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EP 0 301 286 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.07.1992 Patentblatt 1992/31 |
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Anmeldetag: 07.07.1988 |
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Spannvorrichtung für Ringkörper auf einer beidseitig gelagerten Welle
Device for clamping rings on a shaft supported near both ends
Dispositif pour serrer des bagues sur un arbre soutenu vers les deux extrémités
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE IT SE |
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Priorität: |
29.07.1987 DE 3725013
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.02.1989 Patentblatt 1989/05 |
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Patentinhaber: SMS SCHLOEMANN-SIEMAG AKTIENGESELLSCHAFT |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Böhmer, Friedhelm
D-4048 Grevenbroich (DE)
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Vertreter: Müller, Gerd, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Hemmerich-Müller-Grosse
Pollmeier-Valentin-Gihske
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 214 521 DE-A- 1 602 086 FR-A- 1 441 980 GB-A- 1 032 678
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DE-A- 1 427 871 DE-B- 1 286 490 FR-A- 2 281 801 GB-A- 1 259 596
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung für Ringkörper auf einer beidseitig
gelagerten, durchgehenden Welle, insbesondere für Hartstoff-Walzringe bzw. -scheiben
von Walzwerkswalzen auf einer Walzenwelle, bei welcher die Ringkörper axial auf die
Welle gesteckt und über lösbare Befestigungsmittel ausschließlich durch Druckspannungen
zwischen planparallelen Stirnflächen von an- und/oder auf der Welle angeordneten Flanschkörpern
mit der Welle in drehfester Verbindung gehalten sind, wobei mindestens einer der Flanschkörper
relativ zur Welle axial verschieblich geführt ist und wobei die Flanschkörper durch
einen in Achsfluchtlage mit der Welle an diese angreifenden und aus einem Wellenende
herausragenden Zuganker über ihre Stirnflächen gegen die diesen zugewendeten Stirnflächen
der Ringkörper verspannbar sind.
[0002] Eine Spannvorrichtung dieser Bauart gehört durch die DE-A-14 27 871 zum Stand der
Technik. Hierbei ist die Welle als Spannzapfen hohl ausgeführt, und in seinem Innern
ist ein mit einem Spannzapfenbund verbundener Zuganker eingelagert, der bis in den
Bereich der Axial-Spannvorrichtung geführt ist. Ein Nachteil der bekannten Spannvorrichtung
liegt darin, daß nur ein Teil der durchgehenden Welle mit Hilfe des Zugankers unter
Druckspannung gesetzt werden kann.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spannvorrichtung der gattungsgemäßen
Art für Ringkörper auf einer beidseitig gelagerten Welle zu schaffen, bei der die
Gesamtlänge der durchgehenden Welle so unter Druckspannung gesetzt wird, daß sich
hierdurch ein optimales Durchbiegungsverhalten an der Walzenwelle einstellt und sich
im Rahmen der elastischen Dehnung ein besonders günstiges Spannverhalten des Gesamtsystems
ergibt.
[0004] Obwohl die Spannvorrichtung hauptsächlich für die Festlegung von Hartstoff-Walzringen
bzw. -scheiben von Walzwerkswalzen auf einer durchgehenden Walzenwelle vorgesehen
ist, soll sie auch für andere Einsatzzwecke geeignet sein, bspw. zur Festlegung von
Richtrollen auf den Wellen von Richtmaschinen.
[0005] Die Lösung der gestellten Aufgabe wird erfindungsgemäß - nach Anspruch 1 - dadurch
erreicht, daß der Zuganker die Welle koaxial auf ihrer ganzen Länge durchsetzt und
dabei am einen Wellenende sein Widerlager hat, während er am anderen Wellenende die
Befestigungsmittel trägt, welche mittelbar, z. B. über ein zwischengeschaltetes Druckstück
oder auch unmittelbar am nächstliegenden Flanschkörper angreifen.
[0006] Durch diese Ausgestaltung einer Spannvorrichtung gehen bei einem Anziehen der Befestigungsmittel
sämtliche auftretende Zugspannungen in den Zuganker ein, und zwar in der Weise, daß
die Welle selbst - über ihre gesamte Länge - lediglich axialen Druckbeanspruchungen
unterworfen ist.
[0007] Es besteht - gemäß Anspruch 2 - aber erfindungsgemäß auch die weitere Möglichkeit,
daß der Zuganker die Welle koaxial auf ihrer ganzen Länge durchsetzt und beidendig
an Druckstücken oder dergleichen angreift, welche über die lösbaren Befestigungsmitteln
mit den gegeneinander verspannbaren Flanschkörpern in Wirkverbindung gehalten sind.
[0008] Eine wieder andere Bauform der Spannvorrichtung ist - nach Anspruch 3 - dadurch gekennzeichnet,
daß der Zuganker mit seinem einen Ende in einem Sackloch der Welle außerhalb des den
Ringkörper tragenden Längenabschnitts festgelegt, bspw. verschraubt, ist, während
sein anderes aus der Welle herausragendes Ende die Befestigungsmittel trägt, welche
mittelbar, z. B. über ein zwischengeschaltetes Druckstück, oder auch unmittelbar am
nächstliegenden Flanschkörper angreifen.
[0009] In allen Fällen erweist es sich als vorteilhaft, wenn -gemäß Anspruch 4 - die Druckstücke
eine vor der Stirnfläche der Welle gelegene Druckplatte aufweisen, an die sich ein
den Umfang der Welle umfassender Druckkragen oder -hals anschließt, der wiederum mittelbar
oder unmittelbar am nächstliegenden Flanschkörper angreift.
[0010] Vorgesehen ist dabei - nach Anspruch 5 - weiterhin, daß der Druckkragen oder -hals
des oder der Druckstücke am Innenring eines auf der Welle sitzenden Wälzlagers angreift,
welcher wiederum, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines weiteren Distanzringes,
mit dem nächstliegenden Flanschkörper in Wirkverbindung gehalten ist.
[0011] Nach der Erfindung ist - gemäß Anspruch 6 - aber auch die Möglichkeit ins Auge gefaßt,
daß der Druckkragen oder -hals des oder der Druckstücke den Innenring eines die Welle
tragenden Wälzlagers koaxial und begrenzt verschieblich durchsetzt. In diesem Falle
nimmt dann der Innenring des Wälzlagers nicht an der Spannkraft-Übertragung auf den
Ringkörper teil.
[0012] Bewährt hat es sich, wenn - nach Anspruch 7 - die Befestigungsmittel aus Gewindegliedern,
z.B. aus einem Außengewinde am Zuganker und aus einer auf dieses aufgedrehten Mutter,
bestehen.
[0013] Vielfach erweist es sich auch als zweckmäßig oder gar notwendig, daß - nach Anspruch
8 - die axial verschiebbar auf der Welle gehaltenen Druckstücke oder dergleichen durch
Mitnehmerelemente, z.B. durch Vielkeilverzahnungen, mit der Welle in drehfester Verbindung
stehen.
[0014] Schließlich wird erfindungsgemäß - nach Anspruch 9 - noch vorgeschlagen, daß eines
der Druckstücke axial unverschiebbar mit der Welle in Verbindung steht, insbesondere
einstückig mit dieser ausgebildet ist. Hierdurch kann der Gesamtaufbau der Spannvorrichtung
vereinfacht werden.
[0015] Der besondere Vorteil einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung für Ringkörper auf
einer beidseitig gelagerten Welle ist darin zu sehen, daß die Ringkörper radial völlig
spielfrei auf die Welle gebracht werden können und damit bruchsicher auf dieser gehalten
werden.
[0016] Wenn - nach Anspruch 10 - die Flanschkörper an ihren Stirnflächen einen Reibbelag
aufweisen, der einen möglichst hohen Reibungskoeffizienten hat, dann wird die Drehmomentübertragung
von der Welle auf die Ringkörper wesentlich verbessert.
