(19)
(11) EP 0 303 724 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.02.1989  Patentblatt  1989/08

(21) Anmeldenummer: 87112019.2

(22) Anmeldetag:  19.08.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01R 43/052
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR IT LI

(71) Anmelder: Hackner, Hans
D-8431 Mühlhausen (DE)

(72) Erfinder:
  • Hackner, Hans
    D-8431 Mühlhausen (DE)

(74) Vertreter: Neubauer, Hans-Jürgen, Dipl.-Phys. 
Fauststrasse 30
85051 Ingolstadt
85051 Ingolstadt (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vorrichtung zum Abschneiden und Abisolieren von Kabeln und zum Anschlagen von Crimp-, Steck- und Schraubverbindungen sowie zur Herstellung von Verkettungsgebilden


    (57) Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abschneiden und Abisolieren von Kabeln und zum Anschlagen von Crimp-, Steck- und Schraubverbindungen (Kontakten) sowie zur Herstellung von Verkettungsgebilden.
    Die Vorrichtung enthält eine Schneid- und Abisoliervorrichtung (2) mit einer Kabeltransporteinrichtung und einer Kabelrichteinheit sowie einem Messerblock mit steuerbaren Schneidmessern und Abisoliermessern. Der Schneid- und Abisoliervorrichtung (2) liegt in Kabelförderrichtung eine Anschlageinheit (3) zum Anschlagen von Kontakten gegenüber. Erfindungsgemäß ist eine Querkabelfördereinheit (4) vorgesehen, mit der ein hinteres, abisoliertes Kabelende zu einer zweiten Anschlageinheit (5) zum Anschlagen eines zweiten Kontakts gefördert wird. Besonders vorteilhaft läßt sich die Anordnung durch eine oder mehrere weitere Schneid- und Abisoliervorrichtungen (28, 31) erweitern, die jeweils gegenüber von Anschlageinheiten (5, 30) liegen, wobei dort über die Querkabelfördereinheiten (4, 29) jeweils zwei Kabelenden für eine Zweifachverbindung in einem Kontakt zusammengeführt werden. Damit können automatisch mehrere Kabel mit Zweifachverbindungen verbunden werden. Wenn keine Verkettungen gewünscht werden, können bei entsprechender Steuerung auch nur abgeschnittene Einzelkabel ohne Abisolierung oder mit einseitiger oder beidseitiger Abisolierung erhalten werden.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abschneiden und Abisolieren von Kabeln und zum Anschlagen von Crimp-, Steck- und Schraubverbindungen (Kontakten) sowie zur Herstellung von Verkettungsgebilden.

    [0002] In der Kraftfahrzeugindustrie werden zur Herstellung von Kabelbäumen eine Vielzahl von Kabeln unterschiedlicher Länge benötigt, die an beiden Enden abisoliert und mit Kontakten versehen werden. Zur Automatisierung für das Abschneiden und Abisolieren von Kabeln sowie zum Anschlagen von Kontakten sind bereits Maschinen auf dem Markt. Bei einer solchen Maschine wird ein Kabel aus einem Faß als erstes durch eine Schneid- und Abisoliervorrichtung geführt. Diese Vorrichtung enthält eine Kabeltransporteinrichtung mit einer Förder­einheit mit steuerbarem Antrieb und mit einer Kabelricht­einheit. Weiter sind ein Messerblock mit steuerbaren Schneid­messern und Abisoliermessern sowie zwei Kabelgreifer zu beiden Seiten des Messerblocks vorgesehen. In der Verlänge­rung bzw. Kabelförderrichtung der Kabeltransporteinrichtung liegt eine Anschlageinheit für Kontakte, die im wesentlichen aus einer pneumatischen Presse und einer Fördereinrichtung für auf einem Band aufgereihte Kontakte besteht.

    [0003] Eine solche bekannte Vorrichtung hat folgende Funktion: Das Kabel wird von der Vorratsrolle mit der Fördereinheit durch die Kabelrichteinheit gezogen und dem geöffneten Messerblock zugeführt. Anschließend wird der Messerblock geschlossen, wodurch die Schneidmesser das Kabel abtrennen und die Abiso­liermesser die Isolation einschneiden. Anschließend wird bei geschlossenem Messerblock mit Hilfe der Kabelgreifer das Kabel ein Stück aus dem Messerblock gezogen, wodurch die von den Abisoliermessern eingeschnittenen Enden der Isolation vom Kabeldraht abgezogen werden. Anschließend wird mit Hilfe der Fördereinheit das Kabel mit seinem vorderen Ende in die An­schlageinheit zum Anschlagen eines Kontakts gefördert. An­schließend transportiert die steuerbare Fördereinheit das Kabel in der vorprogrammierten Länge weiter zum Messerblock, wo dann der schneid- und Abisoliervorgang wiederholt wird und nach einem Transport in die Anschlageinrichtung der hintere Kontakt angeschlagen wird.

    [0004] Die vorstehend beschriebene Vorrichtung vermag nur jeweils einen Kontakt an einem Kabelende anzuschlagen.

    [0005] Bei der Auslegung von Kabelbäumen ist es oft zweckmäßig, von einem Kontakt mit einer weiteren Leitung abzuzweigen, so daß in einem Kontakt zwei abisolierte Kabelenden verbunden werden müssen. Solche Verbindungen werden meist manuell herge­stellt in der Form, daß von Hand zwei abisolierte Kabelenden nebeneinander in eine Anschlageinheit eingeführt werden. Dies ist ersichtlich zeitaufwendig und kostenintensiv. Es ist jedoch auch eine Maschine für solche Zweifachkabelverbindungen in einem Kontakt bekannt. Dabei werden von zwei in einem spitzen Winkel zueinander angeordneten Schneid- und Abisolier­vorrichtungen abisolierte Kabelenden ebenfalls in einem spitzen Winkel einer Anschlageinheit so zugeführt, daß die Kabelenden in der Anschlageinheit nebeneinander zum Anschlagen mit einem Kontakt aneinanderliegen.

    [0006] Oftmals ist es erforderlich und erwünscht, am freien Kabelende einer Zweifachverbindung eine weitere Zweifachverbindung anzu­bringen, so daß eine Kabelverbindung in der Form eines N entsteht, wobei an den Spitzen und freien Enden jeweils ein Kontakt angebracht ist. Solche Kabelverbindungen oder Ver­bindungen in der Form eines M bzw. noch mehr aneinandergehängte sind mit der vorstehend beschriebenen Maschine nicht möglich, so daß solche Verbindungen bisher durch Einlegen von abiso­lierten Kabelenden mit der Hand in eine Anschlageinheit her­gestellt werden.

    [0007] Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, die eingangs be­schriebene gattungsgemäße Vorrichtung zum Abschneiden und Ab­isolieren von Kabeln und zum Anschlagen von Kontakten so weiterzubilden, daß damit sowohl der Anschlag von Kon­takten an einzelnen Kabelenden möglich ist und bei einer ent­sprechenden Ergänzung der Vorrichtung auch Zweifachkabelver­bindungen und aneinandergehängte Zweifachkabelverbindungen möglich sind.

    [0008] Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

    [0009] Gemäß Anspruch 1 ist eine zweite Anschlageinheit neben dem Messerblock bzw. querab zur Kabelförderrichtung angebracht. Weiter ist eine Querkabelfördereinheit nach dem Messerblock angebracht, die mit Hilfe eines Kabelgreifers das hintere abisolierte Kabelende in die zweite Anschlageinheit bewegt.

    [0010] Mit dieser Anordnung wird bei geeigneter Steuerung in der ersten Anschlageinheit ein erster vorderer Kontakt am vor­deren Kabelende angeschlagen und ein zweiter hinterer Kon­takt nach dem Quertransport in der zweiten Anschlageinheit angebracht.

    [0011] Zweckmäßig ist die Einführöffnung an der zweiten Anschlagein­heit in Richtung des Quertransports offen, so daß das abiso­ lierte Kabelende nur durch den Quertransport an dem geeigneten Anschlagplatz der zweiten Anschlageinheit geführt werden kann.

    [0012] Aufgrund der geometrischen Anordnung, insbesondere der Quer­fördereinrichtung mit einem Kabelgreifer vor dem Messerblock, liegt die erste Anschlageinheit relativ weitab vom Messerblock, so daß es nach Anspruch 3 zweckmäßig ist, einen Kabelgreiferarm vorzusehen, der das abisolierte vordere Kabelende in die erste Anschlageinheit einführt.

    [0013] Weiter ist es nach Anspruch 4 zweckmäßig, den Kabelgreifer oder die gesamte Querkabelfördereinheit absenkbar auszuführen, damit andere Bewegungen nicht behindert werden.

    [0014] Dazu ist es nach Anspruch 5 vorteilhaft, die Querkabelförder­einheit als Schlitten-Schienenanordnung auszuführen, wobei die Schiene an steuerbaren Zylinder-Kolben-Einheiten angebracht ist, mit denen die Schiene in Vertikalrichtung abgesenkt wer­den kann.

    [0015] Die Besonderheit und der enorme Vorteil der bisher beschriebe­nen Anordnung mit einer Querkabelfördereinheit besteht darin, daß gemäß Anspruch 6 eine Ergänzung und Kombination durch eine weitere entsprechende Anordnung möglich ist, wobei eine zweite Schneid- und Abisoliervorrichtung vor der zweiten Anschlag­einheit angeordnet wird. Dadurch können zwei abisolierte Kabelenden in der zweiten Anschlageinheit für eine Zweifach­kontaktverbindung zusammengeführt werden.

    [0016] Dazu ist es nach Anspruch 7 vorteilhaft, einen steuerbaren Kabelhalter an der zweiten Anschlageinheit vorzusehen, der vom Kabelgreifer der Querkabelfördereinheit das Kabel übernimmt und hält.

    [0017] Um auf das zweite Kabel, das mit seiner Vorderseite die Zwei­fachverbindung gebildet hat, an seinem hinteren Ende einen Kontakt anschlagen zu können, ist es nach Anspruch 8 erfor­ derlich, eine weitere Querkabelfördereinheit vorzusehen, der eine dritte Anschlageinheit zugeordnet ist.

    [0018] Wie in Anspruch 9 angegeben, ist es ohne weiteres möglich, weitere entsprechende Anordnungen gegenüberliegend anzubringen, wodurch eine Mehrzahl von aneinanderhängenden Zweifachverbin­dungen möglich sind, wobei die Kabel in einer Zick-Zack-Linie zusammenhängen, an deren Spitze jeweils ein Kontakt liegt.

    [0019] Die Antriebe für die Steuerung der Anordnung können pneuma­tisch, hydraulisch oder elektrisch sein, wobei sich pneumati­sche Antriebe als gut geeignet erwiesen haben.

    [0020] Anhand von Zeichnungen wird ein Ausführungsbeispiel der Erfin­dung mit weiteren Einzelheiten, Merkmalen und Vorteilen näher erläutert.

    [0021] Es zeigen

    Fig. 1 eine schematisch Darstellung einer Vorrichtung zum Abschneiden und Abisolieren von Kabeln und zum An­schlagen von Kontakten für Einzelkabel bzw. einen strichliert eingerahmten Bildauschnitt aus Fig. 3 in einer Draufsicht,

    Fig. 2 die Darstellung der Fig. 1 in einer Vorderansicht ohne Anschlageinheit,

    Fig. 3 eine Anordnung mehrerer Vorrichtungen nach den Fig. 1 bzw. 2 zur Herstellung mehrerer Zweifachkabelverbin­dungen,

    Fig. 4 eine schematische Darstellung von mit der Anordnung nach Fig. 3 herstellbaren Kabelverbindungen.



    [0022] In Fig. 1 ist eine Vorrichtung 1 zum Abschneiden und Abisolie­ren von Kabeln und zum Anschlagen von Kontakten dargestellt, die aus einer Schneid- und Abisoliervorrichtung 2 einer ersten Anschlageinheit 3, einer Querkabelfördereinrichtung 4 und einer zweiten Anschlageinheit 5 besteht.

    [0023] Die Schneid- und Abisoliervorrichtung umfaßt eine Kabeltrans­porteinrichtung 6, die eine (nicht im einzelnen dargestellte, an sich bekannte) Fördereinheit mit steuerbarem Antrieb und mit einer Kabelrichteinheit enthält.

    [0024] Dieser Kabeltransporteinheit nachgeordnet ist ein Messerblock, bei dem an steuerbaren, beweglichen Backen 8, 8′ zwei gegen­überliegende Schneidmesser 9, 9′ und vier, jeweils paarweise gegenüberliegende Abisoliermesser 10, 10′ und 11, 11′ ange­bracht sind. An der Vorder- und Rückseite des Messerblocks 7 sind steuerbare, in den angegebenen Pfeilrichtungen bewegliche Kabelgreifer 12 und 13 angebracht, deren Greifbacken entspre­chend den angegebenen Pfeilen beweglich sind.

    [0025] Dem Kabelgreifer 12 nachgeordnet ist ein Kabelgreiferarm 14, mit einem, an seiner Vorderseite angebrachten Kabelgreifer 15, wobei der Kabelgreiferarm entsprechend der angegebenen Pfeil­richtung auf die erste Anschlageinheit 3 steuerbar zubeweglich ist.

    [0026] Die Ausbildung der nachfolgenden Querkabelfördereinheit 4 ist besser aus der Vorderansicht der Fig. 2 zu ersehen. Auf einer Führungsschiene 16 läuft ein Schlitten 17, auf dem ein weiterer Kabelgreifer 18 angebracht ist. Die Führungsschiene 16 ist an ihren beiden Enden auf steuerbaren Zylinder-Kolben-­Einheiten 19, 19′ befestigt und kann so mit entsprechenden angegebenen Teilen angehoben werden, bis der Greifer 18 vor dem eingezeichneten Kabel 20 zu liegen kommt.

    [0027] Weiter sind in Fig. 2 der Kabelgreiferarm 14 mit Kebelgreifer 15 und der Kabelgreifer 12 zu sehen, die auf einer Platte 21 angeordnet sind, wobei diese Platte 21 über Stützfüße 22 auf der Aufstandsfläche 23 abgestützt ist.

    [0028] Die zweite Anschlageinheit 5 ist ebenfalls auf der Platte 21 angebracht und besteht im wesentlichen aus einer (nicht darge­stellten) Transporteinrichtung für ein Kontaktband 24, von dem einzelne Kontakte beim Anschlagvorgang abgetrennt werden und einem steuerbar angetriebenen Anschlagwerkzeug 25, das als Stempel von oben her Verbindungslaschen der eingeführ­ten Kontakte um die abisolierten Kabelenden biegt und somit eine elektrische und mechanische Verbindung herstellt. An der Anschlageinheit ist zudem ein Kabelhalter 26 angebracht mit einer steuerbaren Greiferzange 27, mit der ein Kabelende in Anschlagposition gehalten werden kann.

    [0029] Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung hat folgende Funktion: Von der Kabeltransporteinheit 6 wird das Kabel 20 gerade gerichtet und in der dargestellten Lage weitertranspor­tiert. Zum Anschneiden und Abisolieren werden die Backen 8, 8′ des Messerblocks geschlossen, wodurch das Kabel mit den weiter vorstehenden Schneidmessern 9, 9′ abgeschnitten wird. Die nicht ganz zusammenführbaren Abisoliermesser 10, 10′ und 11, 11′ schneiden dagegen die Isolierung, jedoch nicht den Kabel­draht, ein. Das Kabel 20 wird gleichzeitig oder anschließend mit den Kabelgreifern 12, 13 gefaßt und ein kurzes Stück, ent­sprechend der gewünschten Abisolierlänge, vom Messerblock 7 wegbewegt. Dadurch werden die von den Abisoliermessern einge­schnittenen, endseitigen Isolierungsstücke vom Kabeldraht abgezogen, wodurch ein vorderes abisoliertes Kabelende und ein hinteres abisoliertes Kabelende erhalten werden. Das hintere Kabelende des schon mit einem vorderen Kontakt in der An­schlageinheit 3 versehenen Kabelstücks wird vom nach oben ge­fahrenen Kabelgreifer 20 erfaßt und quer zur zweiten Anschlag­einheit 5 bewegt, wo der hintere Kontakt angeschlagen wird.

    [0030] Das bereits abisolierte vordere Kabelende des nächsten Kabel­stücks wird durch die Kabeltransporteinheit 6 weitertranspor­tiert, mit dem Kabelgreifer 15 erfaßt und durch Bewegung des Kabelgreiferarms 14 in die erste Anschlageinheit 3 bewegt, wo der vordere Kontakt angeschlagen wird. Das vordere Kabelende wird anschließend von der Anschlageinheit 3 frei gegeben und das Kabel mit der Kabeltransporteinheit 6 auf die eingestellte gewünschte Länge bis zu den Schneidmessern 9, 9′ weitergeför­dert, die während des Fördervorgangs offen sind. Anschließend wird der Messerblock 7 wieder geschlossen und mit Hilfe der Kabelgreifer 12, 13 die Abisolierung durchgeführt. Mit dem Greifer 15 am Greiferarm 14 wird das Kabelende aus dem Messer­block 7 herausgeführt und an das hintere Kabelende nach dem Quertransport in der Anschlageinheit 5 ein Kontakt angeschla­gen. Der geschilderte Vorgang wiederholt sich automatisch, wobei die Kabellängen und die Abisolierlänge einstellbar sind. Weiter sind die Einrichtungen an unterschiedliche Kabelstärken anpaßbar und die Anschlageinheiten 3, 5 mit unterschiedlichen Kontaktausführungen beschickbar.
    In Fig. 3 ist eine zweite Schneid- und Abisoliervorrichtung 28 mit einer zweiten Querkabelfördereinheit 29 und einer dritten Anschlageinheit 30 vorgesehen, wobei die zweite Schneid- und Abisoliervorrichtung 28 gegenüber und in gleicher Höhe mit der Anschlageinheit 5 liegt.

    [0031] Zudem ist eine dritte Schneid- und Abisoliervorrichtung 31 mit einer dritten Querkabelfördereinheit 32 und einer vierten zugeordneten Anschlageinheit 33 angebracht, wobei die dritte Schneid- und Abisoliervorrichtung 31 gegenüber und in gleicher Höhe mit der dritten Anschlageinheit 30 liegt.

    [0032] Die Anordnung gemäß Fig. 3 wird mit Hilfe der in Fig. 4 dar­gestellten Kabel erläutert:

    [0033] Wie im Zusammenhang mit der Fig. 1 vorstehend beschrieben, wird in der Anschlageinheit 3 ein erster vorderer Kontakt 34 auf ein erstes Kabel 35 angeschlagen, das aus der ersten Schneid- und Abisoliervorrichtung 2 kommt. Anschließend wird das hintere abisolierte Kabelende 36 mit Hilfe der Quer­kabelfördereinheit 4 in die zweite Anschlageinheit 5 beför­dert und dort vom Kabelhalter 6 übernommen und in Anschlag­position gehlten, wonach der Kabelgreifer 18 öffnet und sich die Führungsschiene 16 absenkt.

    [0034] Sofort anschließend wird von der zweiten Schneid- und Abiso­liervorrichtung 28 ein vorderes abisoliertes Kabelende eines zweiten Kabels 37 in die Anschlageinheit 5 so eingeführt, daß die beiden abisolierten Kabelenden nebeneinander liegen und mit einem zweiten Kontakt 38 miteinander verbunden werden.

    [0035] Nun wird das hintere abisolierte Kabelende 39 des Kabels 37 von der Querkabelfördereinheit 29 in die Anschlageinheit 30 befördert und dort in Anschlagposition gehalten.

    [0036] Sofort anschließend wird ein vorderes abisoliertes Kabelende eines dritten Kabels 40 von der dritten Schneid- und Abiso­liervorrichtung 31 in die Anschlageinheit 30 gefördert und dort zu einer Zweifachverbindung mit einem Kontakt 41 versehen.

    [0037] Anschließend wird das hintere abisolierte Kabelende 42 des dritten Kabels 40 von der Querkabelfördereinheit 32 in die vierte Anschlageinheit 33 befördert und dort mit einem Steckerschuh 43 angeschlagen.

    [0038] Mit der vorstehend beschriebenen Anordnung kann somit ein Kabel mit zwei Zweifachverbindungen über zwei Kontakte und mit Kontakten an den freien Enden erhalten werden. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß durch weitere Anordnungen in der gleichen Reihenfolge Kabel mit weiteren Zweifachverbin­dungen erhalten werden können. Wenn keine Verkettungen ge­wünscht werden, können bei entsprechender Steuerung auch nur abgeschnittene Einzelkabel ohne Abisolierung oder mit ein­seitiger oder beidseitiger Abisolierung erhalten werden.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Abschneiden und Abisolieren von Kabeln und zum Anschlagen von Crimp-, Steck- und Schraubverbindungen (Kontakte 34, 38, 41, 42), insbesondere für Mehrfachverbin­dungen in einem Kontakt (38, 41) zur Herstellung von Verket­tungsgebilden,
    mit einer Schneid- und Abisoliervorrichtung (2), die eine Kabeltransporteinrichtung mit einer Fördereinheit und steuerbarem Antrieb und mit einer Kabelrichteinheit auf­weist, die zudem einen Messerblock (7) mit steuerbaren Schneidmessern (9, 9′) und Abisoliermessern (10, 10′, 11, 11′) enthält und die weiter zwei, zu beiden Seiten des Messerblocks (7) angeordnete, steuerbare, in Richtung der Förderrichtung der Kabeltransporteinrichtung (Kabelförder­richtung) bewegliche Kabelgreifer (12, 13) für den Abiso­liervorgang aufweist und
    mit einer Anschlageinheit (3) für Kontakte (34), die in Kabelförderrichtung angeordnet ist, zum Anschlagen eines ersten vorderen Kontakts (34),
    dadurch gekennzeichnet,
    daß eine zweite Anschlageinheit (5) neben dem Messerblock (7) bzw. querab zur Kabelförderrichtung angebracht ist, mit einer Einführöffnung für abisolierte Kabelenden (36) und
    daß in Kabelförderrichtung nach dem Messerblock (7) bzw. nach dem einen Kabelgreifer (12) eine Querkabelfördereinheit (4) angeordnet ist, mit einem Kabelgreifer (18), der mit Hilfe eines steuerbaren Antriebs in einer Richtung, etwa quer zur Richtung der Förderrichtung der Kabeltransport­einrichtung, bis an die zweite Anschlageinheit (5) verfahr­bar ist und betriebsmäßig dort ein hinteres abisoliertes Kabelende (36) zum Anschlagen eines zweiten hinteren Kon­takts (38) einführt.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführöffnung an der zweiten Anschlageinheit (5) sowohl in Richtung zum Messerblock (7) als auch von vorne, d.h. entgegen einer Richtung parallel zu o. g. Kabelförder­richtung offen ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kabelgreiferarm mit einem Kabelgreifer (15) nach dem Messerblock (7) vorgesehen ist, der steuerbar in o. g. Kabelförderrichtung in Richtung auf die erste Anschlag - einrichtung (3) bewegbar ist.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge­kennzeichnet, daß der Kabelgreifer (18) der Querkabelför­dereinheit (4) und/oder die Halterung für den Kabelgreifer (18) steuerbar in Vertikalrichtung bewegbar ist.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabelgreifer (18) einen Schlitten (17) aufweist, der auf einer als Führungsschiene (16) ausgebildeten Halterung verschiebbar ist, wobei die Führungsschiene (16) auf in Vertikalrichtung steuerbaren Zylinder-Kolben-Einheiten (19, 19′) angebracht ist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge­kennzeichnet, daß eine zweite Schneid- und Abisoliervor­richtung (28) vor der zweiten Anschlageinheit (5) angeordnet ist, mit einer zweiten Kabelförderrichtung, etwa parallel zur Kabelförderrichtung der ersten Schneid- und Abisolier­vorrichtung (2), in Richtung auf die zweite Anschlageinheit (5), mit einer Steuerung, daß jeweils das zweite hintere, abisolierte Kabelende (36) und ein erstes vorderes, abiso­liertes Kabelende aus der zweiten Schneid- und Abisolier­vorrichtung (28) gemeinsam zum Anschlagen eines Kontakts (38) in der Anschlageinheit (5) liegen.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein steuerbarer Kabelhalter (26) an der zweiten An­schlageinheit (5) vorgesehen ist, der vom Kabelgreifer (18) der Querkabelfördereinheit (4) das abisolierte Kabelende (36) übernimmt und hält.
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Schneid- und Abisoliervorrichtung (28) ebenfalls eine Querkabelfördereinheit (29) aufweist, die zu einer dritten Anschlageinheit (30) führt, die wiederum neben der zweiten Schneid- und Abisoliervorrichtung (28) angeord­net ist.
     
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch ge­kennzeichnet, daß eine größere Anzahl von Anordnungen mit einer Schneid- und Abisoliervorrichtung (2, 28, 31) mit gegenüberliegender Anschlageinheit (3, 5, 30) und mit einer Querkabelfördereinheit (4, 29, 32) mit daneben­liegender Anschlageinheit (5, 30, 33) in der vorstehenden Weise aneinandergereiht sind, je nach der gewünschten Anzahl der je über eine Kontaktverbindung zusammenhängenden Kabel (35, 37, 40).
     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebe pneumatisch oder hydrau­lisch oder elektrisch angetrieben sind.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht