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(11) |
EP 0 300 319 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.1995 Patentblatt 1995/44 |
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Anmeldetag: 11.07.1988 |
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Piezoelektrisch anregbares Resonanzsystem zur Ultraschall-Zerstäubung einer Flüssigkeit
Piezoelectric driven resonance system for ultrasonic atomising of a fluid
Dispositif résonant à commande piézoélectrique pour atomiser un fluide par ultrasons
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
22.07.1987 DE 3724629
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.01.1989 Patentblatt 1989/04 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Däges, Johannes, Dr.
D-8620 Lichtenfels (DE)
- Van der Linden, Klaus, Dipl.-Ing.
D-8640 Kronach (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 246 515 DE-C- 883 358
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DE-A- 1 425 897 FR-A- 1 545 920
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- ULTRASONICS, Band 7, Nr. 2, 1969, Seite 131, Guildford, GB; A.J. LAST:"Focussed ultrasonic
emulsifiers and dispersers"
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Geräte zum Erzeugen von Resonanzschwingungen
im Ultraschall-Frequenzbereich. Sie ist bei der konstruktiven Ausgestaltung eines
piezoelektrisch anregbaren, resonanzfähigen Systems anwendbar, mit dem Flüssigkeiten
zerstäubt werden.
[0002] Ein bekanntes Gerät (DE-A1-20 32 433) zur Flüssigkeitszerstäubung besteht aus einem
rotationssymmetrischen Metallkörper mit einem an die Grundfläche des Metallkörpers
angekoppelten piezokeramischen Schwinger. Der Metallkörper dieses (eine Biegeschwingung
ausführenden) Resonanzsystems weist dabei drei Bereiche auf, nämlich eine scheibenförmige
Grundplatte, eine als "Arbeitsplatte" bezeichnete Schwingplatte und einen die Grundplatte
und die Arbeitsplatte verbindenden, in der Symmetrieachse des Metallkörpers liegenden
Steg. Die Arbeitsplatte dient der Aufnahme einer Flüssigkeit. Mit einem derartigen
Resonanzsystem erzeugbare Aerosole weisen Tröpfchendurchmesser auf, die zu einem großen
Teil nicht lungengängig sind. Ein solches Resonanzsystem ist daher für die Erzeugung
von Aerosolen für Inhalationszwecke wenig geeignet.
[0003] Zur Verbesserung des bekannten Flüssigkeitszerstäubers ist bereits vorgeschlagen
worden (EP-A-0 246 515, Veröffentlichungstag 25.11.1987), bei kegelig ausgebildeter
Grundplatte die Arbeitsplatte als Hohlspiegel auszubilden und über einen speziell
dimensionierten Hals mit der kegeligen Grundplatte zu verbinden. Dadurch lassen sich
bei Anregung in Dickenresonanz sehr kleine Flüssigkeitsvolumina (kleiner oder gleich
15 Mikroliter) ohne ein mechanisches Tröpfchenfilter bei geringer elektrischer Anregungsleistung
sowie ohne Ankopplung über ein Flüssigkeitsmedium in Tröpfchen mit einem Durchmesser
von kleiner oder gleich 40 Mikrometer zerstäuben. Die Schwingfrequenz dieses Resonanzsystems
liegt dabei im Megahertz-Bereich.
[0004] Die Erfindung geht von einem Resonanzsystem mit den Merkmalen des Oberbegriffes des
Patentanspruches 1 aus. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, das Resonanzsystem derart
zu verbessern, daß bei möglichst kleiner elektrischer Anregungsleistung ein Tröpfchendurchmesser
des Aerosols von kleiner als 15 Mikrometer erzielt werden kann, um die Lungengängigkeit
des Aerosols weiter zu steigern.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß der piezokeramische
Ultraschall-Schwinger ein in Dickenresonanz arbeitender Schwinger ist, daß die Grundplatte
des Metallkörpers eine der Grundfläche gegenüberliegende parabolische Deckfläche aufweist,
daß die Arbeitsplatte tellerförmig oder schalenförmig ausgebildet ist, und daß der
Mittelpunkt der Arbeitsplatte im oder in der Nähe des eigentlichen Brennpunktes der
parabolischen Deckfläche oder des an der Grundfläche der Grundplatte durch den Hals
hindurch gespiegelten Brennpunktes der parabolischen Deckfläche liegt.
[0006] Unter dem Begriff "parabolische Deckfläche" wird im Rahmen der Erfindung eine Fläche
verstanden, die die auftreffenden Ultraschallwellen in einen Brennpunkt reflektiert.
Näherungsweise kann es sich hierbei auch um eine Kugelfläche oder um eine einem Paraboloid
angepaßte Fläche aus ringförmigen Teilflächen (Kegelstumpfoberflächen mit verschiedenen
Kegelöffnungswinkeln) handeln.
[0007] Bei einem derart ausgestalteten Resonanzsystem werden die von dem piezokeramischen
Dickenschwinger in den Metallkörper eingespeisten Ultraschallwellen an der parabolischen
Deckfläche der Grundplatte reflektiert und durch den Hals hindurch in den Bereich
der Arbeitsplatte fokussiert. Da die Ultraschallwellen unter einem Neigungswinkel
auf die Arbeitsplatte treffen, wird ein Teil dieser Schallwellen in Richtung des Randes
der Arbeitsplatte reflektiert; ein weiterer Teil läuft als Oberflächenwelle in Richtung
des Randes. Dadurch wird eine gleichmäßige Verteilung der zu zerstäubenden Flüssigkeit
auf der Arbeitsplatte und damit eine gleichmäßige Zerstäubung über den gesamten Zerstäubungszeitraum
erreicht. Außerdem befindet sich die Flüssigkeitsoberfläche während des gesamten Zerstäubungsvorganges
in der Nähe des optimalen Zerstäubungspunktes. Demzufolge werden bei einer Anregungsleistung
kleiner/gleich 20 W Aerosole erzeugt, bei denen mehr als 50 % des zerstäubbaren Volumens
in Tröpfchen mit einem Durchmesser kleiner/gleich 15 µm vorliegt und der häufigste
Tröpfchendurchmesser kleiner/gleich 5 µm ist. Im übrigen ist bei einem derartigen
Resonanzssystem im Rahmen gut beherrschbarer Herstellungstoleranzen die Einhaltung
einer bestimmten Resonanzfrequenz gewährleistet.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung kann der Metallkörper des Resonanzsystems so ausgebildet
sein, daß die Grundfläche der Grundplatte ein Kreisring ist, und daß die Grundplatte
in einen kegelförmigen Hals übergeht, der die zentrale Öffnung des Kreisringes über
die Grundplatte hinaus durchdringt. Dadurch erhält man eine relativ kompakte Ausgestaltung
des Resonanzsystems. Der piezokeramische Dickenschwinger hat in diesem Fall ebenfalls
die Form eines Kreisringes.
[0009] Bei dieser Ausgestaltung kann die Arbeitsplatte direkt in den Hals integriert sein,
indem der Hals als Kegelstumpf mit einer teller- oder schalenförmigen Vertiefung am
spitz zulaufenden Ende ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform kann der Fokussierungspunkt
der Ultraschallwellen in die Aushöhlung der Kegelspitze und damit direkt in die zu
zerstäubende Flüssigkeit gelegt werden.
[0010] Man kann den Metallkörper aber auch so ausbilden, daß der kegelförmige Hals am spitz
zulaufenden Ende in Form einer Erweiterung in die teller- oder schalenförmig gestaltete
Arbeitsplatte übergeht. Dadurch ist die Zerstäubung einer größeren Flüssigkeitsmenge
ermöglicht.
[0011] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Metallkörpers besteht darin, daß die
scheibenförmige Grundplatte auf der Seite der parabolischen Deckfläche in der Nähe
der Symmetrieachse in den die Arbeitsplatte tragenden Hals übergeht. Bei dieser Ausführungsform
werden die Ultraschallwellen zweimal reflektiert, bevor sie auf die Arbeitsplatte
treffen. Mit dieser zweifachen Reflexion verbundene Interferenzeffekte, Bündelversetzungen
(DE-Z "Materialprüfung", 1965, Seite 281 ff.) und Wiedereintritt der Ultraschallwellen
in die Piezokeramik führen dabei zu parallelen Strahlverschiebungen, wodurch die Einspeisung
des Ultraschalls in die zu zerstäubende Flüssigkeit verbessert wird. Dem kann durch
eine spezielle Ausgestaltung der Arbeitsplatte weiter Rechnung getragen werden. Diese
Ausgestaltung besteht darin, daß das Seitenteil der Arbeitsplatte einen Kegelmantel
bildet, und daß der Übergangsbereich zwischen dem Hals und der tellerförmigen Arbeitsplatte
sowie die Neigung des Seitenteils gegenüber dem Mittelteil der Arbeitsplatte so gewählt
ist, daß an der Arbeitsplatte reflektierte Ultraschallwellen in das Seitenteil gelenkt
und dort in Richtung des Tellerrandes mehrfach reflektiert werden.
[0012] Die Dimensionierung des Resonanzsystems ist abhängig von der Schallgeschwindigkeit
in dem Metallkörper, der vorzugsweise aus Chrom-Nickel-Stahl besteht, und von der
gewünschten Frequenz. Die Frequenz sollte im günstigen Übertragungsbereich des piezokeramischen
Dickenschwingers liegen. Da die kontinuierliche Zerstäubung einer Flüssigkeit bevorzugt
mit stehenden Ultraschallwellen erfolgt, sollte die Ultraschallaufstrecke in dem Metallkörper
ein Vielfaches der halben Wellenlänge betragen, insbesondere das 6 - 28fache.
[0013] Im Hinblick auf die Ausführung mit zweifacher Reflexion der Ultraschallwellen hat
es sich als zweckmäßig erwiesen, die Dicke der scheibenförmigen Grundplatte etwa doppelt
so groß wie die Ultraschallwellenlänge zu wählen und den Durchmesser der tellerförmigen
Arbeitsplatte mit etwa dem Dreifachen dieser Wellenlänge zu bemessen. Der Durchmesser
der Grundfläche der scheibenförmigen Grundplatte sollte etwa das Zehnfache dieser
Wellenlänge betragen. Dabei sollte die Halshöhe, d. h. der Abstand zwischen dem Scheitelpunkt
der parabolischen Deckfläche und dem Mittelpunkt der tellerförmigen Arbeitsplatte,
zweckmäßigerweise gleich der einfachen Wellenlänge sein.
[0014] Drei Ausführungsbeispiele des neuen Resonanzsystems sind in den Figuren 1 bis 3 dargestellt.
Dabei zeigt
- Fig. 1
- ein Resonanzsystem, bei dem im Betrieb einfache Reflexion der Ultraschallwellen vorliegt
und eine Arbeitsplatte in den Hals integriert ist,
- Fig. 2
- ein Resonanzsystem, bei dem einfache Reflexion vorliegt und eine Arbeitsplatte als
tellerförmiges Teil an den Hals angeformt ist, und
- Fig. 3
- eine Ausführungsform, bei dem die Ultraschallwellen zweifach reflektiert werden, bevor
sie auf eine an den Hals anschließende tellerförmige Arbeitsplatte treffen.
[0015] Fig. 1 zeigt ein Schwing- oder Resonanzsystem, das aus einem zu einer Symmetrie-
oder Rotationsachse 10 symmetrischen, schwingungsfähigen Metallkörper 1 insbesondere
aus Chrom-Nickel-Stahl und einem piezokeramischen Dickenschwinger 7 für Ultraschall
besteht. Bei dem dargestellten einstückigen Metallkörper 1 handelt es sich - geometrisch
gesehen - um ein Ringteil, das von einem Kegel mit einer parabolisch geformten Unterseite
4 durchdrungen ist, wobei das Ringteil und der Kegel dieselbe Symmetrieachse 10 und
denselben Außendurchmesser aufweisen.
[0016] Der Metallkörper 1 besitzt somit eine scheibenförmige Grundplatte 2 mit einer ebenen,
senkrecht zur Symmetrie- oder Rotationsachse 10 verlaufenden ringförmigen Grundfläche
3 und mit einer gegenüberliegenden symmetrischen parabolischen Deckfläche 4; er besitzt
weiter einen kegelförmig zulaufenden Hals 5, der die ringförmige Grundfläche 3 durchdringt,
also aus dieser herausragt, und der am spitz zulaufenden Ende mit einer tellerförmigen
oder schalenförmigen Vertiefung 6 ausgebildet ist. Die Vertiefung 6 bildet im Hals
5 zugleich die Arbeitsplatte des Resonanzsystems. Sie ist zur Aufnahme einer zu zerstäubenden
Flüssigkeit vorgesehen. Der Mittelpunkt der Vertiefung 6 liegt im oder in der Nähe
des eigentlichen Brennpunktes F1 der Grundfläche 4. Der vorliegend ringförmig ausgebildete
Ultraschall-Schwinger 7 ist an die ebene, senkrecht zur Symmetrieachse 10 verlaufende
Grundfläche 3 angekoppelt. Er liegt symmetrisch zur Symmetrieachse 10. Er arbeitet
beim Betrieb in sogenannnter Dickenresonanz.
[0017] Eine nach elektrischer Beaufschlagung vom piezokeramischen Dickenschwinger 7 angeregte
Ultraschallwelle US wird in den Metallkölrper 1 übertragen, dort an der parabolischen
Deckfläche 4 reflektiert und damit in Richtung auf die schalenförmige Vertiefung 6
fokussiert. Hier im Brennpunkt F1, also praktisch im Bereich der gesamten Vertiefung
6, führt die Ultraschallwelle US zur Zerstäubung der Flüssigkeit in feine Partikel.
[0018] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist das Resonanzsystem in Anlehnung an das
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 aufgebaut. Hier ist ein einstückiger rotationssymmetrischer
Metallkörper 11 vorgesehen, der aus einer scheibenförmigen Grundplatte 12 mit einer
ebenen, ringförmigen Grundfläche 13, einer gegenüberliegenden parabolischen Deckfläche
14 und einem kegelförmig sich verjüngenden Hals 15 besteht. Der Hals 15 ragt auch
hier wieder aus der Grundfläche 13 heraus. Als Arbeitsplatte ist hier ein tellerförmiges
überkragendes Teil 16 vorgesehen, das an das spitz zulaufende Ende des Halses 15 angeformt
ist. Die tellerförmige Arbeitsplatte 16 hat die Form einer Erweiterung und besitzt
einen ebenen Mittelteil und ein kegelig verlaufendes Seitenteil (kegelige Tellerwand).
[0019] Die Anregung des Resonanzsystems erfolgt über einen elektrisch beaufschlagbaren piezokeramischen
Ringkörper 17, der mit dem Metallkörper 11 (bevorzugt aus Chrom-Nickel-Stahl) an der
Grundfläche 13 gekoppelt, z.B. verklebt ist. Die gemeinsame Symmetrieachse ist mit
20 bezeichnet. Eine von dem piezokeramischen Ringkörper 17, der auch hier als Dickenschwinger
arbeitet, angeregte Ultraschallwelle US wird an der parabolischen Deckfläche 14 reflektiert
und in die Nähe des Mittelpunktes der tellerförmigen Arbeitsplatte 16 im Brennpunkt
F2 fokussiert. Die auf der Arbeitsplatte 16 befindliche Flüssigkeit wird dadurch zerstäubt.
[0020] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 besitzt ein schwingungsfähiger, rotationssymmetrischer
Metallkörper 21 eine scheibenförmige Grundplatte 22, deren Grundfläche 23 als ebene
Kreisfläche ausgebildet ist. Ihr gegenüber liegt eine parabolische Deckfläche 24.
Die Grundplatte 22 geht auf der Seite ihrer parabolischen Deckfläche 24 im Bereich
der Symmetrieachse 30 über einen Hals 25 in eine tellerförmige Arbeitsplatte 26 über.
Diese Platte 26 weist ein ebenes Mittelteil 28 und ein kegelig verlaufendes Seitenteil
29 (kegelige Tellerwand) auf. Das gesamte Resonanzsystem ist rotationssymmetrisch
zur Symmetrieachse 30. Ein piezokeramischer Dickenschwinger 27 ist hier zylindrisch
(mit kreisförmiger Koppelfläche) gestaltet sowie mit der ebenen Grundfläche 23 verklebt
und dadurch gekoppelt. Eine von dem Dickenschwinger 27 angeregte Ultraschallwelle
US1 wird sowohl an der parabolischen Deckfläche 24 als auch an der Grenzfläche 23
zwischen dem Dickenschwinger 27 und der Grundplatte 22 reflektiert und zum Mittelpunkt
der tellerförmigen Arbeitsplatte 26 hin fokussiert. Bei diesem Ausführungsbeispiel
liegt der Fokussierungspunkt F3 der Ultraschallwellen US1 also spiegelbildlich zum
Brennpunkt der parabolischen Fläche 24, wobei die Grundfläche 23 die Spiegelfläche
bildet. Mit anderen Worten: Der Fokussierungspunkt F3 der Ultraschallwelle US1 und
der Zerstäubungsort liegen hier auf derselben Seite der Grundfläche 23.
[0021] Bei der Reflexion der Ultraschallwellen an der Grenzfläche Dickenschwinger 27/Grundplatte
22 treten Interferenzerscheinungen, aber auch Bündelversetzungen auf, die zu Parallelverschiebungen
der Ultraschallwellen führen, beispielsweis zu der Ultraschallwelle US2. Infolge des
Neigungswinkels zwischen den auftreffenden Ultraschallwellen und der tellerförmigen
Arbeitsplatte 26 dringt ein erster Teil der jeweiligen Ultraschallwelle in die auf
die Arbeitsfläche 26 aufgebrachte Flüssigkeit ein; ein zweiter Teil läuft als Oberflächenwelle
in Richtung auf den Tellerrand 31; ein dritter Teil wird an der Grenzfläche reflektiert.
Von dem reflektierten dritten Teil gelangt ein Teil in die Tellerwand 29 und durch
weitere Reflexionen in der Tellerwand 29 zum Tellerrand 31, was rechts im Seitenteil
29 gestrichelt angedeutet ist. Der Übergangsbereich zwischen dem Hals 25 und der tellerförmigen
Arbeitsplatte 26 sowie die Neigung des Seitenteils 29 gegen das Mittelteil 28 sind
entsprechend gewählt. Eine umlaufende, ringförmige Einkerbung 33 - vorzugsweise auf
der Unterseite der Tellerwand 29 wie links eingezeichnet - in der Nähe des Tellerrandes
schirmt den Tellerrand vor den Ultraschallwellen ab. Sie bewirkt dadurch eine Beruhigung
der auf der Arbeitsplatte 26 befindlichen Flüssigkeit im Randbereich.
[0022] Bei Wahl einer zur Zerstäubung positionierten Flüssigkeitsmenge von ca. 15 Mikrolitern
hat sich bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 ein Durchmesser der tellerförmigen
Arbeitsplatte 26 von ca. dem Dreifachen der Ultraschallwellenlänge in dem Metallkörper
21, ein Durchmesser des Halses 25 und des Tellermittelteils von ca. einer Wellenlänge,
eine Höhe des Halses 25 von ebenfalls ca. einer Wellenlänge, eine Dicke der Grundplatte
22 von dem Doppelten der Wellenlänge und ein Durchmesser der Grundfläche 23 von etwa
dem Zehnfachen der Wellenlänge als zweckmäßig erwiesen. Die Dicke des piezokeramischen
Dickenschwingers 27 entspricht bevorzugt etwa der halben Wellenlänge der angeregten
Ultraschallwelle in dem Dickenschwinger 27.
1. Piezoelektrisch anregbares Resonanzsystem zur Zerstäubung einer Flüssigkeit, mit einem
schwingungsfähigen, rotationssymmetrischen Metallkörper (1, 11, 21) mit einer scheibenförmigen
Grundplatte (2, 12, 22), einer Arbeitsplatte (6, 16, 26) und einem die Arbeitsplatte
(6, 16, 26) mit der Grundplatte (2, 12, 22) verbindenden Hals (5, 15, 25) sowie mit
einem piezokeramischen Ultraschall-Schwinger (7, 17, 27), der an eine ebene, senkrecht
zur Symmetrieachse (10, 20, 30) verlaufende Grundfläche (3, 13, 23) der Grundplatte
(2, 12, 22) angekoppelt ist,
dadurch gekennzeichnet,
a) daß der piezokeramische Ultraschall-Schwinger (7, 17, 27) ein in Dickenresonanz
arbeitender Schwinger ist,
b) daß die Grundplatte (2, 12, 22) des Metallkörpers (1, 11, 21) eine der Grundfläche
(3, 13, 23) gegenüberliegende parabolische Deckfläche (4, 14, 24) aufweist,
c) daß die Arbeitsplatte (6, 16, 26) tellerförmig oder schalenförmig ausgebildet ist,
und
d) daß der Mittelpunkt der Arbeitsplatte (6, 16, 26) im oder in der Nähe
d1) des eigentlichen Brennpunktes (F1, F2) der parabolischen Deckfläche (4, 14) oder
d2) des an der Grundfläche (23) der Grundplatte (22) durch den Hals (25) hindurch
gespiegelten Brennpunktes (F3) der parabolischen Deckfläche (24)
liegt.
2. Resonanzsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundfläche (3, 13) der Grundplatte (2, 12) ein Kreisring ist, und daß die
Grundplatte (2, 12) in einen kegelförmigen Hals (5, 15) übergeht, der die zentrale
Öffnung des Kreisringes über die Grundfläche (3, 15) hinaus durchdringt.
3. Resonanzsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hals (5) als Kegelstumpf mit einer tellerförmigen Vertiefung (6) am spitz
zulaufenden Ende ausgebildet ist.
4. Resonanzsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der kegelförmige Hals (15) am spitz zulaufenden Ende in Form einer Erweiterung
in die teller- oder schalenförmige Arbeitsplatte (16) übergeht.
5. Resonanzsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die scheibenförmige Grundplatte (22) auf der Seite der parabolischen Deckfläche
(24) im Bereich der Symmetrieachse (30) in den Hals (25), der die Arbeitsplatte (26)
trägt, übergeht.
6. Resonanzsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Seitenteil (29) der Arbeitsplatte (26) kegelig ausgebildet ist, und daß der
Übergangsbereich zwischen dem Hals (25) und der tellerförmigen Arbeitsplatte (26)
sowie die Neigung des Seitenteiles (29) gegen das Mittelteil (28) der Arbeitsplatte
(26) so gewählt sind, daß an der Arbeitsplatte (26) reflektierte Ultraschallwellen
in das Seitenteil (29) gelenkt und dort in Richtung des Tellerrandes (31) mehrfach
reflektiert werden.
7. Resonanzsystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Seitenteil (29) in der Nähe des Tellerrandes (31) mit einer umlaufenden Einkerbung
(33) versehen ist.
8. Resonanzsystem nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der scheibenförmigen Grundplatte (22) etwa doppelt so groß ist wie
die Wellenlänge des Ultraschalls in der Grundplatte (22).
9. Resonanzsystem nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der tellerförmigen Arbeitsplatte (26) etwa das Dreifache der
Ultraschallwellenlänge beträgt.
10. Resonanzsystem nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Grundfläche (23) der Grundplatte (22) etwa das Zehnfache
der Ultraschallwellenlänge beträgt.
11. Resonanzsystem nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Halses (25) etwa gleich der einfachen Ultraschallwellenlänge
ist.
12. Resonanzsystem nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Halses (25) etwa gleich der einfachen Wellenlänge des Ultraschalls
im Metallkörper (21) ist.
1. Piezoelectrically excitable resonance system for atomizing a liquid, having a rotationally
symmetric metal body (1, 11, 21) capable of vibrating, this metal body having a disc-shaped
base plate (2, 12, 22), a working plate (6, 16, 26), and a neck (5, 15, 25) connecting
the working plate (6, 16, 26) to the base plate (2, 12, 22), and having a piezoceramic
ultrasonic vibrator (7, 17, 27) which is coupled to a flat base surface (3, 13, 23)
of the base plate (2, 12, 22), which flat base surface extends perpendicularly to
the axis of symmetry (10, 20, 30), characterised in that
a) the piezoceramic ultrasonic vibrator (7, 17, 27) operates as a thickness resonance
vibrator,
b) the base plate (2, 12, 22) of the metal body (1, 11, 21) has a parabolic outer
surface (4, 14, 24) located opposite the base surface (3, 13, 23),
c) the working plate (6, 16, 26) is formed in a dish shape or a saucer shape, and
d) the centre of the working plate (6, 16, 26) is located at or near
d1) the actual focal point (F1, F2) of the parabolic outer surface (4, 14) or
d2) the focal point (F3) of the parabolic outer surface (24), which focal point is
reflected through the neck (25) by the base surface (23) of the base plate (22).
2. Resonance system according to claim 1, characterised in that the base surface (3,
13) of the base plate (2, 12) is a circular ring, and in that the base plate (2, 12)
makes a transition into a conical neck (5, 15) which passes through the central opening
of the circular ring and extends beyond the base surface (3, 15 (sic)).
3. Resonance system according to claim 2, characterised in that the neck (5) is formed
as a truncated cone having a dish-shaped depression (6) at the tapering end.
4. Resonance system according to claim 2, characterised in that the conical neck (15)
makes a transition at the tapering end in the shape of an enlargement to form the
dish-shaped or saucer-shaped working plate (16).
5. Resonance system according to claim 1, characterised in that the disc-shaped base
plate (22) makes a transition into the neck (25) which carries the working plate (26),
on the side of the parabolic outer surface (24) in the region of the axis of symmetry
(30).
6. Resonance system according to claim 5, characterised in that the side part (29) of
the working plate (26) has a conical shape, and in that the transition region between
the neck (25) and the dish-shaped working plate (26), and the inclination of the side
part (29) relative to the central part (28) of the working plate (26), are selected
so that ultrasonic waves reflected by the working plate (26) are guided into the side
part (29) and are reflected there repeatedly in the direction of the rim (31) of the
dish.
7. Resonance system according to claim 6, characterised in that the side part (29) is
provided with a circular notch (33) near the rim (31) of the dish.
8. Resonance system according to claim 5, 6 or 7, characterised in that the thickness
of the disc-shaped base plate (22) is approximately twice the wave length of the ultrasound
in the base plate (22).
9. Resonance system according to one of claims 5 to 8, characterised in that the diameter
of the dish-shaped working plate (26) is approximately three times the ultrasonic
wave length.
10. Resonance system according to one of claims 5 to 9, characterised in that the diameter
of the base surface (23) of the base plate (22) is approximately ten times the ultrasonic
wave length.
11. Resonance system according to one of claims 5 to 10, characterised in that the diameter
of the neck (25) is approximately equal to one ultrasonic wave length.
12. Resonance system according to one of claims 5 to 11, characterised in that the height
of the neck (25) is approximately equal to one wave length of the ultrasound in the
metal body (21).
