[0001] Blockbohlenwände werden zur Erstellung von Blockhäusem und anderen Nutzräumen verwendet.
Nach dem Stand der Technik werden rechtwinklige Blockbohlenverbindungen nur mit einer
Einfräsung von 45
° oder von 90
° zur Verbindung von Blockbohlen verwendet.
[0002] Diese Verbindungen haben den Nachteil, dass beim Arbeiten und Eintrocknen des Holzes
Spalten und dadurch Undichtigkeiten entstehen, so dass Wind und Regen in das Innere
des Raumes eindringen kann.
[0003] Ausserdem besteht der Nachteil des Lichteinfalles durch die Blockbohlenverbindungen.
Es können auch Masstoleranzen der Blockbohlendicken bei einem Winkel von 90
° nicht ausgeglichen werden. Die US-PS 3 892 097 beschreibt bezüglich der vertikalen
Berührungsflächen (22) und (30) ein symmetrisches Profil, wie aus den Figuren 3 und
4 hervorgeht.
[0004] Die Blockbohlen nach diesem Stand der Technik sind auch nicht beliebig austauschbar.
[0005] Dagegen verwendet die Erfindung im Bereich der vertikalen Flächen (4, 5, 6, 7a, 7b,
8, 9) ein asymmetrisches Profil bezüglich der Mittelachse (11) der Kopfseite der Blockbohle
(2), sowie den jeweils gegenüberliegenden Flächen der Breitseite der Blockbohle (1)
bezüglich der Mittelachse (12). Ausserdem weist die Erfindung zusätzlich die Flächen
(5), (6), (8) auf und bewirkt somit durch deren Verzahnung die Abdichtung der Blockbohlenwände.
[0006] Der Stand der Technik wird durch die Blockbohlenwände mit Blockbohlenverbindungen
der Erfindung überwunden.
[0007] Gegenstand der Erfindung sind Blockbohlenwände mit Blockbohlenverbindungen aus den
Blockbohlen (1) und (2), die auf ihren sich gegenüberliegenden Seiten kreuzweise eingefräst
und in ihrer Dicke so reduziert sind, dass sich durch Einstecken ein kompaktes Volumen
im Kreuzbereich ergibt.
[0008] Es ist die Aufgabe der Erfindung, die Dichtigkeit der Blockbohlenverbindungen der
Blockbohlenwände zu verbessern.
[0009] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Austauschbarkeit der Blockbohlen herbeizuführen.
Die Aufgaben der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 definiert.
[0010] Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass jede der Bohlen im Bereich des Kreuzungspunktes
mit der nächsten Bohle auf ihren vertikalen Längsseiten eine durchgehende, im Querschnitt
trapezförmige Nut hat, deren Seitenwände zur jeweiligen Längsseite der Bohlen einen
Winkel von 135° einschliessen und in der Verlängerung dieser Nutseiten zum Nutgrund
hin durchgehende, im Querschnitt dreieckige Profile in Positiv- oder Negativform vorgesehen
sind, welche gleiche Schenkellängen und/ oder einen rechten Winkel aufweisen und pro
Nut paarweise vorgesehen sind und in der gegenüberliegenden Nut umgekehrt paarweise
angeordnet sind und im Kreuzungsbereich jede der Bohlen in ihrer Dicke um die Hälfte
reduziert ist symmetrisch zur horizontalen Mittelebene.
[0011] Die Erfindung ist weiter dadurch gekennzeichnet, dass die Blockbohlen (1) und (2)
einen Winkel zwischen etwa 20 Grad und etwa 90 Grad bilden.
[0012] Weiter ist diese dadurch gekennzeichnet, dass die Blockbohlenwände mit Blockbohlenverbindungen
in den Flächen (4) bis (9), sowie (4a) bis (9a) Aussparungen zur Aufnahme eines zusätzlichen
Dichtungsbandes aufweisen.
[0013] Die Erfindung ist auch dadurch gekennzeichnet, dass die Blockbohlenwände mit Blockbohlenverbindungen
zusätzlich mit Holzdübeln befestigt sind und an den Enden jeder Wand gegebenenfalls
durchgehende Zugstangen zum Spannen der Blockwände aufweisen.
[0014] Die Unteransprüche sind alternative und bevorzugte Ausführungsformen zum Anspruch
1.
[0015] Die Erfindung wird durch das folgende Beispiel erläutert.
[0016] Blockbohlen (1) und (2) bilden im Profil eines Horizontalschnittes an einer äusseren
Ecke (3) eine vertikale Fläche (4) unter einem Winkel von 45
°, der aus der Mittelachse (12) der Blockbohle (1) und der gedachten Verlängerung der
Fläche (4) bis zum Kreuzungspunkt (13) gebildet wird. Daran ist eine vertikale Fläche
(5) angefräst, die einen Winkel von 135
° einschliesst mit der Fläche (4) und die zur Mittelachse (12) der Blockbohle (1) parallel
steht. Daran ist eine vertikale Fläche (6) angefräst, die einen Winkel von 90
° gegen die Fläche (5) in ihrer Berührungslinie bildet und bei dem sich zusammen mit
der Fläche (5) ergebenden Dreieck liegen beide Enden der Schenkel in der Verbindungslinie
zwischen der Ecke (3) und dem Kreuzungspunkt (13), woran sich die sich berührenden,
senkrechten Flächen (7a, b) parallel zur Mittelachse (12) anschliessen, wobei die
Fläche (7a) die Breitseite der Bohlenfläche (1) und die Fläche (7b) die Kopfseite
der Blockbohle (2) darstellt und sich diese am anderen Ende der Blockbohle (2) über
die Verbindungslinie von der Ecke (10) zum Kreuzungspunkt (13) hinausstreckt und sich
daran eine vertikale Fläche (8) mit einem Winkel von 90
° anschliesst, dessen Schenkelende des zusammen mit der Fläche (7) sich ergebenden
Dreiecks auf der Verbindungslinie von der Ecke (10) zum Kreuzungspunkt (13) liegt
und sich daran eine vertikale Fläche (9) mit einem gegen die Fläche (8) eingeschlossenen
Winkel von 135
° bis zur äusseren Ecke (10) anschliesst und wobei der rechte Winkel aus den vertikalen
Flächen (5) und (6) in Beziehung zu einem Schnitt in der Verbindungslinie von der
Ecke (3) zum Kreuzungspunkt (13) innerhalb der Bohle (2) liegt, und wobei der rechte
Winkel aus den vertikalen Flächen (7) und (8) in Beziehung zu einem Schnitt in der
Verbindungslinie von der Ecke (10) zum Kreuzungspunkt (13) ausserhalb der Blockbohle
(2) liegt und wobei die Flächen (4a, 5a, 6a, 7c, 7d, 8a, 9a) diagonal und spiegelbildlich
auf der anderen Breitseite der Blockbohle (1) zu den Flächen (4, 5, 6, 7, 7a, 7b,
8, 9) angeordnet sind.
[0017] Die Blockbohlen (1) und (2) weisen beispielsweise die Masse 70 x 146 mm auf.
[0018] Die Flächen (4, 4a) weisen beispielsweise wie auch die Flächen (9, 9a) die Masse
7,07 mm auf.
[0019] Die Flächen (5, 5a) und (6, 6a) und (8, 8a) weisen beispielsweise ein Mass von 5
mm auf.
[0020] Die Flächen (7, a, c, d) weisen bespielsweise das Mass von 5 mm auf.
[0021] Figur 1 stellt den Grundriss und Figur 2 die Seitenansicht einer Blockbohlenverbindung
dar.
[0022] In den Figuren bedeuten die Ziffern:

[0023] Die Blockbohlenverbindungen der Blockbohlenwände verwenden den technischen Effekt
der Kombination von Flächen und Winkeln.
[0024] Der technische Effekt der Erfindung beruht auch darauf, dass die Verzahnung der einzelnen
Flächen so ausgebildet ist, dass die Blockbohlen (1) und (2) beliebig zu verbinden
sind. Wenn alle Ecken nach der Ecke (10) ausgebildet würden, können die Blockbohlen
(1) und (2) nicht zusammengefügt werden, da da sich dann die Flächen überschneiden
würden.
[0025] Wenn alle Ecken nach der Ecke (3) ausgebildet würden, entstehen an den 4 Ecken quadratische
Hohlräume, welche die Dichtigkeit aufheben.
[0026] Die Blockbohlenwände mit den Blockbohlenverbindungen gemäss der Erfindung bieten
auch die technischen Vorteile, dass die Masstoleranzen egalisiert sind, und dass nach
Trocknung des Holzes Dichtigkeit gegen Witterungseinflüsse an den Ecken besteht und
keine Durchsicht möglich ist.
[0027] Ein weiterer Vorteil der Blockbohlenwände mit den Blockbohlenverbindungen gemäss
der Erfindung liegt auch darin, dass diese eine leichte und sichere Montage gestatten.
1. Blockbohlenwände mit Blockbohlenverbindungen aus den Blockbohlen (1) und (2), die
auf ihren sich gegenüberliegenden Seiten kreuzweise eingefräst und in ihrer Dicke
so reduziert sind, dass sich durch Einstecken ein kompaktes Volumen im Kreuzbereich
ergibt, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Bohlen im Bereich des Kreuzpunktes mit
der nächsten Bohle auf ihren vertikalen Längsseiten eine durchgehende, im Querschnitt
trapezförmige Nut hat, deren Seitenwände zur jeweiligen Längsseite der Bohlen einen
Winkel von 135° einschliessen und in der Verlängerung dieser Nutseiten zum Nutgrund hin durchgehende,
im Querschitt dreieckige Profile in Positiv- oder Negativform vorgesehen sind, welche
gleiche Schenkellängen und/oder einen rechten Winkel aufweisen und pro Nut paarweise
vorgesehen sind und in der gegenüberliegenden Nut umgekehrt paarweise angeordnet sind
und im Kreuzungsbereich jede der Bohlen in ihrer Dicke um die Hälfte reduziert ist
symmetrisch zur horizontalen Mittelebene.
2. Blockbohlenwände mit Blockbohlenverbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Blockbohlen (1) und (2) einen Winkel zwischen etwa 20 Grad und etwa 90 Grad
bilden.
3. Blockbohelnwände mit Blockbohlenverbindungen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, dass diese in den Flächen (4) bis (9), sowie (4a) bis (9a) Aussparungen
zur Aufnahme eines zusätzlichen Dichtungsbandes aufweisen.
4. Blochkbohlenwände mit Blockbohlenverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass diese
zusätzlich mit Holzdübeln befestigt sind und an den Enden jeder Wand gegebenenfalls
durchgehende Zugstangen zum Spannen der Blockwände aufweisen.
1. Log walls with log assemblies from logs (1) and (2) , which are cut crosswise on
their opposed sides and reduced in their thickness in such a way that, after inserting,
a compact volume is shown in the cross range, characterized in that each of the logs
has in the range of the intersection with the log next to it a continuous, in the
cross section trapeze- shaped slot on its vertical longitudinal sides, the side walls
of which towards the respective longitudinal side of the logs include an angle of
135°, and in the extension of these slotsides towards the slot- base continuous, in
the cross section triangular positive or negative profiles are provided, showing equal
side lengths and/or a right angle and which are provided in pairs per slot and are
arranged reverse in pairs in the opposing slot, and in the cross section each of the
logs is, in its thickness, half reduced symmetrically to the horizontal median plane.
2. Log walls with log assemblies according to claim 1, characterized in that the logs
(1) and (2) form an angle between about 20° and about 90°.
3. Log walls with log assemblies according to claims 1 and 2, characterized in that
these have openings in the surfaces (4) to (9) as well as (4a) to (9a) for the incorporation
of an additional sealing tape.
4. Log walls with log assemblies, characterized in that these are addtionally secured
with wooden dowels at the end of each wall and show, if needed, continuous drawbars
for tightening the log walls.
1. Murs à rondins avec assemblages entre rondins des rondins (1) et (2), qui sont
fraisés en croix aux côtés opposés et qui sont réduits dans leur épaisseur de manière
que, en fichant, un volume compact se trouve dans la sphère de croisement, caractérisés
en ce que chacun des rondins présente dans la sphère d'intersection avec le rondin
suivant une rainure continue sur les côtés longitudi- nals, qui est trapéziforme dans
la section, dont les murs latérals au côté longitudinal respectif des rondins entourent
un angle de 135°, et que dans l'allonge des côtés de la rainure au fond de la rainure des profils
en forme positif ou négatif sont prévus, qui sont contenus et triangulaires à la section,
ayant des côtés de la même longueur et/ou un angle droit, et qui sont prévus par rainure
par paires et arrangés inversement par paires dans la rainure opposée, et que chacun
des rondins est réduit symétriquement au plan médian horizontal à moitié de l'épaisseur
dans la sphère de croisement.
2. Murs à rondins avec assemblages entre rondins selon revendication 1, caractérisés
en ce que les rondins (1) et (2) forment un angle entre environ 20 degré et environ
90 degré.
3. Murs à rondins avec assemblages entre rondins selon les revendications 1 et 2,
caractérisés en ce qu'ils ont des mortaises dans les plaines (4) à (9) ainsi que (4a)
à (9a) pour la réception d'un ruban d'étanchéité supplémentaire.
4. Murs à rondins avec assemblages entre rondins, caractérisés en ce qu'ils sont fixés
additionel- lement avec des chevilles de bois et présentent aux bouts de chaque mur
des tiges de traction, le cas échéant continues, pour tendre les murs à rondins.