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(11) |
EP 0 307 769 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.02.1996 Patentblatt 1996/08 |
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Anmeldetag: 07.09.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D04B 15/62 |
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Strickmaschine mit Fadenwechseleinrichtung
Knitting machine with a thread-changing device
Métier à tricoter avec dispositif de changement de fils
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH ES GB IT LI |
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Priorität: |
18.09.1987 DE 3731379
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.03.1989 Patentblatt 1989/12 |
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Patentinhaber: SIPRA Patententwicklungs-
und Beteiligungsgesellschaft mbH |
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D-72461 Albstadt (DE) |
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Erfinder: |
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- Plath, Ernst-Dieter
D-7470 Albstadt 2-Tailfingen (DE)
- Steidle, Eduard
D-7200 Tuttlingen-Möhringen (DE)
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Vertreter: Freiherr von Schorlemer, Reinfried |
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Karthäuser Strasse 5A D-34117 Kassel D-34117 Kassel (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-82/03642 DE-A- 3 619 105
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DE-A- 3 015 191 DE-A- 3 620 296
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Strickmaschine der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Gattung.
[0002] Bei Strickmaschinen werden in zunehmendem Maße Knotvorrichtungen als Fadenwechseleinrichtungen
eingesetzt, bei welchen bei einem Fadenwechsel der neue Faden an den alten Faden angeknotet
wird. Auf diese Weise lassen sich im Gestrick genau lokalisierte Fadenwechselstellen
erzielen, was insbesondere bei einem Farbwechsel vorteilhaft ist. Steuerungstechnisch
ergibt sich aber das Problem, die Knotvorrichtung und die Fadenzufuhr so zu steuern,
daß der Knoten auch genau an der gewünschten Fadenwechselstelle im Gestrick erscheint.
Die bisher bekannten Vorrichtungen zur Lösung des genannten Problems haben den Nachteil,
daß eine größere Zahl von Sensoren erforderlich ist und dementsprechend eine größere
Anzahl von Meßdaten in der Steuereinrichtung berücksichtigt werden muß, was den Aufbau
der Steuereinrichtung verkompliziert.
[0003] Im übrigen ist nicht immer gewährleistet, daß der Knoten tatsächlich genau an der
gewünschten Wechselstelle erscheint. Wird die Fadenwechseleinrichtung beispielsweise
an einer in Fadenlaufrichtung hinter der Knotvorrichtung gelegenen Stelle mit einer
positiv arbeitenden Fadenliefervorrichtung in Form eines sogenannten Bandfournisseurs
versehen (DE-A-30 15 191), dann hat der mit derartigen Fournisseuren unvermeidbar
verbundene Schlupf zur Folge, daß sich der Knoten im Gestrick allmählich immer mehr
verschiebt, so daß z.B. bei einer Rundstrickware alle Knoten zusammen eine schraubenlinienförmig
gewundene Linie bilden. Außerdem können mit positiven Fournisseuren nur glatte Strickwaren
hergestellt werden.
[0004] Dieselben und weitere Probleme ergeben sich bei Anwendung der einzigen bisher bekannt
gewordenen Vorrichtung zur elektronischen Steuerung der Lage des Knotens (WO-A-82
03 642). Diese umfaßt einerseits eine zwischen der Knotvorrichtung und der Fadenverarbeitungsstelle
angeordnete, positive, den Faden zwangsweise liefernde Fadenliefervorrichtung und
andererseits eine zwischen der Knotvorrichtung und der Fadenliefervorrichtung angeordnete
Speichertrommel, der ein durch einen Motor antreibbares Fadenaufwickelelement zugeordnet
ist, mittels dessen der von einer Vorratsspule kommende und dann die Knotvorrichtung
durchlaufende Faden auf die Speichertrommel aufgewickelt werden kann. Die Speichertrommel
und das Aufwickelelement werden nach Art einer Regelvorrichtung betrieben, die für
ein Fadenteil von konstanter Länge auf der Speichertrommel sorgen soll, indem die
mittels der Fadenliefervorrichtung an die Fadenverarbeitungsstelle gelieferte und
von der Speichertrommel abgezogene Fadenmenge von dem Aufwickelelement wieder nachgeliefert
wird. Dabei wird von einer Knotvorrichtung ausgegangen, bei deren Anwendung das in
ihr angeordnete Fadenteil im Moment der eigentlichen Knotenbildung kurz angehalten
oder mit verringerter Geschwindigkeit bewegt werden muß. Dies wird dadurch ermöglicht,
daß der Motor für das Aufwickelelement während der eigentlichen Knotenbildung stillgesetzt
und nach vollendeter Knotenbildung für eine Zeitlang schneller betrieben wird, als
der momentanen Fadengeschwindigkeit entspricht. Dadurch wird versucht, das auf der
Speichertrommel befindliche Fadenteil und damit auch das zwischen der Knotvorrichtung
und der Fadenverarbeitungsstelle befindliche Fadenteil im wesentlichen konstant zu
halten, damit es bei der nächsten Knotenbildung wieder eine vorgewählte Länge besitzt,
d.h. der Abstand zwischen der Knotvorrichtung und der Fadenverarbeitungsstelle, bezogen
auf die Länge des zwischen beiden befindlichen Fadenteils oder auf die Zahl der Maschinen-
bzw. Nadeltakte, die der Knoten für seine Wanderung von der Knotvorrichtung bis zur
Fadenverarbeitungsstelle benötigt, stets annähernd gleich ist.
[0005] Die bekannte Vorrichtung ist allerdings nicht frei von Mängeln. Ein wesentlicher
Mangel besteht z.B. darin, daß sie nur zur Herstellung von aus Querstreifen bestehenden
Ringelmustern geeignet ist, weil mittels der Liefervorrichtung eine positive Fadenzufuhr
stattfindet und daher der Fadenverbrauch an jeder Nadel derselbe sein muß. Ein weiterer
wesentlicher Mangel besteht darin, daß die Vorrichtung auf Dauer nicht fehlerfrei
arbeiten kann, weil zur Messung der von der Speichertrommel abgewickelten bzw. auf
sie aufgewickelten Fadenteile Sensoren verwendet werden, die der Fadenliefervorrichtung
bzw. dem Aufwickelelement zugeordnet sind. Erzeugt nämlich einer der beiden Sensoren
einen geringfügigen Meßfehler, dann addiert sich dieser Fehler laufend, wodurch ein
Summenfehler entsteht und das für die Steuerung des Motors des Aufwickelelements verwendete
Differenzsignal immer unrichtiger wird. Dies hat zur Folge, daß auch die Speicherlängen
und damit die Fadenlängen zwischen Knotvorrichtung und Verarbeitungsstelle im Laufe
der Zeit immer größer oder kleiner werden, so daß die Knoten im Gestrick seitlich
aus der Wechselstelle herauswandern. Derartige, wenn auch kleine Meßfehler können
beispielsweise dadurch entstehen, daß der Faden in der Fadenliefervorrichtung von
Zeit zu Zeit einem geringfügigen Schlupf unterliegt. Ein weiterer Mangel besteht darin,
daß eine komplexe Regelschaltung benötigt wird.
[0006] Schließlich besteht ein Mangel der bekannten Vorrichtung darin, daß beim Auftreten
eines Fadenbruchs, der in der Regel ein Leerlaufen der Speichertrommel zur Folge hat,
nicht bekannt ist, wie viele Fadenwindungen sich beim Auftreten des Fadenbruchs auf
der Speichertrommel befunden haben, da sich die Speicherlänge wegen des Regelvorgangs
einerseits und wegen des erforderlichen Stillstands des Fadens bei der eigentlichen
Knotenbildung andererseits dauernd ändert. Wird daher nach einem Fadenbruch nicht
wieder die exakte, vorher vorhandene Speicherlänge hergestellt oder die Regelvorrichtung
neu eingestellt, können sich Fehler ergeben. Beim Auftreten mehrerer Fadenbrüche können
auch diese zu einem Wegwandern der Knoten aus der Wechselstelle führen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Strickmaschine der eingangs genannten
Art die Steuereinrichtung für die Fadenwechseleinrichtung zu vereinfachen, ohne dadurch
ihre Genauigkeit und Betriebssicherheit zu vermindern.
[0008] Die gestellte Aufgabe wird bei einer Strickmaschine mit den eingangs genannten Einrichtungen
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Indem die Länge des Fadens zwischen der Knotvorrichtung und der Fadenverarbeitungsstelle
konstant gehalten und auch die für eine gewünschte Maschenlänge erforderliche Fadenlänge
abgespeichert wird, können in der erfindungsgemäß ausgebildeten Steuereinrichtung
gesonderte Sensoren, welche die Garnbewegung zu einem Fadenspeicher und die Garnbewegung
von einem Fadenspeicher weiter zur Fadenverarbeitungsstelle erfassen und entsprechend
im Mikroprozessor der Steuereinrichtung zu verwertende Daten liefern, entfallen. Dadurch
wird eine wesentliche Vereinfachung der Steuereinrichtung und eine Beschleunigung
des Steuerablaufes erzielt. Eine weitere Vereinfachung der Steuereinrichtung ergibt
sich dadurch, daß ein von der Nadelteilung eines Nadelbettes unabhängiger Weggeber
verwendet wird, der über die gesamte Weglänge eine vorgegebene Impulszahl liefert,
unabhängig davon, ob es sich um eine Strickmaschine mit feiner oder gröberer Nadelteilung
handelt. Der Weggeber erbringt den zusätzlichen Vorteil, daß jeder seiner Impulse
eine bestimmte Stelle des Nadelbettes bezeichnet. Eine Vereinfachung der Signalauswertung
und damit auch des Aufbaus der Steuereinrichtung kann mit einem Weggeber erzielt werden,
der zusätzlich nach jeder Weglänge, die der Gesamtlänge eines Nadelbettes entspricht,
also bei Rundstrickmaschinen einer Nadelzylinderumdrehung, einen Nullimpuls liefert,
so daß die Impulse für jede Wegstrecke neu von Null an aufgezählt werden. Durch diese
Maßnahme wird erreicht, daß ein evtl. auf einer Wegstrecke auftretender Fehler, etwa
eine Verschiebung einer Knotenlage im Gestrick, auf die nachfolgenden Wegstrecken
nicht weitergegeben wird. Fehler könnten sich also nicht aufaddieren.
[0010] Durch die Maßnahmen gemäß der Erfindung läßt sich eine Knotvorrichtung so sicher
steuern, daß sich eine schwierig zu verwirklichende Kontrolle der Steuereinrichtung
über eine Ortung der Knotenlage im Gestrick erübrigen kann.
[0011] Unter der vorstehend genannten Fadenspeichervorrichtung sind in erster Linie Speichertrommeln
zu verstehen, über welche der Faden in mehreren Windungen gelegt ist. Diese Speichertrommeln
können in sog. Fournisseuren angeordnet sein und entweder als kontinuierlich angetriebene
oder feststehende Speichertrommeln ausgebildet sein. Im ersteren Falle bilden die
Speichertrommeln keine echten Fadenspeicher, sondern bewirken durch eine von der jeweiligen
Betriebsgeschwindigkeit der Strickmaschine und vom Fadenverbrauch abhängige Bewegung
eine positive Fadenzufuhr zur Fadenverarbeitungsstelle, wo der Faden entsprechend
mit gleichbleibender Spannung und Fadenmenge zugeführt wird. Im anderen Falle, bei
feststehender Speichertrommel, bildet die Trommel einen echten Fadenspeicher, auf
welchen der Faden mittels eines ersten Fadenfingers aufgewickelt und mittels eines
zweiten Fadenfingers abgewickelt wird. In jedem Falle wird bei der erfindungsgemäß
ausgebildeten Strickmaschine zur Gewährleistung einer konstant bleibenden Fadenlänge
zwischen der Knotvorrichtung und der Fadenverarbeitungsstelle immer die gleiche Windungszahl
eingehalten, was bei einer Fadenspeichervorrichtung mit feststehender Speichertrommel
dadurch gewährleistet werden kann, daß den Wickelfingern eine Synchronbewegung aufgezwungen
wird, beispielsweise der zweite Wickelfinger durch den von den verarbeitenden Nadeln
ausgeübten Fadenzug in Drehung versetzt und an einem Impulsgeber vorbeibewegt wird,
dessen Impulse einen den ersten Wickelfinger bewegenden Schrittmotor betätigen, der
den ersten Wickelfinger zu einer synchronen Nachlieferung von Faden auf die Speichertrommel
zwingt.
[0012] Eine weitere Vereinfachung der Steuereinrichtung läßt sich dadurch erzielen, daß
Teile der Steuereinrichtung an den einzelnen Knotvorrichtungen angeordnet werden,
beispielsweise ein einstellbarer Fadenlängenspeicher und natürlich Sensoren, welche
die Stellung von Knotvorrichtungsteilen überwachen können. Die Fadenlänge zwischen
Knotvorrichtung und Fadenverarbeitungsstelle kann bei den mehreren Knotvorrichtungen
unterschiedlich sein. Sie und die für eine gewünschte Maschenlänge erforderliche Fadenlänge
wird an jeder Knotvorrichtung vor Beginn des Strickvorgangs gemessen und an den einzelnen
Knotvorrichtungen oder an der zentralen Steuereinrichtung individuell in den Fadenlängenspeicher
eingegeben.
[0013] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes anhand der beiliegenden
Zeichnung näher erläutert.
[0014] Im einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Blockdarstellung der erfindungswesentlichen Teile einer Fadenwechseleinrichtung
an einer Rundstrickmaschine zur Herstellung von Bindungen mit gleichbleibendem Fadenverbrauch;
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung der Fadenwechseleinrichtung einer Rundstrickmaschine
zur Herstellung von Bindungen mit wechselndem Fadenverbrauch, z. B. für Jacquardmuster
oder Intarsienmuster;
- Fig. 3
- eine gegenüber Fig. 2 vergrößerte Darstellung eines Speicher-Fournisseurs, teilweise
im vertikalen Längsschnitt.
[0015] In Fig. 1 ist eine Knotvorrichtung 10 einer Fadenwechseleinrichtung nur schematisch
als Kästchen dargestellt. Der Einzelaufbau der Knotvorrichtung interessiert hier nicht.
Der Knotvorrichtung sind vier Fäden 11, 12, 13 und 14 zugeführt, zwischen denen gewechselt
werden kann, indem ein ausgewählter neuer Faden an den bisher benutzten Faden, beispielsweise
11, angeknüpft wird. Der jeweils ausgewählte Faden 11-14 wird von der Knotvorrichtung
10 über einen sog. Positiv-Fournisseur 15 zu einer Fadenverarbeitungsstelle 16 einer
schematisch durch ihren Nadelzylinder 17 angedeuteten Rundstrickmaschine geführt.
In dem Positiv-Fournisseur ist der Faden in mehreren Winderungen über eine Speichertrommel
18 gelegt, die mittels eines Antriebsbandes 19 in Abhängigkeit vom Fadenverbrauch
und von der Umdrehungsgeschwindigkeit des Nadelzylinders 17 der Rundstrickmaschine
angetrieben wird. Durch den Positiv-Fournisseur 15 wird der jeweilige Faden 11-14
der Fadenverarbeitungsstelle 16 zwangsweise in der benötigten Menge und damit mit
einer gleichbleibenden Spannung tangential zugeführt. Durch den Zwangsantrieb der
Speichertrommel 18 ist sichergestellt, daß immer die gleiche Menge von Faden auf die
Speichertrommel 18 nachgewickelt wird, wie am unteren Ende von der Speichertrommel
18 tangential abgezogen wird. Dementsprechend ist bei jeder Betriebsgeschwindigkeit
des Nadelzylinders 17 die Länge des Fadens, der sich von der Knotvorrichtung 10 über
den Positiv-Fournisseur 15 zu einer Fadenverarbeitungs stelle 16 der Rundstrickmaschine
erstreckt, immer gleich groß. Jedes System hat eine Speichertrommel, und jede Speichertrommel
trägt die gleiche Zahl von Fadenwindungen.
[0016] Rundstrickmaschinen sind überwiegend mehrsystemig ausgebildet, und jedem System kann
eine eigene Knotvorrichtung 10 zugeordnet sein. Alle Knotvorrichtungen 10 einer Rundstrickmaschine
sind mit einer gemeinsamen Steuereinrichtung 20 gekoppelt, weisen aber jede einen
eigenen Steuerteil 21 auf, der Teil der Gesamtsteuereinrichtung der Rundstrickmaschine
ist. Zur Steuereinrichtung 20 gehört ein Weggeber, der bei der dargestellten Rundstrickmaschine
als Winkeldrehgeber 22 ausgebildet ist und antriebsmäßig mit dem umlaufenden Nadelzylinder
17 der Rundstrickmaschine gekoppelt ist. Der Winkeldrehgeber liefert über eine volle
Umdrehung des Nadelzylinders 17 eine festgelegte Impulszahl und nach einer vollen
Nadelzylinderumdrehung einen Nullimpuls über eine Steuerleitung 23 in die zentrale
Steuereinrichtung 20 und in die Steuerteile 21. Die Steuereinrichtung 20 weist für
jede angeschlossene Knotvorrichtung 10 und deren Steuerteil 21 eine besondere Schnittstelle
auf. Über eine erste Steuerverbindung 24 erhält die Knotvorrichtung 10 von der zentralen
Steuereinrichtung 20, die einen nicht dargestellten Mikroprozessor und einen Musterspeicher
umfaßt, Befehlsimpulse, wenn geknotet werden soll. Außerdem werden über diese Verbindung
24 Rückmeldesignale der Knotvorrichtung 10 zur Steuereinrichtung 20 geleitet. Über
eine zweite Steuerverbindung 25 erhält der Steuerteil 21 der Knotvorrichtung 10 die
Taktimpulse des Winkeldrehgebers, und über eine dritte Steuerverbindung 26 den vom
Winkeldrehgeber 22 gelieferten Nullimpuls. Im Steuerteil 21 jeder Knotvorrichtung
10 kann in nicht dargestellter Weise mindestens ein einstellbarer Fadenlängenspeicher
untergebracht sein und ist mindestens eine durch die Taktimpulse des Winkeldrehgebers
und dessen Nullimpuls betätigte Zählstufe angeordnet. Der Steuerteil 21 kann auch
einen eigenen Mikroprozessor aufweisen, der aus den von der zentralen Steuereinrichtung
20 gelieferten Signalen unter Berücksichtigung individueller Schaltverzögerungszeiten
bei den einzelnen Knotvorrichtungen 10 den Zeitpunkt des Auslösesignals zur Knotenbildung
geschwindigkeitsabhängig bestimmt. Die Maschinengeschwindigkeit wird aus den Taktimpulsen/Zeiteinheit
des Weggebers bestimmt.
[0017] Es kann aber auch ein zentraler Mikroprozessor in der Steuereinrichtung 20 untergebracht
sein, dem die am Steuerteil 21 einer jeden Knotvorrichtung eingestellten Daten zugeleitet
werden und der dann für jede Knotvorrichtung 10 die Auslösesignale zur Knotenbildung
errechnet und zeitgerecht liefert.
[0018] Die Impulszahl des Winkeldrehgebers über eine volle Umdrehung des Nadelzylinders
17 ist festgelegt, unabhängig vom Durchmesser des Nadelzylinders und von seiner Nadelteilung.
Somit kann die Steuereinrichtung an jeder Rundstrickmaschine ohne große Anpassungsprobleme
eingesetzt werden. Die Zählstufe im Steuerteil 21 jeder Knotvorrichtung 10 wird nach
jeder Umdrehung des Nadelzylinders 17 wieder auf Null zurückgestellt.
[0019] Aus den Taktimpulsen des Winkeldrehgebers 22 läßt sich zu jedem Zeitpunkt die augenblickliche
Geschwindigkeit der Strickmaschine errechnen und bei der Bestimmung des Zeitpunktes
der Knotenbildung mitberücksichtigen. In der zentralen Steuereinrichtung 20 ist im
Musterspeicher auch der Fadenverbrauch pro Nadel bei der Maschenbildung festgehalten,
und dementsprechend die proportional zum Antrieb des Nadelzylinders 17 gehaltene Antriebsgeschwindigkeit
des Positiv-Fournisseurs 18 eingestellt.
[0020] Mit der beschriebenen Steuereinrichtung läßt sich Ringelware und Intarsienware herstellen,
bei welcher die in verschiedenen Maschenreihen auftretenden Knoten genau vertikal
untereinanderliegen oder an bestimmten Stellen plaziert sind.
[0021] Fig. 2 zeigt die Ausbildung der Fadenwechseleinrichtung für Rundstrickmaschinen,
auf welchen Jacquardmuster hergestellt werden sollen, wo also im Gegensatz zu dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, wo an allen Nadelverarbeitungsstellen 16 immer ein
gleichbleibender Fadenverbrauch angenommen worden ist, der Fadenverbrauch an den einzelnen
Fadenverarbeitungsstellen 16 schwankt. Auch in Fig. 2 ist eine Fadenverarbeitungsstelle
16 durch eine Nadel schematisch angedeutet und sind für alle gleichen Teile wieder
die gleichen Bezugsziffern wie in Fig. 1 verwendet. Die Einrichtung unterscheidet
sich von der Einrichtung nach Fig. 1 im wesentlichen dadurch, daß anstelle eines Positiv-Fournisseurs
15 ein echter Speicher-Fournisseur 30 vorgesehen ist, der eine stationäre Speichertrommel
18′ aufweist. Der jeweils von der Knotvorrichtung 10 kommende Faden 11-14 wird mittels
eines ersten antreibbaren Wickelfingers 31 auf die feststehende Fadentrommel 18′ aufgewickelt.
Mittels eines zweiten umlaufenden Wickelfingers 32 wird der Faden von der feststehender
Speichertrommel 18′ abgezogen und zu einer Fadenverarbeitungsstelle 16 geleitet. Der
Fadenabzug kann durch zwangsweisen Antrieb des zweiten Wickelfingers 32 erfolgen.
Im vorliegenden Falle ist angenommen, daß die Drehbewegung des zweiten Wickelfingers
32 durch den von den Nadeln an der Fadenverarbeitungsstelle 16 auf den Faden 11 ausgeübten
Zug bewirkt wird. Jede Drehbewegung des zweiten Wickelfingers 32 wird an einer mitbewegten
Scheibe 33 mittels Sensoren 34 festgestellt. Mit von den Sensoren 34 gelieferten Impulsen
wird ein Zwangsantrieb des ersten Wickelfingers 31 über einen in Fig. 2 nicht dargestellten
Antriebsmotor dahingehend bewirkt, daß sofort so viel Fadenlänge vom ersten Wickelfinger
31 auf die Speichertrommel 18′ nachgewickelt wird, wie vom zweiten Wickelfinger 32
abgezogen wird. Dadurch ist die für die Steuereinrichtung wichtige Bedingung erfüllt,
daß die Länge des Fadens zwischen der Knotvorrichtung 10 und der zugeordneten Fadenverarbeitungsstelle
16 immer die gleiche ist. Ein nur schematisch angedeutetes Getriebe 35 stellt sicher,
daß bei rotierenden Wickelfingern die Speichertrommel feststeht.
[0022] Fig. 3 zeigt eine mögliche Ausführungsform eines Speicher-Fournisseurs 30′. In einem
gemeinsamen Träger 36 ist die feststehende Speichertrommel 18′ angeordnet und sind
die beiden Wickelfinger 31 und 32 koaxial zur Speichertrommel 18′ drehbar gelagert.
Der erste Wickelfinger 31 wird mittels eines im Träger 36 angeordneten Schrittmotors
37 angetrieben, mit welchem er über einen endlosen Zahnriemen 38 antriebsmäßig verbunden
ist. Der zweite Wickelfinger 32 ist mit einer Aluminiumscheibe 33 fest verbunden,
die an ihrem Rand gezahnt sein kann und beim Umlauf des Wickelfingers in einem optischen
Sensor 34, der von einer Lichtquelle 39 beaufschlagt wird, Impulse erzeugt, die zum
Antrieb des Schrittmotors 37 und damit des ersten Wickelfingers 31 verwertet werden.
Gleichzeitig dient die Aluminiumscheibe 33 als Wirbelstrom-Bremsscheibe im Zusammenwirken
mit einer Wicklung 40.
1. Strickmaschine mit einem Nadelbett (17) und einer Fadenwechseleinrichtung mit mindestens
einer Knotvorrichtung (10), einer Fadenspeichervorrichtung (15,30), die zwischen der
Knotvorrichtung (10) und einer Fadenverarbeitungsstelle (16) der Strickmaschine angeordnet
ist, und einer einen Mikroprozessor und einen Knotdatenspeicher aufweisenden Steuereinrichtung
(20,21) für die Fadenwechseleinrichtung, zu der ein Sensor gehört, der von der Bewegung
eines Maschinenteils abhängige, aber von der Nadelteilung des Nadelbetts (17) unabhängige
Impulse liefert, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des über die Fadenspeichervorrichtung
(15,30) geführten Fadens (11-14) zwischen jeder Knotvorrichtung (10) und der ihr zugeordneten
Fadenverarbeitungsstelle (16) auf einem konstanten, in einem Speicher der Steuereinrichtung
(20,21) festgehaltenen Wert gehalten ist, daß der die bewegungsabhängigen Impulse
liefernde Sensor ein Weggeber (22) mit festgelegter Impulszahl pro Weglängeneinheit
ist und daß an jeder Knotvorrichtung (10) zusätzlich als Teile der Steuereinrichtung
(20,21) eine vom Weggeber (22) getaktete und durch Nullimpulse zurückstellbare Zählstufe
oder ein anderer Weglängenspeicher angeordnet ist.
2. Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Weggeber nach jeder
Weglänge, die der Gesamtlänge eines Nadelbetts entspricht, einen Nullimpuls liefert.
3. Rundstrickmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Weggeber
ein Winkeldrehgeber (22) mit einer festgelegten Impulszahl pro Maschinenumdrehung
ist, der an einer festgelegten Umfangsstelle der Maschine mindestens einen Nullimpuls
liefert.
4. Strickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenspeichervorrichtung
(15) ein in Abhängigkeit vom Fadenverbrauch und/oder von der Maschinengeschwindigkeit
angetriebener Fournisseur für eine positive Fadenzufuhr zur Fadenverarbeitungsstelle
(16) ist, dessen angetriebene Fadenspeichertrommel (18) eine vorgegebene Anzahl von
Fadenwindungen trägt.
5. Strickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenspeichervorrichtung
(30) eine feststehende Fadenspeichertrommel (18'), einen ersten Wickelfinger (31)
zum Aufwickeln eines Fadens (11-14) auf die Fadenspeichertrommel (18') und einen zweiten
Wickelfinger (32) zum Abwickeln des Fadens (11-14) von der Fadenspeichertrommel (18')
aufweist, und daß beide Wickelfinger (31,32) synchron antreibbar sind.
6. Strickmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Wickelfinger
(32) an einem Impulsgeber (34) vorbeibewegbar ist, dessen Impulse einen den ersten
Wickelfinger (31) bewegenden Schrittmotor (37) betätigen.
7. Strickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder
Knotvorrichtung (10) als Teile der Steuereinrichtung (20/21) mindestens ein einstellbarer
Fadenlängenspeicher und die Stellung von Knotvorrichtungsteilen überwachende Sensoren
angeordnet sind.
8. Strickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale
Steuereinrichtung (20) oder die Steuereinrichtungsteile (21) zusätzlich einen einstellbaren
Fadenlängenspeicher für die Fadenlänge pro Masche aufweisen.
9. Strickmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Wickelfinger
(32) mit einer Wirbelstrombremse (33/40) gekoppelt ist.
1. Knitting machine with a needle bed (17) and a thread-changing arrangement with at
least one knotting device (10), with a thread storage device (15, 30) which is disposed
between the knotting device (10) and a thread preparation point (16) of the knitting
machine, and with a control arrangement (20, 21) for the thread-changing arrangement
including a microprocessor and a knot data store, there being associated with said
thread changing arrangement sensor which emits pulses dependent on the movement of
a machine part, but independent of the needle division of the needle bed (17),
characterised in that the length of the thread (11-14) guided over the thread storage
device (15, 30), between each knotting device (10) and the thread preparation point
(16) associated therewith, is kept to a constant value held in a store of the control
arrangement (20, 21), in that the sensor emitting the movement-dependent pulses is
a position-emitter (22) with a fixed number of pulses per unit of length of travel,
and in that there is in addition disposed at each knotting device (10), as components
of the control arrangement (20, 21), a counting stage which is timed by the position-emitter
(22), and may be reset by zero pulses, or another distance store.
2. Knitting machine according to claim 1, characterised in that the position-emitter
emits a zero pulse after each path length corresponding to the overall length of a
needle bed.
3. Circular knitting machine according to claim 1 or 2, characterised in that the position-emitter
is an angular-rotation emitter (22) with a fixed number of pulses per machine revolution,
and which emits at least one zero pulse at a fixed circumferential point on the machine.
4. Knitting machine according to one of claims 1 to 3, characterised in that the thread
storage device (15) is a feed wheel mechanism driven in dependence on thread consumption
and/or by the machine speed, for positive thread supply to the thread preparation
point (16), its driven thread storage drum (18) carrying a predetermined number of
thread windings.
5. Knitting machine according to one of claims 1 to 3, characterised in that the thread
storage device (30) has a stationary thread storage drum (18'), a first winding finger
(31) for winding up a thread (11-14) on to the thread storage drum (18'), and a second
winding finger (32) for unwinding the thread (11-14) from the thread storage drum
(18'), and in that both winding fingers (31, 32) may be driven synchronously.
6. Knitting machine according to claim 5, characterised in that the second winding finger
(32) may be moved past a pulse emitter (34), the pulses from which actuate a stepping
motor (37) moving the first winding finger (31).
7. Knitting machine according to one of claims 1 to 6, characterised in that there are
disposed at each knotting device (10), as components of the control arrangement (20/21)
at least one adjustable thread length store, and sensors monitoring the position of
parts of the knotting devices.
8. Knitting machine according to one of claims 1 to 7, characterised in that the central
control arrangement (20) or the components (21) of the control arrangement have in
addition an adjustable thread length store for the thread length per stitch.
9. Knitting machine according to claim 5 or 6, characterised in that the second winding
finger (32) is coupled to an eddy current brake (33/40).
1. Machine à tricoter comprenant un bâti à aiguilles (17) et un dispositif de changement
de fils comprenant au moins un dispositif de nouage (10), un dispositif de stockage
de fil (15, 30), qui est disposé entre le dispositif de nouage (10) et un poste de
traitement de fil (16) de la machine à tricoter, et un dispositif de commande, (20,
21) pour le dispositif de changement de fils, qui présente un microprocesseur et une
mémoire de données de noeuds, et auquel appartient un détecteur qui délivre des impulsions
dépendantes du mouvement d'une partie de la machine, mais indépendantes de l'espacement
des aiguilles du bâti à aiguilles (17), caractérisée en ce que la longueur du fil
(11-14), guidé par le dispositif de stockage de fil (15, 30) entre chaque dispositif
de nouage (10) et le poste de traitement de fil (16) qui lui est associé, est maintenue
à une valeur constante stockée dans une mémoire du dispositif de commande (20, 21),
en ce que le détecteur délivrant les impulsions dépendantes du mouvement est un capteur
de déplacement (22) ayant un nombre d'impulsions déterminé par unité de longueur de
déplacement, et en ce qu'à chaque dispositif de nouage (10) est relié en outre, en
tant que partie du dispositif de commande (21), un étage de comptage, ou une autre
mémoire de longueur de déplacement, synchronisé par le capteur de déplacement (22)
et remis en position initiale par une impulsion nulle.
2. Machine à tricoter selon la revendication 1, caractérisée en ce que le capteur de
déplacement délivre une impulsion nulle après chaque longueur de déplacement, qui
correspond à la longueur totale d'un bâti à aiguilles.
3. Machine à tricoter circulaire selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que
le capteur de déplacement est un capteur angulaire (22) ayant un nombre d'impulsions
déterminé par rotation de la machine, lequel délivre au moins une impulsion nulle
dans une position périphérique déterminée de la machine.
4. Machine à tricoter selon l'une des revendication 1 à 3, caractérisée en ce que le
dispositif de stockage de fil (15) est un fournisseur de fil, entraîné en dépendance
de la consommation de fil et/ou de la vitesse de la machine, pour fournir une alimentation
positive de fil au poste de traitement de fil (16), dont la bobine entraînée de stockage
de fil (18) porte un nombre déterminé de spires de fil.
5. Machine à tricoter selon l'une des revendication 1 à 3, caractérisée en ce que le
dispositif de stockage de fil (30) présente une bobine fixe de stockage de fil (18'),
un premier doigt de bobinage pour l'enroulement d'un fil (11-14) sur la bobine de
stockage de fil (18') et un deuxième doigt de bobinage (32) pour le déroulement du
fil (11-14) de la bobine de stockage de fil (18'), et en ce que les deux doigts de
bobinage (31, 32) sont actionnables en synchronisme.
6. Machine à tricoter selon la revendication 5, caractérisée en ce que le deuxième doigt
de bobinage (32) est déplaçable devant un capteur d'impulsions (34) dont les impulsions
actionnent un moteur pas à pas (37) déplaçant le premier doigt de bobinage (31).
7. Machine à tricoter selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'à chaque
dispositif de nouage (10) est relié, en tant que partie du dispositif de commande
(20/21), au moins un stockeur réglable de longueur de fil et des détecteurs surveillant
la position de parties du dispositif de nouage.
8. Machine à tricoter selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le
dispositif central de commande (20) ou les éléments du dispositif de commande (21)
présentent en outre un stockeur réglable de longueur de fil pour la longueur de fil
par maille.
9. Machine à tricoter selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que le deuxième
doigt de bobinage (32) est couplé à un frein à courants de Foucault (33/40).