[0001] Die Erfindung bezieht sich zum einen auf einen Halter gemäß der Oberbegriffe der
Ansprüche 1, 2, 9 und 10 und zum anderen auf ein Verfahren zum Montieren des Halters
nach dem Oberbegriff das Anspruchs 11.
[0002] Durch einen entsprechenden Halter soll die Kohle, die elektrischen Strom von einem
ruhenden auf ein bewegbares Teil überträgt, in axialer Richtung federnd und in transversaler
Richtung möglichst spielfrei und verdrehungssicher geführt werden.
[0003] Eine in axialer Richtung mittig aus der rückseitigen Fläche der Schleifbürste austretende
Litze kann durch das Zentrum der spiralförmigen Druckfeder bis zum rückwärtigen Ende
des Gehäuses geführt und dort befestigt werden. Dabei wird die Länge der Anschlußlitze
so bemessen, daß die verschleißende Schleifbürste nachgeführt werden kann. Das Einfädeln
der nachgiebigen Anschlußlitze in die Spiralfeder erfordert ein gewisses Geschick,
so daß die Herstellung dieser Bauart von Kohlehaltern zeitaufwendig und nur mit großem
apparativen Einsatz automatisierbar ist.
[0004] Es hat sich daher bewährt, die Anschlußlitze über einen von der vorderen Stirnseite
ausgehenden Schlitz seitlich aus dem Gehäuse herauszuführen und unmittelbar an dessen
hinterem Ende zu befestigen.
[0005] Die Montage eines Halters erfolgt so, daß in das Gehäuse von der Rückseite her eine
Kohle eingeführt und anschließend die Anschlußlitze positioniert und am rückwärtigen
Ende des Gehäuses befestigt wird. Danach wird die Feder eingeschoben, festgehalten
und schließlich durch einen Gegenhalter arretiert.
[0006] Ähnlich ist der Arbeitsablauf auch, wenn die Litze durch die Feder gefädelt wird.
Auch dabei erfolgt die Befestigung der Anschlußlitze am rückwärtigen, dem Austritt
der Schleifkohle entgegengewandten Ende des Gehäuses.
[0007] Bei einer anderen Ausführungsform weist das freie Ende der mit der Schleifkohle verbundenen
Anschlußlitze ein Kontaktelement auf, das stirnseitig zwischen Feder und Gehäuse eingebracht
wird. Auch die Montage eines derartigen Kohlehalters ist zeitaufwendig und einer Automatisierung
nicht zugänglich.
[0008] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Halter gemäß dem Oberbegriff
der Ansprüche 1, 2, 9 und 10 so auszubilden, daß durch einen einfachen Aufbau ein
problemloser Zusammenbau der einzelnen Teile bei vollautomatischer Montage in hohen
Stückzahlen möglich ist, wobei insbesondere sichergestellt sein soll, daß die Litze
sicher festlegbar ist und daß das Gehäuse die erforderliche Formfestigkeit und damit
gemischte Geometrie aufweist.
[0009] Die Aufgabe wird im wesentlichen durch die Kennzeichen der Ansprüche 1, 2, 9 oder
10 gelöst. Erfindungsgemäß wird demzufolge u.a. vorgeschlagen, daß über den Längsschlitz
eine Aufnahme für Litzen verläuft, die sich beim Einbringen der Kohle selbsttätig
in die Aufnahme einlegt. Dabei ist es nicht erforderlich, daß der Schlitz von der
Stirnseite, von der die Kohle in das Gehäuse eingeschoben wird, durchgehend ausgebildet
ist. Vielmehr kann im Bereich der Stirnseite eine die Schlitzseitenfläche verbinde-nder
Steg vorgesehen sein. Hierdurch erfährt das Gehäuse eine hohe Formgenauigkeit, so
daß die Kohle mit nicht unnötigem Spiel aufgenommen werden muß. Ein automatisches
Einfädeln der Litze in die Aufnahme erfolgt dennoch, und zwar durch die Eigenspannung
der Litze springt diese durch den Schlitz in die Aufnahme, sofern Litzen- und Schlitzlänge
richtig aufeinander angepaßt sind. Um das Einbringen der Kohle mit der Litze und dessen
Durchführen unter dem Steg nicht zu behindern, ist dieser vorzugsweise leicht ausgebaucht
bzw. bei Vorhandensein des Schlitzes in einer Federbauchwandung deren Kontur angepaßt.
