[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Raumklimatisierung sowie eine Einrichtung
zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Aus der DE-C-915 386 ist eine gattungsgemässe Einrichtung zur Klimatisierung einer
verhältnismässig grossen Halle bekannt, bei welcher offenbar ungeregelt Frischluft
oberhalb einer ersten Zwischendecke zu Luftzuleitungen, welche als senkrecht nach
unten in die Halle ragende Rohre ausgebildet sind, geführt und Abluft zwischen der
ersten und einer unterhalb derselben angeordneten, mit Absaugeöffnungen versehenen
zweiten Zwischendecke abgezogen wird. Die Luftzuleitungen weisen Oeffnungen auf derart,
dass jeweils zwei Oeffnungen benachbarter Zuleitungen gegeneinander gerichtet sind,
sodass die kinetische Energie der einströmenden Luft in sich bildenden Wirbeln vernichtet
wird.
[0003] Auf diese Weise wird in sehr grossen Räumen, wo die Oeffnungen der Zuleitungen hoch
über dem Boden liegen, erreicht, dass Zugwirkungen in der Aufenthaltszone vermieden
werden, da die Luft ihre kinetische Energie verliert, bevor sie in Bodennähe gelangt.
[0004] Bei Räumen normaler Grösse wie Wohnzimmern oder Büros erfassen durch Frischluftzuführung
bewirkte Turbulenzen jedoch den ganzen Raum und können von der Aufenthaltszone nicht
ferngehalten werden.
[0005] Aus der FR-A-2 126 601 ist eine Einrichtung zur Belüftung von Ställen bekannt, mit
welcher hauptsächlich die Entfernung ammoniakhaltiger Gase aus dem Deckenbereich angestrebt
wird. Die Frischluft wird durch unter der Decke geführte parallele Kanäle den Verteilungsschächten
zugeführt und dabei durch Wärmeaustausch mit der deckennahen Raumluft offenbar etwas
erwärmt. Eine eigentliche Klimaregelung ist mit dieser Einrichtung jedoch nicht möglich.
[0006] Die GB-A-2 029 004 zeigt ebenfalls eine Einrichtung zur Belüftung von Ställen mit
einer Zwischendecke, oberhalb welcher durch parallele Kanäle Abluft abgeführt wird
und an deren Unterseite zur Frischluftzufuhr weitere Kanäle angebracht sind, welche
an den Unterseiten Längsschlitze aufweisen, durch welche die Zuluft in den Stall austritt.
Zwischen der Zuluft und der Abluft tritt Wärmeaustausch auf, zwischen der deckennahen
Raumluft und der Zuluft wohl nur in sehr geringem Mass. Der Volumenstrom kann zweistufig
geregelt werden. Auch hier ist eine aktive Temperaturregelung offenbar nicht möglich
und auch nicht beabsichtigt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren und eine Einrichtung zu
dessen Durchführung anzugeben, mit welchem eine geregelte und ausreichende Heizung
oder Kühlung auch normal grosser Räume möglich ist, ohne dass durch rasch zugeführte
temperierte, z. B. relativ kalte Frischluft stärkere, als unangenehme Zugluft empfundene
Strömungen entstünden.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet
ist, gelöst.
[0009] Gemäss der Erfindung wird die zugeführte Frischluft, bevor sie in den Raum einströmt,
erst durch Wärmeaustausch ohne oder fast ohne Masseaustausch an die Raumlufttemperatur
angeglichen. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass allenfalls durch die Frischlufteinleitung
entstehende Strömungen wegen der annähernden Temperaturgleichheit mit der Raumluft
viel weniger stark und vor allem viel weniger störend empfunden werden, sondern auch,
dass die Frischluft, da sie ja nicht direkt in den Raum geblasen, sondern zuerst durch
Wärmeaustausch in ihrer Temperatur angepasst wird, mit wesentlich grösserer Temperaturdifferenz
zugeführt werden kann. Damit wird aber die erforderliche Heiz- oder Kühlleistung,
die zum grossen Teil über den Wärmetauscher erbracht wird, mit einem viel kleineren
Volumenstrom erreicht, als das bei der bei bekannten Verfahren üblichen geringen Temperaturdifferenz
möglich wäre.
[0010] Ein solches Verfahren und eine solche Einrichtung besitzen erhebliche und gravierende
Vorteile gegenüber bekannten Einrichungen. In erster Linie werden die Komforteigenschaften
der Klimaanlage ganz entscheidend dahingehend verbessert, dass sie von den Personen
im Raum praktisch nicht wahrgenommen, geschweige denn als störend empfunden wird.
Diese Eigenschaft ist eine Folge der Zuführung isothermer Frischluft mit nur geringer
Strömungsgeschwindigkeit in den Raum. Verbrauchte und erwärmte Raumluft steigt selbttätig
im Raum nach oben und wird von dort abgeführt. Sind grössere Temperaturanpassungs-Leistungen
zu erbringen, wird dem Diffusor ein Wärmetauscher vorgeschaltet, der im Deckenbereich
angebracht ist, so dass die aus dem Diffusor in den Raum eintretende Frischluft in
diesem Fall ihr ursprüngliches Temperaturgefälle gegenüber der Raumluft im Wärmetauscher
bereits zu grössten Teil ausgeglichen hat. Die in den Raum eintretende Frischluft
selbst übt also in keinem Fall eine Kühl- bzw. Heizwirkung aus. Diese Luft dient praktisch
ausschliesslich der Frischluftversorgung und wird über den Diffusor weitgehend laminar
von oben seitlich in den Raum geführt. Von dort aus verteilt sich die Luft gemäss
der Raum-Eigendynamik, also gemäss den jeweils auftretenden und eventuell wechselnden
Gegebenheiten, von selbst, ohne dass sich starke und damit störende Luftströmungen
bemerkbar machen.
[0011] Wegen der geringeren Mengen der zu- und abgeführten Luft sind geringere Querschnitte
für die Versorgungsleitungen erforderlich, was Platz- und Kosteneinsparungen zur Folge
hat. Bedingt durch die Funktionsaufteilung ergibt sich ferner ein erheblich verbesserter
Gesamtenergiebedarf, der z.B. nur ca. 40 % des Energiebedarfs von konventionellen
Anlagen bei sonst gleichen Voraussetzungen beträgt.
[0012] Ein weiterer Vorteil der beruhigten Luftströmung im Raum ist die stark verbesserte
Reinheit der Raumluft. Die Kontamination der Raumluft aufgrund von Luftturbulenzen
und hoher Strömungsgeschwindigkeit wird reduziert.
[0013] Da die Frischluftzufuhr nicht mehr an mehreren Stellen mit hoher, für den Raumbewohner
spürbarer Geschwindigkeit, sondern mit stark reduzierter Geschwindigkeit auf einer
Seite im Raum erfolgt, besteht eine viel grössere Freiheit in der Einrichtung der
Räume.
[0014] Schliesslich lässt sich durch die Verwendung eines direkt als Deckenelement ausgebildeten
Wärmetauschers Bauhöhe einsparen, da separate Luftkanäle im Deckenbereich und damit
eine zusätzliche abgehängte Decke überflüssig werden. Da auch keine Doppelböden für
die Klimaanlage erforderlich sind, kann dieser Bereich sofern erforderlich für andere
Installationen, z.B. ausschliesslich für Elektroinstallationen, freigehalten werden.
Wegen der geringeren Bauhöhe dieser Einrichtung kann insgesamt eine geringere Raumhöhe
in den Bauten eingehalten werden, was bei grösseren Gebäudehöhen zu erheblichen Verbesserungen
der Bauausnutzung, in Extremfällen zu zusätzlichen Etagen innerhalb einer vorgegebenen
Bauhöhe führen kann.
[0015] Die Regelung des Frischluftvolumens kann vorzugsweise durch Temperaturmessungen im
Bereich des Diffusors erfolgen. In der Regel wird sich der Diffusor in der Nähe des
Volumenreglers befinden, so dass die Installation einfach und kostensparend ist. Es
sind keine separaten Raumthermostaten oder andere Sensoren innerhalb des klimatisierten
Raumes erforderlich. Zusätzliche Merkmale und weitere Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
[0016] Die Erfindung wird nun anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele mit Hilfe der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- die schematische Ansicht eines zu klimatisierenden Raumes mit den Hauptbestandteilen
der erfindungsgemässen Raumklimaeinrichtung,
- Fig.2
- eine Aufsicht auf den Raum gemäss Figur 1 mit der Anordnung der Wärmetauscher im Deckenbereich,
- Fig.3
- den Schnitt 3-3 aus Fig.2, und
- Fig.4
- das Ausführungsbeispiel eines By-Pass-geregelten Heizsystems.
[0017] Gemäss dem gezeigten Beispiel ist die Klimaanlage an einen Frischluftkanal 1 und
einen Abluftkanal 2 angeschlossen. Im Frischluftkanal 1 ist ein Volumenregler 3 angeordnet.
Der Frischluftkanal 1 und der Abluftkanal 2 sind durch eine Installationsdecke 4 abgedeckt.
Im zu klimatisierenden Raum kann ferner ein Wärmetauscher 5 vorgesehen sein, der im
Beispiel als Deckenelement ausgebildet ist. Sind nur geringe Temperatur-Anpassungs-Leistungen
zu erbringen, kann auf den separaten Wärmetauscher verzichtet werden.
[0018] Wie Figur 2 im einzelnen zeigt, ist im Beispiel der Frischluftkanal 1 direkt mit
Hinlauf-Lamellen 5A des Wärmetauschers verbunden, welche an ihrem anderen Ende in
Rücklauf-Lamellen 5B übergehen. Die Ausgänge der Rücklauf-Lamellen 5B führen parallel
auf einen Diffusor 6, welcher die Frischluft von der Decke aus nach unten gerichtet
gemäss den Pfeilen A als Laminarströmung in den Raum treten lässt. Vorzugsweise ist
der Diffusor 6 auf einer Seite des Raumes angeordnet, welche einer Fenster- oder Fassadenseite
7 des Raumes gegenüberliegt. In grösseren Räumen ist der Diffusor vorzugsweise in
durchgangsnahen Bereichen, also möglichst nicht über Arbeits- oder Aufenthaltsbereichen,
angeordnet.
[0019] Figur 3 zeigt die Anordnung des als Deckenelement ausgebildeten Wärmetauschers an
der Raumdecke 8. Es ist die Ausbildung der Hinlauf-Lamellen 5A und der Rücklauf-Lamellen
5B als Rechteckrohre und ihre wechselseitige Anordnung direkt an der Raumdecke 8 zu
erkennen. Durch Geometrie und Dimensionierung der als statische Kühlelemente wirkenden
Wärmetauscher-Lamellen wird eine mittlere Oberflächentemperatur der Decke eingestellt,
welche annähernd gleich der mittleren Raumtemperatur ist. Bei sehr grossen Wärmetausch-Lasten
kann der Wirkungsgrad der Kühllamellen durch Vergrösserung der freien Oberflächen
innerhalb des Kanals erhöht werden.
[0020] Für sogenannte Hochleistungszonen können, wie im rechten Teil von Figur 3 zu erkennen
ist, die Hinlauf-Lamellen 5A und die Rücklauf-Lamellen 5B mit kleinen Luftaustauschöffnungen,
z. B. mit Schlitzen 9 versehen sein, welche den Wärmeaustauschvorgang zwischen der
Lamellenwand und der die Lamelle umgebenden Raumluft im Nahbereich des Wärmetauschers
beschleunigt. Auf keinen Fall findet an dieser Stelle eine direkte Frischluftzuführung
in die Aufenthaltszone des Raumes statt. Vielmehr bildet sich eine Art Mikroströmung
ausschliesslich im Oberflächenbereich der Lamellen. Dadurch verbessert sich der Wirkungsgrad
des Wärmeaustauschers 5.
[0021] Die vom Frischluftkanal 1 über den Volumenregler 3 in die Hinlauf-Lamellen 5A des
Wärmetauschers 5 geführte Frischluft verliert über die vorzugsweise aus einem Metall
oder einem anderen gut wärmeleitenden Material bestehenden Lamellen des Wärmetauschers
einen Teil ihres Temperaturgefälles gegenüber der Raumluft. Auch bei ihrem Rückweg
über die Rücklauf-Lamelle 5B wird weiteres Wärmepotential von der Frischluft über
den Wärmetauscher an die Raumluft abgegeben. Am Ausgang der Rücklauf-Lamellen 5B wird
die auf die zuvor beschriebene Weise nahezu an die Raumlufttemperatur angepasste Frischluft
über den Diffusor 6 in den Raum eingeführt. Die aus dem Diffusor in den Raum eintretende
Frischluft soll sich höchstens um 1 Grad C von der Raumtemperatur im Aufenthaltsbereich
unterscheiden. Die Austrittsgeschwindigkeit der aus dem Diffusor austretenden Frischluft
beträgt grössenordnungsmässig 0,15 m/sec. Sie ist damit wesentlich geringer als die
Austrittsgeschwindigkeit der in den Raum eingeführten Frischluft bei konventionellen
Klimaanlagen, die ca. 1 bis 3 m/sec beträgt.
[0022] Die aus dem Diffusor 6 ausströmende Frischluft strömt nach unten in den Raum, wo
sie ein Frischluftangebot bildet. Verursacht durch die über den Raum verteilten diffusen
Wärmequellen strömt die Frischluft horizontal zu den Wärmequellen und von diesen erwärmt
vertikal zur Decke, wo sie den Deckenelementen entlang zu einem Austritt 10 strömt,
der in den Abluftkanal 2 übergeht.
[0023] Ein nach oben gerichteter Warmluftstrom hat einen Zuluftstrom zur Folge, der direkt
seitlich von der aus dem Diffusor 6 einströmenden Frischluft abgezweigt wird. Es bilden
sich grössere Strömungswalzen, welche jedoch praktisch keine Turbulenzen verursachen,
sondern eine Eigendynamik im Raum entwickeln, so dass im Raum vorhandene Hauptströmungen
unterstützt werden. Solche Hauptströmungen sind die vom Diffusor 6 nach unten strömende
Frischluft, Abzweigungen zu diffusen Wärmequellen, ferner die zur Fassadenseite hin
gerichtete Strömung der Frischluft, schliesslich die im Fassadenbereich durch natürliche
Aufheizung über die Fenster unterstützte Aufwärtsströmung sowie die Rückströmung im
Deckenbereich entlang dem Wärmetauscher 5 zum Raumluftaustritt 10. Trotz der praktisch
laminaren Frischlufteinführung in den Raum findet ein sehr guter Luftaustausch innerhalb
des gesamten Raumes statt. Dies ist in erster Linie auf die beschriebene Massnahmen
im Hinblick auf eine optimale Ausnutzung der Raumeigendynamik zurückzuführen.
[0024] Die Klimatisierung kann sowohl im Sinne einer Kühlung als auch zur Heizung des Raumes
erfolgen, oder im quasi-isothermischen Betrieb zum Lüften. Insbesondere beim Heizen
kann es zweckmässig sein, dem System getrennte Warmluft- und Frischluftströme zuzuführen
und im Diffusor-Bereich eine geregelte Luft-Mischung aus beiden vorzunehmen. Dabei
erfolgt die Mischung in einem Bypass 20 zum Wärmetauscher 5, wie in Fig. 4 angedeutet.
Dem Bypass wird direkt Frischluft einer tiefen Temperatur von z.B. 12 Grad Celsius
zugeführt. Über den Wärmetauscher 5 wird z.B. 38 Grad C warme Luft geführt. Im Diffusor
6 erfolgt eine geregelte Mischung auf 21 Grad C, so dass sich eine Raumtemperatur
von 22 Grad C einstellt. Die Regelung erfolgt durch ein Stellventil 21 im Bypass 20,
wobei ein Temperaturfühler 22 im Bereich des Diffusors 6 mit einer Regeleinrichtung
23 zusammenwirkt und den Motor 24 des Stellventils 21 temperaturabhängig schaltet.
[0025] Die Kombination von statischen Kühlflächen am Wärmetauscher 5 mit laminarem Lufteintritt
über den Diffusor 6 sowie die Ausnützung der Eigendynamik für die Frischluftzufuhr
des Raumes haben eine geringe, dem nicht klimatisierten Raum vergleichbare Raumluftgeschwindigkeit
sowie eine gleichmässige Raumlufttemperaturverteilung im Aufenthaltsbereich zur Folge.
Die Anlage arbeitet extrem geräuscharm und ist auch bei hohen Wärmelasten einsatzfähig,
insbesondere wenn die Wärmetauscherlamellen mit den zuvor erwähnten Mikroöffnungen
9 zur Verbesserung des Wärmeaustauschs versehen sind. Innerhalb des Raumes sind keine
zusätzlichen Kanäle oder Installationsleitungen erforderlich. Die Höhe der Wärmetauscherlamellen
beträgt im typischen Beispiel ca. 15 cm, so dass die normale Raumhöhe für nichtklimatisierte
Räume praktisch unverändert beibehalten werden kann. Es sind also keine Doppeldecken
nötig, welche bei konventionellen Klimaanlagen zusätzliche Raumhöhe erfordern. Durch
die eigendynamische Raumluftströmung, die im wesentlichen von unten nach oben verläuft,
und durch weitgehende Vermeidung einer Querströmung mit kontaminierter Luft wird die
Schadstoffbelastung innerhalb der Raumluft äusserst gering gehalten.
[0026] Die Regelung der Frischluftzufuhr über den Volumenregler 3 erfolgt im Hinblick auf
eine konstante Austrittstemperatur im Diffusor 6. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
beträgt die Temperatur der Primärluft, also der im Frischluftkanal 1 zugeführten Frischluft
+12 Grad Celsius, die Abluft im Abluftkanal 2 weist eine Temperatur von +27 Grad Celsius
auf, während die Raumtemperatur +24 Grad Celsius beträgt. Die Differenztemperatur
zwischen der Primärluft und der Abluft beträgt hier also 15 Grad Celsius. Demgegenüber
wird bei derzeit gebräuchlichen Klimaanlagen mit direkter Einführung der gekühlten
Frischluft in den Raum mit einer Differenztemperatur von max. 8-10 Grad gearbeitet,
was eine grössere Luftturbulenz und damit eine höhere Strömungsgeschwindigkeit im
Aufenthaltsbereich und damit die unangenehmen störenden Nebeneffekte zur Folge hat.
[0027] Im einzelnen wird die gewünschte Austrittstemperatur und somit Raumtemperatur durch
eine automatische Volumenstromanpassung, d.h. durch eine Temperatur- Volumen-Kaskadenregelung
erreicht. Dabei ist der das System führende Temperaturgeber, gegebenenfalls mit einem
Messwandler, im Laminarflow-Diffusor 6 integriert. Das Regelungssystem arbeit nach
dem Prinzip eines Variablen Volumenstromsystems "VVS".
[0028] Durch direkte Anordnung der Wärmetauscher 5 an der bauseitigen Decke 8, z.B. mit
Hilfe von Montageschienen 13 gemäss Figur 3, kann die Decke mit ihrer Wärmespeicherkapazität
direkt in das Wärmeaustauschsystem einbezogen werden. Dies übt eine zusätzliche stabilisierende
Wirkung auf das Gesamtsystem und dessen Regelsystem aus und erhöht den Wirkungsgrad
des Wärmeaustausches.
[0029] In Abwandlung des beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiels kann der Wärmetauscher
auch in anderen geeigneten Bereichen des Raumes angeordnet sein. Wichtig ist auch
in diesem Fall, dass die über den Frischluftkanal 1 zugeführte Frischluft zunächst
den Wärmetauscher durchläuft und erst dann, nachdem sie nahezu auf Raumtemperatur
erwärmt ist, in den Raum eingeführt wird.
[0030] Obwohl sich als Material für den Wärmetauscher 5 ein gut wärmeleitendes Material,
z.B. ein Metall anbietet, kann er auch aus anderen Materialien, z.B. aus Kunststoff,
gefertigt sein.
[0031] Der Einsatz einer derartigen Klimaanlage ist nicht auf die zuvor erwähnten Büro-
oder Geschäftsräume beschränkt. Auch in Test- Labor- oder Fertigungsräumen, in denen
ein ausgeglichenes Klima, insbesondere konstante Temperaturen verlangt werden, lässt
sich die beschriebene Einrichtung mit Vorteil anwenden.
1. Verfahren zur Raumklimatisierung durch Regelung des dem Raum zugeführten Frischluftvolumens
und Ableitung von Innenluft aus den oberen Raumluftschichten, wobei die Temperatur
der zugeführten Frischluft und der Raumluft durch Wärmeaustausch der Frischluft mit
den oberen Raumluftschichten einander angenähert werden, bevor die dann wenigstens
annähernd raumisotherme Frischluft von der Decke des Raums her mit derart geringer
Strömungsgeschwindigkeit laminar eingebracht wird, dass nur die Ausbildung raumeigendynamischer
Teilströmungen entsprechend den im Raum vorhandenen diffusen Wärmequellen unterstützt
wird, ausserdem der Volumenstrom der zugeführten Frischluft durch einen von lufthygienischen
Anforderungen bestimmten Minimalwert nach unten begrenzt und im übrigen nach der Austrittstemperatur
oder der Raumtemperatur geregelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach Erreichen des Minimalwerts des Volumenstroms in einer Sequenzregelung eine Temperaturanpassung
der zugeführten Frischluft vorgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsgeschwindigkeit der Frischluft durch entsprechende Regelung des Volumenstroms
auf 0,15 m/sec begrenzt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittstemperatur der Frischluft von der Raumtemperatur im Aufenthaltsbereich
um höchstens 1°C abweicht.
5. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit
einem Frischluftkanal (1) zur Zuführung temperierter Frischluft, einem mit demselben
verbundenen Luftauslass sowie einem Abluftkanal (2), dadurch gekennzeichnet, dass der Frischluftkanal (1) mittels eines Volumenreglers (3) nach der Austrittstemperatur
oder der Raumtemperatur volumengeregelt und der Luftauslass als im Deckenbereich angeordneter
Diffusor (6) ausgebildet und mit dem Frischluftkanal (1) über einen gleichfalls im
Deckenbereich angeordneten, mehrere parallele beabstandete rohrartige Hinlauflamellen
(5A) und Rücklauflamellen (5B) umfassenden Wärmetauscher (5) mit dem Diffusor (6)
verbunden ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Wärmetauscher (5) über den gesamten Deckenbereich erstreckt.
7. Einrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Wärmetauscher (5) ein Frischluft-Bypass (20) zugeordnet ist, der zusammen mit
dem Wärmetauscher (5) in den Diffusor (6) mündet und mit einem Ventil (21) versehen
ist, das in Abhängigkeit von einem im Bereich des Diffusors (6) angeordneten Temperaturfühler
(22) von einem Regler (23) geregelt wird.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in den nach unten gerichteten Wandbereichen der rohrartigen Hinlauflamellen (5A)
und Rücklauflamellen (5B) kleine Oeffnungen (9) angebracht sind, sodass ein verstärkter
Wärmeaustausch mit Luftschichten im unmittelbaren Nahbereich der Lamellenwand stattfindet.
1. A method of air conditioning by controlling the volume of fresh air supplied to the
room and drawing off internal air from the upper air layers of the room, the temperature
of the supplied fresh air and the air in the room being approximated to one another
by a heat exchange of the fresh air with the upper air layers of the room before the
then at least approximately room-isothermal fresh air is introduced with a laminar
flow from the ceiling of the room with such a low flow velocity that only the formation
of inherent dynamic partial flows resulting from existing diffuse heat sources in
the room is supported, the minimum flow volume of supplied fresh air being set by
a minimum value determined by air-hygiene regulations and otherwise heing controlled
according to the outlet temperature or room temperature.
2. A method according to claim 1, characterised in that, once the minimum flow volume
value has been reached in a sequential control, a temperature adaptation of the supplied
fresh air is carried out.
3. A method according to claim 1 or 2, characterised in that the outlet velocity of the
fresh air is limited to 0.15 m/s by a corresponding control of the flow volume.
4. A method according to one of claims 1 to 3, characterised in that the outlet temperature
of the fresh air deviates from the room temperature in the occupation area by 1 °C
at the most.
5. A device for carrying out the method according to one of claims 1 to 4, with a fresh
air duct (1) for supplying temperature-regulated fresh air, an air outlet connected
to the fresh air duct and an exhaust air duct (2), characterised in that the fresh
air duct (1) is volume-controlled by means of a volume control (3) according to the
outlet temperature or room temperature and the air outlet is constructed as a diffusor
(6) arranged in the ceiling area and is connected to the fresh air duct (1) via a
heat exchanger (5), which is also arranged in the ceiling area and comprises a plurality
of parallel, spaced, tube-like feed vanes (5A) and return vanes (5B).
6. A device according to claim 5, characterised in that the heat exchanger (5) extends
over the entire ceiling area.
7. A device according to claim 5 or 6, characterised in that a fresh air bypass (20)
is associated with the heat exchanger (5), which fresh air bypass together with the
heat exchanger (5) opens into the diffusor (6) and is provided with a valve (21),
which is controlled by a control element (23) as a function of a temperature sensor
(22) arranged in the region of the diffusor (6).
8. A device according to one of claims 5 to 7, characterised in that small apertures
(9) are provided in the downwardly facing wall regions of the tubular feed vanes (5A)
and return vanes (5B), so that a reinforced heat exchange takes place with layers
of air in the immediate vicinity of the vane wall.
1. Procédé de climatisation de locaux par régulation du volume d'air frais amené dans
le local et par extraction de l'air intérieur hors des couches supérieures d'air du
local, dans lequel la température de l'air frais amené et celle de l'air du local
sont rapprochées l'une de l'autre par échange thermique, entre l'air frais et les
couches supérieures de l'air du local, avant que l'air frais qui est alors au moins
approximativement isotherme avec le local soit introduit, de façon laminaire depuis
le plafond du local, avec une vitesse d'écoulement tellement petite que seule soit
aidée la formation d'écoulements partiels suivant la dynamique propre du local, conformément
aux sources diffuses de chaleur présentes dans le local, dans lequel en outre l'écoulement
volumique de l'air frais amené est limité vers le bas par une valeur minimale déterminée
par des exigences d'hygiène de l'air et dans lequel par ailleurs cet écoulement est
régulé en fonction de la température de sortie ou de la température du local.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'après avoir atteint la valeur
minimale de l'écoulement volumique dans une régulation séquentielle, on réalise une
adaptation de température de l'air frais amené.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la vitesse de sortie
de l'air frais est limitée à 0,15 m/sec par une régulation correspondante de l'écoulement
volumique.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la température
de sortie de l'air frais s'écarte au plus de 1°C de la température du local dans la
zone de séjour.
5. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à 4,
comportant un canal d'air frais (1) en vue de l'amenée d'air frais tempéré, une sortie
d'air reliée à ce canal ainsi qu'un canal d'air à évacuer (2), caractérisé en ce que
le canal d'air frais (1) est régulé en volume selon la température de sortie ou la
température du local, au moyen d'un régulateur de volume (3), et en ce que la sortie
d'air est réalisée sous la forme d'un diffuseur (6) disposé dans la zone du plafond
et est reliée au diffuseur (6) avec le canal d'air frais (1), par l'intermédiaire
d'un échangeur de chaleur (5) également disposé dans la zone du plafond et comportant
plusieurs lamelles de départ (5A) et lamelles de retour (5B), en forme de tube, écartées
parallèlement.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'échangeur de chaleur
(5) s'étend à travers toute la zone du plafond.
7. Dispositif selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce qu'à l'échangeur de chaleur
(5) est associée une dérivation d'air frais (20) qui débouche avec l'échangeur de
chaleur (5) dans le diffuseur (6) et qui est dotée d'un clapet (21) qui est régulé
par un régulateur (23) sous la dépendance d'une sonde de température (22) disposée
dans la zone du diffuseur (6).
8. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que de petites
ouvertures (9) sont pratiquées dans les zones, dirigées vers le bas, des parois des
lamelles de départ (5A) et des lamelles de retour (5B) de forme tubulaire, de sorte
qu'au voisinage immédiat de la paroi des lamelles a lieu un échange de chaleur renforcé
avec des couches d'air.