[0001] Die vorstehende Erfindung betrifft eine Druckplatte fuer den Rotationsdruck. Eine
Druckplatte gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist bereits aus dem Dokument EP-A-0
096 275 bekannt. Um die Produktivitaet von Rotationsdruckmaschinen zu erhoehen, wurde
bereits vorgeschlagen, die Kupferbeschichtung auf dem Druckzylinder durch eine, die
Druckplatte bildende Matritze zu ersetzen, deren Aussenbeschichtung aus fotoempfindlichem
Material besteht.
[0002] Da derartige Matritzen ueblicherweise als flache Platten hergestellt werden, besteht
die Notwendigkeit, die beiden Enden der Druckplatte zusammenzufuegen, und diese Druckplatte
genau und ortsfest auf dem Druckzylinder zu montieren.
[0003] Es wurde bereits vorgeschlagen, die beiden Enden der Druckplatte durch einen Stanzvorgang
zu bearbeiten, um somit eine formschluessige gegenseitige Verbindung der Plattenenden
zu ermoeglichen. Diese Aussstanzungen, die eine formschluessige Verbindung der Plattenenden
ermoeglichen, verhindern eine Trennung der Plattenenden in Tangentialrichtung des
Zylinders. Bei der bekannten Ausfuehrung ist ein Kleber oder ein aushaertendes Material
auf der Plattenoeberflaeche vorgesehen, um zu vermeiden, dass sich die zusammengefuegten
Enden der Platte oeffnen. Ferner ist dieses Fuellmaterial vorgesehen, damit an der
Stosstelle eine fuer Druckplatten notwendige Kontinuitaet und Glaette der Oberflaeche
gewaehrleistet wird. Eine derartige Druckplatte findet Verwendung mit einem in Radialrichtung
dehnbaren Zylinder, der magnetische Haltevorrichtungen aufweist, welche die Enden
der Druckplatte auf dem Umfang des Druckzylinders festlegt.
[0004] Diese bekannte Art der Plattenverbindung hat verschiedene Nachteile. Einmal bedarf
es einer besonderen und vor allem hochgenauen Bearbeitung der beiden Plattenenden
(Stanzvorgang), um eine formschluessige Verbindung der Enden zu ermoeglichen. Desweiteren
weisen die Ausstanzungen fuer die formschluessige Verbindung zwangsweise erhebliche
Abmessungen auf, welche die nutzbare Flaeche zur Aufbringung des Druckbildes auf der
Platte wesentlich einschraenken. Desweiteren kann die beschriebene Druckplatte nur
gemeinsam mit einem besonders auszubildenden Zylinder verwendet werden. Die bekannten
Platten sind nicht untereinander austauschbar und meistens ist die formschluessige
Verbindung direkt auf dem Druckzylinder herzustellen, auf dem die Druckplatte zum
Einsatz kommt.
[0005] Aufgabe der vorstehenden Erfindung ist es, die Nachteile des Standes der Technik
zu vermeiden und eine neue Druckplatte fuer Rotationsdruckmaschinen vorzuschlagen.
[0006] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausfuehrungsform kann der Verbindungsstoss
zwischen den Plattenenden in einem bestimmten Winkel zum Radius des Zylinders geneigt
oder vollkommen umgebogen angeordnet sein.
[0008] Desweiteren kann der Verbindungsstoss als dauerhafte Verbindung dadurch hergestellt
werden, dass ein Kleber zwischen die abgebogenen und zusammengefuegten Plattenenden
eingefuellt wird. Die Druckplatte kann auch loesbar hergestellt werden, um ihre urspruengliche,
flache Form nach dem Druckvorgang wieder einnehmen zu koennen.
[0009] Weitere Ausfuehrungsbeispiele der Erfindung koennen den Unteranspruechen entnommen
werden.
[0010] Die Erfindung kann der nun folgenden Beschreibung einiger Ausfuehrungsbeispiele entnommen
werden, die in den folgenden Zeichnungen dargestellt sind.
[0011] Es zeigen:
Fig. 1 in perspektiver Ansicht ein Teilstueck der Druckplatte vor dem Zusammenfuegen;
Fig. 2 und 3 zwei mogliche Ausfuehrungsformen von Druckplatten im Schnitt;
Fig. 4-6 drei moegliche Ausfuehrungsformen des Plattenstosses; und
Fig. 7 und 8 weitere moegliche Ausfuehrungsformen des Stosses entsprechend Fig. 5.
[0012] In Fig. 1 ist eine Druckplatte 1 bekannter Bauart fuer den Einsatz in einer Rotationsdruckmaschine
dargestellt. Die Druckplatte 1 ist nur teilweise gezeigt und weist Enden 2 und 3 auf.
Die dargestellte Platte 1 wurde bereits derartig verformt, dass ein elastischer Koerper
mit zylindrischer Form gebildet wird. Die Plattenenden 2 und 3 sind in Fig. 1 noch
nicht miteinander verbunden.
[0013] Gemaess der Erfindung ist die Laenge oder Abwicklung der Platte 1 groesser als der
Umfang des verwendeten Druckzylinders, da zwei gegenueberliegende Randstreifen 2 und
3 zur Herstellung des Plattenstosses zur Verfuegung stehen muessen.
[0014] Fig. 2 stellt einen Teilschnitt des Randes 3 dar, der den Aufbau der Druckplatte
kenntlich macht. Die Platte besteht aus einer metallischen Traegerschicht 4, z.B.
aus Stahlblech, auf dem eine fotoempfindliche Beschichtung 5 aus Polymermaterial aufgetragen
ist. Diese Beschichtung wird im Anschluss in bekannter Weise fotochemisch bearbeitet
um das Druckbild auf der Druckplatte zu erstellen.
[0015] Fig. 2 zeigt das rechte Endstueck der Platte, das bereits von der fotoempfindlichen
Beschichtung laengs des Streifens 14 befreit wurde. Der Streifen 14 wird spaeter zur
Herstellung der Stossverbindung zwischen den zwei Plattenenden verwendet. Das Abtragen
der fotoempfindlichen Schicht 5 kann auf fotochemischem Wege oder aber durch spanabhebende
Bearbeitung, wie in Fig. 2 dargestellt ist, erfolgen.
[0016] In Fig. 3 ist ein weiteres Ausfuehrungsbeispiel einer Druckplatte im Schnitt dargestellt.
Die Platte besteht aus einem metallischen Traegermaterial 4, einer fotoempfindlichen
Schicht 5 und einer duennen Zwischenschicht 6, die die Aufgabe hat, eine bessere Verankerung
der fotoempfindlichen Schicht auf dem Traegermaterial 4 zu gewaehrleisten. Wie in
Fig. 3 dargestellt ist, wurde ein Streifen 15 von der fotoempfindlichen Beschichtung
befreit. Dies kann z.B. auch auf fotochemischem Wege erfolgen, wobei der Zwischenstreifen
6 belassen wird. Die Vorbereitung des Streifens 15 kann aber auch durch mechanische
Materialabnahme erfolgen. In diesem Fall wuerde in vorteilhafter Weise auch die Zwischenschicht
6 abgetragen werden.
[0017] Unter Bezugnahme auf die Fig. 4 wird zur Herstellung einer Stossverbindung der Endstreifen
2 mit einer Abkroepfung 12 versehen, dies durch Abbiegen des Streifens 2 um ca. 90°
und durch Ausfuehrung von zwei weiteren Abbiegungen in unmittelbarer Folge (U-foermig).
In diese Kroepfung wird das abgewinkelte Ende 11 eingefuehrt, das ebenfalls um 90°
in 18 des Streifens 3 abgebogen wurde.
[0018] In Fig. 4 ist weder ein Kleber noch ein anderer aushaertender Fuellstoff vorgesehen.
Das Anbringen eines Klebers oder Fuellers wird im Anschluss unter Bezugnahme auf die
Figuren 7 und 8 noch beschrieben werden.
[0019] Die Stossverbindung, die schematisch in Fig. 4 dargestellt ist, ist in radialer Richtung
ausgerichtet und stellt eine Stossverbindung mit grossem Platzbedarf im Inneren der
Druckplatte dar. Daher ist im Druckzylinder eine entsprechende Nut mit geeigneter
Tiefe vorzusehen. Sofern die Tiefe dieser Nut verringert werden soll, ist es vorteilhaft,
die Ausfuehrungsform gemaess Fig. 5 zu verwenden, fuer deren Beschreibung die gleichen
Bezugszeichen verwendet wurden.
[0020] Entsprechend dieser weiteren Ausfuehrungsform ist der Biegewinkel 17 der Kroepfung
12 kleiner als 90° (unter Bezugnahme auf die ebene Ausgangsflaeche). Der Biegewinkel
18 des Endstueckes 11 ist ebenfalls kleiner als 90° und im wesentlichen gleich dem
Winkel 17 der Kroepfung 12. Auf diese Weise ist die Verbindung gegenueber der Radialrichtung
des Druckzylinders geneigt angeordnet und die entsprechende Nut fuer das Einfuehren
der Verbindungsstelle ist in ihrer Tiefe (radial) kleiner bemessen.
[0021] Schliesslich zeigt die Fig. 6 eine weitere Ausfuehrungsform, in der die Verbindungsstelle
vollkommen zur inneren Flaeche der Druckplatte hin abgekantet ist. Mit anderen Worten,
die Abbiegung 17 des Winkels betraegt ca. 90°. Es ist aber eine weitere Abkantung
19 um 90° vorgesehen, und die Abkantung 18 erfolgt ueber einen Winkel von 180. Auf
diese Weise wird die Stossverbindung 20 flach ausgefuehrt und benoetigt nur wenig
Platz auf der Innenseite der Druckplatte.
[0022] Die Stossverbindungen, die schematisch in den Figuren 4 - 6 dargestellt sind, werden
durch wenigstens eine Naht aus haertendem Fuellmaterial oder Klebstoff laengs der
Nut zwischen zwei benachbarten Abkantungen 17, 18 der Raender 2, 3 geschlossen. Somit
wird eine Stossverbindung fuer die Druckplatte gebildet, die Kontinuitaet am Aussenumfang
der Druckplatte gewaehrleistet. Damit werden Unregelmaessigkeiten beim Benutzen der
Druckplatte, unerwuenschte Abnutzung der Druckplatte und andere stoerende Nebenerscheinungen
vermieden.
[0023] Auch wenn nur in Fig. 7 die Vorsehung einer Fuellnaht fuer eine Stossverbindung gemaess
der Fig. 5 dargestellt ist, ist es einleuchtend, dass eine Fuellnaht 8, d.h. eine
Verbindung in Umfangsrichtung mittels selbsthaertendem Material oder durch einen Kleber
zur Herstellung einer glatten und kontinuierlichen Umfangsflaeche der Platte, fuer
alle beschriebenen Stossverbindungen einsetzbar ist.
[0024] Mit diesen Ausfuehrungsformen, die eine Stossverbindung in Axialrichtung darstellen
und die ausschliesslich eine mechanische Stossverbindung zeigen, sowie durch die Verwendung
eines Fuellstoffes oder eines Klebers, ist die Druckplatte nicht permanent als Zylinder
verformt. Tatsaechlich kann bei Beendigung des Druckvorganges die Verbindungsnaht
aus Kleber oder Fuellstoff 8 zerstoert werden oder allgemein entfernt werden. Durch
Verformung der Wandbereiche 2 und 3 ist es moeglich, die Stossverbindung zu loesen
und somit die Matritze erneut in ihre urspruengliche Form einer flachen Platte umzuwandeln,
die eine Lagerung der Druckplatte wesentlich vereinfacht.
[0025] Als Alternativvorschlag, wie in Fig. 8 dargestellt, stets unter Bezugnahme auf die
schematisch dargestellte Variante in Fig. 5, kann ein Kleber oder ein aushaertendes
Fuellmaterial 9 auch im Innern der Kroepfung vorgesehen sein. Man erhaelt somit eine
Verbindung in Axialrichtung, die keine loesbare mechanische Verbindung darstellt,
sondern zur Herstellung einer permanenten Verbindung zwischen den abgekroepften Plattenenden
fuehrt. Diese Art der Verbindung, die auch bei anderen Ausfuehrungsformen Anwendung
finden kann, fuehrt zur Bildung einer permanent-zylindrischen Druckplatte.
[0026] Durch die Erfindung werden die vorgeschlagenen Aufgaben geloest. Die Stossverbindung
erlaubt es, in der Praxis die gesamte nutzbare Flaeche des Druckzylinders fuer die
Aufnahme des Druckbildes zu nutzen. Die Platte und die dazugehoerige Stossverbindung
sind einfach und billig, die Verbindung kann nach Wunsch geloest werden, damit die
Platte erneut die Form einer flachen Platte einnimmt. Schliesslich ist ein beschraenkter
Platzbedarf fuer die Stossverbindung im Innenraum der Platte erzielbar, Platz, der
in einfacher Weise ueber die Vorsehung einer Nut oder einer Ausnehmung in der Oberflaeche
des Druckzylinders geschaffen werden kann.
[0027] Da die Stossverbindung der Plattenraender bereits auf einem anderen Hilfszylinder
vorbereitet werden kann und die Druckplatte im Anschluss daran auf den eigentlichen
Druckzylinder rasch aufspannbar ist, wird eine wesentliche Zeiteinsparung fuer den
Wechsel der Druckplatten erzielt, was zu einer erheblichen Leistungssteigerung der
Maschine fuehrt.
[0028] In den Zeichnungen ist die Stossstelle entlang einer Mantellinie des Zylinders gezeigt,
die Verbindung kann aber auch mit Neigung gegenueber der Mantellinie des Zylinders
erfolgen, was Vorteile bringt und nur zu einer bescheidenen Einschraenkung der nutzbaren
Flaeche auf dem Zylinder fuehrt.
1. Druckplatte (1) fuer den Rotationsdruck, bestehend aus einem metallischen Traegermaterial
(4) und einer darauf aufgebrachten fotoempfindlichen Beschichtung (5) zur Aufnahme
eines Druckbildes, wobei die fotoempfindliche Beschichtung (5) an beiden gegenueberliegenden
Enden (14) der Druckplatte (1) abgetragen ist und die beiden abgekanteten Enden (14)
der Druckplatte von einer Nut im Druckzylinder aufgenommen werden, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Plattenende (3) eine winkelfoermige Abkroepfung (11) vorgesehen ist,
die in eine am anderen Plattenende (2) vorgesehene U-foermig ausgebildete Abkroepfung
(12) einfuegbar ist, und der so erhaltene, nach innen abstehende Stoß (20), zur Bildung
einer kontinuierlichen Umfangsflaeche durch ein Fuellmaterial (9) geschlossen ist.
2. Druckplatte fuer den Rotationsdruck, nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abkröpfung (11, 12) radial vom Druckplattenumfang (2, 3) nach innen
erstreckt.
3. Druckplatte, nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abkröpfung (11, 12) geneigt gegenueber dem Plattenradius angeordnet ist.
4. Druckplatte, nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abkröpfung (11, 12) tangential zum Plattenumfang (2, 3) erstreckt.
1. Printing plate (1) for rotary printing, consisting of a metallic carrier material
(4) and a photosensitive coating (5), mounted thereon, for receiving a printed image,
the photosensitive coating (5) being removed at both opposite ends (14) of the printing
plate (1) and the two bent ends (14) of the printing plate being received by a groove
in the impression cylinder, characterised in that an angular bent piece (11) is provided
at one end (3) of the plate, which bent piece can be inserted in a U-shaped bent piece
(12) provided at the other end (2) of the plate, and the inwardly projecting joint
(20), thus produced, is closed by a filler material (9) to form a continuous circumferential
surface.
2. Printing plate for rotary printing according to Patent Claim 1, characterised in that
the bent piece (11, 12) extends radially inwards from the circumference (2, 3) of
the printing plate.
3. Printing plate according to Patent Claim 1, characterised in that the bent piece (11,
12) is arranged at an inclination to the radius of the plate.
4. Printing plate according to Patent Claim 1, characterised in that the bent piece (11,
12) extends tangentially to the circumference (2, 3) of the plate.
1. Plaque à imprimer (1) pour l'impression rotative, constituée d'un matériau de support
métallique (4) et d'une couche photosensible (5) appliquée sur celui-ci pour la réception
d'une image d'impression, la couche photosensible (5) étant enlevée aux deux extrémités
opposées (14) de la plaque à imprimer (1) et les deux extrémités coudées (14) de la
plaque à imprimer sont reçues par une rainure dans le cylindre d'impression, caractérisée
en ce qu il est prévu à une extrémité de plaque (3) un coude (11) de forme angulaire
qui peut être inséré dans un coude (12) réalisé en forme de U prévu à l' autre extrémité
de plaque (2), et que le joint (20) ainsi obtenu, faisant saillie vers l'intérieur,
est fermé par une matière de remplissage (9) pour former une surface de pour tour
continue.
2. Plaque à imprimer pour l'impression rotative selon la revendication 1, caractérisée
en ce que le coude (11,12) s'étend radialement depuis le pourtour de la plaque à imprimer
(2,3) vers l'intérieur.
3. Plaque à imprimer selon la revendication 1, caractérisée en ce que le coude (11,12)
est disposé de façon inclinée par rapport au rayon de plaque.
4. Plaque à imprimer selon la revendication 1, caractérisée en ce que le coude (11,12)
s'étend tangentiellement au pourtour de plaque (2,3).