[0001] Der Gegenstand der Erfindung betrifft ein Verpackungsverfahren für Stückgutteile,
insbesondere Kleinteile unterschiedlicher oder gleicher Abmessungen gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Beim Verpacken von Stückgutteilen für den Transport oder die Lagerung ist es ein
Erfordernis, das Verpackungsgut in der Verpackung gegen Verrutschen und/oder Aneinanderstoßen
zu sichern.
[0003] Für Stückgutteile unterschiedlicher oder gleicher Abmessungen lassen sich bekannte
Pappkartons oder Faltschachteln verwenden, in denen formschlüssige Polster- bzw. Ausgleichselemente,
Verpackungseinlagen, Verpackungsfolien (DE-U-19 12 467, DE-U-17 70 573, DE-U-19 94
988) oder Füllstoffe zum Schutz des Verpackungsgutes eingesetzt werden.
[0004] Die in diesen Verpackungen eingesetzten Polster- bzw. Ausgleichselemente erfordern
in der Regel einen hohen Arbeitsaufwand beim Verpacken und beanspruchen einen Großteil
der Lagerkapazität.
[0005] Formschlüssige Verpackungshilfsmittel sind dazu in der Regel noch teurer, da sie
nur für die der Form entsprechenden Verpackungsgüter bestimmt sind. Aus der WO 85/00151
ist eine Verpackung mit einem Luftpolster als Ausgleichselement bekannt, wobei das
Luftpolster mittels eines Rückschlagventils verschlossen werden kann, welches in der
Wand des Verpackungsbehälters angeordnet ist und mit dem Luftposter und der Verpackungswandung
verbunden ist.
[0006] Der Einsatz einer solchen Ventileinrichtung erfordert jedoch einen höheren fertigungstechnischen
Aufwand.
[0007] Aus der US-A-35 14 157 ist ein Verpackungsverfahren bekannt, bei dem die zu verpackenden
Güter in einem Transportbehälter eingelagert werden. Der restliche Innenraum des Transportbehälters
wird von einem zusammenfaltbaren und flexiblen Beutel aus Plastik, Gummi oder aus
luftdichtem Gewebe ausgefüllt. Dieser Beutel besitzt ein Ventil, das durch eine in
der Wand des Transportbehälters vorhandene Öffnung nach außen geführt ist. Über dieses
Ventil wird der Beutel mit Luft aufgeblasen, so daß die verpackten Güter stoßsicher
in den Transportbehältern transportiert werden können. Nachteilig bei diesem Verfahren
ist jedoch, daß das Verpacken relativ umständlich und zeitaufwendig ist.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verpackungsverfahren vorzuschlagen,
bei dem mit einfachen und preiswerten Mitteln der Schutz des Verpackungsgutes während
des Transportes und der Lagerung einfach und schnell gewährleistet ist.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale erzielt.
[0010] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird der Vorteil erzielt, daß das Verpackungsverfahren
vereinfacht wird und daß die Verfahrensabschnitte einfach und schnell manuell oder
automatisch durchgeführt werden können.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt
und wird nachstehend näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Verpackungsbehälter mit eingelegten Stückgutteilen von der Seite gesehen im
Schnitt mit einer schematisch angedeuteten Luft- bzw. Gaszufuhreinrichtung,
- Figur 2
- einen Verpackungsbehälter nach Figur 1 nach Beendigung des Füllvorgangs,
- Figur 3
- einen Verpackungsbehälter nach Figur 1 mit Einlaßkanal.
[0012] In der Figur 1 ist der Verpackungsbehälter mit (1) bezeichnet.
[0013] Die Stückgutteile (2) werden in den vorzugsweise als Pappkarton oder Faltschachtel
ausgebildeten Verpackungsbehälter (1) gelegt, und der Verpackungsbehälter (1) wird
verschlossen.
[0014] Anschließend wird das vorzugsweise als Kunststoffbeutel (3) ausgebildete Polster-
bzw. Ausgleichselement im nicht mit Luft oder Gas gefüllten Zustand mit Hilfe einer
Vorrichtung durch eine im Verpackungsbehälter (1) angeordnete Öffnung (5) geführt
und mit Gas oder Luft gefüllt.
[0015] Nach diesem Füllvorgang wird der Luft- bzw. Gaseinlaßkanal (4) des Polster- bzw.
Ausgleichselementes von der Luft- bzw. Gaszufuhreinrichtung (7) abgetrennt und verschlossen.
[0016] Die Vorrichtung zum Einführen des Polster- bzw. Ausgleichselements in die Verpackung
kann eine Düse (6) aufweisen. Außerdem ist die Vorrichtung mit der Luft- bzw. Gaszufuhreinrichtung
(7) verbunden. Die Düse (6) kann mit dem Luft- bzw. Gaseinlaßkanal (4) gemäß Figur
1 verbunden werden. Nach dem Füllvorgang bzw. nach Erreichen des erforderlichen Druckes
wird der Luft- bzw. Gaseinlaßkanal (4) z. B. durch ein Folienschweiß- und Trennverfahren
geschlossen.
[0017] Eine besonders vorteilhafte Ausbildung des Kunststoffbeutels (3) sieht vor, den Luft-
bzw. Gaseinlaßkanal (4) schlauchförmig auszubilden und ihn mit dem Kunststoffbeutel
(3) so zu verschweißen, daß lediglich eine kleine Durchtrittsöffnung für die Luftzufuhr
vorhanden ist. Der Kunststoffbeutel (3) und der Luft- bzw. Gaseinlaßkanal (4) sind
aus Folienschläuchen gefertigt. Die Folienschläuche können aus unterschiedlichem oder
gleichartigem Material oder unterschiedlichen oder gleichen Materialstärken hergestellt
sein. Für den Kuststoffbeutel (3) wird ein entsprechend langes Stück Folienschlauch
an einem Ende zugeschweißt. In die Öffnung des so entstandenen Beutels wird der Schlauch
für den Luft- bzw. Gaseinlaßkanal (4) eingelegt. Die beiden Schläuche werden miteinander
verschweißt, so daß nur im Einlaßkanal (9) eine kleine Durchtrittsöffnung für die
Luftzufuhr vorhanden bleibt. Die Schweißnaht schließt den Kunststoffbeutel (3) und
verbindet ihn gleichzeitig im Bereich des Einlaßkanals (9) mit dem Luft- bzw. Gaseinlaßkanal
(4).
[0018] Wie in Figur 3 gezeigt, reicht ein Ende des Luft- bzw. Gaseinlaßkanals (4) in das
Innere des Kunststoffbeutels (3) und wirkt als selbsttätig schließendes Lippenventil.
Um den Kunststoffbeutel (3) mit Luft oder dergl. zu füllen, wird die Düse einer Luftzufuhreinrichtung
in den Einlaßkanal (9) geführt und der Kunststoffbeutel gefüllt. Anschließend wird
die Düse aus dem Einlaßkanal (9) herausgezogen. Durch den im Kunststoffbeutel (3)
herrschenden Druck wird die im Kunststoffbeutel (3) liegende Öffnung (10) des Luft-
bzw. Gaseinlaßkanals in der Art eines Lippenventils verschlossen. Ein besonderer Vorteil
ist, daß der Kanal (4) auch bei minimalem Überdruck im Kunststoffbeutel (3) sicher
verschlossen bleibt und ein Zurückströmen der Luft oder dgl. verhindert. Nach dem
Füllvorgang besteht die Möglichkeit, den Luft- bzw. Gaseinlaßkanal (4) in den Verpackungsbehälter
(1) zurückzuführen, ihn abzutrennen oder ihn an der Verpackungsbehälteraußenwand zu
verkleben.
1. Verfahren zum Verpacken von Stückgutteilen unterschiedlicher oder gleicher Abmessungen
in einem Verpackungsbehälter, wobei ein mit Luft oder einem Gas (8) von außen füllbarer
Kunststoffbeutel (3) als Polster- bzw. als Ausgleichselement dient und als stoßdämpfendes,
sich in den Freiraum der Verpackung ausbreitendes Luftkissen zwischen den Stückgutteilen
(2) und der Verpackungswandung angeordnet ist, wobei
a) der Verpackungsbehälter (1) zunächst mit den Stückgutteilen (2) beschickt wird,
b) der Verpackungsbehälter (1) danach geschlossen wird,
c) worauf das Polster- bzw. Ausgleichselement mit Luft oder Gas gefüllt wird
d) und anschließende ein Luft- bzw. Gaseinlaßkanal (4) des Polster- bzw. Ausgleichselementes
nach dem Füllvorgang von der Luft- bzw. Gaszufuhreinrichtung (7) abgetrennt und geschlossen
wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Polster- bzw. Ausgleichselement nach dem Schließen des Verpackungsbehälters
und vor dem Füllen mit Luft oder Gas im nicht mit Luft oder Gas gefüllten Zustand
mit Hilfe einer Vorrichtung durch eine Öffnung (5) des Verpackungsbehälter geführt
wird.
1. Method of packaging goods items of different or identical dimensions in a packaging
container, wherein a plastics material bag (3), which is fillable from externally
with air or a gas (8), serves as a cushioning element or as an absorbing element and
is disposed between the goods items (2) and the packaging wall as a shock-absorbing
air cushion, which expands into the space in the package, wherein
a) the packaging container (1) is initially charged with the goods items (2),
b) the packaging container (1) is then closed,
c) whereupon the cushioning or absorbing element is filled with air or gas,
d) and subsequently an air or gas inlet duct (4) of the cushioning or absorbing element
is separated from the air or gas supply means (7) after the filling process and closed,
characterised in that, after the packaging container has been closed and before it
is filled with air or gas, the cushioning or absorbing element is guided through an
opening (5) in the packaging container by means of a device when it is not filled
with air or gas.
1. Procédé pour emballer des articles de dimensions différentes ou identiques dans un
emballage, sachant qu'un sachet en matière plastique (3) pouvant être rempli de l'extérieur
par de l'air ou du gaz (8) sert d'élément de rembourrage ou d'égalisation et est disposé
entre les articles (2) et la paroi de l'emballage en tant que coussin d'air antichoc
se déployant dans l'espace libre de l'emballage, sachant également que
a) les articles (2) sont tout d'abord placés dans l'emballage (1),
b) l'emballage (1) est ensuite fermé,
c) à la suite de quoi l'élément de rembourrage ou d'égalisation est rempli d'air ou
de gaz,
d) puis un canal d'introduction (4) d'air ou de gaz de l'élément de rembourrage ou
d'égalisation est séparé du dispositif d'alimentation (7) d'air ou de gaz après l'opération
de remplissage et est fermé,
caractérisé en ce que l'élément de rembourrage ou d'égalisation est introduit exempt
d'air ou de gaz au moyen d'un dispositif par une ouverture (5) de l'emballage après
que l'emballage a été fermé et avant d'être rempli d'air ou de gaz.