[0001] Die Erfindung betrifft einen Absperrpfosten für Zufahrten, Parkplätze und Parkboxen
mit einem insbesondere auf der Fahrbahn festgelegten Sockel und dem um ein Schwenkgelenk
aus der Horizontalen in die Vertikale und umgekehrt schwenkbarem Rohr, dem im Rohr
untergebrachten Motor und Getriebe und ggf. über einen tragbaren Sender schaltbaren
und ebenfalls im Rohr angeordneten Empfänger bzw. Steuerteil.
[0002] Zum Absperren von Parkplätzen, Einfahrten und Zufahrtswegen sind Schranken oder Tore
bekannt, die mit entsprechenden Antrieben ausgerüstet sind und teilweise auch mit
Fernbedienung zu betreiben sind. Diese Schranken verfügen über einen festen, meist
gußeisernen Sockel, dessen oberes Ende als eine Art Kugelkopf ausgebildet ist, um
das eine entsprechend ausgebildete Schranke um 90° oder annähernd 90° geschwenkt werden
kann. Derartige Schranken bzw. Sperrvorrichtungen sind aus der DE-PS 1960669.0 bekannt.
Eine im Prinzip gleiche Sperrvorrichtung ist der DE-PS 2712546.8 zu entnehmen, bei
der allerdings auf die zeichnerische Wiedergabe des feststehenden, gußeisernen Pfostens
verzichtet worden ist. Auch hier ist die eigentliche Schranke um ein auf der Spitze
dieses Pfostens angeordnetes Gelenk schwenkbar, wobei durch eine Sperrvorrichtung
sichergestellt ist, daß sie auf einfache Art und Weise auch von Hand betätigt werden
kann. Bekannt sind außerdem die Ein- und Zufahrtssperren, einfache aus Rundmaterial
oder Vierkant bestehende Pfosten, die klappbar ausgebildet sind, um bei Bedarf durch
Umlegen die Ein- oder Zufahrt freizugeben. Das Umlegen des Pfostens erfolgt dabei
meist von Hand, wozu der Autofahrer zunächst sein Fahrzeug verlassen muß. Dieses ist
aufwendig und nachteilig, insbesondere bei ungünstiger Witterung. Schließlich stellt
ein solch einparkendes Fahrzeug eine häufig sehr unangenehme Verkehrsbehinderung dar.
Außerdem ist es dabei zusätzlich notwendig, dem Pfosten ein Schloß zuzuorden, um zu
verhindern, daß auch Unberechtigte den Pfosten zur Durchfahrt umlegen. Bekannt ist
schließlich auch ein Absperrpfosten (DE-OS 3514626.5), der um ein dicht oberhalb der
Fahrbahn angeordnetes, horizontal verlaufendes Gelenk schwenkbar ist. Die für den
Schwenkvorgang benötigten Motor und Getriebe sind dabei im verschwenkbaren Teil des
Pfostens, d.h. dem Rohr untergebracht, was erhebliche Wartungsvorteile hat und was
insbesondere die Anordnung solcher Absperrpfosten auch in Parkhäusern auf der Fahrbahn
ermöglicht, da dann die Bauhöhe der Pfosten bzw. ihrer Sockel erheblich begrenzt werden
kann und Vorbereitungsarbeiten im oder am Boden des Parkhauses überhaupt nicht erforderlich
werden. Dem Motor kann ein Steuerteil zugeordnet werden, das fernbedienbar ausgebildet
ist, so daß vom Fahrer aus dem Auto heraus der Pfosten umgelegt oder auch aufrechtgestellt
werden kann, ohne daß er das Auto verlassen muß. Nachteilig bei diesen bekannten Absperrpfosten
ist, daß im Bereich des Gelenkes Klemmstellen bestehen, die insbesondere bei unbedachter
Handhabung, aber auch bei der Montage und Demontage eine Gefahrenstelle darstellen.
Nachteilig ist außerdem, daß für das Aufrichten oder das Absenken, vor allem aber
eben für das Aufrichten erhebliche Kräfte aufgebracht werden müssen, wobei bei der
bekannten Vorrichtung mit einem Seil gearbeitet wird, das zusätzlich auch umgelenkt
werden muß. Der maschinelle Aufwand ist daher verhältnismäßig groß. Bei bekannten
Schwenktoren oder -türen (DE-A-1580047, FR-A-2312634, DE-A-3141701) schwenkt das Tor
um ein Gelenk und eine Betätigungsspindel um ein weiteres, dazu im Abstand angeordnetes
Gelenk. Neben der Verletzungsgefahr aufgrund der offenen Anordnung der Einzelteile,
bauen die bekannten Schwenkeinrichtungen sehr groß und eignen sich daher nicht für
den Einsatz im engen Raum eines senkrecht angeordneten Absperrpfosten.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Klemmstellen vermeidenden, die üblichen
Abmessungen einhaltenden und sicher zu betreibenden Absperrpfosten zu schaffen.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im schwenkbaren Rohr eine vom
Motor angetriebene Bewegungsspindel angeordnet ist, die mit dem äußeren Ende an einer
auf dem Rohr in Längsrichtung verschieblichen Rohrmuffe und mit dem anderen Ende über
den Motor im Sockel an einem parallel zum Schwenkgelenk angeordneten Gelenk gelagert
ist, das seitlich und in der Höhe zum Schwenkgelenk versetzt positioniert ist und
daß die Rohrmuffe mit ihrem unteren Ende gelenkig mit einem Übertragungsteil verbunden
ist, das seinerseits an seinem anderen Ende im Gelenk gelagert ist.
[0005] Bei einem derartigen Absperrpfosten sind keinerlei Klemmstellen mehr vorhanden, da
jeweils die einzelnen Teile so ineinandergeschoben bzw. übereinandergeschoben werden,
daß die Gefahr von Verletzungen ausgeschlossen ist. Ein derartiger Absperrpfosten
ist vorteilhaft sicher und mit geringem Energieaufwand zu betreiben, weil durch die
in Drehung zu versetzende Bewegungsspindel und die darauf verschiebbar angeordnete
Mutter ein denkbar einfaches Antriebssystem geschaffen ist. Die Bewegungsspindel wird
durch den Motor über das Getriebe angetrieben bzw. gedreht, wobei je nach Drehrichtung
die Mutter sich auf der Bewegungsspindel nach oben oder nach unten verschiebt, wodurch
das Rohr aufrechtgestellt oder abgesenkt wird. Dabei kann die Mutter entweder festgehalten
werden, so daß sich die Bewegungsspindel in ihr aufwärts und abwärts schiebt oder
aber umgekehrt, je nachdem wie die Rohrmuffe mit dem Motor im Rohr verbunden ist.
Aufgrund der nur relativ geringen aufzubringenden Antriebskräfte können alle Teile
ohne weiteres im Rohr untergebracht werden, so daß sie geschützt und wenig platzaufwendig
angeordnet und gut zugänglich sind. Dem Antrieb bzw. Motor sind Empfänger bzw. Sender
und Steuerteil zuzuordnen, über die die Fernbedienung denkbar einfach verwirklicht
werden kann.
[0006] Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Bewegungsspindel
über den Motor mit einem pistolengriffartigen Ansatz am Gelenk an den Sockel angelenkt
ist. Dabei kann die Bewegungsspindel mit während des Schwenkvorganges zweckmäßigerweise
über den Ansatz jeweils dicht an der Rohrwandung gehalten werden. Die Unterkante des
Ansatzes bildet somit beim aufrechtstehenden Pfosten gleichzeitig die Verlängerung
der Rohrwandung bzw. der Außenwandung. Beim Schwenkvorgang tritt der Ansatz etwas
aus der Linie der Rohrwandung heraus, ohne daß aber dabei Probleme entstehen können,
da die Rohrwandung dicht an den Ansatz, der entsprechend gebogen ausgebildet ist,
heranreicht.
[0007] Um einerseits den Absperrpfosten wirksam festlegen zu können, andererseits aber im
Bedarfsfall, beispielsweise um der Feuerwehr Platz zu machen, umgelegt werden kann,
ist vorgesehen, daß das Rohr eine in den Bereich des Sockels und zwischen beide Gelenke
reichende Zunge aufweist, die eine Bohrung hat, in aufrechter Stellung des Rohres
mit einer Bohrung im Sockel zur Drehung kommt und daß in beide Bohrungen ein Zylinderschloß
einsteckbar ist. Das Zylinderschloß ist dabei in der Außenwandung bzw. im Sockel festgelegt,
so daß durch Entfernen bzw. Öffnen des Zylinderschlosses die Zunge freigegeben werden
kann, wobei durch den Schwenkvorgang ein Herunterdrücken des Pfostens bzw. des Rohres
möglich ist, wenn auch gegen die Kraft der sich mitdrehenden Spindel.
[0008] Eine sichere Führung ist gewährleistet, wenn die Bewegungsspindel in einer Mutter
drehbar geführt ist, die über lösbare Stifte mit der Rohrmuffe verbunden ist und die
Stifte in parallel zur Rohrlängsachse verlaufenden Langlöchern des Rohres verschiebbar
sind. Die Rohrmuffe kann ohne zu verhaken auf dem Rohr hin- und hergeschoben werden,
wobei eine einwandfreie Kraftübertragung von der Mutter über die Stifte auf die Rohrmuffe
und die übrigen Teile der Führung gegeben ist. Da die Stifte lösbar sind, ist es auch
möglich, diese herauszunehmen und dann den Absperrpfosten von Hand umzulegen, was
insbesondere dort notwendig ist, wo ein immer sicherer Zugang für die Feuerwehr und
für die Polizei gegeben sein muß. Ergänzend ist daher vorgesehen, daß die Stifte ein
Gewinde aufweisen und darüber in der Mutter festlegbar und über einen dem freien Ende
zugeordneten Dreieckkant lösbar sind. Solche Dreikante sind bei der Feuerwehr und
bei der Polizei üblich, so daß diese mit ihren vorhandenen Schlüsseln jederzeit eine
solche Durchfahrt passieren können. Dort wo eine Zufahrt für die Behörden gewährleistet
sein muß, beispielsweise an üblichen Parkplätzen oder in Parkhäusern, kann auf die
Lösbarkeit der Stifte verzichtet werden.
[0009] Um die insbesondere beim Anlaufen des Motors auftretenden Momente möglichst aufzufangen
bzw. auszugleichen, ist gemäß einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung vorgesehen,
daß zwischen Mutter und Motor eine Druckfeder angeordnet ist. Diese Druckfeder wird
über die Mutter beim Absenken des Rohres zusammengedrückt, wobei die dafür notwendig
werdenden Kräfte zum Teil allein durch das Gweicht des Rohres aufgebracht werden.
Beim Aufwärtsbewegen des Rohres dagegen wirken die Federkräfte so, daß sie die Mutter
quasi zusätzlich auf der Bewegungsspindel vorwärtsbewegen bzw. den Motor mit Getriebe
unterstützen. Die Druckfeder weist dabei zweckmäßigerweise eine Federkennlinie bzw.
eine Federkraft auf, die einen annähernden Ausgleich der Aufrichtkräfte sichert. Das
Eindringen von Feuchtigkeit in die sich verschiebenden Teile wird einfach durch zweckmäßig
angeordnete Dichtungen verhindert.
[0010] Ein unbeabsichtigtes Aufrichten des unter einem parkenden Fahrzeug liegenden Absperrpfosten
wird durch eine zweckmäßige, montier- und wartungsfreundliche Ausbildung des Absperpfostens
verhindert, indem oberhalb der Mutter im Kopf des Rohres der dem Motor zugeordnete
Empfänger angeordnet ist, der durch ein auf dem Parkplatz stehendes Fahrzeug blockierbar
ist, vorzugsweise durch einen im Fahrzeug angeordneten Korrespondenten. Montagefreundlich
ist diese Ausbildung deshalb, weil die evtl. Wartung bedürfenden Teile einschließlich
der Empfangseinrichtung und Sperrvorrichtung nun im Absperrpfosten selbst d.h. in
dem Rohr untergebracht sind. Darüber hinaus ist ein derartiger Absperrpfosten ausgesprochen
betriebssicher, weil er nur eine geringe Bodenhöhe erfordert, so daß eine Beschädigung
der Unterseite des Fahrzeuges im liegenden Zustand des Absperrpfostens ausgeschlossen
ist. Da darüber hinaus der dem Antrieb zugeordnete Empfänger für die Fernbedienung
blockierbar ausgebildet ist und zwar dann blockierbar, wenn der Absperrpfosten zum
Überfahren flachgelegt ist, wird absolut sichergestellt, daß auch bei unbeabsichtigtem
Betätigen des Senders der Fernbedienung ein Aufrichten des Absperrpfostens unterbleibt.
Damit ist die Beschädigung der Unterseite des Fahrzeuges, ob unbeabsichtigt oder beabsichtigt,
auf jeden Fall ausgeschlossen. Ein derartiger Absperrpfosten genügt somit den einschlägigen
Vorschriften der Straßenverkehrsordnung.
[0011] Eine besonders vorteilhafte Aufrichtsicherung ist die, bei der dem Empfänger ein
nach dem Doppler-Effekt arbeitender Mikrowellensender mit dazu gehörendem Empfänger
zugeordnet ist, die bei auftretendem Doppler-Effekt hervorgerufen wird. Steht dagegen
das Fahrzeug nicht über dem liegenden Pfosten, kann der Doppler-Effekt nicht aufteten
und der Empfänger bleibt scharfgeschaltet, so daß der Pfosten wie gewünscht jederzeit
aufgerichtet werden kann, beispielsweise, wenn das Fahrzeug die Standfläche verlassen
hat und es nun darum geht, die Standfläche gegen unbenutztes Befahren zu sichern.
Zur Optimierung ist dabei vorgesehen, daß der Mikrowellensender und der dazu gehörige
Empfänger durch einen beim Auftreffen auf die Fahrbahn ansprechenden Taster schaltbar
sind. So wird verhindert, daß durch das zu nahe an den noch stehenden Absperrpfosten
herangefahrene Fahrzeug bereits eine Art Doppler-Effekt entsteht, was dann dazu führen
würde, daß der stehende Absperrpfosten nicht über die Fernbedienung umgelegt werden
kann.
[0012] Eine weitere Möglichkeit der Blockierung des Empfängers ist gemäß der Erfindung die,
einen Druckschalter in einer der Fahrspur der Fahrbahn unterzubringen, wobei der Druckschalter
den Empfänger blockierend geschaltet ist. Überfährt das Fahrzeug den Druckschalter
bzw. bleibt auf dem Druckschalter stehen, kann der Empfänger wirksam so lange blockiert
werden, wie dies notwendig ist. Verläßt das Fahrzeug den Druckschalter, wird durch
eine entsprechende Zeitverzögerung reguliert der Empfänger wieder ansprechbar, der
Absperrpfosten kann dann, nachdem das Fahrzeug den Parkplatz verlassen hat, sicher
wieder aufgerichtet werden.
[0013] Zur zeitweisen Blockierung des Empfängers ist es auch möglich, dem Empfänger einen
in blockierend geschalteten Sender eines Etiketten-Systems zuzuordnen, wobei das mit
dem Sender korrespondierende Etikett mit integriertem Metallstreifen am Fahrzeug angeordnet
ist. Unter Sicherungsetiketten versteht man Anhänger oder Aufkleber, die im Einzelhandel
beispielsweise zur Verhinderung von Ladendiebstählen eingesetzt werden. Die Etiketten
werden bei der Erfindung unter der Stoßstange und zwar zweckmäßigerweise unter der
hinteren Stoßstange angebracht und von dem im Absperrpfosten angebrachten Empfänger
erkannt. Damit wird dann der eigentliche Empfänger der Fernbedienung blockiert, so
daß ein versehentliches Anheben sicher unterbunden ist, so lange das Fahrzeug darüber
steht. In die Etiketten ist ein Metallstreifen aus einer speziellen Legierung mit
besonders ausgeprägter Hysteresekurve eingearbeitet, die in ein Magnetfeld gebracht
sind auf der Empfangsseite so verändert, daß diese zu einem entsprechenden Signal
ausgenutzt werden kann.
[0014] Der Empfänger kann gemäß einer weiteren Ausbildung gezielt durch das Fahrzeug außer
Betrieb genommen werden, in dem er über eine in der Fahrbahn verlegte Induktionsschleife
und ein zugeordnetes Steuergerät blockierbar ist. Das Fahrzeug stört die Induktionsschleife
und blockiert damit den Empfänger.
[0015] Verletzungen durch Klemmen oder ähnliches können auch zusätzlich dadurch verhindert
werden, daß der Antrieb nur auf 150 N oder kleine Kraft begrenzt ausgebildet ist.
Eine weitere Sicherungsmöglichkeit ist erfindungsgemäß zu verwirklichen, indem zusätzlich
zum Gelenk ein vertikal angeordnetes Gelenk vorgesehen ist, das über einen gesonderten
Schwenkantrieb verfügt. Bei einer derartigen Ausbildung wird der Absperrpfosten zunächst
aus der Senkrechten in die Waagerechte umgelegt, um dann in der Horizontalen herumgeschwenkt
zu werden, so daß es möglich wird, nach Überfahren des Absperrpfostens durch das Fahrzeug
diesen wieder zurückzuschwenken und dann hochzuschwenken, so daß das Fahrzeug unberechtigterweise
von seinem Parkplatz nicht ohne Zerstören des Absperrpfostens entfernt werden kann.
So ist also eine doppelte Sicherung geschaffen.
[0016] Um das Betätigen eines um das Doppelgelenk verschwenkbaren Absperrpfosten zu sichern
und Fehlinformationen zu vermeiden, ist das Schwenkgelenk in Fahrtrichtung des Fahrzeuges
gelagert und sind Motor und Schwenkantrieb wechselweise ansprechbar geschaltet, wobei
der jeweils andere Antrieb in dieser Zeit gesperrt, bei stehendem Rohr aber zunächst
der Motor geschaltet ist. Eine solche Ausbildung sichert, daß beim Anfahren eines
durch Absperrpfosten gesicherten Parkplatzes zunächst der Antrieb anspricht, um den
Absperrpfosten aus der senkrechten in die waagerechte Lage zu bringen. Erst wenn der
Antrieb ausgeschaltet ist, kann der Schwenkantrieb eingeschaltet werden, bzw. ersterer
schaltet den Schwenkantrieb automatisch ein, so daß dann der zunächst quer zur Fahrtrichtung
umgelegte Absperrpfosten nun in Fahrtrichtung geschwenkt wird. Damit kann er vom Fahrzeug
ohne Schwierigkeiten überfahren werden. Nachdem das Fahrzeug seinen Parkplatz eingenommen
hat, wird nun zunächst der Schwenkantrieb angesprochen, bzw. nur er alleine ist ansprechbar,
so daß der in der Horizontalen liegende Absperrpfosten zunächst aus der Fahrtrichtung
in die Querlage geschwenkt wird, bevor dann der Antrieb anspricht, um den Pfosten
bzw. das Rohr in seine senkrechte Lage zu bringen. In dieser senkrechten Lage sperrt
der Absperrpfosten den Parkplatz oder die Zufahrt, so daß nun auch ein unbeabsichtigtes
Betätigen des Absperrpfostens Schaden nicht anrichten kann. Vielmehr wird der Absperrpfosten
bei entsprechender Schaltung immer wieder in die Sperrstellung zurückgebracht, so
daß Schäden an der Unterseite des Fahrzeuges nicht auftreten können.
[0017] Vandalismus oder auch versehentliche Sachbeschädigung wird besonders leicht erkennbar,
wenn dem Absperrpfosten ein akustischer und/oder optischer Signalgeber zugeordnet
ist, der mit seitlich des Rohres auf dem Sockel angeordneten Sensoren und dem Motor
gekoppelt ist. Die Sensoren vermerken jede Bewegung des Absperrpfostens und sind so
geschaltet, daß sie bei dem stehenden Antrieb sofort auf den Signalgeber schalten,
d.h. Gefahr melden. Auch andere Ansprech- und Blockierimpulse bzw. Sender sind möglich,
beispielsweise über Radar, Infrarot, Laser, Ultraschall bedienbare Einrichtungen.
Zweckmäßigerweise wird zur Schonung vor dem Antrieb zugeordneten Batterien oder Elektrik
der zum Antrieb benötigte Strom erst zugeschaltet, wenn ein Ansprechen des Systems
erfolgt. Ansonsten ist ein möglichst nahe an null liegender Ruhestrom aktiviert, wobei
es denkbar ist, durch geeignete Einrichtungen den Ruhestrom zerhakt zuzuführen, um
so die Lebensdauer der benötigten Batterien weiter zu erhöhen. Ein 5-Sekundentakt
ist vorteilhaft, wobei es dann allerdings erforderlich ist, daß beim Ansprechen der
Sender entsprechend lange betrieben wird. Weitere Energiequellen in Form von Solarzellen
sind verwendbar, wobei die Solarzellen auch zum Schalten der Einrichtung verwendet
werden können, beispielsweise durch das Autolicht.
[0018] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß ein Absperrpfosten geschaffen
ist, der keine Klemmstellen aufweist, einfach zu montieren und zu handhaben ist. Darüber
hinaus können die notwendigen Antriebskräfte auf optimale Art und Weise erzeugt und
aufgebracht werden, wobei vorteilhafterweise Motor, Getriebe, das Steuerteil und die
bewegten Teile im sichernden Rohr angeordnet sind. Darüber hinaus sind wartungs- und
baumäßige Vorteile durch diese Anordnung gegeben. Die notwendigen Kräfte zum Anheben
und zum Absenken des Pfostens bzw. des Rohres werden optimal übertragen und durch
die Zuordnung einer Druckfeder weitgehend reduziert. Die erfindungsgemäße Aufrichtsicherung
bringt für den Absperrpfosten eine weitere Anpassung an Straßenverkehrsvorschriften
und Qualitätsansprüche. Dabei genügt der Absperrpfosten nicht nur den allgemeinen
Vorschriften, sondern er erspart dem Fahrzeughalter die ansonsten jeweils nach dem
Verlassen des Parkplatzes notwendigen Überprüfungen, weil ein versehentliches Aufrichten
oder zu frühes Aufrichten des Absperrpfostens mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen
ist. Vorteilhaft kann dabei ein derartiger Absperrpfosten auch von niedrigbauenden
Fahrzeugen sicher passiert werden. Aufgrund seiner Ausbildung ist ein derartiger Absperrpfosten
im Aufbau verhältnismäßig einfach sowie durch die schon bereits erwähnte flache Bauweise
gekennzeichnet. Im übrigen können derartige Absperrpfosten vorteilhaft auf vorhandene
Fahrbahnen, Parkplätzen oder auf den Boden von Parkhäusern aufgebracht werden, ohne
daß dazu zusätzliche Arbeiten notwendig sind.
[0019] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der bevorzugte Ausführungsbeispiele
mit den dazu notwendigen Einzelheiten dargestellt sind. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Absperrpfosten in liegender Position,
- Fig. 2
- einen Absperrpfosten in stehender Position,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch einen liegenden Absperrpfosten mit auf dem Kopf stehender Bewegungsspindel,
- Fig. 4
- den Absperrpfosten nach Fig. 3 in aufgerichteter Position,
- Fig. 5
- den Absperrpfosten in Seitenansicht nach Fig. 3 in halb aufgerichteter Position,
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch den Absperrpfosten,
- Fig. 7
- einen liegenden Absperrpfosten mit Aufrechtsicherung,
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung einer Aufrichtsicherung mit in die Fahrbahn integrierter
Kahelschleife,
- Fig. 9
- einen Absperrpfosten mit Doppelgelenk in Seitenansicht und
- Fig. 10
- den Absperrpfosten nach Fig. 9 in Draufsicht.
[0020] Ein in liegender Position befindlicher Absperrpfosten (1) ist in Fig. 1 dargestellt.
Dieser Absperrpfosten (1) liegt auf der Fahrbahn (2), auf der sein Sockel (3) festgelegt
ist, beispielsweise über Halteschrauben. Möglich ist es auch, den Sockel (3) einzugießen,
zu verschweißen oder auf andere Art und Weise mit der Fahrbahn (2) zu verbinden.
[0021] Der Absperrpfosten (1) weist neben dem Sockel (3) ein über eine Gelenkanordnung (4)
mit dem Sockel (3) verbundenes Rohr (5) auf. Dieses Rohr (5) wird um die Gelenkanordnung
(4) aus der Horizontalen in die Vertikale gebracht, wie den Figuren 2 und 3 zu entnehmen
ist.
[0022] Die Gelenkanordnung (4) besteht bei der Ausführung nach den Figuren 1 und 2 aus einem
Gelenk (6) und einem Schwenkgelenk (7), wobei das Gelenk (6) eine Verbindung zwischen
Sockel und Bewegungsspindel darstellt, während das Schwenkgelenk (7) die Verbindung
zwischen Sockel (3) und dem Rohr (5) direkt bewirkt.
[0023] Die aus den Figuren 3 bis 6 ersichtliche Ausführungsform zeigt eine Bewegungsspindel
(11), die festgelegt ist, während die Bewegungsmutter (15) das Aufrichten und Absenken
durch ein entsprechendes Übertragungsteil (8) bewirkt. Mit dem Übertragungsteil (8)
ist wiederum eine Rohrmuffe (9) beweglich verbunden, wozu hier ein Gelenk dient, was
anhand der Fig. 5 insbesondere zu erläutern ist.
[0024] Im Inneren des Rohres (5) ist der Antrieb mit Getriebe (12) und Motor (13) untergebracht.
Dieser Antrieb (12, 13) ist über die Bewegungsspindel (11) und die Mutter (15) sowie
Rohrmuffe (9) und damit auch mit dem Übertragungsteil (8) verbunden, so daß bei einem
Aufwärtsbewegen des Stiftes (10) gleichzeitig auch die Rohrmuffe (9) und damit letztlich
das gesamte Rohr (5) angehoben wird. Auf Einzelheiten wird noch weiter unten hingewiesen.
Fig. 5 zeigt, wie die Rohrmuffe (9) und das Übertragungsteil (8) verschwenken, um
das Rohr (5) mitzuziehen und schließlich in die Senkrechte zu bringen.
[0025] Im Inneren des Rohres (5) ist die schon erwähnte Bewegungspindel (11) angeordnet.
Diese Bewegungsspindel (11) wird über das Getriebe (12) und den Motor (13) in Drehung
versetzt und nimmt dabei die Mutter (15) entweder nach oben oder unten mit. Das Wandern
der Mutter (15) ist von der Drehrichtung der Bewegungsspindel (11) abhängig. Die Drehrichtung
wird über das Steuerteil (14) bestimmt, wobei dieses Steuerteil (14) mit Fernlenkeinrichtungen
ausgerüstet sein soll, so daß eine Fernbedienung des Absperrpostens (1) auf einfache
Art und Weise möglich ist.
[0026] Wie bereits erwähnt ist die Mutter (15) beidseitig mit Stiften (10, 16) ausgerüstet,
die die Verbindung mit der Rohrmuffe (9) erbringen.
[0027] Die Stifte (10 und 16) sind lösbar in der Mutter (15) angebracht, insbesondere über
das Gewinde (17 und 18) so verschraubt, daß durch Betätigung des Dreikantes (19) jeder
der beiden Stifte (10, 16) getrennt herausgeschraubt werden kann. Nach dem Herausschrauben
der Stifte (10, 16) kann dann der Absperrpfosten (1) von Hand betätigt werden, wobei
sich durch das Anheben des Rohres (5) gleichzeitig auch das Übertragungsteil (8) und
die Rohrmuffe (9) verschieben, bis das Rohr entweder die Senkrechte oder die Horizontale
erreicht hat.
[0028] Um einen einwandfreien Antrieb der Bewegungsspindel (11) zu gewährleisten, ist sie
unten in einem Lager (20) angeordnet, das über Halteschalen (21) fixiert ist. Auf
diese Halteschalen (21) oder auch auf dem entsprechenden Sockel stützt sich darüber
hinaus eine Druckfeder (22) ab, die als Momentenstütze wirkt. Dabei ist ihre Federkennlinie
bzw. ihre Kraft so bemessen, daß die Aufrichtmomente annähernd ausgeglichen sind.
Der Antrieb wird durch diese Druckfeder (22) jeweils entlastet und der Betrieb des
Absperrpfostens (1) damit wesentlich erleichtert.
[0029] Das freie Ende (23) der Stifte (10, 16) ist mit einem Dreikant (19) ausgerüstet,
wie die kleine Zeichnung neben Fig. 3 verdeutlicht. Dadurch ist es möglich, den Absperrpfosten
(1) jeweils auch von Hand zu betätigen, was beispielsweise bei Durchfahrten notwendig
werden kann, die von der Feuerwehr benutzt werden müssen.
[0030] Es versteht sich von selbst, daß die Bewegungsspindel (11) mit einem Außengewinde
(24) versehen ist und die Mutter (15) mit einem korrespondierenden Innengewinde (25).
Dadurch ist es möglich, die Mutter (15) jeweils der Drehrichtung der Bewegungsspindel
(11) entsprechend anzuheben oder abzusenken, wobei sie wie erwähnt das Rohr (5) gleichzeitig
mitnimmt.
[0031] Fig. 4 zeigt die Druckfeder (22) in entspannter Stellung. Hier befindet sich der
Absperrpfosten (1) in der aus Fig. 2 ersichtlichen Position. Beim Absenken des Absperrpfostens
(1) bwz. des Rohres (5) wird dann die Druckfeder (22) wieder durch die Mutter (15)
zusammengedrückt, bis sie die aus Fig. 3 ersichtliche Position inne hat. Mit (45)
ist ein Ansatz bezeichnet, der pistolengrifförmig ausgebildet ist, das untere Ende
der Bewegungsspindel (11) bildet und die Verbindung mit dem Gelenk (6) darstellt.
[0032] Zur Verdeutlichung der speziellen Ausbildung von Übertragungsteil (8) und Rohrmuffe
(9) ist in Fig. 5 der Verbindungsbereich zwischen Sockel (3) und Rohr (5) noch einmal
vergrößert wiedergegeben. Klemmstellen sind hier dadurch verhindert, daß am Sockel
(3) und am Rohr (5) korrespondierende Schrägen (26, 27) ausgebildet sind, wobei die
Schräge (26) zusätzlich noch eine Hinterwand (30) aufweist, die sicherstellt, daß
auch wirklich keinerlei Möglichkeiten vorhanden sind, um Klemmstellen entstehen zu
lassen. Auch die Teilung (28, 29) am Sockel (3) und am Übertragungsteil (8) sorgen
dafür, daß solche Klemmstellen nicht entstehen können. Insbesondere sind die Schrägen
(26, 27) und die Teilung (28, 29), d.h. also alle Berührungskanten (36, 37, 38) so
abgeschrägt, daß auch beim Angreifen bzw. Festhalten mit den Fingern diese nicht eingeklemmt
werden können.
[0033] Die Rohrmuffe (9) ist als stabiles Hohlrohr (31) ausgeführt, um ein einwandfreies
Verschieben auf dem Rohr (5) zu gewährleisten und eine sichere Führung und dabei Übertragung
der Kräfte von der Mutter (15) auf die Rohrmuffe (9) und damit auf den Absperrpfosten
(1) zu erreichen. Dieses Hohlrohr (31) bzw. die Rohrmuffe (9) ist, wie schon erwähnt,
über das Gelenk (32) gelenkig mit dem Übertragungsteil (8) verbunden, so daß ein immer
paralleles Verschieben der Wände des Hohlrohres (31) zu den Wänden des Rohres (5)
bzw. zu den Rohrkanten (34, 35) gewährleistet ist. Mit (33) ist das Langloch bezeichnet,
dessen Kanten mit den Rohrkanten (34, 35) parallel verlaufen.
[0034] Schon erwähnt ist, daß sämtlich Berührungskanten (36, 37, 38) so abgeschrägt sind
und zwar in Richtung Innenraum (39), daß auch bei Berühren ein Festklemmen nicht erfolgen
kann.
[0035] Der obere Rand (40) und der untere Rand (41) der Rohrmuffe (9) sind zweckmäßigerweise
mit einer Dichtung (42) versehen, um ein Eindringen von Schmutz und Wasser zu verhindern.
Entsprechendes zeigt Fig. 6.
[0036] In Fig. 7 ist ein vom herannahenden Fahrzeug fernbedient umgelegter Absperrpfosten
(1) wiedergegeben. In dem Absperrpfosten (1) ist im Bereich des Kopfes (56) ein zusätzlicher
Sender und Empfänger (57) einer Aufrichtsicherung (58) angeordnet, der nach dem sog.
Doppler-Effekt arbeitet. Auch durch Schaffung eines Radarüberwachungsfeldes sowie
eines Ultraschallfeldes oder einer entsprechend opto-elektronischen Anordnung kann
ein solches Feld geschaffen werden, das durch das Überfahren des Fahrzeuges gestört
wird, was vom Empfangsteil aufgenommen und zur Abschaltung bzw. Blockierung des Empfängers
(57) dient. Damit kann der Empfänger (57) so lange nicht ansprechen und den Antrieb
bzw. Motor (13) schalten, wie sich das Fahrzeug über dem Absperrpfosten (1) befindet.
Verläßt das Fahrzeug seinen Parkplatz, so wird das Überwachungsfeld wieder ungestört
aufgebaut, der Empfänger (57) nicht mehr blockiert, so daß dann der dem Empfänger
zugeordnete Sender den Antrieb bzw. Motor (13) betätigen kann, um den Pfosten wieder
in seine senkrechte Stellung zurückzubringen. Die Antenne (63) mit dem nachgeordneten
Verstärker (64) kann dabei selbst wiederum ansprechbar bzw. ausschaltbar ausgebildet
werden, indem dem Kopf (56) des Absperrpfostens (1) ein Taster (61) zugeordnet ist,
der die Antenne (63) erst dann scharfschaltet, wenn der Absperrpfosten (1) umgelegt
ist. Dieser Taster (61) ist zweckmäßig gleichzeitig als Stützteil (65) ausgebildet,
um den Absperrpfosten (1) als solchen auf der Fahrbahn (2) abzustützen.
[0037] Nach Fig. 8 ist eine Induktionsschleife in den Untergrund gelegt, über die beim Passieren
des Fahrzeuges (60) der Empfänger (57) blockiert wird, so daß er nicht mehr geschaltet
werden kann. Beim Verlassen des Parkplatzes bzw. der entsprechenden Fahrbahn (2) wird
die Induktionsschleife bzw. Kabelschleife (62) zum zweiten Mal passiert, wodurch der
Empfänger (57) schaltet bzw. angesprochen wird. Die Anordnung einer solchen bedämpften
Induktionsschleife (62), auf der das Fahrzeug (60) aufsteht, ist in Fig. 8 entsprechend
angedeutet.
[0038] Weitere Möglichkeiten für eine Aufrichtsicherung (58) sind in einer elektronischen
Steuerung mit Schrittschaltfunktion zu sehen, so daß mit jeder neuen Impulsabgabe
die Bewegungsrichtung umgekehrt wird. Möglich ist es auch, in dem Pfosten einen Metalldedektor
einzubauen, der den Empfänger dann schaltet, wenn der Absperrpfosten von dem Fahrzeug
(60) ganz oder teilweise abgedeckt ist. Schließlich kann der Sender mit einem Ein-
Ausschalter versehen werden, um den Benutzer zu einer bewußten Betätigung zu zwingen.
Gleiches gilt für eine Mehrfachbetätigung des Senders, die beispielsweise vorsieht,
daß innerhalb einer bestimmten Zeit ein Sendesignal mehrfach, d.h. zwei oder dreimal
abgegeben werden muß, ehe es zu einem entsprechenden Schaltvorgang führt. Schließlich
kann der Sender als solcher sperrbar bzw. blockierbar ausgebildet werden, indem ihm
beispielsweise ein persönlicher Ship zugeordnet ist, der beim Verlassen des Fahrzeuges
entnommen werden bzw. bei der Rückkehr wieder eingesetzt werden muß. Schließlich kann
der Stellplatz mit einem Schalter versehen werden, der durch das Gewicht des Fahrzeuges
betätigt wird, und den Empfänger ab- bzw. später beim Verlassen auch wieder einschaltet.
Schließlich kann vorgesehen werden, daß der Sender neben dem Funksignal auch noch
ein polarisiertes Licht ausstrahlt, so daß das Funksignal nur dann zu einem Schaltsignal
werden kann, wenn gleichzeitig auf das polarisierte Licht wirksam von der Kontrollvorrichtung
aufgenommen wird. Schließlich können Sicherungsetiketten verwendet werden, ähnlich
der im Einzelhandel gegen Ladendiebstahl eingesetzten Etiketten. Diese Etiketten werden
unter der Stoßstange des Fahrzeuges (60) angebracht und vom Empfänger (57) im Pfostensockel
erkannt. Durch das Erkennen wird der Empfänger gleichzeitig ausgeschaltet, wobei diese
Etiketten einen Metallstreifen aus einer speziellen Legierung aufweisen, so daß ein
entsprechendes Ansprechen jeweils für das entsprechende Fahrzeug wieder reserviert
werden kann. Vorteilhaft ist insbesondere eine Schaltung, über die der Empfänger (57)
jedes Mal durch einen Sender scharfgeschaltet werden muß. Hierdurch ist zumindest
ein unbeabsichtigtes Hochschwenken des Pfostens (1) unter das Fahrzeug (60) verhindert.
[0039] Fig. 9 und 10 sollen eine weitere Sicherung verdeutlichen, die gleichzeitig als Diebstahlsicherung
wirkt. Hierzu ist der Absperrpfosten (1) zusätzlich zu der Gelenkanordnung (4) mit
den horizontal liegenden Gelenken (6, 7) mit einem zweiten vertikal angeordneten Gelenk
(66) versehen. Die horizontal liegenden Gelenke (6, 7) sind dabei, wie aus Fig. 10
ersichtlich ist, in Fahrtrichtung des hier nicht dargestellten Fahrzeuges angeordnet,
während das zweite Gelenk (66) wie geschildert vertikal liegt.
[0040] Vor Befahren der Fahrbahn (2) bzw. der Parkfläche (67) steht der Absperrpfosten (1)
in der aus Fig. 9 ersichtlichen Position. Erreicht dann das zugeordnete Fahrzeug (60)
den Parkplatz, so wird über die Fernbedienung, d.h. den hier nicht wiedergegebenen
Sender der Antrieb im Absperrpfosten (1) betätigt, so daß der Pfosten um die Gelenkanordnung
(4) bzw. die entsprechende Antriebswelle in Richtung Fahrbahn umlegt. Hat der Absperrpfosten
(1) diese Position erreicht, so wird der Antrieb stillgelegt und der Schwenkantrieb,
der im Gelenk (66) bzw. der entsprechenden Welle zugeordnet ist, wird wirksam, um
den Absperrpfosten (1) aus der Querrichtung gemäß Fig. 10 in die Längsrichtung zu
verschwenken. Dann kann das Fahrzeug (60) seinen Platz auf der Parkfläche (67) einnehmen,
woraufhin der Absperrpfosten (1) aus der Längsrichtung wieder in die Querrichtung
zurückgeschwenkt wird und zwar über den Schwenkantrieb, der nach Erreichen der Endposition
den der Gelenkanordnung (4) bzw. entsprechenden Welle angeordneten Antrieb schaltet,
so daß der Absperrpfosten (1) wieder in die senkrechte Richtung zurückschwenkt. Der
Absperrpfosten (1) ist dabei, wie aus Fig. 10 ersichtlich, etwas aus der Mitte versetzt,
um im Notfall auch in Querrichtung umfahren werden zu können. Insbesondere ist so
sichergestellt, daß der waagerecht liegende Absperrpfosten (1) beim Verschwenken unter
dem Fahrzeug (6) immer die notwendige Bewegungsfreiheit hat. Zur Begrenzung der Parkfläche
(67) sind seitlich Steine oder ähnliches vorgesehen, die zugleich ein Querparken wirksam
unterbinden.
1. Absperrpfosten für Zufahrten, Parkplätze und Parkboxen mit einem insbesondere auf
der Fahrbahn festgelegten Sockel und dem um ein Schwenkgelenk aus der Horizontalen
in die Vertikale und umgekehrt schwenkbarem Rohr, dem im Rohr untergebrachten Motor
und Getriebe und ggf. über einen tragbaren Sender schaltbaren, ebenfalls im Rohr angeordneten
Empfänger bzw. Steuerteil, dadurch gekennzeichnet, daß im schwenkbaren Rohr (5) eine vom Motor (13) angetriebene Bewegungsspindel (11)
angeordnet ist, die mit dem äußeren Ende an einer auf dem Rohr in Längsrichtung verschieblichen
Rohrmuffe (9) und mit dem anderen Ende über den Motor im Sockel (3) an einem parallel
zum Schwenkgelenk angeordneten Gelenk (6) gelagert ist, das seitlich und in der Höhe
zum Schwenkgelenk (7) versetzt positioniert ist und daß die Rohrmuffe (9) mit ihrem
unteren Ende gelenkig mit einem Übertragungsteil (8) verbunden ist, das seinerseits
an seinem anderen Ende im Gelenk (6) gelagert ist.
2. Absperrpfosten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsspindel (11) über den Motor mit einem pistolengriffartigen Ansatz
(45) am Gelenk (6) an den Sockel (3) angelenkt ist.
3. Absperrpfosten nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (5) eine in den Bereich des Sockels (3) und zwischen die beiden Gelenke
(6, 7) reichende Zunge aufweist, die eine Bohrung hat, die in aufrechter Stellung
des Rohres (5) mit einer Bohrung im Sockel zur Deckung kommt, und daß in beide Bohrungen
ein Zylinderschloß einsteckbar ist.
4. Absperrpfosten nach Anspruch 1 bis Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsspindel (11) in einer Mutter (15) drehbar geführt ist, die über
lösbare Stifte (10, 16) mit der Rohrmuffe (9) verbunden ist und daß die Stifte (10,
16) in parallel zur Rohrlängsachse verlaufenden Langlöchern (33) des Rohres (5) verschiebbar
sind.
5. Absperrpfosten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Mutter (15) und Motor (13) eine Druckfeder (22) angeordnet ist.
6. Absperrpfosten nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder (22) eine Federkennlinie bzw. Federkraft aufweist, die einen annähernden
Ausgleich der Aufrichtkräfte sichert.
7. Absperrpfosten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Mutter (15) im Kopf (56) des Rohres (5) der dem Motor (13) zugeordnete
Empfänger (57) angeordnet ist, der durch ein auf dem Parkplatz stehendes Fahrzeug
(60) blockierbar ist, vorzugsweise durch einen im Fahrzeug angeordneten Korrespondenten.
8. Absperrpfosten nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß dem Empfänger (57) ein nach dem Doppler-Effekt arbeitender Mikrowellensender
mit dazugehörendem Empfänger zugeordnet ist, die bei auftretendem Doppler-Effekt den
Empfänger blockieren.
9. Absperrpfosten nach Anspruch 7 und Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikrowellensender und der dazugehörende Empfänger (57) durch einen beim Auftreffen
auf die Fahrbahn (2) ansprechenden Taster (61) schaltbar sind.
10. Absperrpfosten nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in einer der Fahrspuren der Fahrbahn (2) ein Druckschalter untergebracht ist,
der den Empfänger (57) blockierend geschaltet ist.
11. Absperrpfosten nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß dem Empfänger (57) ein blockierend geschalteter Sender eines Etiketten-Systems
zugeordnet ist, wobei das mit dem Sender korrespondierende Etikett mit integriertem
Metallstreifen am Fahrzeug (60) angeordnet ist.
12. Absperrpfosten nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Empfänger (57) über eine in der Fahrbahn (2) verlegte Induktionsschleife
(62) und ein zugeordnetes Steuergerät blockierbar geschaltet ist.
13. Absperrpfosten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zum Gelenk (6) ein vertikal angeordnetes Gelenk (66) vorgesehen ist,
das über einen gesonderten Schwenkantrieb verfügt.
14. Absperrpfosten nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenkgelenk (7) in Fahrtrichtung des Fahrzeuges (60) gelagert ist und daß
Motor (13) und Schwenkantrieb wechselweise ansprechbar geschaltet sind, wobei der
jeweils andere Antrieb in dieser Zeit gesperrt,bei stehendem Rohr (5) aber zunächst
der Motor geschaltet ist.
15. Absperrpfosten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Rohr (5) ein akustischer und/oder optischer Signalgeber zugeordnet ist, der
mit seitlich des Rohres (5) auf dem Sockel (3) angeordneten Sensoren und dem Motor
(13) gekoppelt ist.
1. Blocking post for drives, parking places and parking boxes with a base fixed in
particular on the roadway and the tube able to tilt about a swivel joint from the
horizontal into the vertical and vice versa, the motor and transmission located in
the tube and possibly the receiver or control part likewise located in the tube and
able to be operated by way of a portable transmitter, characterised in that located
in the tilting tube (5) is a movement spindle (11) driven by the motor (13), which
spindle is mounted by the outer end on a tubular sleeve (9) able to slide in the longitudinal
direction on the tube and is mounted by the other end by way of the motor in the base
(3) on a joint (6) arranged parallel to the swivel joint, which joint (6) is positioned
laterally and offset vertically with respect to the swivel joint (7) and that the
tubular sleeve (9) is connected by its lower end in an articulated manner to a transmission
part (8), which is in turn mounted at its other end in the joint (6).
2. Blocking post according to Claim 1, characterised in that the movement spindle
(11) is articulated by way of the motor by a pistol grip-like attachment (45) at the
joint (6) on the base (3).
3. Blocking post according to Claim 2, characterised in that the tube (5) comprises
a tongue extending into the region of the base (3) and between the two joints (6,
7), which tongue has a bore which in the upright position of the tube (5) comes into
alignment with a bore in the base and that a cylinder lock can be inserted in both
bores.
4. Blocking post according to Claims 1 to 3, characterised in that the movement spindle
(11) is guided to rotate in a nut (15), which is connected by way of releasable pins
(10, 16) to the tubular sleeve (9) and that the pins (10, 16) are able to slide in
slots (33) in the tube (5), which slots extend parallel to the longitudinal axis of
the tube.
5. Blocking post according to Claim 1, characterised in that a compression spring
(22) is located between the nut (15) and the motor (13).
6. Blocking post according to Claim 5, characterised in that the compression spring
(22) has a spring characteristic or spring force, which ensures an approximate equalization
of the erecting forces.
7. Blocking post according to Claim 1, characterised in that located above the nut
(15) in the top (56) of the tube (5) is the receiver (57) associated with the motor
(13), which receiver can be blocked by a vehicle (60) standing in the parking space,
preferably by a corresponding part located in the vehicle.
8. Blocking post according to Claim 7, characterised in that associated with the receiver
(57) is a microwave transmitter operating according to the Doppler effect, with an
associated receiver, which blocks the receiver when the Doppler effect occurs.
9. Blocking post according to Claim 7, characterised in that the microwave transmitter
and the associated receiver (57) can be operated by a switch (61) responding when
encountering the roadway (2).
10. Blocking post according to Claim 7, characterised in that located in one of the
lanes of the roadway (2) is a pressure switch, which is connected to block the receiver
(57).
11. Blocking post according to Claim 7, characterised in that associated with the
receiver (57) is a transmitter of a ticket system, which transmitter is connected
to have a blocking action, the ticket with the integrated metal strip corresponding
to the transmitter being located on the vehicle (60).
12. Blocking post according to Claim 7, characterised in that the receiver (57) is
connected to have a blocking action by way of an induction loop (62) laid in the roadway
(2) and an associated control device.
13. Blocking post according to Claim 1, characterised in that in addition to the joint
(6), a vertically located joint (66) is provided, which has at its disposal a separate
swivel drive.
14. Blocking post according to Claim 13, characterised in that the swivel joint (7)
is mounted in the direction of travel of the vehicle (60) and the motor (13) and swivel
drive are connected to respond alternately, the other drive being respectively blocked
at this time, but when the tube (5) is upright, first of all the motor is switched
on.
15. Blocking post according to Claim 1, characterised in that associated with the
tube (5) is an acoustic and/or optical signal generator, which is connected to sensors
arranged at the side of the tube (5) on the base (3) and to the motor (13).
1. Poteau de barrière pour accès, parcs de stationnement et boxes de stationnement,
avec un socle, en particulier fixé sur la chaussée, et la barrière tubulaire pouvant
pivoter autour d'une articulation de l'horizontale à la verticale et inversement,
le moteur et l'engrenage logés dans la barrière tubulaire et le cas échéant un récepteur
ou organe de commande également disposé dans la barrière tubulaire et pouvant être
commuté par un émetteur portable, caractérisé en ce qu'un axe de déplacement (11)
entraîné par le moteur (13) est disposé dans la barrière tubulaire (5) pivotante,
est logé par son extrémité extérieure sur un manchon tubulaire (9) coulissant en direction
longitudinale sur la barrière tubulaire et par l'autre extrémité, par l'intermédiaire
du moteur, sur le socle (3), sur une articulation (6) disposée parallèle à l'articulation
de pivotement, qui est positionnée latéralement et décalée en hauteur par rapport
à l'articulation de pivotement (7), et que le manchon tubulaire (9) est relié à l'articulation,
par son extrémité inférieure à une pièce de transmission (8) qui, de son côté, est
logée à son autre extrémité dans l'articulation (6).
2. Poteau de barrière selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'axe de déplacement
(11) est articulé par l'intermédiaire du moteur, par une embase (45) en forme de crosse
de pistolet sur l'articulation (6), au socle (3).
3. Poteau de barrière selon la revendication 2, caractérisé en ce que la barrière
tubulaire (5) présente une languette s'étendant dans la région du socle (3) et entre
les deux articulations (6,7), qui a un alésage qui vient en recouvrement avec un alésage
dans le socle en position verticale de la barrière tubulaire (5), et qu'un verrou
à cylindre peut être enfoncé dans les deux alésages.
4. Poteau de barrière selon la revendication 1 à la revendication 3, caractérisé en
ce que l'axe de déplacement (11) est guidé à pivotement dans un écrou (15) qui est
relié au manchon tubulaire (9) par des broches (10,16) amovibles, et que les broches
(10,16) peuvent coulisser dans des trous oblongs (33) de la barrière tubulaire (5)
s'étendant parallèlement à l'axe longitudinal de la barrière tubulaire.
5. Poteau de barrière selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un ressort de
compression (22) est disposé entre l'écrou (15) et le moteur (13).
6. Poteau de barrière selon la revendication 5, caractérisé en ce que le ressort de
compression (22) présente une ligne caractéristique de ressort ou une force de ressort
qui assure un équilibrage approximatif des forces de levage.
7. Poteau de barrière selon la revendication 1, caractérisé en ce que le récepteur
(57) adjoint au moteur (13) est disposé au-dessus de l'écrou (15) dans la tête (56)
de la barrière tubulaire (5), et peut être bloqué par un véhicule (60) se trouvant
sur le parc de stationnement, avantageusement par un correspondant disposé dans le
véhicule.
8. Poteau de barrière selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un émetteur à
micro-ondes travaillant selon l'effet Doppler avec un récepteur qui en fait partie
est adjoint au récepteur (57), qui bloque le récepteur lors de l'apparition d'un effet
Doppler.
9. Poteau de barrière selon la revendication 7 et la revendication 8, caractérisé
en ce que l'émetteur à micro-ondes et le récepteur (57) qui en fait partie peuvent
être commutés par un palpeur (61) répondant dans le cas d'un choc sur la chaussée
(2).
10. Poteau de barrière selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un interrupteur
à poussoir est disposé dans une des voies de circulation de la chaussée (2), auquel
le récepteur (57) est commuté en blocage.
11. Poteau de barrière selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un émetteur
d'un système d'étiquettes, commuté en blocage, est adjoint au récepteur (57), l'étiquette
correspondant à l'émetteur étant disposée sur le véhicule (60) avec des bandes métalliques
intégrées.
12. Poteau de barrière selon la revendication 7, caractérisé en ce que le récepteur
(57) est commuté en pouvant être bloqué par l'intermédiaire d'une boucle d'induction
(62) posée dans la chaussée (2) et un appareil de commande adjoint.
13. Poteau de barrière selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une articulation
(66) disposée verticale est prévue en addition à l'articulation (6), et qui fonctionne
par un entraînement de pivotement particulier.
14. Poteau de barrière selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'articulation
de pivotement (7) est logée dans la direction de déplacement du véhicule (60) et que
le moteur (13) et l'entraînement de pivotement sont raccordés en pouvant être sollicités
alternativement, l'autre entraînement à chaque fois étant bloqué pendant ce temps
dans le cas de la barrière tubulaire (5) levée mais le moteur étant ensuite commuté.
15. Poteau de barrière selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un émetteur
de signaux acoustiques et/ou optiques est adjoint à la barrière tubulaire (5), et
est accouplé à des capteurs disposés sur le côté de la barrière tubulaire (5) sur
le socle (3) et au moteur (13).