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EP 0 297 080 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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28.12.1988 Patentblatt 1988/52 |
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Anmeldetag: 13.06.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: E04H 4/12 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
17.06.1987 AT 1551/87
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Anmelder: Austria Metall Aktiengesellschaft |
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A-5282 Braunau am Inn (AT) |
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Erfinder: |
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- Hann-Gehrer, Hans DIng.
A-2500 Baden (AT)
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Vertreter: Hain, Leonhard (DE) |
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Eduard-Schmid-Strasse 2 D-81541 München D-81541 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Überlaufschutzwand für Schwimmbecken |
(57) Überlaufschutzwand (1) für Schwimmbecken, die an Stellen, wo erhöhter Wasserspiegel
auftritt, insbesondere an der Bogenaußenseite von Strömungskanälen als über das Bekkenumgangniveau
(6) reichende Schutzwand vorgesehen ist, welche den durch erhöhten Wasserspiegel
bedingten Wasserüberlauf drosselt. Diese Wand (1) kann auch beweglich und/oder einstellbar
ausgeführt werden.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Überlaufschutzwand für Schwimmbecken.
[0002] Bei heutigen Schwimmanlagen werden oft Attraktionen, wie Buchten und Strömungskanäle
eingebaut. Bei Betätigung der Strömungseinrichtungen steigt an den radial äußeren
Rändern dieser Beckenteile durch die Zentrifugalkraft der Wasserstand. Das Wasser
rinnt über und muß durch die Wassersabfuhreinrichtung, die um die Beckenränder angeordnet
ist, abgeführt werden. Dadurch muß mehr Wasser in das Becken zugeführt werden, um
den erhöhten Wasserverbrauch zu kompensieren. Zusätzlich zu dem Mehrverbrauch an Wasser
kommt der Mehrverbrauch an Energie für das Reinigen und Heizen des Wassers.
[0003] Erfindungsgemäß wird dadurch Abhilfe geschaffen, daß Stellen, wo erhöhter Wasserspiegel
auftritt, insbesondere an der Bogenaußenseite von Strömungskanälen eine über das Beckenumgangniveau
reichende Schutzwand vorgesehen ist, welche den durch erhöhten Wasserspiegel bedingten
Wasserüberlauf drosselt.
[0004] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Überlaufschutzwand sowohl so ausgestaltet
werden, daß der Drosselspalt einstellbar ist als auch so, daß die Überlaufschutzwand
neben dem Beckenrand im Boden versenkbar ist und nur bei Bedarf je nach Höhe des Wasserstandes
ausgefahren wird. Durch Anbringung eines Auftriebs- oder Expansionskörpers an der
Unterseite der versenkbaren Überlaufschutzwand kann der Ein- und Ausfahrvorgang sowie
die Einstellung der nötigen Ausfahrhöhe je nach Wasserstand automatisch geregelt
werden.
[0005] Das Ausfahren kann sowohl durch eine Schwenkbewegung als auch durch eine Hubbewegung
erfolgen.
[0006] Denkbar ist auch, die Überlaufwand in der Überlaufrinne einzusetzen, sie in dieser
höhenverstellbar zu führen und an ihrer Oberseite ein Gitter anzubringen, in dem zusätzlich
überfließendes Wasser durch die Überlaufschutzwand fließt.
[0007] Vorteilhaft ist die Einsparung an Wasser und Energie, sowie eine gleichmäßigere
Auslastung der Reinigungsanlagen, wodurch diese kleiner dimensioniert werden können,
da keine Auslegung auf sonst auftretende Spitzenbelastungen nötig ist.
[0008] Die Erfindung kann auch zur Reparatur im Fundament gesunkener Becken, deren Oberkante
nicht mehr in einer waagrechten Ebene liegen, verwendet werden.
[0009] Die Erfindung wird anhand nachstehender Zeichnungen beschrieben.
[0010] Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Überlaufschutzwand.
Fig. 2 den erfindungsgemäßen Einbauplatz bei einem Becken.
Fig. 3 eine vertikal schwenkbare, je nach Höhe des Wasserstandes einstellbare Ausführung
im eingefahrenen un d gehobenen Zustand.
Fig. 4 eine translatorisch durch Expansionskörper heb- und senkbare Ausführung.
[0011] Die Schutzwand 1 ist neben dem Beckenrand 2 mit einer Schraubenverbindung 3 befestigt.
Durch Verschieben in der Bohrung 4 kann der Spalt 5, der durch die Wasserüberlaufkante
6 des Beckens 7 gebildet wird, je nach Bedarf einge stellt werden.
[0012] Die Überlaufschutzwand ist an den Orten des Beckens angeordnet, wo die Strömungskräfte
das Wasser zum Überlauf bringen. In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel für eine bewegliche
Überlaufschutzwand dargestellt. Die segmentförmig ausgebildete Überlaufschutzwand
10 ist um eine im Boden 11 angeordnete Achse 12 schwenkbar gelagert. Der Boden hat
eine grabenförmige Ausnehmung 14, in der bei normalen Wasserstand die bewegliche Überlaufschutzwand
10 ruht. Durch diese grabenförmige Ausnehmung 14 erfolgt auch der Wasserablauf. An
der Unterseite der segmentförmig ausgebildeten Überlaufschutzwand 10 ist ein Auftriebskörper
15 angeordnet. Steigt der Wasserspiegel, wird die segmentförmige Überlaufschutzwand
durch das abfließende Wasser angehoben und verhindert ein Überfließen.
[0013] In Fig. 4 ist eine Ausführung mit Expansionskörper 20 dargestellt. Der Expansionskörper
20 wird bei eingeschalteter Strömung beaufschlagt und hebt somit die Überlaufschutzwand
21, die in der Überlaufrinne 22 eingebaut ist und in den Führungen 23, 24 gleitet.
Zusätzlich überlaufendes Wasser fließt durch das Gitter 25 und die Überlaufschutzwand
21 ab.
[0014] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Beispielge beschränkt. Es können auch
die Steuerungssysteme ausgetauscht oder kombiniert werden und die Anwendung bei Wellenbädern
oder Whirlpools erfolgen.
1. Überlaufschutzwand für Schwimbecken, dadurch gekennzeichnet, daß Stellen, wo erhöhter
Wasserspiegel auftritt, insbesondere an der Bogenaußenseite, von Strömungskanälen
eine über das Beckenumgangniveau reichende Schutzwand (1) vorgesehen ist, welche
den durch erhöhten Wasserspiegel bedingten Wasserüberlauf drosselt.
2. Überlaufschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlaufschutzwand
einen einstellbaren Spalt (5) mit der Beckenwand bildet, der nur einen begrenzten
Wasserabfluß gestattet.
3. Überlaufschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzwand
(1) höhenverstellbar ist und automatisch vom Wasserspiegel durch Auftriebs- oder Expansionskörper
(15, 20) gesteuert ist.
4. Überlautschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie um eine Achse
(12) schwenkbar ist.
5. Überlaufschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie in die Überlaufrinne
(22) eingesetzt und in dieser höhenverstellbar geführt ist und an der Oberseite ein
Gitter (25) durch das zusätzlich überlaufende Wasser durchrinnt, aufweist.
6. Überlaufschutzwand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie an im Fundament
gesunkenen und dadurch nach einer Seite geneigten Schwimbecken an den tiefer gelegenen
Rändern angebracht wird und ein Überfließen verhindert.