(19)
(11) EP 0 295 571 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.12.1988  Patentblatt  1988/51

(21) Anmeldenummer: 88109174.8

(22) Anmeldetag:  09.06.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B65D 5/54, B65D 5/72
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 15.06.1987 DE 8708423 U

(71) Anmelder: Melitta Haushaltsprodukte GmbH & Co. Kommanditgesellschaft
D-32371 Minden (DE)

(72) Erfinder:
  • Zulauf, Wolfgang
    D-4950 Minden (DE)
  • Huflage, Bernhard
    D-4950 Minden (DE)

(74) Vertreter: Stracke, Alexander, Dipl.-Ing. et al
Jöllenbecker Strasse 164
33613 Bielefeld
33613 Bielefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Quaderförmiger Verkaufskarton


    (57) Es soll ein quaderförmiger Verkaufskarton geschaffen wer­den, der rasch und leicht zu öffnen ist und außerdem im geöffneten Zustand ein Auszeichnen der Ware ermöglicht, ebenfalls soll im geöffneten Zustand ein leichtes Entneh­men der Ware möglich sein.
    Dies wird dadurch erreicht, daß der Deckel (12) über einen umlaufenden Aufreißstreifen (13) mit den Wandungen des Verkaufskartons verbunden ist und daß eine Seitenwand (14) in einem Abstand zum Boden (15) sowie in einem Abstand zur Vorder- und Rückwand (16, 17) mit Perforationslinien (18) zum Abreißen des größten Teiles der Seitenwand (14) versehen ist und daß die Vorderwand (16) eine vom Aufreiß­streifen (13) bis in Bodennähe verlaufende Entnahmeöff­nung (20) aufweist.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Neuerung bezieht sich auf einen quader­förmigen Verkaufskarton für einzeln verpackte Waren.

    [0002] Viele einzeln verpackte Waren werden heute zu größeren Verkaufseinheiten zusammengefaßt in einem quaderförmigen Verkaufskarton in den Handel gebracht.

    [0003] Insbesondere in Selbstbedienungsgeschäften wird die einzeln verpackte Ware nun nicht mehr aus dem Verkaufs­karton herausgenommen, sondern der Verkaufskarton wird geöffnet, die Ware wird hinsichtlich ihres Preises aus­gezeichnet und dann von den Kunden direkt aus dem Ver­kaufskarton entnommen.

    [0004] Ist ein Verkaufskarton vollständig entleert, wird der Verkaufskarton aus dem Regal entfernt und durch einen neuen, gefüllten Verkaufskarton ersetzt.

    [0005] Der vorliegenden Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verkaufskarton der gattungsgemäßen Art zu schaf­fen, der äußerst rasch und leicht zu öffnen ist, der außerdem in geöffneten Zustand ein Auszeichnen der Ware ermöglicht und, ebenfalls im geöffneten Zustand, ein leichtes Entnehmen der Ware zuläßt.

    [0006] Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß der Deckel über einen unlaufenden Aufreißstreifen mit den Wandungen des Verkaufskartons verbunden ist, daß eine Seitenwand in einem Abstand zum Boden sowie in einem Abstand zur Vorder- und Rückwand mit Perfo­rationslinien zum Abreißen des größten Teiles der Seitenwand versehen ist und daß die vorderwand eine vom Aufreißstreifen bis in Bodennähe verlaufende Ent­nahmeöffnung aufweist.

    [0007] Ein derartiger Verkaufskarton ist insbesondere für Selbstbedienungsläden äußerst praxisgerecht, da durch den Aufreißstreifen einerseits und die Perforations­linien andererseits der Verkaufskarton rasch und problemlos geöffnet werden kann und andererseits die großflächige Freigabe einer Seitenwand das Auszeich­nen der Ware ermöglicht, ohne diese vorher aus dem Verkaufskarton herausnehmen zu müssen.

    [0008] Durch die Entnahmeöffnung kann jeder Kunde auch bei mehreren, eng zusammenstehenden Verkaufskartons die­ser Art die von ihm gewünschte Ware leicht und problem­los entnehmen.

    [0009] Weitere Merkmale der Neuerung sind Gegenstand von Un­teransprüchen.

    [0010] In den beigefügten Zeichnungen sind Ausführungsbei­spiele der Neuerung dargestellt, die im folgenden näher beschrieben werden.

    [0011] Es zeigen:

    Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines neuerungsgemäßen Verkaufskartons,

    Fig. 2 einen flachliegenden Zuschnitt für einen Verkaufskarton nach einem weiteren Ausfüh­rungsbeispiel der Neuerung.



    [0012] Der in Fig. 1 gezeigte und insgesamt mit dem Bezugs­zeichen 10 versehene Verkaufskarton ist in bekannter Weise quaderförmig ausgebildet und nimmt eine Viel­zahl von einzeln verpackten Waren auf.

    [0013] Als Beispiel für derartige einzeln verpackte Waren sei hier nur beispielsweise auf Gefrier-Beutel, Aluminium-Folien, Haushalts-Folien od.dgl. hinge­wiesen.

    [0014] Derartige Waren werden selbstverständlich wieder in separaten Packungen 11 zum Verkauf angeboten.

    [0015] Wie Fig. 1 deutlich macht, ist der gesamte Deckel 12 des Verkaufskartons 10 durch einen umlaufenden Auf­reißstreifen 13 mit den Wandungen des Verkaufskartons im übrigen verbunden.

