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EP 0 304 711 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.03.1991 Patentblatt 1991/13 |
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Anmeldetag: 06.08.1988 |
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Bahnförmiger, vegetationshemmender Erdbodenbelag
Soil covering sheet with a vegetation inhibitor
Couvre-sol en feuille pour empêcher la végétation
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH ES GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
17.08.1987 FR 8711703
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.03.1989 Patentblatt 1989/09 |
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Patentinhaber: |
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- SOTRALENTZ S.A.
F-67320 Drulingen (FR)
- Jacob, Christian
F-67200 Strasbourg (FR)
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Erfinder: |
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- Jacob, Christian
F-67200 Strasbourg (FR)
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Vertreter: Andrejewski, Walter et al |
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Patentanwälte
Andrejewski, Honke & Partner
Postfach 10 02 54 D-45002 Essen D-45002 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 030 793 DE-A- 3 515 144
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DE-A- 2 261 908 FR-A- 2 566 787
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- LITERATURREFERATE, Band 35, Nr. 4, 1973, Seite 112; S.L. WEBSTER: "Bitumenmembranen"
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich gattungsgemäß auf einen bahnförmigen, vegetationshemmenden
Erdbodenbelag, der eine Kunststoffolie aus Polyurethan oder vorzugsweise Polyäthylen
hoher Dichte aufweist. Solche Kunststoffolien besitzen z. B. eine Dicke von 80 µm
oder mehr und eine Bahnbreite von etwa einem Meter. - Derartige vegetationshemmende
Erdbodenbeläge werden seit langem in den verschiedensten Gebieten der Landwirtschaft
und Technik eingesetzt (siche z. B. DE-A-2 261 908).
[0002] Insbesondere werden derartige Erdbodenbeläge auch längs Autobahnen eingesetzt, z.
B. unterhalb der Leitplanken. Die Leitplanken werden von Stützen getragen, die im
Abstand von vier Metern angeordnet sind, und die Erdbodenbeläge müssen die Stützen
aussparen.
[0003] Die aus der Praxis bekannten gattungsgemäßen Erdbodenbeläge sind zum Zwecke der Windsicherung
zuweilen mit Steinen beschwert. Nichtsdestoweniger bestehen erhebliche Nachteile.
Einerseits beobachtet man im Laufe der Zeit eine Zerstörung der Kunststoffolie durch
den Einfluß des Sonnenlichts, insbesondere des ultravioletten Anteils im Sonnenlicht,
andererseits faßt der Wind unter die Bereiche zwischen den nur singulär aufgelegten
Steinen. Die Zerstörung von Folien durch ultraviolette Strahlen beruht auf der damit
verbundenen starken Beschleunigung der Oxidation der Polymerisate, was sich in einem
Aufbrechen der Molekülketten auswirkt. Die Intaktheit der Kunststoffolie ist aber
unerläßliche Voraussetzung für die vegetationshemmende Wirkung der gattungsgemäßen
Erdbodenbeläge. Die Resistenz der bekannten Erdbodenbeläge gegen
[0004] Sonnenlicht und insbesondere Ultraviolettstrahlen sowie deren windsicherung ist folglich
unzureichend, was sich in zu kurzen Standzeiten äußert.
[0005] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe lautet, einen gattungsgemäßen Erdbodenbelag
so weiter auszubilden, daß er windfest und ausreichend resistent gegen Sonnenlicht
und insbesondere Ultraviolettstrahlen ist.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß auf die Oberfläche der Kunststoffolie
eine bituminöse Schutzschicht gegen Sonnenlicht, insbesondere Ultraviolettstrahlen,
aufgebracht ist, die gleichzeitig als Klebschicht ausgebildet ist, und daß durch die
Klebschicht außerdem eine Windsicherungsschicht aus spezifisch schwerem Schüttgut
auf der Kunststoffolie fixiert ist. _ Erdbodenbeläge aus mehreren Schichten, bei denen
eine oberste Schicht aus schwerem Schüttgut zur Windsicherung besteht sowie das Schüttgut
durch ein Bindemittel fixiert ist, sind an sich bekannt (DE-A- 35 15 144). Allerdings
handelt es sich nicht um die bahnförmigen Erdbodenbeläge mit Kunststoffolie als unterste
Lage. Bei der bekannten Ausführungsform ist die unterste Lage eine Papplage, die mit
einem Herbizid imprägniert ist, aber verwittern soll und nach z. B. zwei Vegetationsperioden
vom Gras durchwachsen werden soll, welches danach leicht mähbar ist.
[0007] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die bituminöse Schutzschicht eine Doppelfunktion
ausüben kann. Überraschenderweise erzielt sie einerseits einen wirksamen Schutz der
Kunststoffolie gegen Sonnenlicht, insbesondere gegen ultraviolette Strahlen, sie hält
aber andererseits auch eine Windsicherungsschicht aus spezifisch schwerem Schüttgut
auf der Kunststoffolie fest. Es versteht sich, daß zur Vegetationshemmung die Kunststoffolie
wasserundurchlässig ist. Die Schutzschicht besteht vorzugsweise aus Straßenbaubitumen,
welches sich als Bindemittel im Straßenbau bewährt hat, erfindungsgemäß aber auch
als Schutzschicht funktioniert. Straßenbaubitumen ist wegen seiner dunklen Farbe vorteilhaft,
weil es im Sinne seiner erfindungsgemäßen Schutzfunktion vor Ultraviolettstrahlen
als guter Absorber dient. Wenn der Erdbodenbelag in Waldgebieten eingesetzt werden
soll, empfiehlt es sich, dem Straßenbaubitumen feuerhemmende Stoffe beizugeben. Zur
Verbesserung der Bindemittelfunktion der Schutzschicht kann das Straßenbaubitumen
mit einem oder mehreren Elastomeren legiert sein. Zweckmäßigerweise wird die Schutzschicht
in beiden Fällen als Emulsion aufgetragen. Sie besitzt im gebrochenen Zustand vorzugsweise
ein Gewicht von etwa 0,4 kg/m² (etwa 4 N/m²). Für die Windsicherungsschicht, die in
bevorzugter Ausführungsform aus steinigem Granulat besteht, ist es ausreichend, daß
das Schüttgewicht etwa 5 kg/m² (etwa 50 N/m²) beträgt. Das Granulat kann dabei Körnungen
im Bereich von zwei Millimetern bis zu einigen Zentimetern aufweisen. Die Windsicherungsschicht
bewirkt nicht nur eine Windsicherung, sondern auch eine Sicherung gegen Abschwimmen,
wenn Wasser unter den Erdbodenbelag gelangt.
[0008] Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß auf die Windsicherungsschicht eine Farbschicht und auf diese eine Abdeckung aus
Glaskugeln aufgebracht ist. Dabei empfiehlt es sich, die Glaskugeln, die einen Durchmesser
von etwa 1 mm aufweisen, in dichtester Kugelpackung, z. B. aus zumindest zwei Lagen,
anzuordnen. Arbeitet man mit einer Abdeckung aus Glaskugeln, so ergibt sich ein zusätzlicher,
beachtlicher Vorteil. Die Glaskugeln tragen einerseits zur Windsicherung bei, bewirken
aber außerdem nachts eine Lichtreflexion, die im Scheinwerferlicht eines Kraftfahrzeuges
die Randstreifen sichtbar macht.
[0009] Von besonderem Vorteil ist fernerhin, daß der erfindungsgemäße Erdbodenbelag auf
einfache Weise verlegungstechnisch optimiert werden kann. Zur Vermeidung einer Spaltbildung
zwischen nebeneinanderliegenden Bahnen des Erdbodenbelages können deren Längsseiten
der Kunststoffolie mit Überlappungssäumen versehen sein, die zusätzlich Verbindungsausnehmungen
enthalten können. Diese Überlappungssäume können durch folienunterseitiges Umschlagen
auch als Randverstärkung eingesetzt sein. Es versteht sich, daß die Kunststoffolie
eines erfindungsgemäßen Erdbodenbelages auch Querfalten aufweisen kann.
[0010] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung ausführlicher erläutert.
[0011] Die einzige Figur zeigt perspektivisch einen Erdbodenbelag mit steinigem Granulat
als Windsicherungsschicht.
[0012] In der Figur erkennt man einen bahnförmigen, vegetationshemmenden Erdbodenbelag 1
in perspektivischer Darstellung. Dabei ist auf die Oberfläche 5 der Kunststoffolie
2 eine bituminöse Schutzschicht 3 aufgebracht, die gegen Sonnenlicht, insbesondere
Ultraviolettstrahlen schützt. Gleichzeitig dient diese Schutzschicht 3 als Bindemittelschicht,
die eine Windsicherungsschicht 4 aus spezifisch schwerem Schüttgut 6 auf der Kunststoffolie
2 fixiert. Die Schutz-bzw. Bindemittelschicht 3 besteht vorzugsweise aus Straßenbaubitumen
oder aus einer Legierung aus Straßenbaubitumen und einem Elastomer. Die darauf fixierte
Windsicherungsschicht 4 besitzt ein Schüttgewicht von etwa 5 kg/m² (etwa 50 N/m²),
und besteht vorzugsweise aus steinigem Granulat 6. Dieses Granulat 6 kann dabei Körnungen
im Bereich von zwei Millimetern bis zu einigen Zentimetern aufweisen. - Es versteht
sich, daß man zusätzlich in der beschriebenen Weise eine Abdeckung aus Glaskugeln
aufbringen kann, die lichtreflektierend wirkt.
1. Bahnförmiger, vegetationshemmender Erdbodenbelag (1), der eine Kunststoffolie (2)
aus Polyurethan oder Polyäthylen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Oberfläche (5) der Kunststoffolie (2) eine bituminöse Schutzschicht
(3) gegen Sonnenlicht, insbes. Ultraviolettstrahlen, aufgebracht ist, die gleichzeitig
als Klebschicht (3) ausgebildet ist, und daß durch die Klebschicht (3) außerdem eine
Windsicherungsschicht (4) aus spezifisch schwerem Schüttgut (6) auf der Kunststoffolie
(2) fixiert ist.
2. Erdbodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzschicht (3)
aus Straßenbaubitumen besteht.
3. Erdbodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzschicht (3)
aus Straßenbaubitumen und einem oder mehreren Elastomeren legiert ist.
4. Erdbodenbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Windsicherungsschicht (4) ein Schüttgewicht von etwa 5 kg/m² (etwa 50 N/m²) aufweist.
5. Erdbodenbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Windsicherungsschicht (4) aus steinigem Granulat (6) besteht.
6. Erdbodenbelag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Granulat (6) Körnungen
von zwei Millimetern bis zu einigen Zentimetern aufweist.
7. Erdbodenbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf
die Windsicherungsschicht (4) eine Farbschicht und auf diese eine Abdeckung aus Glaskugeln
aufgebracht ist.
8. Erdbodenbelag nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Glaskugeln einen
Durchmesser von etwa 1 mm aufweisen und in dichtester Kugelpackung, z. B. aus zumindest
zwei Lagen, angeordnet sind.
1. A strip-shaped soil surface cover 1 that inhibits vegetation, having a synthetic
material sheet (2) of polyurethane or polyethylene, characterized in that a bituminous
layer (3), protective against sunlight, particularly ultraviolet radiation, is applied
to the surface (5) of the synthetic material sheet (2), which is at the same time
formed as an adhesive layer (3) and that also a wind-protection layer (4) of specifically
heavy loose material (6) is fixed to the synthetic material sheet (2) by the adhesive
layer (3).
2. A soil surface cover according to Claim 1, characterized in that the protective
layer (3) consists of road-building bitumen.
3. A soil surface cover according to Claim 1, characterized in that the protective
layer (3) is a mixture of road-building bitumen and one or more elastomers.
4. A soil surface cover according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the
wind-protection layer (4) has a loose weight of about 5kg/m² (50 N/m²).
5. A soil surface cover according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the
wind-protection layer (4) consists of a stony granulate (6).
6. A soil surface cover according to Claim 5, characterized in that the granulate
(6) consists of grains in the range from two millimetres up to a few centimetres.
7. A soil surface cover according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a
coloured layer is applied to the wind-protection layer (4) and a covering of glass
spheres is applied to this.
8. A soil surface cover according to Claim 7, characterized in that the glass spheres
have a diameter of about 1 mm and are arranged in the densest spherical packing, e.g.
in at least two layers.
1. Recouvrement de sol (1) en forme de bande, inhibiteur de végétation, qui présente
une feuille mince en matière synthétique (2) constituée de polyuréthanne ou de polyéthylène,
caractérisé en ce que, sur la surface (5) de la feuille mince en matière synthétique (2), on applique une
couche bitumineuse de protection (3) contre la lumière du soleil, en particulier,
contre les rayons ultraviolets, cette couche étant réalisée simultanément en couche
adhésive (3) et en ce que, par l'intermédiaire de la couche adhésive (3), on fixe, en outre, une couche (4)
de résistance au vent constituée d'une matière en vrac (6) à poids spécifique, sur
la feuille mince en matière synthétique (2).
2. Recouvrement de sol selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche de protection (3) est constituée de bitume pour construction routière.
3. Recouvrement de sol selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche de protection (3) est constituée d'un alliage de bitume pour construction
routière et d'un ou de plusieurs élastomères.
4. Recouvrement de sol selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la couche (4) de résistance au vent présente une densité apparente d'environ 5 kg/m²
(environ 50 N/m²).
5. Recouvrement de sol selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la couche (4) de résistance au vent est constituée par un granulat pierreux (6).
6. Recouvrement de sol selon la revendication 5, caractérisé en ce que le granulat (6) présente une granulométrie de 2 mm à quelques centimètres.
7. Recouvrement de sol selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, sur la couche (4) de résistance au vent, on applique une couche colorée et, sur
cette dernière, un recouvrement constitué par des billes en verre.
8. Recouvrement de sol selon la revendication 7, caractérisé en ce que les billes en verre présentent un diamètre d'environ 1 mm et sont disposées en un
assemblage très dense, par exemple, comprenant au moins deux couches.
