[0001] Die Erfindung betrifft ein Gitterwerk aus mehreren Stäben, die über Knoten miteinander
verbunden sind und jeder Stab an seinem Ende ein dem Verbinden an dem Knoten dienendes
Anschlußteil aufweist und der Knoten ein räumlicher Hohlkörper ist, der Rundstäbe
aufweist, die über Eckteile miteinander verbunden sind, wobei das Anschlußteil den
Rundstab eines Knotens umgreift und von den Eckteilen des Knotens seitlich flankiert
ist.
[0002] Gitterwerke der gattungsgemäßen Art sind aus der WO 87/03346 bekannt. An einem plattenförmigen
Hohlkörper sind an der Stirnseite Rundstäbe angebracht, die von einem aus zwei Halbschalen
gebildeten Anschlußteil umfaßt werden, die stirnseitig in den Stab eingeschoben sind.
Die Fixierung erfolgt über einen auf dem Anschlußteil nach außen weisenden Nocken,
welcher in eine im Stab befindliche Öffnung einrastet. Es handelt sich um ein Faltgestänge,
das sich zur Herstellung dreidimensionaler Gitterwerke nur sehr bedingt eignet, da
bei räumlich fixierten Knoten die Befestigung eines Stabes dazwischen nicht mehr möglich
ist, da aufgrund des Erfordernisses des stirnseitigen Einschiebens des Anschlußteiles
in den Stab eine Abstandsänderung zwischen beiden Knoten zwingend erforderlich ist.
Zudem ist der Zusammenbau und das Auseinanderlegen umständlich und zeitraubend. Aus
der FR-A 1 268 388 ist ein aus einer Vielzahl von Stäben aufgespanntes dreidimensionales
Raumfachwerk bekannt, die unmittelbar miteinander über nach Art von Gabeln gebildeten
Anschlußteilen verbunden sind, dergestalt, daß die Gabel auf den benachbarten Stab
aufgeschoben wird. Die Möglichkeit der Variation der räumlichen Anordnung sind erheblich
eingeschränkt durch die Tatsache, daß nur zwei Stäbe miteinander verbindbar sind und
zum anderen durch den zwischen beiden durch das Anschlußstück fest vorgegebenen Winkel.
Hinzu kommt, daß für bestimmte Anwendungsbereiche, wie z.B. Messebau, neben einer
leichten Veränderung der Konstruktion des Gitterwerkes gleichzeitig ein rasches Verbinden
und Zerlegen möglich sein soll. Aus der FR-A-2 331 745 ist allgemein die Verbindung
von Stäben über Knoten, die Polyeder darstellen, bekannt, an deren Kanten die Stäbe
über spitz zu laufende Anschlußteile befestigt sind. Eine Verwendung dieser Knotenkonstruktion
bei Stäben, die als Anschlußteile Gabeln aufweisen, ist deshalb ungeeignet, da aufgrund
des durch die Gabel bedingten Umgreifens der Kanten eine gegenseitige räumliche Behinderung
der benachbarten Stäbe im Inneren des Polyeders bereits beim Einhaken entstehen würde.
[0003] Hiervon ausgehend hat sich die Erfindung die Verbesserung derartiger Gitterwerke
dahingehend zur Aufgabe gemacht, daß der Anschlußwinkel zwischen Stab und Knoten veränderbar
ist sowie der Zusammenbau wesentlich rascher durchführbar ist. Gelöst wird diese Aufgabe
durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale.
[0004] Das Aufbringen des als Gabel geformten Anschlußteiles auf den Knoten erfolgt über
eine Bewegung des Stabes in radiale Richtung, wobei dessen Kante umgriffen wird. Die
Festlegung erfolgt über eine Arretierung, die bewirkt, daß nach dem Aufschieben des
Anschlußstückes auf den Knoten diese Lage beibehalten wird. Der als Würfel ausgebildete
Knoten nimmt an seinen Kanten das Anschlußteil auf, die als Rundstab ausgebildet sein
müssen, damit jeder denkbare Anschlußwinkel verwirklichbar ist. Die Kanten des Würfels
sind deshalb Rundstäbe, die über Eckteile miteinander in Verbindung stehen. Die seitliche
Flankierung der Gabel durch die Eckteile hat zur Folge, daß eine axiale Verschiebung
unterbunden wird und eine zusätzliche Stabilität und seitliche Abstützung erreicht
wird.
[0005] Zur Arretierung wird eine Federklammer vorgeschlagen, die von außen her zwischen
die beiden Schenkel der Gabel eingeschoben und dort festgelegt werden kann. Hierzu
ist die Gabel innenseitig komplementär zur Federklammer geformt. Nach dem Einsetzen
bewirkt die Federklammer eine Arretierung der von der Gabel aufzunehmenden stabförmigen
Kante. Zur Montage wird die Gabel als erstes aufgesetzt und anschließend die Federklammer
zwischen die Schenkel bis zur Anschlagposition eingeschoben und dort festgelegt. Zum
Lösen der Verbindung wird in umgekehrter Reihenfolge die Federklammer entfernt und
die Gabel abgezogen. Auch hier ist als Vorteil anzusehen, daß die Zug- und Druckbelastungen
des Stabes vollständig über die Gabel übertragen werden und nicht durch die Federklammer
selbst bestimmt und begrenzt werden. Die Belastbarkeit des Stabes bleibt voll erhalten.
[0006] Der Vorteil durch Verwendung des erfindungsgemäßen Anschlußteiles besteht einmal
darin, daß der Winkel zwischen Stab und Knoten grundsätzlich beliebig gewählt werden
kann, so daß sich Gitterwerke mit unterschiedlichen und/oder veränderbaren Bauhöhen
durch ein und denselben Knoten lediglich durch Veränderung des Anschlußwinkels realisieren
lassen. Darüberhinaus lassen sich gekrümmte Konstruktionen mit allerdings unterschiedlich
langen Stäben als Diagonalen aufbauen. Zusätzlich ist der Montageaufwand sehr gering,
da kein Verschrauben oder langwieriges Festlegen am Knoten vorzunehmen ist. Die Befestigung
erfolgt durch Aufpressen des Anschlußteiles bzw. des Stabes in radialer Richtung und
das Lösen der Verbindung durch Aufbringen einer entsprechenden Kraft in entgegengesetzter
Richtung. Die Gabel muß noch über die Federklammer geöffnet oder geschlossen werden.
[0007] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß die die Kanten verbindenden
Ecken in ihrem Außendurchmesser gleich dem des Anschlußteiles sind. Im eingesetzten
Zustand ergeben sich aus Ecken und Anschlußteilen gebildete stufenlose Übergänge.
[0008] In einer Weiterbildung ist vorgesehen, das Anschlußteil auf den Stab endseitig aufzusetzen
und hierdurch zu befestigen.
[0009] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung lassen sich dem nachfolgendem
Beschreibungsteil entnehmen, indem anhand der Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung
näher erläutert werden.
[0010] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Knoten,
- Figur 2
- einen Stab mit Federklammer.
[0011] In Figur 1 sind ein Knoten 1 in perspektivischer Darstellung widergegeben und zwar
in für den gegenseitigen Eingriff geeigneter Position.
[0012] Zunächst zum Knoten 1. Er hat die Form eines Würfels und weist als Kanten zwölf Rundstäbe
4 auf, die über im vorliegenden Fall nach außen zu gerundeten Eckteilen 5 miteinander
verbunden sind.
[0013] Der darauf zu befestigende Stab 2 weist ein Anschlußteil 3 auf, welches nach Art
einer Gabel 6 gebildet ist, deren Achse senkrecht zu der des Stabes 2 verläuft.
[0014] Um ein Aufbringen des Anschlußteiles 3 auf Rundstab 4 zu ermöglichen, muß einmal
die lichte Weite der Gabel 6 gleich oder (etwas) größer als der Außendurchmesser des
Rundstabes 4 gewählt werden und die senkrecht zur Achse des Stabs gemessene Länge
des Anschlußteiles 3 gleich oder geringer als der Abstand benachbarter Eckteile 5.
Das Anschlußteil 3 ist auf der Stirnseite des Stabes 2 und in diesen teilweise eingreifend
festgelegt.
[0015] In der Zeichnung ist lediglich ein einziger Stab 2 mit Anschlußteil 3 relativ zum
Knoten 1 wiedergegeben. Doch stellt es den Regelfall dar, daß mehrere bis zu maximal
zwölf Anschlußteile 3 und demzufolge auch die daran befestigten Stäbe 2 an ein und
dem selben Knoten 1 befestigbar sind.
[0016] In Figur 2 ist eine Federklammer 8 eingezeichnet ist, die nach dem Aufsetzen der
Gabel 6 auf die Rundstäbe 4, also dem in der Zeichnung wiedergegebenen Zustand aufgeschoben
wird, sich hierbei an den Rundstab 4 anlegt und in die beiden Schenkel der Gabel 6
zur Arretierung eingreift. Die Funktion des Arretierens erfolgt in der gezeigten Ausführungsform
über die Federklammer 8.
[0017] Im Ergebnis erhält man durch Verwendung der Stäbe 2 mit den Anschlußteilen 3 und/oder
dem vorgeschlagenen Knoten 1 Gitterwerke von räumlichen Strukturen, die aufgrund des
beliebig einstellbaren Anschlußwinkels zwischen Knoten 1 und Stab 2 beliebige Bauhöhen
mit ein und demselben Knoten herstellen und realisieren lassen, wobei insbesondere
im Falle der Verwendung der Anschlußteile 3 die Verbindung zwischen Stab 2 und Knoten
1 einfach herstellbar ist.
1. Gitterwerk aus mehreren Stäben, die über Knoten (1) miteinander verbunden sind und
jeder Stab (2) an seinem Ende ein dem Verbinden an dem Knoten (1) dienendes Anschlußteil
(2) aufweist und der Knoten (1) ein räumlicher Hohlkörper ist, der Rundstäbe (4) aufweist,
die über Eckteile (5) miteinander verbunden sind, wobei das Anschlußteil (3) den Rundstab
(4) eines Knotens (1) umgreift und von den Eckteilen (5) des Knotens (1) seitlich
flankiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper ein Würfel ist, dessen Kanten
die Rundstäbe (4) biiden und das Anschlußteil (3) eine Gabel (6) ist, deren Achse
senkrecht zum Stab (2) verläuft und als Arretierung endseitig über eine Federklammer
(8) verschließbar ist.
2. Gittwerwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser der die Kanten (4) verbindenden Eckteile (5) gleich dem
des Anschlußteiles (3) ist.
3. Gitterwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußteil (3) auf den Stab (2) gesetzt ist.
1. Lattice rods that are connected together by means of joints (1) and each rod (2) having
at its end a connecting member (3) serving to connect with said joint (1), whereby
said joint (1) comprises a three dimensional hollow body having round rods (4), which
are connected together by means of corner pieces (5), whereby said connecting member
(3) embraces the round rod (4) of a joint (1) and is flanked by said corner pieces
(5) of said joint (1) wherein said hollow body comprises a cube, whose edges form said round rods (4) and said
connecting member (3) comprises a fork (6), whose axis extends vertically to rod (2)
and as locking means is lockable at the end by means of a spring clip (8).
2. Lattice rods according to claim 1 wherein the external diameter of said corner pieces (5) connecting said edges (4) is equal
to that of said connecting member (3).
3. Lattice rods according to one of the claims 1 to 2 wherein said connecting member (3) is disposed on said rod (2).
1. Charpente comprenant plusieurs barres, reliées entre elles par des noeuds (1), chaque
barre (2) comportant à son extrémité un élément de raccord (3) permettant la connexion
avec le noeud (1), le noeud (1) étant un solide creux comportant des barreaux cylindriques
(4) reliés entre eux par des éléments de coin (5), l'élément de raccord (3) enserrant
le barreau cylindrique (4) d'un noeud et étant radialement flanqué par les éléments
de coin (5) du noeud (1), caractérisée en ce que le solide creux est un cube, dont les arêtes sont les barreaux cylindriques (4),
et l'élément de raccord (3) est und fourche (6) d'axe perpendiculaire à la barre (2)
et qui, comme moyen de blocage, peut être fermée à son extrémité par une pince élastique.
2. Charpente selon la revendication 1, caractérisée en ce que le diamètre extérieur des éléments de coin (5) raccordant les arêtes (4) est égal
à celui de l'élément de raccord (3).
3. Charpente selon les revendications 1 à 2, caractérisée en ce que l'élément de raccord (3) est placé sur la barre (2).