[0010] Ist kein Steg vorhanden, also geht der Schlitz von der Stinseite aus und ist durchgehend
ausgebildet, wird die Litze durch die im Bereich des Endes des Längsschlitzes vorhandene
Aufnahme bereits während des Montagevorganges geführt und mit dieser nach dem vollständigen
Einbringen der Schleifkohle in das Gehäuse eine Verbindung hergestellt. Vorzugsweise
besteht die Befestigung aus einer dem Längsschlitz zugewandte offene Hülse, die mit
dem Litzenelement verkrimpt oder verschweißt wird. Durch die zuvor beschriebene Ausführungsform
ist ein einfaches und zeitsparendes Montieren möglich, wobei das zu befestigende Ende
des Litzenelementes automatisch im gewünschten Befestigungspunkt am Ende des Gehäuses
positioniert wird.
[0011] Die Aufnahme kann als offene Hülse ausgebildet sein und von zwei zu beiden Seiten
des Längsschlitzes verlaufenden Stegen ausgehen, wobei eine Art Brücke gebildet wird,
die sicherstellt, daß das Gehäuse im Bereich des Schlitzes nicht unkontrolliert und
ungewollt auseinandergebogen wird. Auch besteht erwähntermaßen die Möglichkeit, im
vorderen Bereich des Längsschlitzes einen ausgebauchten Steg stehen zu lassen, der
den Längsschlitz überbrückt. Hierdurch ist eine besonders gute Formsicherung gewährleistet,
die hohen äußeren Belastungen Stand hält. Hierdurch ist auch gewährleistet, daß die
Schleifkohle innerhalb des Gehäuses nahezu spielfrei und ausschließlich axial verschiebbar
angeordnet ist.
[0012] Wenn sich der Längsschlitz über die gesamte Länge des Gehäuses erstreckt, so ergibt
sich der Vorteil, daß die Schleifkohle von beiden Stirnseiten her eingebracht werden
kann. In diesem Fall wird die Maßhaltigkeit des Gehäuses dadurch gewähr, daß an beiden
Stirnseiten brückenartige Führungen bildende Stege angeordnet sind.
[0013] In weiterer hervorzuhebender Ausgestaltung der Erfindung weist die hintere Stirnseite
des Gehäuses zumindest ein den freien Querschnitt des Gehäuses veränderndes bewegliches
Element auf, das als hintere Begrenzung für das in das Gehäuse eingebrachte Federelement
dient.
[0014] Der elektrische Anschluß des Gehäuses wird dadurch besonders vereinfacht, daß im
Bereich der rückwärtigen Stirnseite des Gehäuses ein von einer Seitenwand ausgehender
Vorsprung als Stecker ausgebildet ist. Auf diesen Stecker können übliche Steckhülsen
aufgesteckt werden.
[0015] Die vordere Begrenzung des Federelementes erfolgt nach einem weiteren Vorschlag der
Erfindung durch eine Querschnittsänderung des Gehäuses, wobei das Federelement in
Form einer Schraubenfeder die Schleifkohle seitlich teilweise überragt und das Gehäuse
an dem die offene Stirnseite aufweisenden Ende mindestens ein Auflager für die Druckfeder
zeigt.
[0016] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, an einer Kante des Längsschlitzes einen Vorsprung
wie Winkel stehen zu lassen, der nach Montage von Kohle, Litze und Feder derart umgebogen
wird, daß dieser quer in den offenen Schlitz hineinragt. An der hinteren Kante des
Stegs kann sich dann die Litze aufhängen, so daß durch die Position des Steges die
Verschleißlänge der Kohle festgelegt und verhindert wird, daß nach verschlissener
Kohle der verbleibende Rest und die Feder aus der Führung heraustritt.
[0017] Durch die zuvor beschriebenen Lösungsmerkmale ist gewährleistet, daß das Federelement
unabhängig von dem Vorhandensein der Schleifkohle innerhalb des Gehäuses positioniert
werden kann, wobei ein Einbringen von der Rückseite des Gehäuses her möglich ist und
zwar dann, wenn im hinteren Bereich vorhandene vorzugsweise hakenförmige Elemente
den Querschnitt des Gehäuses freigeben. Sobald das Federelement eingebracht ist, werden
die Elemente, die Abschnitte der Seitenwandungen sein können, nach innen gebogen,
so daß ein unkontrolliertes Herausgleiten des Federelementes nicht mehr möglich ist.
[0018] Das aus Blech hergestellte Gehäuse weist zwangsläufig eine in Längsrichtung verlaufende
Trennfuge auf. Diese Trennfuge wird in einer der nicht den Längsschlitz aufweisenden
Seitenwandungen angeordnet. Die Maßhaltigkeit des Gehäuses wird dadurch erhöht, daß
diese Trennfuge schwalbenschwanzartig ausgeführt wird.
[0019] Die Befestigung des Gehäuses auf einer Schaltplatine oder dergleichen wird dadurch
besonders erleichtert, daß zumindest an der hinteren Stirnseite des Gehäuses Biegelaschen
angeordnet sind. Diese Biegelaschen können zu beiden Seiten der Trennfuge angeordnet
sein, so daß dadurch auch eine glatte Trennfuge über die der Halterung dienende Platine
zusammengehalten wird.
[0020] In eigenerfinderischer Ausgestaltung bezieht sich die Erfindung auf einen Halter
für eine Schleifkohle für insbesondere Elektromotoren umfassend ein vorzugsweise quaderförmiges
Gehäuse und die in diesem angeordnete in axialer Richtung des Gehäuses verschiebbare
Schleifkohle, auf die im fertig montierten Zustand ein Federelement wie Schraubenfeder
einwirkt, und zeichnet sich dadurch aus, daß der Halter mit der Kohle eine vormontierte
Einheit bildet, wobei die Kohle von der vorderen Stirnseite in den Halter eingeschoben
wird, wobei sich die Litze automatisch in die Aufnahme einlegt bzw. einfädelt und
dort festgeklemmt und/oder verschweißt wird.
[0021] Durch den erfindungsgemäßen Vorschlag wird demzufolge eine vormontierte Einheit zur
Verfügung gestellt, durch die eine vollautomatische Montage erleichtert werden kann.
Ein besonderer Vorteil besteht darin, daß die aus Gehäuse und Kohle bestehende Einheit
gelagert werden kann, in die im Bedarfsfall nur noch die Schleifkohle mit Litzenelement
von der Vorderseite des Gehäuses her einzuschieben ist, um einen voll funktionstüchtigen
Kohlehalter zur Verfügung zu stellen.
[0022] Ein Verfahren zum Montieren eines Halters für eine Schleifkohle umfassend ein Gehäuse,
ein Federelement und die ein seitlich abragendes Litzenelement aufweisende Schleifkohle
zeichnet sich dadurch aus, daß das Federelement von der Rückseite des Gehäuses her
in dieses eingebracht wird, daß zur Verhinderung eines unkontrollierten Herausgleiten
des Federelementes im Bereich der hinteren Stirnseite zumindest ein hakenförmiges
Element in den Verschiebeweg des Federelementes bewegt wird, daß von der Vorderseite
des Gehäuses die Schleifkohle eingeschoben und durch ein lösbares Halteelement arretiert
wird und daß das Litzenelement seitlich am Gehäuse befestigt wird. Insbesondere zeichnet
sich das Verfahren dadurch aus, daß das Litzenelement durch einen von einer Stirnseite
des Gehäuses ausgehenden Längsschlitz geführt wird, in dessen Bereich eine Befestigung
vorhanden ist, in die beim Einführen der Schleifkohle das Litzenelement automatisch
eingelegt wird, so daß nach voll eingebrachter Schleifkohle das Befestigungselement
mit dem Litzenelement nur verbunden wie z.B. verschweißt oder gecrimpt werden muß.
[0023] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung, ergeben sich nicht nur
aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen -jeweils für sich und/oder
in Kombination-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung
dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels.
[0024] Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Halters für Schleifkohle von der Rückseite
aus betrachtet,
Fig. 2 einen Längsschnitt des Halters nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Vorderansicht des Halters nach Fig. 1 und 2,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines Halters mit über die gesamte Länge des
Gehäuses verlaufendem Längsschlitz,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines Halters in einer weiteren Ausführungsform,
Fig. 6 die perspektivische Darstellung eines Halters mit integriertem Verbindungsstecker
und
Fig. 7 und 8 Varianten des Halters nach Fig. 1
[0025] In den Figuren ist ein Halter (10) für Schleifkohlen (12) für insbesondere Elektromotoren
dargestellt, der ein quaderförmiges Gehäuse (14) aufweist, in dem die Schleifkohle
(12) sowie eine Schraubenfeder (16) axial verschiebbar angeordnet sind. Dabei ist
der Innenquerschnitt des Gehäuses (14) zumindest abschnittsweise an den Querschnitt
der Schleifkohle (12) angepaßt, um eine spielfrei Führung zu ermöglichen. Von der
Schleifkohle (12), und zwar von dessen hinterem Ende (18) geht zur Stromführung eine
Litze (20) aus, die mit einer nachfolgend noch näher zu beschreibenden Aufnahme oder
Befestigung (24) am vorderen Ende (22) Gehäuses (14) verbunden ist.
[0026] In Längsrichtung des Gehäuses (14), und zwar in der Federkanalseitenwandung (28)
verläuft ein Längsschlitz (30), der von der Stirnseite (32) des Gehäuses (14) ausgeht
und eine Längenerstreckung aufweist, die in etwa der Länge der unverbrauchten Schleifkohle
(12) entspricht. Dabei kann - wie die Fig. 7 und 8 verdeutlichen - der Längsschlitz
(30) im Bereich der Stirnseite (32) von einem der Kontur der Wandung (28) folgenden
Steg oder Brücke (77) überbrückt sein, um eine hohe Formbeständigkeit zu gewährleisten.
[0027] Wie insbesondere die Fig. 1 und 8 verdeutlichen, weist die Wandung (28) und auch
die gegenüberliegende Wandung (34) jeweils eine Ausbuchtung (36) bzw. (38) auf, die
im Abstand zum vorderen Ende (22) des Gehäuses (14), also zur Stirnseite (32) endet.
Im Bereich der Ausbuchtungen (36) und (38) ist die Schraubenfeder (16) frei verschiebbar.
Durch die Querschnittsänderung des Gehäuses (14) zum vorderen Ende (22) ergibt sich
ein Auflager für die Schraubenfeder (16), durch das deren Bewegung begrenzt wird.
Trotz der Ausbuchtungen (36) und (38) sind die Wandungen (28) und (34) in den Randbereichen
(40), (42) bzw. (44), (46) in ihrem Abstand weiterhin auf den Querschnitt der Schleifkohle
(12) abgestellt, so daß eine nahezu spielfreie und ausschließliche axiale Verschiebung
gewährleistet ist.
[0028] Die Schraubenfeder (16) kann in den die Ausbuchtungen (36) und (38) aufweisenden
Bereich des Gehäuses (14) von der hinteren Stirnseite, also von der Rückseite (48)
in das Gehäuse (14) eingeschoben werden. Anschließend werden stegförmige Abschnitte
(50), (52), (56) und (58) aufeinanderzu gebogen, um so sicherzustellen, daß die Schraubenfeder
(16) nicht unkontrolliert aus dem Gehäuse (14) herausgleiten kann. Die stegförmigen
einander zugewandten Abschnitte (50), (52), (56) und (58) sind dabei vorzugsweise
Abschnitte der Wandungen (28) und (34).
[0029] Im Bereich der Rückseite (48) befinden sich ferner Biegelaschen (60), über die das
Gehäuse (14) mit z.B. einem Träger problemlos verbunden werden kann.
[0030] In Fig. 8 sind weitere besonders hervorzuhebendes Merkmale verdeutlicht. So befindet
sich an einer Kante des Längsschlitzes (30) ein Vorsprung wie Winkel (41) der nach
Montage von Kohle, Litze und Feder derart umgebogen wird, daß dieser derart in den
Schlitz (30) ragt, daß sich an der hinteren Kante des Steges oder Vorsprungs (41)
die Litze aufhängen kann. Folglich legt die Position des Stegs (41) die Verschleißlänge
der Kohle fest und verhindert, daß nach verschlissener Kohle der letzte Rest sowie
die Feder aus der Führung heraustritt.
[0031] Ferner ist in Fig. 8 die Brücke (77) dargestellt, die den Schlitz (30) überbrückt,
um zu gewährleisten, daß das Gehäuse nicht unkontrolliert und ungewollt geweitet wird.
Dennoch legt sich die Litze (20) in die Aufnahme (24), nachdem die Kohle (12) in das
Gehäuse (14) eingeschoben worden ist. In diesem Fall springt die Litze (20) durch
Eigenspannung durch den Schlitz und legt sich in den konkav ausgebildeten Bereich
der Aufnahme (24), um dort verschweißt, angelötet oder ähnliches zu werden. Dieser
Bereich der Aufnahme muß selbstverständlich über dem Schlitz (30) liegen, so daß die
Brücke (77) in bezug auf die Stirnseite (32) vor dem konkav ausgebildeten Bereich
der Aufnahme (24) liegt.
[0032] In Fig. 2 ist mit dem Bezugszeichen (61) eine schwalbenschwanzförmig ausgebildete
Trennfuge des Gehäuses (14) dargestellt.
[0033] In der oberen Wandung (62) des Gehäuses (14) befindet sich ferner ein Halteelement
(64), durch das die Schleifkohle (12) in einer gewünschten Position gehalten werden
kann, nämlich dann, wenn die Kohle innerhalb des Gehäuses (14) nicht verschoben werden
soll. Zu diesem Zweck weist das Halteelement (64) am vorderen Ende einen in das Gehäuseinnere
ragenden Abschnitt (66) auf. Sobald das Halteelement (64) nach außen gebogen wird,
wirkt ausschließlich die Schraubenfeder (16) auf die Schleifkohle (12), so daß diese
nach außen, also durch die vordere Stirnseite (32) verschiebbar ist.
[0034] Die Befestigung (24) an der vorderen Stirnseite (32) des Gehäuses (14) ist vorzugsweise
als offene dem Längsschlitz (30) zugewandte Hülse (68) ausgebildet, die von der Wandung
(28) ausgeht. Dabei gehen stegförmige Abschnitte (70) und (72) zu beiden Seiten des
Schlitzes (30) aus, verlaufen zunächst in der Ebene der Stirnseite (32), um dann parallel
zu der Wandung (28) umgebogen zu werden (Abschnitt 74). Der Abschnitt (74) geht dann
in die offene Hülse (68) über, die auch als "Schuh" bezeichnet werden kann. In die
offene Hülse (68) wird sodann das freie Ende der Litze (20) automatisch eingelegt,
wenn die Schleifkohle (12) über die vordere Stirnseite (32) in das Gehäuse (14) eingeschoben
wird. Die Litze (20) ist dann innerhalb des Längsschlitzes (30) frei beweglich und
legt sich automatisch in die offene Hülse (68) ein. Sobald die Schleifkohle (12) durch
das Halteelement (64) arretiert ist, brauchen nur noch die freien Schenkel (76) und
(78) der Hülse (68) mit der Litze (20) vercrimpt oder auch verschweißt zu werden.
[0035] Insbesondere in Fig. 3 wird der Querschnitt der Befestigung (24) deutlich und man
erkennt, daß diese von dem Inneren des Gehäuses (14) aus frei zugänglich ist, wodurch
das automatische Einfädeln der Litze (20) beim Einschieben der Schleifkohle (12) in
das Gehäuse (14) verständlich wird.
[0036] Die Ausführungsform nach Fig. 7 unterscheidet sich von der der Fig. 1 dahingehend,
daß als Befestigung eine Brücke dient, die durch einen über den Längsschlitz (30)
verlaufenden ausgebauchten Steg (77) gebildet ist, der von den Längsschlitzrändern
der als Federbauch ausgebildeten Seitenwandung ausgeht. Erkennbar verläuft dabei die
Brücke im Abstand zur vorderen Stirnseite des Gehäuses (14). Fügt man dem Ausführungsbeispiel
von der Stirnseite (32) ausgehend und zunächst parallel zu dieser und dann entlang
der Wandung (36) verlaufend eine Aufnahme entsprechend der der Fig. 1 hinzu, so gelangt
man zu einer Konstruktion gemäß Fig. 8.
[0037] In Fig. 4 ist ein Halter (80) dargestellt, welcher einen sich über die gesamte Länge
des Gehäuses (82) erstreckenden Längsschlitz (84) aufweist. Im Bereich der vorderen
und der hinteren Stirnseite des Gehäuses (82) ist jeweils ein brückenartig ausgebildeter
Verbindungssteg (86) bzw. (88) angeordnet, welcher trotz des durchgehenden Längsschlitzes
die Maßhaltigkeit des Gehäuses gewährleistet.
[0038] Fig. 5 zeigt einen Halter (90), in dessen Gehäuse (92) ein von der hinteren Stirnseite
ausgehender Längsschlitz (94) angeordnet ist. Im Bereich der hinteren Stirnseite ist
eine sich zur Seite hin erstreckende Brücke (96) angeordnet, deren Verlängerung als
Befestigung (98) zur Aufnahme der von der Schleifkohle ausgehenden Litze dient.
[0039] In Fig. 6 ist ein Halter (100) dargestellt, an dessen Gehäuse (102) an der hinteren
Stirnseite von zwei gegenüberliegenden Seitenwandungen ausgehende klappenartig ausgebildete
Winkelstücke (106) und (108) angeordnet sind, die nach Einschieben der Schraubenfeder
zur Gehäusemitte hin abgewinkelt werden und so die Schraubenfeder im Gehäuse festhalten.
An einer der beiden übrigen Seitenwandungen ist ein Vorsprung angeordnet, welcher
die Form eines Steckers (110) aufweist. Auf diesen Stecker kann eine Hülse zur elektrischen
Verbindung des Gehäuses aufgesteckt werden. Im Ausführungsbeispiel ist der Stecker
(11) rechtwinklig von der Gehäusewandung abgebogen. Es versteht sich von selbst, daß
der Stecker (110) auch in axialer Richtung des Gehäuses oder in einer beliebigen anderen
Richtung verlaufend angeordnet sein kann.
1. Kohlehalter (10, 80, 90, 100) für eine Schleifkohle (12), insbesondere für einen
Elektromotor umfassend ein vorzugsweise aus Metall bestehendes quaderförmiges Gehäuse
(14, 82, 92, 102), durch dessen vordere Stirnfläche (32) eine in dem Gehäuse axial
verschiebbare Schleifkohle bewegbar ist, ein im Gehäuse angeordnetes auf die Schleifkohle
axial einwirkendes Federelement (16), ein von der Schleifkohle ausgehendes Litzenelement
(20) sowie einen in einer Seitenwandung des Gehäuses verlaufenden Längsschlitz (30,
84, 94), durch den zumindest ein Abschnitt des Litzenelementes führbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (14, 82) im Bereich der Stirnseite (32) eine über den Längsschlitz
(30, 84, 94) sich erstreckende Aufnahme (24, 86, 88, 98) für das freie Ende des Litzenelementes
(20) aufweist und daß sich im Bereich der Stirnfläche (32) über den Längsschlitz ein
ausgebauchter Steg (77) erstreckt oder diesen abschließt.
2. Kohlehalter (10) für eine Schleifkohle (12), insbesondere für einen Elektromotor
umfassend ein vorzugsweise aus Metall bestehendes quaderförmiges Gehäuse (14), durch
dessen vordere Stirnfläche (32) eine in dem Gehäuse axial verschiebbare Schleifkohle
bewegbar ist, ein im Gehäuse angeordnetes auf die Schleifkohle axial einwirkendes
Federelement (16), ein von der Schleifkohle ausgehendes Litzenelement (20) sowie einen
in einer Seitenwandung des Gehäuses verlaufenden Längsschlitz (30), durch den zumindest
ein Abschnitt des Litzenelementes führbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich des Längsschlitzes (30) eine von zwei zu beiden Seiten des Längsschlitzes
(30) verlaufenden eine brückenartige Führung bildenden Stegen (70, 72) ausgehende
Befestigung (24) für das freie Ende des Litzenelementes (20) angeordnet ist.
3. Kohlehalter nach Anspruch 1 oder, 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnahme als ein den Längsschlitz zugewandtes und überbrückendes offenes hülsenartiges
Element (68) ausgebildet ist.
4. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnahme (70, 72) von einer Stirnseite (32, 48) des Gehäuses (14) ausgeht
und abschnittsweise parallel zu der Stirnseite verläuft.
5. Halter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand des Stegs (77) zur vorderseitigen Stirnfläche geringer als der des
die Litze Haltenden Bereichs der Aufnahme (70, 72) ist.
6. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Längsschlitz (84) sich über die gesamte Länge des Gehäuses (82) erstreckt,
und daß im Bereich beider Stirnseiten brückenartige Führungen bildende Stege (86,
88) ausgebildet sind.
7. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der hinteren Stirnseite des Gehäuses (102) ein von einer Seitenwand
ausgehender Vorsprung als Stecker (110) ausgebildet ist.
8. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Steg (41) in den Längsschlitz (30) ragt, an dem die Kohlelitze aufhängbar
ist.
9. Halter (10, 80, 90, 100) für eine Schleifkohle (12) für insbesondere einen Elektromotor
umfassend ein vorzugsweise quaderförmiges Gehäuse (14, 82, 92, 102) und ein in diesem
angeordnetes Federelement (16) wie Schraubenfeder, das in axialer Richtung des Gehäuses
auf die Schleifkohle eine Kraft ausübt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Halter (10, 80, 90, 100) mit dem Federelement (16) eine vormontierte Einheit
bildet, wobei das Federelement im vorderen Bereich des Gehäuses (14, 82, 92, 102)
durch eine Querschnittsänderung und im hinteren Bereich durch zumindest ein im Bereich
der Rückseite (48) umbiegbares stegförmiges Element (50, 52, 56, 58) arretierbar ist.
10. Halter (10) für eine Schleifkohle (12) für insbesondere einen Elektromotor umfassend
ein vorzugsweise quaderförmiges Gehäuse (14) und der in diesem angeordneten in axialer
Richtung des Gehäuses verschiebbaren eine Litze (20) aufweisende Schleifkohle, auf
die im montierten Zustand ein Federelement (16) eine Kraft ausübt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Halter (10) mit der Schleifkohle eine vormontierte Einheit bildet, wobei die
Schleifkohle von der vorderen Stirnseite in das Gehäuse (14) einschiebbar ist und
die Litze eine Vorspannung derart aufweist, daß sich die Litze automatisch in die
Aufnahme (24, 68, 77) eingelegt und dort befestigt ist durch Festklemmen und/oder
Verschweißen.
11. Verfahren zum Montieren eines Halters für eine Schleifkohle umfassend eine Gehäuse,
ein Federelement und die ein seitlich abragendes Litzenelement aufweisende Schleifkohle,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement von der hinteren Stirnseite des Gehäuses her in dieses eingebracht
wird,
daß zur Verhinderung eines unkontrollierten Herausgleitens des Federelementes im Bereich
der Rückseite zumindest ein stegförmiges Element in den Verschiebeweg des Federelementes
bewegt wird,
daß von der vorderen Stirnseite des Gehäuses die Schleifkohle eingeschoben und durch
ein lösbares Halteelement arretiert wird und
daß das Litzenelement seitlich am Gehäuse befestigt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Litzenelement durch einen von einer Stirnseite des Gehäuses ausgehenden Längsschlitzes
geführt wird, in dessen Bereich eine Befestigung für das Litzenelement angeordnet
ist und in der das Litzenelement beim Hereinschieben der Schleifkohle in das Gehäuse
eingelegt wird.