[0001] Die Erfindung betrifft eine Drucktasteneinrichtung mit einem Tastenkopf, der zur
Betätigung eines elektrischen Schaltkontakts aus einer Betriebsstellung in eine Schaltstellung
niederdrückbar ist, und mit einem diesem zugeordneten Führungskörper an einer den
Schaltkontakt tragenden Anordnung, wobei zwischen dem Tastenkopf und dem Führungskörper
ein Führungsglied, wie beispielsweise Schere oder Bügel, angeordnet ist, das in der
Betriebsstellung und in der Schaltstellung mit seinem einen ersten Anschlagbereich
in Eingriffsschlitze des Führungskörpers und mit seinem anderen, zweiten Anschlagbereich
in Aufnahmen des Tastenkopfs eingreift.
[0002] Solche Drucktasteneinrichtungen sind bereits bekannt (DE-OS 33 29 698); dort ist
das Führungsglied von einer Doppelschere gebildet. Dadurch ist auch bei vergleichsweise
großen Tastenköpfen eine sichere Parallelführung des Tastenkopfes gegenüber dem Führungskörper
erreicht. Eine solche Parallelführung gewährleistet, daß unabhängig davon, an welcher
Stelle der Tastenkopf niedergedrückt wird, der gewünschte Schaltvorgang ausgelöst
wird, ohne daß ein Verkanten oder Verklemmen des Tastenkopfes dies behindert.
[0003] Es sind weiterhin Drucktasteneinrichtungen bekannt, bei denen als Führungsglied ein
Bügel vorgesehen ist. Ein derartiges Führungsglied wird meist bei sehr langen Tastenköpfen
verwendet.
[0004] Bei den bekannten Drucktasteneinrichtungen ist die Montage des das Führungsglied
tragenden Tastenkopfes an den Führungskörper umständlich. Denn das bewegliche Führungsglied
muß vom Rand in die Eingriffsschlitze des Führungskörpers eingeführt werden, wobei
gleichzeitig der Tastenkopf in einer ausgerichteten Lage gehalten werden muß.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Drucktasteneinrichtung der eingangs genannten
Art so zu verbessern, daß sich der Tastenkopf mit dem Führungsglied auf einfache Weise
und ohne Beeinträchtigung benachbarter Einrichtungen an dem Führungskörper montieren
und demontieren läßt. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der
Drucktasteneinrichtung eine Rasteinrichtung ausgebildet ist, die das Führungsglied
in einer Raststellung hält, daß in der Raststellung bei auf den Führungskörper aufgesetztem
Tastenkopf der erste Anschlagbereich des Führungsgliedes vor Öffnungen der Eingriffsschlitze
liegt und daß durch Niederdrücken des Tastenkopfes auf den Führungskörper das Führungsglied
aus der Raststellung in die Betriebsstellung übergeht, wobei der erste Anschlagbereich
in die Eingriffsschlitze gelangt.
[0006] Dadurch braucht hier vorteilhafterweise bei der Montage des Tastenkopfes am Führungskörper
nicht manipuliert zu werden; außerdem sind hier keine besonderen Montagevorrichtungen
nötig. Da die Montage in Betätigungsrichtung des Tastenkopfes von oben erfolgt, ist
sie hier auch dann durchführbar, wenn in der Umgebung des Tastenkopfes bereits andere
Tastenköpfe montiert sind.
[0007] Günstig ist auch, daß sich im Bedarfsfalle der Tastenkopf mit dem Führungsglied nach
oben abziehen läßt. Dadurch ist nachträglich die Stellung des Tastenkopfes gegenüber
dem Führungskörper, z.B. durch Versetzen oder Verdrehen des Tastenkopfes, veränderbar.
Dies ist dann von Vorteil, wenn mit dem Tastenkopf wahlweise einer von mehreren, in
dem Führungskörper vorgesehenen, oder von im Raster liegenden, benachbarten Schaltkontakten
betätigbar ist.
[0008] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Drucktasteneinrichtung in Raststellung im Schnitt,
Figur 2 die Drucktasteneinrichtung in der Betriebsstellung im Schnitt,
Figur 3 eine Alternative zur Gestaltung des Tastenkopfes nach Figur 1,
Figur 4 eine weitere Alternative zur Gestaltung des Tastenkopfes nach Figur 1,
Figur 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Drucktasteneinrichtung mit einem Bügel
im Schnitt,
Figur 6 eine Aufsicht der Drucktasteneinrichtung nach Figur 5 im Schnitt,
Figur 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Drucktasteneinrichtung mit einem Bügel
und
Figur 8 eine Aufsicht auf die Drucktasteneinrichtung nach Figur 7 im Schnitt.
[0009] Eine Drucktasteneinrichtung weist einen Tastenkopf (1) auf. An diesem ist ein zylindrischer
Tastenstößel (2) ausgebildet. Dem Tastenkopf (1) ist ein Führungskörper (3) zugeordnet,
der aus gleichen symmetrisch gestalteten Führungskörperteilen (3′, 3˝ ) zusammengesetzt
ist. Am Führungskörper (3) ist eine Führungshülse (4) für den Tastenstößel (2) ausgebildet.
Der Führungskörper (3) ist an einer Platte (5) befestigt, an der eine Schaltfolie
(6) angeordnet ist. Ein Schaltdom (7) der Schaltfolie (6) liegt im Grund der Führungshülse
(4).
[0010] Zwischen dem Tastenkopf (1) und dem Führungskörper (3) ist als Führungsglied eine
Schere (8) vorgesehen, die zwei Arme (9,10) aufweist. An den beiden Enden jedes Arms
(9, 10) ist ein Zapfen (11 bis 14) ausgebildet.
[0011] Beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 bis 3 ist am Tastenkopf (1) eine Aufnahme
(15) vorgesehen, in der eine Lagerschale (16) für den Zapfen (12) ausgeformt ist.
Der Zapfen (12) ist damit in der Aufnahme (15) drehbar, jedoch unverschieblich gelagert.
[0012] Am Tastenkopf (1) ist weiterhin eine Aufnahme (17) für den Zapfen (14) des Armes
(10) vorgesehen. In der Aufnahme (17) ist ein Rastnocken (18) ausgeformt. Dieser bildet
einerseits eine Anschlagfläche (19) und andererseits eine Anschlagfläche (20) für
den Zapfen (14) (vgl. Figuren 1 bis 4).
[0013] Bei der Ausführung nach Figur 1 ist im Bereich der Gelenkstelle (21) der Schere (8)
ein Anschlag (22) ausgebildet. Dieser verhindert, daß die Arme (9, 10) in Richtung
der Pfeile (A) weiter aufeinander zubewegt werden können, als dies in Figur 1 dargestellt
ist.
[0014] Bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 3 und 4 ist anstelle des Anschlags
(22) bei der Aufnahme (17) eine weitere Anschlagfläche (23) vorgesehen.
[0015] Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 4 ist in der Aufnahme (15) anstelle der Lagerschale
(16) ein Rastnocken (18) mit Anschlagflächen (19, 20) und eine Anschlagfläche (23)
vorgesehen. Die Gestaltung der Aufnahme (15) entspricht also der Gestaltung der Aufnahme
(17).
[0016] An dem Führungskörper (3) sind für die Zapfen (11, 13) Eingriffsschlitze (24, 25)
ausgebildet, die einseitig Öffnungen (26, 27) aufweisen.
[0017] Die Funktionsweise der beschriebenen Einrichtung ist etwa folgende:
[0018] Vor der Montage des Tastenkopfes (1) an dem Führungskörper (3) wird die Schere (8)
am Tastenkopf (1) in eine Raststellung gebracht. In der Raststellung ist der Arm
(10) und damit auch der Arm (9) blockiert. Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 1 ist
dies dadurch erreicht, daß der Zapfen (14) an der Anschlagfläche (19) des Rastnockens
(18) anliegt und die Arme (9, 10) am Anschlag (22) aneinander anstehen. Beim Ausführungsbeispiel
nach Figur 3 ist dies dadurch erreicht, daß der Zapfen (14) zwischen der Anschlagfläche
(19) und der Anschlagfläche (23) gehalten ist. Beim Ausführungsbeispiel nach Figur
4 ist dies dadurch erreicht, daß auch der Zapfen (12) in der Aufnahme (15) zwischen
der Anschlagfläche (19) und der Anschlagfläche (23) gehalten ist.
[0019] Der Tastenkopf (1) wird dann mit der Schere (8) in Raststellung ausgerichtet auf
den Führungskörper (3) gesetzt. Dabei greift der Tastenstößel (2) in die jeweilige
Führungshülse (4). Die Zapfen (11,13) liegen bei den Öffnungen (26, 27) der Eingriffsschlitze
(24,25) und stehen dann auf dem Grund der Eingriffsschlitze (24, 25) auf.
[0020] Anschließend wird dann in Richtung des Pfeiles (B) auf den Tastenkopf (1) gedrückt.
Der Zapfen (14) schnappt dadurch über die Anschlagfläche (19) des Rastnockens (18)
in die Aufnahme (17). Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 4 schnappt auch der Zapfen
(12) über die Anschlagfläche (19) des Rastnockens (18) der Aufnahme (15). Die Zapfen
(11, 13) gelangen in die Eingriffsschlitze (24, 25). Der Tastenkopf (1) steht jetzt
in seiner Betriebsstellung (vgl. Figur 2). Aus der Betriebsstellung ist der Tastenkopf
(1) durch weiteres Drücken in Richtung des Pfeiles (B) in seine Schaltstellung zu
bringen, in der der Tastenstößel (2) den Schaltdom (7) so niederdrückt, daß in ihm
angeordnete elektrische Kontakte geschlossen sind. Bei der Bewegung des Tastenkopfes
(1) zwischen der Betriebstellung und der Schaltstellung verschieben sich die Zapfen
(11, 13) in den Eingriffsschlitzen (24 bzw. 25) in Richtung der Pfeile (C). Der Zapfen
(14) verschiebt sich entsprechend in der Aufnahme (17). Beim Ausführungsbeispiel nach
Figur 4 verschiebt sich entsprechend auch der Zapfen (12) in der Aufnahme (15).
[0021] Die Rückstellung des Tastenkopfes (1) aus der Schaltstellung in die Betriebsstellung
erfolgt durch die Federelastizität des Schaltdomes (7). Die Rückbewegung in die Betriebsstellung
ist durch das Anschlagen des Zapfens (14) an der Anschlagfläche (20) des Rastnockens
(18) begrenzt.
[0022] Soll der Tastenkopf (1) demontiert werden, dann wird er entgegen der Richtung des
Pfeiles (B) hochgezogen. Dabei rastet der Zapfen (14) über die Anschlagfläche (20),
so daß er wieder in die in Figur 1 dargestellte Lage gerät. In dieser Stellung liegen
die Zapfen (11, 13) in den Öffnungen (26, 27), so daß sich der Tastenkopf (1) mit
der Schere (8) von dem Führungskörper (3) abnehmen läßt. Die Schere (8) kann dabei
von selbst in die Raststellung gelangen.
[0023] Der Tastenkopf (1) mit der Schere (8) kann dann gegen den Führungskörper (3) so
gedreht werden, daß der Schaltstößel (2) in die Führungshülse (4′) des Führungskörperteils
(3′) greift und dementsprechend einem anderen Schaltdom zugeordnet ist.
[0024] Bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 5 bis 8 ist das Führungsglied von
einem Bügel (28) gebildet.
[0025] Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 5 und 6 weist der Bügel (28) Zapfen (12, 12′)
auf, die in Aufnahmen (15) des Tastenkopfes (1) drehbar gelagert sind. An Schenkeln
(29, 29′) des Bügels (28) sind Höcker (30,30′) ausgebildet, denen Vertiefungen (31,
31′) des Tastenkopfes (1) zugeordnet sind. Die Schenkel (29, 29′) sind weiterhin
mit Zapfen (11, 11′) versehen. Für die Zapfen (11, 11′) sind an den Führungskörper
(3) Eingriffsschlitze (24, 24′) ausgebildet.
[0026] In der Raststellung greifen die Höcker (30, 30′) in die Vertiefungen (31, 31′). Wird
der Tastenkopf (1) auf den Führungskörper (3) aufgesetzt, dann liegen in der Raststellung
des Bügels (28) die Zapfen (11, 11′) vor den Eingriffsschlitzen (24, 24′).
[0027] Beim Niederdrücken des Tastenkopfes (1) lösen sich die Höcker (30, 30′) aus den Vertiefungen
(31, 31′) und die Zapfen (11, 11′) gelangen in die Eingriffsschlitze (24, 24′). Der
Tastenkopf (1) ist dann zwischen seiner Betriebsstellung und seiner Schaltstellung
beweglich. Die Höcker (30, 30′) sind dabei in Freiräumen (32, 32′) frei verschieblich.
Die Vertiefung (31, 31′) bildet die Anschlagflächen (19, 20, 23) für den Höcker (30).
In der Raststellung liegt der Höcker (30) zwischen den Anschlagflächen (19, 23).
Beim Zurückgehen des Tastenkopfes (1) aus der Schaltstellung trifft der Höcker (30)
auf die Anschlagfläche (20). Entsprechendes gilt für den Höcker (30′).
[0028] Beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 7 und 8 ist der Bügel (28) ein Drahtbügel.
Seine Enden bilden die Zapfen (11, 11′). Der Bügel (28) weist Schenkelabschnitte (32,
32′) auf, denen rillenförmige Vertiefungen (31, 31′) des Tastenkopfes (1) zugeordnet
sind. In der Raststellung sind die Schenkelabschnitte (32, 32′) in die Vertiefungen
(31, 31′) eingerastet, die die genannten Anschlagflächen bilden. Die Funktionsweise
entspricht dem oben Beschriebenen.
Bezugszeichenliste 07/87 Pt. + GM
[0029]
1 Tastenkopf
2 Tastenstößel
3 Führungskörper
4 Führungshülse
5 Platte
6 Schaltfolie
7 Schaltdom
8 Schere
9 (Scheren-)Arm
10 (Scheren-)Arm
11 Zapfen
12 Zapfen
13 Zapfen
14 Zapfen
15 Aufnahme
16 Lagerschale
17 Aufnahme
18 Rastnocken
19 Anschlagfläche
20 Anschlagfläche
21 Gelenkstelle
22 Anschlag
23 Anschlagfläche
24 Eingriffsschlitz
25 Eingriffsschlitz
26 Öffnung
27 Öffnung
28 Bügel
29 Schenkel
30 Höcker
31 Vertiefung
32 Freiraum
A Bewegungsrichtung
B Druckrichtung
C Verschieberichtung
1. Drucktasteneinrichtung mit einem Tastenkopf, der zur Betätigung eines elektrischen
Schaltkontakts aus einer Betriebsstellung in eine Schaltstellung niederdrückbar ist
und mit einem diesem zugeordneten Führungskörper an einer den Schaltkontakt tragenden
Anordnung, wobei zwischen dem Tastenkopf und dem Führungskörper ein Führungsglied,
wie beispielsweise Schere oder Bügel, angeordnet ist, das in der Betriebsstellung
und in der Schaltstellung mit seinem einen, ersten Anschlagbereich in Eingriffsschlitze
des Führungskörpers und mit seinem anderen, zweiten Anschlagbereich in Aufnahmen des
Tastenkopfs eingreift,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Drucktasteneinrichtung eine Rasteinrichtung (18, 31) ausgebildet ist,
die das Führungsglied (8, 28) in einer Raststellung hält, daß in der Raststellung
bei auf den Führungskörper (3) aufgesetztem Tastenkopf (1) der erste Anschlagbereich
(11, 13) des Führungsgliedes (8, 28) vor Öffnungen (26, 27) der Eingriffschlitze
(24, 24′, 25) liegt und daß durch Niederdrücken des Tastenkopfes (1) auf den Führungskörper
(3) das Führungsglied (8, 28) aus der Raststellung in die Betriebsstellung übergeht,
wobei der erste Anschlagbereich (11, 13) in die Eingriffsschlitze (24, 24′, 25) gelangt.
2. Drucktasteneinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasteinrichtung (18, 31) am Tastenkopf (1) ausgebildet ist.
3. Drucktasteneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasteinrichtung (18, 31) eine weitere Anschlagfläche (20) aufweist, die bei
einer Tastenbetätigung verhindert, daß das Führungsglied (8, 28) von der Betriebsstellung
in die Raststellung übergeht.
4. Drucktasteneinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasteinrichtung (18, 31) einen Rastnocken mit einer Anschlagfläche (19) und
eine weitere Anschlagfläche (22, 23) aufweist.
5. Drucktasteneinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere Anschlagfläche (22) an einem Arm (9) der Schere (8) ausgebildet ist.
6. Drucktasteneinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere Anschlagfläche (23) an der Aufnahme (17) des Tastenkopfes (1) ausgebildet
ist.
7. Drucktasteneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasteinrichtung (18, 31) von einer Vertiefung für einen Schenkel (29) des
Bügels (28) gebildet ist.
8. Drucktasteneinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Schenkel (29) ein der Vertiefung zugeordneter Höcker (30) vorgesehen ist.
9. Drucktasteneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Zapfen (12) eines Armes (9) der Schere (8) in seiner Aufnahme (15) nur drehbar
und ein Zapfen (14) des anderen Armes (10) in seiner Aufnahme (17) verschieblich ist.