1. Dispositif résonant à commande piézoélectrique pour atomiser un liquide, comportant
un corps métallique (1, 11, 21) vibrant à symétrie de révolution, pourvu d'une platine
(2, 12, 22) en forme de disque, d'une plaque de travail (6, 16, 26) et d'un cou (5,
15, 25) reliant la plaque de travail (6, 16, 26) à la platine (2, 12, 22), ainsi que
d'un émetteur d'ultrasons (7, 17, 27) piézocéramique qui est accouplé à une surface
de base (3, 13, 23) plane de la platine (2, 12, 22), perpendiculaire à l'axe de symétrie
(10, 20, 30), caractérisé en ce que
a) l'émetteur d'ultrasons (7, 17, 27) piézocéramique est un transducteur fonctionnant
en résonance d'épaisseur,
b) la platine (2, 12, 22) du corps métallique (1, 11, 21) est pourvue d'une surface
extérieure parabolique (4, 14, 24) située à l'opposé de la surface de base (3, 13,
23),
c) la plaque de travail (6, 16, 26) est pourvue dune forme en assiette ou en écuelle,
et
d) le centre de la plaque de travail (6, 16, 26) est situé dans ou à proximité du
d1) foyer (F1, F2) propre de la surface extérieure parabolique (4, 14) ou,
d2) foyer (F3) de la surface extérieure parabolique (24) réfléchi à travers le cou
(25) sur la surface de base (23) de la platine (22).
2. Dispositif résonant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface de
base (3, 13) de la platine (2, 12) est une couronne, et que la platine (2, 12) prend
la forme d'un cou conique (5, 15) qui sort au-dessus de la surface de base (3, 13)
en traversant l'ouverture centrale de la couronne.
3. Dispositif résonant selon la revendication 2, caractérisé en ce que le cou (5) a la
forme d'un cône tronqué pourvu d'un creux (6) en forme d'assiette situé à l'extrémité
se terminant en pointe.
4. Dispositif résonant selon la revendication 2, caractérisé en ce que le cou (15) en
forme de cône se transforme, à l'extrémité se terminant en pointe, en s'élargissant
pour devenir la plaque de travail (16) en forme d'assiette ou d'écuelle.
5. Dispositif résonant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la platine (22)
en forme de disque prend, du côté de la surface extérieure parabolique (24), dans
la zone de l'axe de symétrie (30), la forme du cou (25) qui supporte la plaque de
travail (26).
6. Dispositif résonant selon la revendication 5, caractérisé en ce que la partie latérale
(29) de la plaque de travail (26) est conçue en forme de cône et que la zone de transition
entre le cou (25) et la plaque de travail (26) en forme d'assiette, ainsi que l'inclinaison
de la partie latérale (29) par rapport à la partie centrale (28) de la plaque de travail
(26), sont choisies de manière à ce que les ondes ultrasonores réfléchies sur la plaque
de travail (26) soient dirigées dans la partie latérale (29) et qu'elles y soient
réfléchies de façon multiple en direction du bord (31) de l'assiette.
7. Dispositif résonant selon la revendication 6, caractérisé en ce que la partie latérale
(29) est pourvue, à proximité du bord (31) de l'assiette, d'une rainure (33) périphérique.
8. Dispositif résonant selon les revendications 5, 6 ou 7, caractérisé en ce que l'épaisseur
de la platine (22) en forme de disque est égale à peu près au double de la longueur
d'onde de l'ultrason dans la platine (22).
9. Dispositif résonant selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que le
diamètre de la plaque de travail (26) en forme d'assiette est égal à peu près au triple
de la longueur d'onde de l'ultrason.
10. Dispositif résonant selon l'une des revendications 5 à 9, caractérisé en ce que le
diamètre de la surface de base (23) de la platine (22) est égal à environ dix fois
la longueur d'onde de l'ultrason.
11. Dispositif résonant selon l'une des revendications 5 à 10, caractérisé en ce que le
diamètre du cou (25) est à peu près égal à la longueur d'onde simple de l'ultrason.
12. Dispositif résonant selon l'une des revendications 5 à 11, caractérisé en ce que la
hauteur du cou (25) est à peu près égale à la longueur d'onde simple de l'ultrason
dans le corps métallique (21).
