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EP 0 306 711 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.09.1990 Patentblatt 1990/37 |
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Anmeldetag: 05.08.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B26B 21/54 |
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Rasierklingeneinheit
Shaving blades unit
Unité de rasage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
25.08.1987 DE 8711505 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.03.1989 Patentblatt 1989/11 |
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Patentinhaber: Wilkinson Sword Gesellschaft mit
beschränkter Haftung |
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D-42659 Solingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Althaus, Wolfgang
D-5600 Wuppertal 1 (DE)
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Vertreter: Stenger, Watzke & Ring
Patentanwälte |
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Kaiser-Friedrich-Ring 70 40547 Düsseldorf 40547 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-86/02309 US-A- 4 378 633
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US-A- 2 068 085
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Rasierklingeneinheit für einen Naßrasierapparat, bei
der in einem Kunststoffkörper eine Rasierklinge bzw. zwei zueinander parallele Rasierklingen
angeordnet sind, wobei der Kunststoffkörper eine zu den Schneidkanten der Rasierklingen
parallele Führungsfläche in Rasierrichtung vor den Schneidkanten der Rasierklingen
sowie eine Schutzkappe in Rasiereinrichtung hinter den Schneidkanten der Rasierklingen
aufweist, wobei in dieser Schutzkappe mit einem geringen Überstand eine um eine zu
den Schneidkanten der Rasierklingen parallele Achse zylindrische Rolle frei drehbar
gelagert ist.
[0002] Aus der US-A 4 378 633 ist eine derartige Rasierklingeneinheit für einen Naßrasierapparat
bekannt, bei der in einem Kunststoffkörper zwei zueinander parallele Rasierklingen
federnd angeordnet sind. Sowohl vor als auch hinter beiden Rasierklingen ist jeweils
eine um eine zu den Schneidkanten der Rasierklingen parallele Achse zylindrische Rolle
frei drehbar gelagert. Während die Rolle im Bereich der vorderen Führungsfläche des
Kunststoffkörpers ebenso wie die beiden Rasierklingen federnd innerhalb des Kunststoffkörpers
gelagert ist, ist die hintere Rolle im Bereich der Schutzkappe fest innerhalb des
Kunststoffkörpers frei drehbar sowie mit geringem Überstand gelagert.
[0003] Mittels der federnd gelagerten Rasierklingen sowie der beiden Rollen, wobei die eine
ebenfalls federnd gelagert ist, soll während der Rasur ein sanftes und relativ reibungsarmes
"Gefühl" erzielt werden, was durch die Druckverminderung aufgrund der federnden Lagerung
erreicht wird. Durch dieses verbesserte "Gefühl" wird jedoch die Qualität der Rasur
nicht verbessert, da sich durch die federnde Lagerung der beiden Rasierklingen und
durch die Ausbildung der beiden Rollen aus dem gleichen Material wie der Kunststoffkörper
Hautfalten ausbilden können, so daß keine optimale Rasiergeometrie erzielt werden
kann. Die Folgen davon sind Hautreizungen (Hautirritationen), die nach der Rasur auftreten
können.
[0004] Aus der US-A 2 068 085 ist ein Naßrasierapparat bekannt, der entweder einheitlich
aus Metall oder - bis auf die Rasierklingen - einheitlich aus Kunststoff besteht.
Zwischen einer Bodenplatte und einer Abdeckung des Rasierapparatekopfes ist dabei
eine Rasierklinge festgelegt. Auf der Abdeckung des Rasierapparatekopfes ist eine
um eine zu den beiden Schneidkanten der Rasierklinge parallele Achse zylindrische
Rolle frei drehbar gelagert. Diese hat den Zweck, zusammen mit der vorderen Führungsleiste
der Bodenplatte einen ganz bestimmten Rasierwinkel vorzugeben.
[0005] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die bekannte Rasierklingeneinheit
für einen Naßrasierapparat der eingangs angegebenen Art derart weiterzuentwickeln,
daß durch eine Verbesserung der Rasiergeometrie ein besseres Rasierergebnis erzielt
wird.
[0006] Als technische Lösung wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß eine einzige zylindrische
Rolle aus Metall für die Rasierklingeneinheit vorgesehen und diese in der Schutzkappe
hinter den Schneidkanten der Rasierklingen angeordnet ist und daß die Rasierklingen,
deren Schneidkanten zwischen der vorderen Führungsfläche aus Kunststoff und der hinteren
Rolle aus Metall angeordnet sind, im Kunststoffkörper eingebettet sind.
[0007] Eine nach dieser technischen Lehre ausgebildete Rasierklingeneinheit für einen Naßrasierapparat
hat den Vorteil, daß man mit ihr einen sehr guten Rasiererfolg und damit einen verbesserten
Komfort bei der Rasur erzielt. Dies wird mittels einer wesentlich verbesserten Rasiergeometrie
aufgrund einer verbesserten Hautspannung erzielt, und zwar aufgrund einer Differenz
zwischen dem Reibungskoeffizienten der vorderen Kunststoff-Führungsfläche und dem
Reibungskoeffizienten der hinteren MetallRolle. Da der Reibungskoeffizient des Kunststoffes
größer ist als der des Metalls, schiebt die vordere Kunststoff-Führungsfläche die
Haut vor sich her, während die hintere Metallrolle über die Haut gleitet, so daß zwischen
der Führungsfläche und der Rolle die Haut gespannt wird, was zu dem verbesserten Rasiererfolg
und zu dem verbesserten Komfort führt.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Rasierklingeneinheit wird nachfolgend
anhand der Zeichnung beschrieben. In dieser zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht einer Rasierklingeneinheit, bei der eine zylindrische Rolle aus
Metall in der Schutzkappe angeordnet ist;
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie 11-11 in Fig. 1.
[0009] Die Rasierklingeneinheit für einen Naßrasierapparat besteht aus einem Kunststoffkörper
1, in dem zwei Rasierklingen 2, 2' in Form einer Doppelrasierklinge eingebettet sind,
wobei die Schneidkanten 3, 3' der Rasierklingen 2, 2' versetzt zueinander hintereinander
angeordnet sind.
[0010] Die hinter den Schneidkanten 3, 3' liegenden Flächen der Rasierklingen 2, 2' sind
durch eine Schutzkappe 4 des Kunststoffkörpers 1 abgedeckt. In dieser Schutzkappe
4 ist eine Rolle 7 aus Metall frei drehbar um eine Achse 6 gelagert, wobei diese Rolle
7 aus Metall einen geringen Überstand bezüglich zur Schutzkappe 4 ausweist.
[0011] Vor den Rasierklingen 2, 2' ist eine querverlaufende Führungsfläche 8 ausgebildet,
die einstückig mit dem Kunststoffkörper 1 und dabei mit dessen Seitenschenkeln 5 geformt
ist.
[0012] Die Rolle 7 aus Metall besitzt im Kontakt zur Haut einen im Vergleich zum Kunststoff
des Kunststoffkörpers 1 erheblich geringeren Reibungskoeffizienten, und zwar sowohl
im trockenen als auch im nassen Zustand, so daß die an der Metallrolle auftretenden
Reibungskräfte stark reduziert werden. Diese Reibungskoeffizientendifferenz bringt
den Vorteil mit sich, daß die Haut im Bereich der vorderen Führungsfläche 8 aus Kunststoff
vor dieser hergeschoben wird, während die hintere Rolle 7 aus Metall über die Haut
gleitet, so daß dazwischen die Haut gespannt wird, was zu dem verbesserten Rasiererfolg
und zu dem verbesserten Komfort führt.
Bezugszeichenliste
[0013]
1 Kunststoffkörper
2 Rasierklinge
2' Rasierklinge
3 Schneidkante
3' Schneidkante
4 Schutzkappe
5 Seitenschenkel
6 Achse
7 Rolle
8 Führungsfläche
Rasierklingeneinheit für einen Naßrasierapparat, bei der in einem Kunststoffkörper
(1) eine Rasierklinge bzw. zwei zueinander parallele Rasierklingen (2, 2') angeordnet
sind, wobei der Kunststoffkörper (1) eine zu den Schneidkanten (3, 3') der Rasierklingen
(2, 2') parallele Führungsfläche (8) in Rasierrichtung vor den Schneidkanten (3, 3')
der Rasierklingen (2, 2') sowie eine Schutzkappe (4) in Rasierrichtung hinter den
Schneidkanten (3, 3') der Rasierklingen (2, 2') aufweist, wobei in dieser Schutzkappe
(4) mit einem geringen Überstand eine um eine zu den Schneidkanten (3, 3') der Rasierklingen
(2, 2') parallele Achse (6) zylindrische Rolle (7) frei drehbar gelagert ist, dadurch
gekennzeichnet, daß eine einzige zylindrische Rolle (7) aus Metall für die Rasierklingeneinheit
vorgesehen und diese in der Schutzkappe (4) hinter den Schneidkanten (3, 3') der Rasierklingen
(2, 2') angeordnet ist und daß die Rasierklingen (2, 2'), deren Schneidkanten (3,
3') zwischen der vorderen Führungsfläche (8) aus Kunststoff und der hinteren Rolle
(7) aus Metall angeordnet sind, im Kunststoffkörper (1) eingebettet sind.
1. A razor blade unit for a wet shaver, in which unit one razor blade or two parallel
razor blades (2, 2') are disposed in a plastics body (1), the same having a guide
surface (8) which extends parallel to the cutting edges (3, 3') of the blades (2,
2') and is disposed before such edges as considered in the shaving direction, the
body (1) also having protective cap (4) which is disposed after such edges as considered
in the shaving direction, a cylindrical roller (7) which is rotatable around a pivot
(6) parallel to the blade cutting edges (3, 3') being mounted for free rotation in
the protective cap (4) and slightly projecting therefrom, characterised in that a
single cylindrical metal roller (7) is provided for the razor blade unit, the roller
is disposed in the protective cap (4) behind the blade cutting edges (3, 3'), and
the blades (2, 2'), whose cutting edges (3, 3') are disposed between the front plastics
guide surface (8) and the back metal roller (7), are embedded in the plastics body
(1).
1. Cartouche de lame de rasoir pour un rasoir mécanique, dans laquelle une lame de
rasoir ou deux lames de rasoir (2, 2') parallèles entre-elles sont agencées dans un
corps en matière plastique (1), celui-ci comportant une surface de guidage (8) parallèle
aux arêtes de coupe (3, 3') des lames de rasoir (2, 2'), et agencée, dans le sens
du rasage, à l'avant des arêtes de coupe (3, 3') des lames de rasoir (2, 2'), ainsi
qu'un capot de protection (4) situé après les arêtes de coupe (3, 3') des lames de
rasoir (2, 2'), dans le sens du rasage, un rouleau cylindrique (7) étant monté dans
le capot de protection (4), en légère saillie par rapport à celui-ci et librement
tournant autour d'un axe (6) parallèle aux arêtes de coupe (3, 3') des lames de rasoir
(2, 2'), caractérisée en ce qu'il est prévu un seul rouleau cylindrique (7), en métal,
pour la cartouche de lame de rasoir, ce rouleau étant agencé dans le capot de protection
(4), à l'arrière des arêtes de coupe (3, 3') des lames de rasoir (2, 2'), et en ce
que les lames de rasoir (2, 2'), dont les arêtes de coupe (3, 3') sont situées entre
la surface de guidage avant en matière plastique (8) et le rouleau arrière (7) en
métal, sont encastrées dans le corps en matière plastique (1).
