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EP 0 307 848 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.06.1991 Patentblatt 1991/24 |
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Anmeldetag: 13.09.1988 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Härten von auf einem Körper aufgetragenen Schichten
Method and apparatus for hardening layers applied to an article
Procédé et dispositif pour durcir des chouches appliquées sur un article
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
15.09.1987 DE 3730879 12.01.1988 DE 3800628
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.03.1989 Patentblatt 1989/12 |
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Patentinhaber: Schaft, Volker Dipl.-Ing. |
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D-2000 Hamburg65 (DE) |
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Erfinder: |
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- Schaft, Volker Dipl.-Ing.
D-2000 Hamburg65 (DE)
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Vertreter: Liebelt, Rolf, Dipl.-Ing. et al |
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Baumbach & Liebelt
Patentanwaltskanzlei
Ballindamm 15 20095 Hamburg 20095 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
AT-B- 308 931 DE-A- 2 615 068 GB-A- 1 409 996
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DE-A- 2 253 611 DE-A- 3 529 800
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Härten durch Trocknen
und/oder Abbinden von auf einem Körper kontinuierlich übereinander aufgetragenen Schichten,
wie Druckfarben, Kaschierungen oder dgl., wobei die untersten pigmenthaltigen Schichten
einer Wärmebehandlung durch IR-Strahlung unterzogen werden und die oberste oder Deckschicht,
die eine Kaschierung bildet, einer UV-Strahlung ausgesetzt wird.
[0002] In der Druckindustrie gelangen IR-reaktive Farben immer häufiger zum Einsatz. Diese
Farben und Lacke trocknen bei Bestrahlung mit IR-Licht recht schnell an der Oberfläche
und sind somit "griff-" und "staubtrocken". Um mit derartigen Farben bedruckte Träger
wie Papiere und Kartons weiterbehandeln, z. B. deren Oberflächenqualität durch eine
Acrylat kaschierung anheben zu können, muß die IR-reaktive Farbe vollständig durchgetrocknet
sein, da sich anderenfalls das Druckbild verschlechtert, indem die nicht getrockneten
Farbanteile unter der Kaschierung im Trägermaterial verlaufen; denn das Durchtrocknen
IR-reaktiver Farben kann in Extremfällen einige Stunden dauern.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es nun, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen,
mit der IR-reaktive Farben derart intensiv getrocknet werden, daß die Nachbehandlung
des bedruckten Trägermaterials, z. B. dessen Kaschierung unmittelbar, d. h. ohne Übergangszeit
nach der IR-Behandlung ohne Beeinträchtigung des Druckbildes vorgenommen werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß, ausgehend von einem Verfahren der eingangs beschriebenen
Gattung, dadurch gelöst, daß die Luft oberhalb des der UV-Strahlung unterliegenden
Bereiches des beschichteten Körpers abgesaugt und in die IR-Trockeneinrichtung im
Bereich des Körpers geblasen wird, der der IR-Strahlung unterliegt.
[0005] Durch das erfindungsgemäße Absaugen der Luft aus dem einer UV-Strahlung ausgesetzten
Bereich des beschichteten Körpers und dem Aussetzen des der IR-Strahlung unterliegenden
Bereiches des Körpers dieser abgesaugten Luft wird die zu trocknende IR-reaktive Druckfarbe
zusätzlich zur IR-Strahlung auch noch von mit Ozon angereicherter Luft beaufschlagt.
Durch diese Maßnahme werden die beim Trocknen der Farbe stattfindenden Oxidationsprozesse
derart beschleunigt, daß die Farbe in kürzester Zeit durchtrocknet und das Druckbild
durch die Kaschierung nicht negativ verändert wird. Die zusätzliche Anreicherung der
Umgebung des der IR-Strahlung ausgesetzten Bereiches des bedruckten Körpers mit Ozon
bewirkt weiter, daß die durch die IR-Strahlung aus der Farbe ausgetriebenen Lösungsmittel
oxidiert und dadurch in die Umwelt nicht belastende Stoffe umgewandelt werden.
[0006] Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung besteht aus einer
IR-Trockeneinrichtung, die hinter dem letzten IR-reaktiven Farben auftragenden Druckwerk
einer Druckmaschine vorgesehen ist, und aus einer UV-Strahlungseinrichtung, die der
Auftragseinrichtung für eine auf die IR-behandelten Druckfarben aufzubringende lackartige
UV-reaktive Beschichtung nachgeordnet ist, und ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Abluft aus der UV-Strahlungseinrichtung in die IR-Trockeneinrichtung eingespeist wird.
[0007] Die neue Vorrichtung ermöglicht die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
zum Härten von auf einem Körper aufgetragenen Schichten ohne großen Aufwand bei vorhandenen
Druckmaschinen, indem die Abluftleitung der UV-Strahlungseinrichtung in die IR-Trockeneinrichtung
eingeführt wird. Zugleich kann für die Abluft aus der IR-Trockeneinrichtung, die die
gesamte Abluft der Druckmaschine ist, auf Nachbehandlungsgeräte, mit denen insbesondere
die aus der Farbe ausgetriebenen Lösungsmittel abgeschieden werden, verzichtet werden,
was zur Senkung der Betriebskosten der Druckmaschine bei gesteigerter Druckleistung
durch die rasche Trocknung der Farbe in der IR-Trockeneinrichtung beiträgt.
[0008] Um die vom Ozon bzw. aktiven Sauerstoff der Abluft aus der UV-Strahlungseinrichtung
ausgehenden positiven Effekte auf die Trocknung der IR-reaktiven Farben zu verbessern
oder sicherzustellen, ist in einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in der IR-Trockeneinrichtung _ in Transportrichtung der Druckmaschine
gesehen _ hinter einem IR-Strahlungskörper ein Ozonerzeuger, vorzugsweise eine stabförmige
Hochdruck-Gasentladungslampe, insbesondere eine Quecksilberdampflampe angeordnet,
die unter Bildung eines Ringraumes von einer Metall- oder Keramikhülse umgeben ist,
deren Wandung Öffnungen aufweist, aus denen in den Ringraum eingeblasene Luft, vorzugsweise
ein Teil der Abluft aus der UV-Strahlungseinrichtung, in Richtung auf die zu behandelnde(n)
Farbschicht(en) entweicht. Durch die Anordnung dieser besonders ausgestalteten Hochdruckgasentladungslampe
innerhalb der IR-Trockeneinrichtung wird die Druckfarbe nicht nur einer zusätzlichen
IR-Strahlung, die von der von der Quecksilberdampflampe erhitzten Hülse ausgesandt
wird, ausgesetzt. Durch diese zusätzlichen erfindungsgemäßen Maßnahmen wird auch noch
der aus der Abluft der UV-Strahlungseinrichtung herrührende Ozongehalt in der IR-Trockeneinrichtung
erhöht. Dieses zusätzliche Ozon gelangt mit der Luft aus dem Ringraum zwischen Hülse
und Quecksilberdampflampe über die Öffnungen in der Hülsenwand in die IR-Trockeneinrichtung
und wird gegen die Oberfläche des bedruckten Körpers geblasen. Das Ozon wird dabei
im Ringraum aus dem Luftsauerstoff aufgrund der von der Quecksilberdampflampe ausgehenden
UV-Strahlung gebildet. Dabei kann in der IR-Trockeneinrichtung auf den Bereich zwischen
IR-Strahlungskörper und Gasentladungslampe noch eine Absaugeinrichtung einwirken,
was dazu beiträgt, daß das Ozon mit der zu trocknenden Farbe in innige Berührung kommt.
[0009] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung, insbesondere
des Ozonerzeugers in der Trockeneinrichtung, sind in Unteransprüchen angegeben.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird noch an Hand der Zeichnungen
beschrieben. Es stellen dar:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht des Austragendes einer Rotationsdruckmaschine,
Fig. 2 eine schematische Schnittansicht durch den in der IR-Trockeneinrichtung der
Druckmaschine nach Fig. 1 eingefügten Ozonerzeuger,
Fig. 3 eine schematische Schnittansicht durch einen anderen in der IR-Trockeneinrichtung
der Druckmaschine nach Fig. 1 eingesetzten Ozonerzeuger.
[0011] Der zu bedruckende bzw. zu beschichtende Körper 7 tritt in Richtung des Pfeiles C
in das letzte Druckwerk 10 für IR-reaktive Farben am Austrags ende der in Fig. 1 dargestellten
Druckmaschine ein und verläßt diese in Richtung des Pfeiles D. Auf diesem Weg läuft
der Körper 7 an Führungsrollen 11 vorbei und passiert eine IR-Trockeneinrichtung 12,
eine Quetsch- und Blaseinrichtung 23, eine Auftragseinrichtung 13 für eine UV-reaktive
Acrylatbeschichtung sowie eine UV-Strahlungseinrichtung 14.
[0012] In der IR-Trockeneinrichtung 12 sind ein auf den Körper 7 gerichteter IR-Strahlungskörper
15 und ein Ozonerzeuger 21, dessen Aufbau unten an Hand der Fig. 2 und 3 erläutert
wird, angeordnet. In diese IR-Trockeneinrichtung 12 ragt weiter die Mündung 16 einer
Luftleitung 17, in die ein Gebläse 18 eingefügt ist, und deren Eintrittsöffnung 19
sich in der UV-Strahlungseinrichtung 14 befindet. Die Luft wird aus der IR-Trockeneinrichtung
12 über einen Abgaskanal 20 in Richtung des Pfeiles E in die Umgebung abgeleitet.
[0013] Die UV-Strahlungseinrichtung 14 weist zwei Hochdruckgasentladungslampen 22 auf, die
den Körper 7 anstrahlen.
[0014] Der Ozonerzeuger 21 gemäß Fig. 2 der IR-Trockeneinrichtung 12 besteht aus einer Keramikhülse
1, in der konzentrisch eine stabförmige Quecksilberdampflampe 2 angeordnet ist. Außen
ist auf der Hülse 1, deren Länge mit derjenigen der Quecksilberdampflampe 2 übereinstimmt,
ein Luftsammelkanal 3 angebracht, der über Lufteintrittsöffnungen 4 in der Wandung
der Hülse 1 mit einem Ringraum 5, der von der Hülse 1 und der Quecksilberdampflampe
2 begrenzt wird, verbunden ist. Den Lufteintrittsöffnungen 4 gegenüberliegend ist
in die Wandung der Hülse 1 noch eine sich über die gesamte Länge der Hülse 1 erstreckende
schlitzförmige Luftaustrittsöffnung 6 eingearbeitet, die auf den in Richtung des Pfeiles
A vorbeigeführten und bedruckten Körper 7 gerichtet ist.
[0015] Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ozonerzeuger 21 der IR-Trockeneinrichtung 12 ist
die stabförmige Quecksilberdampflampe 2 exzentrisch in der Keramikhülse 1, deren Länge
im wesentlichen mit derjenigen der Lampe 2 übereinstimmt, und der Luftsammelkanal
3 in bezug auf den in Richtung des Pfeiles A am Ozonerzeuger 21 vorbeigeführten Körper
7 seitlich an der Hülse 1 angebracht. Der Luftsammelkanal 3 steht über Lufteintrittsöffnungen
4 in der Wandung der Hülse 1 mit dem Ringraum 5 in Verbindung, der über eine etwa
den Lufteintrittsöffnungen 4 gegenüberliegende spaltförmige Öffnung 6 in einen Kanal
8 übergeht. Dieser Kanal 8 ist zick-zack-förmig und gekrümmt außen an dem in bezug
auf die zu behandelnde(n) Farbschicht(en) abgewandten Bereich der Keramikhülse 1 entlanggeführt
und weist einen auf diese Farbschicht(en) gerichteten sowie als Blasdüse ausgebildeten
Auslaß 9 auf.
[0016] Im folgenden wird noch kurz die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert:
[0017] Die Hochdruckgasentladungslampen 22 in der UV-Strahlungseinrichtung 14 senden nicht
nur UV-Licht aus, das die Aushärtreaktion der Acrylatbeschichtung auslöst. Sie schaffen
auch eine mit Ozon angereicherte Atmosphäre, da nur ein Teil des unter der Einwirkung
der UV-Strahlung aus dem Luftsauerstoff gebildeten Ozons mit der Acrylatbeschichtung
bei deren Aushärten reagiert. Dieses überschüssige Ozon wird _ anstatt als Schadstoff
in die Umgebung _ erfindungsgemäß mit der Luft aus der UV-Strahlungseinrichtung 14
vom Gebläse 18 abgesaugt und durch die Luftleitung 17 in die IR-Trockeneinrichtung
12 eingespeist, wo es beim Trocknen der IR-reaktiven Druckfarbe durch die vom IR-Strahlungskörper
15 emittierte Strahlung als reaktionsfreudiges Oxidationsmittel umgesetzt wird. Zusätzlich
zum IR-Strahlungskörper 15 und zum Ozon aus der UV-Strahlungseinrichtung 14 trägt
noch der Ozonerzeuger 21 zum Trocknen der IR-reaktiven Farbe und insbesondere zur
Oxidation der ausgetriebenen Lösungsmittel in der IR-Trockeneinrichtung 12 bei, indem
die von der Quecksilberdampflampe 2 erhitzte Wandung der Hülse 1 des Ozonerzeugers
21 auf dem sich bewegenden Körper 7 eine IR-Strahlung sendet. In den Luftsammelkanal
3 wird gleichzeitig mit einem nicht dargestellten Gebläse Umgebungsluft eingeblasen,
die über die Lufteintrittsöffnungen 4 in den Ringraum 5 gelangt, in dem sie der UV-Strahlung
der Quecksilberdampflampe 2 ausgesetzt ist. Diese UV-Strahlung wandelt einen Teil
des Luftsauerstoffes in Ozon um. Die nunmehr mit Ozon angereicherte Luft verläßt den
Ringraum 5 über die Luftaustrittsöffnungen 6 und trifft in Richtung der Pfeile B auf
die zu trocknenden Farbflächen des Körpers 7. Dadurch bildet sich im Raum zwischen
dem IR-Strahlungskörper 15 und dem Ozonerzeuger 21 in der IR-Trockeneinrichtung 12
eine im wesentlichen lösungsmittelfreie Atmosphäre aus, da das Lösungsmittel, das
beim Trocknen der IR-reaktiven Farben freigesetzt wird, insbesondere durch das Ozon
in unschädliche Produkte umgewandelt wird. Die Abgase der IR-Trockeneinrichtung 12
werden folglich schadstofffrei mit einer nicht gezeigten Absaugeinrichtung über den
Abgaskanal 20 in Richtung des Pfeiles E in die Umgebung abgeleitet.
[0018] Beim Ozonerzeuger nach Fig. 3 trifft die der UV-Strahlung im Ringraum 5 ausgesetzte
Luft erst nach der Passage durch den labyrinthförmigen Kanal 8 auf die zu behandelnde(n)
Farbschicht(en), was zur Steigerung des Ozon bildenden Effektes der UV-Strahlung,
die durch Reflexionen über die Luftaustrittsöffnung 6 in den Kanal 8 gelenkt wird,
beiträgt. Der in bezug auf den beschichteten Körper 7 rückwärtige Bereich der Hülse
1 wird durch die erfindungsgemäße Kanalanordnung gekühlt. Dabei wird zugleich erreicht,
daß der dem Körper gegenüberliegende und als IR-Strahler wirkende Bereich der Hülse
1 durch die aus dem Auslaß 9 des Kanales 8 gegen den Körper 7 geblasene Luft nur eine
geringfügige Abkühlung erfährt und somit in seiner Strahlungsintensität kaum beeinträchtigt
wird.
[0019] Bevor der bedruckte Körper 7 in die Auftragseinrichtung 13 zur Acrylatbeschichtung
eintritt, passiert er die Quetsch- und Blaseinrichtung 23, in der insbesondere an
der trockenen IR-reaktiven Druckfarbe noch anhaftendes Ozon entfernt wird.
1. Verfahren zum Härten durch Trocknen und/oder Abbinden von auf einem Körper kontinuierlich
übereinander aufgetragenen Schichten wie Druckfarben, Kaschierungen oder dgl., wobei
die untersten pigmenthaltigen Schichten einer Wärmebehandlung durch IR-Strahlung unterzogen
werden und die oberste oder Deckschicht, die eine Kaschierung bildet, einer UV-Strahlung
ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft oberhalb des der UV-Strahlung
unterliegenden Bereiches des Körpers abgesaugt und auf den Bereich des Körpers geblasen
wird, der der IR-Strahlung unterliegt.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einer
IR-Trockeneinrichtung, die hinter dem letzten IR-reaktive Farben auftragenden Druckwerk
einer Druckmaschine vorgesehen ist, und aus einer UV-Strahlungseinrichtung, die der
Auftragseinrichtung für eine auf die IR-behandelten Druckfarben aufzubringende lackartige
UV-reaktive Beschichtung nachgeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Abluft
aus der UV-Strahlungseinrichtung (14) in die IR-Trockeneinrichtung (12) eingespeist
wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der IR-Trockeneinrichtung
(12) _ in Transportrichtung der Druckmaschine gesehen _ hinter einem IR-Strahlungskörper
(15) ein Ozonerzeuger (21), vorzugsweise eine stabförmige Hochdruck-Gasentladungslampe
(2) wie eine Quecksilberdampflampe angeordnet ist, die unter Bildung eines Ringraumes
(5) von einer Metall- oder Keramikhülse (1) umgeben ist, deren Wandung Öffnungen (6)
aufweist, aus denen in den Ringraum (5) eingeblasene Luft in Richtung auf die zu behandelnde(n)
Farbschicht(en) entweicht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung(en) (6) des
Ringraumes (5) in einen Kanal (8) münde(t)(n), der zick-zack-förmig außen an dem in
bezug auf die zu behandelnde(n) Farbschicht(en) abgewandten Bereich der Metall- oder
Keramikhülse (1) anliegt und dessen zweckmäßigerweise als Blasdüse ausgebildeter Auslaß
(9) auf diese Farbschicht(en) gerichtet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochdruckgasentladungslampe
(2) im Ringraum (5) exzentrisch angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf den
Bereich zwischen dem IR-Strahlungskörper (15) und dem Ozonerzeuger (21) eine Absaugeinrichtung
einwirkt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen
(6) in der Hülse (1) als mindestens ein sich über deren (1) gesamte Länge erstreckender
Schlitz ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse
(1) und/oder der Kanal (8) aus einem nicht oxidierbaren Werkstoff bestehen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse
(1) und/oder der Kanal (8) aus einem Werkstoff mit katalytischen Eigenschaften zur
Erzeugung von Ozon aus vorzugsweise Luftsauerstoff bestehen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hülse (1) und/oder der Kanal (8) aus einem Werkstoff bestehen, der kurzwellige, insbesondere
UV-Strahlung in Wärmestrahlung umwandelt.
1. Method of hardening by drying and/or setting layers such as printing inks, coatings
or the like continuously superimposed on an article, the lowest pigment-containing
layers being subjected to a heat treatment by IR radiation and the top or surface
layer which forms a coating being exposed to UV radiation, characterised in that the
air above the region of the article subjected to UV radiation is aspirated and is
blown onto the region of the article subjected to IR radiation.
2. Apparatus for carrying out the method according to claim 1, consisting of an IR
drier which is provided after the last printing attachment of a printing machine applying
IR-reactive inks, and of a UV radiation device which follows the applicator for a
paint-like UV-reactive covering which is to be applied to the IR-treated printing
inks, characterised in that the outgoing air from the UV radiation device (14) is
introduced into the IR drier (12).
3. Apparatus according to claim 2, characterised in that, there is arranged in the
IR drier (12) after an IR radiation member (15) _ as viewed in the transportation
direction of the printing machine _ an ozone generator (21), preferably a rod-shaped
high pressure gas discharge lamp (2) such as a mercury vapour lamp, surrounded by
a metallic or ceramic tube (1) which forms an annular chamber (5) and of which the
wall has orifices (6) from which air blown into the annular chamber (5) escapes in
the direction of the layer(s) of ink to be treated.
4. Apparatus according to claim 3, characterised in that the orifice(s) (6) of the
annular chamber (5) opens (open) into a duct (8) which rests in a zigzag form externally
on the region of the metallic or ceramic tube (1) which is remote from the layer(s)
of ink to be treated and of which the outlet (9) preferably constructed as an outlet
nozzle is directed toward this (these) layer(s) of ink.
5. Apparatus according to claim 3 or 4, characterised in that the high pressure gas
discharge lamp (2) is arranged eccentrically in the annular chamber (5).
6. Apparatus according to one of claims 3 to 5, characterised in that an aspirator
acts upon the region between the IR radiation member (15) and the ozone generator
(21).
7. Apparatus according to one of claims 3 to 6, characterised in that the orifices
(6) in the tube (1) are constructed as at least one slot extending over the entire
length thereof (1).
8. Apparatus according to one of claims 3 to 7, characterised in that the tube (1)
and/or the duct (8) consist of a non-oxidisable material.
9. Apparatus according to one of claims 3 to 8, characterised in that the tube (1)
and/or the duct (8) consist of a material having catalytic properties for generating
ozone preferably from atmospheric oxygen.
10. Apparatus according to one of claims 3 to 9, characterised in that the tube (1)
and/or the duct (8) consist of a material which transforms short-wave radiation, in
particular UV radiation, into heat radiation.
1. Procédé pour durcir par séchage et/ou par prise des couches superposées appliquées
de manière continue sur un article, comme des couleurs d'imprimerie, des pellicules
ou similaires, selon lequel les couches les plus inférieures contenant des pigments
sont soumises à un traitement thermique par exposition à des rayons IR, et la couche
la plus supérieure ou couche de couverture, qui constitue une pellicule, est exposée
à des rayons UV, caractérisé en ce que l'air est aspiré au-dessus de la zone de l'article
exposée aux rayons UV et il est soufflé sur la zone de l'article exposée aux rayons
IR.
2. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé de la revendication 1, constitué par
un dispositif de séchage IR qui est prévu derrière le dernier groupe d'impression
appliquant des couleurs réactives aux IR d'une machine à imprimer et par un dispositif
de rayonnement UV, qui est disposé à la suite du dispositif d'impression d'une couche
réactive aux UV analogue à une laque, s'appliquant sur les couleurs d'imprimerie traitées
aux IR, caractérisé en ce que l'air évacué du dispositif de rayonnement UV (14) est
conduit au dispositif de séchage IR (12).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il est disposé dans le
dispositif de séchage IR (12) _ vu dans le sens de déplacement dans la machine à imprimer
_ derrière un corps à rayonnement IR (15) _ un générateur d'ozone (21), de préférence
une lampe à décharge dans un gaz à haute pression (2) analogue à une barre, telle
qu'une lampe à vapeur de mercure, qui est entouré d'un manchon (1) en métal ou en
céramique, avec formation d'un intervalle annulaire (5), dont la paroi présente des
ouvertures (6) par lesquelles l'air soufflé dans l'intervalle annulaire (5) s'échappe
en direction de la couche ou des couches de couleur à traiter.
4. Dispositif selon la revendication 3 caractérisé en ce que la ou les ouvertures
(6) de la chambre annulaire (5) débouchent dans un canal (8), qui repose extérieurement,
avec une forme en zig-zag, sur la zone du manchon en métal ou en céramique (1), qui
est opposée à la couche ou aux couches de couleur à traiter et dont la sortie (9),
constituée de préférence par une buse de soufflage, est dirigée sur cette couche ou
ces couches de couleur.
5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la lampe à décharge
dans un gaz à haute pression (2) est disposée excentriquement dans l'intervalle annulaire
(5).
6. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce qu'un dispositif
d'aspiration agit sur la zone située entre le corps à rayonnement IR (15) et le générateur
d'ozone (21).
7. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que les ouvertures
(6) dans le manchon (1) sont constituées par au moins une fente s'étendant sur la
totalité de sa longueur (1).
8. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que le manchon
(1) et/ou le canal (8) sont en une matière non oxydable.
9. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 8, caractérisé en ce que le manchon
(1) et/ou le canal (8) consistent en une matière pourvue de propriétés catalytiques
pour la production d'ozone, de préférence à partir de l'oxygène de l'air.
10. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 9, caractérisé en ce que le manchon
(1) et/ou le canal (8) consistent en une matière qui transforme en rayonnement calorifique
les rayonnements à courte longueur d'onde, en particulier le rayonnement UV.