(19)
(11) EP 0 297 080 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.12.1988  Patentblatt  1988/52

(21) Anmeldenummer: 88890145.1

(22) Anmeldetag:  13.06.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E04H 4/12
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 17.06.1987 AT 1551/87

(71) Anmelder: Austria Metall Aktiengesellschaft
A-5282 Braunau am Inn (AT)

(72) Erfinder:
  • Hann-Gehrer, Hans DIng.
    A-2500 Baden (AT)

(74) Vertreter: Hain, Leonhard (DE) 
Eduard-Schmid-Strasse 2
D-81541 München
D-81541 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Überlaufschutzwand für Schwimmbecken


    (57) Überlaufschutzwand (1) für Schwimmbecken, die an Stellen, wo erhöhter Wasserspiegel auftritt, insbesondere an der Bogenaußenseite von Strömungskanälen als über das Bek­kenumgangniveau (6) reichende Schutzwand vorgesehen ist, wel­che den durch erhöhten Wasserspiegel bedingten Wasserüber­lauf drosselt. Diese Wand (1) kann auch beweglich und/oder einstellbar ausgeführt werden.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Überlaufschutzwand für Schwimmbecken.

    [0002] Bei heutigen Schwimmanlagen werden oft Attraktionen, wie Buchten und Strömungskanäle eingebaut. Bei Betätigung der Strömungseinrichtungen steigt an den radial äußeren Rän­dern dieser Beckenteile durch die Zentrifugalkraft der Wasserstand. Das Wasser rinnt über und muß durch die Was­sersabfuhreinrichtung, die um die Beckenränder angeordnet ist, abgeführt werden. Dadurch muß mehr Wasser in das Becken zugeführt werden, um den erhöhten Wasserverbrauch zu kompensieren. Zusätzlich zu dem Mehrverbrauch an Was­ser kommt der Mehrverbrauch an Energie für das Reinigen und Heizen des Wassers.

    [0003] Erfindungsgemäß wird dadurch Abhilfe geschaffen, daß Stel­len, wo erhöhter Wasserspiegel auftritt, insbesondere an der Bogenaußenseite von Strömungskanälen eine über das Beckenumgangniveau reichende Schutzwand vorgesehen ist, welche den durch erhöhten Wasserspiegel bedingten Wasser­überlauf drosselt.

    [0004] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Überlauf­schutzwand sowohl so ausgestaltet werden, daß der Drossel­spalt einstellbar ist als auch so, daß die Überlaufschutz­wand neben dem Beckenrand im Boden versenkbar ist und nur bei Bedarf je nach Höhe des Wasserstandes ausgefahren wird. Durch Anbringung eines Auftriebs- oder Expansionskörpers an der Unterseite der versenkbaren Überlaufschutzwand kann der Ein- und Ausfahrvorgang sowie die Einstellung der nöti­gen Ausfahrhöhe je nach Wasserstand automatisch geregelt werden.

    [0005] Das Ausfahren kann sowohl durch eine Schwenkbewegung als auch durch eine Hubbewegung erfolgen.

    [0006] Denkbar ist auch, die Überlaufwand in der Überlaufrinne einzusetzen, sie in dieser höhenverstellbar zu führen und an ihrer Oberseite ein Gitter anzubringen, in dem zusätz­lich überfließendes Wasser durch die Überlaufschutzwand fließt.

    [0007] Vorteilhaft ist die Einsparung an Wasser und Energie, so­wie eine gleichmäßigere Auslastung der Reinigungsanlagen, wodurch diese kleiner dimensioniert werden können, da keine Auslegung auf sonst auftretende Spitzenbelastungen nötig ist.

    [0008] Die Erfindung kann auch zur Reparatur im Fundament gesun­kener Becken, deren Oberkante nicht mehr in einer waag­rechten Ebene liegen, verwendet werden.

    [0009] Die Erfindung wird anhand nachstehender Zeichnungen be­schrieben.

    [0010] Es zeigen:

    Fig. 1 eine erfindungsgemäße Überlaufschutzwand.

    Fig. 2 den erfindungsgemäßen Einbauplatz bei einem Becken.

    Fig. 3 eine vertikal schwenkbare, je nach Höhe des Wasser­standes einstellbare Ausführung im eingefahrenen un d gehobenen Zustand.

    Fig. 4 eine translatorisch durch Expansionskörper heb- und senkbare Ausführung.



    [0011] Die Schutzwand 1 ist neben dem Beckenrand 2 mit einer Schraubenverbindung 3 befestigt. Durch Verschieben in der Bohrung 4 kann der Spalt 5, der durch die Wasserüberlauf­kante 6 des Beckens 7 gebildet wird, je nach Bedarf einge­ stellt werden.

    [0012] Die Überlaufschutzwand ist an den Orten des Beckens ange­ordnet, wo die Strömungskräfte das Wasser zum Überlauf bringen. In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel für eine bewegliche Überlaufschutzwand dargestellt. Die segment­förmig ausgebildete Überlaufschutzwand 10 ist um eine im Boden 11 angeordnete Achse 12 schwenkbar gelagert. Der Boden hat eine grabenförmige Ausnehmung 14, in der bei normalen Wasserstand die bewegliche Überlaufschutzwand 10 ruht. Durch diese grabenförmige Ausnehmung 14 erfolgt auch der Wasserablauf. An der Unterseite der segmentför­mig ausgebildeten Überlaufschutzwand 10 ist ein Auftriebs­körper 15 angeordnet. Steigt der Wasserspiegel, wird die segmentförmige Überlaufschutzwand durch das abfließende Wasser angehoben und verhindert ein Überfließen.

    [0013] In Fig. 4 ist eine Ausführung mit Expansionskörper 20 dargestellt. Der Expansionskörper 20 wird bei eingeschal­teter Strömung beaufschlagt und hebt somit die Überlauf­schutzwand 21, die in der Überlaufrinne 22 eingebaut ist und in den Führungen 23, 24 gleitet. Zusätzlich überlau­fendes Wasser fließt durch das Gitter 25 und die Überlauf­schutzwand 21 ab.

    [0014] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Beispielge beschränkt. Es können auch die Steuerungssysteme ausge­tauscht oder kombiniert werden und die Anwendung bei Wel­lenbädern oder Whirlpools erfolgen.


    Ansprüche

    1. Überlaufschutzwand für Schwimbecken, dadurch gekenn­zeichnet, daß Stellen, wo erhöhter Wasserspiegel auf­tritt, insbesondere an der Bogenaußenseite, von Strö­mungskanälen eine über das Beckenumgangniveau reichen­de Schutzwand (1) vorgesehen ist, welche den durch er­höhten Wasserspiegel bedingten Wasserüberlauf drosselt.
     
    2. Überlaufschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Überlaufschutzwand einen einstell­baren Spalt (5) mit der Beckenwand bildet, der nur einen begrenzten Wasserabfluß gestattet.
     
    3. Überlaufschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Schutzwand (1) höhenverstellbar ist und automatisch vom Wasserspiegel durch Auftriebs- oder Expansionskörper (15, 20) gesteuert ist.
     
    4. Überlautschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß sie um eine Achse (12) schwenkbar ist.
     
    5. Überlaufschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß sie in die Überlaufrinne (22) eingesetzt und in dieser höhenverstellbar geführt ist und an der Oberseite ein Gitter (25) durch das zusätzlich überlau­fende Wasser durchrinnt, aufweist.
     
    6. Überlaufschutzwand nach Anspruch 2, dadurch gekenn­zeichnet, daß sie an im Fundament gesunkenen und da­durch nach einer Seite geneigten Schwimbecken an den tiefer gelegenen Rändern angebracht wird und ein Über­fließen verhindert.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht