[0001] Die Erfindung betrifft ein Arbeitsverfahren zur Schalldämpfung in gasführenden Anlagen
gemäß der im Oberbegriff des Anspruches 1 beschriebenen Art.
[0002] Für Abgasanlagen von Brennkraftmaschinen, insbesondere in Kraftfahrzeugen, dienen
zur Schalldämpfung Absorptionsdämpfer, Reflexionsdämpfer oder aus beiden kombinierte
Einrichtungen. Es ist ferner bekannt, zur Schalldämpfung einen Strömungsquerschnitt
bis auf einen vorbestimmten Restquerschnitt zu drosseln. So zeigt beispielsweise die
US-A-3 181 648 einen Schalldämpfer mit zur Ebene eines Durchströmquerschnittes winkelig
angestellter Drosselklappe. Derartige Schalldämpfer mit Drosselklappen mit im Betrieb
unveränderlichen Winkellagen sind nur in einem relativ geringen Frequenzbereich wirksam.
[0003] Den Nachteil der im Betrieb unveränderlichen Winkellage vermeidet ein aus der US-A-2
492 784 für ein Kraftfahrzeug bekannter Schalldämpfer, der aus einem diffusorartigen
Rohr mit einer etwa im größten Querschnitt schwenkbeweglich angeordneten Drosselklappe
gebildet ist. Die Stärke der Schalldämpfung wird hierbei vom Fahrer des Kraftfahrzeuges
durch willkürliche Änderungen der Winkellage der Drosselklappe bestimmt, wobei für
die Änderung je nach den äußeren Umständen im wesentlichen entweder eine hohe Leistungsentfaltung
der Maschine oder eine starke Schalldämpfung maßgebend sind. Eine wirksame Schalldämpfung
bei geringem Leistungsverlust über einen relativ weiten Drehzahlbereich ist damit
nicht erreichbar.
[0004] Aus der US-A-3 751 921 ist eine Zweitakt-Brennkraftmaschine mit einer Abgasanlage
bekannt, in der eine drehbewegliche Drosselklappe angeordnet ist. Die Drosselklappe
steht in Antriebsverbindung mit einem Stellantrieb einer Steuereinrichtung, wobei
als Steuergröße über der Maschinendrehzahl der Vorverdichtungsdruck im Kurbelgehäuse
der Zweitaktmaschine dient. Da der Druck im Kurbelgehäuse mit der Maschinendrehzahl
steigt, gibt die Drosselklappe mit zunehmender Abgaspulsations-Frequenz den Strömungsquerschnitt
immer mehr frei, bis sie schließlich parallel zur Strömung des Abgases gehalten wird.
Nachteilig bei diesem Arbeitsverfahren ist, daß bei höheren Abgaspulsations-Frequenzen
eine der Schalldämpfung dienende Drosselung nicht mehr gegeben ist.
[0005] Aus der EP-A-0 195 762 ist eine Schalldämpfer-Vorrichtung für die Abgasanlage einer
Brennkraftmaschine bekannt, bei der eine in einem Leitungsrohrabschnitt außermittig
gelagerte Drosselklappe der Schalldämpfung dient. Die in einer Position den Rohrquerschnitt
bis auf einen vorbestimmten Anteil verschließende Drosselklappe wird mittels eines
durch Sensor-Signale ansteuerbaren Motors verschwenkt, wobei der Öffnungsgrad der
Drosselklappe direkt oder indirekt in Abhängigkeit der Größe des jeweiligen Abgasmassenstromes
gesteuert wird. Nachteilig hierbei ist, daß mit zunehmenden Abgaspulsations-Frequenzen
der Rohrquerschnitt zunehmend freigegeben wird und damit eine Drosselung der den periodischen
Abgasmassenströmen vorauseilenden, schallpegelbestimmenden Druckwellen nicht erfolgt.
[0006] Eine aus der FR-A-360 413 bekannte Schalldämpfer-Vorrichtung umfaßt eine in der Abgasleitung
angeordnete Kammer mit in Abhängigkeit der Motordrehzahl zu- und offengesteuerten
Abgas-Austrittsöffnungen. Ein nicht unerheblicher Strömungswiderstand sowie ein beträchtlicher
Einbauraum sind die Nachteile dieser bekannten Vorrichtung.
[0007] Ähnlich gestaltet ist schließlich die Vorrichtung nach der gattungsbildenden US-A-2,320,668.
Diese bekannte Vorrichtung umfaßt ebenfalls eine Kammer mit einer Gaszufuhrung und
einer Gasabführung, wobei der Strömungsquerschnitt der Gasabführung mittels eines
motorisch angetriebenen Drehschiebers gesteuert wird. Der Drehschieber der vorzugsweise
in der Abgasanlage einer Brennkraftmaschine angeordneten Vorrichtung steht insbesondere
mit der Brennkraftmaschine in einer unveränderlichen, mechanischen Antriebsverbindung.
Der Drehschieber ist jedoch derart gesteuert, daß die zeitlich vor den Abgasen mit
Schallgeschwindigkeit ankommenden Druckwellen nicht in die Gasabführung eintreten
können.
[0008] Diese bekannte Vorrichtung ist bauaufwendig und benötigt zudem den für eine übliche
Schalldämpfung mittels Absorptionsdämpfer, Reflexionsdämpfer oder einer aus beiden
kombinierten Einrichtung erforderlichen Einbauraum. Weiter nachteilig ist die feste
Antriebszuordnung des Drehschiebers, wodurch über einen weiten Betriebsbereich der
Brennkraftmaschine keine den Schallpegel bestimmenden Druckamplituden angepaßte Drosselung
des Strömungsquerschnittes relativ zu den strömenden Gasmassen möglich ist.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Arbeitsverfahren der bekannten Vorrichtung
bei Vermeidung der vorgenannten Nachteile derart zu verbessern, daß über einen weiten
Betriebsbereich einer gasführenden Anlage, insbesondere Brennkraftmaschine, eine den
Schallpegel bestimmenden Druckamplituden angepaßte Drosselung des Strömungsquerschnittes
relativ zu den strömenden Gasmassen erzielt ist.
[0010] Diese Aufgabe wird mit den Kennzeichenmerkmalen des unabhängigen Patentanspruches
gelöst. Der Vorteil der Erfindung liegt in der Kombination einer Drosselklappe von
geringster Masse mit einem gesonderten Antriebsmotor von geringem Einbauraum als wesentliche
Teile einer Regeleinrichtung, die mittels externer, z. B. von der Brennkraftmaschine
abgenommener Parameter eine relativ zu den strömenden Gasmassen optimal auf schallpegelbestimmende
Druckamplituden abgestellte Drosselung des Strömungsquerschnittes regelt. Die sich
durch geringe bewegte Massen auszeichnende Vorrichtung nach der Erfindung arbeitet
praktisch somit ohne wesentlichen Regelverzug. Damit kann insbesondere bei einer mehrzylindrigen
Brennkraftmaschine auf die zeitliche Korrelation von Massenströmen und schallpegelbestimmenden
Druckamplituden abgestellt werden. Der Vorteil hierbei ist in einer frequenzsynchronen
Drosselung mittels einer den Strömungsquerschnitt maximal bis auf einen vorbestimmten
kleinen Umfangsspalt verschließenden Drosselklappe zu sehen, wobei mit der auf schallpegelbestimmende
Druckamplituden frequenzsynchron abgestellten Drosselung eine Schalldämpfung ohne
leistungsmindernden Strömungswiderstand erreicht wird.
[0011] Ein derartiges Arbeitsverfahren ist besonders wirksam in Abgasanlagen von Brennkraftmaschinen.
In Verbindung mit dem Anspruch 3 ist dabei vorteilhaft, daß der Strömungsquerschnitt
der Abgasanlage nur beim Auftreten positiver Druckamplituden reduziert bzw. gedrosselt
wird, ansonsten jedoch der mit der Drosselung verbundene Strömungswiderstand reduziert
ist. Die auf die Frequenz der positiven Amplitude abgestellte Drosselung mit lediglich
zeitweise reduziertem Strömungsquerschnitt ergibt ferner eine wirksame Schalldämpfung
in jedem Drehzahlbereich der Brennkraftmaschine über einen gewünscht breiten Frequenzbereich
der Abgaspulsationen ohne wesentliche leistungsmindernde Rückwirkung auf die Maschine
bei vorteilhaft einfacher Aussteuerung.
[0012] Weitere Vorteile bietet die Erfindung in Kombination mit einem stromauf der Drosselstelle
in der Abgasanlage vorgesehenen Kammer, die beispielsweise durch einen herkömmlichen
Absorptions- und/oder Reflexions-Dämpfer gegeben sein kann. Diese dient der Dämpfung
von in/an der Drosselstelle reflektierten Druckwellen, deren evtl. leistungsmindernde
Rückwirkung damit reduziert wird. In Verbindung mit einem herkömmlichen Schalldämpfer
der o.g. Bauart bietet die Erfindung den wesentlichen Vorteil eines zusätzlichen Schalldämpfers.
Dieser kann bei vorhandenen Abgasanlagen zur weiteren Absenkung des Auspuff-Geräuschpegels
nachgerüstet werden. Der Schalldämpfer nach Anspruch 1 der Erfindung kann bei kombinierter
Anordnung mit einer Kammer bzw. einem Schalldämpfer herkömmlicher Bauart durch geschickte
Aufteilung der Dämpfungsanteile (tiefe und hohe Frequenzen) auf beide Dämpfersysteme
dazu dienen, Bauvolumen und Bauaufwand der herkömmlichen Absorptions- und/oder Reflexions-Dämpfer
wesentlich zu reduzieren. Dies wiederum ist vorteilhaft für die Gestaltung einer glatten
Fahrzeugunterseite bei Personenkraftwagen sowie für einen geringen Aufwand an Wärmedämmeinrichtungen
und Schalldamm-Material.
[0013] Die Erfindung wird vorzugsweise durch eine schwenkund/oder rotationsbeweglich angetriebene
Drosselklappe verwirklicht, wobei ein elektrischer Motor (Schrittschaltmotor) den
Stellantrieb in einer Regeleinrichtung bzw. in einem Regelkreis bildet. Kern der Regelphilosophie
hierbei ist, die momentane Winkellage der Drosselklappe für von den Frequenzen der
positiven Druckamplituden abhängig synchrone Zuordnungen über auf den OT eines Referenzzylinders
der Brennkraftmaschine bezogene Winkellage der Kurbelwelle zu regeln. Aus gemessenen
absoluten Winkellagen beider Einrichtungen können die relativen Winkellagen je nach
Arbeitsverfahren der Brennkraftmaschine, deren Zylinderzahl und der Anzahl der bei
einer Brennkraftmaschine vorhandenen Zylindergruppen zugeordneten Abgasanlagen entsprechend
drehzahlabhängig geregelt werden. Auf die Regeleinrichtung bzw. den Regelkreis bezogen
heißt das, daß die relativen Phasenlagen zwischen den zeitlich harmonischen Signalen
der Kurbelwellendrehung und den Signalen zur Drosselklappenbetätigung in Abhängigkeit
von der Motordrehzahl verändert werden, vorzugsweise über ein Kompensationsnetzwerk.
Für eine weitere, lastabhängige Synchronisation der Schalldämpfer-Drosselklappe mit
den Frequenzen der positiven Druckamplituden werden dem Kompensationsnetzwerk weitere
Signale zugeführt, vorzugsweise Zündimpulssignale.
[0014] Bei der vorbeschriebenen Regelung wird davon ausgegangen, daß die Drosselklappe zur
maximalen Schalldämpfung im wesentlichen bei Druckamplituden-Maximum den jeweiligen
Strömungsquerschnitt der Abgasanlage am stärksten drosselt. Für eine Drosselklappe
in einem Rohrabschnitt der Abgasanlage bedeutet dies eine zur Rohrachse und damit
zur Strömungsrichtung des Abgases senkrechte Winkellage, wobei der zwischen Drosselklappe
und Rohrwandung gewählte Ringspalt auf einen bestimmten, ggf. maximalen Abgas-Massendurchsatz
ausgelegt ist. Für eine in Wechselwirkung der Drosselklappe mit einem herkömmlichen
Schalldämpfer bekannter Bauart erreichte Schalldämpfung kann eine mehr oder weniger
von der vorgenannten senkrechten Winkellage abweichende Position relativ zum Druckamplituden-Maximum
günstig sein. Zur Erzielung einer derartigen momentanen Winkellage der Drosselklappe
relativ zum Maximum der positiven Druckamplitude kann das Kompensationsnetzwerk mit
einem gesonderten Kennfeld ausgerüstet sein, das als Eingangssignale Zündimpulse und/oder
Drehzahlsignale in Verbindung mit Lastsignalen erhält.
[0015] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Brennkraftmaschine mit einer Abgasanlage für kombinierte Schalldämpfung durch
einen herkömmlichen Dämpfer mit einer Drosselklappe,
- Fig. 2
- Stellungen der Drosselklappe bei zwei aufeinanderfolgenden Druckamplituden.
[0016] Eine lediglich schematisch dargestellte Sechs-Zylinder-Brennkraftmaschine 1 umfaßt
eine Abgasanlage 2 mit einer in Abschnitte 3, 4 und 5 unterteilten Sammelleitung 6,
in die für Zylindergruppen vorgesehene Einzelleitungen 7 einmünden. Die Abschnitte
3 und 4 verbindet eine erste Kammer 8, die ein kombinierter Absorptions-/Reflexions-Dämpfer
sein kann. Weiter können die Abschnitte 4 und 5 über eine zweite Kammer 9 miteinander
in Verbindung stehen, in der ein Nachschalldämpfer oder Katalysator angeordnet sein
kann.
[0017] Zwischen den Kammern 8 und 9 ist in dem Abschnitt 4 der Sammelleitung 6 eine drehwinkelbeweglich
angeordnete Drosselklappe 10 vorgesehen. Die Drosselklappe 10 ist unter Belassung
eines umfänglichen Ringspaltes 11 im Rohrabschnitt 4 angeordnet. Weiter ist für die
Drosselklappe 10 ein elektrischer Motor (Schrittschaltmotor) 12 als Stellantrieb einer
Regeleinrichtung 13 bzw. eines Regelkreises vorgesehen.
[0018] Die Regeleinrichtung 13 umfaßt einen ersten, mit der Kurbelwelle 14 der Brennkraftmaschine
1 verbundenen Drehwinkelgeber 15 und einen zweiten, mit dem Anker des Schrittmotors
12 verbundenen Drehwinkelgeber 16. Beide Drehwinkelgeber 15 und 16 geben ihre Signale
α
KW und α
D an ein Kompensationsnetzwerk 17 der Regeleinrichtung 13. Das Kompensationsnetzwerk
17 weist weitere Eingänge 18 und 19 für Zündimpulse und die OT-Marke eines Referenzzylinders
der Brennkraftmaschine 1 auf. Über einen Ausgang 20 gehen Stellsignale des Kompensationsnetzwerkes
17 an den Schrittmotor 12.
[0019] Der Motor 12 wird so geregelt, daß er die Drosselklappe 10 bei Ankunft einer positiven
Druckamplitude einer Abgas-Druckwelle im wesentlichen größtmöglich drosselt, Position
A in Fig. 2. Der durch den im freien Drosselquerschnitt des Ringspaltes 11 erzielte
Strömungswiderstand bewirkte Druckverlust in der Abgas-Druckwelle ergibt ein entsprechendes
Maß an Schalldämpfung.
[0020] Zur Erzielung eines geringen Leistungsverlustes der Brennkraftmaschine 1 wird der
Motor 12 weiter so geregelt, daß die Drosselklappe 10 zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Druckamplituden-Maximalwerten den Strömungsquerschnitt des Rohrabschnittes 4 mehr
oder weniger freigibt, Positionen B und C in Fig. 2. Damit wird die Abgasanlage 2
lediglich bei positiven Druckamplituden der dynamischen Abgasdruckschwankungen und
synchron mit der Frequenz dieser Druckamplituden gedrosselt.
[0021] Die Frequenz der Druckamplituden bzw. der Abgas-Druckschwankungen bzw. der Abgas-Pulsationen
steht in einem festen Verhältnis mit der Frequenz der Drehzahl der Kurbelwelle 14
der Brennkraftmaschine 1. Bei einer Sechs-Zylinder-Vier-Takt-Brennkraftmaschine 1
beispielsweise erfolgen die Druckamplituden bzw. Abgas-Pulsationen nach der dritten
Harmonischen der durch die Kurbelwellendrehzahl gegebenen Grundfrequenz. Diese Frequenzabhängigkeit
dient in der Regelphilosophie der Regeleinrichtung 13 dazu, die momentane Winkellage
der Drosselklappe 10 relativ zum Maximum einer Druckamplitude für eine entsprechende
Schalldämpfung aus der auf den OT eines Referenzzylinders bezogenen Winkellage der
Kurbelwelle 14 über das Kompensationsnetzwerk 17 zu bestimmten bzw. zu regeln. Für
eine zusätzlich lastabhängige Regelung der Drosselklappe 10 dienen die dem Kompensationsnetzwerk
17 über den Eingang 18 zugeführten Zündimpulse. Damit kann die momentane Winkellage
der Drosselklappe 10 relativ zum positiven Druckamplituden-Maximum zwischen den Positonen
A und B gemäß Fig. 2 gewählt werden. Für diese betriebspunktabhängige Regelung kann
in dem Kompensationsnetzwerk 17 ein gesondertes Kennfeld vorgesehen sein.
[0022] Diese drehzahl- und last- bzw. betriebspunktabhängige Regelung der Schalldämpfung
mittels der Drosselklappe 10 kann ferner zur Abstimmung einer aus Drosselklappe 10
und einer stromauf angeordneten Kammer 8 gebildeten Schalldämpferanlage in der Weise
dienen, daß die durch einen Absorptions- und/oder Reflexions-Dämpfer repräsentierte
Kammer 8 in ihrem Bauvolumen und Bauaufwand reduziert ausgebildet werden kann.
[0023] Aus dem weiter oben angegebenen Zusammenhang der Frequenz der Druckamplituden mit
der Frequenz der Drehzahl der Kurbelwelle 14 der Vier-Takt-Brennkraftmaschine 1 ergibt
sich die erforderliche Drehzahl der rotierend angeordneten Drosselklappe 10 aus der
halben Frequenz der entsprechend der Zylinderzahl je Kurbelwellenumdrehung anfallenden,
dominanten Abgaspulsationen, wobei mit dem Wert der halben Frequenz das zweimalige
Verschließen des Strömungsquerschnittes des Abschnittes 4 der Sammelleitung 6 bei
einer Umdrehung der rotierenden Drosselklappe 10 berücksichtigt ist. Mit den aus dem
festen Verhältnis der weiter oben genannten Frequenzen abgeleiteten Drehzahlen der
Drosselklappe 10 kann ein relativ weiter Betriebsbereich der Brennkraftmaschine 1
abgedeckt werden. Zur Erzielung einer zusätzlichen Dämpfung in anderen Betriebsbereichen
der Brennkraftmaschine 1 kann das Verhältnis der Drehzahl der Drosselklappe 10 zur
halben Frequenz der mit den Auslaßstößen beim Öffnen der Auslaßventile identischen
Abgaspulsationen variabel gewählt werden.
[0024] Weiter kann das erfindungsgemäße Arbeitsverfahren der Schalldämpfung mittels einer
frequenzabhängig schwing-und/oder rotationsbeweglich vom Motor 12 angetriebenen Drosselklappe
10 als Zusatzeinrichtung zur Dämpfung besonders für den Auspuff-Schallpegel kritischer
Abgaspulsationen dienen.
[0025] Zur weiteren Reduzierung leistungsmindernder Rückwirkungen durch an der Drosselklappe
10 reflektierter Druckwellen bzw. Abgaspulsationen dient die stromauf angeordnete
Kammer 8 zur Dämpfung der reflektierten Pulsationen.
[0026] Um eine hohe thermische Belastung des Motors 12 zu vermeiden, kann dieser die Drosselklappe
10 über eine (nicht gezeigte) biegsame Welle antreiben.
[0027] Das Kompensationsnetzwerk 17 schließlich kann für analoge oder digitale Signalverarbeitung
ausgelegt sein, wobei bei letzterem das OT-Signal von einer der Brennkraftmaschine
1 zugeordneten Motronik zugeführt ist.
[0028] Schließlich kann bei einer Brennkraftmaschine mit verstellbarer Nockenwelle an dieser
ein weiterer Drehwinkelgeber angeordnet sein.
1. Arbeitsverfahren zur Schalldämpfung in gasführenden Anlagen, insbesondere in Abgasanlagen
von Brennkraftmaschinen,
- bei dem ein Strömungsquerschnitt der Anlage (Abgasanlage 2) mittels eines drehbeweglich
angeordneten Drosselorgans bei Anliegen einer einem Abgasstrom vorauseilendem Abgasschallwelle
bzw. Abgas-Druckschwankung verschlossen und den zeitlich nacheilenden Abgas-Massenstrom
geöffnet wird,
dadurch gekennzeichnet,
- daß eine in einem Rohrabschnitt (4) der Anlage (Abgasanlage 2) den Strömungsquerschnitt
maximal bis auf einen vorbestimmten Umfangsspalt (Ringspalt 11) verschließende, drehbar
gelagerte Drosselklappe (10) derart über eine Regeleinrichtung (13) geregelt drehwinkelbeweglich
angetrieben wird,
- daß die Drosselklappe (10) den Strömungsquerschnitt frequenzsynchron mit schallpegelbestimmenden
Abgas-Druckschwankungen (Abgasschallwellen) drosselt,
- wobei einem Kompensationsnetzwerk (17) der Regeleinrichtung (13) neben Steuersignalen
der jeweiligen Anlage (OT-, Zündimpuls-Signale d. Bkm 1) Signale eines anlagenseitigen
Referenz-Drehwinkelgebers (15) und eines drosselklappenseitigen Drehwinkelgebers (16)
zur frequenzsynchronen Drosselung zugeführt werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Arbeitsverfahrens in der Abgasanlage einer Brennkraftmaschine
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- daß die im Rohrabschnitt (4) der Abgasanlage (2) drehwinkelbeweglich angeordnete
Drosselklappe (10) in Antriebsverbindung steht mit einem elektrischen Schrittmotor
(12) als Stellantrieb der Regeleinrichtung (13), die
- je einen dem Schrittmotor (12) und dem Triebwerk (Kurbelwelle 14) der Brennkraftmaschine
(1) zugeordeten Drehwinkelgeber (15,16) umfaßt, die
- über Signalleitungen mit dem Kompensations-Netzwerk (17) der Regeleinrichtung (13)
in Verbindung stehen, und
- daß das Kompensations-Netzwerk (17) ferner weitere Eingänge (18,19) für Steuersignale
(OT-, Zündimpuls-Signale) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Drosselklappe (10) den Strömungsquerschnitt im Rohrabschnitt (4) lediglich
bei positiven Druckamplituden der dynamischen Druckschwankungen drosselnd regelbar
ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Kompensationsnetzwerk (17) in Signalverbindung steht
mit einem gesonderten Kennfeld zur Regelung der Drosselklappe (10) in ihrer momentanen
Winkellage relativ zu einem Druckamplituden-Maximum.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Drosselklappe in einer dem Strömungsquerschnitt mindestens entsprechenden
Öffnung einer Blende angeordnet ist, und
- die Blende zwischen doppelkonischen Rohrabschnitten der Abgasanlage vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer 4-Takt-Brennkraftmaschine die Drehzahl der Drosselklappe
(10) entsprechend der halben Frequenz der entsprechend der Zylinderzahl die Kurbelwellenumdrehung
anstehenden dominanten Abgaspulsationen gewählt ist.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die jeweilige Drehzahl der Drosselklappe (10) in Abhängigkeit der halben Frequenz
der dominanten Abgaspulsationen für einen bestimmten Drehzahl-/Lastbereich gewählt
ist, und
- daß in einem anderen Drehzahl-/Lastbereich das Verhältnis der Drehzahl der Drosselklappe
zur halben Frequenz der Abgaspulsationen variabel gewählt ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Absorptions- und/oder Reflexions-Dämpfer oder ein
Katalysator als eine stromauf der Drosselklappe (10) angeordnete Kammer (8) dient.
1. A method of silencing gas-conveying systems, more particularly exhaust systems of
internal combustion engines, in which a flow cross-section of the system (exhaust
system 2) is closed by a rotatably disposed throttle means on arrival of a sound wave
or pressure fluctuation in advance of a flow of exhaust gas, and is opened for the
delayed mass flow of exhaust gas, characterised in that a throttle flap (10) rotatably
mounted in a pipe portion (4) of the system (exhaust system 2) and closing the flow
cross-section up to but not beyond a predetermined peripheral gap (annular gap 11)
is driven through an angle of rotation, under the control of a control system (13),
so that the throttle flap (10) throttles the flow cross-section in synchronism with
the frequency of exhaust-gas pressure fluctuations (exhaust-gas sound waves) which
determine the sound level, a compensation network (17) of the control system (13)
being supplied with control signals from the respective system (top dead-centre position,
ignition pulse signals from the combustion chamber 1) and also with signals from a
reference angle-of-rotation pick-up (15) on the system side and an angle-of-motion
pick-up (16) on the throttle flap side for throttling in synchronism with the frequency.
2. A device for working the method in the exhaust system of an internal combustion engine
according to claim 1, characterised in that the throttle flap (10) rotatably disposed
in the pipe portion (4) of the exhaust system (2) is in drive connection with an electric
stepping motor (12) serving as an actuator of the control system (13), which comprises
angle-of-rotation pick-ups (15, 16) respectively associated with the stepping motor
(12) and the driving mechanism (crankshaft 14) of the internal combustion engine (1),
the pick-ups being connected by signal lines to the compensation network (17) of the
control system (13), and the compensation network (17) having other inputs (18, 19)
for control signals (top dead-centre position and ignition-pulse signals).
3. A device according to claim 2, characterised in that the throttle flap (10) adjustably
throttles the flow cross-section in the pipe portion (4) only when the amplitudes
of the dynamic pressure fluctuations are positive.
4. A device according to claims 2 and 3, characterised in that the compensation network
(17) is connected for signalling purposes to a separate performance graph for adjusting
the throttle flap (10) in its instantaneous angular position relative to a maximum
pressure amplitude.
5. A device according to claims 2 to 4, characterised in that the throttle flap is disposed
in a shutter opening at least equal in size to the flow cross-section, and the shutter
is disposed between double conical pipe portions of the exhaust system.
6. A device according to claims 2 to 5, characterised in that, in a four-stroke internal
combustion engine, the speed of rotation of the throttle flap (10) is chosen to correspond
to half the frequency of the dominant exhaust-gas pulsations which occur with the
crankshaft rotation corresponding to the number of cylinders.
7. A device according to claims 2 to 6, characterised in that the respective speed of
the throttle flap (10) is chosen in dependence on half the frequency of the dominant
exhaust-gas pulsations for a given speed/load range and, in a different speed/load
range, the ratio of the speed of the throttle flap to half the frequency of the exhaust-gas
pulsations is made variable.
8. A device according to claims 2 to 7, characterised in that an absorption and/or reflection
silencer or a catalyser serves as a chamber (8) disposed upstream of the throttle
flap (10).
1. Procédé d'atténuation de bruit dans des conduites de gaz, en particulier dans des
conduites de gaz d'échappement de moteurs à combustion interne,
- dans lequel une section transversale d'écoulement de la conduite (conduite de gaz
d'échappement 2) est fermée au moyen d'un organe d'étranglement disposé de façon à
pouvoir tourner en étant abordé par une onde sonore de gaz d'échappement précédant
un écoulement de gaz d'échappement ou par la variation de pression dynamique des gaz
d'échappement et est ouverte lors de l'écoulement de la masse des gaz d'échappement
momentanément retardée, procédé d'atténuation de bruit caractérisé en ce que:
- un clapet d'étranglement (10) fermait dans une section tubulaire (4) de la conduite
(conduite de gaz d'échappement 2) la section transversale d'écoulement de façon maximale
jusqu'à ce qu'il ne subsiste plus qu'une fente prédéterminée (fente annulaire 11)
sur le pourtour, monté de façon à pouvoir tourner, est entraîné par l'intermédiaire
d'un dispositif de régulation (13) effectuant un mouvement angulaire de rotation réglé
de telle façon que
- le clapet d'étranglement (10) étrangle la section transversale d'écoulement en synchronisme
de fréquence avec les variations de pression dynamiques (ondes sonores des gaz d'échappement)
déterminant le niveau de bruit,
- tandis que des signaux d'un transmetteur d'angle de rotation de référence (15) situé
du côté de la conduite et d'un transmetteur d'angle de rotation (16) situé du côté
du clapet d'étranglement sont acheminés, pour l'étranglement synchrone en fréquence,
à un réseau de compensation (17) du dispositif de régulation (13) en plus des signaux
de commande de l'installation correspondante (signaux de point mort haut, signaux
d'impulsions d'allumage du moteur à combustion interne 1).
2. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé dans la conduite de gaz d'échappement
d'un moteur à combustion interne selon la revendication 1, caractérisé en ce que
- le clapet d'étranglement (10) disposé dans la section tubulaire (4) de la conduite
d'échappement (2) avec un mouvement de rotation angulaire est en liaison d'entraînement
avec un moteur pas à pas (12) électrique en tant qu'organe de commande d'entraînement
du dispositif de régulation (13) qui
- comprend des transmetteurs d'angle de rotation (15, 16) associés respectivement
au moteur pas à pas (12) et à l'organe d'entraînement (vilebrequin 14) du moteur à
combustion interle (1), qui
- sont en liaison par des circuits d'acheminement de signaux avec le réseau de compensation
(17) du dispositif de régulation (13),
- et en ce que le réseau de compensation (17) présente en outre d'autres entrées (18,
19) pour des signaux de commande (signaux de point mort haut, signaux d'impulsions
d'allumage).
3. dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que
- le clapet d'étranglement (10) peut être réglé de façon à étrangler la section transversale
d'écoulement dans la section tubulaire (4) uniquement dans le cas d'amplitudes de
pression positives des variations de pression dynamiques.
4. Dispositif selon les revendications 2 et 3, caractérisé en ce que le réseau de compensation
(17) est en liaison par signaux avec un champ caractéristique séparé pour la régulation
du clapet d'étranglement (10) dans sa position angulaire momentanée par rapport à
un maximum des amplitudes de pression.
5. Dispositif selon les revendications 2 à 4, caractérisé en ce que
- le clapet d'étranglement est disposé dans une ouverture d'un diaphragme correspondant
au moins à la section transversale d'écoulement et
- le diaphragme est prévu entre des sections tubulaires biconiques de la conduite
des gaz d'échappement.
6. Dispositif selon les revendications 2 à 5, caractérisé en ce que dans un moteur à
combustion interne à quatre temps la vitesse de rotation du clapet d'étranglement
(10) est choisie en fonction de la demi-fréquence des pulsations dominantes des gaz
d'échappement à la révolution du vilebrequinde façon correspondante au nombre des
cylindres.
7. Dispositif selon les revendications 2 à 6, caractérisé en ce que:
- la vitesse de rotation du clapet d'étranglement (10) est choisie en fonction de
la demi fréquence des pulsations dominantes des gaz d'échappement pour une zone de
charge et de vitesse de rotation déterminée et
- en ce que dans une autre zone de charge et de vitesse de rotation on choisit le
rapport de la vitesse de rotation du clapet d'étranglement par rapport à la demi fréquence
des pulsations des gaz d'échappement de façon variable.
8. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 7, caractérisé en ce qu'un appareil
d'atténuation de bruit par absorbtion et/ou réflexion ou un pot catalytique sert de
chambre (8) disposée en amont du clapet d'étranglement (10).