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<ep-patent-document id="EP88107203A1" file="EP88107203NWA1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="0294587" kind="A1" date-publ="19881214" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-1">
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<abstract id="abst" lang="de">
<p id="pa01" num="0001">Zarge (2) zum Anschluß eines eine Dachöffnung (1) ab­deckenden Bauteiles, die vorzugsweise aus PU-­Schaum (7), ggf. mit einer festen Einlage besteht und an min­destens drei Seiten mit einem Dünnblechrahmen (5) umgeben ist. Die Zarge weist an ihrem oberen Ende einen etwa keil­förmigen Ansatz (8) und eingeschäumte metallische Abschnitte (13, 14) auf, die zum Anschluß von Dachfolien kunststoffbeschichtet sind.  <img id="iaf01" file="imgaf001.tif" wi="86" he="126" img-content="drawing" img-format="tif"/></p>
</abstract><!-- EPO <DP n="3"> -->
<description id="desc" lang="de">
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft eine Zarge zum Anschluß eines eine Dachöffnung abdeckenden vorzugsweise ebenen Bauteils, die als Aufkantung einen allseitigen Abschluß der Dachöffnung bildet und an der vom Dach abgewandten Seite zur Aufnahme eines Befestigungselementes für ein die Dachöffnung ab­deckendes Bauteil und dessen andere Seite zur Befestigung an oder auf dem Dach ausgebildet ist. Zargen sind im Hochbau erforderliche Bauelemente um z.B. Oberlichte oder Ausstiegsöffnungen, deren Anschlußebene über die wasserführende Schicht des Dachaufbaues herausge­hoben werden muß. Sie sind in verschiedenen Ausführungen be­kannt, z.B. als Stahlblechzarge für den Einbau einer Shed­verglasung auf Massivdecken. Derartige Stahlblechzargen be­stehen aus einem Fußprofil zum Anschluß der Tragkonstruktion der Shedverglasung, einem Stückwinkel und einem Verkleidungs­blech, wobei eine Wärmedämmung aufgebracht sein kann, die über Dachfolien mittels einer metallischen Klemmleiste gehalten wird. Eine derartige Zarge ist in der Druckschrift "Shed­licht-Planungsmappe" der Firma Eberspächer, Seite 9, Aus­<!-- EPO <DP n="4"> --> gabe Mai 1986 beschrieben. Weitere Beispiele von bekannten Zargen sind in der Druckschrift "Toplicht von Eberspächer", Seiten 14/15, Ausgabe März 1986 beschrieben. In dieser Druck­schrift ist als Abbildung (C), Seite 14, eine nicht frei­tragende Stahlzarge auf Beton mit einer eingelegten Holzbohle und einemder Isolierung dienenden Luftraum dargestellt, bei welcher die Horizontalkräfte auf die Zarge und die Vertikal­kräfte auf die Dachkonstruktion übertragen werden. Die Dach­haut ist bei dieser bekannten Zarge mit der Holzbohle ver­nagelt. Den oberen Abschluß bei dieser Zarge bildet ein die Holzbohle überragendes Winkelstück,mit dem ein Eindringen von Wasser und Schmutz hinter die Dachhaut verhindert werden soll. Die Dachhaut (Bitumenbahn oder Folie) ist über einen Keil an die Bohle herangeführt.</p>
<p id="p0002" num="0002">Die bekannten Zargen haben den Nachteil, daß sie unverhältnis­mäßig schwer sind und daher eine starke Unterkonstruktion ver­langen. Auch die Ausbildung der Wärmeisolation als Leerraum zwischen der in den Zargenrahmen eingesetzten Holzbohle und dem Rahmen verlangt infolge der parallelen Anordnung von Bohle und Leerraum einen großen Raum, da ein Mindestmaß für den Leerraum nicht unterschritten werden darf, wenn eine auch nur annähernd ausreichende Isolierung erreicht werden soll.</p>
<p id="p0003" num="0003">Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine besonders leichte und ästhetisch ansprechende, leicht herzustellende Zarge mit guter Wärmeisolierung aufzuzeigen, bei welcher Anschlußbahnen oder Folien einfach und dichtend anschließbar sind.</p>
<p id="p0004" num="0004">Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Zarge dadurch gelöst, daß die Zarge aus einem an der der Dachöffnung abgewandten Seite teilweise offenen Dünnblechrahmen besteht und mit einem wärme­isolierenden Stoff gefüllt ist und an ihrem oberen Ende auf der<!-- EPO <DP n="5"> --> Außenseite einen Ansatz aufweist, dessen untere Begrenzungs­fläche schräg nach innen verjüngt ist, und daß an diesem An­satz ein Winkelblech befestigt ist, dessen einer Schenkel mit der verjüngten Fläche des Ansatzes und dessen anderer Schenkel mit dem senkrechten Teil der Zarge verbunden ist, und daß ferner die Zarge zu ihrem Anschluß an das Dach ein aus Blech gebildetes Anschlußstück aufweist.</p>
<p id="p0005" num="0005">Dabei ist es leicht und ohne größeren Aufwand möglich, in den wärmeisolierenden Stoff einen festen, ggf. auch tragenden Kern einzubringen, so daß diese Zarge auch als selbsttragende Zarge verwendet werden kann. Dieses ist bei einer weiter­führenden Ausgestaltung der Erfindung besonders einfach, bei welcher als wärmeisolierender Stoff ein Kunststoffschaum zur Dünnblechaussteifung in den Dünnblechrahmen eingeschäumt wird und daß sowohl das Winkelblech als auch das Anschlußstück und ggf. ein weiteres Anschlußstück eingeschäumt ist. Dabei können gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung das Winkel­stück und die Anschlußstücke eine Kunststoffauflage aufweisen. An der gemäß der Erfindung ausgebildeten Zarge kann das weitere Anschlußstück, das an der der Lichtöffnung abgewandten Seite der Zarge eingeschäumt ist, in einem von einer evtl. Dachauflage aus Wärmeisoliermaterial bestimmten Abstand angebracht sein, so daß eine auf dieser Isolierschicht aufliegende Dachbahn oder Folie bis an die Zarge herangeführt, dort mit dem Anschluß folien­verschweißt und dann an der Zarge hochgezogen und an dem Winkel­stück ebenfalls folienverschweißt werden. Diese gemäß der Er­findung durch die Kunststoffbeschichtung des Winkelstückes und der Anschlußstücke erstmals mögliche Folienverschweißung von An­schlußbahnen hat den besonderen Vorteil einer unbedingten Staub­und Wasserdichtheit. Durch das weitere, in vorgegebener Distanz zum Dach angeordnete Anschlußstück, wird, wie oben beschrieben, ermöglicht, die Dachhaut, insbesondere bei Foliendächer, bis un­<!-- EPO <DP n="6"> --> mittelbar an die Zarge heranzuführen und bereits dort zu ver­kleben, so daß auftretende Zugkräfte die weiterhin an der Zarge hochgezogene Folie nicht abreißen können.</p>
<p id="p0006" num="0006">Weitere Ausgestaltungen werden anhand der Figur aufgezeigt. In dieser Figur ist ein Ausführungsbeispiel vereinfacht und schema­tisch dargestellt, und zwar bei einer Toplichtzarge für eine Ab­deckung durch eine Stegdoppelplatte als Lichtelement. Bei der­artigen Ausführungen muß an mindestens zwei parallel zueinander-­liegenden Seiten einer abzudeckenden Lichtöffnung 1, die auch dem Rauch- und Wärmeabzug dienen kann, eine Zarge 2 angeordnet sein, auf der über ein Halteelement 3 die Abdeckung 4 im Bei­spiel eine Stegdoppelplatte befestigt ist. Diese Abdeckung 4 kann natürlich auch schwenkbar angeordnet sein, so daß zur Be­lüftung oder im Falle eines erforderlichen Rauch- und/oder Wärme­abzuges eine Schnellöffnung über geeignete Öffnungsmechanismen erfolgen kann. Das Halteelement 3 ist auf dem Dünnblechrahmen 5 der Zarge 2 mit seinem waagrechten Schenkel 3b befestigt, sein senkrechter Schenkel 3a bestimmt den erforderlichen Abstand der durch Schrauben 6 auf einem abgewinkelten Schenkel 3c be­festigten Stegdoppelplatte 4, eine eingelegte Dichtung 3d ver­hindert das Eindringen von Staub oder Wasser in den Innenraum. Die erfindungsgemäße Zarge 2 besteht aus einem Dünnblechrahmen 5 von im Beispiel 0,75 bis 1 mm Stärke, wobei dieser Dünnblech­rahmen 5 an der der Lichtöffnung 1 abgewandten Seite offen ist und als Rahmen zur Aufnahme eines wärmeisolierenden Stoffes 7 dient. Dieser kann als Polyurethanschaum eingeschäumt sein, aber auch aus einem festen, tragfähigen Material bestehen, auch kann ein fester Kern, z.B. ein als Stütze und damit lastübertragend ausgebildeter Holzteil in dem Schaum angeordnet sein (in der Fig. nicht dargestellt). Die Zarge 2 weist an ihrem oberen, d.h. dem Dach abgewandten Ende einen Ansatz 8 auf, dessen untere Kante<!-- EPO <DP n="7"> --> sich nach innen verjüngend ausgebildet ist. Durch diesen der­gestalt ausgebildeten Ansatz wird erreicht, daß eine an dem senk­rechten Teil 9 der Zarge 2 hochgezogene Dachbahn oder Folie 10 regensicher in dem von dem Ansatz 8 gebildeten Winkel enden kann. Der Dünnblechrahmen 5 ist an dem Ansatz 8 bis in den nach innen verjüngten Abschnitt geführt und endet dort. Ein Winkelblech 11 mit einem senkrechten Winkel 11a, einem entsprechend der Ver­jüngung des Ansatzes 8 abgewinkelten Schenkel 11b und einem an dem senkrechten Schenkel 11a sich waagrecht anschließenden Schenkel 11c ist derart an dem Ansatz 8 angesetzt, daß es eine Befestigungsfläche für die Dachhaut oder Folie 10 bildet, dabei ist der waagrechte Schenkel 11c in dem PU-Schaum eingeschäumt. Zur besseren Verbindung kann dabei dieser Schenkel Ausnehmungen aufweisen. Das Winkelblech 11 ist vorzugsweise Kunststoff, so daß die Dachhaut oder Folie leicht folienverschweißt werden kann, d.h. es wird vor dem Aufbringen der Folie ein Lösungsmittel auf­getragen, so daß eine absolut dichte und feste Verbindung zwischen Winkelblech 11 und Folie 10 entsteht. Damit entfällt das bisher übliche Verschrauben oder Einklemmen der Dachhaut.</p>
<p id="p0007" num="0007">An dem unteren Ende der Zarge 2, d.h. an dem Ende mit dem die Zarge 2 auf das Dach 12 aufgesetzt und mit ihm verbunden wird, ist der Dünnblechrahmen 5 über den ausgeschäumten Teil ver­längert, so daß ein Befestigungsschenkel 13 entsteht, über den die Befestigung auf dem Dach 12 erfolgt, z.B. in bekannter Weise durch Verschraubung. Natürlich kann die Zarge 2 durch ent­sprechende Formgebung des Dünnblechrahmens 5 auch innerhalb der Lichtöffnung 1, diese begrenzend, angeordnet sein.</p>
<p id="p0008" num="0008">An dem unteren Ende der Zarge 2 ist außerdem an der der Licht­öffnung abgewandten Seite ein Anschlußstück 14, mit einem senk­rechten Schenkel 14a, einem in den PU-Schaum eingeschäumten Schenkel 14b und einem von der Zarge 2 abweisenden Schenkel 14c<!-- EPO <DP n="8"> --> angeordnet, von dem die Schenkel 14a und 14c ebenfalls kunst­stoffbeschichtet sind, zum Anschluß einer Dachisolierfolie 15, die in beschriebener Weise folienverschweißt ist. Die Befesti­gung an dem Dach 12 kann auch durch den Schenkel 14c samt dem Schenkel 13 des Dünnblechrahmens 5 erfolgen. Auf diesem An­schlußteil 14 liegt die Dachisolierung 16 auf, die bis an die Zarge 2 herangeführt ist. Auf der gleichen Seite der Zarge 2 ist ein weiteres Anschlußstück 16, das U-förmig ausgebildet ist, eingeschäumt und ebenfalls kunststoffbeschichtet zum Anschluß der hochgezogenen Dachisolierfolie 15, falls diese die Dachisolierung 16 überragend ausgebildet ist. Für Zargenanschlußausbildungen bei Anordnungen,bei welchen die Dachisolierung durch eine weitere Folie 17 abgedeckt ist, wird, wie in der Figur dargestellt, an das Anschlußstück 16 ein Winkel 18 angebracht, der ebenfalls kunststoffbeschichtet sein kann. Die Isolierfolie 17 wird bei dieser Lösung bis an den Winkel 18 herangeführt und auf den nach außen weisenden Schenkel folienverschweißt, sodann an dem senk­rechten Schenkel des Winkels 18 durch Folienverschweißung be­festigt und senkrecht an der Wand der Zarge 2 weitergeführt und schließlich an dem Schenkel 11a des Winkelbleches 11 wie be­schrieben folienverschweißt. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß die Folie 17 bis an die Zarge 2 herangeführt werden kann, d.h. es ist nicht nötig wie bei den bekannten Ausführungen einen Keil zur Befestigung und Führung der Folie 17 vorzusehen. Außer­dem wird die Folie 17 durch das Verschweißen auf dem waagrechten Schenkel 14c des Anschlußstückes 14 bereits gehalten, so daß der an der Zarge 2 hochgezogene Teil der Folie 17 nicht durch Lage­änderungen der Folie 17 auf der Dachisolierung 16 beansprucht wird. Diese Lösung trägt wesentlich zur sicheren, staub- und wasserdichten Befestigung der Folie 17 an der Zarge 2 bei.<!-- EPO <DP n="9"> --></p>
<p id="p0009" num="0009">Die aufgezeigte Zarge zeichnet sich durch eine einfache Her­stellung und insbesondere durch geringes Gewicht und damit geringe Dachbelastung aus. Durch die Dünnblechaussteifung durch den eingeschäumten Kunststoff ergibt sich eine ausreichend steife Anordnung mit glatter Außenfläche,an die eine Dachbahn oder Dachfolie in einfacher Weise direkt oder über ein in die Ausschäumung eingebrachter metallischer Streifen angeschlossen werden kann.</p>
</description><!-- EPO <DP n="00"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-0001" num="">
<claim-text>1. Zarge zum Anschluß eines eine Dachöffnung abdeckenden vorzugsweise ebenen Bauteils, die als Aufkantung einen allseitigen Abschluß der Dachöffnung bildet und an der vom Dach abgewandten Seite zur Aufnahme eines Befesti­gungselementes für ein die Dachöffnung abdeckendes Bau­teil und dessen andere Seite zur Befestigung an oder auf dem Dach ausgebildet ist, <u style="single">dadurch gekennzeichnet</u>, daß die Zarge (2) aus einem an der der Dachöffnung (1) abgewandten Seite teilweise offenen Dünnblechrahmen (5) besteht und mit einem wärmeisolierenden Stoff (7) ge­füllt ist und an ihrem oberen Ende auf der Außenseite einen Ansatz (8) aufweist, dessen untere Begrenzungs­fläche schräg nach innen verjüngt ist, und daß an diesem Ansatz (8) ein Winkelblech (11) befestigt ist, dessen einer Schenkel (11b) mit der verjüngten Fläche des An­satzes (8) und dessen anderer Schenkel (11a) mit dem senkrechten Teil (9) der Zarge (2) verbunden ist, und daß ferner die Zarge (2) zu ihrem Anschluß an das Dach (12) ein aus Blech gebildetes Anschlußstück (13) auf­weist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0002" num="">
<claim-text>2. Zarge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als wärmeisolierender Stoff (7) ein Kunststoffschaum als Dünnblechaussteifung in den Dünnblechrahmen (5) einge­schäumt wird, und daß sowohl das Winkelblech (11) als<!-- EPO <DP n="2"> --> auch das Anschlußstück (13) und evtl. ein weiteres An­schlußstück (14) eingeschäumt ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0003" num="">
<claim-text>3. Zarge nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Winkelblech (11) und die Anschlußstücke (13, 14) eine Kunststoffauflage aufweisen.</claim-text></claim>
</claims>
<drawings id="draw" lang="de">
<figure id="f0001" num=""><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="145" he="210" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
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