[0017] Nach der Erfindung können Ringkörper verschiedener Breite auf der Welle angeordnet
werden, und zwar dergestalt, daß beim Aufbringen von schmalen Ringkörpern zwischen
diesen und den Flanschkörpern zusätzliche Futterringe eingesetzt werden. Denkbar ist
es allerdings auch, unter Benutzung einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung mehrere
Ringkörper nebeneinander auf einer beidseitig gelagerten Welle anzuordnen. Dies ist
besonders für den Bau von Walzwerkswalzen vorteilhaft, wenn diese mit mehreren nebeneinanderliegenden
Walzkalibern ausgestattet werden sollen, von denen jedes in einem eigenen Hartstoff-Walzring
ausgebildet ist.
[0018] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Dabei zeigen
- Figur 1
- im Längsschsnitt eine Spannvorrichtung für Hartstoff-Walzringe bzw. -scheiben von
Walzwerkswalzen in einer ersten Ausführungsform,
- Figur 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Längsschnittdarstellung einer anderen Bauart einer Spannvorrichtung
für Walzringe bzw. -scheiben von Walzwerkswalzen und
- Figur 3
- im Längsschnitt eine dritte Ausführungsmöglichkeit einer Spannvorrichtung für Walzringe
bzw. -scheiben von Walzwerkswalzen.
[0019] In Fig. 1 der Zeichnung ist eine Walzwerkswalze 1 dargestellt, die über ihre Walzenwelle
2 beidseitig in Einbaustücken 3 aufgenommen ist, und zwar jeweils unter Zwischenschaltung
mindestens eines Wälzlagers 4.
[0020] Die Walzwerkswalze 1 besteht dabei hauptsächlich aus der zu ihrer Lagerung dienenden
Walzenwelle 2 und mindstens einem von dieser getragenen Hartstoff-Walzring 5, wobei
in die Umfangs-Mantelfläche des Hartstoff-Walzrings 5 mindestens ein Walzkaliber 6
eingeformt bzw. eingearbeitet sein kann.
[0021] Selbstverständlich können auf der Walzenwelle 2 auch mehrere Hartstoff-Walzringe
5 nebeneinander angeordnet werden, von denen sich dann gegebenenfalls auch jeder mit
mindestens einem Walzkaliber 6 versehen läßt.
[0022] Die Hartstoff-Walzringe 5 werden auf der Walzenwelle 2 zwischen planparallelen Stirnflächen
7 und 8 eingespannt, von denen jede an einem auf der Walzenwelle 2 angeordneten Flanschkörper
9 bzw. 10 ausgebildet ist. Während der Flanschkörper 9 dabei einstückig fest mit der
Walzenwelle 2 in Verbidnung steht, ist der Flanschkörper 10 lösbar auf der Walzenwelle
2 gehalten, nämlich, ebenso wie der Hartstoff-Walzring 5 von dem dem Flanschkörper
9 abgewendeten Ende her auf die Walzenwelle 2 aufgesteckt.
[0023] Während jeder Hartstoff-Walzring 5 radial möglichst spielfrei auf den ihn tragenden,
zylindrischen oder auch schwach konischen Wellenabschnitt 2a paßt, ist der Flanschkörper
10 mit dem ihn tragenden Wellenabschnitt 2b durch Mitnehmerelemente, z.B. durch Vielkeilverzahnungen
11 drehfest, aber axial verschiebbar mit der Walzenwelle 2 gekuppelt.
[0024] Über einen zwischengeschalteten Distanzring 12 steht der Flanschkörper 10 mit der
einen Endfläche am Innenring 4a des einen Wälzlagers 4 in Stützverbindung, an welchem
andererseits wiederum ein Druckstück 13 angreift. Dieses liegt mit einer ebenen Druckplatte
13a mit Abstand vor der Endfläche 2c des einen Endes der Walzenwelle 2, während an
eingeformter Druckkragen 13b den Umfang dieses Wellenendes umfaßt und mit der ihm
zugewendeten Endfläche am Innenring 4a des Wälzlagers 4 in Kontaktberührung steht.
[0025] Die Walzenwelle 2 hat eine sie koaxial über ihre ganze Länge durchsetzende Bohrung
14, in welcher mit Radialspiel ein Zuganker 15 aufgenommen ist. Dieser Zuganker 15
hat an seinem hinteren Ende einen Bund 15a, der in einer angepaßten Vertiefung an
der Endfläche 2d der Walzenwelle 2 sein WiderLager findet.
[0026] Das andere Ende 15b des Zugankers 15 ragt aus der Endfläche 2c der Walzenwelle 2
heraus und durchgreift ein Loch 13c in der Druckplatte 13a des Druckstücks 13. Das
Ende 15b des Zugankers 15 ist dabei mit einem Außengewinde 16 versehen, auf das eine
Mutter 17 geschraubt werden kann. Durch Anziehen der Mutter 17 wird das Druckstück
13 über den Zuganker 15 in Richtung gegen die Endfläche 2c der Walzenwelle 2 verspannt.
Sein Druckkragen 13b wirkt dadurch auf den Innenring 4a des benachbarten Wälzlagers
4 ein, welcher wiederum den Distanzring 12 beaufschlagt, der auf den Flanschkörper
10 einwirkt. Die Stirnfläche 8 des Flanschkörpers 10 wirkt auf die Seitenfläche des
Hartstoff-Walzrings 5 ein, so daß dieser zwischen dieser Stirnfläche 8 sowie der Stirnflache
7 des Flanschkörpers 9 kraftschlüssig eingespannt ist.
[0027] Die Drehmomentübertragung zwischen der Walzenwelle 2 und dem Hartstoff-Walzring 5
findet hier lediglich durch Reibungsschluß statt. Damit dieser Reibungsschluß erhöht
wird, ist es vorteilhaft, die Stirnflächen 7 und 8 der Flanschkörper 9 und 10 mit
einem Reibbelag zu versehen, wie dies in Fig. 1 durch strichpunktierte Linien angedeutet
ist.
[0028] Da die Spannkraft für die Festlegung des Hartstoff-Walzrings 5 auf der Walzenwelle
2 praktisch nur vom Zuganker 15 aufgenommen wird, steht die eigentliche Walzenwelle
in Axialrichtung gewissermaßen unter Druckspannung, d.h., ihr Wellenabschnitt 2a behält
unter allen Betriebsbedingungen seinen Nenndurchmesser und stützt damit den Hartstoff-Walzring
5 sicher an seinem Innenumfang ab.
[0029] Fig. 1 läßt noch erkennen, daß auf der Walzenwelle 2 bedarfsweise Hartstoff-Walzringe
5 unterschiedlicher Breite festgelegt werden können. Bei Hartstoff-Walzringen 5 großer
Breite wirken dabei die Flanschkörper 9 und 10 unmittelbar mit dem Hartstoff-Walzring
5 zusammen, wie das die obere Hälfte der Fig., 1 erkennen läßt. Wird jedoch ein HartstoffWalzring
geringerer Breite benötigt, dann werden beidseitig dieses Hartstoff-Walzrings 5 besondere
Futterringe 18 vorgesehen, über die dann die Flanschkörper 9 und 10 mittelbar auf
den Walzring 5 einwirken. Auch in diesem Falle ist es sinnvoll, die Futterringe 18
zur Erzielung eines möglichst hohen Reibungskoeffizienten an ihrer dem Hartstoff-Walzring
5 zugewendeten Seitenfläche mit einem besonderen Reibbelag zu versehen.
[0030] Die in Fig. 2 dargestellte Walzwerkswalze 1 hat grundsätzlich die gleiche Ausbildung
wie die Walzwerkswalze 1 nach Fig. 1 der Zeichnung. Unterschiedlich ist lediglich,
daß das Druckstück 13 der Spannvorrichtung anstelle des Druckkragens 13b einen Druckhals
13d aufweist, welcher den Innenring 4a des Wälzlagers 4 koaxial und begrenzt verschieblich
durchsetzt. Dabei ist der Druckhals 13d auch einstückig mit dem Distanzring 12 ausgeführt,
welcher auf den Flanschkörper 10 einwirkt.
[0031] Bei dieser Bauart einer Spannvorrichtung wird also die Einwirkung der vom Druckstück
13 aufgenommenen und an den Flanschkörper 10 übergeleiteten Spannkraft auf den Innenring
4a des Wälzlagers 4 vermieden. Ansonsten stimmt die Wirkungsweise der Spannvorrichtung
nach Fig. 2 mit derjenigen nach Fig. 1 völlig überein.
[0032] Auch die Spannvorrichtung für die Walzwerkswalze 1 nach Fig. 3 ist weitestgehend
mit derjenigen nach Fig. 1 der Zeichnung identisch. Unterschiedlich ist hier lediglich,
daß die Bohrung 14 zur Aufnahme des Zugankers in der Walzenwelle lediglich als Sackloch
ausgeführt ist, das mit einem gewissen Abstand hinter dem festen Flanschkörper 9 endet
und dort mit einem Innengewinde 19 versehen ist. In diesem Innengewinde 19 der Bohrung
14 ist das eine Ende des Zugankers 15 über ein Außengewinde 20 fest verankert, so
daß beim Anziehen der Mutter 17 der Zuganker 15 unter Zugspannung gesetzt wird. Diese
Spannkraft wird über das Druckstück 13, den Innenring 4a des Wälzlagers 4 und den
Distanzring 12 auf den Flanschkörper 10 übertragen. Zwischen dem axial verschiebbaren
Flanschkörper 10 und dem ortsfesten Flanschkörper 9 wird dadurch der Hartstoff-Walzring
5 über die mit einem Reibbelag versehenen Stirnflächen 7 und 8 durch Druckkräfte drehfest
eingespannt, und zwar dergestalt, daß auch derjenige Längenabschnitt der Walzenwelle
2 axial unter einer Druckspannung steht, welche vom Zuganker 15 durchsetzt ist.
[0033] Die in den Fig. 1 und 3 dargestellten Bauarten einer Spannvorrichtung haben gegenüber
derjenigen nach Fig. 2 noch den Vorteil, daß ein bedarfsweise erforderlich werdendes
Nachdrehen des Hartstoff-Walzrings 5, bspw. im Bereich seiner Walzkaliber 6, möglich
ist, ohne daß zu diesem Zweck die Einbaustücke von der Walzenwelle 2 abgezogen werden
müssen.
[0034] Die Walzenwelle 2 kann vielmehr zusammen mit den Einbaustücken 3 ausgebaut werden,
woraufhin sich dann der Hartstoff-Walzring 5 der Nachbearbeitung unterziehen läßt.
[0035] In allen Fällen, d.h. auch beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2, ist eine völlig
spielfreie Anordnung des Hartstoff-Walzrings 5 auf der Walzenwelle 2 gewährleistet,
weil an dieser lediglich in Axialrichtung wirkende Druckkräfte auftreten, während
die zum Zwecke der Verspannung aufzubringenden axialen Zugkräfte lediglich in den
Zuganker 15 eingehen.
[0036] Abschließend sei lediglich der Vollständigkeit halber noch bemerkt, daß bei den Walzwerkswalzen
1 nach den Fig. 1 bis 3 ohne weiteres auch die Möglichkeit besteht, die Hartstoff-Walzringe
5 durch Klebschrumpfen zusätzlich auf der Walzenwelle 2 zu sichern.
