[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zum Färben von Papier in der
Masse mit Pigmenten und Fixiermitteln, wobei man Pigment und Fixiermittel gleichzeitig
zu der zu färbenden Papiermasse gibt und als Fixiermittel ein kationisches Fixiermittel
in einer Menge von 0,01 bis 3 Gew.-%, bezogen auf die zu färbende trockene Papiermasse,
verwendet.
[0002] Die Färbung von Papier wird üblicherweise mit Farbstoffen durchgeführt (siehe z.B.
Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage, Band 17, Seiten 613 und
614). Das so ausgefärbte Papier weist meist jedoch ungenügende Echtheitseigenschaften,
insbesondere eine zu geringe Lichtechtheit auf.
[0003] Das Färben von Papier mit Pigmenten ist ebenfalls bekannt (Ullmann, loc.cit.), jedoch
weisen die Pigmente im allgemeinen keine Affinität zu den Faserstoffen des Papiers
auf und besitzen nur eine geringe Färbekraft. Bei der Massefärbung stellt sich zusätzlich
das Problem der Zweiseitigkeit.
[0004] Im "Ratgeber für die Verwendung von BASF-Erzeugnissen in der Papierindustrie", 8/72,
Seite 22, wird vorgeschlagen, Pigmente zusammen mit Fixiermitteln zu verwenden. Als
Fixiermittel werden in diesem Zusammenhang, neben anderen, auch solche auf Basis von
Polyiminen genannt. Dabei wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es wichtig ist,
zuerst das Fixiermittel und anschließend das Pigment dem Papierstoff zuzusetzen.
[0005] Aus "Bayer Farben Revue", Sonderheft 4/2, 1984, Seite 79 bis 82, ist bekannt, Laminatpapier
mittels Pigmenten und kationischem Naßverfestigungsmittel zu färben. Auch hier ist
die Reihenfolge der Zugabe der Komponenten sehr wichtig. So sollen zuerst ein Drittel
der Menge an kationischem Naßverfestigungsmittel, daran anschließend Farbpigment und
schließlich die restlichen zwei Drittel der Menge an kationischem Naßverfestigungsmittel
der Zellstoffmasse zugegeben werden.
[0006] Es hat sich jedoch gezeigt, daß bei der Färbung von Papier in der Masse nach den
genannten Methoden, die obengenannten Mängel nicht behoben werden können.
[0007] Aus der US-A-3 128 222 ist das Farben von Papier mittels Pigmenten u.a. in Gegenwart
von speziellen kationischen Hilfsmitteln bekannt.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Anmeldung war es, ein neues Verfahren zur Färbung von Papier
in der Masse bereitzustellen, bei dem ebenfalls Pigmente als Farbmittel zur Anwendung
kommen und die bekannten Nachteile nicht mehr auftreten sollten.
[0009] Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß das Färben von Papier in der Masse
mit organischen Pigmenten und Fixiermitteln vorteilhaft gelingt, wenn man Pigment
und Fixiermittel zusammen zu der zu färbenden Papiermasse gibt, und man als Fixiermittel
ein kationisches Fixiermittel, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus
A) Homopolymerisaten von Diallyldimethylammoniumchlorid und Copolymerisaten von Diallyldimethylammoniumchlorid
mit Acrylamid und (oder Methacrylamid, deren K-Wert mindestens 30 beträgt,
B) Homopolymerisaten von Vinylimidazolen und Copolymerisaten von Vinylimidazolen mit
Acrylamid und/oder Methacrylamid, die gegegebenenfalls mit Epichlorhydrin umgesetzt
worden sind,
C) Homopolymerisaten von Vinylimidazolin und Copolymerisaten von Vinylimidazolin mit
Acrylamid und/oder Methacrylamid,
D) Copolymerisaten, die Vinylamin-Einheiten einpolymerisiert enthalten, sowie
E) Copolymerisaten von Acrylamid mit (C₁-C₄-Dialkylamino)-C₁-C₄-alkylacrylaten und/oder
-methacrylaten,
in einer Menge von 0,01 bis 3 Gew.-%, bezogen auf die zu färbende trockene Papiermasse,
verwendet.
