(19)
(11) EP 0 294 726 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
14.12.1988  Patentblatt  1988/50

(21) Anmeldenummer: 88108960.1

(22) Anmeldetag:  04.06.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4F23D 14/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 12.06.1987 AT 1492/87

(71) Anmelder: Joh. Vaillant GmbH u. Co.
D-42810 Remscheid (DE)

(72) Erfinder:
  • Kohlmann, Hans-Albrecht
    D-5630 Remscheid (DE)
  • Ludowisy, Hans
    D-5650 Solingen (DE)
  • Pieper, Thomas
    D-5632 Wermelskirchen (DE)

(74) Vertreter: Heim, Johann-Ludwig, Dipl.-Ing. 
c/o Joh. Vaillant GmbH u. Co Postfach 10 10 20
D-42810 Remscheid
D-42810 Remscheid (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Gasbrenner


    (57) Der Brennerkammer (1) eines Vormischgasbrenners wird ein Austrittsöffnungen einer Brennerplatte (2) durchsetzendes Brennstoff-Luft-Gemisch zugeführt.
    Um die Schadstoffentwicklung bei dem Betrieb eines sol­chen Brenners zu verringern, wird für diese Brennerplatte (2) ein Material gewählt, dessen Beschaffenheit allein, also dessen physikalisches Gefüge die Gemischaustritts­öffnungen systemlos bestimmt Bei diesem Material handelt es sich um eine Schüttung aus keramischen Materialien, etwa um ein Granulat In diesem Fall empfiehlt es sich, der Brennerkammerwandung (2) mindestens eine gasdurchläs­sige Trägerwandung (3) zuzuordnen, die diese Materialien in Form hält und versteift




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Vormisch-Gasbrenner, insbe­sondere Gebläsebrenner, mit einer Gas- und einer Luftfüh­rung, die beide in einer Mischkammer münden, die von einer Brennerplatte aus porösem keramischem Material ab­geschlossen ist, die vom Gas-Luft-Gemisch und der Flam­menbildung durchdrungen ist.

    [0002] Aufgabe der Erfindung ist eine Ausbildung eines solchen Brenners, die eine weitestgehend schadstoffarme Verbren­nung eines optimal durchmischten Brennstoff-Luft-Ge­misches ermöglicht und allein schon durch die Beschaffen­heit des Materiales der die Gemischaustrittsöffnungen bildenden Brennerkammerwandung deren Überhitzung und da­mit einer dadurch verursachten Erhöhung des Schadstoffan­teiles in den Abgasen wirksam vorbeugt.

    [0003] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Platte einen Rahmen aufweist, welcher als Behälter einer Schüttung eines keramischen stückigen Materials, zum Beispiel eines Korngranulates, ausgebildet ist.

    [0004] Nach der erfindungsgemäßen Lösung bedarf also die von Gemischaustrittsöffnungen durchsetzte Wandung der Bren­nerkammer keiner systematischen Perforation, sondern die Gemischaustrittsöffnungen ergeben sich in den optimalen Abmessungen und der optimalen Dichte allein durch die Wahl und Zusammensetzung des die Wandung bildenden Mate­riales. Zahlreiche damit im Zusammenhang stehende Erfin­dungsmerkmale sind nachstehend anhand in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen­standes erläutert.

    [0005] In diesen Zeichnungen zeigt

    Figur 1 das Schema eines Gasbrenners mit der Mischkammer in einem Axialschnitt und

    Figur 2 zeigt eine Brennerplatte, die aus einer Schüttung eines keramischen Materials gebildet ist.



    [0006] Gemäß Figur 1 wird die Brennkammer 1 durch eine Brenner­platte 2 begrenzt, die Austrittsöffnungen für ein Brenn­stoff-Luft-Gemisch bildet, das der Brennerkammer 1 durch eine gasdurchlässige, in der Strömungsrichtung vorgeord­nete Wandung 3 aus der Mischkammer 4 zuströmt.

    [0007] Die gasdurchlässige Wandung 3 kann im Rahmen der Erfin­dung beispielsweise aus einem Lochblech, einem Gitter oder aus einem sonstigen, Perforationen, Maschen oder dergleichen Ausnehmungen aufweisenden Gebilde bestehen. Diese Wandung 3 dient zunächst - bei der Ausführungsform nach Figur 1 in ihrem Abstand von der Brennerplatte 2 - bloß einer gleichmäßigen Verteilung des Gemisches über die Fläche der Brennerplatte 2.

    [0008] Die Brennerplatte 2 wird bei diesem Ausführungsbeispiel durch eine Umrahmung aus feuerfestem Filz 5 mit Spiel in einer Ausnehmung des Brennergehäuses 6 gehalten, um bei temperaturbedingten Formänderungen keine inneren Span­nungen auftreten zu lassen.

    [0009] Die Brennerplatte 2 ist im Rahmen der Erfindung gemäß Figur 2 von einer Schüttung eines keramischen Materials, zum Beispiel eines Granulates, gebildet, das gasdurchläs­sig ist und von einem als Trägerwandung 3 ausgebildeten Behälter formfest gehalten wird. In diesem Fall empfiehlt es sich, eine solche Schüttung an ihrer Außenseite mit einem gasdurchlässigen und feuerfesten Vlies, Gitter, Netz, Gewebe oder dergleichen abzudecken und in Form zu halten.

    [0010] Für die Zusammensetzung und Gestaltung der von den Gemischaustrittsöffnungen durchsetzten Brennerplatte 2 selbst sowie der sie stützenden und stabilisierenden vor­geordneten Trägerwandung 3 stehen im Rahmen der Erfindung noch überaus zahlreiche und mannigfaltige Möglichkeiten offen.

    [0011] Beispielsweise kann die gasdurchlässige vorgeordnete Trägerwandung 3 aus einem keramischen Werkstoff, aus Stahlwolle oder keramischer Wolle, Fasern, Fäden oder dergleichen bestehen.

    [0012] Ferner könnte die vorgeordnete, gasdurchlässige Wandung aus einem Wolframvlies, Wolframfäden oder -wolle oder einer Kombination aus Wolframvlies, Wolframwolle oder -fäden mit Stahlvlies, Stahlwolle oder keramischen Werkstoffen bestehen.


    Ansprüche

    1. Vormischgasbrenner, insbesondere Gebläsebrenner, mit einer Gaß- und einer Luftzuführung, die bei­de in einer Mischkammer münden, die von einer Brennerplatte aus porösem keramischen Material abgeschlossen ist, die vom Gas-Luft-Gemisch und der Flammenbildung durchdrungen ist, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Platte einen Rahmen auf­weist, welcher als Behälter einer Schüttung eines keramischen stückigen Materials, zum Bei­spiel eines Korngranulates, ausgebildet ist.
     
    2. Vormischgasbrenner nach Anspruch 1, dadurch ge­kennzeichnet, daß der Behälter aus einem gas­durchlässigen Vlies, Gitter, Netz, Gewebe oder dergleichen besteht.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht