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(11) |
EP 0 300 219 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.1991 Patentblatt 1991/34 |
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Anmeldetag: 23.06.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B22D 11/04 |
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Kokille zum vertikalen Stranggiessen von Stahlband
Permanent mold for vertical continuous casting of steel strip
Coquille pour la coulée continue verticale en bande d'acier
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
18.07.1987 DE 3723857
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.01.1989 Patentblatt 1989/04 |
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Patentinhaber: SMS SCHLOEMANN-SIEMAG AKTIENGESELLSCHAFT |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Streubel, Hans
D-4006 Erkrath 1 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Müller, Gerd, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Hemmerich-Müller-Grosse
Pollmeier-Valentin-Gihske
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 149 734 US-A- 2 564 723
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DE-A- 3 400 220
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Band 4, Nr. 183 ( M-47 )(665), 17 December 1980 & JP-A-55
130362
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kokille zum vertikalen Stranggießen von Stahlband, mit
gekühlten Breitseitenwänden und Schmalseitenwänden, wobei die Breitseitenwände einen
nur auf einen Teil der Kokillenhöhe beschränkten erweiterten Eingießbereich formen,
der zu den Schmalseiten und in Gießrichtung auf das Format des gegossenen Bandes reduziert
ist und die Breitseitenwände seitlich des Eingießbereichs in einem etwa der Banddicke
entsprechenden Abstand bis zu der jeweiligen Schmalseitenwand verlaufen.
[0002] Bei dieser durch die EP-A1-14 97 34 bekannt gewordenen Kokille verlaufen die Breitseitenwände
seitlich des Eingießbereichs in einem der Banddicke entsprechenden Abstand parallel
zueinander.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Stranggießkokille der obenbezeichneten
Gattung, bei der ein Stahlband mit über die Bandbreite gleichmäßig fehlerfreier Oberfläche
erzeugt wird. Insbesondere soll die Reibung zwischen Kokillenwand und erstarrender
Strangschale vermindert werden.
[0004] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Breitseitenwände beidseits
des Eingießbereichs aus unteren,parallel zueinander stehenden Abschnitten B, B′ und
oberen, die Sollbadspiegelebene überdeckenden Abschnitten C, C′ gebildet sind, die
Abschnitte C, C′ zur Vertikalen in einem Winkel α = 1 bis 3° im Sinne einer Erweiterung
des Kokillenhohlraumes geneigt sind und die Breite der Schmalseitenwände dieser Erweiterung
angepaßt ist.
[0005] Auf diese Weise kann die den Gießspiegel abdeckende Gießschlacke besser zwischen
Kokillenwand und Strangschale fließen, wodurch die Reibung vermindert wird. Mit der
erfindungsgemäßen Kokille können Stahlbänder mit über die gesamte Strangbreite gleichmäßig
fehlerfreier Oberfläche gegossen werden, da das Entstehen von Oszillationsmarken und
damit die Gefahr einer Bildung von Querrissen im Oszillationsmarkengrund vermieden
wird.
[0006] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung reichen die oberen Abschnitte C, C′ vorteilhaft
bis zu einer Tiefe t = 20 bis 60 mm unter der Sollbadspiegelebene.
[0007] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Stahlbandgießkokille im Längsschnitt gemäß der Linie I - I in Fig. 2,
- Fig. 2
- die Draufsicht der Stahlbandgießkokille
und
- Fig. 3
- vergrößert einen Querschnitt der Stahlbandgießkokille gemäß der Linie III - III in
Fig. 1.
[0008] Bei der dargestellten Bandgießkokille bilden zwei gegenüberliegende Breitseitenwände
1, 2 und zwei zwischen Seitenbereichen der Breitseitenwände 1, 2 angeordnete Schmalseitenwände
3, 4 den Formraum. Die Schmalseitenwände 3, 4 sind durch Spindeln 5 zwischen den Seitenbereichen
der Breitseitenwände 1, 2 verstellbar.
[0009] Die Breitseitenwände 1, 2 formen zu ihrer Mitte einen erweiterten Eingießbereich
6 in den ein den flüssigen Stahl einleitendes Gießrohr 7 hineinragt. Der Eingießbereich
6 wird in Gießrichtung und zu den Schmalseitenwänden 3, 4 auf das Format des zu gießenden
Bandes reduziert.
[0010] Durch das Gießrohr 7 wird flüssiger Stahl bis zur Sollbadspiegelebene 8 in die Kokille
geleitet. Der Gießspiegel wird durch zu Gießschlacke schmelzendes Gießpulver abgedeckt.
Unterhalb des Gießspiegels 8 bildet sich an den gekühlten Breitseitenwänden 1, 2 und
Schmalseitenwänden 3, 4 eine Strangschale. Die sich im Eingießbereich 6 bildende Strangschale
wird beim Absenken auf das Bandformat reduziert. Um die dabei auftretenden Biegedehnungen
der Strangschale möglichst gering zu halten, sind die seitlichen Teile des Eingießbereichs
6 als rechteckige Übergangsflächen 9 ausgebildet. Der Übergang auf die formatbestimmenden
unteren Teile A der Breitseitenwände 1, 2 erfolgt an horizontal verlaufenden Rundungen
10.
[0011] Beidseits des Eingießbereichs 6 bestehen die Breitseitenwände 1, 2 aus unteren, parallel
zueinander stehenden Abschnitten B, B′ und oberen, die Sollbadspiegelebene 8 überdeckenden
Abschnitten C, C′. Zur Erzielung einer fehlerfreien Bandoberfläche sind die Abschnitte
C, C′ zur Vertikalen in einem Winkel α = 1 bis 3° im Sinne einer Erweiterung des Kokillenhohlraumes
geneigt. Die Breite der Schmalseitenwand 4 ist im Bereich der Abschnitte C, C′ der
Kontur der Breitseitenwand 1, 2 angepaßt. Die Abschnitte C, C′ reichen bis zu einer
Tiefe t bis unter die Sollbadspiegelebene 8.
1. Kokille zum vertikalen Stranggießen von Stahlband mit gekühlten Breitseitenwänden
und Schmalseitenwänden, wobei die Breitseitenwände einen nur auf einen Teil der Kokillenhöhe
beschränkten erweiterten Eingießbereich mit Übergangsflächen formen, der zu den Schmalseiten
und in Gießrichtung auf das Format des gegossenen Bandes reduziert ist und die Breitseitenwände
seitlich des Eingießbereichs in einem etwa der Banddicke entsprechenden Abstand bis
zu der jeweiligen Schmalseitenwand verlaufen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Breitseitenwände (1, 2) beidseits des Eingießbereichs (6) aus unteren, parallel
zueinander stehenden Abschnitten B,B′ und oberen, die Sollbadspiegelebene (8) überdeckenden
Abschnitten C, C′ gebildet sind, die AbSchnitte C, C′ in einem Winkel α = 1 bis 3°
im Sinne einer Erweiterung des Kokillenhohlraumes geneigt sind und die Breite der
Schmalseitenwände (3, 4) dieser Erweiterung angepaßt ist.
2. Kokille nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abschnitte C, C′ bis zu einer Tiefe T = 20 - 60 mm unter die Sollbadspiegelebene
(8) reichen.
1. Chill mould, for the vertical continuous casting of steel strip with cooled wide side
walls and narrow side walls, wherein the wide side walls form an enlarged pouring-in-region
with transition surfaces, which is restricted to only a part of the chill mould height
and reduced in casting direction to the format of the cast strip towards the narrow
sides and the wide side walls laterally of the pouring-in region extend in a spacing,
which corresponds to about the strip thickness, to the respective narrow side wall,
characterised thereby, that the wide side walls (1, 2) are formed at both sides of
the pouring-in region (6) from lower portions B, B' standing one parallelly to the
other and upper portions C, C' covering the intended bath surface plane (8), the portions
C, C' are inclined at angle ∝ of 1 to 3° in the sense of an enlargement of the hollow
space of the chill mould and the width of the narrow side walls (3, 4) is matched
to this enlargement.
2. Chill mould according to claim 1, characterised thereby, that the portions C, C' reach
to a depth T of 20 to 60 millimetes below the intended bath surface plane (8).
1. Lingotière pour la coulée continue verticale d'une bande en acier, qui comporte des
parois latérales larges et des parois latérales étroites, refroidies, les parois latérales
larges délimitant une zone de coulée élargie qui comporte des surfaces de transition
et ne s'étend que sur une partie de la hauteur de la lingotière et sui se rétrécit
vers les côtés étroits et dans la direction de la coulée pour atteindre le format
de la bande coulée et les parois latérales larges étant, de chaque côté de la zonede
coulée, jusqu'à la paroi latérale étroite correspondante, à une distance l'une de
l'autre sensiblement égale à l'épaisseur de la bande, caractérisée en ce que, des
deux côtés de la zone de coulée (6), les parois latérales larges (1, 2) comprennent
des secteurs inférieurs B, B', parallèles l'un à l'autre, et des secteurs supérieurs
C, C' qui recouvrent le plan (8) de la surface normale du bain, que les secteurs C,
C' sont inclinés suivant un angle = 1 à 3° de manière à élargir la cavité de la lingotière
et que la largeur des parois latérales (3, 4) est adaptée à cet élargissement.
2. Lingotière selon la revendication 1, caractérisée en ce que les secteurs C, C' descendent
jusqu'à une profondeur T de 20 à 60 mm au-dessous du plan (8) de la surface normale
du bain.
