(19)
(11) EP 0 304 661 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
01.03.1989  Patentblatt  1989/09

(21) Anmeldenummer: 88112204.8

(22) Anmeldetag:  04.11.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4A47G 1/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE FR GB IT NL

(30) Priorität: 05.11.1984 CH 5282/84
12.11.1984 CH 5398/84
15.01.1985 CH 162/85

(62) Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ:
85810507.5 / 0183645

(71) Anmelder: HESENER, Walter
CH-1217 Meyrin (CH)

(72) Erfinder:
  • HESENER, Walter
    CH-1217 Meyrin (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Bildwand


    (57) Eine Bildwand nach vorliegender Erfindung ist z.B. aus einer beliebigen Anzahl von Kassetten (E) zusammenfüg­bar. Jeder Kassette (E) besitzt zunächst die Frontplatte (1) mit einem eine Bildfenster (1c) umschliessenden Rahmenbereich (1a, 1b) und die rückseitige Abdeckplatte (2). Zwischen den beiden Platten (1, 2) befindet sich die kanalförmige, zweiseitig offene Bildeinschubtasche (5). Durch den Zuschnitt der Abdeckplatte (2) bleibt ein eingesetztes Photo in den Bereichen (5a) unabge­deckt und kann zwecks Herausgleiten aus der Bildein­schubtasche (5) hintergriffen werden.
    Zur gegenseitigen Kassettenbefestigung dienen Laschen (6), die in Sitzen (2e) der Rückplatte (2) lagern und mittels Vorsprüngen (6a) mit Rastöffnungen (2g) ver­rasten. Zur Aufhängung sind Befestigungsaussparungen (2i) vorgesehen, in der eine Schnur festlegbar ist.
    Durch diese Kassettenkonstrucktion ist es möglich, zu plazierende Photos einfach von den Schmalseiten her in die hängende Bildwand einzuschieben und wieder heraus­zugleiten.







    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Bildwand mit einer Mehrzahl von Bildlagerbetten, von denen jedes innerhalb einer quadratischen Flächeneinheit des Bildwandgrundrisses angeordnet und zwischen einem vorderseitigen Rahmenorgan und einer gegen dieses festgelegten rückseitigen Ab­deckung eingeschlossen ist.

    [0002] Entsprechend der in der Stammanmeldung formulierten Er­findung gestattet eine derartige Geometrie der Bildwand-­Bildeinheiten eine überraschende, neuartige Gestaltung der die Bildfenster umschliessenden Bereiche des vorderen Rahmenorgans.

    [0003] Soll eine Bildwand die zusätzliche Bezeichnung "Wechsel­rahmen" verdienen, d.h. anlässlich des einen oder anderen neuen Filmresultats zum Bildwechsel animieren, sollte sich dieser mühelos vornehmen lassen.

    [0004] Da die diesbezügliche Problemlösung nicht zwingend an die erfindungsgemässe Ausbildung des Rahmenorgans nach der Stammanmeldung gebunden ist, wurde sie aus dieser abge­zweigt und ist Gegenstand vorliegender Teilanmeldung.

    [0005] Die Erfindung besteht darin, dass die Bildlagerbetten als an einem Ende offene, rückseitig einen unabgedeckten, manuell zugänglichen Flächenbereich aufweisende Bildein­schubtaschen ausgebildet sind.

    [0006] Diese Gestaltung erlaubt das Plazieren und Wechseln irgend eines Photos der aufgehängten Bildwand, ohne diese abnehmen oder irgendwelche Organe demontieren zu müssen. Die Photos werden einfach von den verschiedenen Bildwandrändern her in die Bildeinschubtaschen einge­schoben und durch Hintergreifen der Bildeinschubtaschen wieder aus diesen herausgeglitten.

    [0007] Indem der hinteren Abdeckung gegen das Rahmenorgan wirken­de Federn angeformt sind, ist eine gute Lagesicherung der Photos auch in solchen Bildeinschubtaschen gegeben, die aus Gründen der Toleranz (in Bezug auf nicht exakt auf Standardmass geschnittene Photos) oder des leichteren Ein- und Herausgleitens der Photos verhältnismässig gross bemessen sind.

    [0008] Nach weiterer Erfindung sind die Bildeinschubtaschen bei einer sich aus Einbildkassetten zusammensetzenden Bild­wand als an beiden Enden offene Bildeinschubkanäle aus­gebildet. Das gestattet eine von der Einschubrichtung unabhängige gegenseitige Kassettenmontage.

    [0009] Weitere Erfindungsmerkmale gehen aus der Figurenbeschrei­bung hervor.

    [0010] Vorbekannte Bildwände werden z.B. von den US-Patenten Nr. 3 471 959, 3 673 724, 3 952 435 und 4 532 727 bein­haltet. Sie alle sind mit dem Nachteil behaftet, dass ein Bildwechsel nur durch die Demontage wenigstens eines Bau­teils durchführbar ist.

    [0011] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

    Fig. 1 bis 5 eine aus Einbildkassetten bestehende Bild­wand und

    Fig. 6 und 7 eine für vier Bilder ausgelegte Bildwand mit einteiligem Rahmenorgan.



    [0012] Die Bildwand nach Fig. 5 ist aus sieben Kassetten E ent­sprechend der Fig. 1 bis 4 kombiniert. Jede Kassette E besteht aus dem als transparente Frontplatte ausgebilde­ ten Abdeckung 2. Die Frontplatte 1 besitzt eine quadrati­sche Hüllform, die infolge vier ausgesparter Eckbereiche zu einer Kreuzform reduziert ist. Der das rechteckige Bildfenster 1c umschliessende Rahmenbereich 1a, 1b der Frontplatte 1 wird von einem vorderseitig auf diese auf­gebrachten opaken Belag gebildet. Die Rückplatte 2 hat einen rechteckigen Grundriss und erstreckt sich quer zur Bildfensterlängsrichtung. In ihrer Querrichtung ist der Rückplatte 2 ein zusammen mit der Frontplatte 1 die Bild­einschubtasche 5 bildender, an seinen beiden Enden offener Kanal angeformt. Die Frontplatte 1 besitzt auf den beid­seitig der Bildeinschubtasche 5 liegenden Bereichen ihres Umfanges rückseitig vorspringende Randstege 1f zur Posi­tionierung der Rückplatte 2. Die Raststellen zwischen Front- und Rückplatte 1, 2 sind mit 4 bezeichnet. Die Rückplattenschlitze 2a erleichtern den Rast- und Entrast­vorgang. Da ein in der Bildeinschubtasche 5 plaziertes Photo infolge des Zuschnittes der Rückplatte 2 in den beiden Randbereichen 5a rückseitig frei liegt, ist es zwecks seiner Entnahme manuell zugänglich, kann also mühelos aus der Kassette E wieder herausgeglitten werden. Die Einschubrichtung ist mit P bezeichnet.

    [0013] Zur gegenseitigen Befestigung der Kassetten E dienen die Verbindungslaschen 6. Für diese ist der Rückplatte 2 längsmittig einer jeden Umfangsseite je ein von dem Steg 2d umschlossener Sitz 2e rückseitig angeformt. Innerhalb des Sitzes 2e erhebt sich eine mit einer Rastöffnung 2g versehene Wölbung 2f. Die Rastöffnung 2g wirkt druckknopf­artig mit den Verbindungslaschen 6 angeformten Vorsprüngen 6a zusammen.

    [0014] In den Eckbereichen der Rückplatte 2 befinden sich rück­seitig weitere Wölbungen 2h mit den Schlitzanordnungen 2i. Diese dienen der Festlegung von mit knopfartig verdickten Enden versehenen, schnurartigen Befestigungsorganen 7. Jede Schlitzanordnung 2i besteht aus mehreren in einen schlüssellochartig erweiterten Zentralbereich einmünden­den Schlitzen. Damit ist berücksichtigt, dass jede Kassette E mit rechteckigem oder ovalem Bildfenster für den Einsatz eines quer- oder hochformatigen Photos ver­schieden in den Verband einer Bildwand montierbar ist, und dass bei einer Bildwand die Schwerpunktslinie kassettenmittig liegen kann (Fig. 5) oder aber auf der Trennlinie zwischen benachbarten Kassetten (z.B. bei einer aus vier zu einem Quadrat zusammengefügten Kassetten E bestehenden Bildwand). Im letzteren Fall ist die Schnur 7 nicht wie in Fig. 2 zu befestigen, sondern erstreckt sich von einer Schlitzanordnung einer Kassette zur benachbarten Schlitzanordnung der Nachbarkassette.

    [0015] Aus den Fig. 2 und 3 ist noch ersichtlich, dass der Rückplatte 2 eine innerhalb der Bildeinschubtasche 5 rückseitig mit leichtem Druck gegen die Frontplatte 1 anliegende Feder 1k angeformt ist. Dadurch ist eine gute Lagesicherung der Photos in den Bildeinschub­taschen gewährleistet, obwohl diese aus Gründen der Toleranz (in Bezug auf nicht exakt auf Standardgrösse geschnittene Photos), sowie des leichteren Ein- und Herausgleitens der Photos verhältnismässig gross be­messen sind.

    [0016] Die durch die Erfindung erzielte Perfektion des Bild- ­bzw. Photowechsels ist so eindeutig, dass hierüber eigentlich nicht mehr viel gesagt werden muss. Die Bildwand kann stets in ihrer hängenden Position ver­bleiben. Unter Verzicht der Demontage irgendeines Bauteils lassen sich die Photos spielend leicht von der jeweiligen Randseite der Bildwand her in die Bild­einschubtaschen 5 eingleiten, hinter den Bildfenstern 1c genau positionieren und sind durch die Federn 1k lage­gesichert. Bei einem Photowechsel wird das auszutauschen­de Photo in einem nicht abgedeckten Bereich 5a mit einem Finger zwecks Herausgleitens hinterfasst. Da die Bild­einschubtaschen 5 an beiden Enden offen sind, können die Kassetten E bei ihrem Zusammenfügen zu einer Bildwand beliebig für quer- oder hochformatige Photos montiert werden.

    [0017] Es ist somit erstmals die Voraussetzung dafür gegeben, dass Bildwände nicht nur in der Art von Ahnentafeln verwendet werden, in denen die Photos für ewige Zeiten verbleiben, sondern dazu dienen, stets neue gelungene Photos für eine gewisse Zeit aufzunehmen, sie als ge­diegenen Wandschmuck präsent zu haben.

    [0018] Verzichtet der Benutzer darauf, selbst eine Bildwand aus Kassetten zu kombinieren, so kann diese mit einer vorbe­stimmten Anzahl von Bildeinschubtaschen auch mit ein­teiliger Frontplatte versehen sein. Ein solches Beispiel ist anhand der Fig. 6 und 7 schematisch dargestellt. Die Frontplatte 21 ist vorderseitig z.B. wie ein entsprechen­der Bereich von Fig. 5 gestaltet, d.h. mit vier Bild­fenstern 1c versehen und hinten durch die Rückplatte 24 abgedeckt. Zwischen diesen Platten befinden sich die ver­schieden ausgerichteten Bildeinschubtaschen 23 für die gestrichelt eingezeichneten Photos 22. Die Pfeile 23 sind auf die Einschuböffnungen der Bildeinschubtaschen ge­richtet. Rückseitig ist der Frontplatte 21 der Randsteg 21a angeformt, wobei die Einschuböffnungen der Bildein­schubtaschen 23 zwecks leichteren Bildwechsels stegfrei sein können. Die Rückplatte 24 ist ebenfalls einteilig und lässt die Photos 22 in den Bereichen 23a unabge­deckt und somit hintergreifbar. Rückseitig sind dem Rand­steg 21a Klemmvorsprünge 25 angeformt, zwischen denen eine elastische Kordel 26 selbstklemmend festgelegt ist, die ihrerseits die Rückplatte 24 gegen die Frontplatte 21 lagesichert. Der Kordelbereich 26a dient zur Auf­hängung der Bildwand.

    [0019] Bei beiden Ausführungsbeispielen könnte man für den Zuschnitt der Frontplatten 1, 21 auch deren quadratische Hüllform wählen.

    [0020] In die Bildeinschubtaschen 5, 23 lassen sich vorder­seitig der zu plazierenden Photos die Bildfenster 1c reduzierende folienartige Masken einschieben.


    Ansprüche

    1. Bildwand mit einer Mehrzahl von Bildlagerbetten (5;23), von denen jedes innerhalb einer quadratischen Flächen­einheit (3; 27) des Bildwandgrundrisses angeordnet und zwischen einem vorderseitigen Rahmenorgan (1;21) und einer gegen dieses festgelegten rückseitigen Ab­deckung (2;24) eingeschlossen ist, dadurch gekenn­zeichnet, dass die Bildlagerbetten als an einem Ende offene, rückseitig einen unabgedeckten, manuell zu­gänglichen, offenen Flächenbereich (5a:23a) auf­weisende Bildeinschubtaschen (5;23) ausgebildet sind.
     
    2. Bildwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bildeinschubtasche (5) wenigstens eine an der Ab­deckung (2) angeordnete, rückseitig gegen das Rahmen­organ (1) anliegende Feder (2k) zugeordnet ist.
     
    3. Bildwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenorgan (1) als ebene, transparente Front­platte ausgebildet ist und eine Bildfenster (1, 1c′) umrahmende opake Beschichtung (1a, 1b) aufweist.
     
    4. Bildwand nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildfenster (1c, 1c′) in Form und Grösse auf Standard-Photoformate wie 9x13, 9x9 od. dgl. ausge­legt sind.
     
    5. Bildwand nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine runde (kreisrunde, ovale) Ausbildung der Bildfenster (nicht dargestellt).
     
    6. Bildwand nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine in die Bildeinschubtasche (5) einschiebbare, das Bildfenster (1c) reduzierende, folienartige Maske.
     
    7. Bildwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe aus je nur ein Bildlagerbett (5) aufweisenden Kassetten (E) quadratischer Grundform besteht, die in den Bereichen ihrer vier Umfangsseiten Mittel (2e bis 2g) zur Befestigung laschenartiger Verbindungsmittel (6) zwecks Ankopplung gleicher Nachbarkassetten auf­weisen.
     
    8. Kassette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass deren Bildeinschubtasche (5) an beiden Enden (5a) offen ist.
     
    9. Kassette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abdeckung (2) ein die Bildeinschubtasche (5) bildender Kanal angeformt ist.
     
    10. Kassette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass dem Rahmenorgan (1) auf den beidseitig der Bildein­schubtasche (5) liegenden Bereichen seines Umfanges rückseitig vorspringende Randstege (1f) zur Lage­sicherung der Abdeckung (2) angeformt sind.
     
    11. Kassette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abdeckung (2) rückseitig in ihren vier Eckberei­chen je eine mit einer schlitzförmigen Ausnehmung (2i) versehene, der Befestigung eines mit knopf­artig verdickten Enden bestückten, schnurartigen Aufhängeorgans (7) dienende konvexe Wölbung (2h) angeformt ist.
     




    Zeichnung