    [0016] Dieser umlaufende Aufreißstreifen 13 gestattet das problemlose Entfernen des kompletten Deckels 12 und somit die Öffnung des Verkaufskartons 10 zu seiner Oberseite hin.

    [0017] Eine Seitenwand 14 des Verkaufskartons 10 ist in einem Abstand zum Boden 15 sowie in einem Abstand zur Vorderwand 16 bzw. zur Rückwand 17 mit Perfo­rationslinien 18 versehen, welche sich in Richtung des Deckels 12 bis zum Aufreißstreifen 13 hin er­strecken.

    [0018] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 sind im unte­ren Eckbereich der Perforationslinien 18 Fingeröff­nungen 19 vorgesehen, welche das Herausreißen des größten Teiles der besagten Seitenwand 14 ermög­lichen.

    [0019] Die Vorderwand 16 ist mit einer Entnahmeöffnung 20 versehen, welche sich von dem Aufreißstreifen 13 bis in Bodennähe erstreckt.

    [0020] Nach dem Entfernen des Dickels 12 sowie nach dem Ent­fernen des größten Teiles der mit den Perforations­linien 18 versehenen Seitenwand 14 können die Packun­gen 11 vomBereich der geöffneten Seitenwand 14 aus problemlos ausgezeichnet werden, ohne die einzelnen Packungen 11 aus dem Verkaufskarton 10 herausnehmen zu müssen.

    [0021] Die vom Personal eines Selbstbedienungsladens auszu­führenden Arbeiten sind also auf ein Minimum beschränkt und rasch und problemlos durchführbar.

    [0022] in Fig. 2 ist eine flachliegender Zuschnitt für einen Verkaufskarton 10 nach einem weiteren Ausführungs­beispiel dargestellt.

    [0023] Es ist deutlich erkennbar, daß die beim aufgestellten Ver­kaufskarton 10 den Deckel 12 bildenden Laschen 21, 22, 23 und 24 über einen Aufreißstreifen 13 mit den beiden Sei­tenwänden 14 sowie mit der Vorderwand 16 und der Rück­wand 17 verbunden sind, so daß auch hier beim aufgestell­ten Verkaufskarton der gesamte Deckel durch Entfernen des Aufreißstreifens 13 innerhalb kürzester Zeit vom übrigen Verkaufskarton 10 getrennt werden kann.

    [0024] Die das Bezugszeichen 14 tragende zwischen der Vorder­wand 16 und der Rückwand 17 liegende Seitenwand ist wiede­rum mit Perforationslinien 18 versehen, die sich bis zum Aufreißstreifen 13 hin erstrecken.

    [0025] In Abwandlung gegenüber dem in Fig. 1 gezeigten Ausfüh­rungsbeispiel sind in allen vier Eckbereichen der Per­forationslinien 18 Fingeröffnungen 19 vorgesehen, die ein leichtes Entfernen des größten Teiles der zwischen der Vorderwand 16 und der Rückwand 17 liegenden Seitenwand 14 auch dann ermöglichen, wenn der Aufreißstreifen 13 noch nicht gelöst worden ist.

    [0026] Die Vorderwand 16 ist wiederum mit einer vom Aufreiß­streifen 13 bis in Bodennähe verlaufenden Entnahmeöff­nung 20 versehen.

    [0027] Der Boden 15 des Verkaufskartons gemäß Zuschnitt nach Fig. 2 wird gebildet durch die Laschen 25, 26, 27 und 28.

    [0028] Der Aufreißstreifen 13 wird in der einschlägigen Branche und in der Fachliteratur auch als Rumpfaufreißband be­zeichnet.

    Bezugszeichenliste



    [0029] 

    10 Verkaufskarton

    11 Packung

    12 Deckel

    13 Aufreißstreifen

    14 Seitenwand

    15 Boden

    16 Vorderwand

    17 Rückwand

    18 Perforationslinien

    19 Fingeröffnung

    20 Entnahmeöffnung

    21 Laschen

    22 Laschen

    23 Laschen

    24 Laschen

    25 Laschen

    26 Laschen

    27 Laschen

    28 Laschen




    Ansprüche

    1. Quaderförmiger Verkaufskarton für einzeln verpackte Waren, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (12) über einen umlaufenden Aufreiß­streifen (13) mit den Wandungen des Verkaufskartons verbunden ist, daß eine Seitenwand (14) in einem Abstand zum Boden (15) sowie in einem Abstand zur Vorder- und Rückwand (16, 17) mit Perforationslinien (18) zum Abreißen des größten Teiles der Seitenwand (14) versehen ist und daß die Vorderwand (16) eine vom Aufreißstreifen (13) bis in Bodennähe verlaufen­de Entnahmeöffnung (20) aufweist.
     
    2. Verkaufskarton nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­net, daß die nach oben velaufenden Perforations­linien (18) in den Aufreißstreifen (13) einmünden.
     
    3. Verkaufskarton nach Anspurch 1 oder 2, dadurch ge­kennzeichnet, daß im unterun und/oder im oberen Eck­bereich der Perforationslinien (18) Fingeröffnungen (19) in die Seitenwand (14) eingestanzt sind.
     
    4. Verkaufskarton nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verkaufs­karton (10) aus einem einstückigen Zuschnitt herge­stellt ist.
     




    Zeichnung