[0001] Die Erfindung betrifft einen Tisch, insbesondere für Bildschirmarbeitsplätze, mit
zumindest einer höhenverstellbaren Tischplatte mit zumindest einem vertikalen Führungsholm,
mit einem Tischgestell mit einer Vertikalführung für den Führungsholm und mit einem
zwischen dem Tischgestell und den höhenverstellbaren Tischelementen angeordneten
Federbein.
[0002] Ein ständiges Problem bei höhenverstellbaren Tischen bereitet die Verstellung der
Tischplatte auf die jeweils gewünschte Höhe. Das gilt insbesondere dann, wenn die
Tischplatte belastet ist, z. B. mit einem Bildschirmgerät, einer Computereinheit,
einer Schreibmaschine od. dgl.. Denn dann ist erheblicher Kraftaufwand für die betreffende
Bedienungsperson erforderlich. Die Arretierung der auf die gewünschte Höhe verstellten
Tischplatte erfolgt mittels einer Feststellbremse. - Um den Kraftaufwand für die Höhenverstellung
zu reduzieren, ist ein höhenverstellbarer Tisch der eingangs beschriebenen Ausführungsform
bekannt, dessen Tischplatte mittels einer Gasfeder gegen das Tischgestell abgestützt
ist. Die Gasfeder ist so dimensioniert, daß ihre Federkraft die maximal zu erwartende
Belastung der Tischplatte geringfügig übersteigt. Darüber hinaus weist die Gasfeder
ein Absperrorgan mit einem Betätigungshebel auf, um den Federkolben und folglich
die Tischplatte nach erfolgter Höhenverstellung in jeder Position arretieren zu
können. Diese bekannte Ausführungsform ist insofern nachteilig, als eine Anpassung
der Gasfeder an unterschiedliche Belastungen der Tischplatte nicht möglich ist.
[0003] Ferner sind in unterschiedlichen Höhenpositionen der Tischplatte unterschiedliche
vertikale Kraftkomponenten in den vertikalen Führungsholmen für die Tischplatte wirksam.
Das gilt insbesondere für die obere und untere Endstellung der Tischplatte. Folglich
läßt sich in keiner Höhenposition der Tischplatte ein Schwebezustand erreichen, vielmehr
muß die betreffende Bedienungsperson im Zuge der Höhenverstellung stets einen kleineren
oder größeren Teil der Tischplattenbelastung durch eigenen Kraftaufwand kompensieren.
Insoweit fehlt die angestrebte Leichtgängigkeit. - Hier setzt die Erfindung ein.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen höhenverstellbaren Tisch, insbesondere
für Bildschirmarbeitsplätze, zu schaffen, dessen Tischplatte sich unabhängig von ihrer
jeweiligen Belastung durch eine extrem leichte Höhenverstellbarkeit auszeichnet.
[0005] Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß das Federbein mit seinem einen Federende
an dem Führungsholm angelenkt ist und mit seinem anderen Federende unter einem vorgegebenen
Anstellwinkel gegen eine Kurvenschiene am Tischgestell abgestützt ist, daß das abgestützte
Federende mittels einer Stellvorrichtung auf der Kurvenschiene verfahrbar und in
an unterschiedliche Belastungen der Tischplatte angepaßten Positionen arretierbar
ist, und daß der Kurvenverlauf der Kurvenschiene so gewählt ist, daß bei jeder Positionierung
des abgestützen Federendes die in dem Führungsholm wirksamen vertikalen Kraftkomponenten
zumindest in beiden Endstellungen der Tischplatte im wesentlichen gleich groß sind.
- Nach Lehre der Erfindung wird gleichsam ein Schwebebeschlag für einen höhenverstellbaren
Tisch verwirklicht, denn die vertikalen Kraftkomponenten sind praktisch auch bei jeder
Positionierung der Tischplatte zwischen ihren beiden Endstellungen im wesentlichen
gleich groß. Nach Einstellung des Federbeines an der Kurvenschiene auf die jeweilige
Belastung der Tischplatte läßt sich die Tischplatte - unterstützt durch das Federbein
- von der betreffenden Bedienungsperson mit minimalen Kraftaufwand in der Höhe verstellen.
Die üblicherweise vorgesehene Feststellbremse dient lediglich dazu, die Tischplatte
in der eingestellten Schwebeposition zu arretieren. Der Kurvenverlauf der Kurvenschiene
hängt von der Tischkonstruktion, dem Anstellwinkel des Federbeines und von seiner
Federkennlinie ab. Die Wahl des Federbeines und folglich der geeigneten Federkennlinie
hängt wiederum von der zu erwartenden maximalen Tischplattenbelastung ab. Die variable
Abstützung des Federbeines gegen die Kurvenschiene ermöglicht gleichsam eine an die
jeweilige Tischplattenbelastung angepaßte Vorspannung des Federbeines. Die Übertragung
der Federkraft auf den Führungsholm erfolgt dann in Abhängigkeit von dem Anstellwinkel
des Federbeines derart, daß tatsächlich die wirksamen vertikalen Kraftkomponenten
bei jeder Höhenstellung der Tischplatte nahezu gleich groß sind. Jedenfalls sind
eventuelle Abweichungen geringer als der Reibungswiderstand in der Führungseinrichtung
für die Tischplatte.
[0006] Die Erfindung betrifft auch einen Tisch, insbesondere für Bildschirmarbeitsplätze,
mit zumindest einer höhenverstellbaren Tischplatte und einem Tischgestell mit Tischsäulen
aus aufstehenden Säulenunterteilen und damit teleskopierenden Säulenoberteilen und
mit die Säulenunterteil verbindender Traverse mit einer Höhenverstellvorrichtung für
die teleskopierenden, die Tischplatte tragenden Säulenoberteile. Bei dieser Tischkonstruktion
wird die gleiche Aufgabe mit praktisch dem gleichen Konstruktionsprinzip dadurch
gelöst, daß die Höhenverstellvorrichtung ein Federbein und ein Treibrad aufweist und
das Federbein mit seinem einen Federende ortsfest angelenkt ist und mit seinem anderen
Federende unter einem vorgegebenen Anstellwinkel gegen eine schwenkbar gelagerte
Kurvenschiene abgestützt ist, daß an der Kurvenschiene ein Verbindungshebel gegenläufig
zu der Wirkrichtung des Federbeins schwenkbar gelagert ist und mittels eines flexiblen,
auf der Welle des Treibrades auf- bzw. abwickelbaren Zugmittels kraftschlüssig an
das Treibrad angeschlossen ist, daß das abgestützen Federene des Federbeins mittels
einer Stellvorrichtung auf der Kurvenschiene verfahrbar und in an unterschiedliche
Belastungen der Tischplatte angepaßten Positionen arretierbar ist, und daß der Kurvenverlauf
der Kurvenschiene so gewählt ist, daß bei jeder Positionierung des abgestützten Federendes
die in den Säulenoberteilen wirksam vertikalen Kraftkomponenten zumindest in beiden
Endstellungen des Tischplatte im wesentlichen gleich groß sind. - Bei dieser Tischkonstruktion
werden die gleichen technischen Wirkungen wie bei der vorbehandelten Ausführungsform
erreicht. Unterschiedlich sind lediglich die Aufhängung des Federbeines und die Federkraftübertragung
auf die Führungseinrichtungen für die Tischplatte unter Zwischenschaltung eines Treibrades.
Das Lösungsprinzip ist jedoch das gleiche.
[0007] Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden aufgeführt. So sieht die
Erfindung vor, daß das Federbein als Gasfeder ausgebildet ist, bei welcher bekanntlich
die Kompressibilität des Gases zur Federung ausgenutzt wird. Vorzugsweise ist die
Kurvenschiene als Doppelschiene ausgebildet und das eine Federende der Gasfeder mittels
beidseitiger Rollen gegen die Doppelschiene abgestützt, um eine möglichst stabile
Abstützung der Gasfeder zu erreichen. Weiter empfiehlt die Erfindung, daß die Stellvorrichtung
für das abgestützte Federende als Spindeltrieb mit Handrad oder Kurbel ausgebildet
und die Spindelmutter für die ortsfest gelagerten Spindel an das abgestützte Federende
angeschlossen ist. Der Spindeltrieb arbeitet mit Selbsthemmung, so daß eine selbständige
Verstellung der Gasfeder gegenüber der Kurvenschiene ausgeschlossen ist, sondern
der Spindeltrieb zugleich für die Arretierung des abgestützten Federendes in der eingestellten
Position Sorge trägt.
[0008] Der Tisch erster Ausführungsform kann auch zwei vertikale Führungsholme aufweisen,
in diesem Fall ist zweckmäßigerweise die Gasfeder mittig an einer die beiden Führungsholme
verbindenden Traverse angelenkt. Vorzugsweise sind der oder die Führungsholme auf
der Seite der Gasfeder mittels Parallelogrammlenker gegen das Tischgestell abgestützt.
Dadurch wird eine einwandfreie Vertikalführung der Führungsholme und eine definierte
Federkraftübertragung erreicht.
[0009] Bei dem Tisch zweiter Ausführungsform empfiehlt die Erfindung, daß die Gasfeder,
das Treibrad, die Kurvenschiene, die Stell vorrichtung, der Verbindungshebel und
das den Verbindungshebel mit dem Treibrad bzw. seiner Welle kraftschlüssig verbindende
Zugmittel eine Baueinheit bilden und in einem U-förmigen oder kastenförmigen Gehäuse
mit außenliegendem Treibrad und Kurbelanschluß für die Stellvorrichtung zusammengefaßt
sind. Dieses Höhenverstellaggregat läßt sich unschwer in das Tischgestell eines höhenverstellbaren
Tisches, z. B. im Bereich der Traverse einbauen. Dabei kann das Treibrad als Ritzel
für eine Zahnstange oder Antriebswelle eines Betätigungsmechanismus für die teleskopierenden
Säulenteile bzw. die Tischplatte ausgebildet sein. Nach einer besonderen Empfehlung
der Erfindung ist jedoch vorgesehen, daß an das Treibrad und dan die teleskopierenden
Säulenoberteile ein endloser Seilzug angeschlossen und der Seilzug über Umlenkscheiben
geführt ist, die oben und unten in den Säulenunterteilen gelagert sind, und daß
dem Seilzug eine Feststellbremse zugeordnet ist. Bei einem derartigen Seilzug sind
oben in den Säulenunterteilen zwei nebeneinanderliegende Umlenkscheiben vorgesehen,
während unten in den Säulenunterteilen jeweils nur eine Umlenkscheibe erforderlich
ist, welche rechtwinklig zu den oben auf gleicher Achse nebeneinander angeordneten
Umlenkscheiben angeordnet ist. Die Feststellbremse kann an beliebiger Stelle auf
das Zugseil arbeiten. Vorzugsweise ist das flexible Zugmittel zwischen Verbindungshebel
und Treibrad als Stahlseil oder Kunststoffseil ausgebildet und an einer auf der Welle
für das Treibrad befestigte Wickelspule mit Seilrille angeschlossen, damit einwandfreie
Seilführung gewährleistet ist. Die Seilrille ist mittig auf den Verbindungshebel ausgerichtet,
der als Doppelhebel ausgebildet sein kann und end seitig an der als Doppelschiene
ausgebildeten Kurvenschiene schwenkbar gelagert ist. Das Schwenklager für das andere
Ende der Kurvenschiene ist zweckmäßigerweise von einer Betätigungswelle für die Spindel
des Spindeltriebs gebildet, welche den aus dem Gehäuse austretenden Kurbelanschluß
bildet.
[0010] Im Rahmen der Erfindung kann es sich bei dem höhenverstellbaren Tisch beider Ausführungsformen
auch um ein Hebezeug schlechthin zum leichten Höhenverstellen beliebiger Lasten handeln.
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Seitenansicht einen höhenverstellbaren Tisch erster Ausführungsform,
Fig. 2 den Gegenstand nach Fig. 1 mit angehobener Tischplatte,
Fig. 3 ein Vektordiagramm zur Erläuterung der Funktionsweise der Gasfeder für den
Gegenstand nach Fig. 1,
Fig. 4 einen höhenverstellbaren Tisch zweiter Ausführungsform mit einem Höhenverstellaggregat
in Seitenansicht und teilweise geschnitten,
Fig. 5 das Höhenverstellaggregat für den Gegenstand nach Fig. 4 bei entfernter Gehäuseseitenwand,
Fig. 6 den Gegenstand nach Fig. 5 in Aufsicht bei entfernter Gehäusedecke,
Fig. 7 den Gegenstand nach Fig. 5 bei in unterer Endstellung befindlicher Tischplatte
und
Fig. 8 in perspektivischer und schematischer Darstellung die Seilzugführung für den
Gegenstand nach Fig. 4.
[0012] In den Figuren 1 und 2 ist ein Tisch, insbesondere für Bildschirmarbeitsplätze,
dargestellt, mit zumindest einer höhenverstellbaren Tischplatte 1 mit zumindest einem
vertikalen Führungsholm 2, ferner mit einem Tischgestell 3 mit einer Vertikalführung
4 für den Führungsholm 2 und mit einem zwischen dem Tischgestell 3 und den höhenverstellbaren
Tischelementen 1, 2 angeordneten Federbein 5. Das Federbein 5 ist mit seinem einen
Federende 6 an dem Führungsholm 2 angelenkt und mit seinem anderen Federende 7 unter
einem vorgegebenen Anstellwinkel α gegen eine ortsfeste Kurvenschiene 8 am Tischgestell
3 abgestützt. Das abgestützte Federende 7 ist mittels einer Stellvorrichtung 9 auf
der Kurvenschiene 8 verfahrbar und in an unterschiedliche Belastungen der Tischplatte
1 angepaßten Positionen arretierbar. Der Kurvenverlauf der Kurvenschiene 8 ist so
gewählt, daß bei jeder Positionierung des abgestützten Federendes 7 die in dem Führungsholm
2 wirksamen vertikalen Kraftkomponenten P 1, P 2 zumindest in beiden Endstellungen
der Tischplatte 1 - aber auch in den dazwischen befindlichen Höhenstellungen - im
wesentlichen gleich groß sind.
[0013] In dem Vektordiagramm nach Fig. 3 wird das Federbein 5 in seinen beiden Endstellungen
bzw. den Endstellungen der Tischplatte 1 gezeigt. Die jeweiligen Kraftkomponenten
P 1, P 2 sind in den Wirkungsrichtungen des Federbeins 5 dargestellt. Wenn die Last
L auf der Tischplatte 1 geringer wird, wandert das abgestützte Federende 7 auf der
x-Koordinate nach links. Dadurch wird die wirksame Federkraft geringer. Um jedoch
sicherzustellen, daß die vertikalen Kraftkomponenten P 1, P 2 gleich groß bleiben,
muß das abgestützte Federende 7 auch um einen vorgegebenen Betrag in Richtung der
y-Koordinate wandern. - Der Verlauf der Kurvenschiene 8 kann in verschiedener Weise
bestimmt werden, z. B. mittels des dargestellten Koordinatensystems, in dem für verschiedene
Werte von x, von dem Anstellwinkel α des Federbeins 5 und seiner Federkraft in den
betreffenden Winkelstellungen diejenigen Werte von y bestimmt werden, bei denen die
beiden senkrechten Kraftkomponenten P 1, P 2 gleich groß sind. Man erhält dann für
jede Belastung der Tischplatte 1 innerhalb des vorgegebenen Belastungsbereichs eine
Position des abgestützten Federendes auf der Kurvenschiene, in der die vertikalen
Kraftkomponenten P 1, P 2 tatsächlich gleich groß sind.
[0014] In den Figuren 4 bis 8 ist ein höhenverstellbarer Tisch in abgewandelter Ausführungsform
dargestellt, nämlich mit zumindest einer höhenverstellbaren Tischplatte 1 und einem
Tischgestell 3 mit Tischsäulen aus aufstehenden Säulenunterteilen 10 und damit teleskopierenden
Säulenoberteilen 11 und mit die Säulenunterteile 10 verbindender Traverse 12 mit einer
Höhenverstellvorrichtung 13 für die teleskopierenden, die Tischplatte tragenden
Säulenoberteile 11. Bei dieser Ausführungs form weist die Höhenverstellvorrichtung
13 ein Federbein 5 und ein Treibrad 14 auf. Das Federbein 5 ist mit seinem einen Federende
6 ortsfest angelenkt und mit seinem anderen Federende 7 unter einem vorgegebenen
Anstellwinkel α gegen eine schwenkbar gelagerte Kurvenschiene 8 abgestützt. An der
Kurvenschiene 8 ist ein Verbindungshebel 15 gegenläufig zu der Wirkrichtung des Federbeins
5 schwenkbar gelagert und mittels eines flexiblen, auf der Welle 16 des Treibrades
14 auf- bzw. abwickelbaren Zugmittel 17 kraftschlüssig an das Treibrad 14 angeschlossen.
Das abgestützte Federende 7 des Federbeins 5 ist wiederum mittels einer Stellvorrichtung
9 auf der Kurvenschiene 8 verfahrbar und in an unterschiedliche Belastungen der Tischplatte
1 angepaßten Positionen arretierbar. Auch in diesem Fall ist der Kurvenverlauf der
Kurvenschiene 8 so gewählt, daß bei jeder Positionierung des abgestützten Federendes
7 die in den Säulenoberteilen 11 wirksamen vertikalen Kraftkomponenten zumindest in
beiden Endstellungen der Tischplatte 1 im wesentlichen gleich groß sind.
[0015] Bei beiden Ausführungsformen ist das Federbein als Gasfeder 5 ausgebildet. Die Kurvenschiene
8 ist als Doppelschiene ausgebildet. Das eine Federende 7 der Gasfeder 5 ist mittels
beidseitiger Rollen 18 gegen die Doppelschiene 8 abgestützt. Die Stellvorrichtung
für das abgestützte Federende ist als Spindeltrieb 9 mit Handrad 19 oder Kurbel 20
ausgebildet. Die Spindelmutter 21 für die ortsfest gelagerte Spindel 22 ist an das
abgestützte Federende 7 angeschlossen.
[0016] Bei der Ausführungsform nach den Figuren 1 und 2 ist der Füh rungsholm 2 auf der
Seite der Gasfeder 5 mittels Parallelogrammlenker 23 gegen das Tischgestell 3 abgestützt.
[0017] Bei der Ausführungsform nach dne Figuren 4 bis 8 bilden die Gasfeder 5, das Treibrad
14, die Kurvenschiene 8, die Stellvorrichtung 9, der Verbindungshebel 15 und das
den Verbindungshebel 15 mit dem Treibrad 14 bzw. seiner Welle 16 kraftschlüssig
verbindende Zugmittel 17 eine Baueinheit und sind in einem U-förmigen Gehäuse 24 mit
außenliegendem Treibrad 14 und Kurbelanschluß für die Stellvorrichtung 9 zusammengefaßt.
An das Treibrad 14 und an die teleskopierenden Säulenoberteile 11 ist ein endloser
Seilzug 25 angeschlossen. Dieser Seilzug 25 ist über Umlenkscheiben 26, 27 geführt,
die oben und unten in den Säulenunterteilen 10 gelagert sind. Dem Seilzug 25 ist eine
lediglich angedeutete Feststellbremse 28 zugeordnet, welche zum Feststellen der Tischplatte
1 in der jeweils eingestellten Höhenposition dient. Das flexible Zugmittel zwischen
Verbindungshebel 15 und Treibrad 14 ist als Stahlseil 17 ausgebildet und an einer
auf der Welle 16 für das Treibrad 14 befestigten Wickelspule 29 mit Seilrille angeschlossen.
Das Schwenklager 30 für die Kurvenschiene ist von einer Betätigungswelle 31 für die
Spindel 22 des Spindeltriebs 9 gebildet, welche den Kurbelanschluß bildet. Dieses
Schwenklager 30 befindet sich an dem einen Ende der Kurvenschiene 8, während an dem
anderen Ende der Verbindungshebel 15 schwenkbar gelagert ist, so daß sich das abgestützte
Federende 7 der Gasfeder 5 stets zwischen beiden Schwenkpunkten befindet und einwandfreie
Abstützung infolge der über das Stahlseil 17 und den Verbindungshebel 15 angreifenden
Zugkräfte gewährleistet ist, welche aus der Tischplattenbelastung resultieren. Um
eine mittige Führung des Stahlseils 17 zu gewährleisten, ist der Verbindungshebel
15 als Doppelhebel ausgebildet und an die beiden Wangen der als Doppelschiene ausgebildeten
Kurvenschiene 8 angeschlossen.
1. Tisch, insbesondere für Bildschirmarbeitsplätze, mit zumindest einer höhenverstellbaren
Tischplatte mit zumindest einem vertikalen Führungsholm, mit einem Tischgestell mit
einer Vertikalführung für den Führungsholm und mit einem zwischen dem Tischgestell
und den höhenverstellbaren Tischelementen angeordneten Federbein, dadurch gekennzeichnet, daß das Federbein (5) mit seinem einen Federende (6) an dem Führungsholm (2) angelenkt
ist und mit seinem anderen Federende (7) unter einem vorgegebenen Anstellwinkel (α)
gegen eine Kurvenschiene (8) am Tischgestell (3) abgestützt ist, daß das abgestützte
Federende (7) mittels einer Stellvorrichtung (9) auf der Kurvenschiene (8) verfahrbar
und in an unterschiedliche Belastungen der Tischplatte (1) angepaßten Positionen arretierbar
ist und daß der Kurvenverlauf der Kurvenschiene (8) so gewählt ist, daß bei jeder
Positionierung des abgestützten Federendes (7) die in dem Führungsholm (2) wirksamen
vertikalen Kraftkomponenten (P 1, P 2) zumindest in beiden Endstellungen der Tischplatte
(1) im wesentlichen gleich groß sind.
2. Tisch, insbesondere für Bildschirmarbeitsplätze mit zumindest einer höhenverstellbaren
Tischplatte und einem Tischgestell mit Tischsäulen aus aufstehenden Säulenunterteilen
und damit teleskopierenden Säulenoberteilen und mit die Säulenunterteile verbindender
Traverse mit einer Höhenverstellvorrichtung für die teleskopierenden, die Tischplatte
tragenden Säulenoberteile, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhenverstellvorrichtung (13) ein Federbein (5) und ein Treibrad (14) aufweist
und daß Federbein (5) mit seinem einen Federende (6) ortsfest angelenkt ist und mit
seinem anderen Federende (7) unter einem vorgegebenen Anstellwinkel (α) gegen eine
schwenkbar gelagerte Kurvenschiene (8) abgestützt ist, daß an der Kurvenschiene (8)
ein Verbindungshebel (15) gegenläufig zu der Wirkrichtung des Federbeins (5) schwenkbar
gelagert ist und mittels eines flexiblen, auf der Welle (16) des Treibrades (14) auf-
bzw. abwickelbaren Zugmittels (17) kraftschlüssig an das Treibrad (14) angeschlossen
ist, daß das abgestützte Federende (7) des Federbeins (5) mittels einer Stellvorrichtung
(9) auf der Kurvenschiene (8) verfahrbar und in an unterschiedliche Belastungen der
Tischplatte (1) angepaßten Positionen arretierbar ist, und daß der Kurvenverlauf
der Kurvenschiene (8) so gewählt ist, daß bei jeder Positionierung des abgestützten
Federbeins (5) die in den Säulenoberteilen (11) wirksamen vertikalen Kraftkomponenten
zumindest in beiden Endstellungen der Tischplatte (1) im wesentlichen gleich groß
sind.
3. Tisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Federbein als Gasfeder
(5) ausgebildet ist.
4. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenschiene
(8) als Doppelschiene ausgebildet ist und das eine Federende (7) der Gasfeder (5)
mittels beidseitiger Rollen (18) gegen die Doppelschiene abgestützt ist.
5. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellvorrichtung
für das abgestützte Federende (7) als Spindeltrieb (9) mit Handrad (19) oder Kurbel
(20) ausgebildet und die Spindelmutter (21) für die ortsfest gelagerten Spindel (22)
and das abgestützte Federende (7) angeschlossen ist.
6. Tisch mit zwei vertikalen Führungsholmen nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasfeder (5) mittig an einer die beiden Führungsholme
(2) verbindenden Traverse angelenkt ist.
7. Tisch nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
oder die Führungsholme (2) auf der Seite der Gasfeder (5) mittels Parallelogrammlenker
(23) gegen das Tischgestell (3) abgestützt sind.
8. Tisch nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasfeder
(5), das Treibrad (4), die Kurvenschiene (8), die Stellvorrichtung (9), der Verbindungshebel
(15) und das den Verbindungshebel (15) mit dem Treibrad (14) bzw. seiner Welle (16)
kraftschlüssig verbindende Zugmittel (17) eine Baueinheit bilden und in einem U-förmigen
oder kastenförmigen Gehäuse (24) mit außenliegendem Treibrad (14) und Kurbelanschluß
für die Stellvorrichtung (9) zusammengefaßt sind.
9. Tisch nach einem der Ansprüche 2 bis 5 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Treibrad (14) als Ritzel für eine Zahnstange oder Antriebswelle eines Betätigungsmechanismus
für die teleskopierenden Säulenoberteile (11) ausgebildet ist.
10. Tisch nach einem der Ansprüche 2 bis 5 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß an
das Treibrad (14) und an die teleskopierenden Säulenoberteile (11) ein endloser Seilzug
(25) angeschlossen und der Seilzug über Umlenkscheiben (26, 27) geführt ist, die
oben und unten in den Säulenunterteilen (10) gelagert sind, und daß dem Seilzug (25)
eine Feststellbremse (28) zugeordnet ist.
11. Tisch nach einem der Ansprüche 2 bis 5 und 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das flexible Zugmittel zwischen Verbindungshebel (15) und Treibrad (14) als Stahlseil
(17) ausgebildet und an einer Welle (16) für das Treibrad (14) befestigte Wickelspule
(29) mit Seilrille angeschlossen ist.
12. Tisch nach einem der Ansprüche 2 bis 5 und 8 bis 11, dadurch gekennzeichent,
daß das Schwenklager (30) für die Kurvenschiene (8) von einer Betätigungswelle (31)
für die Spindel (22) des Spindeltriebs (9) gebildet ist, welche den Kurbelanschluß
bildet.