[0001] Die Erfindung betrifft ein Behältergebinde nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
[0002] Aus dem DE-GM 84 29 005.6 ist ein "Behältergebinde für das reinhaltungssichere Entnehmen
und Sammeln von Hydraulikflüssigkeiten aus Bremssystemen" bekannt, das einen Entnahmebehälter
zur vorübergehenden Aufnahme der Flüssigkeit und zum Transport zu einem und Übergabe
an diesen Sammelbehälter aufweist. Zur Übergabe der Flüssigkeit werden die beiden
Behälter vorübergehend mit einer Rohrkupplungsvorrichtung miteinander verbunden, von
der jeweils ein kuppelbares Teil jedem Behälter zugeordnet ist, welches ihn im nichtgekuppelten
Zustand verschließt. Jeder Behälter kann nur beim beabsichtigten gekuppelten Zusammenwirken
der Teile der Rohrkupplungsvorrichtung sachgerecht mit der vorbestimmten Flüssigkeit
gefüllt bzw. entleert werden. Die bekannte Rohrkupplungsvorrichtung besteht aus handelsüblichen
Teilen und erschwert zumindest den Eingriff in die Behälter mit dafür nicht vorgesehenen
Kupplungsteilen und bietet somit einen Schutz zur Erhaltung der Art der gehandhabten
Flüssigkeit.
[0003] Die bekannte Rohrkupplungsvorrichtung ist jedoch nicht dazu geeignet, einen weitergehenden
Schutz der Flüssigkeit vor der Zufuhr von artfremden Flüssigkeiten zu gewährleisten.
Daraus ergibt sich die Aufgabe für die vorliegende Neuerung, die miteinander kuppelbaren
Verschlüsse der beiden Behälter des Gebindes derart aufeinander abzustimmen, daß ein
Kuppeln mit fremden Verschlüssen und ein Durchfüllen im gekuppelten Zustand unmöglich
ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Weiterbildende Ausgestaltungen sind in den Ansprüchen 2 bis 20 beschrieben.
[0005] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben.
Es zeigen:
Figur 1 ein Behältergebinde in Seitenansicht in verkleinertem Maßstab,
Figur 2 den Füllbehälterverschluß,
Figur 3 den Sammelbehälterverschluß,
Figur 4 den Füll- und den Sammelbehälterverschluß im gekuppelten Zustand
jeweils im Schnitt und vergrößertem Maßstab, und die
Figur 5 eine Explosionsdarstellung des Füll- und des Sammelbehälterverschlusses teilweise
im Schnitt und im vergrößerten Maßstab.
Figur 6 Füllbehältr mit Füllbehälterverschluß im Schnitt
Figur 7 Sammelbehälterverschluß im Schnitt
Figur 8 Füllbehälter mit Handgerät in Seitenansicht
[0006] Das Behältergebinde in der Ausführungsform nach den Figuren 1 - 5 besteht aus einem
Füllbehälter 1 und einem Sammelbehälter 2 für eine beliebige Flüssigkeit, insbesondere
Hydraulik- oder Bremsflüssigkeit, die von anderen Flüssigkeiten getrennt gehalten
wird. Der Füllbehälter 1 hat eine Einfüllöffnung 3, eine Entleerungsöffnung 4 und
eine Be- und Entlüftungsöffnung 5. Die Entleerungsöffnung 4 wird von dem Füllbehälterverschluß
6 verschlossen. Der Füllbehälter 1 hat einen gebogenen Handgriff 7, der innen hohl
ist und der Länge nach von dem Be- und Entlüftungskanal 8 durchzogen wird, dessen
äußere Mündung die Be- und Entlüftungsöffnung 5 bildet, die im oberen Teil des Handgriffs
7 angeordnet ist. Der Kanal 8 hat einen Querschnitt von etwa 1 bis 2 mm, vorzugsweise
1,5 mm und ist aufgrund seiner verhältnismäßig großen Länge und der Krümmung nicht
dazu geeignet, fremde Flüssigkeiten in den Füllbehälter 1 gelangen zu lassen.
[0007] Der Füllbehälter 1 hat ein Fassungsvermögen zwischen 1 bis 5 l, vorzugsweise 2 l
und, bei Ausführung aus Kunststoff, eine Wandstärke von etwa 1 bis 2 mm, vorzugsweise
1,5 mm. In die Einfüllöffnung 3 ist ein Schlauch 9 dicht hineingeführt, der innerhalb
des Füllbehälters 1 im oberen Teil des Füllbehälterverschlusses 6 mündet. Das äußere
Ende (nicht gezeigt) des Schlauches 9 ist mit dem Gefäß oder Leitungssystem kuppelbar,
aus dem die Flüssigkeit stammt, die mit Hilfe des Füllbehälters 1 in den Sammelbehälter
2 eingefüllt wird. Der Sammelbehälter 2 dient vorzugsweise zum Sammeln für eine beabsichtigte
spätere Entsorgung oder Wiederaufarbeitung einer einzigen, vorbestimmten Flüssigkeit.
