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EP 0 294 698 A2 |
(12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
(43) |
Veröffentlichungstag: |
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14.12.1988 Patentblatt 1988/50 |
(22) |
Anmeldetag: 01.06.1988 |
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(51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: D06N 7/00 |
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(84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
11.06.1987 DE 8708253 U 29.10.1987 DE 8714376 U
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(71) |
Anmelder: REBO PATENTVERWERTUNGS-UND -VERMITTLUNGS-GmbH |
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D-4290 Bocholt (DE) |
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(72) |
Erfinder: |
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- Winter, Hermann-Josef
D-4290 Bocholt (DE)
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(74) |
Vertreter: Stark, Walter, Dr.-Ing. |
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Moerser Strasse 140 47803 Krefeld 47803 Krefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Vlies als Zwischenlage zwischen einem Boden und einem Bodenbelag |
(57) Die Erfindung betrifft ein Vlies als Zwischenlage zwischen einem Boden und einem
Bodenbelag, wobei das Vlies wenigstens einseitig eine Beschichtung aus einem dauerelastischen,
lösungsmittelfreien Kleber aufweist. Um zu verhindern, daß der handelsübliche Kleber
oder die handelsübliche Spachtelmasse mit der Klebstoffbeschichtung des Vlieses und/oder
einem darunter befindlichen Bodenbelag reagiert, soll das Vlies durch Ausrüstung
mit einem für Kleber und/oder Spachtelmassen undurchlässigen und resistenten Mittel
aus einem Carboxyl-Gruppen enthaltenden Acrylsäureestercopolymer als Sperrschicht
ausgebildet sein.
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Vlies als Zwischenlage zwischen einem Boden und einem
Bodenbelag, wobei das Vlies wenigstens einseitig eine Beschichtung aus einem dauerelastischen,
lösungsmittelfreien Kleber aufweist.
[0002] Ein derartiges Vlies wird auch als Wiederaufnahmevlies oder als Verlegevlies bezeichnet
und ist üblicherweise ein sogenanntes Nadelvlies. Es ermöglicht die Verlegung eines
Teppichs oder anderen Bodenbelags auf einem Estrich oder auch auf einem Teppich derart,
daß der neuverlegte Teppich oder Bodenbelag später ohne Schwierigkeiten wieder entfernt
werden kann. Dazu wird das Vlies mit seiner bereits mit Kleber beschichteten Seite
auf den Estrich oder den schon verlegten Teppich gelegt und daran befestigt. Dann
wird auf die Oberseite ein handelsüblicher Kleber oder eine handelsübliche Spachtelmasse
aufgetragen, mit der dann der neue Teppich oder der neue Bodenbelag befestigt wird.
Dabei ist es allerdings möglich, daß der handelsübliche Kleber oder die handelsübliche
Spachtelmasse mit der Klebstoffbeschichtung des Vlieses und/oder einem darunter befindlichen
Bodenbelag reagiert. Das zu verhindern, ist Aufgabe der Erfindung.
[0003] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Vlies durch Ausrüstung mit einem für Kleber
und/oder Spachtelmassen undurchlässigen und resistenten Mittel aus einem Carboxyl-Gruppen
enthaltenden Acrylsäureestercopolymer als Sperrschicht ausgebildet ist. Dazu können
die Fasern des Vlieses mit dem für Kleber und/oder Spachtelmassen resistenten Mittel
ausgerüstet sein. Es kann aber auch das Vlies selbst durch Besprühen mit dem für Kleber
und/oder Spachtelmassen resistenten Mittel ausgerüstet sein. Das so ausgerüstete Vlies
wirkt jedenfalls als Sperrschicht, so daß die Verlegung eines neuen Teppichbodens
oder eines neuen Bodenbelags unter Verwendung handelsüblicher Kleber und/oder Spachtelmassen
möglich ist, ohne daß die Gefahr unerwünschter chemischer Reaktionen besteht. Dennoch
läBt sich der neu verlegte Teppich oder der neu verlegte Bodenbelag leicht wieder
lösen.
[0004] Im folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert; es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen auf einem Estrich verlegten Bodenbelag,
Fig. 2 teilweise eine Draufsicht auf den Gegenstand nach Figur 1 bei teilweise entfernten
Lagen.
[0005] In der Zeichnung ist ein Estrich 1 dargestellt, auf dem ein Vlies 2 verlegt ist.
Das Vlies 2 trägt auf seiner Unterseite eine Beschichtung aus einem mit dem Estrich
1 verträglichen Klebstoff. Diese Beschichtung ist im einzelnen nicht dargestellt.
Das Vlies 2 ist mit einem für handelsübliche Kleber- und/oder Spachtelmassen undurchlässigen
und resistenten Mittel aus einem Carboxyl-Gruppen enthaltenden Acrylsäureestercopolymer
ausgerüstet, so daß es eine Sperrschicht bildet, wenn nach dem Verlegen des Vlieses
2 auf die Oberseite des Vlieses 2 ein handelsüblicher Kleber oder eine handelsübliche
Spachtelmasse aufgetragen wird, die zur Befestigung eines auf dem Vlies 2 verlegten
Bodenbelages 3 dient.
[0006] Der Bodenbelag 3 kann ein Teppich oder ein anderer Bodenbelag sein.
Vlies als Zwischenlage zwischen einem Boden und einem Bodenbelag, wobei das Vlies
wenigstens einseitig eine Beschichtung aus einem dauerelastischen, lösungsmittelfreien
Kleber aufweist, dadurch gekennzeichnet, daB das Vlies (2) durch Ausrüstung mit einem
für Kleber und/oder Spachtelmassen undurchlässigen und resistenten Mittel aus einem
Carboxyl-Gruppen enthaltenden Acrylsäureestercopolymer als Sperrschicht ausgebildet
ist.