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EP 0 307 536 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.04.1992 Patentblatt 1992/14 |
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Anmeldetag: 25.02.1988 |
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Maschine und Verfahren zum Falten von textilen Materialbahnen
Machine and method for folding textile webs
Machine et procédé pour plier des bandes textiles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB IT LU NL SE |
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Priorität: |
18.09.1987 CH 3606/87
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.03.1989 Patentblatt 1989/12 |
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Patentinhaber: Christian Fischbacher Co AG |
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CH-9015 St. Gallen (CH) |
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Erfinder: |
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- Huckenbeck, Willi
D-5600 Wuppertal 2 (DE)
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Vertreter: EGLI-EUROPEAN PATENT ATTORNEYS |
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Horneggstrasse 4 8008 Zürich 8008 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
AT-B- 300 709
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CH-A- 564 120
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Falten von textilen Materialbahnen, insbesondere
von Vorhangstoffmustern gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zum
Falten der textilen Materialbahnen.
[0002] In der Textilbranche ist es bekannt, für bestimmte Zwecke, insbesondere für die Präsentation,
textile Materialbahnen, insbesondere Vorhangstoffbahnen einer bestimmten Grösse, auf
eine bestimmte Breite, beispielsweise 20 cm, zu falten. Bei dieser Standardform für
die Präsentation solcher Stoffbahnen wird zudem verlangt, dass bei der gefalteten
Materialbahn die Anfangskante und die Endkante übereinanderliegen.
[0003] Das Falten der Stoffbahnen zur Erstellung der standardisierten Präsentationsform
wird im wesentlichen manuell durchgeführt, wobei einfache Hilfsmittel, beispielsweise
Lineale, Verwendung finden. Versuche, das Zusammenfalten der Materialbahnen maschinell
und selbsttätig durchzuführen, haben bisher keinen Erfolg gezeigt.
[0004] Es ist ausserdem eine gattungsgemässe Vorrichtung bekannt (CH-A-564 120), bei welcher
ein Faltgutstück auf einer mittels zweier Gruppen verschiebbarer Platten in Quer-
und in Längsrichtung je zwei Mal gefaltet wird. Diese Vorrichtung ist jedoch offensichtlich
für die Faltung kleiner Tücher gedacht und eignet sich nicht für die Faltung langer
und verhältnismässig schwerer Materialbahnen. Ausserdem ist sie, z. T. bedingt durch
die zwei Faltrichtungen, in ihrem Aufbau ziemlich kompliziert.
[0005] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Maschine zum Falten auch
längerer textiler Materialbahnen zu schaffen, mit welcher das Falten der textilen
Materialbahnen schnell und zuverlässig durchführbar ist, wobei jedoch die Maschine
in ihrem Aufbau einfach und deshalb kostengünstig ist.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruchs
1 gelöst.
[0007] Zweckmässig ist, daß der Stoffauflegetisch als feststehende kreisringstückförmige
Zylinderfläche und die über dem Stoffauflegetisch hin und her bewegbar ausgebildeten
Stoffalt-Schieberplatten als kreisringstückförmige Zylinderflächen ausgebildet sind,
welch letztere auf Kreisbogenstücken mit unterschiedlichen Radien um eine gemeinsame
Schwenkwelle hin und her schwenkbar sind.
[0008] Damit beim Falten der Materialbahnen Anfangskante und Endkante zuverlässig übereinander
zu liegen kommen, kann auf der Bedienungsseite der Maschine eine feststehende Tischfläche
mit einem Sensor vorgesehen sein, der beim Passieren der Endkante des textilen Materialstückes
ein Signal auslöst, mit dem die Maschine den Faltvorgang abbricht und hierbei eine
solche Teilbahn der Materialbahn zurückhält, dass die Endkante beim Falten der zurückgehaltenen
Teilbahn mit der Anfangskante fluchtet.
[0009] Ein Ausführungssbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und nachfolgend
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematisch dargestellte Seitenansicht einer Maschine zum Falten von textilen
Materialbahnen,
- Fig. 2
- einen schematisch dargestellten Längsschnitt der Maschine, wobei jedoch Teile des
Rahmengestells der Maschine weggelassen sind,
- Fig. 3
- eine schematisch dargestellte Seitenansicht einer Stoffalt-Schieberplatte, welche
durch einen Fluidlinearmotor angetrieben ist, und
- Fig. 4
- eine schematisch dargestellte Seitenansicht der Maschine, bei welcher die Stoffalt-Schieberplatten
in ihrer Endstellung und mit der gefalteten Materialbahn dargestellt sind.
[0010] Die in den Figuren 1 - 4 dargestellte Maschine wird zum Falten von Dekorationsstoffen,
beispielsweise Vorhangmustern verwendet, welche nach dem Falten mit einem Bügel versehen,
beschriftet und in dieser Form präsentiert werden. Die Maschine weist ein im wesentlichen
quaderförmiges Rahmengestell 1 auf, welches aus Vertikalstäben 2 und Horizontalstäben
3 zusammengesetzt ist. In Figur 1 sind die Stäbe 2,3 teilweise sichtbar. Sie können
aus Winkelprofilen oder Vierkantrohren bestehen. Den oberen Abschluss der Rahmengestells
1 bildet eine Tischfläche 4, welche in eine vordere Teilfläche 5 und in eine hintere
Teilfläche 6 unterteilt ist. Zwischen den beiden Teilflächen 5,6 liegt eine sich über
die ganze Breite des Rahmengestells erstreckende Oeffnung 7, durch welche der Zugang
zu der eigentlichen Falteinrichtung ermöglicht wird.
[0011] Im Rahmengestell 1 ist eine sich über die ganze Breite des Rahmengestells erstreckende
Schwenkwelle 8 gelagert. Hierzu ist an den Stirnseiten des Rahmengestells 1 je ein
Lagersockel 9 befestigt, auf welchen ein Lagergehäuse 10 abgestützt ist, in welchem
die Schwenkwelle 8 gelagert ist.
[0012] Auf dem Lagersockel 9 ist weiter ein Stoffauflegetisch 11 abgestützt, welcher eine
kreisringstückförmige Zylinderfläche 13 bildet, auf welcher im Bereich der Scheitelpartie
eine Tischfläche 12 verlegt ist. Die Tischfläche 12 erstreckt sich ebenfalls über
die gesamte Breite des Rahmengestells 1. An einer der beiden Tischkanten 14 ist eine
Klemmvorrichtung 15 in Form eines Klemmwinkels angeordnet, welcher durch einen Linearmotor,
beispielsweise einen Pneumatik-Linearmotor (nicht dargestellt), von der Tischfläche
12 weg und zu derselben hin bewegt werden kann. Ueber der die Tischfläche 12 tragenden
Zylinderfläche 13 sind beidseits der Schwenkwelle 8 Stoffalt-Schieberplatten 16 angeordnet,
welche von beiden Seiten her über die Tischfläche 12 schwenkbar sind. Dies wird durch
unterschiedlich grosse Radien der einzelnen Stoffalt-Schieberplatten 16 ermöglicht.
[0013] Die Anordnung der Stoffalt-Schieberplatten 16 ist aus Figur 1 erkennbar. Die Schieberplatten
16 sind zur Kennzeichnung mit römischen Ziffern I-VII versehen. Die Schieberplatten
mit den geraden Ziffern liegen in Figur 1 auf der rechten Seite und die Schieberplatten
mit den ungeraden Ziffern auf der linken Seite. Die Schieberplatte I liegt am nächsten
bei der Klemmvorrichtung 15 und weist somit den kleinsten Radius auf. Entsprechend
den Ziffern werden die Radien der weiteren Schieberplatten 16 immer grösser, wobei
die Schieberplatte VII mit dem grössten Radius den Abschluss bildet.
[0014] Auf der vorderen Teilfläche 5 ist in der Tischfläche ein Sensor 17 eingebaut, welcher
die Aufgabe hat, beim Falten der textilen Materialbahn 20 die Anwesenheit der Endkante
19 festzustellen und dies durch ein Signal zu melden. Die Bedienungsseite der Maschine
befindet sich auf der Seite der vorderen Teilfläche 5.
[0015] In Figur 2 ist schematisch dargestellt, wie die Stoffalt-Schieberplatten 16 bewegt
werden. Die Schieberplatten 16 sind freitragend ausgebildet, wobei sie an einem scheibenförmigen
Arm 21 befestigt sind. Die Kontur des Armes 21 ist in Figur 3 dargestellt, welche
im wesentlichen eine angenäherte Dreieckform aufweist. Diese Form trägt zudem zur
Verstärkung der einseitig abgestützten Stoffalt-Schieberplatten 16 bei.
[0016] Die Arme 21 sind auf der feststehenden Welle 8 drehbar gelagert und werden einzeln
angetrieben, wie dies aus Figur 3 ersichtlich ist. An jedem Arm 21 ist ein Antriebshebel
22 befestigt, an dessem freien Ende 23 die Kolbenstange 24 eines Pneumatikzylinders
25 angreift. De Pneumatikzylinder 25 ist am Rahmengestell 1 abgestützt. Die für den
Antrieb des Pneumatikzylinders 25 benötigte Pressluft wird von einer Druckwelle 26
über eine Steuerung 27 geliefert.
[0017] Auf Figur 4 sind die sieben Stoffalt- Schieberplatten 16 in der Faltstellung dargestellt,
in welche sie durch die sieben Pneumatikzylinder 25 geschwenkt wurden. Ortsfest ist
dagegen nur der Stoffauflegetisch 11.
[0018] Der Faltvorgang mit der beschriebenen Maschine wird anhand von Figur 4 beschrieben,
welche eine ähnliche Ansicht wie in Figur 1 zeigt.
[0019] Sämtliche Schieber 16 befinden sich in der in Figur 1 dargestellten Ruhelage. Nun
wird die Stoffbahn 20 durch die Oeffnung 7 auf den Stoffauflegetisch 11 gebracht und
dort mit seiner Anfangskante 28 in die geöffnete Klemmvorrichtung 15 eingelegt. Dann
wird am Bedienungskasten (nicht dargestellt) der Klemmvorgang gestartet. Zunächst
wird die Klemmvorrichtung 15 betätigt, wodurch der Klemmwinkel gegen die Tischfläche
12 bewegt und die Anfangskante 28 der Stoffbahn 20 festgeklemmt wird. Die Klemmung
erfolgt hierbei auf der ganzen Länge der Anfangskante 28. Nach der erfolgten Klemmung
wird die Faltoperation eingeleitet, wobei zunächst der Schieber I parallel zum Stoffauflegetisch
11 über diesen hinweg bewegt wird, bis die erste Faltkante 31 in der gewünschten Position
ist. Hierauf wird der Schieber II von der Gegenseite aus gestartet. Der Schieber II
nimmt nun die Materialbahn 20 über die Schieberplatte I zurück. Wenn die zweite Faltkante
32 der Schieberplatte II senkrecht über die eingeklemmte Anfangskante 28 zu liegen
kommt, wird die Schieberplatte II angehalten und die Schieberplatte III gestartet.
Die Schieberplatte III kann in ihrem Schwenkbereich durch einen bewegbaren Anschlag
(nicht sichtbar) eingestellt werden. Damit können vor dem Falten einer Materialbahn
Abweichungen in deren Grösse berücksichtigt werden. Die Faltkante 33 des Schiebers
III braucht demgemäss nicht genau über der Faltkante 31 zu liegen.
[0020] Nach dem Schieber III wird der Schieber IV gestartet, dessen Faltkante 34 über der
Faltkante 32 des Schiebers II liegt. Dann wird der Schieber V gestartet, welcher eine
weitere Faltkante 35 senkrecht über der Faltkante 31 der Schieberplatte I bildet.
[0021] Hierauf wird nicht die Schieberplatte VI, sondern vorher noch die Schieberplatte
VII gestartet, welche mit ihrer Kante senkrecht über der Faltkante 35 angehalten wird.
Nun wird die Schieberplatte VI gestartet, welche zwischen die Schieberplatten VI und
VII fährt und die Materialbahn solange mitnimmt, bis der Sensor 17 die Endkante 19
signalisiert, wodurch die Bewegung der Schieberplatte VII gestoppt wird. Als letztes
wird nun die zurückgehaltene Endpartie 38 mit der Endkante 19 manuell über die Schieberplatte
VII gelegt. Damit ist der Faltvorgang beendet.
[0022] Zum Entfernen der gefalteten Materialbahn aus der Maschine wird die Klemmvorrichtung
15 geöffnet und die Materialbahn seitlich ausgefahren, was im Hinblick auf die einseitige
Lagerung der Stoffalt-Schieberplatten 16 möglich ist. Dann werden die Stoffalt-Schieberplatten
16 wieder in die in Figur 1 dargestellte Ruhestellung gebracht, das heisst die ungeraden
Schieberplatten werden auf die Seite der Klemmvorrichtung 15 geschwenkt und die geraden
Schieberplatten auf die Gegenseite. Die Maschine ist damit wieder startbereit für
den nächsten Faltvorgang.
[0023] Da die beschriebene Maschine mit um die Schwenkwelle 8 schwenkbaren Stoffalt-Schieberplatten
16 ausgerüstet ist, ermöglicht dies einen recht einfachen Aufbau der Maschine. Die
einzelnen Bewegungen der Schieberplatten werden durch eine Steuerung gesteuert, die
zweckmässig mit einem Prozessor ausgerüstet ist, mit welchem der Faltvorgang programmiert
werden kann.
[0024] Es ist aber auch möglich, anstelle der kreisförmig schwenkbaren Stoffalt-Schieberplatten
16 linear bewegte Stoffalt-Schieberplatten zu verwenden.
1. Maschine zum Falten von textilen Materialbahnen, insbesondere von Vorhangstoffmustern,
mit welcher die Materialbahn in Teilbahnen bestimmter Breite gefaltet und diese Teilbahnen
lagenweise ausfeinandergelegt werden, wobei die Anfangskante (28) der Materialbahn
(20) und die Endkante (19) derselben senkrecht übereinander zu liegen vorgesehen sind
und mehrere Stoffalt-Schieberplatten (16) hin und her bewegbar gelagert sind, welche
mit Abstand angeordnet und in einer bestimmten Reihenfolge zur Bildung der Falten
verschiebbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem feststehenden Stoffauflegetisch (11), über welchem die Stoffalt-Schieberplatten
(16) bewegbar sind, eine Stoffklemmvorrichtung (15) zum Festklemmen der Anfangskante
(28) der Materialbahn angeordnet ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoffauflegetisch (11)
als feststehende, kreisringstückförmige Zylinderfläche und die über den Stoffauflegetisch
hin und her bewegten Stoffalt-Schieberplatten (16) als kreisringstückförmige Zylinderflächen
ausgebildet sind, welch letztere auf Kreisbogenstücken mit unterschiedlichen Radien
um eine gemeinsame Schwenkwelle (8) hin und her schwenkbar sind.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Bedienungsseite
der Maschine eine feststehende Tischfläche (5) mit einem Sensor (17) vorgesehen ist,
der beim Passieren der Endkante der textilen Materialbahn (20) ein Signal auslöst,
mit dem die Maschine den Faltvorgang abbricht und hierbei eine solche Teilbahn (38)
der Materialbahn (20) zurückhält, dass die Endkante (19) beim Falten der zurückgehaltenen
Teilbahn senkrecht über der Anfangskante (28) der Materialbahn liegt.
4. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffalt-Schieberplatten
(16) einseitig für den freien Stoffabzug aus der Maschine einseitig nur an einem Ende
an einem Schwenkarm (21) befestigt sind.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkarm (21) mit einem
Antriebshebel (22) verbunden ist, an dessen freiem Ende ein Linearmotor, zum Beispiel
ein Pneumatikzylinder (25), angreift.
6. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffalt-Schieberplatten
(16) wechselweise auf der einen oder der anderen Längsseite des Stoffauflegetisches
(11) in Ruhestellung sind, wobei die der Stoffklemmvorrichtung (15) am nächsten liegende
Stoffalt-Schieberplatte beim Faltvorgang die zuerst betätigte Schieberplatte ist.
7. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der mittleren Stoffalt-Schieberplatten
(16) mit einem verschiebbaren Anschlag ausgerüstet ist, durch den der Schwenkweg dieser
Schieberplatte einstellbar ist.
8. Verfahren zum Falten von textilen Materialbahnen, dadurch gekennzeichnet, dass die
Materialbahn (20) auf eine feststehende Tischfläche (11) aufgelegt und an ihrer Anfangskante
(28) geklemmt wird, worauf die der Tischfläche am nächsten liegende erste Stoffalt-Schieberplatte
(I) zur Bildung der ersten Falte (31) über die Tischfläche (11) geschoben wird, worauf
zur Bildung der zweiten Falte (32) die auf der Gegenseite der Tischfläche zuunterst
liegende zweite Stoffalt-Schieberplatte (II) über die erste Schieberplatte geschoben
wird, worauf von der Seite der ersten Schieberplatte die dritte Schieberplatte (III)
auf die zweite Schieberplatte geschoben wird und so fort.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zweitletzte Schieberplatte
(VI) zur Bildung der zweitletzten Falte (36) nur so weit zwischen die drittletzte
und die letzte Schieberplatte (V, VII) geschoben wird, bis ein Sensor (17) die Endkante
(19) der Materialbahn (20) feststellt und das verbleibende Ende (38) über die bereits
früher positionierte letzte Schieberplatte (VII) gelegt wird, worauf die fertiggefaltete
Materialbahn seitlich von den Stoffalt-Schieberplatten (16) abgezogen wird.
1. Machine for folding textile material webs, in particular curtain fabric samples, with
which the material web is folded into partial webs of certain width and these partial
webs are laid one upon the other layer-wise, with the starting edge (28) of the material
web (20) and the end edge (19) of the same being provided 50 that they can lie vertically
one over the other and several fabric fold slider plates (16) being mounted such that
they can be moved to and fro, said slider plates being arranged with spacing and being
displaceable in a certain sequence for the purpose of forming the folds, characterised
in that a fabric-clamping arrangement (15) for firmly clamping the starting edge (28)
of the material web is arranged on a fixed fabric-feed table (11) over which the fabric
fold slider plates (16) can be moved.
2. Machine according to claim 1, characterised in that the fabric-feed table (11) is
formed as a fixed, circular ring sector-shaped cylinder surface and the fabric fold
slider plates (16) which move to and fro over the fabric-feed table are formed as
circular ring sector-shaped cylinder surfaces which can be swung to and fro on circular
arc sectors with different radii about a common swing shaft (8).
3. Machine according to claim 1 or 2, characterised in that a fixed table surface (5)
is provided on the operating side of the machine, having a sensor (17) which with
the passing of the end edge of the textile material web (20) releases a signal with
which the machine aborts the folding process and with this holds back such a partial
web (38) of the material web (20) that the end edge (19), when folding the partial
web which has been held back, lies vertically above the starting edge (28) of the
material web.
4. Machine according to claim 2, characterised in that the fabric fold slider plates
(16) on the one side for the free withdrawal of fabric from the machine on the one
side are secured only at one end to a swinging arm (21).
5. Machine according to claim 4, characterised in that the swinging arm (21) is connected
with a drive lever (22) at the free end of which there acts a linear motor, for example
a pneumatic cylinder (25).
6. Machine according to claim 1, characterised in that the fabric fold slider plates
(16) are in the rest position alternately on the one or the other longitudinal side
of the fabric-feed table (11), the fabric fold slider plate lying next to the fabric-clamping
arrangement (15) being the slider plate which is actuated first during the folding
process.
7. Machine according to claim 1, characterised in that one of the central fabric fold
slider plates (16) is fitted with a displaceable stop by means of which the path of
swing of this slider plate is adjustable.
8. Method for folding textile material webs, characterised in that the material web (20)
is laid upon a fixed table surface (11) and is clamped at its starting edge (28),
whereupon the first fabric fold slider plate (I) lying next to the table surface is
slid over the table surface (11) for the purpose of forming the first fold (31), whereupon
for the purpose of forming the second fold (32) the second fabric fold slider plate
(II) lying right at the bottom on the opposite side of the table surface is slid over
the first slider plate, whereupon the third slider plate (III) is slid from the side
of the first slider plate onto the second slider plate, and so on.
9. Method according to claim 8, characterised in that the second last slider plate (VI)
for the purpose of forming the second last fold (36) is only slid so far between the
third last and the last slider plate (V, VII) until a sensor (17) detects the end
edge (19) of the material web (20) and the remaining end (38) is laid over the last
slider plate (VII) already positioned earlier, whereupon the ready folded material
web is drawn off laterally from the fabric fold slider plates (16).
1. Machine pour le pliage de bandes de matière textile, notamment des échantillons de
rideaux, avec laquelle la bande est pliée en bandes partielles de largeur déterminée
et ces bandes partielles sont superposées en couches, le bord initial (28) de la bande
(20) et le bord terminal (19) de celle-ci étant prévus pour se superposer perpendiculairement
et plusieurs plaques coulissantes de pliage d'étoffe (16), qui sont disposées espacées
et peuvent coulisser dans un certain ordre pour former les plis, étant montées déplaçables
dans un mouvement de va-et-vient, caractérisée en ce qu'il est prévu, sur une table
d'appui d'étoffe (11), fixe, sur laquelle les plaques coulissantes de pliage d'étoffe
(16) sont déplaçables, un dispositif de serrage d'étoffe (15) pour fixer le bord initial
(28) de la bande de matière.
2. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que la table d'appui d'étoffe
(11) est une surface cylindrique fixe, en forme de segment de cercle et les plaques
coulissantes de pliage d'étoffe (16) déplacées dans un mouvement de va-et-vient sur
la table d'appui d'étoffe, sont des surfaces cylindriques en forme de segments de
cercle, ces dernières pouvant pivoter d'un côté et de l'autre, autour d'un axe de
pivotement (8) commun, sur des arcs de cercle de rayon différent.
3. Machine selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'il est prévu, sur le
côté commande de la machine, une surface de table (5) fixe avec un capteur (17) qui,
lorsque passe le bord terminal de la bande de matière textile (20), déclenche un signal
par lequel la machine interrompt le pliage et retient une bande partielle (38) de
la bande de matière 20, telle que le bord terminal (19) repose perpendiculairement
sur le bord initial (28) de la bande de matière, au moment du pliage de la bande partielle
retenue.
4. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que les plaques coulissantes
de pliage d'étoffe (16) sont fixées d'un côté, à une extrémité seulement d'un bras
pivotant (21), pour la libre extraction de l'étoffe hors de la machine.
5. Machine selon la revendication 4, caractérisée en ce que le bras pivotant (21) est
relié à un levier d'entraînement (22) à l'extrémité libre duquel agit un moteur linéaire,
par exemple un vérin pneumatique (25).
6. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que les plaques coulissantes
de pliage d'étoffe (16) sont alternativement en position de repos sur l'un ou l'autre
grand côté de la table d'appui d'étoffe (11), la plaque coulissante de pliage d'étoffe
la plus proche du dispositif de serrage d'étoffe (15) étant la plaque coulissante
actionnée la première pendant le pliage.
7. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'une des plaques coulissantes
de pliage d'étoffe (16) centrales est équipée d'une butée coulissante par laquelle
la distance de pivotement de cette plaque coulissante est réglable.
8. Procédé pour le pliage de bandes de matière textile, caractérisé en ce que la bande
de matière (20) est déposée sur une surface de table (11) fixe et serrée sur son bord
initial (28), après quoi la première plaque coulissante de pliage d'étoffe (I), la
plus proche de la surface de table, est poussée sur la surface de table (11), pour
former le premier pli (31), après quoi, pour former le deuxième pli (32), la deuxième
plaque coulissante de pliage d'étoffe (II), située en-dessous sur la face opposée
de la surface de table, est poussée sur la première plaque coulissante, après quoi,
à partir du côté de la première plaque coulissante, la troisième plaque coulissante
(III) est poussée sur la deuxième plaque coulissante et ainsi de suite.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'avant-dernière plaque coulissante
(VI) est poussée entre l'avant-avant-dernière et la dernière plaque coulissante (V,
VII), jusqu'à ce qu'un capteur (17) détecte le bord terminal (19) de la bande de matière
(20) et que l'extrémité (38) restante soit posée sur la dernière plaque coulissante
(VII) déjà positionnée au préalable, après quoi la bande de matière pliée, finie,
est extraite latéralement des plaques coulissantes de pliage d'étoffe (16).