[0008] Der Sammelbehälter 2 besteht vorzugsweise aus Kunststoff und hat ein Fassungsvermögen
zwischen 10 und 50 l, vorzugsweise 25 l. Er wird vom Sammelbehälterverschluß 10 verschlossen,
über den allein der Sammelbehälter 2 gefüllt und entleert werden kann. Der Sammelbehälterverschluß
10 ist mit dem Sammelbehälter 2 fest und dauerhaft verbunden, was ebenso für den Füllbehälterverschluß
6 und den Füllbehälter 1 zutrifft. Der Füllbehälterverschluß 6 und der Sammelbehälterverschluß
10 sind miteinander kuppel- und voneinander lösbar. Nur im gekuppelten Zustand der
beiden Verschlüsse 6 und 10 ist die Übergabe von Flüssigkeit aus dem Füllbehälter
1 in den Sammelbehälter 2 möglich, eine Umkehr der Füllrichtung hingegen ausgeschlossen.
Der Sammelbehälterverschluß 10 weist eine Be- und Entlüftungskappe 11 auf, deren Öffnungen
12 so eng ausgebildet und derart angeordnet sind, daß ein Eintritt von fremden Flüssigkeiten
in den Sammelbehälter 2 ausgeschlossen ist (Fig. 3). Zum Entleeren der Flüssigkeit
aus dem Sammelbehälter 2 ist es erforderlich, an den Sammelbehälterverschluß 10 ein
Kupplungsteil (nicht gezeigt) anzuschließen, welches in seiner Ausgestaltung und seinen
Abmessungen dem Füllbehälterverschluß 6 entspricht. Das Entleeren erfolgt über einen
Schlauch oder einen Ausguß (nicht gezeigt).
[0009] Der Füllbehälterverschluß 6 besteht aus einem äußeren, kreisrunden Gehäuse 13, welches
über die Einfüllöffnung 4 nahtlos in die Wandung des Füllbehälters 1 übergeht und
vorzugsweise mit ihm einstückig ausgebildet ist. Koaxial an das Gehäuse 13 schließt
sich die kreisrunde Außenführung 14 an, deren Durchmesser annähernd gleich groß dem
Durchmesser des Gehäuses 13 ist und deren Länge etwa zwischen ihrem halben und einem
ganzen Durchmesser vorgegeben ist. Die Außenführung 13 umgibt eine Innenführung 15,
die ebenfalls einen kreisrunden Querschnitt hat, koaxial zur Außenführung 13 angeordnet
ist und deren axiale Länge kleiner ist als die axiale Länge der Außenführung 13, so
daß der abgeschrägte untere Rand 16 der Innenführung 15 wesentlich hinter dem unteren
Rand 17 der Außenführung 14 zurückspringt. Mit ihren oberen inneren Rändern gehen
die Führungen 14 und 15 einstückig in den deckelartigen Abschluß 18 des Gehäuses 13
über. Dieser Abschluß 18 hat eine zentrale Öffnung 19. Die Innenwand der inneren Führung
15 ist mit einer Profilverzahnung 20 versehen (Fig. 5).
[0010] Über die Öffnung 19 wölbt sich ein zylindrisches Ventilgehäuse 21 und erstreckt sich,
von außen nicht sichtbar, in den Innenraum des Füllbehälters 1. Der Durchmesser des
Ventilgehäuses 21 entspricht etwa dem Durchmesser der Innenführung 15, seine axiale
Länge beträgt das 1 1/2 bis 2-fache seines Durchmessers. Das Ventilgehäuse 21 weist
in seinem hohlen Innenraum zwei annähernd gleichgroße, in axialer Richtung hintereinanderliegende
zylindrische Kammern 22 und 23 auf, die durch eine Bodenplatte 24 voneinander getrennt
sind. Die Bodenplatte 24 hat eine kreisrunde zentrale Öffnung 25, deren Rand zu einer
Ventilführung verlängert ist und einen Anschlag 26 bildet, der in die untere Kammer
22 hineinragt.
[0011] Auch das Ventilgehäuse 21 ist mit dem deckelartigen Abschluß 18 des Gehäuses 13 fest
und dauerhaft verbunden. Am unteren Rand des Ventilgehäuses 21 sind am Übergang zum
Abschluß 18 eine Mehrzahl von Öffnungen 27 vorgesehen, die regelmäßig über den Umfang
des Ventilgehäuses 21 verteilt sind und annähernd die gleiche Größe haben (Fig. 5).
Die Öffnungen 27 bilden den Durchgang zwischen dem vom Gehäuse 13 und dem Ventilgehäuse
21 umschlossenen Ringraum 28 und der zentralen Öffnung 19 im Abschluß 18. Der Ringraum
28 selbst ist der untere Teil des Innenraums des Füllbehälters 1.
[0012] Das obere oder innere Ende des Ventilgehäuses 21 bildet eine zumindest einteilige
Kappe 29, die einen äußeren Anschlußstutzen 30 aufweist, der mit dem Füllschlauch
9 verbunden ist (nicht gezeigt). Die Kappe 29 weist eine zentrale Bohrung 31 auf,
welche in ihrem unteren Teil zum Sitz 32 eines von einer Feder 33 belasteten Rückschlagventils
34 erweitert ist. Das Rückschlagventil 34 verschließt den Durchgang zwischen der zentralen
Bohrung 31 und einer seitlichen Bohrung 35 der Kappe 29. Die Bohrung 35 mündet im
unteren Teil des Innenraums des Füllbehälters 1.
