(19)
(11) EP 0 295 577 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.12.1988  Patentblatt  1988/51

(21) Anmeldenummer: 88109235.7

(22) Anmeldetag:  10.06.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4A63B 49/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 19.06.1987 DE 3720452
26.08.1987 DE 3728409
13.10.1987 DE 3734610

(71) Anmelder: Schullan, Maximilian
D-89231 Neu-Ulm (DE)

(72) Erfinder:
  • Schullan, Maximilian
    D-89231 Neu-Ulm (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Griffstabilisatoren für Ballschläger


    (57) Zur Erhöhung der Haltefähigkeit (Greiffähigkeit) der Schlaghand am Schlägergriff beim Schlagen des Balles wird im unteren Bereich des Schlägergriffs der Stabilisator mit dem für den jeweiligen Spieler erforderlichen Abstand zum Schlägergriffende angebracht.
    Durch den schräg über mehrere Griffflächen laufenden, konkave und konvexe Flächen aufweisenden Griffkanal (1), können Zug- und Druck-­kraft des beim Schlagen des Balles besonders beanspruchten Zeige­fingers und Daumens durch Einlegen bzw. Einführen derselben in den Griffkanal (1) optimal umgesetzt und dadurch die Haltefähigkeit der Schlaghand erhöht werden.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die es dem Spieler erleichtert, beim Schlagen des Balles z.B. beim Tennis, das Halten des Schlägers zu verbessern.

    [0002] Der Stand der Technik in der Praxis sieht so aus, daß es für den beim Schlagen des Balles besonders beanspruchten Zeigefinger bzw. Daumen keine Vorrichtung gibt.

    [0003] Die im Patentbereich vorhandenen Vorrichtungen konnten sich offen­sichtlich wegen konstruktiven Mängeln (z.B. Griffstabilisatoren für die einzelnen Finger) nicht durchsetzen. Aufgabe der Erfindung war es daher eine Vorrichtung (Stabilisator) zu schaffen, der diese Nach­teile behebt und ihre Verwendung den Erfordernissen der Spielpraxis Rechnung trägt.

    [0004] Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß der Stabi­lisator einen bogenförmigen schräg über mehrere Griffflächen laufen­den Griffkanal mit konkaven und konvexen Flächen aufweist, dadurch eine bessere, größere Halte- und Gegendruckfläche schafft, die durch Zeigefinger und Daumen je nach Spielerfordernis (Vor-, Rückhand oder Aufschlag) beansprucht werden kann. Der Spieler braucht lediglich Zei­gefinger oder Daumen in den Griffkanal zu legen oder während des Spie­les durch Drehen der Schlaghand hineinzuführen.

    [0005] Es ist beabsichtigt den Stabilisator auch nur für die einzelnen Griffe (Vorhand, Rückhand, Aufschlag) herzustellen.

    [0006] Damit der Stabilisator je nach den persönlichen Bedürfnissen des Spie­lers am Schlägergriff ohne Rücksicht auf die unterschiedliche Breite der Schlägergriffflächen angebracht werden kann, ist weiter beabsich­tigt, den Stabilisator mit minim breiten, bodentiefen Einschnitten in Längsrichtung herzustellen, um dadurch eine erhebliche Flexibilität seiner Bodenfläche in Querrichtung zu erreichen.


    Ansprüche

    1. Griffstabilsator für Ballschläger dadurch gekenn­zeichnet, daß er einen für Zeigefinger und Daumen bestimmten schräg über mehrere Griffflächen laufen­den bogenförmigen Griffkanal (1) mit konkaven (2) und konvexen (3) Flächen aufweist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die dem Griffende nähere, höhergezogene im oberen Bereich konvexe Flächen aufweisende Kanalwand, in einen flachen wulstigen Rand (4) mit schräg abfallender elypse­ähnlicher Querschnittsfläche (5) übergeht.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1-2 dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Bodenfläche schlägergriffgleiches Profil aufweist und sie nach den persönlichen Erfordernissen des Spielers am Schlägergriff anbringbar ist.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1-3 dadurch gekennzeichnet, daß sie in einer weiteren Ausfertigung in Längsrichtung minim breite, bodentiefe Einschnitte aufweist.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1-4 dadurch gekennzeichnet, daß die höher gezogene Kanalwand zur Daumenseite hin ansteigende Höhe aufweist.
     
    6. Vorrichtung nach Anspruch 1-5 dadurch gekennzeichnet, daß die in Nr. 2 genannten konkaven Wölbungen vom mitt­leren Bereich an zur obersten Randzone Richtung Schlä­gergriffende leicht konvex verlaufen und in einer elypse­ähnlich geformten Randung enden.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 1-6 dadurch gekennzeichnet, daß die in Anspruch 1 genannten Schräge eine Neigung von ca. 20 - 23 ° Grad aufweist.
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 1-7 dadurch gekenn­zeichnet, daß in einer weiteren Ausführung die rinnengleiche Halte- und Druckfläche (= Griff­kanal) gleichschenklig in ovaler Form mit einer Rundung in Richtung Schlägerkopf und die elypse­ähnliche Randung nach Anspruch 2 vom Schenkel­ende zu Schenkelende geradlinig verläuft.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 1-8 dadurch gekenn­zeichnet, daß die Schräge des Griffkanals nach Anspruch 1 ca. 18 °- 23 ° zur Querrichtung des Griffes aufweist, wobei der Zeigefingerseiten­bereich den oberen Teil der Schräge bildet.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 1-9 dadurch gekenn­zeichnet, daß der wulstige Rand nach Anspruch 2 in der Mitte je nach Ausfertigung eine praktikable Höhe bis zu ca. 15 mm oder mehr aufweist.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 1-10 dadurch gekenn­zeichnet, daß je nach Ausführung die hochgezogene Kanalwand, insbesondere der Wulstrand, vor der seitlichen Begrenzung zur Daumenseite in die Bodenfläche mündet.
     
    12. Vorrichtung nach Anspruch 1-11 dadurch gekenn­zeichnet, daß in einer weiteren Ausfertigung die gesamte Auflagefläche einen Krümmungsradius von höchstens der üblichen Grifform des Schlägers aufweist.
     
    13. Vorrichtung nach Anspruch 1-12 dadurch gekenn­zeichnet, daß der Krümmungsgrad der hochggezogenen Kanalwand vom Zeigefingerseitenbereich zur Mitte hin ansteigt und von dort zum Daumenseitenbereich wieder abfällt und hier gleich oder geringer als im Zeigefingerseitenbereit ist.
     
    14. Vorrichtung nach Anspruch 1-13 dadurch gekennzeichnet, daß sie je nach Ausfertigung (Breite der Vorrichtung) noch variabler nach den individuellen Erfordernissen am Griff anbringbar ist und die Breite des Griffkanals mindestens Zeigefinger bzw. Daumenbreite aufweist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht