(19)
(11) EP 0 307 347 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.03.1989  Patentblatt  1989/11

(21) Anmeldenummer: 88730203.2

(22) Anmeldetag:  06.09.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E05B 17/14
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE GB NL SE

(30) Priorität: 10.09.1987 DE 8712272 U

(71) Anmelder: IKON AKTIENGESELLSCHAFT Präzisionstechnik
D-14167 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • Krühn, Jürgen
    D-1000 Berlin 45 (DE)
  • Range, Hans-Peter
    D-1000 Berlin 49 (DE)
  • Föhl, Werner
    D-7930 Ehingen 15 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schlossschutzvorrichtung


    (57) Die Erfindung betrifft eine Schloßschutzvorrichtung, die im wesentlichen aus einer dem Schloßzylinder vorgesetzten Metallplatte besteht, die einen Schlitz zum Einführen des Schlüssels in das Schloß aufweist. Um einerseits ein Aufbrechen des Schlosses oder Herausziehen des Kernes zu erschweren, und andererseits ein sicheres Einführen des Schlüssels in den Zylinder zur Durchführung der Schließbewegung zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, daß die Platte (2) durch Anschläge begrenzt axial innerhalb der Ausnehmung (3) verschiebbar ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Neuerung betrifft eine Schloßschutzvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1.

    [0002] Es sind verschiedene Arten von Schloßschutzvorrichtungen bekannt, die das Abbrechen eines Schließzylinders verhindern sollen. Diese bestehen aus einem Metallkörper, der einen Teil des Schließzylinders, und zwar den Teil der aus der Türplatte herausragt, umgibt, und innerhalb dieses Körpers ist eine Platte ebenfalls aus Metall angeordnet, die einen Schlitz zum Einführen des Schlüssels in das Schloß aufweist. Diese Platte ist drehbar angeordnet. Als Beispiel hierfür sei die DE-OS 25 57 151 erwähnt. Ebenfalls eine drehbare Abdeckung, die ein Abbrechen des Schließzylinders verhindern soll, ist aus der DE-OS 19 26 519 bekannt.

    [0003] Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß all diese Vorrichtun­gen in soweit den Nachteil haben, als nach dem Einbau bzw. dem Anschrauben der Abdeckung und dem eingeführten Zylinder insbesondere dem Kern des Zylinders ein Spielraum besteht, der das Einführen des Schlüssels in den Kern erschwert, weil durch entsprechende Anschläge am Schlüsselrücken nur ein vor­gegebener Einschubweg für den Schlüssel zur Verfügung steht und dieser, wenn ein Spiel zwischen Kern und Abdeckung vor­handen ist, nicht ausreicht, um ein ordnungsgemäßes betätigen des Schlosses zu ermöglichen.

    [0004] Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schloß­schutzvorrichtung zu schaffen, die einerseits ein Aufbrechen des Schlosses oder Herausziehen des Kernes erschwert und zum anderen ein siches Einführen des Schlüssels in den Zylin­derkern zur Durchführung der Schließbewegung ermöglicht.

    [0005] Gelöst wird diese Aufgabe neuerungsgemäß dadurch, daß die in dem den Schloßzylinder umgebenden Hartmetallkörper ange­ordnete Platte durch Anschläge begrenzt axial innerhalb der Ausnehmung dieses Hartmetallkörpers verschiebbar ist.

    [0006] Nach einer Ausführung der Neuerung kann dabei die Platte unter einem axialen Federdruck stehen, so daß sie sich zwangsläufig bei ihrer axialen Verschiebung innerhalb der Ausnehmung immer am Zylinderkern bzw. am Gehäuse anlegt und damit jegliches Spiel zwischen dieser Platte und dem Kern vermieden wird, so daß ein sicheres Einführen des Schlüssels gewährleistet ist.

    [0007] Bei einer zweiten Ausführung der Neuerung ist die Platte in dem Hartmetallkörper mittels eines Innengewindes an der Ausnehmung des Hartmertallkörpers bzw. eines Außengewindes an der Platte in diesen einschraubbar, so daß ebenfalls eine Anlage der Platte am Zylinderkern gewährleistet ist. Auch damit ist dann nach einer entsprechenden Fixierung der Platte von innen, die ein weiteres Ein- oder Ausschrauben verhindert, der notwendige Übergang von der Platte in den Kern für den Schlüssel möglich und damit schließlich ein einwandfreies Schließen.

    [0008] Die Neuerung soll nachfolgend anhand der Figuren, die diese Ausführungsbeispiele zeigen, erläutert werden. Dabei ist in den Figuren jeweils ein schematischer Quer­schnitt durch die Schloßschutzvorrichtung dargestellt.

    [0009] Dabei ist in den Figuren jeweils ein schematischer Querschnitt und eine Vorderansicht durch die Schloßschutzvorrichtung dargestellt.

    [0010] In der Figur 1 besteht die Schloßschutzvorrichtung aus einem den Schloßzylinder umgebenden Metallkörper 1, der eine Ausnehmung 3 aufweist. In dieser Ausnehmung 3 ist drehbar die ebenfalls aus Metall bestehende Platte 2 angeordnet, die axial verschiebbar ist, wobei deren Verschiebung durch einen äußeren Anschlag 4 sowie einen inneren Anschlag 5 begrenzt wird. Der Metallkörper 1 wird von außen auf den Schließzylinder aufgebracht und dort be­festigt, und zwar in der Art, daß von innen der Zylinderkern gegen die Platte 2 drückt, die ihrerseits unter der Wirkung einer Feder 6 steht und damit an den Kern angedrückt wird. Damit ist erreicht, daß kein Spiel zwischen der Platte und dem Kern vorhanden ist und es wird ein sichers Einführen des Schlüssels gewährleistet.

    [0011] Bei der Ausführung nach Fig. 2 ist ebenfalls der Metall­körper 1 im Schnitt dargestellt und in dessen Ausnehmung 3 befindet sich die Platte, die hier mit dem Bezugszeichen 7 versehen ist. Diese Platte weist ein Außengewinde 8 auf, während die Ausnehmung des Metallkörpers ein Innengewinde 9 aufweist. Die Gewindeplatte besitzt auf ihrer Frontseite eine drehbare und in Axialrichtung relativ zu ihr nicht verschiebbare zweite Platte 7a. Die Verbindung zwischen Gewindeplatte 7 und Platte 7a kann z.B. durch umbördeln geschehen 7b. Auf diese Weise ist die Gewindeplatte 7 mit Platte 7a innerhalb der Ausnehmung des Metallkörpers 1 axial verschiebbar und kann so gegen den Zylinderkern gedrückt werden.

    [0012] Ebenfalls hierbei ist vorgesehen ein äußerer Anschlag 4, der ein Herausdrehen der Platte verhindert. Nach der Fixierung der Platten 7, 7a in der Anschlagstellung am Zylinderkern besteht kein Spiel zwischen der Platte und der Kern, so daß auch hierbei ein sicheres Einführen des Schlüssels möglich ist und damit die beim Stand der Technik vorhandenen Nachteile, die zu einer Beeinträchtigung des Schließvorganges führen können, ausgeräumt werden, bei gleichzeitiger Sicherung des Schlosses gegen ein Aufbrechen.


    Ansprüche

    1. Schloßschutzvorrichtung mit einem die Außenfläche des Schließzylinders umgebenden und daran befestigten Metall­körper, der eine dem Kern des Schloßzylinders angepaßte Innenausnehmung aufweist und mit einer drehbar in der Aus­nehmung sitzenden Platte aus Metall, die einen Schlitz zum Einführen des Schlüssels in das Schloß aufweist, da­durch gekennzeichnet, daß die Platte (2) durch Anschläge begrenzt axial innerhalb der Ausnehmung (3) verschiebbar ist.
     
    2. Schloßschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschiebeweg der Platte (2) durch einen inneren und einen äußeren Anschlag (4,5) in der Ausnehmung (3) des Metallkörpers (1) begrenzt ist, wobei die Verschiebung in Richtung auf den äußeren Anschlag (4) gegen die Kraft einer Feder (6) erfolgt.
     
    3. Schloßschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (7) ein Außenge­winde (8) und die Ausnehmung (3) im Metallkörper (1) ein Innengewinde (9) aufweist und daß der innere Anschlag durch entsprechendes Einschrauben der Platte (7) in die Ausnehmung und dortige Fixierung gebildet ist, während der äußere An­schlag (4) ein Herausschrauben der Platte (7) verhindert.
     
    4. Schloßschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (7) zweiteilig ausgebildet ist, wobei beide Teile (7, 7a) axial hintereinander angeordnet sind, daß der eine Teil (7) der Platte das Axialge­winde (8) aufweist und in der Ausnehmung (3) fixierbar ist, während der andere Teil (7a) gegenüber diesem Teil verdrehbar, aber axial unverschiebbar gehalten ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht