(19) |
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(11) |
EP 0 300 205 B1 |
(12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
(45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.12.1995 Patentblatt 1995/50 |
(22) |
Anmeldetag: 18.06.1988 |
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(51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: G08G 1/09 |
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(54) |
Verfahren zur fahrtroutenselektiven Wiedergabe von Verkehrsnachrichten sowie Fahrzeugempfänger
Route-selective reproduction method for traffic messages, and vehicle receiver
Méthode de reproduction sélective suivant l'itinéraire de messages routiers ainsi
que récepteur pour véhicule
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(84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI NL SE |
(30) |
Priorität: |
24.07.1987 DE 3724516
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(43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.01.1989 Patentblatt 1989/04 |
(73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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(72) |
Erfinder: |
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- Mardus, Claus
D-3203 Bad Salzdetfurth (DE)
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(56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 850 258 GB-A- 1 514 941
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FR-A- 2 554 618
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Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugempfänger zur fahrtroutenselektiven Wiedergabe
von Verkehrsnachrichten nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus dem Aufsatz von Peter Brägas "Leit- und Informationssystem im Kraftfahrzeug -
Ein Beitrag zur Verbesserung des Verkehrsablaufs und der Verkehrssicherheit", Zeitschrift
"Internationales Verkehrswesen", Heft 5/85 ist ein Verfahren zur fahrtroutenselektiven
Wiedergabe von digital codierten Verkehrsnachrichten bekannt, bei der durch Eingabe
der gewünschten Fahrtroute erreicht wird, daß nur Nachrichten, die diese Fahrtroute
betreffen ausgegeben werden. Das Verfahren bedient sich des sogenannten transparenten
Kanals des RDS-Telegramm indem digital codierte Verkehrsnachrichten ausgestrahlt werden
können.
[0003] Der Vorteil der bekannten Maßnahme besteht darin, daß den Fahrer gezielt die ihn
betreffenden Nachrichten erreichen und seine Aufmerksamkeit nicht von für ihn irrelevanten
Nachrichten beansprucht wird. Dies trägt besonders in Verkehrsspitzenzeiten zu einer
Entlastung des Fahrers und damit zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit bei.
[0004] Es ist ferner vorgeschlagen worden, bei einem Rundfunkempfänger zum Empfang und zur
Decodierung von digital codierten Verkehrsnachrichten einen Speicher vorzusehen, der
in straßenorientierte Segmente aufgeteilt ist, die wiederum in Streckensegmente unterteilt
sind. Die in diesen Segmenten gespeicherten Informationen können durch Auswertung
der digitalen Verkehrsnachrichten abgerufen werden. Dadurch lassen sich die dem Datentelegramm
entsprechenden ausführlichen Informationen generieren und die digitale Datenübertragung
kann mit einer schnelleren Wiederholungsrate erfolgen.
[0005] Der erfindungsgemäße Fahrzeugempfänger mit den Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber
den Vorteil, daß es möglich wird, daß durch einen Vergleich der streckenspezifischen
Merkmale der Verkehrsnachrichten mit Merkmalen der Fahrtroute erreicht wird, daß lediglich
streckenspezifische Verkehrsnachrichten freigeschaltet werden. Durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung werden die in der Speichereinrichtung 16 vorgehaltenen Merkmale der
Fahrtroute unmittelbar nach Empfang neuer Verkehrsnachrichten mit deren streckenspezifischen
Merkmalen verglichen und bei Übereinstimmung an die Ausgabeeinrichtung durchgeschaltet
und dem Fahrer in optischer und/oder akustischer Weise vermittelt. Der Fahrer braucht
sich also nicht, was besonders bei für ihn wenig geläufigen Straßen der Fall ist,
die Straßentypen und numerischen Bezeichnungen einzuprägen, um sie dann mit den einlaufenden
Verkehrsnachrichten zu vergleichen. Vielmehr kann er die Routenfestlegung bereits
vor Fahrtantritt anhand einer Karte oder im Dialog, z.B. im sogenannten Rollmode mit
einem entsprechend ausgebildeten Fahrzeugempfänger durchführen.
[0006] Bei Verwendung einer Terminologie, die der offiziellen Bezeichnung der wichtigsten
Straßen entspricht oder ihr angenähert ist, also A für Autobahn und B für Bundesstraßen
oder übergeordnete Fernstraßen, gefolgt von einer die Straßen gleichen Straßentyps
unterscheidenden numerischen Bezeichnung läßt sich der Vergleich wegen der verhältnismäßig
geringen Datenmenge für jedes Merkmal schnell durchführen. Der Fahrer erhält die ihn
betreffenden Verkehrsnachrichten so ohne wesentliche Zeitverzögerung.
[0007] Werden neben den Straßentypen und numerischen Bezeichnungen auch weitere Merkmale,
wie Streckenführungsnamen oder Streckensegmente berücksichtigt, erweist sich eine
hierarchische Gliederung des Speichers in Haupt-, Zwischen- und Unterbereiche als
besonders zweckmäßig, weil so bei Abweichungen der Merkmale in einer höheren Hierarchiestufe
die Prüfung ohne Berücksichtigung der weiteren Hierarchiestufen abgebrochen werden
kann. Dies ist besonders bei umfangreichen Verkehrsnachrichten für einen schnellen
Vergleich vorteilhaft.
[0008] Zur Beschränkung auf solche Verkehrsnachrichten, die nur die noch zu durchfahrende
Straßen betreffen, ermittelt ein Fahrtstreckengeber mit einer Auswerteschaltung die
bereits passierten Ortsstrecken und löscht die diese Fahrtstrecken betreffenden Merkmale.
[0009] Der Fahrtstreckengeber und die Auswerteschaltung können auch so ausgebildet sein,
daß die voraussichtliche Zeit bis zum Erreichen des Streckenabschnitts mit der Verkehrsstörung
errechnet und in einem Vergleicher mit einer vorgegebenen Zeit verglichen werden.
Nur bei Unterschreitung und Zeitgleichheit wird dann ein Freigabesignal an den Freigabeeingang
der Torschaltung geliefert.
[0010] Weiterbildungen und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus
den Ansprüchen, der Beschreibung sowie der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung veranschaulicht.
[0011] In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- das Bildungsgesetz für Verkehrsnachrichten sowie eine nach dem Bildungsgesetz vollzogene
Codierung für Verkehrsnachrichten,
- Fig. 2
- eine Möglichkeit für eine Gliederung von Straßen in streckenspezifische Merkmale und
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Fahrzeugempfängers.
[0012] Fig. 1 veranschaulicht an einem Beispiel das Bildungsgesetz für Verkehrsnachrichten.
Die in den Verkehrsnachrichten enthaltenen Angaben lassen sich in bestimmte Strukturen
gliedern. Bei den Verkehrsnachrichten, die eine Störung auf irgendeiner Straße betreffen,
werden die auch in Fig. 1 benutzten Abkürzungen verwendet. Die erste Angabe lautet
A oder B und bezeichnet den Straßentyp, nämlich Autobahn oder überregionale Fernstraßen.
Dieser schließt sich eine numerische Bezeichnung x oder y für die Nummer an, die dem
Straßentyp nachgestellt wird.
[0013] Zur Begrenzung von Hauptstreckenabschnitten dienen Streckenführungsnamen, die mit
dem Buchstaben E und einem Index bezeichnet sind. Zur Begrenzung kleinerer Streckensegmente
wird der Buchstabe M mit einem Index verwendet. Schließlich sind noch verschiedene
Standardtexte vorgesehen die ebenfalls Buchstaben oder Ziffern für ihre Bezeichnung
verwenden, für die nach der Erfindung vorzunehmende Fahrtroutenselektion aber keine
Rolle spielen.
[0014] Für die Übertragung codierter Verkehrsnachrichten bietet es sich an, die Codierung
aufbauend auf diesem Bildungsgesetz vorzunehmen. Es ist dann möglich, die gleichen
fahrtroutenspezifischen Merkmale bei der Vorgabe der Fahrtroute einzugeben und zwischen
diesen Merkmalen einen Vergleich durchzuführen. Da die Reihenfolge der Merkmale in
hierarchisch gestufter Weise erfolgt, ist es zweckmäßig, den Vergleich bei den links
stehenden Merkmalen beginnen zu lassen und dann sukzessive von links nach rechts durchzuführen.
Sobald ein Merkmal unterschiedlich ist, kann der Vergleich beendet werden. Dies ist
besonders bei einer umfangreichen Zahl von Verkehrsnachrichten zweckmäßig, um einen
relevanten Verkehrshinweis möglichst schnell aus diesen Verkehrsnachrichten identifizieren
zu können.
[0015] Zur Erläuterung des Verfahrens wird auf Fig. 2 Bezug genommen, in der am Beispiel
der Autobahn A7 die Steckenführungsnamen und die Knoten, im vorliegenden Fall Abfahrten,
Kreuzungen oder Dreiecke zwischen Hamburg Stillhorn und Hildesheim Ost aufgelistet
sind.
[0016] Die Fahrtroute R soll auf der A7 von Hildesheim Ost in Richtung Hamburg bis Falligbostel
führen. Bei Fahrtantritt wird zunächst die Fahrtroute eingegeben. Dies kann menügeführt
im Rollmode erfolgen, um die Bedienung auch Fahrern zu erleichtern, die mit dem Verfahren
und dem System noch nicht vertraut sind. Es können die Magistralen, also die Hauptstreckenabschnitte
oder auch der Startort und der Zielort eingegeben werden. Im letzteren Fall wird ein
Prozessor dann selbständig eine zweckmäßige Magistrale aus einer gespeicherten Anzahl
von Magistralen heraussuchen oder berechnen und als Quittung anzeigen oder bei mehreren
Möglichkeiten eine Auswahl anfordern und erst dann quittieren.
[0017] Während der Fahrt werden nun die Merkmale der Fahrtroute mit den streckenspezifischen
Merkmalen der empfangenen digital codierten Verkehrsnachrichten verglichen und zwar
in der Reihenfolge, wie im Zusammenhang mit Fig. 1 erläutert. Beschränkt sich der
Vergleich auf die Straßentypen sowie die Streckenführungsnamen, so würden alle Verkehrsnachrichten
über Störungen auf der A7 zwischen Hannover und Hamburg durchgeschaltet, also auch
die Verkehrsnachrichten über eine Störung S zwischen Evendorf und Garlstorf. Würden
dagegen auch die Streckensegmente zwischen einzelnen Ausfahrten, Kreuzungen oder Dreiecken
berücksichtigt, so würde die Verkehrsnachricht über die Störung S unterdrückt, da
der Zielort vor den Streckensegmenten mit der Störung S liegt. Dies gilt auch, wenn
das Fahrzeug die Strecke in Gegenrichtung passiert, also von Hamburg in Richtung Hannover
fährt.
[0018] Würden zusätzlich auch noch die zurückgelegte Fahrtstrecke sowie die Durchschnitts-
oder Momentange schwindigkeit ausgewertet, so lassen sich weitere Verbesserungen erzielen.
Angenommen der Startort sei wieder Hildesheim Ost, der Zielpunkt aber Hamburg Harburg
und das Fahrzeug befände sich bei Übertragung der Verkehrsnachrichten mit der Störung
S bereits in Rammelsloh, so würden die Merkmale der zurückgelegten Fahrtstrecke nicht
mehr als aktuell berücksichtigt und die Wiedergabe der Verkehrsnachrichten über die
Störung unterbliebe.
[0019] Angenommen der Startort sei in weiterer Abwandlung sehr weit von dem Straßensegment
mit der Störung S entfernt, z.B. Kassel und der Zielort Hamburg Harburg, so würde
bei Übertragung der Verkehrsnachrichten über die Störung die noch bis Evendorf benötigte
Fahrzeit ermittelt. Diese Fahrzeit wird nun mit einer vorgegebenen Vergleichszeit
verglichen, die z.B. dem üblichen Zyklus entspricht, indem Verkehrsnachrichten wiederholt
werden. Bei der angenommenen Konstellation wird die voraussichtliche Fahrzeit größer
als die Vergleichszeit sein und die Verkehrsnachrichten werden unterdrückt.
[0020] Fig. 3 zeigt einen Fahrzeugempfänger, der neben den üblichen Baugruppen zum Empfang
von Rundfunksendungen eine mögliche Ausführung der erfindungsgemäßen Merkmale aufweist.
Diese Merkmale beziehen sich auf einen Decoder 10, der mehrere Baugruppen zusammenfaßt,
eine Ausgabeeinrichtung 12, eine Eingabeeinrichtung 14, eine Speichereinrichtung 16,
einen Vergleicher 18 innerhalb einer Steuerschaltung 20 sowie eine Torschaltung 26,
dessen Freigabeeingang 24 mit einem Paritätsausgang 22 des Vergleichers 18 verbunden
ist. Zusätzlich können auch noch ein Fahrtstreckengeber 44 und eine Auswerteschaltung
46 für Fahrdaten vorgesehen sein.
[0021] Die Merkmale der Fahrtroute werden über die Eingabeeinrichtung 14 in die Speichereinrichtung
16 eingegeben. Zur Erleichterung der Bedienung geschieht das im Dialog mit einem Prozessor
48, der über eine Anzeige 50 Anfragen oder Quittungen ausgibt. Die in der Speichereinrichtung
16 gespeicherten Merkmale der Fahrtroute werden einem Eingang 52 des Vergleichers
18 zugeführt. Ein anderer Eingang 36 des Vergleichers 18 erhält bei Eintreffen der
Verkehrsnachrichten über einen Ausgang 34 eines Speichers 28 streckenspezifische Merkmale.
Stimmen dann die Merkmale an den Eingängen 36 und 52 überein, wird über den Paritätsausgang
22 der Freigabeeingang 24 der Torschaltung 26 angesteuert.
[0022] Diese gibt eine durch einen Sprachprozessor 54 hörbar gemachte Nachricht über einen
Niederfrequenzverstärker 56 an Lautsprecher 58 weiter, wobei das laufende Rundfunkprogramm
unterbrochen oder gedämpft wird. Wahlweise kann auch eine Anzeige 60 zur optischen
Wiedergabe der Verkehrsnachrichten vorgesehen sein und angesteuert werden.
[0023] Die Erzeugung der am Ausgang 34 des Speichers 28 auftretenden streckenspezifischen
Merkmale geschieht durch hierarchisch in dem Speicher 28 abgelegte Daten, aus denen
die Merkmale durch Ansteuerung entsprechender Speicherspätze über Adresseneingänge
30 durch eine RDS-Auswerteschaltung 32 gewonnen werden. Dazu wird die RDS-Auswerteschaltung
32 mit dem Signal am Ausgang einer FM-ZF-Stufe 62 des Empfängers gespeist und wertet
das RDS-Signal des mit dem normalen Rundfunkprogramm ausgestrahlten Hilfsträgers aus.
[0024] Der Speicher 28 ist zur Beschränkung des Speicherplatzbedarfs hierarchisch geordnet
und zwar in Hauptbereiche 38, Zwischenbereiche 40 und Unterbereiche 42 unterteilt.
In den Hauptbereichen 38 sind die Straßen gleichen Straßentyps und gleicher numerischer
Kennzeichnung zusammengefaßt. In den Zwischenbereichen 40, von denen jeweils ein oder
mehrere den Hauptbereichen 38 zugeordnet sind, sind die Streckenführungsnamen zusammengefaßt.
Die Unterbereiche 42 enthalten die Knoten, also z.B. Abfahrten, Orte, Kreuzungen oder
Dreiecke. Diese sind in alphabetischer oder in streckenbezogener Reihenfolge besetzt.
Die Fahrtrichtung ergibt sich dann aus der auf- oder absteigenden Reihenfolge der
Merkmale.
[0025] In den Speicher 28 können neben den streckenspezifischen Merkmalen auch die Merkmale
der Standardtexte abgelegt werden. Ist das nicht der Fall, so kann die gesamte Meldung
auch durch Decodierung und Umsetzung der von der RDS-Auswerteschaltung 32 ausgewerteten
Datentelegramme in der Steuerschaltung 20 erfolgen. Dazu ist von der RDS-Auswerteschaltung
32 noch eine Signalleitung zu einem Eingang 64 der Steuerschaltung 20 geführt.
[0026] Zur Berücksichtigung der zurückgelegten Fahrtstrecke dient noch der Fahrtstreckengeber
44 (Radsensor- bzw. Tachometer-Impulsaufbereitung) mit der Auswerteschaltung 46. Die
Ausgangssignale der Auswerteschaltung 46 gelangen an einen Eingang 66 der Steuerschaltung
20, die die Merkmale der zurückgelegten Fahrtstrecke ermittelt und die nicht mehr
aktuellen Merkmale durch Übermittlung von Steuersignalen an einen Eingang 68 der Speichereinrichtung
16 löscht. Besonders einfach kann dies realisiert werden, wenn die Speichereinrichtung
16 nach Art eines Schieberegisters arbeitet und synchron zur zurückglegten Fahrtstrecke
getaktet wird.
[0027] Eine zusätzliche Funktion wird durch einen weiteren Vergleicher 70 erreicht, dessen
einer Eingang 72 die Ausgangssignale der Auswerteschaltung 46 und dessen anderem Eingang
74 ein Zeitvergleichssignal mit vorgebbarer Zeit τ zugeführt wird. Ist die errechnete
Zeit kleiner oder gleich der vorgegebenen Zeit, wird über einen Kleiner-Gleich-Ausgang
76 des Vergleichers 70 ein Freigabesignal an den Freigabeeingang 24 der Torschaltung
26 gegeben. Um die Ausgangssignale der beiden Vergleicher 70 und 18 verknüpfen zu
können ist zwischen dem Ausgang 22 und dem Ausgang 76 einerseits und dem Freigabeeingang
24 andererseits noch ein UND-Glied 78 angeordnet.
[0028] Die in der Steuerschaltung 20 gezeichneten Vergleicher 18 und 70 brauchen nicht in
körperlicher Form vorhanden zu sein. Bei einer praktischen Realisierung ist es vielmehr
zweckmäßig, einen Rechner vorzusehen, der die beschriebenen Funktionen programmgesteuert
durchführt. Dabei können auch die Funktionen weiterer Baugruppen einbezogen werden.
Hierzu eigenen sich die RDS-Auswerteschaltung 32, der Prozessor 48, der Sprachprozessor
54 und die Auswerteschaltung 46. Aufgrund der besseren Übersichtlichkeit wurde jedoch
darauf verzichtet, auch diese Baugruppen noch graphisch in die Steuerschaltung 20
zu integrieren.
1. Fahrzeugempfänger mit einem Decoder (10) zur Decodierung digital codiert empfangener
Verkehrsnachrichten, einer optischen und/oder akustischen Ausgabeeinrichtung (12)
für die Verkehrsnachrichten und einer Eingabe- (14) und Speichereinrichtung (16) für
fahrtroutenspezifische Merkmale, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Speichereinrichtung (16) eine einen Vergleicher (18) umfassende Steuerschaltung
(20) für streckenspezifische Merkmale der Verkehrsnachrichten mit Merkmalen der Fahrtroute
verbunden ist und ein Paritätsausgang (22) des Vergleichers (18) mit einem Freigabeeingang
(24) einer Torschaltung (26) zwischen dem Decoder (10) und der Ausgabeeinrichtung
(12) verbunden ist.
2. Fahrzeugempfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Speicherplätze eines Speichers (28) streckenspezifische Merkmale eines für Verkehrsnachrichten
relevanten Gebietes enthalten, daß Addresseneingänge (30) des Speichers (28) mit einer
Auswerteschaltung (32) für die streckenspezifischen Anteile der codierten Verkehrsnachrichten
verbunden sind und daß Ausgänge (34) des Speichers (28) mit Eingängen (36) des Vergleichers
(18) verbunden sind.
3. Fahrzeugempfänger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherplätze des Speichers (18) in Bereiche unterteilt sind, in denen
Bereiche oder Speicherplätze für Untermengen zusammengefaßt sind.
4. Fahrzeugempfänger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherplätze in Hauptbereiche (38) für unterschiedliche Straßentypen und
ihre numerischen Bezeichnungen, sowie gegebenenfalls für die Fahrtrichtung, unterteilt
sind.
5. Fahrzeugempfänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptbereiche (38) in Zwischenbereiche (40) für Hauptstreckenabschnitte
unterteilt sind.
6. Fahrzeugempfänger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenbereiche (40) in Unterbereiche (42) für Streckensegmente unterteilt
sind.
7. Fahrzeugempfänger nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Straßentypen, numerischen Bezeichnungen, bzw. die Hauptstreckenabschnitte,
bzw. die Streckensegmente einheitlich in auf- oder absteigender Reihenfolge bezogen
auf eine Fahrtrichtung gegliedert sind.
8. Fahrzeugempfänger nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Fahrstreckengeber (44) mit einer Auswerteschaltung (46) vorgesehen ist,
der über die Steuerschaltung (20) derart mit dem Speicher (28) für die eingegebenen
fahrtroutenspezifischen Merkmale verbunden ist, daß die der bereits durchfahrenen
Fahrtstrecke zugeordneten Merkmale löschbar sind.
9. Fahrzeugempfänger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrstreckengeber (44) mit der Auswerteschaltung (46) zur Bestimmung einer
Druchschnittsgeschwindigkeit und/oder Momentangeschwindigkeit sowie zur Berechnung
der bis zum Erreichen des eine Verkehrsstörung aufweisenden Streckenabschnitts benötigten
Zeit ausgebildet ist und daß ein Kleiner-Gleich-Ausgang des Zeitvergleichers über
ein logisches Verknüpfungsglied mit dem Freigabeeingang (24) der Torschaltung (26)
verbunden ist.
1. Vehicle receiver with a decoder (10) for decoding traffic messages which have been
received in a digitally encoded form, a visual and/or acoustic output device (12)
for the traffic messages and an input device (14) and storage device (16) for route-specific
features, characterized in that a control circuit (20), which comprises a comparator
(18) for route-specific features of the traffic messages with features of the route
is connected to the storage device (16) and a parity output (22) of the comparator
(18) is connected to an enabling input (24) of a gate circuit (26) between the decoder
(10) and the output device (12).
2. Vehicle receiver according to Claim 1, characterized in that storage locations of
a memory (28) contain route-specific features of a region which is relevant for traffic
messages, in that address inputs (30) of the memory (28) are connected to an evaluation
circuit (32) for the route-specific portions of the encoded traffic messages, and
in that outputs (34) of the memory (28) are connected to inputs (36) of the comparator
(18).
3. Vehicle receiver according to Claim 2, characterized in that the storage locations
of the memory (18) are divided into areas in which areas or storage locations for
sub-amounts are combined.
4. Vehicle receiver according to Claim 3, characterized in that the storage locations
are divided into main areas (38) for different types of roads and their numerical
designations as well as, if appropriate, for the direction of travel.
5. Vehicle receiver according to Claim 4, characterized in that the main areas (38) are
divided into intermediate areas (40) for main route sections.
6. Vehicle receiver according to Claim 5, characterized in that the intermediate areas
(40) are divided into sub-areas (42) for route segments.
7. Vehicle receiver according to one or more of Claims 4 - 6, characterized in that the
types of roads, numerical designations and the main route sections and the route segments
are arranged uniformly in ascending or descending order in relation to the direction
of travel.
8. Vehicle receiver according to one or more of Claims 1 - 7, characterized in that a
route transmitter (44) is provided with an evaluation circuit (46) which is connected
via the control circuit (20) to the memory (28) for the input, route-specific features
in such a way that the features assigned to the route which has already been travelled
through can be cleared.
9. Vehicle receiver according to Claim 8, characterized in that the route transmitter
(44) with the evaluation circuit (46) is designed to determine an average speed and/or
instantaneous speed and to calculate the time required until the route section with
a traffic problem is reached, and in that a smaller-than-or-equal-to output of the
time comparator is connected to the enabling input (24) of the gate circuit (26) via
a logic connection element.
1. Récepteur pour véhicule avec un décodeur (10) servant à décoder des informations sur
le trafic reçues en code numérique, avec un système de délivrance visuel et/ou acoustique
(12) pour des informations sur le trafic et avec une entrée de données (14) et un
système de mémoire (16) pour des caractéristiques propres à l'itinéraire, récepteur
pour véhicule caractérisé en ce qu'un circuit de commande (20) comprenant un comparateur
(18) est relié au système de mémoire (16), circuit de commande pour des caractéristiques
propres au trajet et des informations sur le trafic avec des caractéristiques de l'itinéraire,
et en ce qu'une sortie de parité (22) du comparateur (18) est reliée a une entrée
de liberation (24) d'un circuit ET (26) entre le décodeur (10) et le système de délivrance
(12).
2. Récepteur pour véhicule selon la revendica-tion 1, caractérisé en ce que des emplacements
d'une mémoire (28) contiennent des caractéristiques, propres au trajet, d'une zone
concernée par les informations sur le trafic, en ce que des entrées d'adresse (30)
de la mémoire (28) sont reliées a un circuit d'exploitation (32) pour les fractions,
propres au trajet, des informations codées sur le trafic, et en ce que des sorties
(34) de la mémoire (28) sont reliées aux entrées (36) du comparateur (18).
3. Récepteur pour véhicule selon la revendication 2, caractérisé en ce que les emplacements
de la mémoire (18) sont subdivisés en zones dans lesquelles sont rassemblées des zones
ou des emplacements de mémoire pour des sous-ensembles.
4. Récepteur pour véhicule selon la revendication 3, caractérisé en ce que les emplacements
de mémoire sont subdivisés en zones principales (38) pour des types de route différents
et pour leurs references numériques ainsi que, le cas échéant, pour le sens de la
marche.
5. Récepteur pour véhicule selon la revendication 4, caractérisé en ce que les zones
principales (38) sont subdivisées en zones intermédiaires (40) pour des sections de
voies principales.
6. Récepteur pour véhicule selon la revendication 5, caractérisé en ce que les zones
intermédiaires (40) sont subdivisées en sous-zones (42) pour des segments de voies.
7. Récepteur pour véhicule selon l'une ou plusieurs des revendications 4 à 6, caractérisé
en ce que les types de routes, les références numériques, les sections de voies principales,
ou les segments de voies sont rangés de façon unitaire en ordre croissant ou décroissant
par rapport à un sens de marche.
8. Récepteur pour véhicule selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé
en ce que l'on prévoit un détecteur de trajet (44) avec un circuit d'exploitation
(46), détecteur qui est relié par l'intermédiaire du circuit d'exploitation (20) à
la mémoire (28), contenant les caractéristiques propres à l'itinéraire, qui ont été
mises en mémoire, de telle façon que les caractéristiques correspondant aux trajets
déjà parcourus puissent être effacées.
9. Récepteur pour véhicule selon la revendication 8, caractérisé en ce que le détecteur
de trajet (44) est constitué avec le circuit d'exploitation (46) pour déterminer une
vitesse moyenne et/ou une vitesse momentanée ainsi que pour calculer le temps nécessaire
pour atteindre la section de trajet présentant une perturbation de trafic, et en ce
qu'une sortie petite ou égale du comparateur de temps est reliée, par l'intermédiaire
d'un élément logique de combinaison, à l'entrée de libération (24) du circuit ET (26).

