[0001] Die Neuerung betrifft eine Schloßschutzvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruchs
1.
[0002] Es sind verschiedene Arten von Schloßschutzvorrichtungen bekannt, die das Abbrechen
eines Schließzylinders verhindern sollen. Diese bestehen aus einem Metallkörper, der
einen Teil des Schließzylinders, und zwar den Teil der aus der Türplatte herausragt,
umgibt, und innerhalb dieses Körpers ist eine Platte ebenfalls aus Metall angeordnet,
die einen Schlitz zum Einführen des Schlüssels in das Schloß aufweist. Diese Platte
ist drehbar angeordnet. Als Beispiel hierfür sei die DE-OS 25 57 151 erwähnt. Ebenfalls
eine drehbare Abdeckung, die ein Abbrechen des Schließzylinders verhindern soll, ist
aus der DE-OS 19 26 519 bekannt.
[0003] Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß all diese Vorrichtungen in soweit den Nachteil
haben, als nach dem Einbau bzw. dem Anschrauben der Abdeckung und dem eingeführten
Zylinder insbesondere dem Kern des Zylinders ein Spielraum besteht, der das Einführen
des Schlüssels in den Kern erschwert, weil durch entsprechende Anschläge am Schlüsselrücken
nur ein vorgegebener Einschubweg für den Schlüssel zur Verfügung steht und dieser,
wenn ein Spiel zwischen Kern und Abdeckung vorhanden ist, nicht ausreicht, um ein
ordnungsgemäßes betätigen des Schlosses zu ermöglichen.
[0004] Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schloßschutzvorrichtung zu schaffen,
die einerseits ein Aufbrechen des Schlosses oder Herausziehen des Kernes erschwert
und zum anderen ein siches Einführen des Schlüssels in den Zylinderkern zur Durchführung
der Schließbewegung ermöglicht.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe neuerungsgemäß dadurch, daß die in dem den Schloßzylinder
umgebenden Hartmetallkörper angeordnete Platte durch Anschläge begrenzt axial innerhalb
der Ausnehmung dieses Hartmetallkörpers verschiebbar ist.
[0006] Nach einer Ausführung der Neuerung kann dabei die Platte unter einem axialen Federdruck
stehen, so daß sie sich zwangsläufig bei ihrer axialen Verschiebung innerhalb der
Ausnehmung immer am Zylinderkern bzw. am Gehäuse anlegt und damit jegliches Spiel
zwischen dieser Platte und dem Kern vermieden wird, so daß ein sicheres Einführen
des Schlüssels gewährleistet ist.
[0007] Bei einer zweiten Ausführung der Neuerung ist die Platte in dem Hartmetallkörper
mittels eines Innengewindes an der Ausnehmung des Hartmertallkörpers bzw. eines Außengewindes
an der Platte in diesen einschraubbar, so daß ebenfalls eine Anlage der Platte am
Zylinderkern gewährleistet ist. Auch damit ist dann nach einer entsprechenden Fixierung
der Platte von innen, die ein weiteres Ein- oder Ausschrauben verhindert, der notwendige
Übergang von der Platte in den Kern für den Schlüssel möglich und damit schließlich
ein einwandfreies Schließen.
[0008] Die Neuerung soll nachfolgend anhand der Figuren, die diese Ausführungsbeispiele
zeigen, erläutert werden. Dabei ist in den Figuren jeweils ein schematischer Querschnitt
durch die Schloßschutzvorrichtung dargestellt.
[0009] Dabei ist in den Figuren jeweils ein schematischer Querschnitt und eine Vorderansicht
durch die Schloßschutzvorrichtung dargestellt.
[0010] In der Figur 1 besteht die Schloßschutzvorrichtung aus einem den Schloßzylinder umgebenden
Metallkörper 1, der eine Ausnehmung 3 aufweist. In dieser Ausnehmung 3 ist drehbar
die ebenfalls aus Metall bestehende Platte 2 angeordnet, die axial verschiebbar ist,
wobei deren Verschiebung durch einen äußeren Anschlag 4 sowie einen inneren Anschlag
5 begrenzt wird. Der Metallkörper 1 wird von außen auf den Schließzylinder aufgebracht
und dort befestigt, und zwar in der Art, daß von innen der Zylinderkern gegen die
Platte 2 drückt, die ihrerseits unter der Wirkung einer Feder 6 steht und damit an
den Kern angedrückt wird. Damit ist erreicht, daß kein Spiel zwischen der Platte und
dem Kern vorhanden ist und es wird ein sichers Einführen des Schlüssels gewährleistet.
[0011] Bei der Ausführung nach Fig. 2 ist ebenfalls der Metallkörper 1 im Schnitt dargestellt
und in dessen Ausnehmung 3 befindet sich die Platte, die hier mit dem Bezugszeichen
7 versehen ist. Diese Platte weist ein Außengewinde 8 auf, während die Ausnehmung
des Metallkörpers ein Innengewinde 9 aufweist. Die Gewindeplatte besitzt auf ihrer
Frontseite eine drehbare und in Axialrichtung relativ zu ihr nicht verschiebbare zweite
Platte 7a. Die Verbindung zwischen Gewindeplatte 7 und Platte 7a kann z.B. durch umbördeln
geschehen 7b. Auf diese Weise ist die Gewindeplatte 7 mit Platte 7a innerhalb der
Ausnehmung des Metallkörpers 1 axial verschiebbar und kann so gegen den Zylinderkern
gedrückt werden.
[0012] Ebenfalls hierbei ist vorgesehen ein äußerer Anschlag 4, der ein Herausdrehen der
Platte verhindert. Nach der Fixierung der Platten 7, 7a in der Anschlagstellung am
Zylinderkern besteht kein Spiel zwischen der Platte und der Kern, so daß auch hierbei
ein sicheres Einführen des Schlüssels möglich ist und damit die beim Stand der Technik
vorhandenen Nachteile, die zu einer Beeinträchtigung des Schließvorganges führen können,
ausgeräumt werden, bei gleichzeitiger Sicherung des Schlosses gegen ein Aufbrechen.
1. Schloßschutzvorrichtung mit einem die Außenfläche des Schließzylinders umgebenden
und daran befestigten Metallkörper, der eine dem Kern des Schloßzylinders angepaßte
Innenausnehmung aufweist und mit einer drehbar in der Ausnehmung sitzenden Platte
aus Metall, die einen Schlitz zum Einführen des Schlüssels in das Schloß aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (2) durch Anschläge begrenzt axial innerhalb der Ausnehmung (3) verschiebbar
ist.
2. Schloßschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschiebeweg der Platte (2) durch einen inneren und einen äußeren Anschlag
(4,5) in der Ausnehmung (3) des Metallkörpers (1) begrenzt ist, wobei die Verschiebung
in Richtung auf den äußeren Anschlag (4) gegen die Kraft einer Feder (6) erfolgt.
3. Schloßschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (7) ein Außengewinde (8) und die Ausnehmung (3) im Metallkörper (1)
ein Innengewinde (9) aufweist und daß der innere Anschlag durch entsprechendes Einschrauben
der Platte (7) in die Ausnehmung und dortige Fixierung gebildet ist, während der äußere
Anschlag (4) ein Herausschrauben der Platte (7) verhindert.
4. Schloßschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (7) zweiteilig ausgebildet ist, wobei beide Teile (7, 7a) axial hintereinander
angeordnet sind, daß der eine Teil (7) der Platte das Axialgewinde (8) aufweist und
in der Ausnehmung (3) fixierbar ist, während der andere Teil (7a) gegenüber diesem
Teil verdrehbar, aber axial unverschiebbar gehalten ist.