[0001] Die Erfindung betrifft ein Gymnastikgerät zur Durchführung von Bein- und/oder Fußgymnastik
mit mindestens einem Wippedal, welches beweglich an einem Standfuß angeordnet und
mit einer Einrichtung mindestens zur Erzeugung eines Niedertretwiderstandes gekoppelt
ist.
[0002] Es ist weit verbreitet ein prophylaktisches Training zur Entlastung der Venen im
Beinbereich erforderlich um Venenschwäche, Krampfadern und Muskelschwund vorzubeugen.
Hierzu sind Einrichtungen der oben beschriebenen Art bekannt geworden beispielsweise
durch das US-PS 4,111,416. Eine Einrichtung nach diesem US-PS ist realtiv kompliziert
im Aufbau und damit auch relativ teuer. Es erfordert für seinen funktionsfähigen
Zusammenbau viele und z.T. sehr kleine Einzelteile. So muß z.B. das Pedal über eine
Welle als Gelenkachse mit dem Standfuß verbunden werden. Dies erfordert die Herstellung
entsprechender Lageraugen für die Welle sowohl am Standfuß als auch am Pedal. Zusätzlich
muß auch die Welle selbst vorhanden sein und es müssen Mittel vorhanden sein, mit
denen die Welle gegen axiale Verschiebung gesichert werden kann.
[0003] Die Verwendung einer Spiraldruckfeder als Einrichtung zur Erzeugung eines Niedertretwiderstandes
erzwingt gleichzeitig ein weiteres Mittel, mit dem eine zu große Ausdehnung der Spiraldruckfeder
verhindert wird. Gleichzeitig ist diese Spiraldruckfeder gegen mechanische Beschädigung
und Verbiegungen von außen sehr empfindlich. Zudem ist die sichere Befestigung der
Spiraldruckfeder am Standfuß einerseits und am Pedal andererseits in der Montage aufwendig.
[0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde eine Einrichtung der eingangs beschriebenen
Art vorzuschlagen, die robuster und funktionssicherer ist als die bekannte Einrichtung
und die außerdem einfacher und billiger in der Herstellung und im Aufbau ist.
[0005] Diese Aufgabe ist, ausgehend von einer Einrichtung der eingangs beschriebenen Art,
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Einrichtung zur Erzeugung eines Niedertretwiderstandes
als Blattfeder ausgebildet ist, die Wippedal und Standfuß in geeigneter Winkelsstellung
zueinander am fersenseitigen Ende des Wippedals miteinander verbindet. Eine Blattfeder
ist ein bekanntes technisches Element, das einfach befestigbar ist. Die Blattfeder
kann in ihren Abmessungen leicht so gestaltet werden, daß sie eine gewünschte Federsteifigkeit
aufweist. Auch die räumliche Gestalt der Blattfeder, die keineswegs unbedingt eben
sein muß, ist mit einfachen Fertigungsverfahren praktisch beliebig gestaltbar. Mit
der Blattfeder können Standfuß und Wippedal gleichzeitig in geeigneter Winkelsstellung
zueinander miteinander verbunden werden. Hierdurch kann der im Stand der Technik notwendige
Aufwand für die Herstellung eines Gelenkpunktes vollständig entfallen.
Zwar ist auch schon mit der US-PS 4,204,675 ein ähnliches Gymnastikgerät zur Durchführung
von Bein- und/oder Fußgymnastik bekannt geworden, das dort zwei Wippedale aufweist,
welche beweglich an einem Standfuß angeordnet sind, wobei die gesamte Einrichtung
auch Mittel zur Erzeugung eines Niedertretwiderstandes aufweist. Die Mittel zur Erzeugung
eines Niedertretwiderstandes sind dort jedoch als elastischer Luftbalg ausgebildet,
der zwischen Standfuß und Wippedal gelegt ist. Auch hierbei ist das Wippedal ohne
Gelenkachse über eine Blattfeder mit dem Standfuß verbunden. Jedoch bildet die Blattfeder
nicht die Einrichtung zur Erzeugung eines Niedertretwiderstandes, sondern hat lediglich
die Aufgabe, nach dem Niedertreten gegen den Widerstand des Balges mit dem Bezugszeichen
10 das Wippedal wieder anzuheben. Diese Blattfeder dient also lediglich als Befestigungsmittel
zwischen Standfuß und Wippedal. Es ist also nicht erkannt worden, daß bei entsprechender
Ausbildung der Blattfeder und bei fersenseitiger Verbindung von Wipppedal und Standfuß
die gesamte Einrichtung wesentlich einfacher und billiger bei gleicher Funktionsfähigkeit
hergestellt werden könnte und gleichzeitig -was sehr wichtig ist- in sitzender Haltung
angewendet werden kann. Bei der US-PS 4,204,675 bleibt es sogar unklar, ob die Blattfeder
fersenseitig oder zehenseitig am Wippedal angeordnet ist. Der Abstrakt dieser US-PS
spricht von einer Anordnung am vorderen Ende, während die Beschreibung in Spalte 1
z.B. Zeile 35 von einer Anordnung am rückwärtigen Ende spricht.
[0006] Das erfindungsgemäße Gerät kann somit sehr einfach aufgebaut sein und beispielsweise
unter jedem Schreibtisch stehen. Während der sitzenden Tätigkeit am Schreibtisch kann
das Pedal in ständiger Wiederholung gegen den Niedertretwiderstand niedergetreten
werden, wodurch der gewünschte Trainigseffekt erreicht wird.
[0007] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgeschlagen, daß die Blattfeder aus
Federstahl oder einem Kunststoff geeigneter Elastizität geformt ist. Hierdurch wird
ein sehr einfacher und damit preisgünstiger Aufbau erreicht, ohne die Wirksamkeit
zu beeinträchtigen.
[0008] Es ist weiter nach der Erfindung vorgeschlagen, daß Standfuß und Wipppedal in geeigneter
Winkelstellung zueinander einstückig aus einem federelastischen Kunststoff geformt
sind. Dies ist die im Aufbau einfachste Ausführung, die dennoch voll wirksam ist.
Mit der Auswahl der Dicke des federelastischen Kunststoffes, mindestens im Verbindungsbereich
zwischen Pedal und Standfuß, kann der Niedertretwiderstand vorbestimmt werden.
[0009] Insbesondere bei einer Doppelpedalausführung ist nach der Erfindung vorgeschlagen,
daß zwischen beiden Pedalen ein die Ruhelage der Pedale übersteigender Steg angeordnet
ist. Dies ist bei Doppelpedalausführung außerordentlich wichtig, weil hierdurch verhindert
wird, daß es zu Einklemmungen des Fußes zwischen einem niedergetretenen und dem in
Ruhelage befindlichen benachbarten Pedal kommt. Hierbei ist nach der Erfindung ergänzend
vorgeschlagen, daß Standfuß und Steg einstückig ausgebildet sind. Hierdurch wird Herstellung,
Montage und Handhabung sehr vereinfacht.
[0010] Nach einer ausgestaltenden Variante der Erfindung ist vorgesehen, daß jedem Pedal
auf dessen Unterseite mindestens eine zungenförmig sich in Richtung der Pedallängserstreckung
ausdehnende Blattfeder zugeordnet ist, für deren freies Ende am Standfuß ein Anschlag
vorgesehen ist, wobei jedes Pedal sich mit der Unterseite der Blattfeder am Standfuß
abstützt, die über eine Niederhalteeinrichtung in mindestens teilweiser Anlage am
Standfuß gehalten wird. Hierdurch kann Standfuß und Pedal sozusagen als steckbare
Einheit ausgebildet werden. Die Teile können leicht auseinander genommen und verstaut
werden. Gleichzeitig wird die Herstellung und die Lagerhaltung einfacher.
[0011] Es ist dann weiter nach der Erfindung vorgeschlagen, daß je Pedal zwei Blattfedern
vorgesehen sind. Hierdurch wird, ohne daß die Blattfeder sich über die ganze Breite
erstrecken müßte, eine sichere seitliche Auflagebasis geschaffen, bei gleichzeitig
sparsamer Materialverwendung. Darüber hinaus ist bei dieser Ausbildung die Federsteifigkeit
leichter abzustimmen.
[0012] Ergänzend ist dann noch vorgesehen, daß jede Blattfeder pedalseitig fest mit dem
Pedal verbunden ist. Hierdurch können Relativbewegungen zwischen Blattfeder und Pedal,
die zu Verschleiß führen würden, vermieden werden.
[0013] Weiterhin ist nach der Erfindung vorgeschlagen, daß jede Blattfeder einstückig mit
dem Pedal ausgebildet ist. Hierdurch kann bei gleichzeitig preisgünstiger Herstellung
eine harmonische Abstimmung der Blattfedern erreicht werden und es können Befestigungsmaßnahmen
und Befestigungsmittel zur Befestigung der Blattfeder am Pedal vermieden werden.
[0014] Weiter ist nach der Erfindung vorgeschlagen, daß die Niederhalteeinrichtung eine
quer zur und auf der Oberseite der Blattfeder anzuordnende Spange aufweist, deren
Schenkel in Öffnungen von Haltestücken des Standfußes gehalten und geführt werden.
Dies ist eine einfache Möglichkeit einer Befestigung zwischen Pedal und Standfuß,
mit der gleichzeitig die freie Federlänge der Blattfedern festgelegt werden kann.
[0015] Weiter ergänzend ist dann nach der Erfindung vorgeschlagen, daß für jede Blattfeder
im Standfuß eine den Abmessungen der Blattfeder entsprechende Nut zur Aufnahme der
Blattfeder vorgesehen ist. Eine solche Nut stellt eine regelrechte Einschubnut dar,
so daß über eine solche Steckverbindung gleichzeitig eine gute Seitenführung des Pedals
erreicht wird. Hierzu ist dann weiter vorgeschlagen, daß die Nut eine solche Länge
hat, daß der Anschlag für die Blattfeder von der Stirnseite der Nut gebildet wird.
Hierdurch ist die Einschubtiefe bestimmt und es können gleichzeitig gesonderte Anschlagmittel
vermieden werden.
[0016] Um unterschiedliche freie Federlängen und damit unterschiedliche Federsteifigkeiten
und somit unterschiedliche Niedertretwiderstände für die Pedale zu erzeugen, ist vorgeschlagen,
daß die Spange der Niederhalteeinrichtung in Längsrichtung der Blattfeder verstellbar
angeordnet ist. Hierdurch kann die freie Biegelänge der Blattfeder verändert werden.
Hiermit verändert sich auch die Kraft, die am Pedal notwendig ist zur Biegung der
Blattfeder und damit zum Niedertreten des Pedals. Ergänzend und weiterbildend wird
hierzu vorgeschlagen, daß die Spange sich quer über beide Blattfedern gleichzeitig
erstreckt. Hierdurch wird sowohl Handhabung als auch Fertigung besonders vereinfacht
und es wird verhindert, daß durch Fehlbedienung unterschiedliche Biegelängen an den
beiden Blattfedern eines Pedals eingestellt werden.
[0017] Es ist weiter nach der Erfindung insbesondere hinsichtlich der Doppelpedalausführung
vorgeschlagen, daß der Steg als nur nach unten offener Hohlkörper ausgebildet ist.
Hierdurch wird die Fertigung vereinfacht, wenig Material verbraucht und die Einrichtung
leicht gehalten.
[0018] Ergänzend ist dann nach der Erfindung noch vorgesehen, daß der Standfuß aus zwei
Platten gebildet wird, von denen je eine an eine zugeordnete Seitenwand des Steges
angeformt ist. Hierdurch wird eine einstückige Ausbildung erreicht, die einfach preisgünstig
herstellbar ist, ausreichende Stabilität aufweist und leicht ist.
[0019] Es ist dann ergänzend nach der Erfindung noch vorgesehen, daß die Platten an ihren
freien Seiten von einem sich nach unten erstreckenden Randsteg umfaßt sind. Der Randsteg
stabilisiert die Platten, so daß diese wiederum dünner gehalten werden können, und
gleichzeitig wird im unteren Bereich Bauraum geschaffen.
[0020] Auch ist nach der Erfindung noch vorgeschlagen, daß der Steg mindestens in Richtung
des freien Endes der Wippedale den Standfuß überragt. Hierdurch kann der Standfuß
selbst in seiner Tiefenabmessung recht klein gehalten werden, ohne daß die Kippsicherheit
der Einrichtung bei Betätigung negativ beeinträchtigt würde.
[0021] Es ist weiterhin nach der Erfindung vorgeschlagen, daß jedes Wippedal am fersenseitigen
Ende einen Fersenstützrand aufweist. Ein solcher Fersenstützrand ist leicht anformbar
und erlaubt insbesondere bei sitzender Betätigung eine angenehme Fußhaltung.
[0022] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung wiederum sieht vor, daß als Verbindung mindestens
jedes Wippedal Einschubführungen aufweist, in die ein freies Ende einer Blattfeder
einschiebbar oder eingeschoben ist. Solche Einschubführungen können z.B. dann, wenn
die Wippedale aus Kunststoff geformt sind, gleichzeitig mit der Herstellung der Wippedale
eingeformt sein. Die Wippedale können dann sehr leicht durch einfaches Einstecken
eines freien Endes der Blattfeder befestigt werden. Herstellung und Montage sind
somit sehr einfach. Bei Bedarf kann in der eingesteckten Position die Blattfeder vergossen,
verklebt oder verschraubt werden. Aber auch andere ergänzende Befestigungsmöglichkeiten
sind denkbar.
[0023] Ergänzend ist dann nach der Erfindung vorgesehen, daß die Einschubführungen für
die Wippedale auf der Unterseite eines jeden Pedals angeordnet sind. Sie können hierdurch
vollständig vom Wippedal verdeckt werden, so daß das Äußere der Einrichtung ansprechender
gestaltet werden kann und irgendwelche Berührungen des Fußes mit der Blattfeder oder
der Blattfederbefestigung vermieden werden können. Außerdem wird hierdurch die Baulänge
verkürzt, weil ja die Blattfeder nicht hinten überstehen muß. Der gesamte hintere
Bereich zwischen Wippedal und Standfuß kann von einer Abdeckschürze abgedeckt werden,
so daß ohne Funktionsbeeinträchtigung ein harmomisches Äußeres der Einrichtung erreichbar
ist. Gleichzeitig erlaubt diese etwas nach vorne gerückte Federanordnung, die ja nur
dadurch möglich wird, weil die Blattfeder auf der Unterseite des Wippedals angeordnet
werden kann, eine leichtere Ausführung der Blattfeder.
[0024] Ergänzend ist nun nach der Erfindung noch vorgesehen, daß dem Standfuß zugeordnete
Einschubführungen auf der Unterseite, also im Bereich des bereits genannten Bauraumes,
der von einem nach unten gerichteten Randsteg umgebenen Platten vorgesehen sind. Auch
hier sind die Einschubführungen sehr leicht einzuformen und erleichtern in der bereits
zum Wippedal beschriebenen Weise die Montage der Blattfeder und damit der ganzen Einrichtung.
[0025] In weiterer Ergänzung ist dann nach der Erfindung vorgesehen, daß die Platten auf
ihrer Oberseite mindestens einen nach unten abgesetzten und mit einem Ende zur Außenkante
durchgehenden Einführungskanal aufweisen, dessen zweites und dem ersten Ende gegenüberliegendes
Ende vor der Einschubführung endet und zu dieser hin offen ist. Hierdurch ist jede
Einschubführung des Standfußes gut erreichbar für die Blattfeder und es kann gleichzeitig
bereits beim Einschub der Blattfeder diese in den Einführungskanälen geführt werden.
Der Standfuß kann hierdurch mit seinen Platten bis an die Hinterkante der Wippedale
geführt werden, wodurch die Standsicherheit des Gerätes verbessert wird.
[0026] Nach einer Variante der Erfindung ist vorgeschlagen, daß Standfuß und Steg lösbar
miteinander verbunden sind. Dies hat transporttechnische Vorteile, weil die Einzelteile
nunmehr flacher zusammengelegt und platzsparender gelagert werden können. Außerdem
sind so die zugehörigen Formen für die Herstellung billiger zu gestalten.
[0027] Ergänzend ist vorgeschlagen, daß mindestens der Steg als Vollkörper ausgebildet ist.
Für die Herstellung eines Vollkörpers, insbesondere dann, wenn dieser aus Kunststoff
gegossen werden soll, sind nur sehr einfache Formen notwendig, so daß die Herstellform
und damit die Herstellkosten weiter gesenkt werden können. Der volle Körper weist
außerdem ein nicht unbeträchtliches Gewicht auf, was bei Einsatz des Gerätes beispielsweise
auf glatten Fußböden, wie Steinfußböden dann, wenn das Gerät mit kleinen Gummifüßen
ausgestattet wird, sehr vorteilhaft ist. Ein Wegrutschen des Gerätes bei Beginn des
Trainings mit diesem Gerät wird verhindert.
[0028] In weiterer Ergänzung ist dann vorgeschlagen, daß der Steg mit dem Standfuß verschraubt
ist. Dies ist bei der nicht einstückigen Ausführungsform eine sehr einfache und sehr
einfach vorzubereitende Befestigungsform und besonders günstig dann, wenn -wie weiter
vorgeschlagen- der Standfuß als beide Wippedale tragende, durchgehend einstückige
Platte ausgebildet ist. Hierdurch wird die Verschraubung mit dem Steg sehr vereinfacht.
[0029] Es ist weiter nach der Erfindung vorgeschlagen, daß jede Blattfeder mit einem freien
Ende am Standfuß lösbar befestigt ist. Dies erleichtert sehr die Montage und erlaubt
den raschen Austausch der Blattfeder. Es ist daher ergänzend vorgeschlagen, daß die
lösbare Befestigung als Verschraubung ausgebildet ist.
[0030] In weiter ergänzender Ausgestaltung ist vorgeschlagen, daß der Standfuß auf seiner
Oberseite Vertiefungen zur Aufnahme je eines Schenkels der Blattfeder aufweist. In
diesem Vertiefungen, die von entsprechender Gestalt sind, kann die Blattfeder seitlich
geführt und ihre Lage in Richtung des Endes des freien Schenkels der Blattfeder limitiert
werden. Mit den Vertiefungen sind damit sehr einfache Mittel zur Positionierung der
Lage der Blattfeder während der Montage der Einrichtung geschaffen.
[0031] Ergänzen ist dann noch vorgeschlagen, daß die Vertiefungen zum stirnseitigen Rand
hin offen sind. Es vereinfacht die Form und erleichtert das Einschieben der Blattfeder.
[0032] Es ist dann nach der Erfindung noch weiter vorgesehen, daß jede Einschubführung mindestens
eine eine Unterbrechung aufweisende Führungsschiene aufweist und es ist ebenfalls
vorgesehen, daß die Blattfeder an mindestens einem Schenkel eine Spreizzunge aufweist.
Ist die Blattfeder bis auf richtige Tiefe eingeschoben, so fällt die Spreizzunge in
die genannte Unterbrechung, so daß damit die Blattfeder in ihrer Lage arretiert ist.
Durch ein leichtes Eindrücken der Spreizzunge kann die Blattfeder problemlos wieder
entnommen werden. Wird die Speizzunge jedoch nicht eingedrückt, so ist die Blattfeder
in ihrer Position sicher gehalten. Diese montagefreundliche Gestaltung wird mit einfachsten
Mitteln erreicht.
[0033] Die Erfindung soll nun anhand der beigefügten Zeichnungen, die Ausführungsbeispiele
zeigen, näher erläutert werden.
[0034] Es zeigen:
Figur 1 Ansicht des Standfußes in Richtung des Pfeils 1 nach Figur 2
Figur 2 Ansicht in Richtung des Pfeils II nach Figur 1
Figur 3 Variante in Ansicht nach Pfeil III in Figur 4
Figur 4 Ansicht in Richtung des Pfeils IV nach Figur 3
Figur 5 Ausführungsform einer Blattfeder in Seitenansicht
Figur 6 Ansicht in Richtung des Pfeils VI nach Figur 5
Figur 7 Gymnastikgerät in Perspektive mit Blattfeder als Verbindung zwischen Standfuß
und Pedal
Figur 8 Gymnastikgerät in Perspektive und in einstückiger Ausbildung
Figur 9 Gymnastikgerät in Perspektive mit zungenartigen Blattfedern unterhalb des
Pedals (Pedal durchsichtig gezeichnet)
Figur 10 Schnitt A-B nach Figur 9
Figur 11 Pedal im Schnitt C-E nach Figur 12
Figur 12 Ansicht in Richtung des Pfeils XII nach Figur 11
Figur 13 Pedal in Ansicht nach Pfeil XIII aus Figur 14
Figur 14 Schnitt E-F nach Figur 13
Figur 15 Ansicht in Richtung des Pfeils XV nach Figur 16 und Figur 1
Figur 16 Schnitt H-G nach Figur 1
[0035] Figur 1 zeigt einen einstückig geformten Standfuß 5 im wesentlichen bestehend aus
den Platten 2 und 3 und dem Mittelsteg 43. Die Platten 2 und 3 sind einstückig angeformt
an die Seitenwände 7 und 8 des Steges 43 und erstrecken sich seitlich von diesem weg.
Die Platten 2 und 3 sind hierbei etwas erhöht angeformt und an ihren freien Seiten
umrandet von einem sich nach unten erstreckenden Randsteg 4, so daß ein Hohlkörper
entsteht, wie er in der Ansicht nach Figur 15 und Figur 16 gut erkennbar ist. Die
seitliche Erstreckung und die Erstreckung in der Tiefe von Steg 43 und Platten 2 und
3 kann sehr gut erkannt werden in der Draufsicht nach Figur 2. Hier ist auch zu sehen,
daß sich der Steg 43 besonders in einer Richtung deutlich über die Tiefe der Platten
2 und 3 hinaus erstreckt. Dieser Überstand 23 erstreckt sich in Richtung des freien
Endes der Wippedale und verbessert die Standsicherheit der Einrichtung während des
Betriebes, so daß ohne Einbuße an Standsicherheit die Tiefenerstreckung der Platten
2 und 3 relativ klein gehalten werden kann.
[0036] Die Figuren 3 und 4 zeigen Ansichten einer Variante der erfindungsgemäßen Einrichtung,
so wie in Figur 1 und 2 dargestellt. Bei den Figuren 3 und 4 wird jedoch ein Standfuß
gezeigt, der nicht aus Kunststoff hohl geformt ist, wie der Standfuß nach den Figuren
1 und 2, sondern vielmehr aus Vollmaterial besteht und hierbei nicht einstückig ausgebildet
ist (was allerdings ohne weiteres möglich wäre), sondern vielmehr aus zwei Einzelteilen
besteht, nämlich dem Steg 44 einerseits und dem als durchgehende Platte ausgebildeten
Standfuß 6 andererseits. Etwa in der Mitte kann der Standfuß 6 eine sich in Richtung
des anzuordnenden Steges 44 erstreckende Nut 24 aufweisen, in welche der Steg 44 eingesetzt
werden kann. In dieser Position kann dann in der richtigen Längslage, so wie in Figur
3 dargestellt und zu den Figuren 1 und 2 bereits beschrieben, der Steg 44 mit der
Platte 6 über durch diese hindruchgehende Schrauben 25 verschraubt sein. Hierdurch
wird eine massive, relativ schwere Einrichtung nach der Erfindung geschaffen, die
aber mit sehr einfachen Werkzeugen herstellbar und platzsparend in den Einzelteilen
lagerbar ist. Auch der Versand kann in Paketen mit kleinem Volumen erfolgen, weil
Steg 44 und Platte 6 flach aufeinander gelegt werden können für den Versand.
[0037] Sowohl die Ausführungsform nach den Figuren 1 und 2, als auch die massive Ausführungsform
nach den Figuren 3 und 4, kann auf der Unterseite der jeweiligen Platte 5 bzw. 6 Öffnungen
26 für die Aufnahme von z.B. Gummifüßen aufweisen. Hierdurch wird hohe Standsicherheit
erreicht. Aufgrund solcher Gummifüße wird insbesondere bei der massiven Ausführungsform
nach den Figuren 3 und 4 hohe Standsicherheit erreicht und zwar auch dann, wenn der
Fußboden, auf dem die Einrichtung abgestellt ist, beispielsweise glatte Steinfliesen
aufweist.
[0038] Wie den Figuren 1, 15 und 16 entnommen werden kann, weisen die Platten 2 und 3 auf
der Unterseite Einschubführungen 11 auf, die von der Vorderseite her über einen Einführungskanal
14, der an seiner inneren Stirnseite zu den Einschubführungen 11 hin offen ist, zugänglich
sind. Die obere Begrenzung der Einschubführungen 11 bildet die Unterseite des Standfußes
5, während die untere Begrenzung von zwei Führungsschienen gebildet wird, von denen
die Führungsschiene 21 im Verlaufe ihre Längserstreckung eine Unterbrechung 19 aufweist.
In diese Führungsschienen 11 hinein paßt das freie Ende 12 einer etwa U-förmig gebogenen
Blattfeder 9 (siehe Figur 5), wobei dieses freie Ende 12 in der Nähe seines Endes
eine Spreizzunge 18 aufweist, wie dies in Figur 5 erkennbar ist. Das freie Ende 12
wird in die Einschubführung 11 so weit hineingeschoben, bis das stirnseitige Ende
an einer dort vorgesehenen hinteren Querrippe 27 anschlägt. In dieser Lage kann die
Spreizzunge 18 in die Unterbrechung 19 hineinfedern, so daß die Blattfeder 9 nun nicht
mehr herausgezogen werden kann. Dennoch bleibt eine leichte Demontage möglich. Es
genügt nämlich, ganz einfach die Spreizzunge 18 etwas nach oben zu drücken, und sofort
kann die Blattfeder 19 wieder einfach herausgezogen werden. Ein unbeabsichtigtes Herausziehen
oder Herausrutschen ist jedoch nicht möglich.
[0039] Ganz ähnlich kann das freie Ende 13 der Blattfeder 9 mit der dort vorgesehenen Spreizzunge
17 in eine Einschubführung 10 eingeschoben werden, die auf der Unterseite eines Wippedals
1 (siehe Figur 11) angeordnet ist. Die obere Begrenzung der Einschubführung 10 ist
wiederum die Unterseite des Wippedals 1, während die untere Begrenzung von Führungsschienen
gebildet wird, von denen die Führungsschiene 22 in ihrem Längsverlauf die Unterbrechung
20 aufweist. Vor der Einschubführung 10 ist genügend Freiraum 28, um das freie Ende
13 der Feder 9 in Position für einen Einschub in die Einschubführung 10 zu bringen.
Das freie Ende 13 kann nun soweit eingeschoben werden, bis das stirnseitige Ende gegen
eine Querrippe 29 stößt. In dieser Lage fällt die Spreizzunge 17 in die Unterbrechung
20, wodurch die Feder 9 gegen unbeabsichtigtes Herausziehen -wie bereits beschrieben-
gesichert ist. Wird die Spreizzunge 17 leicht angehoben, so kann die Blattfeder 9
wieder problemlos herausgezogen werden.
[0040] Auf der Oberseite kann das Wippedal 1 mit einer stegartigen Riffelung 30 versehen
sein und am fersenseitigen Ende mit einem Fersenstützrand 69 ausgestattet sein.
[0041] Ist das freie Ende 12 der Blattfeder 9 in die Einschubführung 11 des Standfußes 5
und das freie Ende 13 der Blattfeder 9 in die Einschubführung 10 des Wippedals 1
eingeführt, so wird die Blattfeder 9 vollständig vom Wippedal verdeckt und es wird
aufgrund der entsprechenden Gestaltung der Blattfeder 9 das Wippedal 1 gleichzeitig
in richtiger Neigung am Standfuß 5 sicher gehalten. Über die Blattfeder 9 wird der
notwendige Niedertretwiderstand des auf diese Weise funktionsfähig zusammengebauten
Gerätes erzeugt und es wird gleichzeitig das Wipppedal richtig gehalten und geführt
und läßt sich schwenken, ohne daß hierfür ein Gelenklager im herkömmlichen Sinne vorgesehen
wäre. Die gesamte Einrichtung in der beschriebenen Ausführungsform ist außerordentlich
leicht und billig herstellbar und außerordentlich leicht montierbar. Die Herstellung
des Standfußes und der Wippedale erfolgt hierbei vorzugsweise aus Kunststoff.
[0042] Während die Ausführungsform nach den Figuren 1 und 2 sowie 15 und 16 hohlkörperartig
ausgebildet ist, ist die Ausführungsform nach den Figuren 3 und 4 aus Vollmaterial
hergestellt, z.B. aus Vollmaterial gegossen. Hierbei kann die aus Vollmaterial hergestellte
Ausführungsform sowohl einstückig als auch, wie in den Figuren 3 und 4 dargestellt,
mehrteilig hergestellt sein. Auch bei dieser Ausführungsform erfolgt die Verbindung
mit dem Wippedal 1 über eine Blattfeder, die ganz ähnlich wie die Blattfeder nach
den Figuren 5 und 6 ausgebildet ist. Auch die Befestigung für die Blattfeder kann
bei der massiven Ausführung nach Figur 3 und 4 ganz ähnlich über eine Einschubführung
erfolgen wie bei dem bereits beschriebenen Ausführungsbeispiel. Damit eine solche
Einschubführung jedoch untergebracht werden kann, müßte der massive Standfuß 6 im
Bereich der Einschubführung einen von der Unterseite her zugänglichen Hohlraum, begrenzt
auf die Einschubführung, aufweisen. Im Ausführungsbeispiel nach den Figuren 3 und
4 jedoch, wird die Blattfeder am Standfuß 6 in geeigneter Lage angeschraubt. Hierzu
weist der Standfuß 6 in entsprechender Lage Vertiefungen 15 auf, die in der Breite
vorzugsweise der Breite der verwendeten Blattfeder angepaßt sind. Zum stirnseitigen
Rand 16 hin sind diese Vertiefungen offen. In diese Vertiefungen 15 kann nun eine
entsprechende Blattfeder eingesetzt werden. Wenn die Blattfeder selbst entsprechende
Gewindelöcher an einem zugeordneten freien Schenkel aufweist, dann genügt es, wenn
durch den Standfuß 6 hindurch entsprechende Bohrungen 31 vorgesehen sind, durch die
eine hindurch entsprechende Bohrungen 31 vorgesehen sind, durch die eine geeignete
Schraube hindurchgeführt werden kann. Es ist aber auch möglich in der Platte 6 selbst
Gewindebohrungen 32 vorzusehen dann, wenn die Blattfeder entsprechende Durchgangsbohrungen
aufweist. Beide Ausführungsbeispiele sind als Alternativen in die Figuren 3 und 4
eingezeichnet,
Wird die verwendete Blattfeder nach dieser Ausführungsform verschraubt, so ist mindestens
die Spreizzunge 18 nicht mehr erforderlich.
[0043] Figur 16 zeigt die Anordnung einer Blattfeder 9, eingesetzt in die Einschubführung
11 des Standfußes 5. Das freie Ende 13 dieser Blattfeder 9 ist nun bereit zur Aufnahme
des Wippedals 1. Hierzu muß dieses freie Ende 13 lediglich in die Einschubführung
10 des Wippedals 1, wie oben bereits beschrieben, eingeschoben werden. Die geneigte
Ausgangslage des Wippedals 1 wird von der Neigung des freien Endes 13 der Blattfeder
9 bestimmt.
[0044] Figur 7 zeigt in perspektivischer Ansicht eine vereinfachte Ausführungsform, bei
der nur ein Wippedal 47 über eine Blattfeder 48 mit einem Standfuß 46 verbunden ist.
Diese Wippedal kann vorgesehen sein für nur einen Fuß oder genügend breit sein, um
beide Füße aufzunehmen. Auch diese Ausführung weist wiederum einen Fersenstützrand
33 auf. Es ist hier Wippedal 47 und Standfuß 46 in für eine Betätigung geeignete Ausgangslage
oder Winkellage zueinander in den Bereich, in dem sie zusammentreffen, über eine in
Längsrichtung entsprechend gefaltete oder abgewinkelte oder gebogene Blattfeder miteinander
verbunden. Die Art der Verbindung kann beliebig sein, also auch so, wie bisher beschrieben.
Die Blattfeder kann auch hier aus Federstahl aber auch aus einem der heute bekannten
federelastischen Kunststoffe geformt sein.
[0045] In Figur 8 ist eine einstückige Ausführungsform dargestellt. Sowohl Standfuß 49 als
auch Wippedal 50 sind vorzugsweise aus dem gleichen federelastischen Kunststoff geformt
und in geeigneter Winkelstellung zueinander entlang einer Kante 51 einstückig mittels
eines Verbindungsbogens 52 miteinander verbunden. Über die Querschnittsdicke 53 des
Verbindungsbogens 52 kann der Niedertretwiderstand festgelegt werden. Auch hier weist
das Wippedal 50 wieder einen Fersenstützrand 34 auf.
[0046] In den Figuren 9 und 10 ist wiederum eine zweipedalige Ausführungsform dargestellt,
wobei Figur 9 eine perspektivische Darstellung ist, bei der das Wippedal 44′ in durchsichtiger
Ausführung dargestellt ist. Hierdurch kann man durch dieses Wippedal 44′ auf die Oberseite
des Standfußes 57 schauen. Der Standfuß 57 weist in seiner Längerstreckung und im
Abstand zueinander parallel verlaufend zwei Nuten 66 auf, die sich über einen Teilbereich
der Länge des Standfußes 57 erstrecken. Zwischen den beiden Nuten 66 und jeweils seitlich
außerhalb der beiden Nuten, sind Haltestücke 62, 63 und 64 vorgesehen, die quer zu
den Nuten 66 verlaufende, parallel zueinander angeordnete, durchgehende Öffnungen
65 aufweisen. Diese Öffnungen 65 sind geeignet, die Schenkel 60 und 61 einer Spange
59 aufzunehmen. Die Spange 59 kann sich hierbei über beide Nuten 66 erstrecken, so
wie in Figur 9 dargestellt.
[0047] Jedes Pedal 43′ und 44′ weist auf seiner Unterseite zwei zungenförmig ausgebildete
Blattfedern 55 auf, die einstückig mit dem Wippedal 43′ bzw. 44′ an dessen Unterseite
verbunden sein können (siehe Figur 10) und die in ihren Abmessungen so gestaltet sind,
daß sie jeweils in eine Nut 66 hineinpassen. Die Länge der Nut 66 ist hierbei so bemessen,
daß das stirnseitige Ende dieser Nut als Anschlag 58 für das freie Ende 56 jeder Blattfeder
55 dienen kann. In der gezeichneten Anordnung (siehe Figur 10) ergibt sich für jede
Blattfeder 55 ein freier biegsamer Teil oder eine freie biegsame Länge 67, die den
Niedertretwiderstand für ein Niedertreten des Pedals 43′ oder 44′ in Richtung des
Pfeils 68 bestimmt. Diese freie biegsame Länge 67 kann verändert werden dadurch, daß
die Spange 59 mit ihren Schenkeln 60 und 61 im Bereich der Öffnungen 65 umgesetzt
wird.
[0048] Um Einklemmungen zwischen z.B. einem niedergetretenen Pedal 44′ und einem in Ruhelage
befindlichen Pedal 43′ zu verhindern, befindet sich auch hier zwischen diesen beiden
Pedalen ein Steg 54, der so hoch ist, daß er die jeweilige Ruhelage beider Pedale
übersteigt oder mindestens mit dieser abschließt. Es ist dann nicht mehr möglich,
daß ein Fuß unter das benachbarte Pedal gerät. Hierbei kann der Standfuß 57 einstückig
mit dem mittleren Steg 54, aber auch mit diesem steckbar ausgebildet sein.
[0049] Ein einstückig an das jeweilige Pedal angeformter Fersenstützrand 69 kann zur Abstützung
der Ferse oder des Schuhs dienen. Hieran angeformt kann eine Schürze 70 vorgesehen
sein, die im Stirnbereich den Standfuß 57 überdeckt.
Liste der verwendeten Bezugszeichen
[0050]
1 Wippedal
2 Platte
3 Platte
4 Randsteg
5 Standfuß
6 Standfuß
7 Seitenwand
8 Seitenwand
9 Blattfeder
10 Einschubführung
11 Einschubführung
12 freies Ende
13 freies Ende
14 Einführungskanal
15 Vertiefungen
16 stirnseitiger Rand
17 Spreizzunge
18 Spreizzunge
19 Unterbrechung
20 Unterbrechung
21 Führungsschiene
22 Führungsschiene
23 Überstand
24 Nut
25 Schraube
26 Öffnung
27 Querrippe
28 Freiraum
29 Querrippe
30 Riffelung
31 Bohrungen
32 Gewindebohrung
33 Fersenstützrand
34 Fersenstützrand
35-42 unbenutzt
43 Steg
43′ Wippedal
44 Steg (massiv)
44′ Wippedal
45 unbenutzt
46 Standfuß
47 Wippedal
48 Blattfeder
49 Standfuß
50 Wippedal
51 Kante
52 Verbindungsbogen
53 Querschnittsdicke
54 Steg
55 Blattfeder
56 freies Ende
57 Standfuß
58 Anschlag
59 Spange
60 Schenkel
61 Schenkel
62 Haltestück
63 Haltestück
64 Haltestück
65 Öffnungen
66 Nut
67 freier biegsamer Teil
68 Pfeil
69 Fersenstützrand
70 Schürze
1. Gymnastikgerät zur Durchführung von Bein- und/oder Fußgymnastik, mit mindestens
einen Wippedal (1, 43′,44′,47,50), welches beweglich an einem Standfuß (5,6,46,49,
57) angeordnet und mit einer Einrichtung mindestens zur Erzeugung eines Niedertretwiderstandes
gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung eines Niedertretwiderstandes
als Blattfeder (9,48,55) ausgebildet ist, die Wippedal (1,43′,44′,47,50) und Standfuß
(5,6,46,49,57) in geeigneter Winkelstellung zueinander am fersenseitigen Ende des
Wippedals miteinander verbindet.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfeder (9, 48,55)
aus Federstahl oder einem Kunststoff geeigneter Elastizität geformt ist.
3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Standfuß
(49) und Wippedal (50) in geeigneter Winkelstellung zueinander (Figur 8) einstückig
aus einem federelastischen Kunststoff geformt sind.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
voneinander unabhängig betätigbare Wippedale (1,43′,44′) an einem gemeinsamen Standfuß
(5,6,57) angeordnet sind.
5. Einrichtung mindestens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen beiden
Pedalen (1,43′,44′) ein die Ruhelage der Pedale übersteigender Steg (43,44,54) angeordnet
ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß Standfuß (5) und
Steg (43) einstückig ausgebildet sind.
7. Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Pedal (43′,44′) auf dessen Unterseite mindestens eine zungenförmig sich
in Richtung der Pedallängserstreckung ausdehnende Blattfeder (55) zugeordnet ist,
für deren freies Ende (56) am Standfuß (57) ein Anschlag (58) vorgesehen ist, wobei
jedes Pedal sich mit der Unterseite der Blattfeder (55) am Standfuß (57) abstützt,
die über eine Niederhalteeinrichtung (59-64) in mindestens teilweiser Anlage am Standfuß
(57) gehalten wird.
8. Einrichtung mindestens nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß je Pedal (43′,
44′) zwei Blattfedern (55) vorgesehen sind.
9. Einrichtung mindestens nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jede Blattfeder
(55) pedalseitig fest mit dem Pedal (43′, 44′) verbunden ist.
10. Einrichtung mindestens nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jede Blattfeder
(55) einstückig mit dem Pedal (43′,44′) ausgebildet ist.
11. Einrichtung mindestens nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Niederhalteeinrichtung
(59-64) eine quer zur und auf der Oberseite der Blattfeder (55) anzuordnende Spange
(59) aufweist, deren Schenkel (60,61) in Öffnungen (65) von Haltestücken (62-64) des
Standfußes (57) gehalten und geführt werden.
12. Einrichtung mindestens nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Blattfeder
(55) im Standfuß (57) eine den Abmessungen der Blattfeder (55) entsprechende Nut (66)
zur Aufnahme der Blattfeder (55) vorgesehen ist.
13. Einrichtung mindestens nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (66)
eine solche Länge hat, daß der Anschlag (58) von der Stirnseite der Nut (66) gebildet
wird.
4. Einrichtung mindestens nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Spange
(59) der Niederhalteeinrichtung (59-64) in Längsrichtung der Blattfeder (55) verstellbar
angeordnet ist zur Veränderung der Federsteifigkeit des frei biegsamen Teils (67)
jeder Blattfeder (55).
15. Einrichtung mindestens nach Anspruch 8 und Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spange (59) sich quer über beide Blattfedern (55) gleichzeitig erstreckt.
16. Einrichtung mindestens nach Anspruch 1, 4, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Steg (43) als nur nach unten offener Hohlkörper ausgebildet ist.
17. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Standfuß (5) aus
zwei Platten (2,3) gebildet wird, von denen je eine an eine zugeordnete Seitenwand
(7,8) des Steges (43) angeformt ist.
18. Einrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (2,3) an
ihren freien Seiten von einem sich nach unten erstreckenden Randsteg (3) umfaßt sind.
19. Einrichtung mindestens nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (43,44,54)
mindestens in Richtung des freien Endes der Wippedale (1,43′,44′) den Standfuß (5,6)
überragt.
20. Einrichtung mindestens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Wippedal
(1,44′,43′) am fersenseitigen Ende einen Fersenstützrand (69) aufweist.
21. Einrichtung mindestens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindung
mindestens jedes Wippedal (1) Einschubführungen (10) aufweist, in die ein freies Ende
(13) einer Blattfeder (9) einschiebbar oder eingeschoben ist.
22. Einrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschubführungen
(10) für die Wippedale (1) auf der Unterseite eines jeden Wippedals (1) angeordnet
sind.
23. Einrichtung nach Anspruch 21 oder 22, und 18, dadurch gekennzeichnet, daß dem
Standfuß (5) zugeordnete Einschubführungen (11) auf der Unterseite der von einem nach
unten gerichteten Randsteg (4) umgebenen Platten (2,3) vorgesehen sind.
24. Einrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (2,3) auf
ihrer Oberseite mindestens einen nach unten abgesetzten und mit einem Ende zur Außenkante
durchgehenden Einführungskanal (14) aufweisen, dessen zweites und dem ersten Ende
gegenüberliegendes Ende vor der Einschubführung (11) endet und zu dieser hin offen
ist.
25. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß
Standfuß (6) und Steg (44) lösbar miteinander verbunden sind.
26. Einrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der Steg
(44) als Vollkörper ausgebildet ist.
27. Einrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (44) mit dem
Standfuß (6) verschraubt ist.
28. Einrichtung nach einem der Ansprüche 25-27 dadurch gekennzeichnet, daß der Standfuß
(6) als beide Wippedale (1) tragende durchgehend einstückige Platte ausgebildet ist.
29. Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 21 oder 28, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Blattfeder (9) mit einem freien Ende (12) am Standfuß (5,6) lösbar befestigt
ist.
30. Einrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß die lösbare Befestigung
als Verschraubung ausgebildet ist.
31. Einrichtung nach Anspruch 29 oder 30, dadurch gekennzeichnet, daß der Standfuß
(6) auf seiner Oberseite Vertiefungen (15) zur Aufnahme je eines Schenkels der Blattfeder
(9) aufweist.
32. Einrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (15)
zum stirnseitigen Rand (16) hin offen sind.
33. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß die
Blattfeder (9) an mindestens einem Schenkel eine Spreizzunge (17,18) aufweist.
34. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß jede
der Einschubführungen (10,11) mindestens eine eine Unterbrechung (19,20) aufweisende
Führungsschiene (21,22) aufweist.