[0001] Die Erfindung betrifft eine Lärmschutzvorrichtung für eine Gefäßreinigungsmaschine,
wobei die Gefäßreinigungsmaschine als Einendmaschine ausgebildet ist, Aufgabeöffnung
und Abgabeöffnung an einer Vorderseite der Gefäßreinigungsmaschine übereinanderliegend
angeordnet sind, die Zufuhr des Fördergutes zum Aufgabebereich und die Abfuhr des
Fördergutes vom Abgabebereich im wesentlichen auf parallel zur Vorderseite der Gefäßreinigungsmaschine
verlaufenden, getrennten Fördereinrichtungen erfolgt und die obere der beiden Fördereinrichtungen
gegenüber der unteren der beiden Fördereinrichtungen in Richtung zur Vorderseite der
Gefäßreinigungsmaschine hin zurückversetzt ist.
[0002] Insbesondere betrifft die Erfindung eine Lärmschutzvorrichtung für Flaschenreinigungsmaschinen,
wie sie beispielsweise für die Getränke-, Nahrungsmittel- und Genußmittelindustrie
sowie für die pharmazeutische Industrie Verwendung finden. Bei den hier angesprochenen,
als Eineindmaschinen ausgebildeten Gefäßreinigungsmaschinen erfolgt die Aufgabe des
zu reinigenden, verschmutzten Gutes auf der gleichen Seite der Maschine wie die Abgabe
des gereinigten Gutes. Das Schmutzgut wird hierbei auf Transportbändern im unteren
Bereich der Maschine zugeführt und dort in die Maschine eingegeben, durchwandert den
Reinigungsprozeß in der Reinigungsmaschine, wird als gesäubertes Gut oberhalb des
Auf gabebereichs aus der Reinigungsmaschine herausgeführt und wird anschließend über
Transportbänder von der Reinigungsmaschine zu nachfolgenden Bearbeitungsstationen
abgeführt.
[0003] Sowohl beim Aufgabevorgang als auch beim Abgabevorgang entsteht hierbei ein hoher
Lärmpegel, der für das Bedienungspersonal nicht nur unangenehm, sondern auf Dauer
auch schädlich sein kann.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für eine Gefäßreinigungsmaschine
der vorstehend beschriebenen Art eine wirksame Lärmschutzvorrichtung zu schaffen,
welche einen ungehinderten Zutritt zu der Gefäßreinigungsmaschine dennoch nicht beeinträchtigt.
[0005] Diese Aufgabe wird im wesentlichen dadurch gelöst, daß an einem an der Vorderseite
der Gefäßreinigungsmaschine angeordneten Traggestell mindestens zwei parallel zur
Vorderseite der Gefäßreinigungsmaschine in gegeneinander versetzten Ebenen verlaufende
Lärmschutzwände unabhängig voneinander im wesentlichen in vertikaler Richtung verschieblich
gehalten sind, wobei eine untere Lärmschutzwand in ihrer Schließposition in vertikaler
Richtung zumindest den zwischen unterer Fördereinrichtung und oberer Fördereinrichtung
gelegenen unteren Aufgabe- bzw. Abgabebereich und eine obere Lärmschutzwand in ihrer
Schließposition in vertikaler Richtung zumindest den oberen Abgabe- bzw. Aufgabebereich
abdeckt. Nachdem bei den bekannten Gefäßreinigungsmaschinen der Aufgabebereich üblicherweise
unten und der Abgabebereich üblicherweise oben liegt, deckt somit die untere Lärmschutzwand
den Aufgabebereich und die obere Lärmschutzwand den Abgabebereich ab.
[0006] Die erfindungsgemäße Lärmschutzvorrichtung gestattet es, durch Verschieben der jeweiligen
Lärmschutzwand in die geöffnete Position raschen Zugang entweder zum Aufgabebereich
oder zum Abgabebereich zu erhalten, wobei der andere der beiden Bereiche durch die
andere Lärmschutzwand verschlossen bleibt. Selbstverständlich können bei Bedarf auch
beide Lärmschutzwände gleichzeitig geöffnet werden.
[0007] Aufgrund der Teilung der Lärmschutzvorrichtung in zwei getrennte Einheiten wird
der zusätzliche Effekt erzielt, daß der Schmutzbereich der Flaschenreinigungsmaschine
vom Reinbereich üblicherweise getrennt ist, was unter hygienischen und bakteriologischen
Gesichtspunkten von Vorteil ist. Selbst wenn somit der Schmutzbereich durch Öffnen
der unteren Lärmschutzwand geöffnet wird, bleibt der Reinbereich in der Regel verschlossen,
so daß der vom Reinbereich ausgehende Lärmpegel auf niedrigem Niveau bleibt und gleichzeitig
beispielsweise bakterielle Einflüsse von der Schmutzseite durch die geschlossene
obere Lärmschutzwand abgeschirmt werden.
[0008] Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die den jeweiligen Aufgabe- bzw. Abgabebereich freigebende
Öffnungsposition beider Lärmschutzwände oberhalb der jeweiligen Schließposition angeordnet
ist, so daß die Lärmschutzwände jeweils nach oben geöffnet werden. In diesem Falle
ist es zweckmäßig, wenn sich erfindungsgemäß die untere Querkante der unteren Lärmschutzwand
in ihrer Öffnungsposition oberhalb des oberen Abgabe- bzw. Aufgabebereichs befindet,
so daß im Falle, daß beide Lärmschutzwände geöffnet sind, sowohl der Aufgabe- als
auch der Abgabebereich der Flaschenreinigungsmaschine vollständig zugänglich ist.
[0009] Eine konstruktiv besonders einfache Lärmschutzvorrichtung ergibt sich dann, wenn
gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmale der Erfindung das Traggestell jeweils
zwei vertikale, in Richtung zur Vorderseite hin gegeneinander versetzte Stützen umfaßt,
die mittels Querträger miteinander verbunden sind, wobei die obere Lärmschutzwand
an den der Vorderseite nahen und die untere Lärmschutzwand an den der Vorderseite
der Flaschenreinigungsmaschine fernen Stützen geführt ist.
[0010] Insbesondere können sich hierbei die der Vorderseite fernen Stützen nach unten bis
zum Boden erstrecken, die der Vorderseite nahen Stützen können sich nach unten bis
etwa in Höhe der oberen Fördereinrichtung erstrecken, und ein die oberen Enden der
beiden Stützen verbindender Querträger kann an der Flaschenreinigungsmaschine befestigt
sein. Das Traggestell der Lärmschutzvorrichtung stützt sich somit über die äußeren
Stützen am Boden und über die oberen Querträger an der Flaschenreinigungsmaschine
ab.
[0011] In alternativer, zweckmäßiger Weise können die unteren Enden der der Vorderseite
fernen Stützen oberhalb der unteren Fördereinrichtung enden und über zusätzliche Querträger
an der Flaschenreinigungsmaschine befestigt sein. Bei dieser Ausführungsform ist in
besonders einfacher Weise ein Entfernen der unteren Fördereinrichtung möglich, falls
diese beispielsweise zu Reparaturzwecken entfernt werden soll.
[0012] Die Lärmschutzwände sind zweckmäßigerweise an an dem Traggestell ausgebildeten Führungsschienen
geführt, welche insbesondere als Führungsrohre bzw. Führungsstangen ausgebildet sein
können, an denen mit den Lärmschutzwänden verbundene Schiebehülsen geführt sind.
Um ein möglichst leichtgängiges Verschieben der Lärmschutzwände zu gewährleisten,
sind diese zweckmäßigerweise über Kugellager an den Führungsschienen geführt.
