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EP 0 305 736 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.06.1995 Patentblatt 1995/24 |
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Anmeldetag: 28.07.1988 |
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Verfahren zur Ansteuerung von Glühkerzen einer selbstzündenden Brennkraftmaschine
Control device for the glow plugs of a self-igniting combustion engine
Procédé de commande des bougies à incandescence d'un moteur à combustion à allumage
par compression
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
04.09.1987 DE 3729638
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.03.1989 Patentblatt 1989/10 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Arnold, Brigitte, Dipl.-Ing.
D-7000 Stuttgart 40 (DE)
- Bauer, Hans-Peter, Dr.,Dipl.-Phys.
D-7257 Ditzingen (DE)
- Berger, Joachim, Dipl.-Ing.
D-7064 Remshalden (DE)
- Wessel, Wolf, Ing.-grad.
D-7141 Oberriexingen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 018 257 EP-A- 0 132 758 US-A- 4 491 100
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EP-A- 0 098 503 EP-A- 0 191 347
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ansteuerung von Glühkerzen einer selbstzündenden
Brennkraftmaschine. Aus der EP-A 0 018 257 ist ein Verfahren zur Ansteuerung von Glühkerzen
einer selbstzündenden Brennkraftmaschine beschrieben. Diese Entgegenhaltung beschreibt
eine Vorrichtung zur Ansteuerung von Glühkerzen eines Dieselmotors. Die Vorrichtung
umfaßt eine elektronische Steuereinheit die verschiedene Relais ansteuert, die den
Stromfluß durch die Glühkerzen freigeben. Die Leistungszufuhr zu den Glühkerzen wird
abhängig von der Temperatur und der Drehzahl der Brennkraftmaschine gesteuert. Diese
Einrichtung erlaubt drei verschiedene Glühvorgänge, die als Vorglühen, Glühen und
Nachglühen bezeichnet werden.
[0002] Ein weiteres Verfahren zur Ansteuerung von Glühkerzen ist in der am 28-1-88 veröffentlichten
DE-OS 36 24 664 beschrieben. Danach ist es bekannt, Glühkerzen eines Dieselmotors
mit einem von der Batteriespannung abhängigen Tastverhältnis anzusteuern. Nachteil
dieses Verfahrens ist es, daß die Auswahl der bei der Ansteuerung der Glühkerzen verwendeten
Parameter bzw. Informationen beschränkt ist.
[0003] Eine Berücksichtigung des Effektes der eingespritzten Kraftstoffmenge auf die Temperatur
der Glühkerzen ist mit dieser Einrichtung nicht möglich. Dadurch ist eine genaue Steuerung
der Glühkerzentemperatur, die erwünscht ist, nicht möglich. So wird bei kleinen Einspritzmengen
die für eine optimale Verbrennung erforderliche Temperatur nicht erreicht. Andererseits
kann bei hohen Einspritzmengen eine Beschädigung der Glühkerzen nicht ausgeschlossen
werden.
[0004] Das erfindungsgemäße Verfahren mit den Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber
den Vorteil, daß bei der Ansteuerung der Glühkerzen relevante in der Motorsteuerung
vorhandenen Daten insbesondere die eingespritzte Kraftstoffmenge berücksichtigt werden.
Dadurch kann die den Glühkerzen zugeführte Leistung und damit deren Betriebstemperatur
optimal eingestellt werden. Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen
Verfahrens möglich. Besonders vorteilhaft ist es, daß der Tastgrad bei der Ansteuerung
der Glühkerzen einfach an Änderungen der Bordnetzspannung angepaßt werden kann.
[0005] Eine Ausführungsform des Verfahrens wird anhand der Figuren näher erläutert. Es Zeigen:
Figur 1 ein Blockschaltbild einer Motorsteuerung mit einer Schnittstelle;
Figur 2 ein bei der Ansteuerung der Glühkerzen als Steuerbefehl dienendes Datenwort;
Figur 3 zwei Impulsdiagramme von Datenbits und
Figur 4 eine Tabelle zur Erläuterung von Datenworten.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Ansteuerung von Glühkerzen wird eine Schnittstelle
verwendet, die zwischen einer elektronischen Motorsteuerung MS, z.B. einem elektronischen
Diesel-Steuergerät (EDC) und einer Glühanlage bzw. einem Glühzeitsteuergerät einer
Brennkraftmaschine angeordnet ist.
[0007] In Figur 1 ist ein Blockschaltbild einer Motorsteuerung MS mit einer Schnittstelle
1 sowie einer Glühanlage dargestellt, von der zur besseren Übersichtlichkeit hier
lediglich den Glühkerzen zugeordnete Treiberstufen 2, eine Glühkerzenüberwachung 3
und eine Überstromerkennung 4 abgebildet sind. Die Treiberstufen 2 dienen der Ansteuerung
mehrerer Glühkerzen, ggf. auch der Ansteuerung einer oder mehrerer als Kontrollampe
ausgebildeter Glühkerzenkontrollanzeigen.
[0008] Die Schnittstelle 1 weist einen Mikroprozessor MP auf, der die Treiberstufen 2 ansteuert
und der mit der Glühkerzenüberwachung 3 sowie der Überstromerkennung 4 verbunden ist.
Außerdem ist die Schnittstelle auf der Eingangsseite mit einem Pegelumsetzer 5 versehen,
mit dem das von der Motorsteuerung MS abgegebene Datenwort auf die für den Mikroprozessor
MP notwendigen Pegel umgesetzt wird. Im Pegelumsetzer 5 kann auch ein Eingangsfilter
enthalten sein, mit dem unerwünschte Störsignale eliminiert werden können. Entsprechend
ist für die Übertragung von Datenworten vom Mikroprozessor MP zur Motorsteuerung MS
ein Rückumsetzer 6 vorgesehen, der eine geeignete Pegelanpassung vornimmt. Schließlich
sind an den Mikroprozessor MP ein Taktgenerator 7 und eine Schalteinrichtung 8 angeschlossen,
mit der der Mikroprozessor ein- und ausschaltbar sowie rücksetzbar ist.
[0009] Zur Ansteuerung der Glühkerzen wird von der Motorsteuerung MS ein Datenwort, wie
es in Figur 2 dargestellt ist, seriell zur Schnittstelle 1 übertragen. Das Datenwort
weist ein Startbit auf, welches den Beginn des Datenworts anzeigt und ein das Ende
des Datenworts anzeigendes Stopbit. Zwischen Start- und Stopbit liegen 8 Datenbits
D0 bis D7. Durch D0 bis D4 wird, wie sich aus Figur 4 ergibt, der Tastgrad mit einer
Auflösung von ca. 3% bestimmt. Durch das Datenbit D5 ist beispielsweise eine hier
nicht dargstellte Vorglühkontrollampe L1 ansteuerbar. Durch das Datenbit D6 kann ein
Diagnoseabruf erfolgen. D7 kann für weitere Sonderaufgaben, beispielsweise für die
Ansteuerung einer zweiten Lampe L2 vorgesehen werden. Die Lampe L2 wird beispielsweise
bei Startbereitschaft angesteuert.
[0010] Für die Aussage der Datenbits D5 und D6 gilt folgendes: Nimmt D5 den logischen Wert
"1" an, so wird die Vorglühkontrollampe ein-, ansonsten ausgeschaltet. Entsprechend
wird für den Fall, daß D6 den logischen Wert "1" annimmt, eine Diagnose angefordert.
[0011] Jedes der 8 Datenbits kann einen in Figur 3 dargestellten Impulsverlauf haben, wobei
der obere Impulsverlauf mit einer Impulsdauer von T/8 eine logische "0" und der untere
Impulsverlauf mit der Impulsdauer T/2 eine logische "1" repräsentiert. Dadurch, daß
auch bei der logischen "0" ein Impuls übertragen wird, kann jedes der Datenbits gleichzeitig
als Synchronisierbit verwendet werden.
[0012] Um ein Datenwort zu übertragen, sind im vorliegenden Fall 64 ms für die Datenbits
D0 bis D7 und je 1 ms für das Start- und Stopbit erforderlich. Die Übertragung des
Datenworts von der Motorsteuerung MS an das Glühzeitsteuergerät (GZS) erfolgt vorzugsweise
alle 200 bis 300 ms.
[0013] Es wird im folgenden davon ausgegangen, daß zur Ansteuerung der Glühkerzen zwei von
den Treiberstufen angesteuerte, hier nicht dargestellte Relais R1 und R2 vorgesehen
sind, wobei das Relais R1 als Hauptrelais für die Stromzufuhr und das Relais R2 der
Überbrückung eines den Glühkerzen vorgeschalteten Vorwiderstands dient. Bei der Ansteuerung
der Glühkerzen wird der Tastgrad dadurch variiert, daß die Einschaltdauer des Relais
R2 verändert wird, während das Relais R1 kontinuierlich eingeschaltet bzw. erregt
bleibt.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren wird im folgenden anhand der Figuren näher erläutert:
Der Glühanlage bzw. dem Glühzeitsteuergerät stehen während des Betriebs eines Kraftfahrzeugs
die in der Motorsteuerung vorhandenen Daten wie z.B. Bordnetzspannung, Motortemperatur,
Kraftstoffeinspritzmenge usw. zur Verfügung; sie können optimal zur Ansteuerung der
Glühkerzen verwendet werden. Aufgrund der Daten lassen sich bei diesen Verfahren auch
einzelne voneinander unabhängige bzw. untereinander entkoppelte Glühvorgänge unterscheiden,
vorzugsweise Vorglühen, Glühen, Nachglühen und Zwischenglühen.
[0015] Vor Beginn eines Glühvorgangs wird die Bordnetz- oder Batteriespannung U_Batt erfaßt
und dieser Spannungswert mit einem vorgegebenen Parameter U_GLmax verglichen. Um zu
vermeiden, daß die Glühkerzen überlastet werden, wird bei einer zu hohen Bordnetzspannung,
nämlich bei Spannungen oberhalb des Wertes U_GLmax kein Glühvorgang eingeleitet.
[0016] Auf die einzelnen Glühvorgänge soll chronologisch eingegangen werden:
Nachdem festgestellt wurde, daß die Bordnetzspannung einen vorgegebenen Wert nicht
überschreitet, wird nach Einschalten der Steuergeräte-Versorgungsspannung zunächst
für eine Vorglühzeit T_V ein Vorglühvorgang eingeleitet, bei dem sowohl das Relais
R1 als auch das Relais R2 ständig angezogen sind. Die Vorglühzeit T_V ist eine Funktion
der Motortemperatur T_M und der Batteriespannung U_Batt. Diese Funktion ist in einem
dreidimensionalen Kennfeld abgelegt.
[0017] Der Vorglühvorgang wird beendet, wenn die Vorglühzeit T_V abgelaufen ist.
[0018] Während des Vorglühens wird die Drehzahl der Brennkraftmaschine erfaßt und der Vorglühvorgang
auch vor Ablauf der Vorglühzeit beendet, wenn die sog. Startabwurfdrehzahl erreicht
ist.
[0019] Während des Vorglühens wird die den Vorglühvorgang anzeigende Kontrollampe L1 angesteuert
bzw. eingeschaltet. Sie wird wieder abgeschaltet, wenn die Vorglühzeit T_V abgelaufen
ist, oder wenn eine bestimmte Motor-Startdrehzahl N_St von beispielsweise 800 U/min
für eine Zeit T_VSt von z.B. 10 s überschritten ist.
[0020] Nach Ablauf der Vorglühzeit T_V schließt sich an den Vorglühvorgang für längstens
eine Sicherheitsglühzeit T_S ein Glühvorgang an, bei dem die den Kerzen zugeführte
Leistung dadurch begrenzt wird, daß das Relais R2 mit einer festen im Glühzeitsteuergerät
vorgegebenen Periodendauer T_p und mit einem in der Motorsteuerung (EDC) zu bestimmenden
Tastgrad T_G getaktet wird. Dagegen bleibt R1 während der Sicherheitsglühzeit T_S
voll angezogen.
[0021] In der Motorsteuerung ist ein Tastgrad T_G1 abgelegt, der nur während der vorgegebenen
Periodendauer T_p beibehalten wird. Er wurde durch Versuche bei der üblichen Batteriespannung
U_Batt1 ermittelt. Er ist als Funktion der Kraftstoff-Einspritzmenge M_E und der Motordrehzahl
N in einem Kennfeld gespeichert.
[0022] Bei beliebigen von U_Batt1 abweichenden Spannungen U_Batt erfolgt nach Ablauf der
Periodendauer T_p eine Korrektur des Tastgrads gemäß folgender Gleichung:

wobei mit R
v der Vorwiderstand und mit R
k der Kerzenwiderstand bezeichnet wird.
[0023] Es ist festzuhalten, daß der auf diese Weise ermittelte Tastgrad T_G nur für die
bei der Messung von T_G1 vorgegebenen Periodendauer T_p gültig ist.
[0024] Der Glühvorgang wird beendet, wenn entweder die Sicherheitsglühzeit T_S abgelaufen
ist, oder der Motor die Startwurfdrehzahl erreicht hat.
[0025] Wird entweder beim Vorglühen oder beim Glühen die Startabwurfdrehzahl erreicht, so
wird ein Nachglühvorgang eingeleitet, der während einer Nachglühzeit T_M aufrecht
erhalten wird. Die Nachglühzeit ist eine Funktion der Motortemperatur T_M und wird
durch eine Kennlinie

dargestellt.
[0026] Wie beim Glühvorgang werden die zulässige der Kerze zugeführte Leistung P_KE und
der Tastgrad T_G aus dem Kennfeld

und aus der Spannungskorrektur ermittelt. Auch während des Nachglühens ist das Relais
R1 dauernd angezogen, während das Relais R2 getaktet betrieben wird.
[0027] Die den Kerzen zugeführte Leistung ist abhängig von der Motor- bzw. Brennraumtemperatur.
Bei höherer Belastung des Motors und daraus resultierender höherer Temperatur werden
die Kerzen kürzer eingeschaltet, d.h. die Energiezufuhr wird reduziert. Dadurch werden
termische Überlastungen vermieden. Da die Temperatur des Brennraums beim Gasgeben
nicht abrupt steigen kann, braucht die den Kerzen zugeführte Energie nicht sofort
zurückgenommen werden. Sie wird vielmehr mit einer Verzögerung - entsprechend der
langsam steigenden Brennraumtemperatur - zurückgenommen.
[0028] Das Umgekehrte gilt für die Gasrücknahme, also für die Reduzierung der Kraftstoff-Einspritzmenge:
Die Temperatur des Brennraums sinkt bei abnehmender Last allmählich; die Energiezufuhr
zu den Kerzen nimmt also bei Lastreduktion mit einer gewissen Verzögerung zu.
[0029] Daraus folgt, daß der tatsächlich realisierte, von der Motorsteuerung MS an die Schnittstelle
1 übermittelte Tastgrad T_G* dem ermittelten Tastgrad T_G mit einer gewissen Verzögerung,
hier einer Verzögerung erster Ordnung folgt. Diese Verzögerungszeit wird mit T_VG
bezeichnet und liegt im Bereich von beispielsweise 1 bis 3 s.
[0030] Schließlich kann noch ein weiterer Glühvorgang unterschieden werden: Das Zwischenglühen.
Dieser Vorgang wird bei Leerlauf des Motors, also bei Unterschreiten einer vorgegebenen
Drehzahl N_Sch bzw. einer vorgegebenen Einspritzmenge M_Sch, und bei kaltem Motor,
nämlich wenn die Motortemperatur T_M einen vorgegebenen Temperaturwert T_MSch unterschreitet,
eingeleitet. Dabei wird das Relais R1 kontinuierlich angezogen und das Relais R2 mit
einem festen Tastgrad T_GZ bei einer Periodendauer T_p getaktet. Die Periodendauer
ist aus dem obenbeschriebenen Glühvorgang bekannt.
[0031] Auch hier wird - wie beim Glühen und Nachglühen - eine Spannungskorrektur des Tastgrads
vorgenommen. Der beim Zwischenglühen anhand der Spannungskorrektur ermittelte Tastgrad
wird mit dem beim Nachglühen erforderlichen Tastgrad verglichen und der größere der
beiden Werte verwendet (Maximalwertauswahl).
[0032] Aus Figur 4 ergibt sich, daß immer dann eine Diagnose angefordert wird, wenn die
Datenbits D0 bis D4 alle den Wert "0" annehmen, also dann, wenn die Relais R1 und
R2-nicht angezogen sind. Die Motorsteuerung stellt auf diese Weise vor der Vorglühzeit
T_V und der Nachglühzeit T_N Diagnoseaufforderungen an das Glühzeitsteuergerät. Unabhängig
davon kann über das Datenbit D6 eine Diagnoseaufforderung erfolgen.
[0033] Das hier beschriebene Verfahren ist so ausgelegt, daß jede Diagnoseaufforderung der
Motorsteuerung MS an das Glühzeitsteuergerät beantwortet werden muß. Nach der Diagnoseaufforderung
sendet die Motorsteuerung eine logische "1". Als Antwort auf diese Aufforderung wird
in dem Glühzeitsteuergerät die zur Motorsteuerung führende Übertragungsleitung zeitlich
begrenzt auf Nullpotential gelegt. Die Motorsteuerung wertet die Zeiten aus, während
denen die Übertragungsleitung auf Nullpotential liegt. Aus der folgenden Tabelle ist
ersichtlich, daß zwei Fälle unterschieden werden können: Motorsteuerung unterscheidet
die von der Glühzeitsteuerung zurückgemeldeten Fehler oder nicht. Die beiden Fälle
sind in der Tabelle durch eine doppelte, gestrichelte horizontale Linie unterschieden.

[0034] Anstelle der bei der Erläuterung des Verfahrens zur Ansteuerung von Glühkerzen genannten
Relais R1 und R2 können auch Halbleiterschalter verwendet werden. Sie haben den Vorteil,
daß sie wesentlich schneller als Relais getaktet werden können, so daß auch Taktfrequenzen
oberhalb von 16 Hz realisierbar sind. Das menschliche Auge nimmt dann aufgrund der
Augenträgheit beim Ein- und Ausschalten der hohen Kerzenströme kein Flackern von elektrischen
Beleuchtungseinrichtungen des Fahrzeugs mehr wahr. Dadurch können auch das Relais
R 1 und der Vorwiderstand entfallen.
[0035] Dadurch, daß bei dem beschriebenen Verfahren die in der Motorsteuerung vorhandenen
Informationen genutzt werden, können diverse, sonst zusätzlich vorgesehene Signal-Eingabeanschlüsse
entfallen:
[0036] Der NTC im Glühzeitsteuergerät wird durch ein Kühlwassertemperatur-Signal der Motorsteuerung
ersetzt; der Lastschalter bzw. das Lastpotentiometer an der Kraftstoff-Einspritzpumpe
bzw. am Fahrpedal werden ersetzt durch auf der Einspritzmenge und der Drehzahl beruhende
Lastinformationen in der Motorsteuerung und das Anlassersignal durch Drehzahlinformationen
wie Mindest- bzw. Startabwurfdrehzahl.
[0037] Darüber hinaus wird zur Änderung des Tastgrads die in der Motorsteuerung vorhandene
Information über die Bordnetzspannung in dem Glühzeitsteuergerät genutzt. Schließlich
besteht die Möglichkeit, die bei der Diagnose festgestellten Fehler der Glühzeitsteuerung
über die Schnittstelle an die Motorsteuerung zurückzumelden und dort zu speichern.
1. Verfahren zur Ansteuerung von Glühkerzen einer selbstzündenden Brennkraftmaschine
mit einer elektrischen Motorsteuerung, einer Glühzeitsteuerung und einer zwischen
der Motorsteuerung und der Glühzeitsteuerung angeordneten Schnittstelle, wobei einzelne
untereinander entkoppelte Glühvorgänge unterschieden werden, dadurch gekennzeichnet
daß bei wenigstens einem der einzelnen Glühvorgänge die Leistungszufuhr zu den Glühkerzen
wenigstens abhängig von der Kraftstoffeinspritzmenge gesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einem Vorglühvorgang,
einem Glühvorgang, einem Nachglühvorgang und einem Zwischenglühvorgang unterschieden
wird, wobei nach Einschalten der Motorsteuerung der Vorglühvorgang eingeleitet und
nach Ablauf einer Vorglühzeit (T_V) oder bei Erreichen einer Startabwurfdrehzahl beendet
wird, nach Abschluß des Vorglühens wird der Glühvorgang eingeleitet und maximal für
eine vorgebbare Zeit (T_S) bis zum Erreichen der Startabwurfdrehzahl aufrechterhalten,
nach Erreichen der Startabwurfdrehzahl schließt sich an den Glühvorgang der Nachglühvorgang
für eine Nachglühzeit (T_N) an und bei kaltem Motor, bei Unterschreiten einer vorgegebenen
unteren Drehzahl (N_Sch) und/oder bei Unterschreiten einer vorgegebenen unteren Kraftstoffeinspritzmenge
(M_Sch) wird ein Zwischenglühvorgang eingeleitet.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Vorglühen die Glühkerzen
von einem kontinuierlichen Strom durchflossen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß während des Vorglühvorgangs
eine Anzeigeeinrichtung (L1) aktiviert wird, die inaktiv wird, wenn die Vorglühzeit
(T_V) abgelaufen ist, oder wenn eine vorgegebene Motor-Startdrehzahl (N-St) für eine
vorgegebene Zeit (T_VSt) überschritten wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Glühvorgang die den
Glühkerzen zugeführte Leistung begrenzt wird, indem ein intermittierender Strom durch
die Glühkerzen geleitet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß während des Glühvorgangs der
den Glühkerzen zugeführte Strom zunächst während einer in der Glühanlage vorgegebenen
Periodendauer (T_p) mit einem von der Motorsteuerung bestimmten Tastgrad (T_G1) getaktet
wird, der von der Kraftstoffeinspritzmenge (M_E) und der Motordrehzahl (N) abhängt,
und daß dabei ein an die momentane Versorgungsspannung (U-Batt) angepaßter Tastgrad
(T_G) bestimmt und verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß beim Nachglühvorgang die den
Glühkerzen zugeführte Leistung begrenzt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, daß während des Nachglühvorgangs
der den Glühkerzen zugeführte Strom mit einem Tastgrad (T_G*) getastet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß beim Zwischenglühen die Glühkerzen
mit einem intermittierenden Strom angesteuert werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß während des Zwischenglühvorgangs
der den Glühkerzen zugeführte Strom mit einem festen Tastgrad (T_GZ) während einer
Periode von (T_p) getaktet wird, daß dabei eine Korrektur des Tastgrades entsprechend
der momentanen Versorgungsspannung (U_Batt) vorgenommen wird und daß als Tastgrad
der beim Nachglühen und beim Zwischenglühen ermittelte Maximalwert gewählt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die für den
jeweiligen Glühvorgang notwendigen Informationen seriell von der Motorsteuerung an
die Glühanlagen übertragen werden, wobei in einem Datenwort zumindest der momentan
zu verwendende Tastgrad übermittelt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Datenwort zusätzliche
Informationen zur Steuerung von mindestens einer Anzeigeeinrichtung und/oder Zusatzinformationen
übertragen werden.
1. Method for actuating glow plugs of an internal combustion engine with auto-ignition,
an electric engine control, a glow time control and an interface arranged between
the engine control and the glow time control, individual glow processes which are
isolated from one another being distinguished, characterized in that during at least
one of the individual glow processes the supply of power to the glow plugs is controlled
at least as a function of the fuel injection quantity.
2. Method according to Claim 1, characterized in that distinctions are made between a
preglow process, a glow process, a postglow process and an intermediate glow process,
the preglow process being initiated after the engine control is switched on and being
terminated after a preglow time (T_V) has expired or when a start completion speed
is reached, the glow process being initiated after termination of the preglowing and
being maintained at maximum for a prescribable time (T_S) until the start completion
speed is reached, the glow process being followed by the postglow process for a postglow
time (T_N) after the starting speed is reached, and an intermediate glow process being
initiated when the engine is cold, when the speed drops below a prescribed lower speed
(N_Sch) and/or when the fuel injection quantity drops below a prescribed lower fuel
injection quantity (M_Sch).
3. Method according to Claim 2, characterized in that during preglowing a continuous
current flows through the glow plugs.
4. Method according to Claim 3, characterized in that during the preglow process a display
device (L1) is activated and is inactive when the preglow time (T_V) has expired or
if a prescribed engine starting speed (N-St) is exceeded for a prescribed time (T_VSt).
5. Method according to Claim 2, characterized in that during the glow process the power
fed to the glow plugs is limited in that an intermittent current is directed through
the glow plugs.
6. Method according to Claim 5, characterized in that during the glow process the current
fed to the glow plugs is initially clocked during a period (T_p) prescribed in the
glow system with a pulse duty factor (T_G1) which is determined by the engine control
and depends on the fuel injection quantity (M_E) and the engine speed (N), and in
that during this process a pulse duty factor (T_G) which is adapted to the instantaneous
supply voltage (U-Batt) is determined and used.
7. Method according to Claim 6, characterized in that during the postglow process the
power fed to the glow plugs is limited.
8. Method according to Claim 7, characterized in that during the postglow process the
current fed to the glow plugs is sampled with a pulse duty factor (T_G*).
9. Method according to Claim 2, characterized in that during intermediate glowing the
glow plugs are actuated with an intermittent current.
10. Method according to Claim 9, characterized in that during the intermediate glow process
the current fed to the glow plugs is clocked with a fixed pulse duty factor (T_GZ)
during a period of (T_p), in that, during this process, a correction of the pulse
duty factor is performed in accordance with the instantaneous supply voltage (U_Batt),
and in that the maximum value determined during postglowing and during intermediate
glowing is selected as pulse duty factor.
11. Method according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the information necessary
for the respective glow process is transmitted serially from the engine control to
the glow systems, at least the pulse duty factor to be used instantaneously being
transferred in a data word.
12. Method according to Claim 11, characterized in that additional information for controlling
at least one display device and/or supplementary information is transmitted with the
data word.
1. Procédé de commande des bougies à incandescence d'un moteur à comoustion interne à
allumage par compression, comprenant une commande électrique du moteur, une commande
de la durée d'incandescence et une interface entre la commande du moteur et la commande
de la durée d'incandescence, les différentes phases d'incandescence étant découplées
les unes des autres, caractérisé en ce que pour au moins l'une des phases d'incandescence
on commande la puissance fournie aux bougies à incandescence au moins en fonction
de la quantité de carburant injectée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on distingue entre une phase
de préincandescence, une phase d'incandescence, une phase de postincandescence et
une phase d'incandescence intermédiaire, et après branchement de la commande du moteur
on commence la phase de pré-incandescence et à la fin d'une période de pré-incandescence
(T_V) ou lorsqu'on atteint la vitesse de coupure du démarreur on termine et à la fin
de la pré-incandescence on commande la phase d'incandescence que l'on maintient au
maximum pendant un temps prédéterminé (T_S) jusqu'à atteindre la vitesse de rotation
de coupure du démarreur et après avoir atteint cette vitesse de rotation, la phase
d'incandescence se poursuit par une phase de postincandescence correspondant à une
période de postincandescence (T_N) et lorsque le moteur est froid, lorsqu'on descend
en dessous d'une vitesse de rotation inférieure prédéterminée (N_Sch) et/ou lorsqu'on
descend en dessous d'une quantité de carburant injectée prédéterminée (M_Sch), on
commence une phase d'incandescence intermédiaire.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce pour la pré-incandescence les
bougies à incandescence sont traversées par un courant en permanence.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que pendant la phase de pré-incandescence
on active une installation d'affichage (L1) qui est inactivée à la fin de la période
de pré-incandescence (T_V)ou lorsqu'on dépasse une vitesse de rotation de démarrage
prédéterminée du moteur (N-St) pendant une période prédéterminée (T_VSt).
5. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce pendant la phase d'incandescence
on limite la puissance fournie aux bougies à incandescence en y faisant passer un
courant intermittent.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que pendant la phase d'incandescence
le courant alimentant les bougies à incandescence est tout d'abord commandé en cadence
pendant une période (T_p) prédéterminée dans l'installation d'incandescence avec un
degré de cadence (T_G1) défini par la commande du moteur, et qui dépend de la quantité
de carburant injectée (M_E) et de la vitesse de rotation du moteur (N), et on définit
le degré de détection (T_G) adapté à la tension d'alimentation instantanée (U-Batt)
et on l'utilise.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que pendant la phase de postincandescence
on limite la puissance fournie aux bougies à incandescence.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que pendant la phase de postincandescence
on commande en cadence le courant alimentant les bougies à incandescence suivant un
degré de détection (T_G*).
9. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que pendant la phase d'incandescence
intermédiaire on commande les bougies à incandescence avec un courant intermittent.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que pendant la phase d'incandescence
intermédiaire on commande en cadence le courant alimentant les bougies à incandescence
suivant un degré de détection fixe (T_GZ) pendant une période (T_p), et on effectue
une correction du degré de détection en fonction de la tension instantanée d'alimentation
(U_Batt) et on choisit comme degré de détection la valeur maximale obtenue pendant
la postincandescence et l'incandescence intermédiaire.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'on transmet les
informations nécessaires à chaque phase d'incandescence, en mode série, de la commande
du moteur vers les installations à incandescence et on transmet dans un mot de donnée
au moins le degré de détection à utiliser instantanément.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'avec le mot de donnée on transmet
en outre les informations de commande d'au moins une installation d'affichage et/ou
des informations complémentaires.

