnseiten der Masken-Profilleisten 43 angeordnet und seitlich bei 47 gegen die
beiden Seitenwände 25 über eine Gleitdichtung abgedichtet ist, bildet einen Schieber.
Gemeinsam mit den beiden Seitenwänden 45 begrenzt sie einen Gießbrei-Rückhalteraum
oberhalb der Öffnung des Formkastens 11, dessen Funktion im einzelnen noch erläutert
werden wird.
[0034] Auf der dem Verschlußglied 42 gegenüberliegenden Seite des Formkastens ist an dessen
Vorderwand 26 eine horizontale, querverlaufende Auffangrinne 48 (Fig. 1,3) angeordnet,
in der ein Ausschiebe-Stempel 49 über die Länge des Formkastens 11 längsverschieblich
geführt ist, der eine durch einen Pfeil 50 angedeutete hin- und hergehende Hubbewegung
ausführen kann und durch einen in Fig. 3 nicht weiter dargestellten Hydraulikzylinder
betätigbar ist.
[0035] Die insoweit beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt:
[0036] Nachdem in der in der in Fig. 1 strichpunktiert dargestellten Mischstellung stehenden
Mischwanne 19 Gipsmehl und Wasser zu einer ausreichenden Menge eines Gießbreis verrührt
worden ist, wird der Formkasten 11 durch den Hydraulikzylinder 15 in die aus Fig.
1 ersichtliche Kippstellung verschwenkt, in der er mit seiner Achse etwa um 45° gegenüber
der Vertikalen geneigt ist. Das Verschlußglied 42 steht in der aus Fig. 3 ersichtlichen
abseitigen Ruhestellung, in der der Formkasten 11 auf seiner Oberseite vollständig
geöffnet ist. Die Bodenwand 32 ist durch den Hydraulikzylinder 37 der Ausstoßvorrichtung
in die in Fig. 1 dargestellte untere Stellung überführt, in der sie die Formkammern
29 abschließt.
[0037] Durch Betätigung des Hydraulikzylinders 22 wird nunmehr die Mischwanne 19 entsprechend
Fig. 1 gekippt, womit Gießbrei aus der Ausgußöffnung 24 in den von den drei Wänden
45, 46 hufeisenförmig umschlossenen Raum und von dort aus in die Formkammern 29 einfließt.
Da die Länge der Ausgußöffnung 24 der Mischwanne 19 im wesentlichen der lichten Weite
der Öffnung der Formkammer 1 entspricht, wird Gießbrei über deren gesamte Länge eingebracht.
Dabei wird eine das Volumen der zu formenden Gipsplatten etwas übersteigende Gießbreimenge
eingefüllt.
[0038] Unter der Wirkung der Schwerkraft bildet sich bei diesem Eingießvorgang ein in Fig.
1 bei 51 gestrichelt angedeuteter horizontaler Füllspiegel des Gießbreis aus, der
sich wegen der Schräglage des Formkastens 11 zum Teil über den durch die drei Wände
45, 46 umgrenzten Gießbrei-Rückhalteraum und zum Teil in die Formkammerm 29 des Formkastens
11 hinein erstreckt. Die Formkammern 29 sind deshalb zunächst nur teilweise gefüllt;
sie weisen im Bereiche der Vorderwand 26 des Formkastens 11 im Längsschnitt etwa
dreieckförmige ungefüllte Bereiche auf, während andererseits im Bereich der Rückwand
27 des Formkastens 11 eine "Überfüllung" vorhanden ist, die durch die Gipsbreimenge
gegeben ist, welche zwischen den Wänden 45, 46 in dem erwähnten Gießbrei-Rückhalteraum
zurückgehalten ist. Da diese in dem Gießbreirückhalteraum befindliche Gießbreimenge
oberhalb der Oberkanten der Trennwände 28 der Formkammern 29 liegt, kann sich der
Gießbrei in diesem Raum über die gesamte Länge des Formkastens zwischen den Wänden
45, 46 absolut gleichmäßig verteilen, ohne durch Zwischenwände oder dergl. behindert
zu sein. Gleichzeitig bildet sich bei 51 ein verhältnismäßig großer Füllspiegel aus,
der zusammen mit dem Eingießen des Gießbreis in den geneigt gehaltenen Formkasten
11 eine wirkungsvolle Entlüftung des Gießbreis bewirkt, womit erreicht wird, daß die
fertigen Gipsplatten weitgehend frei von von Lufteinschlüssen herrührenden Hohlräumen
sind.
[0039] Sowie der Gießbrei bis zu dem Füllspiegel 51 eingefüllt ist, wird durch entsprechende
Betätigung der Hydraulikzylinder 44 das Verschlußglied 42 mit der als Schieber wirkenden
Wand 46, bezogen auf Fig. 3, nach rechts vorgeschoben. Dabei wird einerseits die in
dem von den Wänden 45, 46 eingeschlossenen Gießbrei-Rückhalteraum enthaltene Gießbreimenge
gleichmäßig verteilt in die noch freien Räume der Formkammern 29 eingeschoben, während
andererseits gleichzeitig die Öffnung des Formkastens 11 zunehmend verschlossen wird.
[0040] Sowie die Wand 46 die obere Berandung der Vorderwand 26 des Formkastens 11 überschreitet,
sind die Formkammern 29 vollständig gefüllt; die noch überschüssige Gießbreimenge
wird in die Auffangrinne 48 abgestreift.
[0041] In ihrem nunmehrigen eingefahrenen Zustand decken die Masken-Profilleisten 43 die
Oberseite des Formkastens 11 vollständig ab, so daß die einzelnen Formkammern 29
nunmehr allseitig durch formgebende Wände verschlossen sind. Das geschilderte Vorschieben
der in dem Gießbrei-Rückhalteraum enthaltenen Gießbreimenge gewährleistet eine exakte
Füllung aller Formkammern 29 des Formkastens 11.
[0042] Nach dem Schließen des Formkastens 11 in der erläuterten Weise schwenkt der Hydraulikzylinder
15 den Formkasten 11 in die in Fig. 1 strichpunktiert dargestellte Vertikalstellung.
Der Stempel 49 wird betätigt, der aus der auf der Bedienungsseite der Vorrichtung
liegenden Auffangrinne 48 die überschüssige Gipsmenge ausschiebt, die gegebenenfalls
wieder in die Mischwanne 19 zurückgeführt wird. Bei diesem Abschiebevorgang werden
gleichzeitig die Auffangrinne 48 und die die Frontplatte bildende Wand 46 gereinigt.
[0043] Nachdem der in die Formkammern 29 eingefüllte Gießbrei soweit abgebunden hat, daß
die geformten Gipsplatten formstabil sind (ca. 3 bis 5 Minuten), wird das Verschlußglied
42 von den Hydraulikzylindern 44 wieder in die abseitige Ruhestellung nach Fig.3 zurückgefahren,
in der der Formkasten 11 geöffnet ist. Bei diesem Zurückziehen des Verschlußgliedes
42 bewirken die Masken-Profilleisten 43 gleichzeitig ein Nachformen der noch weichen
Gipsplatten auf der ihnen zugewandten Oberseite. Dieser "Ziehvorgang" gewährleistet
zusammen mit dem vorhergehenden Gießprozeß, daß Form und Oberfläche der an der zugewandten
Oberseite der Gipsplatten vorhandenen Federn oder Schultern absolut glatt und vollständig
sind.
[0044] Sowie der Formkasten 11 in der beschriebenen Weise geöffnet ist, wird der Hydraulikzylinder
37 wirksam, der über die Bodenwand 32 die fertig geformten Gipsplatten aus den Formkammern
29 nach oben zu ausstößt, so daß diese von einem Kran oder eine Greifvorrichtung ergriffen
und an einem geeigneten Ort zwischengestapelt werden können. Dabei bindet der Gips
vollständig ab, was ca. 20 bis 30 Minuten in Anspruch nimmt.
[0045] Die Vorrichtung ist damit für einen neuen Arbeitszyklus betriebsbereit, zu dessen
Beginn der Formkasten 11 wieder in die Kippstellung nach Fig. 1 verschwenkt wird.
[0046] Die in den Fig. 5 bis 7 dargestellte abgewandelte Ausführungsform entspricht weitgehend
der im Vorstehenden beschriebenen Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 4. Gleiche
Teile sind deshalb mit gleichen Bezugszeichen versehen und nicht nochmals erläutert.
[0047] Während bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 4 von den drei den Gießbrei-Rückhalteraum
begrenzenden Wänden 45, 46 die beiden Seitenwände 45 starr mit den Seitenwänden 25
des Formkastens 11 verbunden sind und lediglich die die Frontplatte bildende dritte
Wand 46 gemeinsam mit dem Verschlußglied 42 verschieblich ist, ist bei der Ausführungsform
nach den Fig. 5 bis 7 die Anordnung derart getroffen, daß die beiden Seitenwände 45a
gemeinsam mit der wiederum als Frontplatte gestalteten dritten Wand 46 einen im wesentlichen
hufeisenförmigen Einfüllschieber oder -trichter bilden, der insgesamt bezüglich des
Formkastens 11 beweglich ist. Zu diesem Zwecke sind die beiden Seitenwände 45a mit
der dritten Wand 46 starr verbunden und gegen die obere Berandung der Seitenwände
25 des Formkastens 11 bei 52 (Fig. 7) durch eine Schiebedichtung abgedichtet. Die
Seitenwände 45a sind auf ihrer Vorderseite bei 53 (Fig. 5) mit Rücksicht auf den bei
51 angedeuteten horizontalen Einfüllspiegel des Gießbreis abgeschrägt. Die auf der
Bedienungsseite angeordnete Auffangrinne 48 ist, verglichen mit den Verhältnissen
bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 4, tiefer angeordnet, wie dies mit Rücksicht
auf die nun beweglichen Seitenwände 45a notwendig ist.
[0048] Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung unterscheidet sich nicht von jener nach den Fig.
1 bis 4.
1. Verfahren zur Herstellung von genau maßhaltigen platten- oder blockförmigen Elementen
aus einem abbindenden, bei der Verarbeitung gießfähigen Material, insbesondere Gips,
bei dem das Material in Form eines Gießbreies in wenigstens eine Formkammer eingegossen
und diese sodann formhaltig verschlossen und der Gießbrei in der Formkammer zumindest
solange abbinden lassen wird, bis die daraus gebildeten Elemente formstabil sind,
worauf die Elemente aus der Formkammer entnommen werden, dadurch gekennzeichnet, daß
die auf ihrer Oberseite offene Formkammer beim Eingießen des Gießbreis gegenüber
der Vertikalen schräg geneigt gehalten und in dieser Stellung eine zumindest dem Volumen
der Elemente entsprechende Gießbreimenge unter Ausbildung eines Füllspiegels eingegossen
wird, der sich aus einem oberhalb der Formkammern befindlichen Rückhalteraum in die
zunächst nur teilweise gefüllte Formkammer erstreckt, daß daraufhin die in dem Rückhalteraum
befindliche Gießbreimenge unter gleichzeitigem fortschreitendem,formhaltigem Verschluß
der Formkammer in das noch leere Volumen der Formkammer bis zu dessen vollständiger
Ausfüllung eingeschoben und dabei überschüssiger Gießbrei abgestreift wird, und daß
nach dem Abbinden die Formkammer an ihrer Oberseite wieder geöffnet und die formstabilen
Elemente aus ihr entnommen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Öffnen der Formkammer
die Elemente gleichzeitig auf ihrer der Öffnung der Formkammer zugewandten Oberseite
nachgeformt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkammer nach
dem Verschließen in eine Vertikalstellung gebracht und in dieser das Material abbinden
lassen wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
mit einem zumindest eine Formkammer enthaltenden, auf seiner Oberseite offenen Formkasten
und einer diesem zugeordneten Verschlußvorrichtung, die wenigstens ein aus einer
abseitigen Ruhestellung in eine Schließstellung über die Öffnung des Formkastens verschiebbares
Verschlußglied aufweist, das auf seiner der Formkammer zugewandten Innenseite formgebend
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Formkasten (11) um eine Horizontalachse
(5) schwenkbar gelagert und mit einer ihn zwischen einer Vertikalstellung und einer
schräg gegenüber der Vertikalen geneigten Kippstellung verschwenkenden Schwenkvorrichtung
(15) gekuppelt ist, daß bei geöffnetem Formkasten (11) oberhalb des Formkastens ein
oben offener Gießbrei-Rückhalteraum ausgebildet ist, der seitlich von Wänden (45,
46; 45a, 46a) begrenzt ist, die im wesentlichen in der Verlängerung der quer zu der
Horizontalachse (5) verlaufenden Seitenwände (25) und der in der bei in der Kippstellung
stehendem Formkasten (11) am tiefsten liegenden Rückwand (27) des Formkastens (11)
angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei der Wände (45) in
paralleler gegenseitiger Zuordnung an dem Formkasten (11) angeordnet und eine dritte
Wand (46) zwischen diesen beiden Wänden (45) seitlich abgedichtet verschieblich gelagert
ist und daß die dritte Wand (46) mit dem Verschlußglied (42) verbunden oder auf dieses
aufgesetzt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände (45a, 46) unter
Ausbildung eines quer zu der Öffnung des Formkastens (11) verschiebbar gelagerten,
im wesentlichen hufeisenförmigen Einfüllschiebers mit dem Verschlußglied (42) verbunden
oder an diesem angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die Seitenwände des
Einfülltrichters bildenenden Wände (45a) gegen den Formkasten (11) abgedichtet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß dem Formkasten
(11) eine Auffangeinrichtung (48,49) für überschüssigen Gießbrei zugeordnet ist.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6 und nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auffangeinrichtung eine an dem Formkasten (11) angeordnete Auffangrinne
(48) aufweist, der eine Ausschiebeeinrichtung (49) für den aufgefangenen Gießbrei
zugeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem
Formkasten (11) eine Ausstoßvorrichtung (37) für die zumindest teilweise abgebundenen
Elemente zugeordnet ist, die gemeinsam mit dem Formkasten (11) verschwenkbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Formkasten (11) in der Kippstellung um ca. 40 bis 45° gegenüber der Vertikalen geneigt
ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verschlußglied (42) auf seiner der Formkammer (29) zugewandten Innenseite wenigstens
eine in Verschieberichtung verlaufende formgebende Profilleiste (43) aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß in
dem Formkasten (11) durch quer zu der Horizontalachse (5) ausgerichtete parallele
Trennwände (28) mehrere Formkammern (29) abgeteilt sind.