[0001] Die Erfindung betrifft ein Fadenabzuggerät zum Abziehen eines laufenden Fadens nach
den Oberbegriffen des Anspruchs 1 und des Anspruchs 10.
[0002] Dieses Fadenabzuggerät ist durch EP-A 241850 (EP-1556) bekannt.
[0003] Das bekannte Fadenabzuggerät löst die Aufgabe, die sog. Saugpistolen bzw. sonstigen
Saugvorrichtungen so auszugestalten, daß sie auch bei hohen Fadengeschwindigkeiten
von mehr als 4.000 m/min ausreichend hohe Fadenzugkräfte aufbringen können.
[0004] Wie das bekannte Fadenabzuggerät, so beruht auch die Erfindung auf der Erkenntnis,
daß es unproblematisch ist, ein abgeliefertes Fadenende durch eine Saugpistole bzw.
eine Luftströmung einzufangen, insbesondere wenn der Faden frisch von der Spinndüse
kommt. Die Zugkraft, die erforderlich ist, um an dem der Spinndüse folgenden Lieferwerk
Wicklerbildung zu vermeiden, ist nach Erkenntnis der Erfindung nur mit mechanischer
Unterstützung der Luftströmung durch ein Lieferwerk möglich.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung beruht demgegenüber darin, das Einfangen des abgelieferten
Fadenendes in der Luftströmung sicher zu gestalten und dabei eine in der Handhabung
einfache Vorrichtung zu schaffen, mit der der Faden an das Lieferwerk umschlingend
angelegt werden kann.
[0006] Eine erste Lösung ergibt sich aus dem Kennzeichen von Anspruch 1. Dabei kann das
Lieferwerk aus einer oder mehreren Rollen, von denen zumindest eine drehbar angetrieben
ist, bestehen.
[0007] Dabei erfolgt sowohl der Fadenzulauf als auch der Fadenablauf durch Rohre. Sowohl
das Fadeneinlaufrohr als auch das Rohr der Saugvorrichtung erstreckt sich vorzugsweise
im wesentlichen parallel zu einer Mantellinie.
[0008] Die bei dieser Ausführung im wesentlichen fluchtenden Mündungen können in nahe beieinander
liegenden, eng benachbarten Normalebenen des Lieferwerks liegen, so daß die Stirnflächen
der Mündungen lediglich einen sehr engen, die Relativbewegung zulassenden Spalt bilden.
Eine im wesentlichen luftdichte Anlage der Mündungen in der Fangposition der beiden
Rohre ist möglich, wenn beide Mündungen schräg zu der Normalebene angeordnet sind,
so daß sie in der Fangposition im wesentlichen dichtend aufeinanderliegen können,
wie dies durch Anspruch 6 gekennzeichnet ist.
[0009] Die relative Schwenkbewegung der Saugmündung und/oder des Fadeneinlaßkanales kann
- im Gegensatz zu dem bekannten Fadenabzuggerät - auch ausschließlich in einer Normalebene
des Lieferwerks erfolgen, d.h. ohne axialen Vorschub. Dies vereinfacht nicht nur Konstruktion
und Handhabung des Fadenabzuggeräts, sondern trägt auch zu einem ruhigen Fadenlauf
bei.
[0010] Um zu vermeiden, daß dabei das Fadenstück, das den Fadeneinlaßkanal verläßt, und
das Fadenstück, das in die Saugmündung einläuft, sich berühren, wird weiterhin vorgeschlagen,
daß der Schwenkwinkel der relativen Schwenkbewegung kleiner als 360° ist.
[0011] Die Mindestgröße des Schwenkwinkels ergibt sich aus der gewünschten Förderwirkung,
wobei auch die Laufruhe des Fadens eine Rolle spielt. Erfahrungsgemäß dürften Schwenkwinkel
kleiner als 120° wegen der zu geringen Fadenreibung nicht in Betracht kommen. Andererseits
stellt sich heraus, daß ein Umschlingungswinkel von angenähert 360°, vorzugsweise
zwischen 280 und 340°, wobei dann der Faden in nur einer Normalebene läuft, nicht
nur ausreicht, sondern für die Laufruhe des Fadens auch günstig ist.
[0012] Für die Relativbewegung von Fadeneinlaufrohr und Saugmündung sind die beiden durch
Anspruch 3 und Anspruch 4 vorgeschlagenen Alternativen denkbar. Wenn das Fadeneinlaufrohr
ortsfest und die Saugvorrichtung mit der Saugmündung schwenkbar ist, werden zu hohe
Fadenspannungen, die auch dazu führen könnten, daß der Faden aus der Saugvorrichtung
herausgezogen wird, dadurch verhindert, daß die Schwenkbewegung der Saugvorrichtung
im Drehsinn des Lieferwerks erfolgt. Wenn die Saugvorrichtung mit der Saugmündung
ortsfest und das Fadeneinlaufrohr schwenkbar ist, so erfolgt die Schwenkung zur Vermeidung
zu hoher Fadenspannungen vorzugsweise entgegen dem Drehsinn des Lieferwerks.
[0013] Das Fadenabzuggerät hat den Vorteil, als kompakte und handliche Einheit ausgebildet
und als Handgerät zum Fadenabziehen geeignet zu sein. Eine insofern vorteilhafte Ausgestaltung
ergibt sich aus den Ansprüchen 7 und 8. Eine vorteilhafte Ausbildung des Antriebs
des Fadenlieferwerks, bei dem außerdem eine gute Saugwirkung entsteht, ergibt sich
aus Anspruch 9.
[0014] Eine weitere Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe ergibt sich aus dem kennzeichen
von Anspruch 10 mit Weiterbildung nach Anspruch 11.
[0015] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1, 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel der ersten Lösung in der Fangposition und in der Abzugposition;
- Fig. 1A
- eine Modifikation dar Mündungen des ersten Ausführungsbeispiels;
- Fig. 3, 4
- ein zweites Ausführungsbeispiel der ersten Lösung in der Fangposition und in der Abzugposition;
- Fig. 5
- eine Weiter bildung der Ausführungen nach den Figuren 1, 2 oder 3, 4;
- Fig. 6, 7
- ein Ausführungsbeispiel der zweiten Lösung mit geteiltem Gehäuse und gegeneinander
verdrehbaren Gehäuseteilen.
[0017] Die Figuren 1, 1A, 2 dienen zur Erläuterung eines Fadenabzuggerätes, bei dem das
Fadeneinlaufrohr um das Lieferwerk schwenkbar ist. Gezeigt ist ein Fadenabzuggerät
mit nur einer Rolle 1 als Fadenlieferwerk. Die Rolle 1 wird durch eine Turbine, deren
Gehäuse mit 8 bezeichnet ist, angetrieben. Die Rolle 1 ist in der Halterung 40 drehbar
gelagert. Die Antriebsrichtung der Rolle 1 ist durch Pfeil 35 angezeigt. In der Haltevorrichtung
40 ist eine Saugvorrichtung befestigt. Sie besteht im wesentlichen aus dem Saugrohr
24, das sich parallel zu einer Mantellinie der Rolle 1 erstreckt und mit geringem
Abstand auf der Oberfläche der Rolle 1 liegt. Das Saugrohr wird durch einen Druckluftanschluß
22, wie dies bei dem bekannten Fadenabzuggerät beschrieben ist, über einen Ringkanal,
der das Saugrohr 24 umgibt, und durch Blaskanäle mit Druckluft beschickt. Hierdurch
wird in der Mündung 16 des Saugrohres 24 eine Saugströmung erzeugt. Ein Fadenauslaßkanal
31 ist an das Saugrohr 16 angeschlossen. Die Kanalführung im Inneren der Halterung
40 ist hier lediglich angedeutet und es ist lediglich teilweise der Ringkanal und
einer der in das Saugrohr mit einer Komponente in Fadenlaufrichtung einmündenden Blaskanäle
21 gezeigt. In dem Fadenauslaßkanal wird der Faden als Gewölle in den Abfall geführt.
[0018] Der Fadeneinlaßkanal 14 ist ein Rohr, dessen erstes Rohrstück 14.1 konzentrisch zur
Achse der Rolle 1 in einem Lager 58 drehbar gelagert ist. Das Lagerauge 58 ist Bestandteil
des Halters 40. An den zur Achse der Rolle 1 konzentrischen Teil 14.1 schließt sich
kurbelartig abgeknickt ein radiales Rohrstück 14.2 und daran ein weiteres, zur Rolle
1 paralleles Rohrstück 14.3 an, das sich ebenfalls im wesentlichen parallel zu einer
Mantellinie der Rolle erstreckt und das zur Rollenachse genau denselben Abstand hat
wie das Saugrohr 16.
[0019] Auch der Fadeneinlaßkanal 14 kann mit Druckluftinjektoren bestückt sein, durch die
in dem Fadeneinlaßkanal 14 ein in der gewünschten Fadenlaufrichtung strömender Luftstrom
84 erzeugt wird. Dies kann zur Erzielung einer hohen Luftgeschwindigkeit und zur Unterstützung
der Luftströmung in dem Saugrohr 24 nützlich sein, ist jedoch - wie sich im folgenden
ergeben wird - nicht unbedingt notwendig.
[0020] Das Fadeneinlaßrohr 14 ist also in dem Lager 58 schwenkbar. Die Schwenkbewegung ist
durch den Anschlagstift 82 vorgegeben. Bei der Anlage an der einen Seite des Anschlagstiftes
82 fluchtet das Fadeneinlaßrohr 14 mit dem Saugrohr 24. Diese Stellung ist im Rahmen
der Anmeldung als Fangposition bezeichnet. Von hier aus kann das Einlaßrohrstück 14.3
in Richtung des Pfeiles 83, d.h. gegen die Drehrichtung 35 der Rolle 1 verschwenkt
werden in die sog. Abzugposition, in der das Fadeneinlaßrohrstück 14.3 und das Saugrohr
16 in Umfangsrichtung zueinander versetzt sind. Der Schwenkwinkel des Einlaßrohres
14 ist also kleiner als 360°. Der Anschlagstift 82 ist im Bereich des Lagerauges 58
an der Halterung 40 befestigt.
[0021] Bis hierher entsprechen sich die Ausführungsbeispiele nach den Figuren 1, 2 einerseits
und Fig. 1A andererseits. Der Unterschied besteht im folgenden: Bei dem Ausführungsbeispiel
nach den Figuren 1 und 2 liegen die Mündungen des Einlaßrohres und des Saugrohres
in eng beieinanderliegenden Normalebenen. Die Durchmesser des Saugrohres 24 und seiner
Mündung 16 sowie des Einlaßrohrstücks 14.3 und seiner Mündung entsprechen sich zwar
in der Zeichnung. Jedoch sind durchaus auch andere Durchmesserverhältnisse möglich,
insbesondere kann der Durchmesser der Mündung 16 des Saugrohres 24 größer sein als
derjenige der Mündung des Einlaßrohrstücks 14.3. Wesentlich ist, daß die Normalebenen,
in denen die Mündungen liegen, sehr eng benachbart sind, so daß in dem Rohrzug aus
Fadeneinlaßrohr 14 und Saugrohr 24 eine den Faden 20 sicher transportierende Luftströmung
erzeugt werden kann.
[0022] Bei der Ausführung nach Fig. 1A liegen die Mündungen nicht in einer Normalebene,
sondern quer dazu in einer Ebene, die die Normalebene schneidet. Dadurch wird es möglich,
die Mündungen des Saugrohres 24 einerseits und des Einlaßrohres 14 andererseits in
der Fangposition dichtend aufeinanderzulegen, so daß in der Fangposition im Bereich
der Anschlußstelle von Einlaßrohr 14 zu Saugrohr 24 keine Leckagen bestehen. Hierdurch
werden die Luftführung und das sichere Fadenfangen erleichtert. Die Schnittebene,
in der die Mündungen liegen, ist so gegen die Umfangsrichtung geneigt, daß die Schwenkbewegung
des Rohrstücks 14.3 nicht behindert wird. Diese Ausführung der Mündungen kann auch
auf das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3, 4 angewandt werden.
[0023] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 3, 4 weist das Fadenabzuggerät ebenfalls
nur eine Rolle 1 als Fadenlieferwerk auf. Die Rolle 1 wird durch eine Turbine, deren
Gehäuse mit 8 bezeichnet ist, angetrieben. Die Rolle 1 ist in der Halterung 40 drehbar
gelagert. Die Antriebsrichtung der Rolle 1 ist durch Pfeil 35 angezeigt. In der Haltevorrichtung
ist das Fadeneinlaßrohr 14 befestigt. Das Fadeneinlaßrohr 14 wird von einem Ringkanal
19 umgeben, der an einen Druckluftanschluß 18 angeschlossen ist. Von dem Ringkanal
19 gehen Injektordüsen 17 aus, die mit Komponente in Fadenlaufrichtung in den Fadeneinlaßkanal
14 münden. Hierdurch wird in dem Fadeneinlaßkanal eine Saugströmung erzeugt, durch
die ein Fadenstück 20, das von einem Spinnschacht für Chemiefasern kommt (in Fig.
3, 4 angedeutet), eingefangen werden kann.
[0024] In einem Schwenklager 58 der Halterung 40 ist das Saugrohr 24 schwenkbar gelagert.
Das erste Rohrstück 24.1 des Saugrohres ist hierzu in dem Schwenklager 58 konzentrisch
zur Rollenachse gelagert. Sodann ist das Saugrohr kurbelartig abgeknickt und weist
ein radiales Rohrstück 24.2 und ein zur Rolle 1 paralleles Rohrstück 24.3 auf. Dieses
Rohrstück hat zur Rollenachse genau denselben Abstand wie das Fadeneinlaßrohr 14.
Die Mündungen des Saugrohres 24 und des Fadeneinlaßrohres 14 liegen also - bezogen
auf die Rollenachse - auf demselben Durchmesser. Die Mündungen liegen - wie hier gezeigt
ist - miteinander fluchtend in zwei eng benachbarten Normalebenen. Bei dieser Ausführung
können die Durchmesser der Mündungen gleich groß sein. Es kann aber auch die Saugmündung
16 des Saugrohres 24 größer sein als die Mündung des Einlaßrohres 14. Dies ist besonders
deswegen vorteilhaft, weil sich hierdurch im Bereich der Mündungen eine zusätzliche,
in das Saugrohr 24 gerichtete Luftströmung ergibt, die den Fadentransport fördert.
[0025] Es ist hierbei auch möglich, daß die Mündungen des Einlaßrohres 14 und des Saugrohres
24 quer zu einer Normalebene liegen, wie dies für das erste Ausführungsbeispiel in
Fig. 1A gezeigt ist.
[0026] Das Saugrohr 24 ist - wie bereits gesagt - schwenkbar. Die Schwenkbewegung wird begrenzt
durch einen Anschlagstift 82. Wenn das Saugrohr an der einen Seite des Anschlagstiftes
82, der an der Halterung 40 befestigt ist, anliegt, so fluchtet es mit dem Einlaßrohr
14. Dabei liegen sich die Mündungen der Rohre eng benachbart gegenüber, so daß sich
eine einheitliche Luftführung ergibt, oder - bei schräg abgeschnittenen Mündungen
- die Mündungen liegen, wie dies in Fig. 1A gezeigt ist, dichtend aufeinander, ohne
die Schwenkbewegung zu behindern.
[0027] Die Schwenkbewegung erfolgt mit Pfeilrichtung 83 aus der Fangposition heraus mit
einem Umschlingungswinkel von weniger als 360° in die Abzugposition.
[0028] Das Saugrohr 24 ist an seinem Ende mit einem Ringkanal 23 versehen, der den Saugkanal
umgibt. Der Ringkanal 23 ist an einen Druckluftanschluß 22 angeschlossen. Von dem
Ringkanal 23 gehen Injektordüsen 21 aus. Diese Injektordüsen 21 münden mit Komponente
in Fadenlaufrichtung in das Saugrohr 24. Hierdurch wird in dem Saugrohr 24 eine Saugströmung
erzeugt, die sich in der Fangposition von Saugrohr 24 auch in dem Fadeneinlaßkanal
14 fortsetzt und die - in diesem Ausführungsbeispiel - durch den Druckluftinjektor
am Fadeneinlaßkanal 14 unterstützt wird.
Zur Funktion:
[0029] Die nachfolgende Funktionsbeschreibung gilt für sämtliche Ausführungsbeispiele, wobei
Besonderheiten der einzelnen Ausführungsbeispiele vermerkt sind.
[0030] Zur Inbetriebnahme des Fadenabzuggeräts wird der Druckluftanschluß der Turbine geöffnet
und hierdurch die Rolle 1 in Umdrehung versetzt. Nunmehr werden Fadeneinlaßrohr 14
und Saugrohr 24 relativ zueinander in Fangposition gebracht, so daß sie fluchten und
einen im wesentlichen geraden Fadenkanal bilden. Nunmehr werden über Luftanschlußleitung
22 die Injektordüsen 21 mit Druckluft beschickt. Hierdurch wird in dem Rohrzug eine
Luftströmung mit Pfeilrichtung 84 erzeugt. Diese Luftströmung kann bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3, 4 unterstützt werden, indem auch Luftanschlußleitung 18 und Injektordüsen
17 mit Druckluft beschickt werden. Jedenfalls entsteht am Eingang des Fadeneinlaßkanals
14 eine Saugströmung, die sich in dem gesamten Rohrzug fortsetzt. Die Luftgeschwindigkeit
ist höher als die Fadengeschwindigkeit. Zum Einfangen des von z.B. einer Spinndüse
angelieferten Fadens ist allerdings nur erforderlich, daß die Luft mindestens mit
der Fadengeschwindigkeit strömt. Es ist nicht erforderlich, daß auch große Impulskräfte
auf den Faden ausgeübt werden. Nunmehr wird der Faden durch Rohr 31 zum Abfall geführt.
Es ist nun allerdings nicht möglich, so hohe Luftkräfte auf den Faden einzubringen,
daß der Faden auch an das Lieferwerk 30 einer Bearbeitungsmaschine, z.B. Streckwerk
angelegt werden könnte. Daher erfolgt eine relative Schwenkbewegung zwischen Finlaßrohr
14 und Saugrohr 24. Durch diese Schwenkbewegung wird der Faden mit einem dem Schwenkwinkel
entsprechenden Umschlingungswinkel um die Rolle 1 gelegt und nun nicht nur durch die
Luftkräfte, sondern zusätzlich auch durch die von der Rolle ausgeübten Reibkräfte
von der Spinndüse abgezogen. Die Rolle kann dabei mit einer Umfangsgeschwindigkeit
angetrieben werden, die der Umfangsgeschwindigkeit des Fadenlieferwerks 30, also z.B.
einer Streckgalette entspricht. Nunmehr kann der Faden ohne Gefahr einer Wicklerbildung
an diese Streckgalette 30 angelegt werden.
[0031] Durch Wahl der Umfangsgeschwindigkeit und der Umschlingung der Rolle 1 kann gewährleistet
werden, daß die durch die Rolle auf den Faden ausgeübten Kräfte ausreichen, um den
Faden mit so hoher Geschwindigkeit auch beim Anlegen und nach dem Anlegen von dem
Lieferwerk 30 abzuziehen, daß sich an dem Lieferwerk 30 kein Fadenwickler bildet.
[0032] Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß die Schwenkbewegung bei den Ausführungsbeispielen
nach Fig. 1, 2 einerseits und Fig. 3, 4 andererseits relativ zur Umfangsbewegung 35
der Rolle 1 unterschiedlich ist. Die Vorgabe der Schwenkbewegung erfolgt so, daß keine
unzulässigen Fadenzugkräfte auftreten, insbesondere daß der Faden nach dem Fangen
nicht wieder aus dem Saugrohr 24 herausgezogen werden kann.
[0033] Mit dem Fadenabzuggerät nach dieser Erfindung kann das Verfahren nach Anspruch 19
der EP-A 241850 ausgeführt werden. Der besondere Vorteil gegenüber den bekannten Ausführungen
des Fadenabzuggerätes besteht darin, daß das Fangen des Fadens und das Umschlingen
des Fadens um das Fadenlieferwerk keine besondere Geschicklichkeit erfordert, die
über die bisher übliche Handhabung einer Fadensaugpistole hinausgeht.
[0034] Es sei übrigens darauf hingewiesen, daß sämtliche Ausführungsbeispiele mit einem
Handgriff 39 zur Handhabung des Fadenabzuggerätes ausgerüstet sind.
[0035] In beiden Ausführungen können das Saugrohr (Fig. 3, 4) bzw. das Einlaufrohr (Fig.
1, 2) auch gerade ausgebildet sein. Die Schwenkbarkeit wird sodann dadurch bewirkt,
daß das Rohr parallel zu sich selbst das Lieferwerk umfährt. Dadurch werden Abknickungen
des Rohrs und Fadenreibung sowie Verschleiß vermieden.
Eine solche Ausführung ist in Fig. 5 gezeigt. Dieses Fadenabzuggerät unterscheidet
sich von denen nach den Fig. 1 bis 4 weiterhin durch die als Fadenlieferwerk ausgebildete
konische Walze 1, die drehbar in einem tragbaren, geschlossenen Gehäuse 5 untergebracht
ist. Eine Welle 2, auf der die konische Walze 1 drehfest angeordnet ist, ist in Kugellagern
85, von denen hier nur eines dargestellt ist, gelagert, die ihrerseits in einer im
Gehäuse 5 mittels nicht dargestellter Schrauben befestigten Zylinderbuchse 86 eingepaßt
sind. Die konische Walze 1 weist an ihrem freien, offenen Ende auf dem Innenumfang
ein Turbinenrad 3 auf. In den Umfangsmantel der Zylinderbuchse 86 sind auf dem Umfang
gleichmäßig verteilt mehrere axiale Kanäle 87 eingearbeitet, deren stirnseitige, offene
Enden in den Hohlraum der konischen Walze 1 münden. Die anderen Enden der axialen
Kanäle 87 enden im Bereich eines Ringkanals 88, der, im tragbaren Gehäuse 5 eingelassen,
die Zylinderbuchse 86 umgibt.
[0036] Wie weiter oben bereits angedeutet, besteht ein weiterer wesentlicher Unterschied
gegenüber den in den Fig. 1 bis 4 beschriebenen Ausführungsbeispielen darin, daß Fadeneinlaßkanal
14 und Saugrohr 24 aus geraden, d.h. nicht abgewinkelten Rohrstücken bestehen, die
in Fangposition miteinander fluchten. Das Fadeneinlaßrohr 14 durchdringt axial eine
Drehscheibe 89, die im Gehäuse 5 mittels Gleitlager 90 konzentrisch zur Drehachse
der als Fadenlieferwerk ausgebildeten konischen Walze 1 drehbar bzw. schwenkbar angeordnet
ist. Ein Sprengring 91 sichert die Drehscheibe 89 gegen axiale Verschiebung im Gehäuse
5. Das Fadeneinlaßrohr ragt axial in den Innenraum des Gehäuses 5 und sitzt derart
exzentrisch in der Drehscheibe 89, daß es in Fangposition mit dem im gleichen Maße
exzentrisch im Gehäuse 5 festsitzenden Saugrohr 24 fluchtet.
Die Drehscheibe 89 kann in ihrer Funktion als Träger des Fadeneinlaßkanals 14 durch
einen Hebel ersetzt sein, der z.B. drehbar auf einer Verlängerung der Welle 2, jedenfalls
aber irgendwie konzentrisch zur Drehachse des Lieferwerks 1 gelagert ist.
[0037] Das Saugrohr 24 sitzt mit seinem in der Zeichnung rechten Ende fest in einem Luftverteilungsgehäuse
92, das mit nicht dargestellten Schrauben mit dem Gehäuse 5 verbunden ist. Das Luftverteilungsgehäuse
92 weist einen zur Gehäusestruktur im wesentlichen konzentrischen Fadenauslaßkanal
31 und zwei axial hintereinanderliegende, durch eine Wand getrennte Ringkanäle 23
und 23.1 auf, die über Injektordüsen 21 und 21.1 mit dem Fadenauslaßkanal 31 verbunden
sind. Außerdem weist das Luftverteilungsgehäuse 92 einen Druckluftanschluß 22 auf,
der in den Ringkanal 23 mündet. Über eine oder mehrere axial gerichtete Bohrungen
93 ist der Ringkanal 23 mit einem weiteren Ringkanal 94 im Gehäuse 5 verbunden, der
die Lagerung der Welle 2 und damit der konischen Walze 1 konzentrisch umgibt und im
wesentlichen axial gerichtete Durchlaßöffnungen 95 im Gehäuse 5 aufweist. Diese Öffnungen
95 können derart gerichtet sein oder Leitbleche enthalten, daß aus dem Ringkanal 94
austretende Luft mit einem günstigen Auftreffwinkel auf die Schaufeln 26 des Turbinenrades
3 gelenkt wird.
[0038] Ein Teil der durch den Druckluftkanal 22 zugeführten Druckluft wird aus dem Ringkanal
23 über die Injektordüsen 21 in den Fadenauslaßkanal 31 geführt und dient dazu, Fäden
durch die Rohre 14 und 24 anzusaugen und über den Fadenauslaßkanal 31 in Richtung
des Pfeils 84 z.B. in einen Abfallbehälter zu fördern.
[0039] Ein anderer Teil der durch den Druckluftkanal 22 zugeführten und über die Bohrungen
93 und den Ringkanal 94 weitergeführten Druckluft hat die Aufgabe, über das Turbinenrad
3 die als Fadenlieferwerk ausgebildete, konische Walze 1 anzutreiben. Die aus dem
Schaufelrad 3 im wesentlichen axial austretende Luft wird durch den strömungsgünstig
ausgebildeten Hohlraum der konischen Walze 1 derart umgelenkt, daß sie durch axiale
Kanäle 87 in der Zylinderbuchse 86 in den Ringkanal 88 geführt wird. Von hieraus führt
ein Verbindungskanal 96, 97 die Luft in den Ringkanal 23.1. Aus dem Ringkanal 23.1
tritt die Luft durch Injektordüsen 21.1 in den Fadenauslaßkanal 31 und trägt dazu
bei, den angesaugten Faden weiterzufördern.
[0040] Es sei noch auf den Anschlagstift 82 hingewiesen, der in die Innenwand des Gehäuses
5 derart eingesetzt ist, daß das Fadeneinlaßrohr 14 in Fangposition - d.h. in der
Position, in der es mit dem Saugrohr 24 fluchtet - am Anschlagrohr 82 anliegt, und
zwar in der dargestellten Ausführung derart, daß das Rohr 14 für den Betrachter vor
dem Anschlagstift 82 liegt.
Um eine nahezu volle Umschlingung der konischen Walze 1 mit dem angesaugten Faden
zu bewirken, umfährt das Einlaufrohr - wie bereits weiter oben angedeutet - parallel
zu sich selbst die als Lieferwerk ausgebildete, konische Walze 1, indem es in Richtung
gemäß Pfeil 83 in den Fig. 3 und 4 zusammen mit der im Gleitlager 90 lagernden Drehscheibe
89 gedreht wird, bis es an der, vom Betrachter aus gesehen, rückwärtigen Seite des
Anschlagstiftes 82 anliegt. Dabei kann das Einlaufrohr 14 selbst als Handgriff dienen.
Im übrigen unterscheidet sich die Funktion des Fadenabsauggerätes nach Fig. 5 nicht
von der Funktion der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiele.
Für die erfindungsgemäße Lösung nach den Figuren 6 und 7 gilt folgendes:
[0041] In dem zylindrischen Gehäuse 5 ist eine Rolle 1 mit Welle 2 in der Lagerung 4 drehbar
gelagert. Die Rolle ist in einem Gehäuseflansch einseitig gelagert und wird durch
Motor 3 angetrieben. Auf der gegenüberliegenden Seite wird das Gehäuse durch einen
Deckel 11 abgeschlossen. An dem Deckel 11 ist ein Handgriff 6 befestigt. In das Gehäuse
mündet auf der einen Seite einer Axialebene der Fadeneinlaßkanal 14. Der Fadeneinlaßkanal
ist mit Injektoren 17 bestückt, die durch Luftanschluß 18 mit Druckluft beschickt
werden. Durch die Injektoren 17 wird eine Saugströmung in dem Fadeneinlaßkanal erzeugt.
Axial versetzt zum Fadeneinlaßkanal 14 und auf der anderen Seite der Axialebene besitzt
das Gehäuse eine Saugmündung 16, an die sich eine Absaugeinrichtung 24 anschließt.
Diese Absaugeinrichtung führt zum Abfall. Die Absaugeinrichtung ist ein Rohr, das
von Injektordüsen 21 umgeben ist. Die Injektordüsen liegen auf dem Mantel eines gedachten
Konus. Die Injektordüsen 21 werden durch Luftanschluß 22 und Ringkanal 23, der das
Rohr in der Höhe der Injektordüsen umgibt, mit Druckluft beschickt und erzeugen eine
Saugströmung, die aus dem Gehäuse heraus gerichtet ist. Wie Fig. 7 zeigt, liegen Fadeneinlaßkanal
und Fadenauslaßrohr im wesentlichen auf einer Tangentialebene des zylindrischen Gehäuseinnenmantels.
[0042] Die Rolle 1 besteht aus drei Abschnitten.
Erstens: Zwischen der Normalebene 8, in der der Faden 20 läuft, und der Lagerung liegt
ein Bund 1.3, der mit einem konischen Mantel zur Rolle weist und verhindert, daß Fäden
und Einzelfilamente in die Lagerung geraten. Der Konuswinkel gamma dieses Bundes ist
so steil, daß Fadenstücke oder Filamente, die auf ihm liegen, auf alle Fälle abgleiten.
[0043] Zweitens: n den Bund 1.3 schließt sich der Fadenzulaufbereich oder Fadenzulaufabschnitt
1.1 an. Dieser Fadenzulaufbereich 1.1 ist konisch ausgebildet und hat einen Konuswinkel
beta. Dabei ist der Konuswinkel der in einer Axialebene liegende Winkel zwischen einer
Mantellinie und der Achse.
[0044] Drittens: Der dritte Abschnitt 1.2 der Rolle besitzt einen kleineren Konuswinkel
alpha. Der Konuswinkel alpha ist wiederum als der in einer Axialebene liegende Winkel
zwischen einer Mantellinie und der Drehachse definiert.
[0045] Die Rollenabschitte 1.1 und 1.2 sind nun folgendermaßen ausgeführt: Die Neigung,
d.h. der Winkel beta des Fadenzulaufabschnittes ist so, daß für jeden Faden Gleitreibung
besteht. Das bedeutet: Unter seiner eigenen Zugkraft rutscht der Faden auf dem Abschnitt
1.1 nur dann in Richtung der Verjüngung, wenn Gleiten eingetreten ist. Der ohne Relativbewegung
auf dem Abschnitt 1.1 zulaufende Faden haftet also zunächst auf der Rolle. Wenn allerdings
ein Gleiten eingetreten ist, so gleitet der Faden unter seiner eigenen Zugkraft selbsttätig
weiter.
[0046] Nun besteht sowohl für den Haftreibungskoeffizienten als auch für den Gleitreibungskoeffizienten
eine gewisse Streuung, die von verschiedenen, zuvor erörterten Parametern abhängig
ist. Daher ist die Obergrenze des Winkels beta festgelegt durch den kleinsten vorkommenden
Haftreibungskoeffizienten eines in Betracht kommenden Fadens gegenüber der gewählten
Oberfläche. Die Untergrenze des Winkels beta ist festgelegt durch den größten vorkommenden
Gleitreibungskoeffizienten eines in Betracht kommenden Fadens gegenüber dar ausgewählten
Oberfläche der Rolle.
[0047] Der Fadenablaufabschnitt 1.2 ist in seiner Neigung so gewählt, daß auf alle Fälle
Haftung besteht.
[0048] Das Gehäuse 5 ist in Achsrichtung zweigeteilt. Der Einzugteil 5.1 des Gehäuses besitzt
den Fadeneinlaßkanal 14. Der Abzugteil 5.2 besitzt die Absaugeinrichtung. Die Teilungsebene
9 liegt in dem Fadenzulaufbereich der Rolle mit der steilen Neigung, also mit dem
Neigungswinkel beta. Die Gehäuseteile 5.1 und 5.2 übergreifen sich mit konzentrischen
Ansätzen, so daß im Bereich der Trennebene und des Gehäuseinnenmantels möglichst kein
Spalt und keine vortretende Kante entsteht. Der Ansatz des Einzugteils 5.1 des Gehäuses
besitzt eine umlaufende, radial nach außen weisende Nut 12, in die mehrere radiale
Führungsstifte 10, die auf dem Umfang verteilt sind, eingreifen.
Zur Funktion:
[0049] Zum Einfangen eines laufenden Fadens haben Einlauf 14 und Fadenabsaugeinrichtung
24 zunächst die in Fig. 7 gezeigte Position. Das heißt, Fadeneinlaßkanal 14 und Fadenabsaugeinrichtung
24 liegen im wesentlichen auf einer gemeinsamen Sekantial- oder Tangentialebene des
Gehäuses 5. Nunmehr werden die Injektoren über Zuleitung 18 und Zuleitung 22 mit Druckluft
beaufschlagt. Dabei überwiegt allerdings die Saugleistung der Injektordüsen 21 in
der Absaugeinrichtung 24. Ein in den Fadeneinlaßkanal 14 gehaltener Faden wird daher
in den Fadeneinlaßkanal 14 eingesaugt, durch das Gehäuse hindurch gesaugt, und der
Faden verläßt sodann das Gehäuse durch die Fadenabsaugeinrichtung 24 in Richtung des
nicht dargestellten Abfalls. Nunmehr wird der Einzugteil 5.1 des Gehäuses in Umschlingungrichtung
mit 360° gedreht. Dadurch bildet der Faden eine Umschlingung von 360° auf der Rolle.
Nunmehr wird der Faden mit der durch die Rolle 1 ausgeübten Zugkraft abgezogen. Diese
Zugkraft kann weitestgehend durch die Höhe des Drehmoments, welches durch den Motor
aufgebracht wird, eingestellt werden. Der Faden läuft zunächst in der Fadenzulaufebene
8, d.h. einer Normalebene auf die Rolle 1 auf, ohne unter seiner eigenen Zugkraft
aus dieser Normalebene abgleiten zu können. Daher wird eine beträchtliche Fadenzugkraft
auf den Faden ausgeübt. Im Laufe der Umschlingung führen dann allerdings die Querkraftwirkungen
des ablaufenden Fadenendes dazu, daß der Faden in einer Schleppkurve in Richtung der
Verjüngung von dem Fadenzulaufabschnitt 1.1 abgleitet. Dadurch stellt sich die Fadengeschwindigkeit
weitgehend selbsttätig ein.
[0050] Das restliche Stück des die Rolle 1 umschlingenden Fadens bleibt dann aber in der
Normalebene 7, d.h. der Fadenablaufebene, liegen. Diese Fadenablaufebene markiert
den Übergang zwischen dem Fadenzulaufbereich und dem Fadenablaufbereich. Der Faden
kann diesen Bereich nicht verlassen, da er einerseits von dem Fadenzulaufbereich abgleitet
und andererseits infolge des Haftzustandes selbsttätig stets den Fadenablaufbereich
in Richtung des Fadenzulaufs hinaufklettert. Diese Fadenablaufebene ist bei dem gezeigten,
unstetigen Übergang zwischen dem Fadenzulaufabschnitt 1.1 und dem Fadenablaufabschnitt
1.2 der Rolle unabhängig von der Fadenqualität konstant, und zwar auch dann, wenn
die Saugmündung 16 der Fadenabsaugeinrichtung 24 axial gegenüber der Fadenablaufebene
versetzt ist.
[0051] Um die Umlenkung, die zum Aufbau von u.U. unliebsamen Fadenspannungen führen kann,
zu vermeiden, kann die Saugmündung 16 - wie Fig. 6 zeigt - in der Fadenablaufebene
7 angeordnet werden.
[0052] Es ist ersichtlich, daß die Mantellinien des Fadenzulaufabschnittes 1.1 und des Fadenablaufabschnittes
1.2 auch durch eine einzige gekrümmte, jedoch stetige Mantellinie, z.B. in Form einer
Hyperbel, Parabel, eines Kreisbogens o.ä., angenähert werden können, wobei die Bemessung
der Neigung - wie oben angegeben - beibehalten wird. In diesem Falle ergibt sich ein
stetiger Übergang zwischen dem Fadenzulaufabschnitt 1.1 und dem Fadenablaufabschnitt
1.2. Das ist indes unschädlich, insoweit, als sich für jeden Faden trotzdem eine bestimmte
Fadenablaufebene 7 einstellt in dem Übergangsbereich zwischen Haftungs- und Gleitreibung.
Allerdings ist bei stetigem Übergang die Lage der Fadenablaufebene von der Fadenqualität,
d.h. den Reibparametern des Fadens, abhängig. Insofern wird bevorzugt der unstetige
Übergang angewandt.
1. Fadenabzugsgerät zum Abziehen eines laufenden Fadens (20)
bestehend aus
einem Saugrohr (24) mit einer Saugmündung (16) zum Absaugen des Fadens,
einem Faden-Zufuhrrohr (14) mit einer Mündung, die im Fadenweg (20) vor der Saugmündung
(16) des Saugrohrs (24) liegt,
sowie einem Fadenlieferwerk (1), welches aus einer angetriebenen, vom Faden (20) zu
umschlingenden Rolle besteht,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Saugrohr (24) mit seiner Saugmündung (16) und das Faden-Zufuhrrohr (14) mit seiner
Mündung relativ zueinander um die Achse der Rolle (1) zwischen einer Fangstellung
und einer Abzugstellung derart schwenkbar sind,
daß in der Fangstellung die Mündung des Zufuhrrohres (14) und die Saugmündung (16)
des Saugrohres (24) im wesentlichen fluchten und zwischen sich einen engen Spalt bilden
und daß durch die relative Schwenkbewegung aus der Fangstellung in die Abzugstellung
der zwischen der Mündung des Zufuhrrohres (14) und der Mündung (16) des Saugrohres
(24) laufende Faden (20) das Lieferwerk (1) mit einem vorgegebenen Umschlingungswinkel
umschlingt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwenkbewegung der Mündung (16) des Saugrohres (24) oder/und des Faden-Zufuhrrohres
(14) ausschließlich in einer Normalebene des Lieferwerks (1) erfolgt, wobei vorzugsweise
der Umschlingungswinkel kleiner als 360° ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Fadeneinlaufrohr ortsfest und die Saugvorrichtung (24) mit der Saugmündung (16)
aus der Fangposition heraus im Drehsinn des Lieferwerks in die Abzugposition schwenkbar
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Saugvorrichtung (24) mit der Saugmündung (16) ortsfest ist,
und daß das Fadeneinlaufrohr aus der Fangposition heraus gegen den Drehsinn des Lieferwerks
in die Abzugposition schwenkbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Saugmündung (16) und die Mündung des Fadeneinlaufrohrs sich in der Fangposition
in einer Normalebene mit geringem Spalt gegenüberliegen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Saugmündung (16) und die Mündung des Fadeneinlaßkanals in der Fangposition sich
in einer die Normalebene des Lieferwerks schneidenden Ebene gegenüberliegen, vorzugsweise
ohne Spalt gegenüberliegen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Fadeneinlaufrohr parallel zu einer Mantellinie an einem Hebel gelagert ist, der
um eine Schwenkachse schwenkbar ist, welche im wesentlichen konzentrisch zur Drehachse
des Fadenlieferwerks gelagert ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Fadenlieferwerk in der im wesentlichen zylindrischen Kammer eines Gehäuses einseitig
fliegend gelagert ist und mit seinem freien Ende zu der offenen bzw. öffenbaren Stirnseite
der Kammer weist,
und daß das Saugrohr und das Einlaßrohr achsparallel ausgerichtet und relativ zueinander
auf einer das Fadenlieferwerk umgebenden Bewegungsbahn parallel zu sich selbst schwenkbar
sind,
wobei die Mündung des Fadeneinlaufrohres in einer Schwenkstellung unmittelbar vor
der Saugmündung liegt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Fadenlieferwerk durch eine Luftturbine angetrieben wird,
und daß das Saugrohr mit einem Luftejektor verbunden ist, welcher zweistufig ausgebildet
ist, wobei die erste Stufe mit Primärdruckluft und die zweite Stufe mit der Abluft
der Turbine beaufschlagt wird.
10. Fadenabzugsgerät zum Abziehen eines laufenden Fadens (20)
bestehend aus
einem Saugrohr (24) mit einer Saugmündung (16) zum Absaugen des Fadens,
einem Faden-Zufuhrrohr (14) mit einer Mündung, die im Fadenweg (20) vor der Saugmündung
(16) des Saugrohrs (24) liegt,
sowie einem Fadenlieferwerk (1), welches aus einer angetriebenen, vom Faden (20) zu
umschlingenden Rolle besteht,
wobei das Fadenlieferwerk (1) im Fadenweg zwischen der Mündung des Zufuhrrohrs (14)
und der Saugmündung des Saugrohrs (24) liegt,
wobei das Faden-Zufuhrrohr (14) und das Saugrohr (24) im wesentlichen tangential zu
dem Lieferwerk (1) ausgerichtet sind,
und das Saugrohr (24) und das Faden-Zufuhrrohr (14) in unterschiedlichen Normalebenen
zur Achse des Fadenlieferwerks (1) liegen,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Saugrohr (24) und das Faden-Zufuhrrohr (14) relativ zueinander um die Achse der
Rolle (1) zwischen einer Fangstellung und einer Abzugstellung derart schwenkbar sind,
daß das Faden-Zufuhrrohr (14) und seine Mündung einerseits sowie das Saugrohr (24)
und seine Saugmündung (16) andererseits in der Fangposition im wesentlichen an einer
gemeinsamen Tangentialebene des Fadenlieferwerks (1) liegen
und daß durch die relative Schwenkbewegung aus der Fangstellung in die Abzugstellung
der zwischen der Mündung des Zufuhrrohres (14) und der Mündung (16) des Saugrohres
(24) laufende Faden (20) das Lieferwerk (1) mit einem vorgegebenen Umschlingungswinkel
umschlingt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Lieferwerk (1) in einem das Lieferwerk (1) eng umschließenden Gehäuse (5) angeordnet
ist,
daß das Gehäuse (5) zwischen dem Fadeneinlaßrohr (14) und dem Saugrohr (24) in zur
Achse des Lieferwerks (1) normal gelegenen Ebene geteilt ist, und
daß die Gehäuseteile relativ zueinander um annähernd 360°, vorzugsweise zwischen 180°
und 360° drehbar sind.
1. Thread withdrawal apparatus for drawing off a continuous thread (20)
comprising
a suction tube (24) with a suction mouth (16) for extracting the thread,
a thread inlet tube (14), having a mouth which lies in the thread path (20) in front
of the suction mouth (16) of the suction tube (24),
as well as a thread delivery mechanism (1) comprising a driven roller, around which
the thread (20) is to be looped,
characterized in that
the suction tube (24) with its suction mouth (16) and the thread inlet tube (14) with
its mouth may be swivelled relative to one another about the axis of the roller (1)
between a capture position and a withdrawal position in such a way
that, in the capture position, the mouth of the inlet tube (14) and the suction mouth
(16) of the suction tube (24) are substantially flush and form a narrow gap between
them,
and that, as a result of the relative swivelling movement out of the capture position
into the withdrawal position, the thread (20) running between the mouth of the inlet
tube (14) and the mouth (16) of the suction tube (24) is looped by a predetermined
looping angle around the delivery mechanism (1).
2. Apparatus according to claim 1,
characterized in that
the swivelling movement of the mouth (16) of the suction tube (24) and/or of the thread
inlet tube (14) is effected exclusively in a normal plane of the delivery mechanism
(1), with the looping angle preferably being less than 360°.
3. Apparatus according to claim 1 or 2,
characterized in that
the thread inlet tube is stationary and the suction device (24) with the suction mouth
(16) may swivel in the direction of rotation of the delivery mechanism out of the
capture position into the withdrawal position.
4. Apparatus according to claim 1 or 2,
characterized in that
the suction device (24) with the suction mouth (16) is stationary,
and that the thread inlet tube may swivel counter to the direction of rotation of
the delivery mechanism out of the capture position into the withdrawal position.
5. Apparatus according to one of the preceding claims,
characterized in that
the suction mouth (16) and the mouth of the thread inlet tube, in the capture position,
lie in a normal plane opposite to one another with a small gap.
6. Apparatus according to one of claims 1 to 5,
characterized in that
the suction mouth (16) and the mouth of the thread inlet channel, in the capture position,
lie opposite one another, and preferably lie opposite one another without a gap, in
a plane cutting the normal plane of the delivery mechanism.
7. Apparatus according to one of claims 4 to 6,
characterized in that
the thread inlet tube is supported parallel to a surface line on a lever, which may
be swivelled about a swivelling axis, which is supported substantially concentrically
relative to the axis of rotation of the thread delivery mechanism.
8. Apparatus according to one of claims 4 to 7,
characterized in that
the thread delivery mechanism is over-mounted at one end in the substantially cylindrical
chamber of a housing and its free end is directed towards the open or openable face
of the chamber,
and that the suction tube and the inlet tube are aligned paraxially and may be swivelled
relative to one another parallel to themselves along a path of movement surrounding
the thread delivery mechanism,
with the mouth of the thread inlet tube in one swivel position lying directly in front
of the suction mouth.
9. Apparatus according to claim 8,
characterized in that
the thread delivery mechanism is driven by an air turbine,
and that the suction tube is connected to an air ejector of a two-stage design, with
the first stage being acted upon by inlet compressed air and the second stage being
acted upon by the outlet air of the turbine.
10. Thread withdrawal apparatus for drawing off a continuous thread (20)
comprising
a suction tube (24) with a suction mouth (16) for extracting the thread,
a thread inlet tube (14), having a mouth which lies in the thread path (20) in front
of the suction mouth (16) of the suction tube (24),
as well as a thread delivery mechanism (1) comprising a driven roller, around which
the thread (20) is to be looped,
with the thread delivery mechanism (1) lying in the thread path between the mouth
of the inlet tube (14) and the suction mouth of the suction tube (24),
with the thread inlet tube (14) and the suction tube (24) being aligned substantially
tangentially to the delivery mechanism (1),
and the suction tube (24) and the thread inlet tube (14) lying in different normal
planes relative to the axis of the thread delivery mechanism (1),
characterized in that
the suction tube (24) and the thread inlet tube (14) may be swivelled relative to
one another about the axis of the roller (1) between a capture position and a withdrawal
position in such a manner
that the thread inlet tube (14) and its mouth on the one hand and the suction tube
(24) and its suction mouth (16) on the other hand lie, in the capture position, substantially
on a common tangent plane of the thread delivery mechanism (1)
and that, as a result of the relative swivelling movement out of the capture position
into the withdrawal position, the thread (20) running between the mouth of the inlet
tube (14) and the mouth (16) of the suction tube (24) is looped with a predetermined
looping angle around the delivery mechanism (1).
11. Apparatus according to claim 10,
characterized in that
the delivery mechanism (1) is disposed in a housing (5) which closely surrounds the
delivery mechanism (1),
that the housing (5) is split between the thread inlet tube (14) and the suction tube
(24) in a normal plane relative to the axis of the delivery mechanism (1), and
that the housing parts are rotatable relative to one another through approximately
360°, preferably between 180 and 360°.
1. APPAREIL DE DECHARGE DE FIL, pour décharge un fil en marche (20) se composent
- d'une tubulure d'aspiration (24) avec une ouïe d'aspiration (16) pour aspirer le
fil
- d'un tuyau d'amenée du fil (14) avec un dégorgement qui est situé, dans la voie
du fil (20), face à l'ouïe d'aspiration (16) de la tubulure d'aspiration (24),
- et, en plus, d'un cylindre de décharge du fil (1), qui est constitué par un galet
actionné qui doit être embrassé par le fil (20),
caractérisé par le fait que
- la tubulure d'aspiration (24) avec son ouïe d'aspiration (16) et le tuyau d'amenée
(14) avec son dégorgement sont pivotants en correspondance autour de l'axe du galet
(1) entre une position d'aspiration du fil et une position de décharge du fil
- de sorte que, dans la position d'aspiration du fil, le dégorgement du tuyau d'amenée
(14) et l'ouïe d'aspiration (16) de la tubulure d'aspiration (24) s'alignent pratiquement
ne laissant entre eux qu' une fente étroite
- et que, par un pivotement relatif de la position d'aspiration du fil dans la position
de décharge, le fil en marche (20) entre le dégorgement du tuyau d'amenée (14) et
l'ouïe d'aspiration (16) de la tubulure d'aspiration (24) embrasse le cylindre de
décharge (1) avec un angle d'enroulement prédestiné.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé par le fait que
- le pivotement de l'ouïe d'aspiration (16) de la tubulure d'aspiration (24) ou/et
du tuyau d'amenée du fil (14) se fait uniquement sur un plan normal du cylindre de
décharge (1), ou l'angle d'enroulement est, de préférence, plus petit que 360°.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé par le fait que
- le tuyau d'amenée du fil (14) est fixe tandis que la tubulure d'aspiration (24)
avec l'ouïe d'aspiration (16) est pivotante, de la position d'aspiration du fil dans
la position de son décharge, dans le sens de rotation du cylindre de décharge (1).
4. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé par le fait que
- la tubulure d'aspiration (24) avec l'ouïe d'aspiration (16) est fixe tandis que
le tuyau d'amenée du fil (14) est pivotant, de la position d'aspiration du fil dans
la position de son décharge, contre le sens de rotation du cylindre de décharge (1).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
- l'ouïe d'aspiration (16) et le dégorgement dit tuyau d'amenée du fil (14), dans
la position d'aspiration du fil sur un plan normal, se trouvent face à face avec une
fente minimale.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé par le fait que
- l'ouïe d'aspiration (16) et le dégorgement dit tuyau d'amenée du fil (14), dans
la position d'aspiration du fil sur un plan qui coupe le plan normal du cylindre de
décharge (1), se trouvent face à face, de préférence sans aucune fente.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 à 6,
caractérisé par le fait que
- le tuyau d'amenée du fil (14) est, parallèle à une génératrice, loge, à un levier
qui est pivotant autour d'un pivot qui, lui, est logé pratiquement de façon concentrique
à l'axe de rotation du cylindre de décharge (1).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 à 7,
caractérisé par le fait que
- le galet est logé flottant d'un côté dans la chambre d'une cage essentiellement
cylindrique, montrant avec son bout libre vers le côté frontal ouvert, ou plutôt apte
à être ouvert, de la chambre,
- et que la tubulure d'aspiration (24) et le tuyau d'amenée (14) sont alignés de façon
coaxiale et qu'ils sont pivotants en correspondance et chacun parallèle à soi-même
sur une cercle qui contourne le cylindre de décharge (1),
- le dégorgement du tuyau d'amenée étant situé, dans une position spéciale de pivotement,
directement devant l'ouïe d'aspiration.
9. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé par le fait que
- le galet (1) est actionné par une turbine à l'air.
- et que la tubulure d'aspiration (24) est réliée avec un éjecteur à l'air qui est
fait biétagé, le premier étage étant attaqué par de l'air comprimé primaire et le
deuxième étage par de l'air d'échappement de la turbine.
10. Appareil de décharge de fil, pour décharger un fil en marche (20), se composant
- d'une tubulure d'aspiration (24) avec une ouïe d'aspiration (16) pour aspirer le
fil,
- d'un tuyau d'amenée du fil (14) avec un dégorgement qui est situé, dans la voie
du fil (20), face à l'ouïe d'aspiration (16) de la tubulure d' aspiration (24),
- et, en plus, d'un cylindre de décharge du fil (1), qui est constitué par un galet
actionné qui doit être embrassé par le fil (20).
- où le cylindre de décharge (1) est situé dans la voie du fil entre le dégorgement
du tuyau d'amenée (14) et l'ouïe d'aspiration (16) de la tubulure d'aspiration (24),
- et où le tuyau d'amenée (14) et la tubului'e d'aspiration (24) sont alignés essentiellement
de façon tangentielle relatif au cylindre de décharge (1),
- et où la tubulure d'aspiration (24) et le tuyau d'amenée (14) sont disposés sur
des plans normaux différents relatif à l'axe du cylindre de décharge (1),
caractérisé par le fait que
- la tubulure d'aspiration (24) et le tuyau d'amenée du fil (14) sont pivotants en
correspondance autour l'axe du galet (1) entre une position d' aspiration du fil et
une position de décharge du fil,
- de sorte que le tuyau d'amenée du fil (14) et son dégorgement d'un côté et la tubulure
d'aspiration (24) et son ouïe d'aspiration (16) de l'autre côté sont, dans la position
d'aspiration, disposés essentiellement sur un plan commun tangentiel relatif au galet
(1),
- et de sorte que, à la suite d'un pivotement relatif de la position d'aspiration
dans la position de décharge, le fil en marche (20) entre le dégorgement du tuyau
d'amenée (14) et l'ouïe d'aspiration (16) de la tubulure d'aspiration (24) embrasse
le cylindre de décharge (1) avec un angle d'enroulement prédestiné.
11. Dispositif selon la revendication 10,
caractérisé par le fait que
- le galet (1) est logé dans une cage (5) se refermant étroitement autour du galet,
- et que la cage (5), entre le tuyau d'amenée du fil (14) et la tubulure d'aspiration
(24), est divisée sur un plan normal relatif à l'axe du cylindre de décharge (1),
- et que les deux parties de la cage sont, en correspondance, pivotants de 360° presque,
de préférence entre 180° et 360°.