1. Spannvorrichtung für Ringkörper auf einer beidseitig gelagerten, durchgehenden Welle
(2), insbesondere für Hartstoff-Walzringe bzw. -scheiben von Walzwerkswalzen auf einer
Walzenwelle, bei welcher die Ringkörper axial auf die Welle gesteckt und über lösbare
Befestigungsmittel ausschließlich durch Druckspannungen zwischen planparallelen Stirnflächen
von an und/oder auf der Welle angeordneten Flanschkörpern mit der Welle in drehfester
Verbindung gehalten sind, wobei mindestens einer der Flanschkörper relativ zur Welle
axial verschieblich geführt ist und wobei die Flanschkörper durch einen in Achsfluchtlage
mit der Welle an diese angreifenden und aus einem Wellenende herausragenden Zuganker
(15) über ihre Stirnflächen gegen die diesen zugewendeten Stirnflächen der Ringkörper
verspannbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zuganker (15) die Welle (2) koaxial auf ihrer ganzen Länge durchsetzt und
dabei am einen Wellenende (2d) sein Widerlager (15a) hat, während er am anderen Wellenende
(2c) die Befestigungsmittel (16, 17) trägt, welche mittelbar, z.B. über ein zwischengeschaltetes
Druckstück (13) oder auch unmittelbar am nächstliegenden Flanschkörper (10) angreifen
(13b, 4a, 12; Fig. 1 bzw. 13d, 12; Fig. 2).
2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zuganker (15) die Welle (2) koaxial auf ihrer ganzen Länge durchsetzt und
beidendig an Druckstücken oder dergleichen angreift, welche über die lösbaren Befestigungsmittel
(16, 17) mit den gegeneinander verspannbaren Flanschkörpern (9 und 10) in Wirkverbindung
gehalten sind.
3. Spannvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zuganker (15) mit seinem einen Ende in einem Sackloch (14) der Welle (2) außerhalb
des den Ringkörper (5) tragenden Längenabschnitts (2a) festgelegt, bspw. verschraubt
(19, 20) ist, während sein anderes, aus der Welle (2) herausragendes Ende (15b) die
Befestigungsmittel (16, 17) trägt, welche mittelbar, z.B. über ein zwischengeschaltetes
Druckstück (13) oder unmittelbar am nächstliegenden Flanschkörper (10) angreifen (13b,
4a, 12; Fig. 3).
4. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckstücke (13) eine vor der Stirnfläche (2c) der Welle gelegene Druckplatte
(13a) aufweisen, an die sich ein den Umfang der Welle (2) umfassender Druckkragen
(13b) oder Druckhals (13d) anschließt, der wiederum mittelbar (4a, 12; Fig. 1 und
3) oder unmittelbar (12; Fig. 2) am nächstliegenden Flanschkörper (10) angreift.
5. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckkragen (13b) oder Druckhals (13d) des oder der Druckstücke (13) am Innenring
(4a) eines auf der Welle (2) sitzenden Wälzlagers (4) angreift, welcher wiederum,
gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines weiteren Distanzrings (12) mit dem nächstliegenden
Flanschkörper (10) in Wirkverbindung gehalten ist (Fig. 1 bis 3).
6. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckkragen (13b) oder Druckhals (13d) des oder der Druckstücke (13) den Innenring
(4a) eines die Welle (2) tragenden Wälzlagers (4) koaxial und begrenzt verschieblich
durchsetzt (Fig. 2).
7. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungsmittel (16, 17) aus Gewindegliedern, z.B. aus einem Außengewinde
(16) am Zuganker (15) und aus einer auf dieses aufgedrehten Mutter (17) bestehen.
8. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die axial verschieblich auf der Welle (2) gehaltenen Druckstücke (10) durch Mitnehmerelemente
(11), z.B. durch Vielkeilverzahnungen, mit der Welle (2) in drehfester Verbindung
stehen (Fig. 1 bis 3).
9. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß eines der Druckstücke (9) axial unverschiebbar mit der Welle in Verbindung steht,
insbesondere einstückig mit dieser ausgebildet ist (Fig. 1 bis 3).
10. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flanschkörper (9 und 10) an ihren Stirnflächen (7 und 8) mit einem Reibbelag
versehen sind.
1. Clamping device for annular bodies on a continuous shaft (2) borne at both ends, in
particular for hard material rolling rings or discs of rolling mill rolls on a roll
shaft, in which the annular bodies are plugged axially onto the shaft and retained
in rotationally secure connection with the shaft exclusively by pressure stresses
between parallelly planar end surfaces of flange bodies, which are arranged at and/or
on the shaft, by way of detachable fastening means, wherein at least one of the flange
bodies is guided to be axially displaceable relative to the shaft and wherein the
flange bodies are clampable by a tie rod (15), which engages at the shaft in axial
alignment therewith and protrudes out from one shaft end, by way of its end faces
against the facing end faces of the annular bodies, characterised thereby, that the
tie rod (15) penetrates the shaft (2) co-axially over its entire length and in that
case has its counterbearing (15a) at one shaft end (2d), whilst the fastening means
(16, 17) are carried at the other shaft end (2c) and engage either indirectly, for
example by way of an interposed pressure member (13), or also directly at the flange
body (10) lying nearest (13b, 4a, 12; Figure 1 or 13d, 12; Figure 2).
2. Clamping device according to claim 1, characterised thereby, that the tie rod (15)
penetrates the shaft (2) co-axially over its entire length and at both ends engages
at pressure members or the like, which are retained in effective connection by way
of the detachable fastening means (16, 17) with the flange bodies (9 and 10) clamped
one against the other.
3. Clamping device according to claim 1, characterised thereby, that the tie rod (15)
is fixed, for example screwed (19, 20), by its one end in a blind hole (14) of the
shaft (2) outside the length portion (2a) carrying the annular body (5), whilst its
other end (15b) protruding out from the shaft (2) carries the fastening means (16,
17), which engage either indirectly, for example by way of an interposed pressure
member (13), or directly at the flange body (10) lying nearest (13b, 4a, 12; Figure
3).
4. Clamping device according to one of the claims 1 to 3, characterised thereby, that
the pressure members (13) comprise a pressure plate (13a), which is disposed in front
of the end face (2c) of the shaft and adjoined by a pressure collar (13b) or a pressure
neck (13d) encompassing the circumference of the shaft (2) and in turn engaging either
indirectly (4a, 12; Figures 1 and 3) or directly (12; Figure 2) at the flange body
(10) lying nearest.
5. Clamping device according to one of the claims 1 to 4, characterised thereby, that
the pressure collar (13b) or the pressure neck (13d) of the or each pressure member
(13) engages at the inner ring (4a) of a rolling bearing (4) sitting on the shaft
(2), which inner ring is in turn retained in effective connection with the flange
body (10) lying nearest, in a given case with the interposition of a further spacing
ring (12) (Figures 1 to 3).
6. Clamping device according to one of the claims 1 to 4, characterised thereby, that
the pressure collar (13b) or the pressure neck (13d) of the or each pressure member
(13) passes co-axially and limitedly displaceably through the inner ring (4a) of a
rolling bearing (4) carrying the shaft (2) (Figure 2).
7. Clamping device according to one of the claims 1 to 6, characterised thereby, that
the fastening means (16, 17) consist of threaded members, for example of an external
thread (16) at the tie rod (15) and of a nut (17) screwed onto this.
8. Clamping device according to one of the claims 1 to 7, characterised thereby, that
the pressure members (13), which are retained to be axially displaceable on the shaft
(2), stand in rotationally secure connection with the shaft (2) through entraining
elements (11), for example through splines (Figures 1 to 3).
9. Clamping device according to one of the claims 1 to 8, characterised thereby, that
one of the pressure members (13) stands in connection with the shaft so as not to
be displaceable axially, in particular is constructed integrally therewith (Figures
1 to 3).
10. Clamping device according to one of the claims 1 to 9, characterised thereby, that
the flange bodies (9 and 10) are provided at their end faces (7 and 8) with a friction
lining.
1. Dispositif de serrage d'éléments annulaires sur un arbre (2) continu, supporté des
deux cotés, notamment de bagues au disques de laminage en matériau à résistance mécanique
élevée destinés à des cylindres de laminoir sur un arbre de cylindre, dans lequel
les éléments annulaires sont introduits axialement sur l'arbre et sont maintenus en
liaison fixe en rotation avec l'arbre par des moyens de fixation amovibles, exclusivement
par serrage sous compression entre des faces frontales plan parallèles d'éléments
de bride agencés à et/ou sur l'arbre, l'un au moins des éléments de bride étant déplaçable
axialement par rapport à l'arbre et les élémentsde bride étant serrables par un tirant
d'ancrage (15) agissant sur ledit arbre dans l'alignement de l'axe de celui-ci et
débouchant d'une extrémité dudit arbre, via leurs faces frontales, contre les faces
frontales opposées des éléments annulaires,
caractérisé en ce que le tirant d'ancrage (15) traverse l'arbre (2) coaxialement
sur toute sa longueur et comporte un contre-appui (15a) à l'une des extrémités d'arbre
(2d), tandis qu'il porte, à l'autre extrémité d'arbre (2c) les moyens de fixation
(16, 17) qui agissent indirectement, par exemple via un élément de pression (13) interposé,
ou directement sur l'élément de bride (10) le plus proche (13b, 4a, 12; figure 1 ou
13d, 12; figure 2).
2. Dispositif de serrage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le tirant d'ancrage (15) traverse l'arbre (2) coaxialement
sur toute sa longueur et agit des deux cotés sur des éléments de pression ou analogues
qui sont maintenus via les moyens de fixation amovibles (16, 17) en liaison active
avec les éléments de bride (9 et 10) serrés l'un contre l'autre.
3. Dispositif de serrage selon la revendication 1
caractérisé en ce que le tirant d'ancrage (15) est fixé ou vissé (19, 20) par l'une
de ses extrémités dans un trou borgne (14) de l'arbre (2) en dehors de la zone (2a)
qui porte l'élément annulaire (5), tandis que son autre extrémité (15b) qui débouche
de l'arbre (2) supporte les moyens de fixation (16, 17) qui agissent (13b, 14a, 12:
figure 3) indirectement, par exemple par l'intermédiaire d'un élément de pression
interposé (13), ou directement sur l'élément de bride (10) le plus proche.
4. Dispositif de serrage selon l'une des revendications 1 à 3
caractérisé en ce que les éléments de pression (13) comportent une plaque de compression
(13a) disposée en amont de la face frontale (2c) de l'arbre, plaque de compression
à laquelle se raccorde un col de compression (13b) ou une gorge de compression (13d),
qui enveloppe le périmètre de l'arbre (2) et qui agit indirectement (4a, 12; figures
1 et 3) ou directement (12; figure 2) sur l'élément de bride (10) le plus proche.
5. Dispositif de serrage selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que le col de compression (13b) ou la gorge de compression (13d)
du ou des éléments de pression (13) agit sur la bague interne (4a) d'un roulement
(4) logé sur l'arbre (2), qui est maintenu (figure 1 à 3) en liaison active avec l'élément
de bride (10) le plus proche, éventuellement par l'intermédiaire d'une bague d'entretoisement
supplémentaire (12).
6. Dispositif de serrage selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que le col de compression (13b) ou la gorge de compression (13d)
du ou des éléments de pression (13) traverse coaxialement la bague interne (4a) d'un
roulement (4) qui porte l'arbre (2) et est déplaçable de façon limitée (figure 2).
7. Dispositif de serrage selon l'une des revendications 1 à 6
caractérisé en ce que les moyens de fixation (16, 17) consistent en des organes
filetés, par exemple en un filet externe (16) pratiqué sur le tirant d'ancrage (15)
et en un écrou (17) monté sur celui-ci.
8. Dispositif de serrage selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que les éléments de pression (10) axialement déplaçables sur
l'arbre (2) sont en liaison fixe en rotation avec l'arbre (2) par des organes d'entrainement
(11), par exemple par cannelage à cales multiples (figures à 3).
9. Dispositif de serrage selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que l'un des éléments de pression (9) est lié à l'arbre de façon
fixe en déplacement axial, notamment réalisé en une seule pièce avec celui-ci (figures
1 à 3)
10. Dispositif de serrage selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que les faces frontales (7 et 8) des éléments de bride (9 et
10) sont munies d'un revêtement d'adhérence.