[0013] Innerhalb der unteren Kammer 22 ist ein mehrteiliger Ventilkörper 36 längsbeweglich
angeordnet. Der Schaft des Ventilkörpers 36 dient zur Führung einer Feder 37, die
sich unten auf dem verbreiterten Ventilteller 38 und oben am Außenumfang des Anschlags
26 abstützt. Dabei drückt die Feder 37 den Ventilteller gegen die Öffnung 19, und
verschließt somit den Innenraum des Füllbehälters 1. Die Dichtheit des Verschlusses
wird von einem Dichtring 39 gewährleistet. Der Ventilkörper 36 wird über den Ventilteller
38 innerhalb der Kammer 22 längsverschiebbar geführt.
[0014] Den oberen Teil des Ventilschafts 36 bilden zwei einander gegenüberliegende, zungenartige
in radialer Richtung elastisch federnde Sperrelemente 40, die mit dem Ventilschaft
36 vorzugsweise einstückig ausgebildet sind. Die Sperrelemente 40 greifen mit ihrem
oberen Rand 41 in die zentrale Öffnung 25 bzw. deren axiale Verlängerung der Bodenplatte
24 ein. Die Öffnung 25 dient als Führung für einen Zwischenkörper 42, auf dem die
Feder 33 des Rückschlagventils 34 aufsitzt. Die obere Verlängerung des Zwischenkörpers
42 ist als Sperrstift 43 ausgebildet, der sowohl den Anschlag für das Rückschlagventil
34 in dessen Öffnungsstellung, als auch die Führung für die Belastungsfeder 33 des
Rückschlagventils 34 bildet.
[0015] Mit einer nach unten weisenden Verlängerung 44 greift der Zwischenkörper 42 zwischen
den Sperrelementen 40 hindurch in eine Bohrung 45 des mehrteiligen Ventilkörpers 36
ein und gewährleistet somit eine genaue zentrische Führung des Zwischenkörpers 42
in der Öffnungsstellung des Ventils 36 (Fig. 4). Nach unten hin wird der Ventilkörper
36 durch einen Druckstift 46 verlängert, der durch die zentrale Öffnung 19 hindurchragt
und zwischen dem schrägen Rand 16 und dem unteren Rand 17 endet, wenn der Füllbehälterverschluß
6 geschlossen ist.
[0016] Das Schließen des Füllbehälters 1 wird durch die Feder 37 bewirkt, die den Ventilteller
38 über die Ringdichtung 39 auf dem deckelartigen Abschluß 18 hält und damit der im
Füllbehälter 1 befindlichen Flüssigkeit den Austritt über die Öffnungen 27 und 19
versperrt. Zum Füllen des Zwischenbehälters 1 überwindet die unter Druck herangeführte
Flüssigkeit die Schließkraft der Feder 33, welche das Rückschlagventil 34 in seiner
Schließstellung hält, und strömt über die zentrale Bohrung 31 und die radiale Bohrung
35 in den Füllbehälter 1 ein. Die darin befindliche Luft entweicht unterdessen über
den Be- und Entlüftungskanal 8 und die Be- und Entlüftungsöffnung 5.
[0017] Von außen kann der Füllbehälter 1 nur über den Druckstift 46 geöffnet werden. Dazu
ist eine Kraft erforderlich, die die Schließkräfte der Federn 37 und 33 in axialer
Richtung überwindet, so daß der Ventilteller 38 vom Abschluß 18 abhebt und die Öffnung
19 freigibt.
[0018] Entsprechend der Neuerung ist die axiale Länge des Abstands zwischen dem oberen Ende
des Sperrstifts 43 und dem unteren Ende des Rückschlagventils 34 bei geschlossenem
Füllbehälterverschluß 6 größer, als der Abstand zwischen dem oberen Rand der zentralen
Öffnung 25 und der Unterkante des oberen Randes 41 der beiden Sperrelemente 40. Wird
demnach bei der Öffnung des Füllbehälterverschlusses der Ventilteller 38 über eine
Wegstrecke lang in axialer Richtung zum Innenraum des Füllbehälters 1 hin verschoben,
die größer ist als der axiale Abstand zwischen dem oberen Rand der Öffnung 25 und
den Unterkanten der Ränder 41, so verlieren die Sperrelemente 40 ihre Führung durch
die Öffnung 25 und spreizen sich aufgrund ihrer Elastizität radial nach außen. Damit
greifen sie über den oberen Rand der Öffnung 25 und das Ventil 36 verbleibt in seiner
Öffnungsstellung, ohne daß es von außen her nochmals geschlossen werden könnte. Der
Füllbehälter 1 kann nicht mehr gefüllt werden.
[0019] Der Sammelbehälterverschluß 10 sieht ein kappenartiges Ventilgehäuse 47 vor, welches
mit dem Sammelbehälter 2 fest und dauerhaft und insbesondere unlösbar verbunden ist.
Das Ventilgehäuse 47 hat einen kreisrunden Querschnitt und seine axiale Länge ist
annähernd so groß wie sein Durchmesser. Nach außen hin setzt sich das Ventilgehäuse
47 in axialer Richtung in einer koaxialen zylindrischen Außenführung 48 fort, deren
axiale Länge ebenfalls annähernd gleich ihrem Durchmesser ist, der wiederum annähernd
gleich groß oder etwas kleiner als der Durchmesser des Gehäuses 47 ist. Koaxial zur
Außenführung 48 ist eine zylinderförmige Innenführung 49 vorgesehen, die vom gleichhohen
äußeren Rand 50 der beiden Führungen 48 und 49 aus einen zylindrischen Ringraum 51
zur Achsmitte hin begrenzt, in den die Innenführung 15 des Füllbehälterverschlusses
5 zwar mit geringem allseitigem Spiel aber sonst genau hineinpaßt. Dazu ist auch eine
Außenverzahnung 52 auf dem äußeren Umfang am oberen Rand 50 der Innenführung 49 angebracht,
die der Innenverzahnung 20 in Form und Größe genau entspricht und dazu komplementär
ist.
[0020] Der Rand 50 der Innenführung 49 bildet zur Achsmitte hin einen Bund 52 der eine zentrale
Öffnung 53 freigibt, die zur zentralen Öffnung 19 des Füllbehälterverschlusses 6 komplementär
und auch etwa gleichgroß wie diese ist. Die zentralen Öffnungen 19 und 53 dienen zum
Durchfluß der Flüssigkeit vom Füllbehälter 1 in den Sammelbehälter 2 im gekuppelten
Zustand.
[0021] Das deckelförmige Ventilgehäuse 47 weist ein zum Inneren des Sammelbehälters 2 hin
angeordnetes zylindrisches Ventilgehäuse 54 auf. Das Ventilgehäuse 54 hat einen Durchmesser,
der etwas größer ist als der Innendurchmesser der Innenführung 49 bei annähernd gleichgroßer
axialer Länge. Das Ventilgehäuse 54 ist koaxial zur Innen- 49 und Außenführung 48
angeordnet und mit dem deckelförmigen äußeren Ventilgehäuse 47 fest und dauerhaft
verbunden. Auf dem Umfang der Verbindung zwischen dem inneren 54 und äußeren Ventilgehäuse
47 ist eine Mehrzahl von annähernd gleichgroßen radialen Öffnungen 55 vorgesehen,
die zum Eintritt der Flüssigkeit in den Sammelbehälter 2 dienen.
[0022] Innerhalb des inneren Ventilgehäuses 54 ist ein Ventilkörper 56 koaxial angeordnet
und längsverschiebbar geführt. Die Führung des Ventilkörpers 56 übernimmt der verbreitete
Ventilteller 57 entlang der Innenwand des Ventilgehäuses 54 sowie ein im Querschnitt
vierkantförmiger Führungsstift 58, der koaxial aus dem Ventilkörper 56 hervorspringt
und dessen äußeres Ende in einer 4-kantförmigen Öffnung 59 des deckelförmigen Abschlusses
60 des inneren Ventilgehäuses 54 längsbeweglich geführt und gelagert ist. Auf dem
Schaft des Ventilkörpers 56 ist eine Druckfeder 61 geführt, die sich auf dem deckelförmigen
Abschluß 60 abstützt und dort nochmals auf dem Schaft eines in das Ventilgehäuse 54
hineinragenden Bundes 62 zentriert ist. Der Bund 62 dient gleichzeitig als Anschlag
für den Ventilkörper 56 in dessen Öffnungsstellung (Fig. 4).
[0023] Die Druckfeder 61 hält den Ventilkörper 56 in seiner Schließstellung, wobei der Ventilteller
57 über einen Dichtungsring 63 an einem bundförmigen Vorsprung 64 anliegt, der das
untere Ende der von der Innenführung 49 umschlossenen zylindrischen Kammer 65 bildet.
Die zentrale Öffnung 53 und somit der Sammelbehälter 2 sind dabei geschlossen. In
die axiale Mitte der Kammer 65 ragt ein Druckstift 66, der auf der dem Ventilkörper
56 gegenüberliegenden Seite aus dem Ventilteller 57 hervorspringt und dessen axiale
Länge wesentlich kleiner ist, als die axiale Länge der Kammer 65. In die Kammer 65
ragen auch noch zwei zungenförmige, in radialer Richtung elstisch bewegliche Sicherungselemente
67 hinein, die einander gegenüberliegend auf der gleichen Seite wie der Druckstift
66 aus dem Ventilteller 57 hervorspringen und mit ihm fest und einstückig ausgebildet
sind. In der Schließstellung des Ventiltellers 57 erstrecken sich die Sicherungselemente
mit ihrem als Begrenzungsstift 68 ausgebildeten äußeren Ende jeweils bis unter den
Bund 52. Mit ihrem radialen Außenrand führen die Begrenzungsstifte 68 die Sicherungselemente
67 auf der Innenwand der Kammer 65. Die axiale Länge der Sicherungselemente 67 ist
größer als die axiale Länge des Druckstifts 66.
[0024] In axialem Abstand unterhalb der Begrenzungsstifte 68 weist jedes Sicherungselement
67 einen radial weit vorspringenden Blockierstift 69 auf, dessen radial äußerer Rand
etwa in der radialen Mitte des Ringraums 51 endet und nach oben hin abgeschrägt ist.
Dabei durchgreift jeder Blockierstift 69 eine dafür vorgesehene längliche Öffnung
70 in der Wandung der Innenführung 49, der jeweils eine längliche Aussparung 71 in
der Wandung der Außenführung entsprechend zugeordnet ist. Die axiale Länge der Öffnung
70 ist größer als jene der Aussparung 71 bei einander entsprechender Höhe der unteren
Ränder. Der untere Rand der Öffnung 70 ist außerdem noch zur Kammer 65 hin, d.h. nach
innen abwärts abgeschrägt.
[0025] Der Sammelbehälterverschluß 10 wird unter Überwindung der Kraft der Druckfeder 71
durch Aufbringen einer Kraft auf das äußere Ende des Druckstifts 66 geöffnet, indem
der Ventilkörper 56 in axialer Richtung verschoben wird und der Ventilteller 57 vom
bundförmigen Vorsprung 64 abhebt und die Öffnungen 55 freigibt. Erfolgt das Öffnen
des Sammelbehälterverschlusses 10 in nicht sachgerechter Weise, so dringen die Begrenzungsstifte
68 bei geringfügiger axialer Verschiebung des Ventilkörpers 56 in die länglichen Öffnungen
70 ein, wodurch die Blockierstifte 69 in den Aussparungen 71 einrasten.
[0026] Die dazu erforderliche Radialbewegung erfolgt unter der radialen Elastizität der
Sicherungselemente 67. In der eingerasteten Blockierstellung der Sicherungselemente
67 ist und bleibt der Sammelbehälterverschluß 10 geöffnet und kann auch durch Eingriff
von außen her nicht mehr verschlossen werden. Somit ist die Sicherung gegen unsachgemäßen
Eingriff in den Sammelbehälter 2 hergestellt.
[0027] Beim sachgemäßen Öffnen zur Übertragung von Flüssigkeit aus dem Füllbehälter 1 in
den Sammelbehälter 2 wird der Füllbehälterverschluß 6 mit dem Sammelbehälterverschluß
10 gekuppelt. Die vollzogene Kupplungsstellung ist in Figur 4 dargestellt. In dieser
Stellung befinden sich die beiden Verschlüsse 6 und 10 in koaxialer Lage zueinander.
Die Außenführung 14 des Füllbehälterverschlusses 6 umgibt die Außenführung 48 des
Sammelbehälterverschlusses 10. Die innenverzahnte 20 Innenführung 15 ist an dem außenverzahnten
Bund 52 der Innenführung 49 vorbei in den Ringraum 51 eingedrungen und füllt ihn mit
allseitigem Spiel nahezu vollständig aus. Beim Eindringen hat die Innenführung 15
mit ihrem schrägen Rand 16 die radiale Elastizität der Sicherungselemente 67 überwunden,
so daß die Blockierstifte 69 über die unteren schrägen Kanten der länglichen Öffnungen
70 abgleiten konnten. Das Abgleiten vollzog sich unter der axialen Bewegung des Ventilkörpers
56 in die Öffnungsstellung, die durch Anschlag an dem Bund 62 begrenzt wird. Die Bewegung
des Ventilkörpers 56 erfolgte unter der Wirkung einer Kraft, die vom Ende des Druckstifts
46 auf das Ende des Druckstifts 66 ausgeübt wird. Die Kraft wird von der Ventilfeder
37 erzeugt, die gegenüber der Druckfeder 61 steifer ist. Die Steifigkeiten der beiden
Federn 37 und 61 sind so aufeinander abgestimmt, daß auch der Ventilkörper 36 seine
Öffnungsstellung einnimmt, während der Ventilkörper 56 an den Bund 62 angeschlagen
hat. Der Ventilkörper 36 ist dabei aber noch vom Anschlag 26 entfernt, dessen Erreichen
ja auch nicht vorgesehen ist. Jedenfalls in der Öffnungstellung der beiden Ventile
36 und 56 sind die Öffnungen 27, 19, 53 und 55 für den Durchfluß von Flüssigkeit aus
dem Füllbehälter 1 in den Sammelbehälter 2 durchgehend frei.
[0028] Bei der Trennung der beiden Behälter 1 und 2 werden die beiden Behälterverschlüsse
6 und 10 einfach in axialer Richtung auseinandergezogen. Dabei endet die Kraftübertragung
über die beiden Druckstifte 46 und 66 und die beiden Ventilfedern 37 und 61 bewegen
die beiden Ventile 36 und 56 in die jeweilige Schließstellung.
[0029] Durch die 4-kantführung 59 des Führungsstiftes 58 ist sichergestellt, daß die Sicherungselemente
67 mit ihren Blockierstiften 69 jeweils wieder in die länglichen Öffnungen 70 der
Innenführung eingreifen können, wenn das Ventil 56 schließt. Allein die Innenführung
14 ist dafür vorgesehen, die Blockierstifte 69 aus diesen Öffnungen 70 sachgerecht
zu verdrängen, während der 4-kantführung 59 die Aufgabe zufällt, die genaue Rückkehr
der Blockierstifte 69 in die Öffnungen 70 zu gewährleisten.
[0030] Unter der Voraussetzung der gegenseitigen Anpassung sind für unterschiedliche Flüssigkeiten
an entsprechenden Behältern 1 und 2 Behälterverschlüsse 6 und 10 vorgesehen, die
unterschiedlich groß sind. Zusätzlich können unterschiedliche Farben als Unterscheidungshilfe
dienen. Die Behälter 1 und 2 sowie deren Verschlüsse 6 und 10 können aus Blech, bzw.
Stahl, Glas, Gummi und/oder Kunststoff bestehen. Die Verschlüsse 6 und 10 sind mit
ihren Behältern 1 bzw. 2 jeweils fest und unlösbar durch Verschweißen, Löten, Verkleben
oder Schrumpfen verbunden. Jede unsachgemäße Betätigung eines der Verschlüsse 6 oder
10 hat jeweils das Unbrauchbarwerden des zugehörigen Behälters 1 bzw. 2 zur Folge.
[0031] Das Behältergebinde in der Ausführungsform nach den Figuren 6 bis 8 weist die beschriebene
Sicherung gegen böswilliges Öffnen, die nicht immer notwendig ist, nicht auf. Dieses
Behältergebinde nach den Figuren 6 bis 8 ist im wesentlichen so aufgebaut wie das
bereits zu den Figuren 1 bis 5 beschriebene Behältergebinde. Es besteht aus einem
Füllbehälter 1′ und einem mit diesem kuppelbaren Sammelbehälter 2′. Der Füllbehälter
1′ weist im Ausführungsbeispiel nach Figur 6 einen Füllbehälterverschluß 80 auf, der
in noch zu beschreibender Weise mit dem Sammelbehälterverschluß 82 zusammenwirkt.
Der Füllbehälterverschluß 80 ist in den Füllbehälter 1′ flüssigkeitsdicht eingesetzt
und weist ein Ventilgehäuse 79 auf. Im Ventilgehäuse 79 ist axial gegen die Vorlast
einer Feder 77 ein als Verschiebeelement 78 gestalteter Ventilkörper axial verschieblich
geführt. An seinem dem Behälterinneren des Füllbehälterfs 1′ zugewandten Ende weist
das Ventilgehäuse 79 zwei Anschlußnippel 86 auf, die mit von außen zugeführten Einfülleitungen
73 bzw. 74 verbunden sind. Diese Einfülleitungen sind selbstverständlich im Durchtrittsbereich
durch die Gehäusewandung des Füllbehälters 1′ abgedichtet oder über entsprechende
Durchführungszwischenstücke dicht hindurchgeführt. Die Anschlußnippel 36 weisen im
Inneren jeweils ein Kugelrückschlagventil 87 auf, das jeweils über eine Einlaßöffnung
75 ins Behälterinnere des Füllbehälters 1′ führt. Die Einfülleitungen 73 und 74 können
nun an entsprechende Anschlußnippel eines Kraftfahrzeugs, aus dem die Bremsflüssigkeit
herausgeführt werden soll, angeschlossen werden. Die dann beispielsweise durch Betätigung
des Bremspedals des Kraftfahrzeugs herausgedrückte Bremsflüssigkeit wird durch die
Einfüllleitungen 73 und/oder 74 zu den Anschlußnippeln 86 geführt und überdrückt
dort die Kugelrückschlagventile 87, um dann anschließend durch die Einlaßöffnung 75
ins Behälterinnere des Füllbehälters 1′ zu gelangen. Die Kugelrückschlagventile 87
verhindern hierbei eine Rückströmung von Luft in das zu entleerende Bremssystem.
Bei der Befüllung des Füllbehälters 1′ sorgt eine Entlüftungsöffnung 88, die mit einer
Entlüftungsleitung 89 in einem Handgriff 90 verbunden ist, für die notwendige Entlüftung.
In dieser Entlüftungsöffnung 88 kann ebenfalls ein nicht näher bezeichnetes Rückschlagventil
vorgesehen sein, das ein Austreten von Bremsflüssigkeit durch diese Entlüftungsöffnung
verhindert.
[0032] Zur Entleerung des Füllbehälters 1′ wird dieser umgedreht und in dieser Stellung
mit dem Füllbehälterverschluß 80 auf den Sammelbehälterverschluß 82 aufgesetzt, nachdem
dort -soweit vorhanden- die Staubkappe 91 geöffnet wurde. Hierzu wird dann der Verschlußhals
92 des Füllbehälterverschlusses 80 in die Verschlußöffnung 93 des Sammelbehälterverschlusses
82 eingesetzt und so lange eingeschoben, bis die Stirnfläche 94 des Füllbehälterverschlusses
80 an der Stirnfläche 95 des Sammelbehälterverschlusses 82 zur Anlage kommt. Während
des Einschubs kommen an den jeweiligen Stirnseiten auch die Druckstift 96 und 97 zur
gegenseitigen Anlage, wodurch zunächst der Ventilkörper 81 des Sammelbehälterverschlusses
82 gegen die Kraft der schwächeren Feder 98 verschoben wird, so lange bis der Führungsbolzen
101 im Anschlaggehäuse 99 gegen den inneren Anschlag 100 geschoben ist. Der Druckstift
97 kann nun nicht weiter ausweichen, so daß bei weiterem Einschub der Druckstift 96
ausweichen muß und hierbei sich gegen die Kraft der Feder 77 bewegt. Hierdurch hebt
der Ventilteller 102 ab und öffnet damit den Auslaß 103. Die Bremsflüssigkeit kann
nunmehr durch die Ablaßöffnungen 76 im Ventilgehäuse 79 und durch den Auslaß 103
in die Verschlußöffnung 93 des Sammelbehälterverschlusses strömen. Da auch dort der
nicht näher bezeichnete Ventilteller des Ventilkörpers 81, wie eben beschrieben, abgehoben
hat, ist auch dort eine entsprechende Querschnittsöffnung frei, so daß die Flüssigkeit
schließlich durch den Auslaß 104 in den Sammelbehälter 2′ gelangen kann.
[0033] In der beschriebenen Position ist auch in der bereits beschriebenen Weise das Verschiebeelement
78 verschoben und hat hierdurch die Einlaßöffnungen 75 des Füllbehälterverschlusses
verschlossen. Ein Nachfüllen des Behälters 1′ in mit dem Sammelbehälter 2′ gekuppelter
Position ist damit nicht möglich, so daß auch hier ein Befüllen des Behälters 1′ zum
direkten Durchlauf in den Behälter 2′ nicht möglich ist. Der Behälter 1′ muß vielmehr
zum erneuten Befüllen in den hierfür vorgesehenen Arbeitsbereich gebracht und dort
entsprechend angeschlossen werden.
[0034] Während der Befüllung des Behälters 2′ muß dieser entlüftet werden. Dies muß zwangsweise
geschehen und es sollen solche Belüftungsöffnungen dann, wenn Füllbehälter 1′ und
Sammelbehälter 2′ getrennt sind, verschlossen sein. Hierzu ist im Ausführungsbeispiel
nach Figur 7 der Ventilkörper 81 mit einem Ventilkörper 83 direkt verbunden, der als
Verschluß in einem Belüftungsventil 84 endet. Auf diese Art und Weise ist das Belüftungsventil
84 geöffnet, wenn der Ventilkörper 81 in Offenstellung steht. Das Belüftungsventil
84 ist geschlossen, wenn der Ventilköprer 81 in der umgekehrten Stellung steht.
[0035] Um auch eine unter Wärme auftretende Ausgasung und Druckbildung im Behälter 2′ zu
vermeiden, kann der Sammelbehälterverschluß 82 außerdem noch ein für solche Zwecke
an sich schon bekanntes Entlüftungsventil 85, ein sogenannter Belüftungspilz, aufweisen.
1,1′ Füllbehälter
2,2′ Sammelbehälter
3 Einfüllöffnung
4 Entleerungsöffnung
5 Be- und Entlüftungsöffnung
6 Füllbehälterverschluß
7 Handgriff
8 Be- und Entlüftungskanal
9 Schlauch
10 Sammelbehälterverschluß
11 Be- und Entlüftungskappe
12 Be- und Entlüftungsöffnungen
13 Gehäuse
14 Außenführung
15 Innenführung
16 abgeschrägter Rand
17 unterer Rand Außenführung
18 deckelartiger Abschluß
19 zentrale Öffnung
20 Profilverzahnung
21 Ventilgehäuse
22 zylindrische Kammer
23 zylindrische Kammer
24 Bodenplatte
25 zentrale Öffnung
26 Anschlag
27 Öffnung
28 Ringraum
29 Kappe
30 Anschlußstutzen
31 zentrale Bohrung
32 Ventilsitz
33 Feder
34 Rückschlagventil
35 seitliche Bohrung
36 mehrteiliger Ventilkörper
37 Ventilfeder
38 Ventilteller
39 Dichtring
40 Sperrelement
41 oberer Rand
42 Zwischenventil
43 Sperrstift
44 Verlängerung
45 Bohrung
46 Druckstift
47 Ventilgehäuse
48 Außenführung
49 Innenführung
50 äußerer Rand
51 zylindrischer Ringraum
52 Bund
53 zentrale Öffnung
54 inneres Ventilgehäuse
55 radiale Öffnung
56 Ventilkörper
57 Ventilteller
58 Führungsstift
59 4-kantförmige Öffnung
60 Abschluß Ventilgehäuse
61 Druckfeder
62 Bund
63 Dichtungsring
64 bundförmiger Vorsprung
65 zylindrische Kammer
66 Druckstift
67 Sicherungselement
68 Begrenzungsstift
69 Blockierstift
70 längliche Öffnung
71 längliche Aussparung
72 unbenutzt
73 Einfülleitung
74 Einfülleitung
75 Einlaßöffnung
76 Ablaßöffnung
77 Feder
78 Verschiebeelement
79 Ventilgehäuse
80 Füllbehälterverschluß
81 Ventilkörper
82 Sammelbehälterverschluß
83 Ventilkörper
84 Belüftungsventil
85 Entlüftungsventil
86 Anschlußnippel
87 Kugelrückschlagventil
88 Entlüftungsöffnung
89 Entlüftungsleitung
90 Handgriff
91 Staubkappe
92 Verschlußhals
93 Verschlußöffnung
94 Stirnfläche
95 Stirnfläche
96 Druckstift
97 Druckstift
98 Feder
99 Anschlaggehäuse
100 Anschlag
101 Führungsbolzen
102 Ventilteller
103 Auslaß
104 Auslaß
1. Behältergebinde für den Transport und/oder die Lagerung von jeweils einer einzigen,
vorbestimmten Flüssigkeit mit einem einen öffenbaren Füllbehälterverschluß aufweisenden
Füllbehälter und einem davon getrennten, einen öffenbaren Sammelbehälterverschluß
aufweisenden Sammelbehälter, die über ihre jeweiligen Verschlüsse zur Übergabe der
Flüssigkeiten von einem Behälter in den anderen miteinander kuppelbar sind, bei durch
die Kupplung erfolgter gegenseitiger Öffnung der Verschlüsse, dadurch, daß jeder Behälterverschluß
einen zur Öffnung des Verschlusses verschiebbar in einem Ventilgehäuse geführten Ventilkörper
aufweist, der jeweils den anderen in Öffnungsstellung schiebt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Füllebehälterverschluß (6, 72) als umschaltbares Einfüll-Ablaßventil ausgebildet
ist, daß im Behälterinnern des Behälters (1,1′) mit mindestens einer nach außen geführten
Einfülleitung (9, 35; 73, 74) verbunden ist und mindestens je eine Einlaß- (31,75)
und Auslaßöffnung (27,76) aufweist, wobei als Ventilkörper ein unter der Vorlast
einer Feder (37, 77) stehendes Verschiebeelement (36,78) im Ventilgehäuse (21,79)
in gekuppelter Stellung die Ablaßöffnung (27, 76) und in entkuppelter Stellung die
Einlaßöffnung (75,31) öffnet.
2. Behältergebinde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ventilkörper
(36 bzw. 56) mit einem Sperrelement (40 bzw. 67) versehen ist, welches beim Öffnen
des Ventilkörpers (36 bzw. 56), außer zum Zwecke des Kuppelns der beiden Verschlüsse
(6 und 10) miteinander oder mit einem vorgesehenen Kupplungsteil, das Schließen der
Verschlüsse (6 bzw. 10) durch die Ventilkörper (36 und 56) oder Teile (38 bzw. 57)
davon verhindert.
3. Behältergebinde nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ventilkörper
(36 und 56) von einer Druckfeder (37) bzw. 61) in der Schließstellung gehalten wird.
4. Behältergebinde nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die Öffnungsstellung
von wenigstens einem der beiden Ventilkörper (36 oder 56) von einem Anschlag (26 bzw.
62) begrenzt wird.
5. Behältergebinde nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer der
Ventilkörper (36 oder 56) einen Druckstift (46 bzw. 58) aufweist, mit dessen äußerem
Ende er im gekuppelten Zustand eine Kraft auf den anderen Druckstift (58 bzw. 46)
oder Ventilkörper (56 bzw. 36) derart ausübt, daß sich beide Ventilkörper (36 und
56) in der Öffnungsstellung befinden.
6. Behältergebinde nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Federsteifigkeit
der einen Ventilfeder (37) größer ist als der anderen (61).
7. Behältergebinde nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens einer der Ventilkörper (36 oder 56) einen gegenüber dem jeweiligen
Ventilkörper (36 bzw. 56) im Durchmesser vergrößerten Ventilteller (38 bzw. 57) aufweist,
womit der Ventilkörper (36 bzw. 56) in einem zylindrischen Ventilgehäuse (21 bzw.
54) in axialer Richtung längsverschiebbar geführt ist.
8. Behältergebinde nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Ventilteller
(21 bzw. 54) ein Dichtring (39 bzw. 63) zugeordnet ist, womit der Ventilteller (21
bzw. 54) eine zentrale Durchgangsöffnung (19 bzw. 53) für die Flüssigkeit des jeweiligen
Ventilgehäuses (13 bzw. 47) verschließt.
9. Behältergebinde nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Ventilgehäuse (13 und 47) wenigstens eine nach außen gerichtete Führung
(15 bzw. 49) aufweist, die zur jeweils anderen Führung (49 bzw. 15) komplementär und
nur damit kuppelbar ist.
10. Behältergebinde nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Führungen
(15 bzw. 49) eine Verzahnung (20 bzw. 52) aufweist, die zur Verzahnung (52 bzw. 20)
der anderen Führung (49 bzw. 15) komplementär und damit in Eingriff bringbar ist.
11. Behältergebinde nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Führungen
(15 bzw. 49) zylinderförmig ausgebildet sind.
12. Behältergebinde nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der
Führungen (15 bzw. 49) von einer Außenführung (14 bzw. 48) umgeben ist, die zumindest
die gleiche axiale Länge hat.
13. Behältergebinde nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der
beiden Führungen (15 bzw. 49) dazu vorgesehen ist, die Sperrwirkung des dem jeweils
anderen Behälterverschluß (10 bzw. 6) zugehörigen Sicherungselements (41 bzw. 67)
im gekuppelten Zustand der Verschlüsse (6 bzw. 10) aufzuheben.
14. Behältergebinde nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens einer der Ventilkörper (36 bzw. 56) eine zweite Führung (41 bzw. 58)
aufweist.
15. Behältergebinde nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens einer der Ventilkörper (36 bzw. 56) eine Sicherung (59) gegen Verdrehen
aufweist.
16. Behältergebinde nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherung (59)
gegen Verdrehen dem Ventilkörper (56) für den Sammelbehälterverschluß (2) zugeordnet
ist.
17. Behältergebinde nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventilgehäuse (21) für den Ventilkörper (36) des Füllbehälterverschlusses
(6) einen Anschlußstutzen (30) für einen nach außen führenden Schlauch (9) und ein
von einer Feder (33) belastetes Rückschlagventil (34) aufweist zum Einfüllen der Flüssigkeit
in den Füllbehälter (1) unter Druck.
18. Behältergebinde nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Rückschlagventil
(34) und dem Ventilkörper (36) ein Sperrstift (43) angeordnet ist, der sich über die
Feder (33) am Rückschlagventil (34) abstützt mit einer Verlängerung (44) im Ventilkörper
(36) und mit seinem Schaft in einer weiteren Führung (25) axial verschiebbar geführt
ist.
19. Behältergebinde nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ventilkörper (81) des Sammelbehälterverschlusses (82) mit dem Ventilkörper (83)
eines im Verschluß (82) angeordneten Belüftungsventils (84) verbunden ist zur Öffnung
des Belüftungsventils (84) in Offenstellung des Verschlusses (82).
20. Behältergebinde nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (82)
weiter ein automatisch arbeitendes Entlüftungsventil (85) aufweist.