[0001] Die Erfindung betrifft eine Bildwand mit einer Mehrzahl von Bildlagerbetten, von
denen jedes innerhalb einer quadratischen Flächeneinheit des Bildwandgrundrisses angeordnet
und zwischen einem vorderseitigen Rahmenorgan und einer gegen dieses festgelegten
rückseitigen Abdeckung eingeschlossen ist.
[0002] Entsprechend der in der Stammanmeldung formulierten Erfindung gestattet eine derartige
Geometrie der Bildwand-Bildeinheiten eine überraschende, neuartige Gestaltung der
die Bildfenster umschliessenden Bereiche des vorderen Rahmenorgans.
[0003] Soll eine Bildwand die zusätzliche Bezeichnung "Wechselrahmen" verdienen, d.h. anlässlich
des einen oder anderen neuen Filmresultats zum Bildwechsel animieren, sollte sich
dieser mühelos vornehmen lassen.
[0004] Da die diesbezügliche Problemlösung nicht zwingend an die erfindungsgemässe Ausbildung
des Rahmenorgans nach der Stammanmeldung gebunden ist, wurde sie aus dieser abgezweigt
und ist Gegenstand vorliegender Teilanmeldung.
[0005] Die Erfindung besteht darin, dass die Bildlagerbetten als an einem Ende offene, rückseitig
einen unabgedeckten, manuell zugänglichen Flächenbereich aufweisende Bildeinschubtaschen
ausgebildet sind.
[0006] Diese Gestaltung erlaubt das Plazieren und Wechseln irgend eines Photos der aufgehängten
Bildwand, ohne diese abnehmen oder irgendwelche Organe demontieren zu müssen. Die
Photos werden einfach von den verschiedenen Bildwandrändern her in die Bildeinschubtaschen
eingeschoben und durch Hintergreifen der Bildeinschubtaschen wieder aus diesen herausgeglitten.
[0007] Indem der hinteren Abdeckung gegen das Rahmenorgan wirkende Federn angeformt sind,
ist eine gute Lagesicherung der Photos auch in solchen Bildeinschubtaschen gegeben,
die aus Gründen der Toleranz (in Bezug auf nicht exakt auf Standardmass geschnittene
Photos) oder des leichteren Ein- und Herausgleitens der Photos verhältnismässig gross
bemessen sind.
[0008] Nach weiterer Erfindung sind die Bildeinschubtaschen bei einer sich aus Einbildkassetten
zusammensetzenden Bildwand als an beiden Enden offene Bildeinschubkanäle ausgebildet.
Das gestattet eine von der Einschubrichtung unabhängige gegenseitige Kassettenmontage.
[0009] Weitere Erfindungsmerkmale gehen aus der Figurenbeschreibung hervor.
[0010] Vorbekannte Bildwände werden z.B. von den US-Patenten Nr. 3 471 959, 3 673 724, 3
952 435 und 4 532 727 beinhaltet. Sie alle sind mit dem Nachteil behaftet, dass ein
Bildwechsel nur durch die Demontage wenigstens eines Bauteils durchführbar ist.
[0011] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 bis 5 eine aus Einbildkassetten bestehende Bildwand und
Fig. 6 und 7 eine für vier Bilder ausgelegte Bildwand mit einteiligem Rahmenorgan.
[0012] Die Bildwand nach Fig. 5 ist aus sieben Kassetten E entsprechend der Fig. 1 bis
4 kombiniert. Jede Kassette E besteht aus dem als transparente Frontplatte ausgebilde
ten Abdeckung 2. Die Frontplatte 1 besitzt eine quadratische Hüllform, die infolge
vier ausgesparter Eckbereiche zu einer Kreuzform reduziert ist. Der das rechteckige
Bildfenster 1c umschliessende Rahmenbereich 1a, 1b der Frontplatte 1 wird von einem
vorderseitig auf diese aufgebrachten opaken Belag gebildet. Die Rückplatte 2 hat
einen rechteckigen Grundriss und erstreckt sich quer zur Bildfensterlängsrichtung.
In ihrer Querrichtung ist der Rückplatte 2 ein zusammen mit der Frontplatte 1 die
Bildeinschubtasche 5 bildender, an seinen beiden Enden offener Kanal angeformt. Die
Frontplatte 1 besitzt auf den beidseitig der Bildeinschubtasche 5 liegenden Bereichen
ihres Umfanges rückseitig vorspringende Randstege 1f zur Positionierung der Rückplatte
2. Die Raststellen zwischen Front- und Rückplatte 1, 2 sind mit 4 bezeichnet. Die
Rückplattenschlitze 2a erleichtern den Rast- und Entrastvorgang. Da ein in der Bildeinschubtasche
5 plaziertes Photo infolge des Zuschnittes der Rückplatte 2 in den beiden Randbereichen
5a rückseitig frei liegt, ist es zwecks seiner Entnahme manuell zugänglich, kann also
mühelos aus der Kassette E wieder herausgeglitten werden. Die Einschubrichtung ist
mit P bezeichnet.
[0013] Zur gegenseitigen Befestigung der Kassetten E dienen die Verbindungslaschen 6. Für
diese ist der Rückplatte 2 längsmittig einer jeden Umfangsseite je ein von dem Steg
2d umschlossener Sitz 2e rückseitig angeformt. Innerhalb des Sitzes 2e erhebt sich
eine mit einer Rastöffnung 2g versehene Wölbung 2f. Die Rastöffnung 2g wirkt druckknopfartig
mit den Verbindungslaschen 6 angeformten Vorsprüngen 6a zusammen.
[0014] In den Eckbereichen der Rückplatte 2 befinden sich rückseitig weitere Wölbungen
2h mit den Schlitzanordnungen 2i. Diese dienen der Festlegung von mit knopfartig verdickten
Enden versehenen, schnurartigen Befestigungsorganen 7. Jede Schlitzanordnung 2i besteht
aus mehreren in einen schlüssellochartig erweiterten Zentralbereich einmündenden
Schlitzen. Damit ist berücksichtigt, dass jede Kassette E mit rechteckigem oder ovalem
Bildfenster für den Einsatz eines quer- oder hochformatigen Photos verschieden in
den Verband einer Bildwand montierbar ist, und dass bei einer Bildwand die Schwerpunktslinie
kassettenmittig liegen kann (Fig. 5) oder aber auf der Trennlinie zwischen benachbarten
Kassetten (z.B. bei einer aus vier zu einem Quadrat zusammengefügten Kassetten E bestehenden
Bildwand). Im letzteren Fall ist die Schnur 7 nicht wie in Fig. 2 zu befestigen, sondern
erstreckt sich von einer Schlitzanordnung einer Kassette zur benachbarten Schlitzanordnung
der Nachbarkassette.
[0015] Aus den Fig. 2 und 3 ist noch ersichtlich, dass der Rückplatte 2 eine innerhalb der
Bildeinschubtasche 5 rückseitig mit leichtem Druck gegen die Frontplatte 1 anliegende
Feder 1k angeformt ist. Dadurch ist eine gute Lagesicherung der Photos in den Bildeinschubtaschen
gewährleistet, obwohl diese aus Gründen der Toleranz (in Bezug auf nicht exakt auf
Standardgrösse geschnittene Photos), sowie des leichteren Ein- und Herausgleitens
der Photos verhältnismässig gross bemessen sind.
[0016] Die durch die Erfindung erzielte Perfektion des Bild- bzw. Photowechsels ist so
eindeutig, dass hierüber eigentlich nicht mehr viel gesagt werden muss. Die Bildwand
kann stets in ihrer hängenden Position verbleiben. Unter Verzicht der Demontage irgendeines
Bauteils lassen sich die Photos spielend leicht von der jeweiligen Randseite der Bildwand
her in die Bildeinschubtaschen 5 eingleiten, hinter den Bildfenstern 1c genau positionieren
und sind durch die Federn 1k lagegesichert. Bei einem Photowechsel wird das auszutauschende
Photo in einem nicht abgedeckten Bereich 5a mit einem Finger zwecks Herausgleitens
hinterfasst. Da die Bildeinschubtaschen 5 an beiden Enden offen sind, können die
Kassetten E bei ihrem Zusammenfügen zu einer Bildwand beliebig für quer- oder hochformatige
Photos montiert werden.
[0017] Es ist somit erstmals die Voraussetzung dafür gegeben, dass Bildwände nicht nur in
der Art von Ahnentafeln verwendet werden, in denen die Photos für ewige Zeiten verbleiben,
sondern dazu dienen, stets neue gelungene Photos für eine gewisse Zeit aufzunehmen,
sie als gediegenen Wandschmuck präsent zu haben.
[0018] Verzichtet der Benutzer darauf, selbst eine Bildwand aus Kassetten zu kombinieren,
so kann diese mit einer vorbestimmten Anzahl von Bildeinschubtaschen auch mit einteiliger
Frontplatte versehen sein. Ein solches Beispiel ist anhand der Fig. 6 und 7 schematisch
dargestellt. Die Frontplatte 21 ist vorderseitig z.B. wie ein entsprechender Bereich
von Fig. 5 gestaltet, d.h. mit vier Bildfenstern 1c versehen und hinten durch die
Rückplatte 24 abgedeckt. Zwischen diesen Platten befinden sich die verschieden ausgerichteten
Bildeinschubtaschen 23 für die gestrichelt eingezeichneten Photos 22. Die Pfeile 23
sind auf die Einschuböffnungen der Bildeinschubtaschen gerichtet. Rückseitig ist
der Frontplatte 21 der Randsteg 21a angeformt, wobei die Einschuböffnungen der Bildeinschubtaschen
23 zwecks leichteren Bildwechsels stegfrei sein können. Die Rückplatte 24 ist ebenfalls
einteilig und lässt die Photos 22 in den Bereichen 23a unabgedeckt und somit hintergreifbar.
Rückseitig sind dem Randsteg 21a Klemmvorsprünge 25 angeformt, zwischen denen eine
elastische Kordel 26 selbstklemmend festgelegt ist, die ihrerseits die Rückplatte
24 gegen die Frontplatte 21 lagesichert. Der Kordelbereich 26a dient zur Aufhängung
der Bildwand.
[0019] Bei beiden Ausführungsbeispielen könnte man für den Zuschnitt der Frontplatten 1,
21 auch deren quadratische Hüllform wählen.
[0020] In die Bildeinschubtaschen 5, 23 lassen sich vorderseitig der zu plazierenden Photos
die Bildfenster 1c reduzierende folienartige Masken einschieben.
1. Bildwand mit einer Mehrzahl von Bildlagerbetten (5;23), von denen jedes innerhalb
einer quadratischen Flächeneinheit (3; 27) des Bildwandgrundrisses angeordnet und
zwischen einem vorderseitigen Rahmenorgan (1;21) und einer gegen dieses festgelegten
rückseitigen Abdeckung (2;24) eingeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildlagerbetten als an einem Ende offene, rückseitig einen unabgedeckten,
manuell zugänglichen, offenen Flächenbereich (5a:23a) aufweisende Bildeinschubtaschen
(5;23) ausgebildet sind.
2. Bildwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bildeinschubtasche (5) wenigstens eine an der Abdeckung (2) angeordnete,
rückseitig gegen das Rahmenorgan (1) anliegende Feder (2k) zugeordnet ist.
3. Bildwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenorgan (1) als ebene, transparente Frontplatte ausgebildet ist und
eine Bildfenster (1, 1c′) umrahmende opake Beschichtung (1a, 1b) aufweist.
4. Bildwand nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildfenster (1c, 1c′) in Form und Grösse auf Standard-Photoformate wie
9x13, 9x9 od. dgl. ausgelegt sind.
5. Bildwand nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine runde (kreisrunde, ovale) Ausbildung der Bildfenster (nicht dargestellt).
6. Bildwand nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine in die Bildeinschubtasche (5) einschiebbare, das Bildfenster (1c) reduzierende,
folienartige Maske.
7. Bildwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe aus je nur ein Bildlagerbett (5) aufweisenden Kassetten (E) quadratischer
Grundform besteht, die in den Bereichen ihrer vier Umfangsseiten Mittel (2e bis 2g)
zur Befestigung laschenartiger Verbindungsmittel (6) zwecks Ankopplung gleicher Nachbarkassetten
aufweisen.
8. Kassette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass deren Bildeinschubtasche (5) an beiden Enden (5a) offen ist.
9. Kassette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abdeckung (2) ein die Bildeinschubtasche (5) bildender Kanal angeformt
ist.
10. Kassette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass dem Rahmenorgan (1) auf den beidseitig der Bildeinschubtasche (5) liegenden
Bereichen seines Umfanges rückseitig vorspringende Randstege (1f) zur Lagesicherung
der Abdeckung (2) angeformt sind.
11. Kassette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abdeckung (2) rückseitig in ihren vier Eckbereichen je eine mit einer
schlitzförmigen Ausnehmung (2i) versehene, der Befestigung eines mit knopfartig verdickten
Enden bestückten, schnurartigen Aufhängeorgans (7) dienende konvexe Wölbung (2h) angeformt
ist.