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EP 0 309 439 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.07.1991 Patentblatt 1991/30 |
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Anmeldetag: 06.09.1988 |
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Abzugsvorrichtung für automatische Handfeuerwaffe
Firing mechanism for an automatic hand-gun
Mécanisme de tir pour armes portatives automatiques
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE ES FR GB GR IT LI NL SE |
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Priorität: |
22.09.1987 AT 2393/87
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.03.1989 Patentblatt 1989/13 |
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Patentinhaber: STEYR-DAIMLER-PUCH AKTIENGESELLSCHAFT |
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1010 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- Aigner, Friedrich
A-4300 St. Valentin (AT)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 184 581
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GB-A- 1 119 782
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Abzugsvorrichtung für automatische Handfeuerwaffen,
mit einem sich bei Verschlußrückgang spannenden Hahn, einem vom Verschluß gesteuerten,
den Hahn während des Verschlußvorgehens sperrenden Dauerfeuerhebel, einem durch den
Abzug gegen Federkraft aus einer Ausgangsstellung in eine Einzel- und eine Dauerfeuerstellung
verschiebbaren Abzugsschieber und einem in Abhängigkeit von der Abzugsschieberstellung
in die Bewegungsbahn eines Hahnansatzes eindringenden, als Auslöser und Unterbrecher
zusammenwirkenden Hebelpaar.
[0002] Diese mit einer sogenannten Hahnschlagzündung ausgerüsteten Abzugsvorrichtungen erlauben
es, bei Dauerfeuer den jeweils durch den zurückgehenden Verschluß gespannten Hahn
mittels des Dauerfeuerhebels solange zu sperren, bis der wieder vorgehende Verschluß
verriegelt, worauf der Dauerfeuerhebel verschlußgesteuert den Hahn freigibt und der
vorschnellende Hahn über einen Zündstift od.dgl. die Patrone zündet. Bei Dauerfeuer
wiederholt sich dieser Vorgang, während der Abzug gezogen ist, fortlaufend und erst
ein Loslassen des Abzuges bringt den Unterbrecher und den Auslöser ins Spiel, die
wie bei Einzelfeuer den gespannten Hahn fangen und unabhängig vom Dauerfeuerhebel
erst durch neuerliches Betätigen des Abzuges wieder freigeben. Bei Einzelfeuer wird
der Hahn durch Bewegen des einen Hahnansatz übergreifenden Auslösers freigegeben,
während gleichzeitig der Unterbrecher in die Bahn dieses Hahnansatzes eindringt und
den Hahn bei der nächsten Rückbewegung automatisch in der gespannten Lage fängt, so
daß jeweils nur ein Schuß brechen kann. Ein Loslassen des Abzugs bringt eine Rückbewgung
des Auslösers mit sich, der nun den Hahnansatz wieder übergreift, während der Unterbrecher
nach Übergabe des Hahnansatzes an den Auslöser die Ansatzbahn wieder verläßt.
[0003] Bisher sind nun Auslöser und Unterbrecher entweder als stehende und um querliegende
Achsen schwenkbare Hebel ausgebildet (AR-15, M 16 ASSAULT RIFLE HANDBOOK, FIREPOWER
PUBLICATIONS, 1985, Seiten 108 und 109) oder als schiebeverstellbare Hebel ausgebildet
(EP-OS184581), so daß sich eine beträchtliche Bauhöhe und ein entsprechender Abstand
zwischen Griff und Rückstoß-Wirkungslinie ergeben, was die Handlichkeit und Treffsicherheit
der Waffe beeinträchtigt. Darüber hinaus sind die bekannten Abzugsvorrichtungen aufwendig
und setzen sich aus teuren, mit engen Toleranzen herzustellenden Präzisionsteilen
zusammen.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und eine
Abzugsvorrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die sich durch ihre
möglichst niedrige und kurze Bauweise auszeichnet, aus verhältnismäßig einfachen,
rationell zu fertigenden Teilen besteht und eine störunanfällige, zuverlässige Abzugsbetätigung
gewährleistet.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß Auslöserund Unterbrecherhebel um eine
gemeinsame aufrechtstehende Drehachse schwenkbar gelagert sind und zwischen einander
durch einander gegenüberliegende Steuerkanten eine Steuerkulisse bilden, in die ein
über den Abzugsschieber bewegbarer Kulissenstein eingreift, wobei die Steuerbewegung
des Kulissensteins relativ zu den Steuerkanten der Steuerkulisse beim Ziehen des Abzuges
das Hebelpaar gegen die Kraft einer Rückholfeder aus einer Ausgangsstellung, in der
der Auslöserhebel den Hahnansatz des gespannten Hahnes erfaßt, in eine Einzelfeuerstellung,
in der der Auslöserhebel den Hahnansatz freigibt und der Unterbrecherhebel in deren
Ansatzbahn eindringt, oder in eine Dauerfeuerstellung verschwenkbar ist, in der beide
Hebel den Hahnansatz freigeben, Auslöser- und Unterbrecherhebel ergeben daher eine
Art liegende Schere, die sehr flach und kurz baut und durch eine vergleichsweise einfache
Kulissensteuerung exakt arbeitet. Dabei ist durch das leigende Einschwenken der Hebel
in die Hahnansatzbahn und durch den verhältnismäßig großen Überschneidungsbereich
zwischen den Hebel-Fangflächen und dem Hahnansatz auch bei gröberen Fertigungstoleranzen
ein zuverlässiges Zusammenspiel aller Teile gesichert. Durch die Wahl der Steuerkantenverläufe
und der mit dem Abzugsschieber gekoppelten Kulissensteinbewegung lassen sich schwierigkeitslos
Auslöser- und Unterbrecherhebel je nach Einzel- oder Dauerfeuerstellung gegeneinander
und in bezug auf die Hammeransatzbahn verschwenken, so daß in robuster und funktionstüchtiger
Weise die Hebel ihre Aufgaben als Auslöser und Unterbrecher beim Einzelfeuer und beim
Dauerfeuer einwandfrei erfüllen.
[0006] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sitzt der vorzugsweise als Steuerrolle
ausgebildete Kulissenstein auf einem Steuerhebel, der einerends um eine Parallelachse
zur Drehachse des Hebelpaares schwenkbar gelagert ist und andernends in einen Mitnehmerschlitz
des Abzugsschiebers eingreift. Dadurch kommt es bei einfacher Konstruktion zu erforderlichen
Bewegungsverbindung zwischen Abzugsschieber und Kulissenstein, da eine Verschiebung
des Abzugsschiebers zwangsweise ein Verschwenken des Steuerhebels mit sich bringt
und der entsprechend der Steuerhebelschwenkbewegung entlang eines Kreisbogens bewegte
Kulissenstein sicher seine Steuerfunktion ausüben kann.
[0007] Ist erfindungsgemäß die dem Hahnansatz zugeordnete Fangfläche des Unterbrecherhebels
in bezug auf jene des Auslöserhebels entgegen der Schlagrichtung des Hahnes versetzt,
wird für eine sichere Übergabe des vom Unterbrecherhebel gefangenen Hahns an den Auslöserhebel
gesorgt, da der Auslöserhebel aufgrund seiner zurückspringenden Fangfläche auf jeden
Fall bis zu seiner ordnungsgemäßen Fangposition in die Hammeransatzbahn einschwenken
kann, bevor der Unterbrecher den Ansatz freigibt und dieser nur mehr vom Auslöserhebel
gehalten wird.
[0008] Eine einfache Konstruktion ergibt sich auch, wenn als Rückholfeder eine das Hebelpaar
zusammendrückende Schenkelfeder dient und eine den Auslöserhebel in Ausgangsstellung
festlegende Sicherung vorgesehen ist. Die Schenkelfeder garantiert das einwandfreie
Zusammenwirken zwischen Steuerkanten und Kulissenstein und die Sicherung verhindert
ein ungewolltes Verschwenken des Auslöserhebels in Ausgangsstellung bei Erschütterung
u.dgl.
[0009] Die Sicherung kann in vorteilhafter Weise aus einem am Steuerhebel anschlagbegrenzt
und gegen Federkraft schwenkbar gelagerten zweiarmigen Sperrhebel bestehen, dessen
ein Hebelarm in die Bewegungsbahn des an der verschlußabgewandten Seite eine Abgleitfläche
bildenden Hahnansatzes vorragt und dessen anderer Hebelarm eine in Ausgangsstellung
mit dem Auslöserhebel verriegelnde Raste od.dgl. aufweist. Ist der Steuerhebel in
Ausgangsstellung, ist damit zwangsweise auch eine mechanische Verriegelung des Auslöserhebels
gegeben, der beim Verschwenken des Steuerhebels zur Schußabgabe Selbsttätig wieder
freikommt. Um aber den Auslösehebel nicht zu verhindern, wird der Sperrhebel durch
den sich spannenden Hahn beiseite gedrückt und die Verriegelung kurzzeitig geöffnet,
so daß der Auslöserhebel mit seiner Fangfläche dem Hahnansatz ausweichen kann und
das einwandfreie Spannen des Hahns und dessen Fang durch den Unterbrecherhebel unbehindert
läßt.
[0010] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel rein schematisch
dargestellt, und zwar zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Abzugsvorrichtung im Vertikalschnitt nach der Linie I-I
der Fig. 2,
Fig. 2 diese Abzugsvorrichtung bei abgenommenem Gehäusedeckel in Draufsicht, die
Fig. 3 bis 5 verschiedene Abzugstellungen in der Fig. 2 entsprechender Draufsicht
sowie
Fig. 6 und 7 die prinzipielle Anordnung einer Sicherung für die Abzugsvorrichtung
ebenfalls in Draufsicht.
[0011] Eine Abzugsvorrichtung für eine nicht weiter dargestellte automatische Handfeuerwaffe
mit Hahnschlagzündung besteht aus einem Gehäuse 1, in dem um eine liegende Querachse
2 ein durch eine Hahnfeder 3 belasteter Hahn 4 schwenkbar lagert. Der Hahn 4 wird
bei Rückgang des nur angedeuteten Verschlusses 5 gespannt und von einem verschlußgesteuerten
Dauerfeuerhebel 6 während des Verschlußvorgehens durch Untergreifen einer Fangnase
4a mittels eines Hakenteils 7 gesperrt.
[0012] Im Gehäuse 1 ist weiters ein Abzugsschieber 8 gegen die Kraft einer Abzugsfeder 9
von einer Ausgangs- in eine Einzel- und eine Dauerfeuerstellung verschiebbar geführt,
welcher Abzugsschieber 8 in nicht weiter dargestellter Weise mit dem Abzug in Wirkverbindung
steht. Über den Abzugsschieber 8 wird nun ein Steuerhebel 10 verschwenkt, der einerends
um eine vertikale Drehachse 11 schwenkbar gelagert ist und andernends in einen Mitnehmerschlitz
12 des Abzugsschiebers 8 eingreift. Auf dem Steuerhebel 10 sitzt eine als Kulissenstein
dienende Steuerrolle 13, die in eine zwischen einem Hebelpaar 14, 15 gebildete Steuerkulisse
6 eingreift. Dieses Hebelpaar setzt sich aus dem Auslöserhebel 14 und dem Unterbrecherhebel
15 zusammen und ist um eine gemeinsame Vertikalachse 17 schwenkbar gelagert, wobei
eine Schenkelfeder 18 das Hebelpaar 14, 15 gegegeneinanderdrückt. Durch Relativbewegung
der Steuerrolle 13 gegenüber den die Steuerkulisse 16 bildenden Steuerkanten 19, 20
des Hebelpaares 14, 15 ergeben sich nun in Abhängigkeit von der Stellung des Abzugsschiebers
8 die für das Schießen von Einzel- und Dauerfeuer erforderlichen Steuerbewegungen
des die Aufgaben eines Auslösers und Unterbrechers ausübenden Hebelpaares 14, 15.
[0013] In der aus Fig. 2 hervorgehenden Ausgangsstellung ist der Verschluß 5 in vorderer
Position und der Dauerfeuerhebel 6 gibt den gespannten Hahn 4 frei, der nun durch
den Auslöserhebel 14 gefangen wird, der einen Hahnansatz 21 mit einer entsprechenden
Fangfläche 22 übergreift. Der Unterbrecherhebel 15 liegt mit seiner Fangfläche 23
außerhalb der Bewegungsbahn des Hahnansatzes 21. Die Waffe ist schußbereit.
[0014] Wird nun der Abzugsschieber 8 gegen die Kraft der Abzugsfeder 9 in seine Einzelfeuerstellung
verschoben, die durch eine nicht weite dargestellte Raste oder eine Sperre fixierbar
ist, schwenkt der Steuerhebel 10 um die Schwenkachse 11 und die mitbewegte Steuerrolle
13 drückt den Auslöserhebel 14 auswärts, so daß der Hahn 4 freikommt und den Schuß
auslösen kann (Fig. 3). Sobald der Hahnansatz 21 hochgeschnellt ist, rückt durch die
Rückstellfeder 18 der Unterbrecherhebel 15 einwärts und dringt in die Bahn dieses
Hahnansatze 21 ein, so daß der durch den rückgehenden Verschluß erneut gespannte Hahn
4 mit seinem Hahnansatz 21, der eine entsprechende Abgleitfläche aufweist, beim Zurückschwenken
den Unterbrecherhebel 15 verdrängen muß, der seinerseits sofort wieder seine Fangposition
einnimmt (Fig. 4). Sobald der Hahn 4 nach dem Vorgehen des Verschlusses 5 vom Dauerfeuerhebel
6 wieder freigegeben wird, fängt daher die Fangfläche 23 des Unterbrecherhebels 15
den Hahnansatz 21. Ein zweiter Schuß ist bei gezogenem Abzug nicht mehr möglich und
erst ein Loslassen und neuerliches Betätigen des Abzuges erlaubt die nächste Schußabgabe.
Wird nämlich der Abzug losgelassen, drückt die Abzugsfeder 9 den Abzugsschieber 8
zurück in die Ausgangsstellung; die Steuerrolle 13 schwenkt zurück und drückt dabei
den Unterbrecherhebel 15 vom Hahnansatz 21 weg, so daß der Unterbrecherhebel 15 den
Hahn 4 dem in der Zwischenzeit eingeschwenkten Auslöserhebel 14 übergibt. Damit es
hier zu einer einwandfreien Übergabe kommt, sind die Fangflächen 22, 23 von Auslöser-
und Unterbrecherhebel 14, 15 gegeneinander höhenversetzt, was aus Fig. 1 ersichtlich
ist. Nach der Übergabe wird der Hahn 4 wiederum nur mehr vom Auslöserhebel 14 gehalten
(Fig. 2), so daß der nächste Schuß abgegeben werden kann.
[0015] Soll Dauerfeuer geschossen werden, muß, wie in Fig. 5 angedeutet, der Abzugsschieber
8 über die Einzelfeuerstellung hinweg in seine Dauerfeuerstellung gebracht werden,
wodurch auch der Steuerhebel 10 entsprechend weit verschwenkt und die Steuerrolle
13 das Hebelpaar 14, 15 bis zur vollen Freigabe des Hahnansatzes 21 öffnet. Nun bestimmt
alleine der Dauerfeuerhebel 5 das Sperren und Freigeben des Hahnes 4, so daß solange
Dauerfeuer geschossen wird, solange der Abzug betätigt bleibt. Ein Loslassen des Abzuges
bringt den Abzugsschieber 8 wieder in die Ausgangsstellung und die Steuerrolle 13
erlaubt wiederum das Eingreifen des Hebelpaares 14, 15 in den Abzugsablauf, so daß
beim nächsten Rückschwenken des Hahnes 4 der Hahnansatz 21 vom Unterbrecher 15 erfaßt
und dem Auslöserhebel 14 übergeben wird. Die Ausgangsstellung nach Fig. 2 ist erneut
erreicht.
[0016] Wie in Fig. 6 und 7 veranschaulicht, gibt es, um eine ungewollte Bewegung des Auslöserhebels
14 durch Erschütterung od.dgl. zu vermeiden, eine Sicherung 24, die den Auslöserhebel
14 in der Ausgangsstellung mechanisch verriegelt. Diese Sicherung besteht aus einem
zweiarmigen Sperrhebel 25, der koaxial zur Steuerrolle 13 am Steuerhebel 10 schwenkbar
lagert und durch eine Sperrfeder 26 gegenüber dem Steuerhebel 10 in einer Sperrstellung
gehalten wird. In dieser Sperrstellung, in der der eine Hebelarm 27 des Sperrhebels
deckend oberhalb des Steuerhebels liegt, wird in der Ausgangsstellung des Hebelpaares
14, 15 eine Verriegelungsnase 28 des Auslöserhebels 14 formschlüssig von einer Rastausnehmung
29 des Sperrhebels erfaßt und verriegelt ihn mechanisch (Fig. 6). In dieser Verriegelungsstellung
ragt der zweite Hebelarm 30 des Sperrhebels 25 in die Bahn des Hahnansatzes 21 vor.
Wird nun der Abzug betätigt und der Steuerhebel 10 verschwenkt, ergibt sich zwangsweise
ein Mitbewegen des Sperrhebels 25 mit dem Steuerhebel 10 und die Verriegelung wird
rechtzeitig zur Freigabe des Auslöserhebels 14 gelöst (Fig. 7). Da auch der Hebelarm
30 mit dieser Schwenkbewegung aus der Bahn des Hammeransatzes 21 herauskommt, erfolgt
ordnungsgemäß die Schußabgabe. Ein Loslassen des Abzuges bringt den Steuerhebel 10
in die Ausgangsstellung zurück und auch die aus Verriegelungsnase 28 und Rastausnehmung
29 bestehende Raste verriegelt wieder. Der zurückschwenkende Hahn 4 kann aber nun
durch seine dem Hebelarm 30 zugeordnete Abgleitfläche 31 bei seiner Spannbewegung
die Verriegelung durch ein Wegdrücken des Sperrhebels 25 gegen die Kraft der Sperrfeder
26 kurzzeitig öffnen (strichpunktierte Darstellung in Fig. 6), um trotz der Sicherung
24 den Auslöserhebel 14 zur Seite bewegen und dann bis zum Sperren durch den Dauerfeuerhebel
6 durchschwenken zu können.
[0017] Aufgrund der liegenden Anordnung und der scherenartigen Steuerbewegung des als Auslöser
und Unterbrecher wirkenden Hebelpaares 14, 15 und wegen des einfachen Zusammenspiels
zwischen der vom Hebelpaar gebildeten Steuerkulisse und dem Steuerhebel mit seinem
Kulissenstein ergibt sich eine robuste, rationell herstellbare Vorrichtung, die sich
vor allem durch ihre niedrige Bauhöhe und kurze Baulänge auszeichnet.
1. Abzugsvorrichtung für automatische Handfeuerwaffen, mit einem sich bei Verschlußrückgang
spannenden Hahn (4), einem vom Verschluß (5) gesteuerten, den Hahn (4) während des
Verschlußvorgehens sperrenden Dauerfeuerhebel (6), einem durch den Abzug gegen Federkraft
aus einer Ausgangsstellung in eine Einzel- und eine Dauerstellung verschiebbaren Abzugsschieber
(8) und einem in Abhängigkeit von der Abzugsschieberstellung in die Bewegungsbahn
eines Hahnansatzes (21) eindringenden, als Auslöser und Unterbrecher zusammenwirkenden
Hebelpaar (14, 15), dadurch gekennzeichnet, daß Auslöser- und Unterbrecherhebel (14, 15) um eine gemeinsam aufrechtstehende
Drehachse (17) schwenkbar gelagert sind und zwischen sich durch einander gegenüberliegende
Steuerkanten (19, 20) eine Steuerkulisse (16) bilden, in die ein über den Abzugsschieber
(8) bewegbarer Kulissenstein (13) eingreift, wobei die Steuerbewegung des Kulissensteins
(13) relativ zu den Steuerkanten (19, 20) der Steuerkulisse (16) beim Ziehen des Abzuges
das Hebelpaar (14, 15) gegen die Kraft einer Rückholfeder (18) aus einer Ausgangsstellung,
in der der Auslöserhebel (14) den Hahnansatz (21) des gespannten Hahnes (4) erfaßt,
in eine Einzelfeuerstellung, in der der Auslöserhebel (14) den Hahnansatz (21) freigibt
und der Unterbrecherhebel (15) in die Hahnansatzbahn eindringt, oder in eine Dauerfeuerstellung
verschwenkbar ist, in der beide Hebel (14, 15) den Hahnansatz (21) freigeben.
2. Abzugsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vorzugsweise als Steuerrolle (13) ausgebildete Kulissenstein auf einem Steuerhebel
(10) sitzt, der einerends um eine Parallelachse (11) zur Drehachse (17) des Hebelpaares
schwenkbar gelagert ist und andernends in einen Mitnehmerschlitz (12) des Abzugsschiebers
(20) eingreift.
3. Abzugsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, da die dem Hahnansatz (21) zugeordnete Fangfläche (23) des Unterbrecherhebels (15)
in bezug auf jene (22) des Auslöserhebels (14) entgegen der Schlagrichtung des Hahnes
(4) versetzt ist.
4. Abzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Rückholfeder eine das Hebelpaar (14, 15) zusammendrückende Schenkelfeder
(18) dient und eine den Auslöserhebel (14) in Ausgangsstellung festlegende Sicherung
(24) vorgesehen ist.
5. Abzugsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherung (24) aus einem am Steuerhebel (10) anschlagbegrenzt und gegen
Federkraft schwenkbar gelagerten zweiarmigen Sperrhebel (25) besteht, dessen ein Hebelarm
(30) in die Bewegungsbahn des an der verschlußabgewandten Seite eine Abgleitfläche
(31) bildenden Hahnansatzes (21) vorragt und dessen anderer Hebelarm (27) eine in
Ausgangsstellung mit dem Auslöserhebel (14) verriegelnde Raste (29) od.dgl. aufweist.
1. A trigger device for hand-held automatic firearms, comprising a hammer (4), which
is arranged to be cocked as the breechblock recoils, a sustained-fire lever (6), which
is controlled by the breechblock (5) and locks the hammer (4) as the breechblock advances,
a trigger slider (8), which is movable by the trigger against spring force from an
initial position to a single-shot position and to a sustained-fire position, and a
pair of mutually cooperating levers (14, 15), which respectively constitute a release
member and a disconnector member and are adapted to enter the path of movement of
a hammer extension (21) in dependence on the position of the trigger slider, characterized in that the release lever (14) and the disconnector lever (15) are pivoted on a common upright
pivot (17) and have respective confronting camming edges (19, 20), which define between
them a cam slot (16), a camming member (13) is provided, which is movable by the trigger
slider (8) and extends into said cam slot (16), the camming member is arranged to
move relative to the camming edges (19, 20) of the cam slot (16) and in engagement
with said edges as the trigger is pulled and by said movement to pivotally move the
pair of levers (14, 15) against the force of a restoring spring (18) from an initial
position, in which the release lever (14) engages the hammer extension (21) of the
hammer (4) when it is cocked, to a single-shot position, in which the release lever
(14) releases the hammer extension (21) and the disconnector lever (15) enters the
path of said extension, or to a sustained-fire position, in which both levers (14,
15) are disengaged from the hammer extension (21).
2. A trigger device according to claim 1, characterized in that the camming member preferably consists of a control roller (13) and is mounted on
a control lever (10), which at one end is pivoted on an axis (11) that is parallel
to the axis of rotation (17) of the pair of levers, whereas the control lever at its
other end extends into a coupling slot (12) of the trigger slider (20).
3. A trigger device according to claim 1 or 2, characterized in that the catching surface (23) of the disconnector lever (15) is associated with the hammer
extension (21) and is offset opposite to the direction of the striking movement of
the hammer (4) from the catching surface (23) of the release lever (14).
4. A trigger device according to any of claims 1 to 3, characterized in that the restoring spring consists of a torsional coil spring (18) for urging the levers
(14, 15) of the pair towards each other and a safety device (24) is provided for locking
the release lever (14) in its initial position.
5. A trigger device according to claim 4, characterized in that the safety device (24) consists of a two-armed locking lever (25), which is mounted
on the control lever (10) for a stop-limited pivotal movement against spring force,
and said locking lever comprises one lever arm (30), which protrudes into the path
of movement of the hammer extension (21), which has a slip-off surface (31) on the
side that is remote from the breechblock, and another lever arm (27), which has an
indentation (29) or the like, which interlocks with the release lever (14) in the
initial position.
1. Mécanisme de détente pour armes à feu automatiques portatives, avec un chien qui
s'arme lors du mouvement de la culasse vers l'arrière, un levier de tir continu (6)
commandé par la culasse (5) verrouillant le chien (4) pendant le mouvement de la culasse
vers l'avant, un curseur de détente (8) déplaçable par la détente contre la force
d'un ressort à partir d'une position de départ à une position de feu coup par coup
et à une position de feu continu, et une paire de leviers (14, 15) agissant de concert
comme déclencheur et interrupteur, se plaçant sur la trajectoire d'un talon de chien
(21) en fonction de la position du curseur de détente, caractérisé en ce que le levier
déclencheur (14) et le levier interrupteur (15) sont montés pour pivoter autour d'un
axe de rotation (17) commun vertical et forment entre eux par des bords de manoeuvre
(19, 20) opposés l'un à l'autre une coulisse de commande (16) dans laquelle s'engage
un coulisseau (13) déplaçable par l'action du curseur de la détente (8), de sorte
que le mouvement de commande du coulisseau (13) relativement aux bords de manoeuvre
(19, 20) de la coulisse de commande (16) lors de l'action sur la détente fait passer
la paire de leviers (14, 15), contre la force d'un ressort de rappel (18), d'une position
de départ à laquelle le levier déclencheur (14) tient le talon (21) du chien (4) à
l'état armé à une position de feu coup par coup à laquelle le levier déclencheur (14)
libère le talon de chien (21) et le levier interrupteur (15) s'engage sur la trajectoire
du chien ou bien est capable de pivoter à une position de feu continu à laquelle les
deux leviers (14, 15) libèrent le talon de chien (21).
2. Mécanisme de détente selon la revendication 1 caractérisé en ce que le coulisseau
constitué de préférence comme un galet de commande (13) est monté sur un levier de
commande (10) qui, à une extrémité, est monté pour pivoter autour d'un axe (11) parallèle
à l'axe de rotation (17) de la paire de leviers et, à l'autre extremité, est engagé
dans une encoche d'entrainement (12) du curseur de détente (8).
3. Mécanisme de détente selon la revendication 1 ou 2 caractérisé en ce que la surface
d'arrêt (23) du levier interrupteur (15) associée au talon de chien (21) est décalée
par rapport à celle (22) du levier déclencheur (14) dans le sens opposé au sens de
percussion du chien (4).
4. Mécanisme de détente selon une quelconque des revendications 1 à 3 caractérisé
en ce qu'est utilisé comme ressort de rappel un ressort (18) à branches serrant la
paire de leviers (14, 15) et il est prévu une sûreté (24) immobilisant le levier déclencheur
(14) en position de départ.
5. Mécanisme de détente selon la revendication 4 caracterisé en ce que la sûreté (24)
consiste en un levier d'arrêt (25) à deux bras monté sur le levier de commande (10)
pour pivoter de façon limitée par une butée et contre la force d'un ressort, dont
un bras de levier (30) est saillant sur la trajectoire du talon de chien (21) formant
une surface de glissement (31) du côté opposé à la culasse, et dont l'autre bras de
levier (27) présente une encoche (29) ou un élément d'arrêt analogue le verrouillant,
à la position de départ, avec le levier déclencheur (14).