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(11) |
EP 0 302 215 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.12.1992 Patentblatt 1992/53 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.06.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B22D 41/08 |
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Drehverschluss für ein metallurgisches Gefäss sowie Rotor bzw. Stator für einen solchen
Drehverschluss
Rotary valve for a metallurgical vessel, and rotor and stator therefor
Vanne rotative pour conteneur métallurgique ainsi que rotor et stator pour une telle
vanne
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
03.08.1987 DE 3725637 18.02.1988 DE 3805070 10.06.1988 DE 3819784
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.02.1989 Patentblatt 1989/06 |
| (73) |
Patentinhaber: DIDIER-WERKE AG |
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65189 Wiesbaden (DE) |
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Erfinder: |
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- Lührsen, Ernst
D-6208 Bad Schwalbach (DE)
- Hintzen, Ullrich
D-6204 Taunusstein-Watzhahn (DE)
- Brückner, Raimund
D-6272 Engenhahn (DE)
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Vertreter: Brückner, Raimund, Dipl.-Ing. |
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Didier-Werke AG
Abraham-Lincoln-Strasse 1 65189 Wiesbaden 65189 Wiesbaden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 196 847 DE-A- 2 836 813 GB-A- 183 241
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DE-A- 2 608 472 DE-C- 357 912 US-A- 1 742 065
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Drehverschluß für einen im wesentlichen vertikalen Abstich
flüssiger Metallschmelze aus einem metallurgischen Gefäß mit einem rotationssymmetrischen,
als Verschlußkörper dienenden feuerfesten Rotor, welcher um eine im wesentlichen horizontale
Achse drehbar in einem, einen Ausflußkanal aufweisenden feuerfesten Stator angeordnet
ist, wobei der Rotor einen durch Drehung des Rotors gegenüber dem Stator zu öffnenden
und zu schließenden Durchflußkanal aufweist, dessen Auslauföffnung in der Mantelfläche
des Rotors angeordnet ist.
[0002] Ein solcher Drehverschluß ist beispielsweise aus Fig. 1 der DE-PS 33 42 836 bekannt.
Der bekannte Drehverschluß ist teilweise in einem Hohlraum der feuerfesten Auskleidung
des Behälterbodens eingebaut. Dieser Hohlraum ist von einem aus feuerfesten Formsteinen
und einer Lochplatte gebildeten feuerfesten Gehäuse ausgekleidet, in welches der Drehverschluß
eingeschoben und damit teilweise vermörtelt wird. Abgesehen davon, daß bei einer Reparatur
des Drehverschlusses auch dieses feuerfeste Gehäuse umständlich repariert werden muß,
bildet das Gehäuse einerseits eine wärmeisolierende Abschirmung zur Metallschmelze
und andererseits ist der Drehverschluß einer gewissen Luftkühlung ausgesetzt, was
die Gefahr des Einfrierens des Drehverschlusses erhöht. Diese Gefahr des Einfrierens
ist bei dem Drehverschluß gemäß Fig. 3 der DE-PS 33 42 836 noch größer, da dort der
Drehverschluß zum Abschluß einer Rohrleitung dient. Ferner ist der Rotor nicht ohne
den Stator austauschbar.
[0003] Bei dem aus der DE-PS 33 06 670 bekannten Drehverschluß erfolgt der Abstich horizontal,
so daß der Rotor als verhältnismäßig lange, mit einer Durchgangsborung mit stirnseitiger
Auslauföffnung versehener, seitlich horizontal aus dem Gefäßboden herausragender Verschlußkörper
ausgebildet sein muß.
[0004] Daher können kurze Gießwege nicht erreicht werden. Da auch der Verschlußkörper mit
axialer Durchgangsbohrung aus feuerfestem Material bestehen muß, ist die Übertragung
von Drehmomenten bei einer hinreichend dichten Passung und unterschiedlichen Wärmeausdehnungen
der Teile im Sitz des Stators kaim möglich. Die durch die Durchflußkanalführung des
Rotors erforderliche Dünnwandigkeit des Rotors führt ferner zu einem schnellen Verschleiß.
[0005] Bei dem aus der DE-OS 26 08 472 bekannten Drehverschluß besteht das Problem, daß
die einander zugekehrten konischen Flächen von Rotor und Stator hohe Paßgenauigkeiten
haben müssen, damit einerseits eine gute Drehbarkeit des Rotors an dem Stator und
andererseits eine gute Fugenabdichtung zwischen Rotor und Stator gewährleistet ist.
Der Rotor wird ferner in nachteiliger Weise auf Zug beansprucht. Außerdem kann der
Rotor nicht ohne den Stator durch den Gefäßboden bzw. die Gefäßwand ausgetauscht werden.
Der Rotor unterliegt jedoch im Betrieb in der Regel einem höheren Verschleiß als der
Stator, so daß er öfter als der Stator ausgetauscht werden muß. Die Geometrie von
Stator und Rotor setzt außerdem eine Anordnung des Drehverschlusses und damit auch
dessen Betätigung in unmittelbarer Nachbarschaft des Gießstrahls, also in einem Bereich
sehr hoher Temperaturen voraus. Die Tatsache, daß die Einlauföffnung des Durchflußkanals
in der Stirnfläche des kegeligen Rotors angeordnet ist, führt zu einem schnellen Verschleiß
des Rotors inbesondere in dem einen Eckbereich in unmittelbarer Nachbarschaft des
Durchflußkanals.
[0006] Der Drehverschluß nach der AT-PS 357 283 ist im Gefäßboden angeordnet, und zwar so,
daß der Rotor nicht ohne den Stator durch den Gefäßboden ausgetauscht werden kann.
Auch hier wird der Rotor in nachteiliger Weise auf Zug beansprucht und ist bei Anordnung
desselben mit vertikaler Drehachse nur vom Boden aus in unmittelbarer Nachbarschaft
des Ausgußkanals antreibbar ist, was sowohl aus Platzgründen als auch wegen der dort
herrschenden Temperaturbedingungen für den Antrieb des Rotors von Nachteil ist. Der
bekannte Drehverschluß kann auch bei horizontalem Ausguß an der Seitenwand des Gefäßes,
mit dann horizontaler Drehachse des Rotors angeordnet sein. Hierbei ergeben sich auch
die gleichen Nachteile wie bei der Anordnung mit vertikaler Rotorachse.
[0007] Der Drehverschluß nach der AT-PS 165 292 liegt zum größten Teil außerhalb des Gefäßinneren,
und zwar unterhalb des Gefäßbodens. Dadurch ist die Gefahr des Einfrierens verhältnismäßig
groß und das Betätigungsaggregat liegt in verhältnismäßig enger Nachbarschaft zum
Gießstrahl. Aufgrund der Konstruktions ist der Rotor nur zusammen mit dem Stator austauschbar
und nur von unten betätigbar, da die Drehachse vertikal steht.
[0008] Bei dem Auslaßventil nach der GB-OS 2 174 069 sitzt ein Stator in der Auskleidung
des Behälterbodens, während der obere Abschnitt des Ventilkörpers durch das gesamte
Metallschmelzebad hindurch bis zu einem Haltearm oberhalb des metallurgischen Gefäßes
ragt. Hierdurch ist ein erheblicher konstruktiver Aufwand erforderlich. Außerdem müssen
Rotor und Stator aufeinander eingeläppt werden. Ferner ist der Anpreßdruck für den
Tragarm einzustellen. Abgesehen von diesen Nachteilen grenzen Rotor und Stator lediglich
mit Stirnflächen aneinander was zu Führungs- und Dichtungsproblemen führen kann.
[0009] Der Drehverschluß nach der GB-PS 1 177 262 befindet sich nicht in oder an der Gefäßwandauskleidung,
sondern wird vielmehr von unten unterhalb des Gefäßbodens aus betätigt. Der Rotor,
dessen Durchflußkanal als bloße Rinne ausgebildet ist, hat eine verhältnismäßig komplizierte
Gestalt, welche zu schnellem Verschleiß führt. Außerdem ist der Rotor nicht ohne den
Stator durch den Behälterboden austauschbar, sondern beide nur vom Behälterinnenraum
aus.
[0010] Der Drehverschluß nach der US-PS 36 51 998 besteht im wesentlichen aus zwei zylindrischen,
ineinander passenden Rohrkörpern mit vertikaler Achse, welche den Gefäßboden durchsetzen.
Die Rohrkörper sind mit einer besonderen Dichtanordnung versehen. Die Betätigung muß
auch hier aus unmittelbarer Nachbarschaft des Gießstrahles erfolgen. Die Ausbildung
als Rohrkörper mit verhältnismäßig dünner Wandung führt zu einem schnellen Verschleiß.
[0011] Bei dem Zuflußstellglied für eine Kokillenfüllstandsregelung einer Stranggießanlage
nach der DE-PS 35 40 202 werden, um ein Zusetzen einer Ausflußöffnung des Schmelzvorratsgefäßes
zu vermeiden, wenigstens zwei konzentrisch zueinander angeordnete, vertikal stehende,
ins Vorratsgefäß hineinragende und gegeneinander bewegbare Rohren mit Durchbrüchen
für den Schmelzendurchtritt verwendet. Durch Verstellen wenigstens eines Rohres von
oberhalb der Metallschmelze aus werden die Durchbrüche mehr oder weniger zur Deckung
gebracht, wodurch sich eine mehr oder weniger große Ausflußöffnung für die Schmelze
ergibt. Das eine Rohr ist vertikal feststehend im Behälterboden angeordnet, während
das andere Rohr demgegenüber drehbar und axial verstellbar ist. Auch hierfür ist eine
verhältnismäßig aufwendige Betätigungsanordnung erforderlich, welche von oberhalb
der Metallschmelze angreifen muß. Ferner ist das Auswechseln der Teile umständlich,
was bei dem hohen Verschleiß, welchem derartige Verschleißteile unterliegen, nachteilig
ist.
[0012] Aus der JP-OS 61-182 857 ist eine Vorrichtung zum Steuern der Ausflußrate eines Tundish
für das kontinuierliche Gießen bekannt, welche zum Zwecke der Verringerung der Oxydation
der Stahlschmelze und der Verbesserung der Stahlqualität der im Behälterboden festliegende
Stator einen vertikalen Ausflußkanal aufweist, in welchen in geringem Abstand oberhalb
des Behälterbodens seitliche Ausflußöffnungen münden. Die Ausflußrate wird mit Hilfe
eines vertikal in dem Ausflußkanal des Stators geführten Stössels vorgenommen, welcher
von oberhalb der Metallschmelze zur vertikalen Verstellung betätigbar ist. Statt des
Stössels kann auch ein rohrförmiger Verschlußkörper ähnlich der Lösung nach der DE-PS
35 40 202 verwendet werden.
[0013] Diese Verschlußvorrichtung kommt daher nicht ohne eine Betätigung von oberhalb der
Metallschmelze in dem Gefäß aus. Die Verschleißteile Rotor und Stator sind ferner
nur von oberhalb des Metallschmelzegefäßes aus austauschbar.
[0014] Bei der Vorrichtung zur Steuerung des Ausflusses einer Metallschmelze aus einem Behälter
nach der CH-PS 571 373 ist ein von unterhalb des Behälterbodens aus betätigbarer Verschlußkörper
in einem Stator des Behälterbodens vertikal verstellbar geführt. Der Verschlußkörper
hat einen senkrechten Durchflußkanal, welcher sich nach oben in zwei Querbohrungen
aufteilt. In Öffnungsstellung befinden sich die Einlaßöffnungen dieser Querbohrungen
oberhalb der Oberfläche des Behhälterbodens in der Metallschmelze, in der Schließstellung
des Verschlußkörpers dagegen innerhalb des Rotors. Die Betätigung muß hier von unterhalb
des Behälterbodens aus erfolgen, also in unmittelbarer Nachbarschaft des Gießstrahles.
[0015] Bei dem Drehverschluß nach der GB-PS 183 241 sind Stator und Rotor weitgehend unterhalb
des Behälterbodens angeordnet, so daß eine erhebliche Gefahr des Einfrierens der Metallschmelze
besteht. Auch die Betätigung des Rotors, dessen Drehachse senkrecht zum vertikalen
Ausflußkanal des Stators steht und dessen Durchflußkanal senkrecht zu dieser Drehachse
verläuft, muß unterhalb des Behälterbodens in unmittelbarer Nachbarschaft des Gießstrahls
erfolgen.
[0016] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Standes
der Technik zu vermeiden und einen Drehverschluß der gattungsgemäßen Art vorzuschlagen,
bei welchem mit geringem konstruktivem Aufwand einerseits eine gute Zugänglichkeit
des Drehverschlusses für eine einfache und den Gießprozeß wenig störende Betätigung
und leichte Reparaturmöglichkeit gewährleistet und andererseits das Problem des Einfrierens
vermindert ist.
[0017] Diese Aufgabe wird mit der Erfindung im wesentlichen dadurch gelöst, daß der Stator
und der Rotor im Gefäßinneren in und/oder an der feuerfesten Gefäßwandauskleidung
und ggf. der Gefäßbodenauskleidung im Bereich der Metallschmelze angeordnet sind.
[0018] Mit dem erfindungsgemäßen Drehverschluß kann die Metallschmelze nach sehr kurzem
Strömungsweg mit Hilfe des Stators senkrecht nach unten aus dem Gefäßinneren abgeführt
werden. Der Rotor selbst kann verhältnismäßig kompakt sein, so daß sein Durchflußkanal
ebenfalls entsprechend kurz ist. Da die funktionellen, die Metallschmelze führenden
Teile des Drehverschlusses sämtlich im Gefäßinneren in der Metallschmelze oder in
unmittelbarer Angrenzung an die Metallschmelze angeordnet sind, werden diese von der
Metallschmelze auf der erforderlichen hohen Temperatur gehalten, so daß die Gefahr
von Einfrierungen verringert ist. Ein Luftzutritt ist ausgeschlossen. Da die Gefäßauskleidung
bereichsweise durch die funktionellen Teile des Drehverschlusses selbst ersetzt werden
können, ist der bauliche Aufwand gegenüber bekannten metallurgischen Gefäßen mit Drehverschluß
verringert. Durch die Anordnung von Stator und Rotor in und/oder an der feuerfesten
Gefäßwandauskleidung und ggf. der Gefäßbodenauskleidung ist der Drehverschluß von
der Seite her betätigbar, so daß das vertikale Abgießen nicht behindert wird. Aus
dem gleichen Grunde ist der Weg für die Krafteinleitung und der Kraftaufwand für die
Betätigung des Rotors verhältnismäßig gering, so daß die Betriebsaggregate entsprechend
schwach und kompakt ausgelegt sein können. Dies fördert die wirtschaftliche und funktionssichere
Betriebsweise des erfindungsgemäßen Drehverschlusses. Auch der Austausch von Rotor
und Stator ist aufgrund der besonderen Anordnung dieser Teile zur Seite hin leicht
möglich.
[0019] Wenn gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung der Rotor von außen mit einem
konischen Abschnitt in einen entsprechend konischen Sitz des Stators gedrückt ist,
ist ein schneller Austausch des Rotors mit der Möglichkeit, die Dichtigkeit zwischen
Stator und Rotor durch von außen aufgebrachte Kräfte zu erzielen, gegeben.
[0020] Wenn gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung die Mantelfläche des Rotors
kreiszylindrisch ausgebildet und in einem entsprechend kreiszylindrischen Sitz des
Stators aufgenommen ist, sind derartige Andruckkräfte nicht erforderlich, jedoch bleiben
der angestrebte geringe konstruktive Aufwand und die gute Zugänglichkeit der Verschleißteile
des Drehverschlusses erhalten.
[0021] Bei entsprechender Passung der Mantelfläche des Rotors in den Sitz des Stators hat
die letztgenannte Weiterbildung den Vorteil, daß der Rotor in dem Stator - neben der
Drehbarkeit -auch axial verschiebbar sein kann. Hierdurch ist es möglich, die Öffnungs-
und Schließfunktion bzw. Steuerfunktion des Drehverschlusses wahlweise durch Drehung
oder Axialverschiebung des Rotors oder beide Bewegungen zu erzielen. Wenn beide Bewegungsmöglichkeiten
bestehen, wird man die Steuerung des Gießstrahles vorzugsweise durch Drehung des Rotors
und das vollständige Schließen und Öffnen durch axiales Verschieben des Rotors herbeiführen.
Hierbei werden unterschiedliche Verschleißkanten beansprucht, so daß der Rotor eine
größere Standzeit hat, als wenn er nur drehbar oder nur axial verschiebbar wäre.
[0022] Gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal ist - neben der Auslauföffnung - auch die
Einlauföffnung des Durchflußkanals des Rotors in dessen konischer oder zylindrischer
Mantelfläche angeordnet. Dabei verläuft der Durchflußkanal des Rotors vorzugsweise
im wesentlichen senkrecht zur Drehachse, wodurch eine einfache Herstellbarkeit des
Rotors gewährleistet ist. Bei besonderen räumlichen oder gießtechnischen Verhältnissen
kann es aber auch zweckmäßig sein, den Durchflußkanal des Rotors abgewinkelt verlaufen
zu lassen.
[0023] In weiterer Ausgestaltung dessen kann dabei vorgesehen sein, daß die Einlauföffnung
des Durchflußkanals des Rotors in einer dem Gefäßinneren zugekehrten Stirnfläche des
Rotors angeordnet ist. Hierdurch wird erreicht, daß der größte Teil des Rotors, nämlich
derjenige Teil, welcher den horizontalen Abschnitt des Durchflußkanals aufweist, oberhalb
der Oberseite der Gefäßbodenauskleidung, d.h. thermisch günstig in Beziehung zur Metallschmelze
angeordnet sein und dennoch die gesamte Metallschmelze praktisch unbeschränkt aus
dem Gefäßinneren ausfließen kann.
[0024] Dabei steht die die Einlauföffnung des Durchflußkanals des Rotors aufweisende Stirnfläche
des Rotors vorzugsweise im wesentlichen senkrecht zur Drehachse des Rotors, so daß
sich die Lage der Einlauföffnung bei Steuerung des Gießstrahles durch Verdrehen der
Auslaßöffnung des Durchflußkanals des Rotors relativ zur Auslauföffnung des Ausflußkanals
des Stators nicht verändert.
[0025] Montage und Demomtage des Rotors, welcher besonderen Beanspruchungen ausgesetzt ist
und welcher daher dem stärksten Verschleiß unterliegen, wird bei dem erfundenen Drehverschluß
dadurch gewährleistet, daß der Rotor unabhängig von dem Stator durch eine Aussparung
in der Gefäßwand hindurch verschiebbar und somit austauschbar ist.
[0026] Desgleichen kann vorgesehen sein, daß der Stator insgesamt oder wenigstens ein Teil
von ihm durch eine Aussparung im Gefäßboden und/oder durch die Aussparung in der Gefäßwand
hindurch verschiebbar und somit austauschbar ist.
[0027] Besonders zweckmäßig ist es, wenn der Stator zusammen mit dem Rotor durch die Aussparung
im Gefäßboden und/oder die Aussparung in der Gefäßwand hindurch verschiebbar und somit
austauschbar ist, so daß bei Verschleiß diese beiden ineinandergepaßten Teile gemeinsam
und daher schnell gegen eine neue Stator/Rotor-Einheit ausgetauscht werden können.
[0028] Da aus Gründen einer raumsparenden Bauweise es bei dem erfindungsgemäßen Drehverschluß
von besonderem Vorteil ist, wenn der Stator in dem Übergangsbereich zwischen Gefäßwandauskleidung
und Gefäßbodenauskleidung angeordnet ist und die Aussparung in dem Gefäßboden für
den vertikalen Abstich der Metallschmelze und die Aussparung in der seitlichen Gefäßwand
für die Betätigung des Rotors möglichst dicht beieinanderliegen, kann der Rotor bei
einfacher Konstruktion von der Gefäßwand aus durch eine durch die Aussparung in der
Gefäßwand hindurchgeführte Antriebsstange antreibbar sein.
[0029] Eine konstruktiv einfache Betätigung des Rotors ist dann möglich, wenn er mittels
eines Betätigungskopfes in dem Sitz des Stators gehalten ist, wobei der Betätigungskopf
von außen formschlüssig mit dem antriebsseitigen Ende des Rotors zusammenwirkt, um
auch als Mitnahmevorrichtung zu dienen. Ferner soll der Rotor nur gedreht, jedoch
nicht axial verschoben werden, greift der Betätigungskopf vorzugsweise nur lose antriebsseitig
in den Rotor ein, so daß er auch axial leicht und einfach wieder abgezogen werden
kann, um die gute Zugänglichkeit des Rotors zu gewährleisten.
[0030] Um Toleranzen bei der Montage und aufgrund von Wärmeverschiebungen zu vermeiden,
steht der Rotor gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal vorzugsweise über ein Kardangelenk
mit dem Antrieb des Rotors in Verbindung.
[0031] Stattdessen oder zusätzlich kann der Rotor über eine elastische Kupplung mit dem
Antrieb in Verbindung stehen, um vorhandene Achsverschiebungen bzw. Versetzungen auszugleichen.
[0032] Wenn der Antrieb und die auf den Rotor einwirkenden Antriebsübertragungsmittel an
einer von der Gefäßwand abschwenkbaren Trägervorrichtung gehalten sind, ist eine besonders
leichte Zugänglichkeit des Rotors und ggf. auch des Stators gewährleistet. Da insbesondere
der Rotor, welcher auch zur Drosselung des Gießstrahles verwendet wird, einem Verschleiß
unterliegt, ist die leichte Austauschbarkeit trotz des seitlichen Antriebes des Rotors
von besonderem Vorteil.
[0033] Der erfundene Drehverschluß kann hinsichtlich zuverlässiger Funktion und eines einfachen
und schnellen Austauschs der Verschleißteile weiterhin dadurch verbessert werden,
daß der Stator mit seinen beiden Enden durch zwei einander gegenüberliegende Gefäßseitenwände
hindurchgeführt und dadurch der Rotor im Durchschub auswechselbar ist. Dabei wirkt
die Mantelfläche des Rotors mit der als Dichtsitz dienenden kreiszylindrischen Innenfläche
des Stators zusammen. Der Rotor ist also in dem Stator sowohl drehbar als auch axial
verschiebbar. Die Drehbewegung dient dem Öffnen und Schließen des Durchlaufkanals
des Rotors, die Axialverschiebung in erster Linie dem Auswechseln des Rotors im Durchschub
von den Statorenden aus. Mittels Axialverschiebung kann aber auch ein Öffnen und Schließen
des Durchflußkanals des Rotors erfolgen. Für die Abdichtung zwischen Rotor und Stator
sind auch hier keine Anpreßkräfte erforderlich.
[0034] Der Rotor kann von einem seitlichen, in einer Gefäßseitenwand liegenden und daher
gut zugänglichen Ende des Stators bis in seine Position verschoben werden, in welcher
Durchflußkanal und Ausflußkanal durch Drehung, aber auch durch Axialverschiebung mehr
oder weniger zur Deckung gebracht werden können.
[0035] Der Antrieb zur Drehung und/oder Axialverschiebung setzt an einem Ende des Rotors
an, welches zu diesem Zweck auch seitlich aus dem Stator herausragen kann. Die gesamte
Verschlußanordnung von Stator und Rotor liegt auch hier unmittelbar in der Metallschmelze
oder in unmittelbarer Angrenzung derselben, so daß die Gefahr des Einfrierens gering
ist.
[0036] Im Rahmen des Erfindungsgedankens ist es zur Lösung der gestellten Aufgabe von besonderem
Vorteil, wenn der Rotor bzw. Teile des Rotors, wenn er mehrteilig ausgebildet ist,
auch bei gefülltem Gefäß im Durchschub durch einen neuen Rotor bzw. neue Teile des
Rotors auswechselbar ist, bzw. sind.
[0037] Von besonderem Vorteil ist es ferner, wenn der Stator zylinderrohrförmig ausgebildet
ist, da sich dann wegen gleichmäßiger Wandstärke des Stators gleichmäßige thermische
Verhältnisse im Drehverschluß einstellen, was zu einer geringstmöglichen Beanspruchung
der feuerfesten Verschleißteile des Drehverschlusses bei weiter verringerter Gefahr
des Einfrierens führt.
[0038] Während normalerweise der Ausflußkanal und der Durchflußkanal den Stator bzw. den
Rotor gerade durchqueren, können im Rahmen der Erfindung die beiden Kanäle in besonderen
Fällen auch abgewickelt sein, z.B. wenn die Metallschmelze aus dem Übergangsbereich
zwischen Gefäßboden und Gefäßseitenwand abgeleitet werden soll.
[0039] Sowohl für die Herstellung als auch für den Austausch der Teile kann es zweckmäßig
sein, wenn in dem Stator mehrere stirnseitig aneinandergrenzende, z.B. mit Nut-Feder-Anordnung
formschlüssig ineinandergreifende Rotorteile mit mindestens je einem Durchflußkanal
angeordnet sind. Die Rotorteile können im Verhältnis zum Gesamtrotor verhältnismäßig
kurz und daher einfach herzustellen, zu transportieren, zu montieren und auszutauschen
sein. Durch das stirnseitige Ineinandergreifen mittels Nut-Feder-Anordnungen braucht
nur das jeweilige axial äußerste Rotorteil vom einen Ende des Stators an der Gefäßseitenwandung
aus angetrieben zu werden, so daß sich die anderen Rotorelemente synchron mitdrehen
oder mitverschieben. Die Nut-Feder-Anordnungen stellen außerdem die richtige Drehlage
der Rotorelemente zueinander sicher.
[0040] Auch bei dem Stator kann der Vorteil kleinerer Baueinheiten dadurch verwirklicht
werden, daß er aus mehreren stirnseitig aneinandergrenzenden, z.B. mit Nut-Feder-Anordnungen
formschlüssig ineinandergreifenden Statorteilen zusammengesetzt ist. Hier dienen die
Nut-Feder-Anordnungen zur gegenseitigen Arretierung der Statorteile.
[0041] Gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal kann der Stator oder ein Teil oder eine Verlängerung
desselben als Eintauchausguß mit Ausgußrohr ausgebildet sein.
[0042] Da zumindest der Rotor einfach auswechselbar ist, kann eine gute Abdichtung des Rotors
gegenüber dem Stator dadurch erzielt werden, daß der Rotor aus verhältnismäßig weichem,
verschleißfähigem und der Stator aus verhältnismäßig hartem, verschleißfestem Feuerfestmaterial
besteht. Insbesondere wenn auch der Stator durch die seitliche Gefäßwand oder den
unteren Gefäßboden hindurch austauschbar ist, können die Verhältnisse auch umgekehrt
sein.
[0043] Da der erfindungsgemäße Drehverschluß im Betrieb von Metallschmelze umgeben ist,
d.h. kein Sauerstoff Zutritt hat, kann das Feuerfestmaterial des Rotors und/oder des
Stators zumindest an deren dem Stator und/oder dem Rotor zugekehrten Oberfläche(n)
Kohlenstoff, Graphit o.dgl. Dauerschmiermittel enthalten. Sattdessen oder zusätzlich
kann auch eine zwischen diesen beiden Drehverschlußteilen angeordnete Gleithülse aus
solchem die Dauerschmierung gewährleistenden Material bestehen.
[0044] Ferner ist es Möglich, daß das Feuerfestmaterial des Rotors und/oder des Stators
keramische Fasern oder keramische Fasern und Fasern aus Kohlenstoff oder Graphit enthält.
[0045] Die Erfindung bezieht sich auch auf einen feuerfesten Rotor für einen Drehverschluß
der zuvor näher erläuterten Art. Er zeichnet sich erfindungsgemäß im wesentlichen
dadurch aus, daß er an seinem antriebsseitigen Ende eine z.B. als Querschlitz ausgebildte
Aussparung für den formschlüssigen Eingriff eines von einem Antrieb betätigbaren Betätigungskopfes
aufweist. Dies erlaubt eine schnelle Herstellung der Antriebsverbindung beim Auswechseln
des Rotors und/oder des Stators.
[0046] Von besonderem Vorteil ist es, wenn der Rotor wenigstens einen Durchflußkanal aufweist,
dessen Einlauföffnung und Auslauföffnung in einer konischen oder kreiszylindrischen
Mantelfläche liegen.
[0047] Die Einlauföffnung des wenigstens einen Durchflußkanals kann aber auch in einer zur
Drehachse im wesentlichen senkrecht stehenden Stirnfläche angeordnet sein.
[0048] Die Erfindung bezieht sich auch auf einen feuerfesten Stator, für einen Drehverschluß
der zuvor erörterten Art. Dieser Stator zeichnet sich erfindungsgemäß im wesentlichen
dadurch aus, daß er wenigstens einen Ausflußkanal aufweist, welcher eine kreiszylindrische
Aussparung für die Aufnahme eines Rotors durchquert.
[0049] Rotor und/oder Stator können aus Kohlenstoff oder Graphit oder aus Kohlenstoff enthaltendem
feuerfestem Beton bestehen.
[0050] Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung.
[0051] Es zeigen:
- Fig. 1
- teilweise im Vertikalschnitt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Drehverschlusses,
- Fig. 1a
- in gleicher Darstellung wie in Fig. 1 den antriebsseitigen Abschnitt des Rotors mit
Betätigungskopf, um 90° gegenüber der Stellung von Fig. 1 gedreht,
- Fig. 2
- im Vertikalschnitt eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Drehverschlusses,
- Fig. 3
- eine noch weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Drehverschlusses,
- Fig. 4
- eine noch weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Drehverschlusses,
- Fig. 5
- teilweise im Vertikalschnitt eine noch weitere Ausführungsform eines die Erfindung
aufweisenden Drehverschlusses,
- Fig. 6
- eine noch weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Drehverschlusses in gleicher
Darstellung wie in Fig. 5,
- Fig. 7a
- im Vertikalschnitt eine noch weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Drehverschlusses,
- Fig. 7b
- einen Schnitt durch den Drehverschluß nach Fig. 7a entlang der Linie Ib-Ib von Fig.
7a,
- Fig. 8
- eine Schnittdarstellung einer anderen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Drehverschlusses,
welcher im Übergangsbereich zwischen Gefäßseitenwandung und Gefäßboden angeordnet
ist,
- Fig. 9a
- schematisch in Schrägansicht einen rohrförmigen Stator gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung für einen Drehverschluß nach den Fig. 7a und 7b oder 8,
- Fig. 9b
- schematisch in Schrägansicht einen zu dem in Fig. 9a dargestellten Stator passenden
Rotor nach einer Ausführungsform der Erfindung und
- Fig. 10
- schematisch einen Gesamtschnitt durch ein metallurgisches Gefäß mit einem die Erfindung
aufweisenden Drehverschluß besonderer Ausgestaltung.
[0052] Der Drehverschluß 1 gemäß Fig. 1 ist im Winkelbereich zwischen einer feuerfesten
Gefäßbodenauskleidung 2 und einer feuerfesten Gefäßwandauskleidung 3 als Bestand der
feuerfesten Auskleidung eines metallurgischen Gefäßes im Bereich der Metallschmelze
angeordnet. Die Gefäßbodenauskleidung 2 schützt einen metallenen Gefäßboden 33 und
die Gefäßwandauskleidung 3 eine Gefäßwand 34. Der Gefäßboden 33 hat eine Aussparung
20 für den Abstich der Metallschmelze nach unten, während die metallene seitliche
Gefäßwand 34 eine Aussparung 25 für die seitliche Zugänglichkeit und Antriebbarkeit
des Drehverschlusses 1 hat. Die feuerfeste Boden- und Seitenwandauskleidung 2, 3 ist
also im Bereich des Drehverschlusses 1 durch dessen Teile ersetzt. Der Drehverschluß
1 hat bei diesem Ausführungsbeispiel einen mit einem kegeligen Abschnitt ausgestatteten
als Verschlußkörper dienenden Rotor 4, mit welcher er in einen entsprechend konischen
Sitz 17 eines Stators 6 gedrückt wird. Der Stator 6 besteht aus zwei Teilen, der eine
Teil des Stators 6 hat einen im wesentlichen vertikalen Ausflußkanal 5; seine Verlängerung
nach unten ist durch den metallenen Gefäßboden 2 als Ausgußrohr 10 einstückig hindurchgeführt.
Der Stator 6 bildet damit gleichzeitig einen Eintauchausguß. Ein seitlich angeordneter
Teil 6′ des Stators 6 ist hohlkegelig ausgebildet zur Aufnahme des antriebsseitigen
Endes des Rotors 4. Der Rotor 4 hat bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
einen geraden Durchflußkanal 7, welcher in der in Fig. 1 dargestellten Drehstellung
(Öffnungsstellung) mit dem Ausflußkanal 5 des Stators 6 fluchtet. Dargestellt ist
also die volle Öffnungsstellung des Rotors 4. Einlauföffnung 14 und Auslauföffnung
15 des Durchflußkanals 7 des Rotors 4 liegen in der Mantelfläche des Rotors 4. Auslauföffnung
13 und Einlauföffnung 16 des Stators 6 liegen bei diesem Ausführungsbeispiel im wesentlichen
senkrecht übereinander, so daß in Öffnungsstellung des Rotors 4 ein durchgehender,
im wesentlichen vertikaler und gerader Metallschmelzefluß für einen vertikalen Abstich
gewährleistet ist.
[0053] Antriebsseitig greift an dem Rotor 4 zu dessen Drehantrieb um eine im wesentlichen
horizontale Achse A ein Betätigungskopf 18 an, welcher mit einem leistenförmigen Vorsprung
23 in eine als Querschlitz 24 ausgebildete Aussparung des Verschlußkörpers 4 eingreift.
Hierdurch ist eine Drehmomentübertragung möglich. Am äußeren Rand übergreift der Betätigungskopf
18 das antriebsseitige Ende des Rotors 4 mit einem Ringflansch 25. An den Betätigungskopf
18 schließt sich nach außen über ein Kardangelenk 19 die Antriebswelle 11 eines Antriebs
20 an. Mittels eines Federpaketes 12 und über ein an der Antriebswelle 11 angreifendes
Axiallager wird der Betätigungskopf 18 in Richtung des Stators 6 und damit der Rotor
4 mit seinem konischen Abschnitt in den entsprechenden konischen Sitz 17 des Stators
6 gedrückt. Zwischen dem Axiallager und dem Antrieb 20 befindet sich in der Antriebswelle
11 noch eine elastische Kupplung 21. Antriebswelle 11, Federpaket 12, Betätigungskopf
18, Kardangelenk 19, elastische Kupplung 21 und Antrieb 20 sind gemeinsam an einer
Trägervorrichtung 22 gehalten, welche über ein an der Außenseite des metallurgischen
Gefäßes angebrachtes Gelenk 26 nach unten abschwenkbar ist, nachdem ein Schnellverschluß
27 gelöst worden ist. Damit wird der Rotor 4 einfach und schnell für ein Auswechseln
zugänglich. Nach Wegklappen der Trägervorrichtung 22 läßt sich auch der eine Teil
6′ des Stators 6 seitlich aus der Auskleidung 2, 3 herausziehen. Der andere Teil des
Stators 6 mit dem Ausgußrohr 10 läßt sich nach dem Entfernen des Rotors 4 vom Gefäßinneren
8 aus herausnehmen.
[0054] Während bei der Ausführungsform von Fig. 1 der Stator 6 mit dem einstückig ausgebildeten
Ausgußrohr 10 von dem für die Aufnahme der Metallschmelze bestimmten Gefäßinneren
8 aus in die Gefäßbodenauskleidung 2 und der seitliche Teil 6′ des Stators 6 durch
die Gefäßwand 34 hindurch in die Gefäßwandauskleidung 3 einsetzbar ist, besteht der
Stator 6 bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 aus einem insgesamt durch die Gefäßwand
34 einsetzbaren Block mit einer Aussparung für die Aufnahme des antriebsseitigen Endes
des Rotors 4, des Betätigungskopfes 18, des Kardangelenks 19 und des ersten Teils
der Antriebswelle 11. Das Ausgußrohr 10, welches bspw. aus den beiden Teilen 10a und
10b zweiteilig ausgebildet sein kann, wird jedoch von unten durch eine Aussparung
des metallenen Gefäßbodens 2 an die Auslauföffnung 13 des Ausflußkanals 5 des Stators
6 angesetzt und dort mittels einer Spannvorrichtung 28 gehalten. Eine Abdichtung der
Fuge 29 zwischen dem Stator 6 und dem selbständigen Ausgußrohr 10 erfolgt durch Einpressen
einer Abdichtmasse über eine Anschlußleitung 30 in einem die Fuge 29 umgebenden Freiraum,
in welchem der konische Kopfteil des Ausgußrohres 10 liegt. Wie aus Fig. 2 zu erkennen,
ist auch der Stator 6 leicht keilförmig ausgebildet, um das Auswechseln durch die
seitliche Gefäßwand 34 hindurch zu erleichtern.
[0055] Die Ausführungsform des Drehverschlusses 1 nach Fig. 3 unterscheidet sich von derjenigen
gemäß Fig. 2 im wesentlichen dadurch, daß der Durchflußkanal 7 des Rotors 4 nicht
gerade, sondern übereck verläuft, so daß die Einlauföffnung 14′ des Rotors 4 in der
metallschmelzeseitigen Stirnfläche des Rotors 4 liegt, während die Auslauföffnung
15 des Rotors 4 nach wie vor in seiner Mantelfläche liegt. Demzufolge wird der Ausflußkanal
5 des Stators 6 praktisch nur durch einen Abschnitt gebildet, welcher in die Auslauföffnung
13 mündet. Ferner ist hier zwischen dem kegelig ausgebildeten Abschnitt des Rotors
4 und dem entsprechend kegeligen Sitz 17 des Stators 6 eine Gleit- bzw. Verschleißhülse
9 eingefügt. Der Stator 6 hat ferner einen äußeren Flanschabschnitt 32, welcher auf
der Außenseite der metallenen Gefäßwand 34 anliegt, und auf welchen von außen der
plattenförmige Teil der Trägervorrichtung 22 in Verschlußstellung einwirkt, um den
Stator 6 an Ort und Stelle gesichert zu halten.
[0056] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 ist der Rotor 4 an seinem dem Antrieb 20
abgewandten Ende ballig ausgebildet und der Sitz 17 des Stators 6 entsprechend angepaßt.
Einlauföffnung 14 und Auslauföffnung 15 des Rotors 4 sind zwar in der Mantelfläche
des Rotors 4 angeordnet. Der Durchflußkanal 7 des Rotors 4 ist in diesem Falle jedoch
leicht abgewinkelt, so daß die Auslauföffnung 13 des Ausflußkanals 5 des Stators 6
zwar im wesentlichen nach unten, die Einlauföffnung 16 des Ausflußkanals 5 des Stators
6 aber nahezu horizontal zur Seite weist. Stator 6 und Ausgußrohr 10 sind auch hier
gesonderte Teile. Der Stator 6 ist wiederum leicht keilförmig ausgebildet und trägt
an seinem äußeren Ende einen Flanschabschnitt 32 wie bei der Ausgestaltung nach Fig.
3
[0057] Ersichtlich können einzelne Merkmale, mit welchen sich die Ausführungsformen gemäß
Fig. 1 bis 4 voneinander unterscheiden, auch miteinander kombiniert werden.
[0058] Der Drehverschluß 1 gemäß Fig. 5 ist im Winkelbereich zwischen einer feuerfesten
Gefäßbodenauskleidung 2 und einer feuerfesten Wandauskleidung 3 als Bestandteil der
Gefäßauskleidung eines metallurgischen Gefäßes im Bereich der Metallschmelze angeordnet.
Die Gefäßbodenauskleidung 2 schützt einen metallenenen Gefäßboden 33 und die Gefäßbodenauskleidung
3 eine metallene Gefäßwand 34. Die feuerfesten Boden- und Seitenwandauskleidungen
2, 3 sind also im Bereich des Drehverschlusses 1 durch dessen Teile ersetzt. Der untere
Gefäßboden 33 hat eine Aussparung 50 für den Abstich der Metallschmelze nach unten,
während die seitliche Gefäßwand 34 eine Aussparung 55 für die seitliche Zugänglichkeit
und Antreibbarkeit des Drehverschlusses 1 hat. Der Drehverschluß 1 hat einen mit einer
zylindrischen Mantelfläche 35 ausgestatteten, als Verschlußkörper dienenden Rotor
4, mit welcher er mit einem entsprechend zylindrischen Sitz 17 eines Stators 6 dichtend
zusammenwirkt. Der Stator 6 verjüngt sich zum Gefäßinneren 8 hin. Er kann sowohl durch
die Aussparung 50 des Gefäßbodens 33 als auch durch die Aussparung 55 der Gefäßwand
34 in die in Fig. 1 dargestellte Arbeitsposition gesetzt werden. Der Stator 6 hat
einen im wesentlichen vertikalen Ausflußkanal 5 mit einer vom Gefäßinneren 8 ausgehenden
Einlauföffnung 16. An die Auslauföffnung 13 des Ausflußkanals 5 des Stators 6 schließt
sich ein in diesem Fall als gesondertes Bauteil ausgebildetes Ausgußrohr 10 mit im
wesentlichen vertikalem Ausflußkanal 36 an. Das Ausgußrohr 10 liegt also im oberen
Bereich in der Aussparung 50 des Gefäßbodens 33. Das Ausgußrohr 10 ist mittels Spannvorrichtungen
28 am Gefäßboden 33 gehalten. Die Fuge 29 zwischen Stator 6 und Ausgußrohr 10 erfolgt
durch Einpressen einer Abdichtmasse über eine Anschlußleitung 30 in einen die Fuge
29 umgebenden Freiraum 31, in welchem der konische Kopfteil des Ausgußrohrs 10 liegt.
[0059] Zur Aussparung 55 der Gefäßwand 34 hin schließt sich an den Stator 6 ein im wesentlichen
hohlzylindrisches Halteteil 62 an, welches ebenfalls aus feuerfestem Material bestehen
kann. Er dient der Aufnahme von Antriebselementen 11, 18, 19 für den in dem zylindrischen
Sitz 17 des Stators 6 aufgenommenen Rotor 4 mit der zylindrischen Mantelfläche 35.
Der Rotor 4 hat bei diesem Ausführungsbeispiel einen geraden, senkrecht zur Drehachse
A des Rotors 4 verlaufenden Durchflußkanal 7, dessen Einlauföffnung 14 und Auslauföffnung
15 jeweils in der zylindrischen Mantelfläche 35 liegen. Der Durchflußkanal 7 fluchtet
in er in Fig. 1 dargestellten Drehstellung (Öffnungsstellung) mit dem Ausflußkanal
5 des Stators 6. Da die Auslauföffnung 13 und die Einlauföffnung 16 des Stators 6
bei diesem Ausführungsbeispiel im wesentlichen senkrecht übereinander liegen, wird
in Öffnungsstellung des Rotors 4 ein durchgehender, im wesentlichen vertikaler und
gerader Metallschmelzefluß für einen vertikalen Abstich gewährleistet. Der zylindrische
Rotor 4 ist ersichtlich, wie der Stator 6 und der außen zumindest leicht konische
Halteteil 62, durch die Aussparung 55 der Gefäßwand 34, aber auch zusammen mit dem
Stator 6 durch die Aussparung 50 des Gefäßbodens 33 austauschbar.
[0060] Antriebsseitig greift an dem Rotor 4 zu dessen Drehantrieb um die im wesentlichen
horizontale Drehachse A ein Betätigungskopf 18 an, welcher mit einem leistenförmigen
Vorsprung 23 in eine als Querschlitz 24 ausgebildete Aussparung des Rotors 4 eingreift.
Hierdurch ist eine Drehmomentübertragung möglich. Falls der Rotor 4 auch axial hin
und herbewegt werden soll, greift der Vorsprung 23 in nicht näher dargestellter Weise
formschlüssig in das antriebsseitige Ende des Rotors 4 oder in ein mit diesem kraft-
oder formschlüssig verbundenes Teil ein. Der Betätigungskopf 18 liegt in Arbeitsstellung
des Rotors 4 mit einer Schulter 37 an der antriebsseitigen Oberfläche des Stators
6 an. An den Betätigungskopf 18 schließt sich nach außen über ein Kardangelenk 19
die Antriebswelle 11 eines (nicht dargestellten) Antriebs an. Soll der Rotor 4 auch
axial verschiebbar sein, kann ein entsprechender Linearantrieb vorgesehen, beispielsweise
die Antriebswelle 11 als Schubkolbenmotor ausgebildet sein. Mittels eines Federpakets
12 und über ein an der Antriebswelle 11 angreifendes Axiallager wird der Betätigungskopf
18 in Richtung des Stators 6 gedrückt, bis die Schulter 37 an dem Stator 6 anliegt
und damit der Durchflußkanal 7 des Rotors 4 sich in der Lage befindet, in welcher
er durch Drehung des Rotors 4 in die volle Öffnungs- oder volle Verschlußstellung
oder Zwischenstellungen verdreht werden kann. Zwischen dem Axiallager und dem Antrieb
befindet sich in der Antriebswelle 11 noch eine elastische Kupplung 21. Antriebswelle
11, Federpaket 12, Betätigungskopf 18, Kardangelenk 19, elastische Kupplung 21 und
der (nicht dargestellte) Antrieb sind gemeinsam an einer Trägervorrichtung 22 gehalten,
welche über ein an der Außenseite des metallurgischen Gefäßes angebrachtes Gelenk
26 einfach nach unten abschwenkbar ist, nachdem ein Schnellverschluß 27 gelöst worden
ist. Damit wird der Rotor 4 und ggf. der Stator 6 einfach und schnell für ein Auswechseln
zugänglich. Denn nach dem Wegklappen der Trägervorrichtung 22 läßt sich auch der Halteteil
62 seitlich aus der Gefäßboden- und Gefäßwandauskleidung 2, 3 herausziehen. Wie dargestellt
liegt die Trägervorrichtung 22 an der Außenfläche des Halteteils 62 an und drückt
diesen gegen die Außenseite des Stators 6. Das Kardangelenk 19 und die elastische
Kupplung 21 dienen dem Ausgleich von Toleranzen der zusammenarbeitenden Zylinderlfächen
von Rotor 4 und Stator 6.
[0061] Die Ausführungsform des Drehverschlusses 1 nach Fig. 6 unterscheidet sich von derjenigen
gemäß Fig. 1 im wesentlichen dadurch, daß der Durchflußkanal 7 des Rotors 4 nicht
gerade, sondern übereck verläuft, so daß die Einlauföffnung 14 des Rotors 4 in der
metallschmelzeseitigen Stirnfläche 39 des Rotors 4 liegt, während die Auslauföffnung
15 des Rotors 4 nach wie vor in seine Mantelfläche 35 mündet. Demzufolge wird der
Ausflußkanal 5 des Stators 6 praktisch nur durch einen Abschnitt gebildet, welcher
in die Auslauföffnung 13 mündet, während die Einlauföffnung 16 einen Teil des zylindrischen
Sitzes 17 bildet. Das Halteteil 62 hat hier einen äußeren Flanschabschnitt, welcher
auf der Außenseite der metallenen Gefäßwand 34 anliegt und auf welchen von außen der
plattenförmige Teil der Trägervorrichtung 22 in Verschlußstellung einwirkt, um den
Stator 6 aufgrund seiner konischen Ausbildung an Ort und Stelle gesichert zu halten.
Man erkennt aus dem Vergleich der Fig. 1 und 2, daß bei letzterer die Stator/Rotor-Einheit
höher sitzt, so daß die Einlauföffnung 14 des Durchflußkanals 7 des Rotors 4 unmittelbar
oberhalb der Oberseite der Gefäßbodenauskleidung 2 im Gefäßinnenraum 8 liegt.
[0062] Während bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 5 und 6 die Stator/Rotor-Einheit in
die Gefäßboden- und Wandauskleidungen 2, 3 voll integriert sind, kann diese Einheit
ersichtlich auch weiter in das Gefäßinnere 8 verlagert werden, also in Fig. 5 gedanklich
zunächst nach oben und dann nach links, so daß sich die Stator/Rotor-Einheit beispielsweise
auf der Innenfläche der Gefäßbodenauskleidung 2 abstützt, oder in Fig. 6 zunächst
nach links und ggf. dann noch nach oben. Hierdurch kommt die Stator/Rotor-Einheit
noch inniger in möglichst allseitige Berührung mit der Metallschmelze, um Einfrierungen
und Sauerstoffzutritt zu vermeiden.
[0063] Gemäß Fig. 7a und 7b weist der Drehverschluß 1 im wesentlichen einen als Verschlußkörper
dienenden feuerfesten Rotor 4 auf, welcher um eine im wesentlichen horizontale Achse
A drehbar und axial verschiebbar in einer Aussparung 55 mit kreiszylindrischer Innenfläche
58 eines rohrförmigen, mit im wesentlichen quadratischem Außenquerschnitt ausgestatteten,
feuerfesten Stators 6 angeordnet ist. Der Rotor 4 grenzt mit einer kreiszylindrischen
Mantelfläche 57 dichtend an die kreiszylindrische Innenfläche 58 des Stators 6. Der
Rotor 4 hat einen Durchflußkanal 7, welcher durch Einschieben des Rotors 4 in den
Stator 6 und Drehen um die Achse A mit dem Ausflußkanal 5 des Stators 6 mehr oder
weniger zur Deckung gebracht werden kann. Ausflußkanal 5 und Durchflußkanal 7 befinden
sich nach der zeichnerischen Darstellung verhältnismäßig nahe der einen Behälterseitenwand
3, 34 bestehend aus der Gefäßwandauskleidung 3 und metallener Gefäßwand 34, sie können
aber auch in der Mitte des Gefäßbodens 2, 33 bestehend aus Gefäßbodenauskleidung 2
und metallenem Gefäßboden 33, angeordnet sein. Der Drehverschluß 1 ist auf der Gefäßbodenauskleidung
2 im Behälterinneren 8 angeordnet und im Betrieb von der Metallschmelze vollständig
umgeben. Es kann aber auch wenigstens teilweise in die Gefäßbodenauskleidung 2 eingelassen
sein. Die Auslauföffnung 13 des Ausflußkanals 5 mündet in ein in der Gefäßbodenauskleidung
2 eingelassenes Ausgußrohr 10. Der Stator 6 ist mit seinen beiden Enden (in Fig. 7a
ist nur das eine Ende zu sehen) bis durch die aus Gefäßwandauskleidung 3 und Gefäßwand
34 gebildeten einander gegenüberliegenden Gefäßseitenwände geführt (vgl. Fig. 10),
ebenso der Rotor 4 innerhalb des Stators 6 wenigstens an einem Statorende. Auf diese
Weise kann der Rotor 4 einfache von außen in Drehrichtung mit einer in Fig. 4 nur
schematisch dargestellten Antriebsanordnung 59 angetrieben werden. Zu diesem Zwecke
kann der Rotor 4 auch aus dem Stator 6 in dem erforderlichen Maß herausragen. An dem
der Antriebsanordnung 59 gegenüberliegenden Statorende ist eine z.B. als Klappe ausgebildete
Verschlußanordnung 60 vorgesehen. Der erfindungsgemäße Drehverschluß 1 hat den Vorteil,
daß Rotor 4 und Stator 6 nach Verschleiß leicht im Durchschubverfahren durch die Seitenwandung
3, 34 ausgetauscht werden können.
[0064] Bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 8 ist der Stator 6 im Übergangsbereich zwischen
Gefäßbodenauskleidung 2 und Gefäßwandauskleidung 3 angeordnet. Der Ausflußkanal 5
des Stators 6 und der Durchflußkanal 7 des Rotors 4 sind so abgewinkelt, daß die Metallschmelze
zunächst schräg und dann vertikal nach unten abgeleitet wird. Der Ausflußkanal 5 ist
zudem einlaufseitig konisch aufgeweitet.
[0065] In den Fig. 9a und 9b ist an einer Stator-Rotor-Kombination durch gestrichelte Linie
angedeutet, daß sich Rotor 4 und Stator 6 aus einzelnen Rotorteilen 4′ bzw. Statorteilen
6′ zusammensetzen können. Ein Austausch des Rotors 4 bzw. von Rotorteilen 4′ kann
einfach dadurch bewerkstelligt werden, daß neue Rotorteile 4′ von einer Seite her
in die zylindrische Aussparung 55 des Stators 6 nachgeschoben werden. Dies kann auch
während des Gießvorganges erfolgen. Nicht dargestellte stirnseitige Nut-Feder-Anordnungen
zwischen den einzelnen Rotorteilen 4′ gewährleisten nicht nur ein gemeinsames Verdrehen
vom äußersten Rotorelement 4′ aus, sondern auch die richtige Drehorientierung der
Rotorteile 4′ untereinander.
[0066] Jedes Rotorteil 4′ hat einen Durchflußkanal 7′, welcher mit dem einen Ausflußkanal
5′ zur Deckung gebracht werden kann. Von den Statorteilen 6′ hat in diesem Fall nur
einer einen Ausflußkanal 5′. Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt.
[0067] Fig. 10 veranschaulicht schematisch im Querschnitt ein metallurgisches Gefäß mit
einem quer durch das Gefäßinnere 8 oberhalb der Gefäßbodenauskleidung 2 geführten
Drehverschluß 1 und etwa in der Mitte des Gefäßbodens 33 angeordneten Ausflußkanal
5′ eines Statorteils 6′ und Durchflußkanal 7′ eines Rotorteils 4′. Die Rotorteile
4′ lassen sich von rechts nach links auch bei mit Metallschmelze gefültem Gefäß hindurchschieben.
Zu diesem Zweck lassen sich die Antriebsanordnung 59 und die Verschlußanordnung 60
abschwenken. In der Zeichnung links von dem durch Ausflußkanal 5′ und Ausgußrohr 10
bestimmten Ausgußbereich befinden sich dann die verschlissenen Rohrteile 4′, die nacheinander
beim Nachschieben neuer Rohrteile 4′ von - in der Zeichnung - rechts aus dem linken
Statorende herausgeschoben werden. Wie zeichnerisch angedeutet, sind die Rohrteile
4′ und Statorteile 6′ im Betrieb zweckmäßigerweise im Fugenversatz angeordnet, um
eine zuverlässige Abdichtung zu gewährleisten.
Bezugszeichenliste:
[0068]
- 1
- Drehverschluß
- 2
- Gefäßbodenauskleidung
- 3
- Gefäßwandauskleidung
- 4
- Rotor
- 5
- Ausflußkanal des Stators
- 6
- Stator
- 7
- Durchflußkanal des Rotors
- 8
- Gefäßinnere
- 9
- Gleithülse
- 10
- Ausgußrohr
- 11
- Antriebswelle
- 12
- Federpaket
- 13
- Auslauföffnung des Statorausflußkanals
- 14
- Einlauföffnung des Rotordurchflußkanals
- 15
- Auslauföffnung des Rotordurchflußkanals
- 16
- Einlauföffnung des Statorausflußkanals
- 17
- Sitz
- 18
- Betätigungskopf
- 19
- Kardangelenk
- 20
- Antrieb
- 21
- elastische Kupplung
- 22
- Trägervorrichtung
- 23
- Vorsprung
- 24
- Querschlitz
- 25
- Ringflansch
- 26
- Gelenk
- 27
- Schnellverschluß
- 28
- Spannvorrichtung
- 29
- Fuge
- 30
- Anschlßleitung
- 31
- Freiraum
- 32
- Flanschabschnitt
- 33
- Gefäßboden
- 34
- Gefäßwand
- 35
- Mantelfläche
- 36
- Ausflußkanal
- 37
- Schulter
- 39
- Stirnfläche
- 50
- Aussparung
- 55
- Aussparung
- 57
- kreiszylindrische Innenfläche
- 58
- kreiszylindrische Mantelfläche
- 59
- Antriebsanordnung
- 60
- Verschlußanordnung
- 62
- Halteteil
- A
- Drehachse
1. Drehverschluß für einen im wesentlichen vertikalen Abstich flüssiger Metallschmelze
aus einem metallurgischen Gefäß mit einem rotationssymmetrischen, als Verschlußkörper
dienenden feuerfesten Rotor (4), welcher um eine im wesentlichen horizontale Achse
(A) drehbar in einem, einen Ausflußkanal (5) aufweisenden feuerfesten Stator (6) angeordnet
ist, wobei der Rotor (4) einen durch Drehung des Rotors (4) gegenüber dem Stator (6)
zu öffnenden und zu schließenden Durchflußkanal (7) aufweist, dessen Auslauföffnung
(15) in der Mantelfläche des Rotors (4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stator (6) und der Rotor (4) im Gefäßinneren in und/oder an der feuerfesten Gefäßwandauskleidung
(3) und ggf. der Gefäßbodenauskleidung (2) im Bereich der Metallschmelze angeordnet
sind.
2. Drehverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor (4) von außen
mit einem konischen Abschnitt (3) in einen entsprechend konischen Sitz (17) des Stators
(6) gedrückt ist.
3. Drehverschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mantelfläche des Rotors (4) kreiszylindrisch ausgebildet und in einem entsprechend
kreiszylindrischen Sitz (17) des Stators (16) aufgenommen ist.
4. Drehverschluß nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor (4) in dem Stator (6) axial verschiebbar ist.
5. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einlauföffnung (14) des Durchflußkanals (7) des Rotors (4) in dessen konischer
oder zylindrischer Mantelfläche angeordnet ist.
6. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einlauföffnung (14) des Durchflußkanals (7) des Rotors (4) in einer dem Gefäßinneren
(8) zugekehrten Stirnfläche (9) des Rotors (4) angeordnet ist.
7. Drehverschluß nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Einlauföffnung (14) des Durchflußkanals (7) des Rotors (4) aufweisende
Stirnfläche (9) des Rotors (4) im wesentlichen senkrecht zur Drehachse (A) des Rotors
(4) steht.
8. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor (4) unabhängig von dem Stator (6) durch eine Aussparung (55) in der
Gefäßwand (34) hindurch verschiebbar und somit austauschbar ist.
9. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stator (6) insgesamt oder wenigstens ein Teil von ihm durch eine Aussparung
(50) im Gefäßboden (33) und/oder durch die Aussparung (55) in der Gefäßwand (34) hindurch
verschiebbar und somit austauschbar ist.
10. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stator (6) zusammen mit dem Rotor (4) durch die Aussparung (50) im Gefäßboden
(33) und/oder durch die Aussparung (55) in der Gefäßwand (34) hindurch verschiebbar
und somit austauschbar ist.
11. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor (4) von der Gefäßwand (34) aus durch eine durch die Aussparung (55)
in der Gefäßwand (34) hindurch geführte Antriebsstange (11) antreibbar ist.
12. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor (4) mittels eines Betätigungskopfes (18) in dem Sitz (17) des Stators
(6) gehalten ist, wobei der Betätigungskopf (18) von außen formschlüssig mit dem antriebsseitigen
Ende des Rotors (4) zusammenwirkt.
13. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor (4) über ein Kardangelenk (19) mit dem Antrieb (20) des Rotors (4) in
Verbindung steht.
14. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor (4) über eine elastische Kupplung (21) mit dem Antrieb (20) in Verbindung
steht.
15. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb (20) und die auf den Rotor (4) einwirkenden Antriebsübertragunsmittel
(18, 19, 21) an einer von der Gefäßwand (34) abschwenkbaren Trägervorrichtung (22)
gehalten sind.
16. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 3 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stator (6) mit seinen beiden Enden durch zwei einander gegenüberliegende Gefäßseitenwände
(3, 34) hindurchgeführt und dadurch der Rotor (4) im Durchschub auswechselbar ist.
17. Drehverschluß nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor (4) bzw. Teile (4') des Rotors (4) auch bei gefülltem Gefäß im Durchschub
durch einen neuen Rotor (4) bzw. neue Teile (4') des Rotors (4) auswechselbar ist
bzw. sind.
18. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 3 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Stator
(6) zylinderrohrförmig ausgebildet ist.
19. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß Ausflußkanal
(7) und Durchflußkanal (5) abgewinkelt sind.
20. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß in dem
Stator (6) mehrere stirnseitig aneinandergrenzende, z.B. mit Nut-Feder-Anordnung ineinandergreifende
Rotorteile (4') mit mindestens je einem Durchflußkanal (7') angeordnet sind.
21. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der
Stator (6) aus mehreren stirnseitig aneinandergrenzenden, z.B. mit Nut-Feder-Anordnung
ineinandergreifenden Statorteilen (6') zusammengesetzt ist.
22. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Stator
(6) oder ein Teil oder eine Verlängerung desselben als Eintauchausguß mit Ausgußrohr
(10) ausgebildet ist.
23. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor
(4) aus verhältnismäßig weichem, verschleißfähigem und der Stator (6) aus verhältnismäßig
hartem, verschleißfestem Feuerfestmaterial besteht.
24. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Feuerfestmaterial
des Rotors (4) und/oder des Stators (6) zumindest an deren dem Stator (6) und/oder
dem Rotor (4) zugekehrten Oberfläche(n) Kohlenstoff, Graphit od. dgl. Dauerschmiermittel
enthält.
25. Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Feuerfestmaterial des Rotors (4) und/oder des Stators (6) keramische Fasern
oder keramische Fasern und Fasern aus Kohlenstoff oder Graphit enthält.
26. Feuerfester Rotor für einen Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß er an seinem antriebsseitigen äußeren Ende eine z.B. als Querschlitz (24) ausgebildete
Aussparung für den formschlüssigen Eingriff eines von einem Antrieb (20) betätigbaren
Betätigungskopfes (18) aufweist.
27. Rotor nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet,
daß er wenigstens einen Durchflußkanal (7) aufweist, dessen Einlauföffnung (14) und
Auslauföffnung (15) in einer konischen oder kreiszylindrischen Mantelfläche (37) liegen.
28. Rotor nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet,
daß er wenigstens einen Durchflußkanal (7) aufweist, dessen Einlauföffnung (14) in
einer zur Drehachse im wesentlichen senkrecht stehenden Stirnseite (9) angeordnet
ist.
29. Feuerfester Stator für einen Drehverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß er wenigstens einen Ausflußkanal (5) aufweist, welcher eine kreiszylindrische
Aussparung (35) für die Aufnahme eines Rotors (4) durchquert.
30. Rotor bzw. Stator nach einem der Ansprüche 26 bis 29,
dadurch gekennzeichnet,
daß er aus Kohlenstoff oder Graphit besteht.
31. Rotor bzw. Stator nach einem der Ansprüche 26 bis 29,
dadurch gekennzeichnet,
daß er aus Kohlenstoff enthaltendem feuerfesten Beton besteht.
1. Rotary valve for substantially vertically tapping liquid metal melt from a metallurgical
vessel with a rotationally symmetrical refractory rotor (4) serving as a valve body
which is arranged to be rotatable about a substantially horizontal axis (A) in a refractory
stator (6) having an outlet passage (5), the rotor (4) having a flow passage (7) which
is opened and closed by rotation of the rotor (4) with respect to the stator (6),
the outlet opening (15) of which is arranged in the peripheral surface of the rotor
(4), characterised in that the stator (6) and the rotor (4) are arranged in the interior
of the vessel in and/or on the refractory vessel wall lining (3) and optionally the
vessel base lining (2) in the region of the metal melt.
2. Rotary valve as claimed in Claim 1, characterised in that the rotor is pressed from
the exterior with a conical section (3) into a correspondingly conical seat (17) on
the stator (6).
3. Rotary valve as claimed in Claim 1, characterised in that the peripheral surface of
the rotor is circular cylindrical and is received in a corresponding circular cylindrical
seat (17) on the stator (16).
4. Rotary valve as claimed in Claim 3, characterised in that the rotor (4) is axially
slidable in the stator (6).
5. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 4, characterised in that the inlet opening
(14) of the flow passage (7) in the rotor (4) is arranged in its conical or cylindrical
outer surface.
6. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 4, characterised in that the inlet opening
(14) of the flow passage (7) in the rotor (4) is arranged in an end surface (9) of
the rotor (4) directed towards the vessel interior (8).
7. Rotary valve as claimed in Claim 6, characterised in that the end surface (9) of the
rotor (4) which has the inlet opening (14) of the flow passage (7) in the rotor (4)
is substantially perpendicular to the rotary axis (A) of the rotor (4).
8. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 7, characterised in that the rotor (4)
is slidable and thus replaceable independently from the stator (6) through an opening
(55) in the vessel wall (34).
9. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 8, characterised in that the stator
(6) is slidable and thus replaceable as a whole, or at least a part of it, through
an opening (50) in the vessel floor (33) and/or through the opening (55) in the vessel
wall (34).
10. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 9, characterised in that the stator
(6) is slidable and thus replaceable together with the rotor (4) through the opening
(50) in the vessel floor (33) and/or through the opening (55) in the vessel wall (34).
11. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 10, characterised in that the rotor
(4) may be actuated from the vessel wall (34) by a drive rod (11) which passes through
the opening (55) in the vessel wall (34).
12. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 11, characterised in that the rotor
(4) is held in the seat (17) on the stator (6) by means of an actuating head (18),
the actuating head (18) cooperating from the exterior in a form-locking manner with
the drive end of the rotor (4).
13. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 12, characterised in that the rotor
(4) is connected to the drive (20) of the rotor (4) via a universal joint (19).
14. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 13, characterised in that the rotor
(4) is connected to the drive (20) via an elastic coupling (21).
15. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 14, characterised in that the drive
(20) and the drive transmission means (18, 19, 21) acting on the rotor (4) are mounted
on a carrier device (22) which may be pivoted away from the vessel wall (34).
16. Rotary valve as claimed in one of Claims 3 to 15, characterised in that the two ends
of the stator (6) pass through opposing vessel side walls (3, 34) and the rotor (4)
may thus be replaced by pushing through.
17. Rotary valve as claimed in Claim 16, characterised in that the rotor (4) or parts
(4') of the rotor (4) is or are replaceable by a new rotor (4) or new parts (4') by
pushing through even when the vessel is full.
18. Rotary valve as claimed in one of Claims 3 to 17, characterised in that the stator
(6) is of cylindrical tubular construction.
19. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 18, characterised in that the outlet
passage (7) and flow passage (5) are angled.
20. Rotary valve as claimed in one of Claims 17 to 19, characterised in that a plurality
of rotor portions (4') with abutting ends, e.g. engaging in one another with a tongue
and groove arrangement, and with at least one respective flow passage (7') are arranged
in the stator (6).
21. Rotary valve as claimed in one of Claims 17 to 20, characterised in that the stator
(6) is composed of a plurality of stator portions (6') with abutting ends, e.g. engaging
in one another with a tongue and groove arrangement.
22. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 21, characterised in that the stator
(6) or a portion or an extension thereof is constructed as an immersion nozzle with
a nozzle tube (10).
23. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 22, characterised in that the rotor
(4) comprises relatively soft refractory material susceptible to wear and the rotor
(6) comprises relatively hard, wear-resistant, refractory material.
24. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 23, characterised in that the refractory
material, of the rotor (4) and/or the stator (6) contains carbon, graphite or the
like permanent lubricant at least on its surface(s) directed towards the stator (6)
and/or the rotor (4).
25. Rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 24, characterised in that the refractory
material of the rotor (4) and/or the stator (6) contains ceramic fibres or ceramic
fibres and fibres of carbon or graphite.
26. Refractory rotor for a rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 25, characterised
in that at its outer drive end it has an opening, e.g. constructed as a transverse
slot (24), for the form-locking engagement of an actuating head (18) which may be
actuated by a drive (20).
27. Rotor as claimed in Claim 26, characterised in that it has at least one flow passage
(7) whose inlet opening (14) and outlet opening (15) lie in a conical or circular
cylindrical outer surface (37).
28. Rotor as claimed in Claim 26, characterised in that it has at least one flow passage
(7) whose inlet opening (14) is arranged in an end face (9) extending substantially
perpendicular to the rotary axis.
29. Refractory stator for a rotary valve as claimed in one of Claims 1 to 25, characterised
in that it has at least one outlet passage (5) which passes through a circular cylindrical
opening (35) for the reception of a rotor (4).
30. Rotor or stator as claimed in one of Claims 26 to 29, characterised in that it comprises
carbon or graphite.
31. Rotor or stator as claimed in one of Claims 26 to 29, characterised in that it comprises
refractory concrete containing carbon.
1. Obturateur rotatif pour la coulée essentiellement verticale d'un bain de métal liquide
contenu dans une cuve métallurgique comportant un rotor (4) réfractaire, symétrique
de révolution, faisant office de corps d'obturateur, qui est monté avec possibilité
de rotation autour d'un axe (A) sensiblement horizontal dans un stator (6) réfractaire
pourvu d'un conduit d'écoulement, le rotor (4) présentant un conduit de passage (7)
qui peut être ouvert et fermé par rotation par rapport au stator (6) et dont l'orifice
de sortie (15) est agencé dans la surface périphérique du rotor (4), caractérisé par
le fait que le stator (6) et le rotor (4) sont disposés à l'intérieur de la cuve dans
et/ou sur le revêtement (3) réfractaire de paroi de la cuve et le cas échéant le revêtement
(2) de fond de la cuve, dans la région du bain de métal.
2. Obturateur rotatif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le rotor
(4) est appliqué à partir de l'extérieur avec pression par une partie conique (3)
sur un siège (17) conique adapté.
3. Obturateur rotatif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la surface
périphérique du rotor (4) est cylindrique circulaire etest montée dans un siège (17)
cylindrique circulaire adapté du stator (16).
4. Obturateur rotatif selon la revendication 3, caractérisé par le fait que le rotor
(4) peut se déplacer axialement dans le stator (6).
5. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que
l'orifice d'entrée (14) du conduit de passage (7) du rotor (4) est agencé dans la
surface périphérique conique ou cylindrique de celui-ci.
6. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que
l'orifice d'entrée (14) du conduit de passage (7) du rotor (4) est agencé dans une
surface frontale (9) du rotor (4) tournée vers l'intérieur (8) de la cuve.
7. Obturateur rotatif selon la revendication 6, caractérisé par le fait que la surface
frontale (9) du rotor (4) contenant l'orifice d'entrée (14) du conduit de passage
(7) du rotor (4) est sensiblement perpendiculaire à l'axe de rotation (A) du rotor
(4).
8. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que
le rotor (4) peut être déplacé en translation à travers une ouverture (55) de la paroi
(34) de la cuve indépendamment du stator (4) et ainsi peut être remplacé.
9. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que
le stator (6) dans son intégralité ou une partie au moins de celui-ci peut être déplacé
en translation à travers une ouverture (50) du fond (33) de cuve et/ou à travers une
ouverture (55) de la paroi (34) de récipient et ainsi peut être remplacé.
10. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que
le stator (6) et le rotor (4) peuvent être déplacés conjointement à travers l'ouverture
(50) du fond (33) de cuve et/ou à travers l'ouverture (55) de la paroi (34) de la
cuve et ainsi peuvent être remplacés.
11. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé par le fait
que le rotor (4) est entraîné à partir de la paroi (34) de la cuve, au moyen d'une
tige d'entraînement (11) qui traverse la paroi (34) de la cuve.
12. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par le fait
que le rotor (4) est maintenu dans le siège (17) du stator (6) au moyen d'une tête
de commande (18), la tête de commande (18) coopérant côté extérieur par conjugaison
de forme avec l'extrémité côté entraînement du rotor (4).
13. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé par le fait
que le rotor (4) est relié au dispositif d'entraînement (20) par l'intermédiaire d'un
joint de cardan (19).
14. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé par le fait
que le rotor (4) est relié au dispositif d'entraînement (20) par l'intermédiaire d'un
accouplement élastique (19).
15. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé par le fait
que le dispositif d'entraînement (20) et les moyens de transmission (18, 19, 21) qui
agissent sur le rotor (4) sont supportés par un dispositif porteur (22) qui peut être
éloigné par pivotement de la paroi (34) de la cuve.
16. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 3 à 15, caractérisé par le fait
que le stator (6) traverse par ses deux extrémités deux parois (3, 34) latérales opposées
de la cuve et qu'ainsi le rotor (4) peut être remplacé en le faisant glisser.
17. Obturateur rotatif selon la revendication 16, caractérisé par le fait que le rotor
(4) peut être remplacé par un nouveau rotor (4) ou des éléments (4') du rotor (4)
peuvent être remplacés par de nouveaux éléments (4') de rotor (4) en en le (les) faisant
glisser, même lorsque la cuve est pleine.
18. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 3 à 17, caractérisé par le fait
que le stator (6) a la forme d'un tube cylindrique.
19. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé par le fait
que le conduit d'écoulement (7) et le conduit de passage (5) sont coudés.
20. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 17 à 19, caractérisé par le fait
qu'à l'intérieur du stator (6) sont montés plusieurs éléments de rotor (4') qui comportent
chacun au moins un conduit de passage (7'), sont disposés bout à bout et s'engagent
les uns dans les autres par exemple par un système à rainure et languette.
21. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 17 à 20, caractérisé par le fait
que le stator (6) est constitué par plusieurs éléments de stator (6') disposés bout
à bout qui s'engagent les uns dans les autres par exemple par un système à rainure
et languette.
22. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisé par le fait
que le stator (6) ou un élément ou un prolongement de celui-ci est agencé en busette
de coulée par immersion avec tube de coulée (10).
23. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisé par le fait
que le rotor (4) est réalisé en un matériau réfractaire relativement tendre qui s'use
et le stator (6) est réalisé en un matériau réfractaire relativement dur, résistant
à l'usure.
24. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 23, caractérisé par le fait
que le matériau réfractaire du rotor (4) et/ou du stator (6) contient du carbone,
du graphite ou un lubrifiant permanent analogue au niveau de la (des) surface(s) tournées
vers le stator (6) et/ou le rotor (4).
25. Obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 24, caractérisé par le fait
que le matériau réfractaire du rotor (4) et/ou du stator (6) contient des fibres céramiques
ou des fibres céramiques et des fibres de carbone ou de graphite.
26. Rotor réfractaire pour un obturateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 25,
caractérisé par le fait qu'il présente à son extrémité extérieure coté entraînement
une ouverture par exemple en forme de fente (24) transversale dans laquelle s'engage
par conjugaison de forme une tête de commande (18) actionnée par le dispositif d'entraînement.
27. Rotor selon la revendication 26, caractérisé par le fait qu'il présente au moins un
conduit de passage (7) dont l'orifice d'entrée (14) et l'orifice de sortie (15) sont
situés dans une surface périphérique (37) conique ou cylindrique.
28. Rotor selon la revendication 26, caractérisé par le fait qu'il présente au moins un
conduit de passage (7) dont l'orifice d'entrée (14) est situé dans une face frontale
(9) sensiblement perpendiculaire à l'axe de rotation.
29. Rotor selon l'une des revendication 1 à 25, caractérisé par le fait qu'il présente
au moins un conduit d'écoulement (5) qui coupe transversalement une ouverture (35)
recevant un rotor (4).
30. Rotor ou stator selon l'une des revendications 26 à 29, caractérisé par le fait qu'il
est réalisé en carbone ou en graphite.
31. Rotor ou stator selon l'une des revendications 26 à 29, caractérisé par le fait qu'il
est réalisé en béton réfractaire contenant du carbone