| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 308 819 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
23.03.1994 Patentblatt 1994/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.09.1988 |
|
|
| (54) |
Elektromagnetisches Relais
Electromagnetic relay
Relais électromagnétique
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE FR GB LI |
| (30) |
Priorität: |
24.09.1987 US 100693
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
29.03.1989 Patentblatt 1989/13 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
|
80333 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Lueneburger, Klaus, Dipl.-Ing.
Evansville, IN 47711 (US)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 049 088 EP-A- 0 203 496 DE-U- 8 208 152
|
EP-A- 0 063 487 DE-A- 2 213 970
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Relais mit einem Grundkörper, der
zumindest eine flache Bodenseite besitzt, einer auf dem Grundkörper mit ihrer Achse
parallel zur Bodenseite angeordneten Spule, einem abgewinkelten Kern mit mindestens
zwei zueinander rechtwinkeligen Schenkeln, die alle in einer gemeinsamen, zur Bodenseite
parallelen Ebene liegen, und mit einem ebenfalls in der zur Bodenseite parallelen
Ebene liegenden Anker, der an dem freien Ende eines der Kernschenkel schwenkbar gelagert
ist und mit dem freien Ende eines anderen Kernschenkels einen Arbeitsluftspalt bildet,
sowie mit einer Kontaktanordnung, welche mindestens eine bewegliche Kontaktfeder und
mindestens ein feststehendes Gegenkontaktelement besitzt, welche jeweils mit einem
Endabschnitt fest eingespannt und mit einem im Grundkörper verankerten Anschlußelement
verbunden sind. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein miniaturisiertes Relais,
welches in der Lage ist, auch höhere Spannungen, insbesondere Netzspannung, zu schalten.
[0002] Zum Schalten hoher Spannungen sind bereits verschiedene Relais dieser Art bekannt,
welche üblicherweise eine Spule mit Kern und Anker sowie eine durch den Anker betätigte
Kontaktanordnung aufweisen. Normalerweise werden bei diesen Relais die Kontaktfedern
durch den Anker unmittelbar oder über einen Schieber betätigt, welcher die jeweilige
Kontaktfeder in einer zu ihrer Längserstreckung im wesentlichen senkrechten Richtung
betätigt. Da diese Kontaktfedern in der Nähe ihrer Kontaktstelle betätigt werden,
ergibt sich, daß der Schalthub des schaltenden Kontaktelementes nicht größer sein
kann als der Ankerhub, so daß der Ankerhub den bei einem solchen Relais erreichbaren
Kontaktabstand bestimmt. Wenn nun das Magnetsystem des Relais verkleinert wird, wird
der effektive Hebelarm des Ankers ebenfalls verkürzt, und der verfügbare Kontaktabstand
wird in gleicher Weise reduziert. Für Hochspannungsrelais ist jedoch ein bestimmter
Mindestkontaktabstand erforderlich, so daß eine weitere Miniaturisierung solcher Relais
nicht möglich ist.
[0003] In der EP-A-0 202 651 ist ein Netzspannungsrelais beschrieben, welches im wesentlichen
der eingangs genannten Bauform entspricht. Allerdings ist dort der Anker innerhalb
der Spule angeordnet, während der Magnetkreis außerhalb der Spule über ein Joch geschlossen
wird. Die Betätigung der Kontaktfeder erfolgt jedoch in der obengenannten Weise in
einer Richtung quer zu ihrer Längserstreckung, so daß der Kontakthub nicht wesentlich
größer als der Ankerhub sein kann.
[0004] Ein Relais der eingangs genannten Art ist auch aus der EP-A-63 487 bekannt. Dort
ist die bewegliche Kontaktfeder mit einem Endabschnitt in einem Schlitz eines Grundkörper-Ansatzes
befestigt. Die Betätigung der Kontaktfeder erfolgt auch dort quer zur Längserstreckung
der Feder, und zwar an deren freiem Ende, so daß der Kontakthub des näher an der Einspannstelle
liegenden Kontaktstückes kleiner ist als der Hub des Betätigungsschiebers.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein miniaturisiertes Relais der eingangs genannten
Art zum Schalten hoher Spannungen zu schaffen, bei welchem trotz Miniaturisierung
ein großer Kontaktabstand auch mit verhältnismäßig kleinem Ankerhub erzielbar ist.
Außerdem soll das Relais einfach aufgebaut und auch einfach in der Herstellung und
beim Zusammenbau sein.
[0006] Im Hinblick auf die Verwendung in Hochspannungskreisen soll bei diesem Relais auch
die Spannungsfestigkeit zwischen Kontaktanordnung und Spule auf einfache Weise sicherzustellen
sein.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem derartigen Relais mit folgenden zusätzlichen
Merkmalen gelöst:
der Anker ist an dem freien Ende des ersten Kernschenkels gelagert, und sein freies
Ende bildet den Arbeitsluftspalt mit dem freien Ende eines außerhalb der Spule liegenden
Kernschenkels, und
die Kontaktfeder trägt an einem Mittelabschnitt mindestens ein Kontaktstück und ist
mit ihrem anderen Endabschnitt mit dem freien Ende des Ankers derart verbunden, daß
die Feder durch die Ankerbewegung im wesentlichen in ihrer Längsrichtung beansprucht
wird und daß dadurch der kontaktgebende Mittelabschnitt mehr oder weniger durchgebogen
wird.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform umschließen die Spule, der Kern und der Anker
eine im wesentlichen rechteckige Kontaktkammer auf dem Grundkörper, in welcher die
Kontaktelemente platzsparend angeordnet sind. Zusätzliche Ausführungsbeispiele und
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen
Figur 1 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen miniaturisierten elektromagnetischen
Relais in vergrößertem Maßstab und in Explosionsdarstellung,
Figur 2 und 3 zwei Draufsichten, teilweise geschnitten, auf das Relais von FIG 1 im
unbetätigten und im betätigten Zustand,
FIG 4 und 5 zwei entsprechende Ansichten zu FIG 2 und 3 auf ein Relais, dessen Anker
und Kontaktelemente gegenüber den vorherigen FIG abgewandelt sind,
FIG 6 eine Seitenansicht der Kontaktfeder gemäß FIG 4 und 5,
FIG 7 und 8 vergrößerte Ausschnittsdarstellungen zur Erläuterung der Verbindungsstelle
zwischen Anker und Kontaktfeder bei einem Relais gemäß FIG 4 und 5, wobei zwei aufeinanderfolgende
Herstellungsschritte gezeigt sind,
FIG 9 eine weitere Draufsicht entsprechend FIG 2 zur Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels
des Relais mit einer nochmals abgewandelten Kontaktanordnung,
FIG 10 eine Kontaktfeder aus FIG 9 in gestreckter Seitenansicht,
FIG 11 und 12 weitere Draufsichten entsprechend FIG 2 auf zwei Relais mit abgewandelten
Magnetsystemen.
[0010] Das in den FIG 1 bis 3 gezeigte Relais gemäß einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform
besitzt einen Grundkörper 1, eine Spule 2, einen Kern 3, einen Anker 4 sowie Kontaktelemente
5, 6 und 7. Der Grundkörper 1 besitzt einen Boden 11 und eine umlaufende Seitenwand
12, so daß auf diese Weise ein schachtelförmiges Gehäuse für die Funktionsteile des
Relais gebildet wird. Dieser Grundkörper ist aus isolierendem Kunststoffmaterial in
herkömmlicher Weise hergestellt, beispielsweise durch Pressen in der Form oder durch
Spritzgießen. Außerdem enthält der Grundkörper 1 senkrecht zum Boden stehende Trennwände
13 zur Befestigung von Teilen und zur Sicherstellung einer Isolierung zwischen metallischen
Teilen des Relais. Der Boden 11 besitzt Durchbrüche 14 zur Aufnahme und Befestigung
von Anschlußelementen für Kontakte und Spulenenden. Außerdem besitzen die Seitenwände
12 einen Lagersteg 15 sowie einen Anschlag 16 für den Anker 4.
[0011] Das elektromagnetische System umfaßt eine Spule 2 mit einem Spulenkörper 21, welcher
eine Wicklung 22 trägt; der Spulenkörper 21 besitzt außerdem in einem Flanschbereich
Fortsätze 23, in welchen Anschlußstifte verankert und mit den entsprechenden Enden
der Wicklung 22 verbunden sind. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Spule
als völlig in isolierendem Material eingebettet gezeigt, wobei dieses isolierende
Material eine Umhüllung 25 bildet, die beispielsweise durch Umspritzen gewonnen werden
kann. Die Isolierung zwischen der Spulenwicklung 22 und den übrigen metallischen Teilen
des Relais, beispielsweise den Kontaktelementen, kann jedoch auch auf andere herkömmliche
Weise erreicht werden. Beispielsweise könnte die Spule in eine vorgeformte Kappe oder
ein Spulengehäuse aus Isoliermaterial eingesteckt werden. Als zusätzliche Isolierung
zwischen Spule und Kontakten besitzt der Grundkörper die oben beschriebenen Trennwände
13. Wie aus FIG 1 weiterhin zu ersehen ist, sind die Anschlußstifte 24 unterhalb der
Spule abgebogen bzw. gekröpft, so daß sie in ein vorgegebenes Anschlußraster passen.
[0012] Der ferromagnetische Kern 3 besitzt im wesentlichen drei Schenkel, einen ersten Kernschenkel
31, der axial innerhalb der Spule angeordnet ist, einen zweiten Kernschenkel 32, welcher
sich außerhalb der Spule rechtwinkelig zu dem ersten Kernschenkel erstreckt, sowie
einen dritten Kernschenkel 33, der sich wiederum rechtwinkelig zu dem zweiten Kernschenkel
und parallel zu dem ersten Kernschenkel erstreckt und außerdem einen bestimmten Abstand
von der Spule besitzt. Der erste Kernschenkel bildet an seinem freien Ende eine Lageroberfläche
34 für einen entsprechenden Lagerabschnitt 34a des Ankers 4. Die Lageroberfläche 34
ist der Einfachheit halber als eben gezeichnet. In der Praxis könnte sie auch beispielsweise
gewölbt ausgeführt werden, um den magnetischen Flußübergang während des Schaltens
gleichbleibend zu halten. Außerdem besitzt der dritte Kernschenkel 33 ein freies Ende,
welches als Polfläche 35 dient und der Polfläche 44 am freien Ende des Ankers 4 gegenübersteht.
[0013] Der Anker 4 ist im wesentlichen langgestreckt bzw. balkenförmig. Sein erstes Ende
41 ist leicht geprägt bzw. gekröpft, um einen Lagerabschnitt 41a zu bilden, welcher
auf der Lagerfläche 34 des Kernschenkels 31 schwenkbar gelagert werden kann, und der
Anker ist gegen Wegwandern in seiner Lagerposition durch den Lagersteg 15 des Grundkörpers
1 gesichert. Das Ende 42 des Ankers 4 besitzt einen kurzen abgewinkelten Arm 43, der
eine der Polfläche 35 des Kerns gegenüberstehende bewegliche Polfläche 44 bildet.
Ein Arbeitsluftspalt 36 wird somit zwischen den Polflächen 35 und 44 gebildet. In
dem Winkel zwischen dem Hauptteil bzw. dem ersten Arm des Ankers 4 und dem kurzen
abgebogenen Arm 43 ist ein Schlitz 45 ausgebildet, welcher ein Ende der Kontaktfeder
7 aufnimmt. Dieser Schlitz könnte jedoch auch ohne abgebogenen Arm 43 vorgesehen werden.
[0014] Die Kontaktanordnung umfaßt ein erstes feststehendes Gegenkontaktelement 5, welches
ein Ruhekontaktstück 51 an einem nach oben gebogenen Abschnitt 52 trägt. Der nach
oben gebogene Abschnitt 52 wird von einem Mittelabschnitt 53 getragen, welcher flach
auf dem Boden 11 des Grundkörpers 1 aufliegt. Ein zweites Gegenkontaktelement 6 besitzt
ein Arbeitskontaktstück 61, welches an einem federnden Abschnitt 62 befestigt ist,
wobei der federnde Abschnitt 62 aus einer Blattfeder hergestellt und an dem zweiten
Gegenkontaktelement 6 auf herkömmliche Weise, etwa durch Nieten oder Schweißen, befestigt
ist. Ein Mittelabschnitt 63 ist parallel zum Boden 11 des Grundkörpers angeordnet
und liegt auf diesem auf. Jedes der beiden Gegenkontaktelemente 5 und 6 besitzt ein
Anschlußelement 54 bzw. 64, welches jeweils einteilig an dem zugehörigen Kontaktelement
angeformt ist.
[0015] Der bewegliche Teil der Kontaktanordnung wird durch die Kontaktfeder 7 gebildet,
welche eine Blattfeder 71 mit Kontaktstücken 72 und 73 auf den zwei gegenüberliegenden
Seiten ihres Mittelabschnitts 71a trägt, um auf diese Weise einen Arbeits- und einen
Ruhekontakt mit den entsprechenden Gegenkontaktstücken 51 und 61 zu bilden. Die Kontaktfeder
7 besitzt ein Anschlußelement 74, welches mit der Blattfeder auf herkömmliche Weise,
etwa durch Nieten oder Schweißen, verbunden ist.
[0016] Außerdem besitzt das Relais einen Deckel 8, der in FIG 1 plattenförmig dargestellt
ist. Dieser Deckel kann mit dem oberen Rand 17 der Seitenwände 12 des Grundkörpers
1 mittels Klebstoff oder durch Ultraschallverschweißen oder auf jede andere geeignete
Weise verbunden werden. Der Deckel 8 kann auch eine andere Form besitzen, mit der
er gegebenenfalls auf dem Grundkörper 1 angebracht und unter Abdichtung mit diesem
verbunden werden kann.
[0017] Der Zusammenbau des Relais gemäß FIG 1 bis 3 soll nun noch im einzelnen beschrieben
werden. Zunächst werden die in FIG 1 gezeigten Teile vorgefertigt, und der Kern wird
mit seinem ersten Kernschenkel 31 in einen axialen Durchbruch der Spule eingesteckt.
Dann wird die so gewonnene Einheit aus Spule und Kern in den Grundkörper eingesteckt,
wobei die Kernschenkel 32 und 33 zwischen den Seitenwänden 12 und den Trennwänden
13 des Grundkörpers 1 eingeklemmt werden. Die Kontaktelemente werden durch Einstecken
der Anschlußelemente 54, 64 und 74 in entsprechende Durchbrüche 14 des Grundkörpers
befestigt. Danach wird der Anker 4 in den Raum zwischen Spule und Seitenwänden 12
des Grundkörpers eingesetzt. Mit diesem Schritt wird auch das freie Ende 75 der Kontaktfeder
7 in den Schlitz 45 des Ankers eingesteckt. Wenn notwendig, können die Kontaktelemente,
insbesondere das zweite Gegenkontaktelement 6, durch Biegen justiert werden, beispielsweise
durch Biegen an dem Abschnitt 65. Das Relais wird dann durch Aufsetzen des Deckels
8 auf den Grundkörper 1 vervollständigt, wobei nach Bedarf der Spalt zwischen Grundkörper
und Deckel abgedichtet wird.
[0018] Die Funktion des oben beschriebenen Relais läßt sich leicht aus den FIG 2 und 3 ersehen.
FIG 2 zeigt das Relais im Ruhezustand, wenn die Spule nicht erregt wird. In diesem
Zustand kann sich die Kontaktfeder 71 zumindest teilweise entspannen, und sie ist
bestrebt, sich zu strecken, wobei sie den Anker 4 in seine Ruheposition gegen den
Anschlag 16 des Grundkörpers drückt. In dieser Position ist das Kontaktstück 72 mit
dem Kontaktstück 51 in Berührung, wodurch ein Ruhekontakt gebildet wird. Wenn die
Spule erregt und damit der Anker 4 an den Jochschenkel 33 angezogen wird, dann wird
die Kontaktfeder 71 durch die Ankerbewegung in ihrer Längsrichtung zusammengedrückt
und durchgebogen, wodurch sie den Arbeitskontakt zwischen den Kontaktstücken 73 und
61 schließt. Das ist dann die in FIG 3 dargestellte Position.
[0019] In den weiteren FIG sind abgewandelte Ausführungsbeispiele gezeigt. In diesen FIG
sind der Grundkörper und die Spule jeweils nur schematisch angedeutet. In all diesen
Ausführungsformen sind aber diese Teile im wesentlichen so gestaltet wie bei dem Ausführungsbeispiel
von FIG 1, allenfalls in Anpassung an unterschiedliche Formen des Kerns, des Ankers
oder der Kontaktelemente abgewandelt.
[0020] Die FIG 4 und 5 zeigen eine abgewandelte Ausführungsform des Relais mit einem Grundkörper
1 und einer Spule 2 entsprechend dem Relais von FIG 1. Ein Kern 31 umfaßt in diesem
Fall einen ersten Kernschenkel 131, welcher innerhalb der Spule 2 angeordnet ist,
sowie einen zweiten Kernschenkel 132, der sich rechtwinkelig zu dem ersten Kernschenkel
131, und zwar außerhalb der Spule, erstreckt. Ein Anker 140 besitzt einen ersten Ankerarm
141 mit einer ähnlichen Gestalt, wie sie der Anker 4 in den FIG 1 bis 3 besitzt, sowie
einen zweiten Ankerarm 142, der sich rechtwinkelig zu dem ersten Ankerarm 141 und
parallel zu dem ersten Kernschenkel 131 erstreckt. Außerdem ist ein kurzer abgebogener
Arm 143 an dem freien Ende des zweiten Ankerarms 142 vorgesehen, um einen in der Fläche
vergrößerten Arbeitsluftspalt 136 gegenüber dem zweiten Kernschenkel 132 zu bilden.
Wie in den FIG 1 bis 3 bilden auch bei diesem Beispiel die außerhalb der Spule liegenden
Teile des Kerns und des Ankers zusammen mit der Spule einen rechteckigen Raum, um
auf diese Weise eine Kontaktkammer 9 zu bilden. Ein Hauptvorteil dieser Gestaltung
ergibt sich aus der Tatsache, daß damit die Ankerlänge des Relais die längstmögliche
Ausdehnung innerhalb des Relaisvolumens aufweisen kann, wodurch der größtmögliche
Hub des freien Ankerendes gewonnen wird, wobei gleichzeitig auch der größtmögliche
Abstand zwischen den Schaltkontakten erzielt wird. Außerdem wird durch Druckbeaufschlagung
der Kontaktfeder zumindest teilweise in ihrer Längsrichtung eine Durchbiegung der
Feder in ihrem Mittelabschnitt erzeugt, die größer ist als der Ankerhub.
[0021] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß FIG 4 und 5 besitzt auch die Kontaktanordnung eine
von dem erstbeschriebenen Beispiel abweichende Gestaltung. Die Kontaktfeder 170 besteht
aus zwei Federabschnitten 171 und 172, die eine gabelförmige Gestaltung aufweisen.
Diese zwei Federabschnitte sind an einem Ende miteinander durch Verschweißen oder
auf andere geeignete Weise verbunden, wodurch sie ein spitzes Ende 175 bilden, welches
Kontaktstücke 173 und 174 an den beiden gegenüberliegenden Seitenflächen trägt. Dieses
spitze Ende 175 der Kontaktfeder ist zwischen den feststehenden Gegenkontaktelementen
150 und 160 mit den Kontaktstücken 151 bzw. 161 so angeordnet, daß ein Ruhekontakt
und ein Arbeitskontakt mit der Kontaktfeder 170 gebildet werden.
[0022] Die Kontaktfeder 170 kann entsprechend obiger Beschreibung aus zwei Stücken hergestellt
werden. Es ist aber auch möglich, sie aus einem Blattfederstück gemäß FIG 6 mit zwei
Schlitzen 176 und 177 zu bilden. Die drei Streifen in Kammform sind so miteinander
verbunden, daß sie das spitze Ende 175 und die Kontaktstücke 173 und 174 an dem verbindenden
Ende tragen. Der mittlere Streifen bildet den Federabschnitt 172, während die beiden
äußeren Streifen den Federabschnitt 171 bilden, welcher den Schaltstrom zwischen dem
Anschlußelement 178 und den Kontaktstücken 173 und 174 führt.
[0023] In bevorzugter Weise kann der Kontaktfederabschnitt 172 an dem Ankerarm 143 gemäß
Darstellung in den FIG 7 und 8 befestigt werden, wobei auch eine Isolierung zwischen
dem Anker und der Kontaktfeder sichergestellt wird. Wie in FIG 7 gezeigt ist, wird
ein Kunststoffniet 10 mit seinem angeformten Stift 101 in ein Loch 144 des Ankerarms
143 eingesteckt. Der Kontaktfederabschnitt 172 besitzt einen Durchbruch 179, welcher
breiter ist als der rückseitige Stift 102 des Kunststoffnietes 10. Wenn nun der Anker
140 und die Kontaktfeder 170 zusammengebaut werden, nimmt der Durchbruch 179 den rückseitigen
Stift 102 auf und kann dann noch durch Verschieben in Längsrichtung ausgerichtet bzw.
justiert werden. Wenn die Feder justiert ist, wird der rückseitige Stift 102 des Kunststoffnietes
durch Wärme, die beispielsweise durch ein Ultraschallgerät erzeugt wird, verformt,
und auf diese Weise wird der Federabschnitt 172 an dem Ankerarm 143 befestigt, wie
dies in FIG 8 gezeigt ist.
[0024] Das in FIG 9 gezeigte Relais besitzt im wesentlichen den gleichen Aufbau des Magnetsystems
wie bei der Anordnung von FIG 4. Deshalb sind die entsprechenden Teile auch mit den
gleichen Bezugszeichen versehen. Bezüglich dieser Teile wird auf die Beschreibung
zu FIG 4 Bezug genommen. In Abweichung von dem Relais nach FIG 4 besitzt die Ausführungsform
von FIG 9 jedoch eine abgewandelte Kontaktanordnung, die nun nachfolgend noch beschrieben
werden soll.
[0025] Ein erstes feststehendes Gegenkontaktelement 250 ist in dem Grundkörper 1 auf ähnliche
Weise wie das Gegenkontaktelement 5 verankert. Dieses erste Gegenkontaktelement 250
trägt ein Kontaktstück 251 an ihrem senkrecht nach oben aufgebogenen Abschnitt 252,
um einen Arbeitskontakt zu bilden. Ein zweites Gegenkontaktelement 260 ist ebenfalls
in dem Grundkörper 1 auf ähnliche Weise wie das Gegenkontaktelement 160 in FIG 4 verankert.
Dieses Gegenkontaktelement 260 besitzt ein Kontaktstück 261 an seinem aufgebogenen
Abschnitt 262, um so einen Ruhekontakt zu bilden. Die Kontaktstücke 251 und 261 stehen
einander gegenüber und bilden einen Kontaktabstand, in welchem ein Mittelabschnitt
271 einer Kontaktfeder 270 angeordnet ist. Dieser Mittelabschnitt 271 trägt Kontaktstücke
272 und 273 an seinen beiden Seitenflächen, um auf diese Weise jeweils den Arbeits-
bzw. Ruhekontakt mit den gegenüberstehenden Kontaktstücken 251 bzw. 261 zu bilden.
Die Kontaktfeder 270 besitzt eine angenähert rechteckige Gestalt, welche annähernd
an die Innenseiten der durch die Spule 2, den Kernschenkel 132 und die Ankerschenkel
141 und 142 gebildeten Kontaktkammer angepaßt ist (es sei erwähnt, daß wegen der metallischen
Teile die Innenseiten der Kontaktkammer teilweise durch zusätzliche Trennwände 13
gebildet sind). Die Kontaktfeder 270, welche in FIG 10 in gestrecktem Zustand gezeigt
ist, ist mit ihrem ersten Endabschnitt 274 mit einem Anschlußelement 275 und mit einem
zweiten Endabschnitt 276 mit dem Ankerarm 143 verbunden. Sie kann beispielsweise mit
dem Anker auf gleiche Weise wie gemäß Darstellung in den FIG 4, 7 und 8 verbunden
sein.
[0026] Die FIG 11 und 12, welche jeweils schematische Draufsichten darstellen, zeigen zwei
weitere mögliche Ausführungsformen, wobei die Kontaktkammer außerhalb der Anordnung
von Kern und Anker liegt. In diesen Fällen kann die Isolierung zwischen den Kontaktelementen
und dem Anker sowie dem Kern auf einfachere Weise erreicht werden, doch unter Umständen
wird dabei der Ankerhub etwas kürzer als bei den vorherigen Ausführungsbeispielen,
wenn man die gleiche Gesamtgröße des Relais zugrundelegt.
[0027] Das in FIG 11 gezeigte Relais besitzt einen Grundkörper 410 mit Seitenwänden 412,
welche in Anpassung an die Funktion und an die Teile des Relais auch abgewandelt werden
könnten. Eine Spule 420 mit einer der Spule 2 in FIG 1 ähnlichen Gestalt ist auf oder
in dem Grundkörper 410 angeordnet, und der Kern 430 ist mit einem ersten Schenkel
431 innerhalb der Spule 420 angeordnet, während ein zweiter Kernschenkel 432 sich
rechtwinkelig zu dem ersten Kernschenkel 431 außerhalb der Spule erstreckt. Ein im
wesentlichen L-förmiger Anker 440 ist schwenkbar mit einem ersten Ankerarm 441 auf
einem freien Ende 434 des Kerns 430 gelagert. Ein zweiter Arm 442 des Ankers 440 bildet
einen Arbeitsluftspalt 436 mit dem zweiten Kernschenkel 432. Ein kurzer abgebogener
Arm 443 ist außerdem vorgesehen, um die wirksame Fläche des Arbeitsluftspaltes zu
vergrößern. Es sei auch noch erwähnt, daß FIG 11 den Anker in betätigtem Zustand zeigt,
und daß alle dort gezeigten Teile nur schematisch dargestellt sind. Die Einzelheiten
des Ankers, der Lagerung sowie anderer Teile können von einem Fachmann ohne weiteres
ergänzt werden. Außerhalb der annähernd rechteckigen Anordnung von Anker und Kern
ist eine Kontaktkammer 490 auf dem Grundkörper 410 ausgebildet. In dieser Kontaktkammer
sind zwei feststehende Gegenkontaktelemente 450 und 460 und eine Kontaktfeder 470
vorgesehen, welche in Gestalt und Funktion ähnlich den Kontaktelementen 150, 160 und
170 beim Ausführungsbeispiel von FIG 4 sind. Geringere Abwandlungen können von einem
Fachmann ohne weiteres durchgeführt werden. Auch zusätzliche Trennwände zur Verbesserung
der Isolierung zwischen den metallischen Teilen des Relais können entsprechend den
Prinzipien und den Grundgedanken der vorher beschriebenen und gezeigten Teile vorgesehen
werden.
[0028] In FIG 12 ist eine weitere Abwandlung des Relais gezeigt. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist auf einem Grundkörper 510 eine Spule 520 mit einem Kern 530 und einem Anker 540
angeordnet. Der Kern 530 besitzt einen ersten Kernschenkel 531, welcher in der Spule
angeordnet ist, sowie einen zweiten Kernschenkel 532, welcher sich rechtwinkelig dazu
außerhalb der Spule erstreckt. Der im wesentlichen L-förmige Anker ist schwenkbar
mit einem ersten Ankerarm 541 auf dem freien Ende des ersten Kernschenkels 531 gelagert,
während der zweite Ankerarm 542 einen Arbeitsluftspalt 536 bildet. Um die wirksame
Fläche des Arbeitsluftspaltes 536 zu vergrößern, besitzt in diesem Fall der zweite
Kernschenkel einen Fortsatz bzw. einen kurzen abgebogenen Arm 533.
[0029] Außerhalb der Anordnung von Spule, Kern und Anker ist auf dem Grundkörper 510 eine
Kontaktkammer 590 ausgebildet. In dieser Kontaktkammer ist eine Kontaktanordnung ähnlich
der in FIG 2 gezeigten vorgesehen, welche zwei feststehende Gegenkontaktelemente 550
und 560 sowie eine Kontaktfeder 570 umfaßt, wobei letztere durch den Anker in ähnlicher
Weise wie die Kontaktfeder 7 durch den Anker 4 bei dem erstbeschriebenen Ausführungsbeispiel
betätigt wird. Auch bei dieser Ausführungsform könnte ein Fachmann geeignete Abwandlungen
der Kontaktteile sowie der übrigen Funktionselemente des Relais vornehmen. Insbesondere
könnte eine geeignete Isolierung zwischen der Anordnung von Spule und Kern einerseits
und der Kontaktanordnung durch Verwendung geeigneter Isolier- bzw. Trennwände auf
dem Grundkörper 510 vorgenommen werden.
[0030] Es sei noch erwähnt, daß weitere Ausführungsformen der Erfindung durch weitere Kombinationen
der gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Magnetsysteme einerseits und Kontaktanordnungen
andererseits gebildet werden könnten.
1. Elektromagnetisches Relais mit folgenden Merkmalen:
a) ein Grundkörper (1; 410; 510) besitzt zumindest eine flache Bodenseite (11);
b) eine Spule (2; 420; 520) ist auf dem Grundkörper mit ihrer Achse parallel zur Bodenseite
angeordnet;
c) ein abgewinkelter Kern (3; 130; 430; 530) besitzt mindestens zwei zueinander rechtwinkelige
Schenkel, die alle in einer gemeinsamen, zur Bodenseite parallelen Ebene liegen, wobei
ein erster Schenkel (31; 131; 431; 531) axial innerhalb der Spule angeordnet ist und
ein zweiter Schenkel (32; 132; 432; 532) sich außerhalb der Spule rechtwinkelig zum
ersten Schenkel erstreckt und wobei zumindest der erste Schenkel ein freies Ende besitzt;
d) ein Anker (4; 140; 440; 540) erstreckt sich ebenfalls in einer zur Bodenseite parallelen
Ebene, ist an dem freien Ende eines der Kernschenkel schwenkbar gelagert und bildet
mit dem freien Ende eines anderen Kernschenkels einen Arbeitsluftspalt und
e) eine Kontaktanordnung besitzt mindestens eine bewegliche Kontaktfeder (7; 170;
270; 470; 570) und mindestens ein feststehendes Gegenkontaktelement (5, 6; 150, 160;
250, 260; 450, 460; 550, 560), welche jeweils mit einem Endabschnitt (74; 171; 274)
fest eingespannt und mit einem in dem Grundkörper verankerten Anschlußelement (54;
64; 74) verbunden sind,
gekennzeichnet durch die folgenden weiteren Merkmale:
f) der Anker (4; 140; 440; 540) ist an dem freien Ende des ersten Kernschenkels (31;
131; 431; 531) gelagert, und sein freies Ende bildet den Arbeitsluftspalt (36; 136;
436; 536) mit dem freien Ende eines außerhalb der Spule liegenden Kernschenkels (33;
132; 432; 532), und
g) die Kontaktfeder (7; 170; 270; 470; 570) trägt an einem Mittelabschnitt (71a; 175;
271) mindestens ein Kontaktstück und ist mit ihrem anderen Endabschnitt (75; 172;
276) mit dem freien Ende des Ankers derart verbunden, daß die Feder durch die Ankerbewegung
im wesentlichen in ihrer Längsrichtung beansprucht wird und daß dadurch der kontaktgebende
Mittelabschnitt mehr oder weniger durchgebogen wird.
2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (3) einen dritten Schenkel (33) rechtwinkelig zum zweiten und parallel
zum ersten Schenkel aufweist, wobei der Arbeitsluftspalt (44) zwischen dem Anker (4)
und dem dritten Schenkel des Kerns (33) gebildet ist,
daß der Anker (4) im wesentlichen langgestreckt ausgebildet ist und
daß die Spule (2), der zweite und dritte Kernschenkel (32, 33) und der Anker (4) einen
im wesentlichen rechteckigen Kontaktraum (9) auf dem Grundkörper (1) einschließen,
in welchem die Kontaktelemente (5, 6, 7) angeordnet sind.
3. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (140) L-förmig ausgebildet ist, wobei ein erster Ankerarm (141) am
ersten Kernschenkel (131) gelagert ist und ein zweiter Ankerarm (142) sich im wesentlichen
parallel zu dem ersten Kernschenkel (131) außerhalb der Spule erstreckt und wobei
der Arbeitsluftspalt (136) zwischen dem zweiten Kernschenkel (132) und dem zweiten
Ankerschenkel (142) gebildet wird, und daß die Spule (2), der zweite Kernschenkel
(132) und der Anker (140) eine im wesentlichen rechteckige Kontaktkammer (9) auf dem
Grundkörper (1) einschließen, in welcher die Kontaktelemente (150, 160, 170; 250,
260, 270) angeordnet sind.
4. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der L-förmige Anker (440) mit einem ersten Arm (441) an einem ersten Kernschenkel
(431) gelagert ist, daß sich der zum ersten Ankerarm etwa rechtwinkelige zweite Ankerarm
(442) im wesentlichen parallel zum ersten Kernschenkel (431) neben der Spule erstreckt,
wobei die freien Enden des zweiten Ankerarms und des zweiten Kernschenkels den Arbeitsluftspalt
(436) bilden, und daß der Grundkörper (410) eine Verlängerung in Richtung senkrecht
zur Spulenachse über den zweiten Ankerarm (442) hinaus bildet, auf der eine die Kontaktanordnung
(450, 460, 470) enthaltende Kontaktkammer (490) ausgebildet ist.
5. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der L-förmgie Anker (540) mit seinem ersten Arm (541) an dem ersten Kernschenkel
(531) gelagert ist,
daß sich der zweite Ankerarm (442) im wesentlichen rechtwinkelig zum ersten Ankerarm
(541) und parallel zum ersten Kernschenkel (531) neben der Spule erstreckt, wobei
die freien Enden des zweiten Ankerarms (542) und des zweiten Kernschenkels (532) den
Arbeitsluftspalt (536) bilden, und daß der Grundkörper in Richtung der Spulenachse
über den zweiten Kernschenkel (532) hinaus eine Verlängerung bildet, auf der eine
die Kontaktanordnung (550, 560, 570) enthaltende Kontaktkammer (590) ausgebildet ist.
6. Relais nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die bogenförmig ausgebildete Kontaktfeder (7; 570) diagonal in der Kontaktkammer
(9; 590) angeordnet und mit ihren Enden zwischen ihrem Anschlußelement (74) und dem
Anker (4; 540) eingeklemmt ist, derart, daß die Kontaktfeder im Ruhezustand des Ankers
weniger und im angezogenen Zustand des Ankers mehr durchgebogen ist.
7. Relais nach Anspruch 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (170; 470) eine gegabelte Form mit spitz zulaufendem Mittelabschnitt
(175) und annähernd parallelen Endabschnitten (171, 172) besitzt, wobei dieser Mittelabschnitt
(175) seitlich aufgebrachte Kontaktstücke (173, 174) trägt und
daß die beiden Endabschnitte (171, 172) mit einem Anschlußelement bzw. mit dem Anker
verbunden sind.
8. Relais nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (270) angenähert entlang den Innenwänden der Kontaktkammer (9)
verläuft, wobei ihr erster Endabschnitt (274) an einer Seite des Grundkörpers in der
Nähe des zweiten Kernschenkels (132) mit dem zugehörigen Anschlußelement (275) verbunden
ist, ihr Mittelabschnitt (271) an der gegenüberliegenden Seite des Grundkörpers in
der Nähe des ersten Ankerarms (141) zwischen zwei Gegenkontaktelementen (250, 260)
liegt und wobei sich ihr zweiter Endabschnitt (276) annähernd parallel zu dem zweiten
Ankerarm (142) erstreckt sowie an dessen freiem Ende mit diesem verbunden ist.
9. Relais nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Endabschnitt (172; 276) der Kontaktfeder (170; 270) mit einem isolierendem
Kunststoffniet (10) an den Anker (140) gekoppelt ist.
10. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwei einander gegenüberstehende, den Mittelabschnitt der Kontaktfeder (7) einschließende
Gegenkontaktelemente (5, 6) vorgesehen sind, von denen das eine starr und das andere
(6) zumindest teilweise federnd ist, und
daß der Mittelabschnitt (71a) der Kontaktfeder (7) im Ruhezustand des Ankers (4) das
starre Gegenkontaktelement (5) und im angezogenen Zustand des Ankers das federnde
Gegenkontaktelement (6) berührt.
11. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (1; 410; 510) zur Bodenseite senkrechte Seitenwände (12) aufweist,
welche mit der Bodenseite (11) und einem Deckel (8) ein Gehäuse bilden.
12. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (1; 410; 510) zusätzliche Trennwände (13) und/oder Vorsprünge
(15, 16) zur Befestigung und Isolierung von Spule, Kern und Kontaktelementen aufweist.
13. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß am Grundkörper (1) Anschläge (15, 16) für den Anker (4) angeformt sind.
1. Electromagnetic relay having the following features:
a) a base body (1; 410; 510) has at least one flat base side (11);
b) a coil (2; 420; 520) is arranged on the base body with its axis parallel to the
base side;
c) a bent core (3; 130; 430; 530) has at least two mutually perpendicular limbs which
all lie in a common plane parallel to the base side, a first limb (31; 131; 431; 531)
being arranged axially inside the coil and a second limb (32, 132; 432; 532) extending
outside the coil at right angles to the first limb, and at least the first limb having
a free end;
d) an armature (4; 140; 440; 540) likewise extends in a plane parallel to the base
side, is supported such that it can pivot on the free end of one of the core limbs
and forms an operating air gap with the free end of another core limb, and
e) a contact arrangement has at least one moving contact spring (7; 170; 270; 470;
570) and has at least one stationary mating contact element (5, 6; 150, 160; 250,
260; 450, 460; 550, 560) which is in each case firmly clamped in by means of an end
section (74; 171; 274) and is connected to a connecting element (54; 64; 74) which
is anchored in the base body,
characterized by the following additional features:
f) the armature (4; 140; 440; 540) is supported on the free end of the first core
limb (31; 131; 431; 531), and its free end forms the operating air gap (36; 136; 436;
536) with the free end of a core limb (33; 132; 432; 532) which is located outside
the coil, and
g) the contact spring (7; 170; 270; 470; 570) carries at least one contact element
on a centre section (71a; 175; 271) and is connected by means of its other end section
(75; 172; 276) to the free end of the armature in such a manner that the spring is
stressed essentially in its longitudinal direction by the armature movement and in
that, in consequence, the contact-making centre section is bent to a greater or less
extent.
2. Relay according to Claim 1, characterized in that the core (3) has a third limb (33)
at right angles to the second limb and parallel to the first limb, the operating air
gap (44) being formed between the armature (4) and the third limb of the core (33),
in that the armature (4) is constructed essentially in an elongated manner, and in
that the coil (2), the second and third core limbs (32, 33) and the armature (4) enclose
an essentially rectangular contact space (9) on the base body (1) in which contact
space (9) the contact elements (5, 6, 7) are arranged.
3. Relay according to Claim 1, characterized in that the armature (140) is of L-shaped
construction, a first armature arm (141) being supported on the first core limb (131)
and a second armature arm (142) extending outside the coil essentially parallel to
the first core limb (131), and the operating air gap (136) being formed between the
second core limb (132) and the second armature limb (142), and in that the coil (2),
the core limb (132) and the armature (140) enclose an essentially rectangular contact
chamber (9), on the base body (1), in which contact chamber (9) the contact elements
(150, 160, 170; 250, 260, 270) are arranged.
4. Relay according to Claim 1, characterized in that the L-shaped armature (440) is supported
on a first core limb (431) by means of a first arm (441), in that the second armature
arm (442), which is approximately at right angles to the first armature arm, extends
essentially parallel to the first core limb (431) close to the coil, the free ends
of the second armature arm and of the second core limb forming the operating air gap
(436), and in that the base body (410) forms an extension in the direction at right
angles to the coil axis beyond the second armature arm (442), on which a contact chamber
(490) is constructed which contains the contact arrangement (450, 460, 470).
5. Relay according to Claim 1, characterized in that the L-shaped armature (540) is supported
on the first core limb (531) by means of its first arm (541), in that the second armature
arm (442) extends essentially at right angles to the first armature arm (541) and
parallel to the first core limb (531) alongside the coil, the free ends of the second
armature arm (542) and of the second core limb (532) forming the operating air gap
(536), and in that the base body forms an extension in the direction of the coil axis,
beyond the second core limb (532), on which extension a contact chamber (590) is constructed
which contains the contact arrangement (550, 560, 570).
6. Relay according to Claim 2 or 4, characterized in that the contact spring (7; 570),
which is constructed in the shape of an arc, is arranged diagonally in the contact
chamber (9; 590) and is clamped by means of its ends between its connecting element
(74) and the armature (4, 540) in such a manner that the contact spring is bent less
in the quiescent state of the armature and more in the pulled-in state of the armature.
7. Relay according to Claim 3 or 5, characterized in that the contact spring (170; 470)
has a forked shape with a centre section (175) running to a tip and approximately
parallel end sections (171, 172), this centre section (175) carrying contact elements
(173, 174) which are fitted on the sides, and in that the two end sections (171, 172)
are connected to a connecting element and to the armature respectively.
8. Relay according to Claim 3, characterized in that the contact spring (270) runs approximately
along the inner walls of the contact chamber (9), its first end section (274) being
connected on one side of the base body, in the vicinity of the second core limb (132),
to the associated connecting element (275), its centre section (271) being located
on the opposite side of the base body in the vicinity of the first armature arm (141)
between two mating contact elements (250, 260), and its second end section (276) extending
approximately parallel to the second armature arm (142) and being connected thereto
at its free end.
9. Relay according to Claim 7 or 8, characterized in that the second end section (172;
276) of the contact spring (170; 270) is coupled to the armature (140) by means of
an insulating plastic rivet (10).
10. Relay according to one of Claims 1 to 9, characterized in that two mutually opposite
mating contact elements (5, 6) are provided which enclose the centre section of the
contact spring (7) and of which one is rigid and the other (6) at least partially
sprung, and in that the centre section (71a) of the contact spring (7) touches the
rigid mating contact element (5) in the quiescent state of the armature (4) and touches
the sprung mating contact element (6) in the pulled-in state of the armature.
11. Relay according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the base body (1;
410; 510) has side walls (12) which are at right angles to the base side and which,
with the base side (11) and a cover (8), form a housing.
12. Relay according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the base body (1;
410; 510) has additional separating walls (13) and/or projections (15, 16) for the
attachment and insulation of the coil, core and contact elements.
13. Relay according to one of Claims 1 to 12, characterized in that stops (15, 16) for
the armature (4) are integrally formed on the base body (1).
1. Relais électromagnétique présentant les particularités suivantes :
a) un corps de base (1; 410; 510) posséde au moins une face de fond plate (11);
b) une bobine (2; 420; 520) est disposée sur le corps de base de telle sorte que son
axe est parallèle à la face de fond;
c) un noyau coudé (3; 130; 430; 530) possède au moins deux branches perpendiculaires
l'une à l'autre, qui sont toutes situées dans un plan commun parallèle à la face de
fond, une première branche (31; 131; 431; 531) étant disposée axialement à l'intérieur
de la bobine, et une seconde branche (32; 132; 432; 532) s'étendant à l'extérieur
de la bobine perpendiculairement à la première branche, tandis qu'au moins la première
branche possède une extrémité libre;
d) une armature (4; 140; 440; 540) s'étend également dans un plan parallèle à la face
de fond, et est supportée, de manière à pouvoir basculer, sur l'extrémité libre de
l'une des branches du noyau et forme, avec l'extrémité libre d'une autre branche du
noyau, un entrefer de travail, et
e) un dispositif de contact possède au moins un ressort de contact mobile (7; 170;
270; 470; 570) et au moins un élément de contact antagoniste fixe (5, 6; 150, 160;
250, 260; 450, 460; 550, 560), qui sont serrés de façon fixe respectivement par une
section d'extrémité (74; 171; 274) et sont reliés à un élément de raccordement (54;
64; 74) ancré dans le corps de base,
caractérisé par les particularités supplémentaires suivantes :
f) l'armature (4; 140; 440; 540) est supportée, au niveau de l'extrémité libre de
la première branche (31; 131; 431; 531) du noyau, et son extrémité libre forme un
entrefer de travail (36; 136; 436; 536) avec l'extrémité libre d'une branche (33;
32; 432; 532) du noyau, située à l'extérieur de la bobine, et
g) le ressort de contact (7; 170; 270; 470; 570) porte, dans une section médiane (71a;
175; 271), au moins une pièce de contact et est relié par son autre section d'extrémité
(75. 172; 276) à l'extrémité libre de l'armature de telle sorte que le ressort est
contraint essentiellement dans sa direction longitudinale par le mouvement de l'armature,
et que de ce fait la section médiane, qui établit le contact, fléchit plus ou moins.
2. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que le noyau (3) possède une troisième
branche (33) perpendiculaire à la seconde branche et parallèle à la première branche,
l'entrefer de travail (44) étant formé entre l'armature (4) et la troisième branche
du noyau (33), que l'armature (4) possède une forme essentiellement allongée, et
que la bobine (2), les seconde et troisième branches (30, 33) du noyau et l'armature
(4) déterminent, sur le corps de base (1), un espace de contact (9) sensiblement rectangulaire,
dans lequel sont disposés les éléments de contact (5, 6, 7).
3. Relais selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'armature (140) est
réalisée en forme de L, un premier bras (141) de l'armature étant supporté par la
première branche (131) du noyau et un second bras (142) de l'armature s'étendant sensiblement
parallèlement à la première branche (131) du noyau, à l'extérieur de la bobine, tandis
que l'entrefer de travail (136) est formé entre la seconde branche (132) du noyau
et le second bras (142) de l'armature, et que la bobine (2), la seconde branche (132)
du noyau et l'armature (140) délimitent, sur le corps de base (1), une chambre de
contact (9) sensiblement rectangulaire, dans laquelle sont disposés les éléments de
contact (150, 160, 170; 250, 260, 270).
4. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'armature en forme de L (440)
est montée, au moyen d'un premier bras (441), sur la première branche (141) du noyau,
que le second bras (142) de l'armature, qui est approximativement perpendiculaire
au premier bras de l'armature, s'étend sensiblement parallèlement à la première branche
(431) du noyau à côté de la bobine, les extrémités libres du second bras de l'armature
et de la seconde branche du noyau formant l'entrefer de travail (436), et que le corps
de base (410) forme un prolongement dans une direction perpendiculaire à l'axe de
la bobine, au-delà du second bras (442) de l'armature, prolongement dans lequel est
formée une chambre de contact (490) qui contient le dispositif de contact (450, 460,
470).
5. Relais selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'armature en forme de
L (540) est supportée, par son premier bras (541), sur la première branche (531) du
noyau,
que le second bras (442) de l'armature s'étend sensiblement perpendiculaire au premier
bras (541) de l'armature et parallèlement à la première branche (531) du noyau à côté
de la bobine, les extrémités libres du second bras (542) de l'armature et de la seconde
branche (532) du noyau formant l'entrefer de travail (536), et que le corps de base
forme dans la direction de l'axe de la bobine, au-delà de la seconde branche (532)
du noyau un prolongement, dans lequel est formée une chambre de contact (590) qui
contient le dispositif de contact (550, 560, 570).
6. Relais selon la revendication 2 ou 4, caractérisé par le fait que le ressort de contact
en forme d'arc de cercle (7; 570) est disposé en diagonale dans la chambre de contact
(9; 590) et est serré, par ses extrémités, entre son élément de raccordement (74)
et l'armature (4; 540) de telle sorte que lorsque l'armature est à l'état de repos,
le ressort de contact est moins cintré et que lorsque l'armature est à l'état attiré,
le ressort de contact est plus cintré.
7. Relais selon la revendication 3 ou 5, caractérisé par le fait que le ressort de contact
(170; 470) possède une forme en fourche comportant une section médiane en pointe (175)
et des sections d'extrémité (171, 172) approximativement parallèle, cette section
médiane (175) portant des pièces de contact (173, 174) disposées latéralement, et
que les deux sections d'extrémité (171, 172) sont reliées à un élément de raccordement
ou à l'armature.
8. Relais selon la revendication 3, caractérisé par le fait que le ressort de contact
(270) s'étend approximativement le long des parois intérieures de la chambre de contact
(9), auquel cas sa première section d'extrémité (274) est reliée, sur un côté du corps
de base, à proximité de la seconde branche (132) du noyau, à l'élément de raccordement
associé (275), sa section médiane (271) est située, sur le côté opposé du corps de
base, à proximité du premier bras (141) de l'armature entre deux éléments de contact
antagonistes (250, 260), et sa seconde section d'extrémité (276) s'étend approximativement
parallèlement au bras (142) de l'armature et est reliée, au niveau de son extrémité
libre, à ce bras d'armature.
9. Relais selon la revendication 7 ou 8, caractérisé par le fait que la seconde section
d'extrémité (172; 276) du ressort de contact (170; 270) est couplée, au moyen d'un
rivet isolant en matière plastique (10), à l'armature (140).
10. Relais selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait qu'il est prévu
deux éléments de contact antagonistes (5, 6), qui sont situés en vis-à-vis l'un de
l'autre et enserrent la section médiane du ressort de contact (7) et parmi lesquels
l'un est rigide et l'autre (6) est au moins partiellement élastique, et
que, lorsque l'armature (4) est dans son état de repos, la section médiane (71a) du
ressort de contact (7) touche l'élément de contact antagoniste rigide (5) et que,
lorsque l'armature est dans son état attiré, la section médiane touche l'élément de
contact antagoniste élastique (6).
11. Relais selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé par le fait que le corps
de base (1; 410; 510) possède des parois latérales (10) perpendiculaires à la face
de fond et qui forment un boîtier avec la face de fond (11) et un couvercle (8).
12. Relais selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par le fait que le corps
de base (1; 410; 510) possède des parois de séparation supplémentaires (13) et/ou
des parties saillantes supplémentaires (15, 16) servant à la fixation et à l'isolation
d'une bobine d'un noyau et d'éléments de contact.
13. Relais selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé par le fait que des butées
(15, 16) pour l'armature (4) sont formées sur le corps de base (1).