[0013] Die Lärmschutzwände können elektromotorisch, pneumatisch, hydraulisch oder manuell
verschoben werden. Um beim Verschieben der Lärmschutzwände möglichst wenig Kraft
aufwenden zu müssen, ist in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß
die Lärmschutzwände mit dem einen Ende von Zugseilen verbunden sind, die um jeweils
mindestens eine am Traggestell oberhalb der Lärmschutzwände angeordnete Führungsrolle
umlaufen und an ihrem anderen Ende ein Gegengewicht tragen. Besonders zweckmäßig
ist es hierbei, wenn das Gegengewicht im Inneren einer vertikal verlaufenden Stütze
des Traggestells geführt ist.
[0014] Um auch bei geschlossenen Lärmschutzwänden eine Überwachung bzw. Beaufsichtigung
des Betriebsablaufs im Aufgabebereich und im Abgabebereich zu ermöglichen, ist zweckmäßigerweise
vorgesehen, daß die Lärmschutzwände im wesentlichen aus durchsichtigem Material, insbesondere
aus durchsichtigem Polycarbonat bestehen.
[0015] Um eine Lärmabstrahlung aus der Flaschenreinigungsmaschine durch den Zwischenraum
der in parallelen vertikalen Ebenen voneinander beabstandet angeordneten Lärmschutzwände
weitestgehend zu reduzieren, ist in zweckmäßiger Weiterbildung der Erfindung vorgesehen,
daß sich die untere Lärmschutzwand in ihrer Schließposition bis in etwa in Höhe des
oberen Endes der in Schließposition befindlichen zweiten Lärmschutzwand erstreckt
und im wesentlichen eben ausgebildet ist. Bei den üblichen Gefäßreinigungsmaschinen
der hier in Rede stehenden Gattung erstreckt sich die untere Lärmschutzwand in ihrer
geschlossenen Position dann regelmäßig bis oberhalb der Ohrhöhe des Bedienungspersonals,
so daß das Bedienungspersonal vor einer direkten Beschallung geschützt ist, wobei
der in Richtung nach oben abgestrahlte Schall von untergeordneter Bedeutung ist.
[0016] Gemäß einer besonders bevorzugten, alternativen Ausführungsform der Erfindung weist
die untere Lärmschutzwand einen oberen Abschnitt auf, der sich nach oben bis in etwa
zur vertikalen Ebene der oberen Lärmschutzwand erstreckt. Bei einer solchen Ausbildung
der unteren Lärmschutzwand wird der untere Aufgabebereich praktisch vollständig abgekapselt,
so daß bei geschlossener unterer Lärmschutzwand auch eine freie Lärmabstrahlung nach
oben verhindert wird. Weiterhin ist eine solche Anordnung auch unter hygienischen
und bakteriologischen Gesichtspunkten zweckmäßig.
[0017] Bei großer Breite der Gefäßreinigungsmaschine kann es zweckmäßig sein, mehrere,
unabhängig voneinander zu betätigende obere bzw. untere Lärmschutzwände nebeneinanderliegend
vorzusehen.
[0018] In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung können die Lärmschutzwände entlang ihrer
oberen und unteren Kante nach innen abgewinkelt sein, wodurch der weitestgehende Verschluß
sowohl der Aufgabeseite als auch der Abgabeseite sichergestellt wird. Weiterhin wird
hierdurch eine Versteifung der Lärmschutzwände erreicht, die einen zusätzlichen Rahmen,
welcher Nischen für Bakterien u. dgl. darstellen würde, entbehrlich macht.
[0019] Zur Erhöhung der Wirksamkeit der Lärmminderung können an beiden Enden des durch die
Lärmschutzwände abgeschirmten Bereichs am Traggestell Stirnwände angebracht, insbesondere
angeschraubt oder eingehängt, sein. Im Bereich der Fördereinrichtung ist die entsprechende
Stirnwand mit einer Öffnung für den Durchgang der zu transportierenden Gefäße versehen.
[0020] Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben
werden. In der Zeichnung zeigen in schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Lärmschutzvorrichtung
mit geschlossenen Lärmschutzwänden,
Fig. 2 die Lärmschutzvorrichtung gemäß Fig. 1 mit geöffneten Lärmschutzwänden,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lärmschutzvorrichtung mit
geschlossenen Lärmschutzwänden,
Fig. 4 die Lärmschutzvorrichtung gemäß Fig. 3 mit geöffneten Lärmschutzwänden, und
Fig. 5 ein Detail der Führung der Lärmschutzwände am Traggestell.
[0021] Zunächst wird auf das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 Bezug genommen. Die
in diesen Figuren insgesamt mit der Bezugsziffer 2 bezeichnete, in Seitenansicht dargestellte
Gefäßreinigungsmaschine weist einen Aufgabebereich 4 und einen oberhalb des Aufgabebereichs
4 angeordneten Abgabebereich 6 auf. Das zu reinigende Gut wird dem Aufgabebereich
4 mittels einer als Transportband ausgebildeten Fördereinrichtung 8 in einer quer
zur Vorderseite der Gefäßreinigungsmaschine 2 verlaufenden Richtung, d. h. in einer
Richtung senkrecht zur Zeichenebene, zugeführt. Im Aufgabebereich 4 wird das zu reinigende
Gut in Pfeilrichtung A durch eine Aufgabeöffnung hindurch in das Innere der Gefäßreinigungsmaschine
2 hineingefördert, wo das Gut in bekannter Weise gereinigt wird. Das gereinigte Gut
verläßt die Gefäßreinigungsmaschine 2 im Abgabebereich 6 und wird von hier mittels
der oberhalb des Aufgabebereichs 4 angeordneten, beispielsweise als Transportband
ausgebildeten Fördereinrichtung 10 wiederum parallel zur Vorderseite der Gefäßreinigungsmaschine,
d. h. senkrecht zur Zeichenebene, abgeführt. Wie aus den Figuren ersichtlich, ist
die obere Fördereinrichtung 10 gegenüber der unteren Fördereinrichtung 8 zur Gefäßreinigungsmaschine
2 hin zurückversetzt.
[0022] Ein insgesamt mit der Bezugsziffer 12 bezeichnetes Traggestell umfaßt vertikale
Stützen 14, die entlang der Vorderseite der Gefäßreinigungsmaschine 2 nahe der außenliegenden
Seitenwand 16 der Fördereinrichtung 8 angeordnet sind und über Füße oder Anker 18
mit dem Boden 20 verbunden sind. Die vertikalen Stützen 14 erstrecken sich bis oberhalb
der Gefäßreinigungsmaschine 2. Mit den oberen Bereichen der Stützen 14 sind horizontale
Querträger 22 verbunden, deren Enden am Gehäuse der Gefäßreinigungsmaschine 2 bei
24 festgeschraubt sind. Weitere vertikale Träger 26 sind den Stützen 14 gegenüberliegend
nahe der außenliegenden Seitenwand 28 der Fördereinrichtung 10 angeordnet, an ihren
oberen Enden am Querträger 22 befestigt und erstrecken sich etwa bis in Höhe der oberen
Fördereinrichtung 10. Die unteren Enden der Träger 26 sind mittels horizontal verlaufender
Querträger 30, deren Enden einerseits an den Trägern 26 und andererseits an den Stützen
14 befestigt sind, mit den Stützen 14 verbunden.
[0023] Das Traggestell 12 trägt eine untere Lärmschutzwand 32, welche den Aufgabebereich
4 abdeckt, und eine obere Lärmschutzwand 34, welche den Abgabebereich 6 abdeckt.
Beide Lärmschutzwände 32, 34 sind im wesentlichen vertikal angeordnet und bestehen
im wesentlichen aus durchsichtigem Polycarbonat.
[0024] Die obere Lärmschutzwand 34 erstreckt sich in der in Fig. 1 dargestellten Schließstellung
in etwa vom unteren Bereich der oberen Fördereinrichtung 10 bis zu einer vertikalen
Gehäusewand 36, die in etwa in der gleichen Ebene wie die Seitenwand 28 der Fördereinrichtung
10 liegt und oberhalb dieser angeordnet ist. Mittels zur Gefäßreinigungsmaschine 2
hin abgewinkelter Wandabschnitte 38, 40, die sich entlang des oberen und unteren Randes
der Lärmschutzwand 34 erstrecken, wird sichergestellt, daß die Lärmschutzwand 34
in ihrer geschlossenen Position möglichst schalldicht ist. Die Abmessungen der Wandabschnitte
38, 40 werden an die jeweilige spezielle Gefäßreinigungsmaschine angepaßt.
[0025] Die außenliegende, untere Lärmschutzwand 32 erstreckt sich in ihrer Schließstellung
von unterhalb der Fördereinrichtung 8 bis in Höhe des oberen Endes der oberen Lärmschutzwand
34. Auch die Lärmschutzwand 32 weist entlang ihrer oberen und unteren Kanten nach
innen abgewinkelte Wandabschnitte 41, 43 auf.
[0026] Mittels geeigneter Führungseinrichtungen ist die Lärmschutzwand 34 an den vertikalen
Trägern 26 und die Lärmschutzwand 32 an den vertikalen Stützen 14 aus der in Fig.
1 dargestellen geschlossenen Position in die in Fig. 2 dargestellte geöffnete Position
verschiebbar. Zu diesem Zweck sind längs der Stützen 14 sowie der Träger 26 Führungseinrichtungen
vorgesehen, die beispielsweise in der aus Fig. 5 ersichtlichen Weise ausgebildet
sein können.
[0027] Die Führungseinrichtungen gemäß Fig. 5 werden von parallel zu den Stützen 14 bzw.
den Trägern 26 verlaufenden und hieran endseitig befestigten Führungsstangen 42 gebildet,
an denen kugelgelagerte Schiebehülsen 44 in Längsrichtung verschieblich geführt sind.
Die Schiebehülsen 44 sind über Verbindungselemente 46 mit der Lärmschutzwand 32 bzw.
34 verbunden. Am oberen Ende der Stütze 14 bzw. des vertikalen Trägers 26 ist eine
Seilrolle 48 um eine horizontale Achse drehbar gelagert, um die ein Seil 50 geführt
ist, dessen eines Ende mit der Lärmschutzwand 32 bzw. 34, beispielsweise über das
Verbindungselement 46, verbunden ist und dessen anderes Ende ein nicht näher dargestelltes
Gegengewicht trägt, welches innerhalb des als Hohlprofil ausgebildeten Trägers 26
bzw. der als Hohlprofil ausgebildeten Stütze 14 in vertikaler Richtung verschieblich
geführt ist. Das Gegengewicht ist so bemessen, daß es dem Gewicht der jeweiligen Lärmschutzwand
32 bzw. 34 entspricht, so daß die Lärmschutzwand selbsttätig in jeder beliebigen Höhenlage
bleibt.
[0028] Das Verschieben der Lärmschutzwände erfolgt pneumatisch, hydraulisch, elektromotorisch
oder manuell. Aufgrund der Leichtgängigkeit der Lagerung und aufgrund der vorgesehenen
Gegengewichte können die Lärmschutzwände in den meisten Fällen ohne weiteres von Hand
verschoben werden.
[0029] Aus der Darstellung gemäß Fig. 2 ist ersichtliche, daß im vollständig geöffneten
Zustand beider Lärmschutzwände 32, 34 der gesamte Bedienbereich der Gefäßreinigungsmaschine
2 vollständig zugänglich ist. In der geöffneten Position der beiden Lärmschutzwände
befindet sich die Unterkante der äußeren Lärmschutzwand 32 in gleicher Höhe wie die
Unterkante der innenliegenden Lärmschutzwand 34.
[0030] Um den Aufgabebereich 4 und den Abgabebereich 6 nicht nur nach vorne, sondern auch
seitlich abzudichten, sind diese seitlichen Bereiche mittels Stirnwänden 52 abgedichtet,
die in Fig. 1 schematisch strichpunktiert dargestellt sind und an das Traggestell
12 entweder angeschraubt oder eingehängt werden können. Diejenigen Stirnwände, durch
die die Fördereinrichtungen 8, 10 hindurchlaufen, sind mit entsprechenden Öffnungen
für den Durchgang der geförderten Gefäße versehen.
[0031] Bei größerer Breite der Gefäßreinigungsmaschine können die Lärmschutzwände 32, 34
mehrteilig ausgebildet sein, wobei dann die einzelnen Abschnitte ebenfalls getrennt
und unabhängig voneinander verschiebbar sind.
[0032] Im folgenden wird auf die Ausführungsform gemäß Fig. 3 und 4 Bezug genommen. Diese
Ausführungsform entspricht im wesentlichen der anhand der Fig. 1 und 2 beschriebenen
Ausführungsform, so daß für entsprechende Teile gleiche Bezugszeichen verwendet werden.
Der Unterschied des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 3 und 4 zu demjenigen gemäß Fig.
1 und 2 liegt in der unterschiedlichen Ausgestaltung der den Aufgabebereich 4 verschließenden
unteren Lärmschutzwand 32. Die Lärmschutzwand 32 weist im Falle des Ausführungsbeispiels
gemäß Fig. 3 und 4 eine schräg nach oben zur Gefäßreinigungsmaschine 2 hin abgeknickte
obere Hälfte 54 auf. Dieser obere Abschnitt 54 erstreckt sich bei geschlossener Lärmschutzwand
32 und geschlossener Lärmschutzwand 34 bis nahe zum unteren Rand der oberen Lärmschutzwand
34. Auf diese Weise wird bei geschlossener unterer Lärmschutzwand 32 der Aufgabebereich
4 akustisch praktisch vollkommen eingekapselt, so daß im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 und 2 der Schall aus dem Aufgabebereich 4 auch in Richtung nach oben
hin nicht ungehindert entweichen kann.
1. Lärmschutzvorrichtung für eine Gefäßreinigungsmaschine, wobei die Gefäßreinigungsmaschine
als Einendmaschine ausgebildet ist, Aufgabeöffnung und Abgabeöffnung an einer Vorderseite
der Gefäßreinigungsmaschine übereinanderliegend angeordnet sind, die Zufuhr des Fördergutes
zum Aufgabebereich und die Abfuhr des Fördergutes vom Abgabebereich im wesentlichen
auf parallel zur Vorderseite der Gefäßreinigungsmaschine verlaufenden, getrennten
Fördereinrichtungen erfolgt und die obere der beiden Fördereinrichtungen gegenüber
der unteren der beiden Fördereinrichtungen in Richtung zur Vorderseite der Gefäßreinigungsmaschine
hin zurückversetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß an einem an der Vorderseite der
Gefäßreinigungsmaschine (2) angeordneten Traggestell (12) mindestens zwei parallel
zur Vorderseite in gegeneinander versetzten Ebenen verlaufende Lärmschutzwände (32,
34) unabhängig voneinander im wesentlichen in vertikaler Richtung verschieblich
gehalten sind, wobei eine untere Lärmschutz wand (32) in ihrer Schließposition in
vertikaler Richtung zumindest den zwischen unterer Fördereinrichtung (8) und oberer
Fördereinrichtung (10) gelegenen unteren Aufgabe- bzw. Abgabebereich (4) und eine
obere Lärmschutzwand (34) in ihrer Schließposition in vertikaler Richtung zumindest
den oberen Abgabe- bzw. Aufgabebereich (6) abdeckt.
2. Lärmschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den jeweiligen
Aufgabe- bzw. Abgabebereich (4, 6) freigebende Öffnungsposition beider Lärmschutzwände
(32, 34) oberhalb der jeweiligen Schließposition angeordnet ist.
3. Lärmschutzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die untere
Querkante der unteren Lärmschutzwand (32) in ihrer Öffnungsposition oberhalb des oberen
Abgabe- bzw. Aufgabebereichs (6) befindet.
4. Lärmschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Traggestell (12) jeweils zwei vertikale, in Richtung zur Vorderseite hin gegeneinander
versetzte Stützen (14, 26) umfaßt, die mittels Querträgern (22, 30) miteinander verbunden
sind, und daß die obere Lärmschutzwand (34) an den der Vorderseite der Flaschenreinigungsmaschine
(2) nahen und die untere Lärmschutzwand (34) an den der Vorderseite fernen Stützen
(26 bzw. 14) geführt ist.
5. Lärmschutzvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die der
Vorderseite fernen Stützen (14) nach unten bis zum Boden (20) erstrecken, daß sich
die der Vorderseite nahen Stützen (26) nach unten bis etwa in Höhe der oberen Fördereinrichtung
(10) erstrecken, und daß ein die oberen Bereiche der beiden Stützen (14, 26) verbindender
Querträger (22) an der Flaschenreinigungsmaschine (2) befestigt ist.
6. Lärmschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lärmschutzwände (32, 34) an an dem Traggestell (12) ausgebildeten Führungsschienen
(42) geführt sind.
7. Lärmschutzvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen
von Führungsrohren bzw. Führungsstangen (42) gebildet sind, an denen mit den Lärmschutzwänden
(32, 34) verbundene Schiebehülsen (44) geführt sind.
8. Lärmschutzvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lärmschutzwände
(32, 34) an den Führungsschienen (42) über Kugellager geführt sind.
9. Lärmschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lärmschutzwände (32, 34) mit dem einen Ende von Zugseilen (50) verbunden
sind, die um jeweils mindestens eine am Traggestell (12) oberhalb der Lärmschutzwände
angeordnete Führungsrolle (48) umlaufen und an ihrem anderen Ende ein Gegengewicht
tragen.
10. Lärmschutzvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegengewicht
im Inneren einer vertikal verlaufenden Stütze (14, 26) des Traggestells (12) geführt
ist.
11. Lärmschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lärmschutzwände (32, 34) im wesentlichen aus durchsichtigem Material bestehen.
12. Lärmschutzvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Lärmschutzwände
(32, 34) aus Polycarbonat bestehen.
13. Lärmschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die untere Lärmschutzwand (32) in ihrer Schließposition bis in etwa in Höhe
des oberen Endes der in Schließposition befindlichen zweiten Lärmschutzwand (34) erstreckt
und im wesentlichen eben ausgebildet ist.
14. Lärmschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die untere Lärmschutzwand (32) einen oberen Abschnitt (54) aufweist, der sich
nach oben bis in etwa zur vertikalen Ebene der oberen Lärmschutzwand (34) erstreckt.
15. Lärmschutzvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß in Schließposition
beider Lärmschutzwände (32, 34) die obere Kante des oberen Abschnitts (54) der unteren
Lärmschutzwand (32) der oberen Lärmschutzwand (34) unter geringem Abstand gegenüberliegt.
16. Lärmschutzvorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß sich
in Schließposition beider Lärmschutzwände (32, 34) die obere Kante des oberen Abschnitts
(54) der unteren Lärmschutzwand (32) etwa in Höhe des unteren Endes der oberen Lärmschutzwand
(34) befindet.
17. Lärmschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere, unabhängig voneinander zu betätigende obere bzw. untere Lärmschutzwände
(32, 34) nebeneinander angeordnet sind.
18. Lärmschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lärmschutzwände (32, 34) entlang ihrer oberen und unteren Kanten nach innen
abgewinkelt sind.
19. Lärmschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an mindestens einem Ende der Lärmschutzwände (32, 34) am Traggestell (12) Stirnwände
(52) angebracht, insbesondere angeschraubt oder eingehängt, sind.
20. Lärmschutzvorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß eine der
Stirnwände (52) mit einer Öffnung für den Durchgang der zu transportierenden Gefäße
versehen ist.
21. Lärmschutzvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren
Enden der der Vorderseite fernen Stützen (14) oberhalb der unteren Fördereinrichtung
(8) enden.