| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 308 876 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
20.03.1991 Patentblatt 1991/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.09.1988 |
|
|
| (54) |
Einrichtung zur elastischen Lagerung von Rillenschienen
Resilient supporting device for grooved rails
Dispositif de support élastique pour rails à gorge
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
25.09.1987 AT 2445/87
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
29.03.1989 Patentblatt 1989/13 |
| (73) |
Patentinhaber: Getzner-Chemie Gesellschaft m.b.H. |
|
A-6700 Bludenz-Bürs (AT) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Beigl, Gert
A-5026 Salzburg (AT)
- Burtscher, Peter, Dipl.-Ing.
A-6700 Bludenz (AT)
- Dietrich, Martin, Dipl.-Ing.
A-6830 Übersaxen (AT)
- Hampl, Norbert, Dipl.-Ing. Dr.
A-6800 Feldkirch (AT)
- Kohler, Karl Albert, Dr., Dipl.-Phys.
D-8022 Grünwald (DE)
- Konzett, Karl
A-6700 Bürs (AT)
- Rüdisser, Karl-Heinz
A-6714 Nüziders (AT)
|
| (74) |
Vertreter: Hefel, Herbert, Dipl.-Ing. |
|
Egelseestrasse 65a
Postfach 61 6800 Feldkirch 6800 Feldkirch (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 180 118 US-A- 1 693 878
|
GB-A- 438 344 US-A- 2 162 599
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur elastischen Lagerung von Rillenschienen
mit einem Schienenfuß, einem Schienensteg und einem die Spurrille aufweisenden Schienenkopf
und die Einrichtung aus einem aus elastischem Material gefertigten, mehrteiligen,
im Querschnitt im wesentlichen U-förmigen Profilkörper gebildet ist zur Aufnahme der
Rillenschiene und zu ihrer seitlichen Umfassung einschließlich ihrer Anlage am Schienenkopf.
[0002] Eine bekannte Einrichtung dieser Art (DE-U-8336005) ist aus Gummi gefertigt, wobei
der im Querschnitt im wesentlichen U-förmige Profilkörper aus drei leistenartigen
Teilen besteht, nämlich einem Bodenteil und zwei im Querschnitt unterschiedlichen
Seitenteilen. Die leistenartigen Teile besitzen in ihrer Längsrichtung durchlaufende
innere Hohlkammern. Der leistenartige Bodenteil ist nur um ein geringes Maß breiter
als die Breite des Schienenfußes, und dieser Bodenteil besitzt daher randseitig und
oben gegeneinander gerichtete lippenartige Fortsätze, die mit der Oberseite des Bodenteiles
schlitzartige Einschnitte begrenzen, in welchen die Ränder des Schienenfußes liegen.
An der Oberseite dieser lippenartigen Fortsätze sind leistenartige Profile angeformt,
die mit dazu korrespondierenden Hinterschneidungen an den unteren Stirnseiten der
Seitenteile formschlüssig zusammenwirken. Die Höhen der einzelnen Teile, die diesen
Profilkörper bilden, sind so bemessen, daß die oberen Stirnseiten der beiden Seitenteile
in etwa bündig mit der Oberseite des Schienenkopfes liegen. Im oberen Bereich sind
die Seitenteile und zwar an ihren Innenseiten im wesentlichen korrespondierend zum
Querschnittverlauf des Schienenkopfes ausgeformt.
[0003] Diese vorbekannte Konstruktion ist nicht zweckmäßig. Die damit erreichbare Körperschalldämmung
ist unzureichend, der Zusammenbau der einzelnen Teile ist umständlich, da vor Ort
der Fuß der Schiene nicht nur in die oben liegenden seitlichen Einschnitte des Bodenteiles
eingefädelt werden müßen, auch die Seitenteile sind mit ihren unteren Enden stirnseitig
formschlüßig mit dem Bodenteil zu verbinden. Sind zwischen den Steg der Schiene und
den seitlichen Teilen des Profilkörpers noch zusätzlich Füllsteine einzubringen, so
können aufgrund der vorgegebenen Konstruktion die Seitenteile nur mit sehr großem
Kraftaufwand so weit seitlich ausgelenkt werden, damit die erwähnten Füllsteine einsetzbar
sind. Ein weiteres Problem bildet hier auch der seitliche Anschluß des fahrbaren Belages
aus Asphalt bzw. die Vergußmasse aus Asphalt, wenn der Fahrbahnbelag durch Pflastersteine
gebildet ist. Im Winter, bei niedrigen Temperaturen, ist der Asphalt im Vergleich
zum Gummi hart, im Sommer bei hohen Temperaturen ist der Asphalt gegenüber dem Gummi
weich, das führt zu Rissen und Spalten.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik zielt nun die Erfindung darauf ab, die Einrichtung
in ihrer Wirksamkeit zu verbessern und darüberhinaus ihre Handhabung zu vereinfachen.
Erfindungsgemäß gelingt dies nun dadurch, daß die den Profilkörper bildenden Wandungen
mindestens zweischalig ausgebildet sind und die äußere Schale aus einem im wesentlichen
biegesteifen Polyurethan-Elastomer gebildet ist und die innere Schale aus einem volumskompressiblen,
zelligen Material, beispielsweise ebenfalls aus Polyurethan gefertigt ist und die
beiden Schalen miteinander zur Bildung eines Sandwichbauteiles verbunden sind. Dank
dieser Maßnahme werden die vorstehend angeführten Nachteile vermieden, insbesondere
wird eine hohe Körperschalldämmung erzielt; vor Ort müssen nicht mehr einzelne Teile
der Einrichtung erst zusammengestellt werden zur Einrichtung als Ganzes und sind Füllsteine
einzusetzen, so kann dies mit geringem Kraftaufwand gemacht werden; durch die Schalenbauweise
der Einrichtung ist es ferner möglich, die Einrichtung hinsichtlich ihrer Funktionen
sozusagen zu unterteilen, die innere Schale übernimmt die Dämmfunktion, die äußere
Schale die Aufnahme der statischen Kräfte, so daß jeder Bauteil für seine Funktion
optimal ausgebildet ist.
[0005] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die Querschnittsform
des Profilkörpers ein hinterschnittenes U-bildet, d.h., die freien Enden der seitlichen
Wangen gegeneinander gerichtete Abschnitte aufweisen. Da bei solchen Rillenschienen
der Schienenfuß doch erheblich breiter ist als der Schienenkopf, kann dank dieser
Ausbildung der Profilkörper unter relativ geringer Verformung bei der Montage die
Schiene aufnehmen und trotzdem wird erreicht, daß die Einrichtung gegenüber dem Schienenkopf
dicht abschließen kann. Der einfachen Montage dient ferner auch ein weiteres erfindungsgemäßes
Merkmal, wonach nämlich die innere lichte Weite des Profilkörpers etwa der Breite
des Schienenfusses entspricht. Es muß daher bei der Montage keine besondere Manipulation
gemacht werden, um den Schienenfuß im Profilkörper unterzubringen.
[0006] Bei der fabriksseitigen Herstellung der erfindungsgemäßen Einrichtung werden vorerst
streifenförmige Bauteile gefertigt, wobei jeder dieser Teile aus einer Außen- und
einer Innenschale besteht. Die Lagerhaltung und auch die Fertigung sowie die Produktion
wird vereinfacht und erleichtert, wenn nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die
Wandstärke der äußeren Schale über den gesamten Querschnitt des Profilkörpers im wesentlichen
konstant ist, wobei die Wandstärke dieser äußeren Schale so bemessen ist, daß sie
an ihrer höchsten beanspruchten Stelle die zu erwartenden Belastungen ohne Überbeanspruchung
zu erleiden aufnehmen kann.
[0007] Da einerseits die Schall- bzw. Energieübertragung bei der betriebsmäßigen Belastung
der Rillenschiene anteilmäßig nach unten gegenüber dem die Einrichtung tragenden Fundament
am größten ist, und andererseits im Bereich des Schienenkopfes Schmutz und Regenwasser
am ehesten einzudringen vermag, ist ferner zweckmäßigerweise vorgesehen, daß die Wandstärke
der inneren Schale über den gesamten Querschnitt des Profilkörpers unterschiedlich
ist, wobei die im oberen und unteren Bereich des Profilkörpers vorgesehenen inneren
Boden- bzw. Seitenteile gegenüber den seitlichen inneren Seitenteilen die größere
Wandstärke besitzen. Auf diese Weise wird einerseits eine ausreichende Dämpfung erzielt,
andererseits der Schienenkopf durch relativ groß zu gestaltende Dichtflächen nach
außen hin abgedichtet.
[0008] Bei der Montage vor Ort werden die Wangen des U-Profiles auseinandergebogen, um die
Schienen einzufahren. Um den Biegewiderstand und den zu dessen Überwindung notwendigen
Kraftaufwand gering zu halten, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen,
daß die inneren Schalen in den unteren beiden Ecken des Profilkörpers stumpf aneinander
anliegen. Um das Dämpfungsverhalten bzw. die Dämpfungseigenschaften der Einrichtung
zu optimieren, wurde in umfangreichen Versuchen festgestellt, daß sich die Raumgewichte
der Materialien der äußeren und der inneren Schalen wie etwa 6: 2 bis 6: 4 verhalten
sollten. Einerseits wird eine hohe Dämpfung angestrebt, andererseits ist eine ausreichende
Stabilität der Einrichtung gegen Formänderungen durch äußere Krafteinflüsse notwendig.
Um trotz dieser widerstrebenden Bedingungen die Einrichtung zu optimieren, ist weiterhin
vorgesehen, daß die dynamische Steifigkeit des Materials der inneren Schale im Bereich
von 0,05-0,30 N/mm³ vorzugsweise 0,07-0,15 N/mm³ und die statische Steifigkeit im
Bereich von 0,05-0,20 N/mm³ vorzugsweise von 0,06-0,15 N/mm³ liegen. Dank der sandwichartigen
Bauweise der Einrichtung ist es möglich, die Funktionen, die diese Einrichtung zu
erfüllen hat, auf die einzelnen Bauteile, die den sandwichartigen Körper bilden, aufzuteilen,
die äußere Schale übernimmt die äußeren einwirkenden Kräfte, die innere Schale die
Dämpfung. Es ist daher zweckmäßig, die Einrichtung so zu gestalten, daß die Wandstärke
der unbelasteten inneren Schalen ein mehrfaches der Wandstärke der äußeren Schale
beträgt, um so durch die dicke Wandstärke der inneren Schale einen möglichst hohen
Dämpfungseffekt zu gewinnen.
[0009] Ist vorstehend mehrfach erwähnt, daß der Profilkörper einen im wesentlichen U-förmigen
Querschnitt aufweist, so schließt dies nicht aus, daß die seitlichen Wangen dieses
U-Profils nicht etwas gegeneinander geneigt sind, das heißt, daß die seitlichen Wangen
von dem die Wangen verbindenden Bodenteil aus gesehen nach oben konvergieren, die
beiden Seitenwangen also wie bei einem gleichschenkligen Trapez etwas gegeneinander
geneigt sind. Von unten her können auf das ordnungs- und bestimmungsgemäß verlegte
Profil Kräfte einwirken. Sind die Wangen in der erwähnten Form etwas gegeneinander
geneigt, so wirken die von außen an den Wangen anliegenden Fahrbahnplatten mit dazu
korrespondierend geneigten Seitenteilen über das Profil diesen von unten wirkenden
Kräften entgegen.
[0010] Zur Veranschaulichung der Erfindung wird sie anhand einer Zeichnung näher erläutert,
die einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Einrichtung mit der von ihr aufgenommenen
Rillenschiene veranschaulicht.
[0011] Die Rillenschiene 1 besitzt einen Schienenfuß 2, einen Schienensteg 3 und einen Schienenkopf
4 mit einer Spurrille 5. Der im Querschnitt U-förmige Profilkörper 6 besitzt eine
äußere Schale 21 und eine innere Schale 22. Die äußere Schale 21 ist aufgebaut aus
einer Bodenplatte 7, zwei Seitenwangen 8 und 9 und die beiden, die hinterschnittene
U-Form bildenden Kopfleisten 10 und 11. Diese Elemente sind aus zelligem Polyurethan-Elastomer
gefertigt mit einem Raumgewicht von ca. 700 g/dm³, und diese Elemente sind ferner
entlang der Ecken 12 miteinander fest verbunden, so daß diese Elemente einen Profilkörper
bilden, der eine ausreichende Biegesteifigkeit besitzt, aber dennoch so weit im elastischen
Bereich verformbar ist, daß die oberen Ecken an der Schiene bzw. dem Schienenkopf
4 jeweils nach außen (Pfeil 13) ausgeschwenkt werden können, um zwischen Schienenkopf
4 und Kopfleiste 10 bzw. 11 einen Spalt freizugeben, durch den hindurch Füllsteine
14 und 15 eingefügt werden können, worauf im einzelnen noch weiter unten eingegangen
werden wird. Wenn vorstehend gesagt ist, daß die äußere Schale 21 aus zelligem Polyurethan-Elastomer
gefertigt ist, so ist in diesem Zusammenhang auch festzuhalten, daß für diese äußere
Schale 21 ein kompaktes Polyurethan-Elastomer verwendet werden kann also ein Elastomer,
das keinen zelligen Aufbau hat.
[0012] Die innere Schale 22 des U-förmigen Profilkörpers 6 ist ebenfalls aus zelligem Polyurethan-Elastomer
gebildet, und diese innere Schale besteht aus dem Bodenteil 16, den Seitenteilen 17
und 18 und den Kopfteilen 19 und 20. Dieses Polyurethanmaterial besitzt ein Raumgewicht
von ca. 400 g/dm³, eine dynamische Steifigkeit von ca. 0,05-0,30 N/mm³ vorzugsweise
von 0,07-0,15 N/mm³ und eine statische Steifigkeit von ca. 0,05-0,20, vorzugsweise
von 0,06 - 0,15 N/mm³. Bodenteil 16, die Seitenteile 17 und 18 und die Kopfteile 19
und 20 sind mit den dazu korrespondierenden Teilen der Außenschale fest verbunden.
In den unteren Ecken 12 des U-förmigen Profilkörpers 6 stoßen Bodenteil 16 und die
Seitenteile 17 und 18 stumpf aneinander, mit anderen Worten, hier ist keine feste
Verbindung an den aneinander angrenzenden und aneinander anliegenden Flächen der dieser
Teile 16, 17 und 18 vorgesehen. Vorstehend ist erwähnt, daß die innere Schale 22 aus
zelligem Polyurethan-Elastomer gefertigt ist. Für diese innere Schale können auch
andere zellige Werkstoffe eingesetzt werden, beispielsweise Polyäthylenschäume oder
geschäumte Gummimaterialien (Moosgummi).
[0013] So weit zum konstruktiven Aufbau der Einrichtung zur elastischen Lagerung von Rillenschienen.
Dieses Einrichtung wird farbrikseitig gefertigt und als fertiger Profilkörper 6 an
die Baustelle geliefert. Der an der Baustelle vorbereitete Gleiskörper ist in der
Regel vorerst aufgebockt. An diesem aufgebockten Gleiskörper bzw. an den Rillenschienen
dieses Gleiskörpers werden nun die U-förmigen Profilkörper 6 angebracht. Dazu wird
der Profilkörper 6 etwas aufgespreizt und von unten her auf die Rillenschiene aufgeschoben.
Um die Seitenwangen von innen her zu stützen werden sogenannte Füllsteine eingebracht,
die ebenfalls fabrikseitig aus Beton vorgefertigt werden. Zu diesem Zweck werden die
oberen Ecken in Richtung der Pfeile 13 etwas nach außen, also vom Schienenkopf 4 weggebogen,
so daß die Füllsteine von oben her eingebracht werden können. Ist der vorbereitete
Gleiskörper in dieser Weise mit dem Profilkörper 6 ausgerüstet worden, so wird er
mittels Hebezeugen an seinen vorgesehenen Ort eingesetzt, und dann wird der Gleiskörper
in den Straßenoberbau eingebettet, so daß schlußendlich der Straßenbelag unmittelbar
an den oberen Ecken 12 des Profilkörpers 6 anschließt unabhängig davon, ob dieser
Straßenbelag nun eine Beton- oder Asphaltdecke darstellt, oder ob hier eine Fahrbahn
aus Pflastersteinen aufgebaut wird. Dadurch daß die Seitenteile 17 und 18 mit dem
Bodenteil 16 der inneren Schale nicht unmittelbar verbunden sind, kann der Profilkörper
zur Montage und auch zum Einbringen der Füllsteine ohne Schwierigkeit in der oben
geschilderten Weise aufgeweitet werden. Da der Profilkörper 6 zur Gänze fabrikseitig
gefertigt wird, ist seine Montage außerordentlich einfach. Die Zweischaligkeit des
Aufbaues gewährleistet einerseits eine hinreichende mechanische Stabilität, andererseits
ermöglicht dieser zweischalige Aufbau den Einsatz von qualitativ hochwertigen, relativ
weichen schwingungsdämmenden Materialien, aus welchen die innere Schale 22 gefertigt
ist. Die bisher gemachten Versuche und Versuchsergebnisse bescheinigen die Richtigkeit
dieser Maßnahme.
[0014] Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Seitenwangen 8 und 9 des Profilkörpers
6 aufrecht stehend und zueinander im wesentlichen parallel angeordnet. Es liegt im
Rahmen der Erfindung, diese beiden Seitenwangen 8 und 9 um einen geringen Winkelbetrag
zueinander zu neigen, so daß sie vom Bodenteil 16 aus gesehen nach oben konvergierend
verlaufen. In Verbindung mit seitlich anschließenden und gegenüber dem Profil korrespondierend
begrenzten Fahrbahnplatten wird die Verankerung des Profiles selbst im Boden verbessert.
[0015] Vorstehend wurde erläutert, daß zur Stützung der Seitenwangen Füllsteine eingebracht
werden können. Dieser Begriff _ Füllsteine _ ist ganz allgemein zu verstehen. Er soll
auch Füllelemente miteinschließen, die aus anderen Massen als Steinmassen bestehen,
beispielsweise solche Füllelemente, die aus Kunststoffmassen gefertigt worden sind.
1. Einrichtung zur elastischen Lagerung von Rillenschienen mit einem Schienenfuß,
einem Schienensteg und einem die Spurrille aufweisenden Schienenkopf und die Einrichtung
aus einem aus elastischem Material gefertigten, mehrteiligen, im Querschnitt im wesentlichen
U-förmigen Profilkörper gebildet ist zur Aufnahme der Rillenschiene und zu ihrer seitlichen
Umfassung, einschließlich ihrer Anlage am Schienenkopt dadurch gekennzeichnet, daß
die den Profilkörper (6) bildenden Wandungen mindestens zweischalig ausgebildet sind
und die äußere Schale (21) aus einem im wesentlichen biegesteifen Polyurethan-Elastomer
gebildet ist und die innere Schale (22) aus einem volumskompressiblen, zelligen Material,
beispielsweise ebenfalls aus Polyurethan gefertigt ist und die beiden Schalen miteinander
zur Bildung eines Sandwichbauteiles verbunden sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsform des
Profilkörpers (6) ein hinterschnittenes U-bildet, d.h., die freien Enden der seitlichen
Wangen gegeneinander gerichtete Abschnitte (10, 19; 11, 20) aufweisen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die innere lichte
Weite des Profilkörpers (6) etwa der Breite des Schienenfußes (2) entspricht.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke der äußeren
Schale (21) über den gesamten Querschnitt des Profilkörpers (6) im wesentlichen konstant
ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke der inneren
Schale (23) über den gesamten Querschnitt des Profilkörpers (6) unterschiedlich ist,
wobei die im oberen und unteren Bereich des Profilkörpers (6) vorgesehenen inneren
Boden- bzw. Seitenteile (16, 19, 20) gegenüber den seitlichen inneren Seitenteilen
(17, 18) die größere Wandstärke besitzen.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren
Schalen (16, 17; 16, 18) in den unteren beiden Ecken des Profil körpers (6) stumpf
aneinander anliegen.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich
die Raumgewichte der Materialien der äußeren und der inneren Schalen verhalten wie
etwa 6: 2 bis 6: 4.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische
Steifigkeit des Materials der inneren Schale im Bereich von 0,05-0,30 N/mm³ vorzugsweise
0,07-0,15 N/mm³ und die statische Steifigkeit im Bereich von 0,05-0,20 N/mm³ vorzugsweise
von 0,06-0,15 N/mm³ liegen.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wandstärke der unbelasteten inneren Schalen ein mehrfaches der Wandstärke der äußeren
Schale beträgt.
1. Resilient supporting device for grooved rails, having a rail foot, a rail web,
and a rail head which is provided with the track groove, the device being formed from
a multi-part profiled member which is manufactured from resilient material and is
of substantially U-shaped cross section, for receiving the grooved rail and for laterally
surrounding it, inclusive of where it is supported on the rail head, characterised
in that the walls which form the profiled member (6) are of at least two-shell construction,
and the outer shell (21) is formed from a polyurethane elastomer which is substantially
resistant to bending, and the inner shell (22) is manufactured from a volume-compressible
cellular material, for example likewise from polyurethane, and the two shells are
connected together in order to form a sandwich-like structural component.
2. Device according to claim 1, characterised in that the cross sectional shape of
the profiled member (6) forms an undercut U-, i.e. the free ends of the lateral cheeks
have sections (10, 19; 11, 20) which are arranged facing towards one another.
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the interior width of the
profiled member (6) corresponds approximately to the width of the rail foot (2).
4. Device according to claim 1, characterised in that the wall thickness of the outer
shell (21) is substantially constant over the entire cross section of the profiled
member (6).
5. Device according to claim 1, characterised in that the wall thickness of the inner
shell (23) is different over the entire cross section of the profiled member (6),
the inner base- and/or side parts (16, 19, 20) provided in the upper and lower region
of the profiled member (6) having the greater wall thickness in comparison to the
lateral inner side parts (17, 18).
6. Device according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the inner shells
(16, 17; 16, 18) lie flush against one another in the lower two corners of the profiled
member (6).
7. Device according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the specific
weights of the materials of the outer and of the inner shells are in a ratio such
as approximately 6: 2 to 6: 4.
8. Device according to any one of the claims 1 to 6, characterised in that the dynamic
rigidity of the material of the inner shell lies within the range of 0.05-0.30 N/mm³,
preferably 0.07-0.15 N/mm³, and the static rigidity lies within the range of 0.05-0.20
N/mm³, preferably of 0.06-0.15 N/mm³.
9. Device according to any one of claims 1, 4 or 5, characterised in that the wall
thickness of the unstressed inner shells amounts to a multiple of the wall thickness
of the outer shell.
1. Dispositif pour supporter élastiquement des rails à gorge avec une semelle de rail,
une âme de rail et un champignon présentant la gorge de roulement, le dispositif étant
constitué d'un corps profilé essentiellement à section en "U" formé de plusieurs pièces
et fabriqué en un matériau élastique destiné à recevoir le rail à gorge et à le contenir
latéralement tout en appuyant contre le champignon, caractérisé en ce que les parois
constituant le corps profilé (6) sont réalisées au moins sous forme de deux coques
et que la coque extérieure (21) est formée d'un matériau élastomère à base de polyuréthane
essentiellement rigide à la flexion, tandis que la coque intérieure (22) est fabriquée
en un matériau cellulaire compressible, également en polyuréthane par exemple, tandis
que les deux coques sont assemblées l'une à l'autre pour former un élément en sandwich.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la section du corps
profilé (6) forme un "U" à contre-dépouille, c'est-à-dire que les extrémités libres
des ailes latérales présentent des parties (10, 19; 11, 20) tournées l'une vers l'autre.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la largeur libre
intérieure du corps profilé (6) correspond à peu près à la largeur de la semelle de
rail (2).
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'épaisseur de paroi
de la coque extérieure (21) reste essentiellement constante sur toute la section du
corps profilé (6).
5. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'épaisseur de paroi
de la coque intérieure (22) est différente sur toute la section du corps profilé (6)
tandis que les pièces de base et latérales intérieures (16, 19, 20) prévues dans la
zone supérieure et inférieure du corps profilé (6) présentent une épaisseur de paroi
plus grande que les pièces latérales intérieures (17, 18).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les coques
intérieures (16, 17; 16, 18) viennent buter l'une contre l'autre dans les deux angles
inférieurs du corps profilé (6).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les poids
spécifiques des matériaux des coques extérieures et intérieures présentent entre eux
un rapport compris entre environ 6: 2 et 6: 4.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la rigidité
dynamique du matériau de la coque intérieure est comprise dans la gamme de 0,05 à
0,30 N/mm³ et, de préférence, de 0,07 à 0,15 N/mm³, tandis que la rigidité statique
est comprise dans la gamme de 0,05 à 0,20 N/mm³ et, de préférence, de 0,06 à 0,15
N/mm³.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1, 4 ou 5, caractérisé en ce que l'épaisseur
de paroi des coques intérieures non sollicitées est égale à un multiple de l'épaisseur
de paroi des coques extérieures.