[0010] Organische Pigmente, die im erfindungsgemäßen Verfahren als Farbmittel dienen, sind
beispielsweise solche aus der Klasse der Monoazopigmente (z.B. Produkte, die sich
von Acetessigarylidderivaten oder von β-Naphtholderivaten ableiten), verlackten Monoazofarbstoffe
(z.B. verlackte β-Oxynaphthoesäurefarbstoffe), Disazopigmente, kondensierten Disazopigmente,
Isoindolinderivate, Derivate der Naphthalin- oder Perylentetracarbonsäure, Anthrachinonpigmente,
Thioindigoderivate, Azomethinderivate, Chinacridone, Dioxazine, Pyrazolochinazolone,
Phthalocyaninpigmente oder verlackte basischen Farbstoffe (z.B. verlackte Triarylmethanfarbstoffe)
zu nennen.
[0011] Beispielhaft seien die anorganischen Pigmente Pigment Yellow 42 (C.I. 77 492), Pigment
White 6 (C.I. 77 891), Pigment Blue 27 (C.I. 77 510), Pigment Blue 29 (C.I. 77 007),
oder Pigment Black 7 (C.I. 77 266) sowie die organischen Pigmente Pigment Yellow 1
(C.I. 11 680), Pigment Yellow 3 (C.I. 11 710), Pigment Yellow 42 (C.I. 77 492), Pigment
Yellow 74 (C.I. 11 741), Pigment Yellow 83 (C.I. 21 108), Pigment Yellow 106, Pigment
Yellow 108 (C.I. 68 240), Pigment Yellow 117, Pigment Yellow 126, Pigment Yellow 139,
Pigment Yellow 185, Pigment Orange 5 (C.I. 12 075), Pigment Orange 67, Pigment Red
3 (C.I. 12 120), Pigment Red 48:1 (C.I. 15 865:1), Pigment Red 48:4 (15 865:4), Pigment
Red 101 (C.I. 77 491), Pigment Red 112 (C.I. 12 370), Pigment Red 123 (C.I. 71 145),
Pigment Red 169 (C.I. 45 160:2), Pigment Violet 23 (C.I. 51 319), Pigment Violet 27
(C.I. 42 555:3), Pigment Blue 1 (C.I. 42 595 : 2), Pigment Blue 15 : 1 (C.I. 74 160),
Pigment Blue 15 : 3 (C.I. 74 160), Pigment Blue 61 (C.I. 42 765:1), Pigment Green
7 (C.I. 74 260) oder Pigment Green 36 (C.I. 74 265) genannt.
[0012] Kationische Fixiermittel der obengenannten Klasse (A) sind an sich bekannte Homopolymerisate
von Diallyldimethylammoniumchlorid und Copolymerisate von Diallyldimethylammoniumchlorid
mit Acrylamid und/oder Methacrylamid. Die Copolymerisation kann dabei in jedem beliebigen
Monomerverhältnis vorgenommen werden. Der K-Wert der Homo- und Copolymerisate des
Diallyldimethylammoniumchlorids beträgt mindestens 30, vorzugsweise 95 bis 180.
[0013] Kationische Fixiermittel der obengennanten Klasse (B) sind an sich bekannte Homopolymerisate
des Vinylimidazols der Formel I

in der
R¹, R² und R³ gleich oder verschieden sind und unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff
oder Methyl und R¹ außerdem C₂-C₄-Alkyl bedeuten, und wasserlösliche Copolymerisate
aus
a) mindestens 10 Gew.-% eines Vinylimidazols der Formel I,
b) bis zu 90 Gew.-% Acrylamid und/oder Methacrylamid sowie gegebenenfalls
c) bis zu 30 Gew.-% Acrylnitril, Methacrylnitril, Vinylacetat, Vinylpyrrolidon, einer
C₃-C₅-ethylenisch ungesättigten Carbonsäure oder deren Ester, wobei die Homo- und
Copolymerisate gegebenenfalls mit
Epichlorhydrin im Verhältnis 0,02 bis 2,0 Mol Epichlorhydrin pro Mol basischem Stickstoff
äquivalent umgesetzt worden sind.
[0014] Kationische Fixiermittel der Klasse (B) sind beispielsweise in der EP-A-146 000 beschrieben.
[0015] Kationische Fixiermittel der obengenannten Klasse (C) sind an sich bekannte Homopolymerisate
des Vinylimidazolins der Formel II

in der
R⁴ Waserstoff, C₁-C₁₈-Alkyl, oder den Rest

wobei
R⁸, R⁹ gleich oder verschieden sind und unabhängig voneinander jeweils für Wasserstoff
C₁-C₄-Alkyl oder Chlor stehen,
R⁵ Wasserstoff C₁-C₁₈-Alkyl, Benzyl, oder

R⁶ und R⁷ gleich oder verschiedens sind und unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff
oder C₁-C₄-Alkyl und
X
⊖ ein Anion, vorzugsweise Chlorid, Bromid, Sulfat, Methosulfat, Ethosulfat oder ein
Carboxylat, bedeuten, und wasserlösliche Copolymerisate, die
a) mindestens 1 Gew.-% einer Verbindung der Formel II und
b) Acrylamid und/oder Methacrylamid
einpolymerisiert enthalten, wobei der K-Wert der Homo und Copolymerisate 50 bis 250
beträgt.
[0016] Kationische Fixiermittel der Klasse (C) sind beispielsweise in der DE-A-3 613 651
beschrieben.
[0017] Kationische Fixiermittel der obengenannten Klasse (D) sind an sich bekannte Copolymerisate,
die Vinylamin-Einheiten einpolymerisiert enthalten, die durch Copolymerisierung von
a) 95 bis 10 Mol.-% N-Vinylformamid mit
b) 5 bis 90 Mol.-% eines ethylenisch ungesättigten Monomeren aus der Gruppe Vinylacetat,
Vinylpropionat, C₁-C₄-Alkylvinylether, N-Vinylpyrrolidon sowie Ester, Nitrile und
Amide von Acrylsäure und Methacrylsäure
und anschließender Abspaltung von 30 bis 100 Mol.-% der Formylgruppen aus dem Copolymerisat,
erhalten werden.
[0018] Kationische Fixiermittel der Klasse (D) sind beispielsweise in der EP-A-216 387 beschrieben.
[0019] Kationische Fixiermittel der obengenannten Klasse (E) sind an sich bekannte Copolymerisate
aus Acrylamid und 90 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 70 bis 30 Gew.-% (C₁-C₄-Dialkylamino)-C₁-C₄-alkylacrylaten
und/oder -methacrylaten.
[0020] Der obengenannte K-Wert der Polymerisate wurde jeweils nach H. Fikentscher, Cellulosechemie,
13, 58-64 und 71-74 (1932) bei einer Temperatur von 25°C in einer 5 gew.%igen wäßrigen
Kochsalzlösung und einer Polymerkonzentration von 0,5 Gew.-% bestimmt; dabei bedeutet
K = k.10³.
[0021] Erfindungsgemäß werden die kationischen Fixiermittel in einer Menge von 0,01 bis
3 Gew.-%, vorzugsweise 0,03 bis 1 Gew.-% und insbesondere 0,05 bis 0,5 Gew.-%, jeweils
bezogen auf die zu färbende trockene Papiermasse, angewendet.
[0022] Die Pigmente werden im allgemeinen in einer Menge von 0,01 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise
0,05 bis 2 Gew.-% und insbesondere 0,1 bis 2 Gew.-%, jeweils bezogen auf die zu färbende
trockene Papiermasse, angewendet.
[0023] Das erfindungsgemäße Verfahren wird zweckmäßig so durchgeführt, daß man die zu färbende
Papiermasse vorlegt und dann Pigment und kationisches Fixiermittel zugibt. Erfindungsgemäß
werden dabei Pigment und kationisches Hilfsmittel zusammen zur Papiermasse gegeben.
Dabei existieren mehrere Möglichkeiten der Zugabe:
- Zugabe von Pigment und Fixiermittel zusammen, wobei die Mischung der beiden Komponenten
unmittelbar vor der Zugabe erfolgt (z.B. in der Förderapparatur) oder
- Zugabe einer vorher bereiteten Mischung (Präparation), die sowohl Pigment als auch
kationisches Fixiermittel enthält.
[0024] Bevorzugt ist die Zugabe einer vorher bereiteten Pigment-Fixiermittel-Mischung. Eine
solche Präparation kann neben Pigment und Fixiermittel noch weitere Hilfsmittel enthalten,
z.B. Fungizide, Wasserrückhaltemittel oder Tenside, beispielsweise nichtionische Tenside,
wie Anlagerungsprodukte von Alkylenoxiden an Fettsäuren, Alkohole, Phenole, Säureamide,
Mercaptane, Amine oder Alkylphenole (vgl. dazu K. Lindner, Tenside-Textilhilfsmittel-Waschrohstoffe,
Band 1, Seiten 837 bis 917, 1964).
[0025] Die kationischen Fixiermittel werden im allgemeinen als wäßrige Lösung verarbeitet.
[0026] Die im neuen Verfahren als Farbmittel eingesetzten Pigmente werden dabei zweckmäßig
in Form von an sich bekannten Pigmentpräparationen, z.B. als wäßrige Dispersionen
verwendet. Dabei sind solche wäßrige Pigmentpräparationen bevorzugt, die nichtionische
Tenside als Dispergierhilfsmittel enthalten. Als nichtionische Tenside sind beispielsweise
die obengenannten Komponenten zu nennen.
[0027] Als zu färbende Papiermassen können z.B. ungebleichte oder gebleichte Zellstoffe,
Holzschliff oder Altpapier, gegebenenfalls jeweils zusammen mit Füllstoffen, wie Kaolin,
Kreide oder Talkum, oder weiteren Hilfsmitteln, wie Aluminiumsulfat oder Harzleim
verwendet werden. Der pH-Wert der Stoffsuspension kann dabei zwischen 4 und 9 liegen.
Bevorzugt verwendet man Papiersorten, die im neutralen pH-Bereich hergestellt werden,
z.B. Tissue oder graphische Papiere.
[0028] Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens gelangt man zu homogenen Färbungen, die
nur eine geringe Zweiseitigkeit aufweisen. Sie besitzen außerdem hohe Lichtechtheit
und Ausblutechtheit.
[0029] Ein weiterer Vorteil ist, daß man bei der Verwendung von organischen Pigmenten aus
der Klasse der Monoazopigmente auf β-Naphtholbasis, z.B. Pigment Orange 5 (C.I. 12
075), der Isoindolinderivate, z.B. Pigment Yellow 139 oder Pigment Yellow 185, oder
der verlackten basischen Farbstoffe, z.B. Pigment Red 48 : 1 (C.I. 15 865 : 1, Pigment
Red 48 : 4 (C.I. 15 865 : 4), Pigment Blue 1 (C.I. 42 595 : 2) oder Pigment Violet
27 (C.I. 42 535 : 3), zu bleichbaren Papieren gelangt. Als Bleichmittel dienen dabei
die üblichen, in der Papierindustrie bekannten Bleichmittel, z.B. Natriumhypochlorit
oder Natriumdithionit.
[0030] Weiterhin ist der geringe Verbrauch an Fixiermittel hervorzuheben. Eine Steigerung
der Fixiermittelmenge über die erfindungsgemäße Größe hinaus hat nämlich eine deutliche
Verschlechterung der Ausfärbung zur Folge. Dies steht überraschenderweise im Gegensatz
zur Papierfärbung mit Farbstoffen, wo die Qualität der Färbung direkt von der Menge
an Fixiermittel abhängt.
[0031] Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens tritt außerdem keine Schaumbildung
auf, und man benötigt nur eine relativ kurze Einwirkungszeit, d.h. die Pigmente ziehen
schnell auf die Papiermasse auf.
[0032] Schließlich ist darauf hinzuweisen, daß bei der Durchführung des neuen Verfahrens
ein Abwasser anfällt, das praktisch überhaupt nicht oder allenfalls äußerst leicht
angefärbt ist.
[0033] Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
Versuchsdurchführung
[0034] Auf einer Versuchspapiermaschine mit einer Arbeitsbreite von 75 cm wurde bei einer
Geschwindigkeit von 60 m/min ein Papier aus 80 Gew.-% gebleichtem Fichtensulfitzellstoff
und 20 Gew.-% gebleichtem Buchensulfitzellstoff mit einer Flächenmasse von 80 g/m²
produziert. Der pH-Wert der Stoffsuspension betrug 7,5, der Mischmahlgrad 35° SR.
Unter den unten angegebenen Bedingungen wurden aus dieser Stoffsuspension Papiere
hergestellt.
Folgende kationische Fixiermittel wurden verwendet:
[0035]
Fixiermittel 1:
Homopolymerisat von Diallyldimethylammoniumchlorid mit einem K-Wert von 100 in Form
einer 30 gew.-%igen wäßrigen Lösung (Viskosität 1000 mpa.s, 20°C).
Fixiermittel 2:
Copolymerisat aus 20 Gew.-% Acrylamid und 80 Gew.-% 2-Diethylaminoethylacrylat in
Form einer 10 gew.-%igen wäßrigen Lösung (Viskosität 5000 mpa.s, 20°C).
Fixiermittel 3:
Copolymerisat aus 80 Gew.-% Acrylamid und 20 Gew.-% Vinylimidazol, das mit Epichlorhydrin
umgesetzt worden ist, in Form einer 10 gew.-%igen wäßrigen Lösung (Viskosität 1000
mpa.s, 20°C).
Folgende organische Pigmente wurden verwendet:
[0036]
Pigment 1: Pigment Yellow 185
Pigment 2: Pigment Yellow 1 (C.I. 11 680)
Pigment 3: Pigment Blue 15:1 (C.I. 74 160)
Pigment 4: Pigment Orange 5 (C.I. 12 075)
Pigment 5: Pigment Black 7 (C.I. 77 266)
Es wurden jeweils folgende Zugabevarianten durchgeführt:
I (Vergleich)
Zusatz des unbehandelten Pigments zum Stoffdichteregler der Papiermaschine.
II (Vergleich)
Getrennter Zusatz des kationischen Fixiermittels zur Maschinenbütte und des unbehandelten
Pigments zum Stoffdichteregler, d.h. zuerst Zugabe des Fixiermittels und anschließend
Zugabe des Pigments.
III (erfindungsgemäß)
Herstellung einer wäßrigen Dispersion durch Zugabe des kationischen Fixiermittels
zu einer wäßrigen Pigmentaufschlämmung und Zusatz dieser kationischen Dispersion zum
Stoffdichteregler.
[0037] Die im folgenden genannten Prozentangaben sind jeweils Gew.-%. Dabei beziehen sich
die Prozentangaben, betreffend Pigment und Fixiermittel, jeweils auf die trockene
Papiermasse.
Beispiel 1
[0038]
| Zugabevariante |
Farbstärke [%] (Variante III = 100%) |
Abwasser |
Zweiseitigkeit -Oberseite (Siebseite = 100) |
| I (0,5% Pigment 1) |
0 |
sehr stark gefärbt |
- |
| II (0,15% Fixiermittel 1 und 0,5% Pigment 1) |
75 |
gefärbt |
140 |
| III (10%ige Dispersion, enthaltend 0,15% Fixiermittel 1 und 0,5% Pigment 1) |
100 |
farblos |
125 |
Beispiel 2
[0039]
| Zugabevariante |
Farbstärke [%] (Variante III = 100%) |
Abwasser |
Zweiseitigkeit -Oberseite (Siebseite = 100) |
| I (0,5% Pigment 2) |
0 |
sehr stark gefärbt |
- |
| II (0,25% Fixiermittel 2 und 0,5% Pigment 2) |
75 |
gefärbt |
140 |
| III (20%ige Dispersion, enthaltend 0,25% Fixiermittel 2 und 0,5% Pigment 2) |
100 |
sehr schwach gefärbt |
125 |
Beispiel 3
[0040]
| Zugabevariante |
Farbstärke [%] (Variante III = 100%) |
Abwasser |
Zweiseitigkeit -Oberseite (Siebseite = 100) |
| I (1% Pigment 3) |
0 |
sehr stark gefärbt |
- |
| II (0,2% Fixiermittel 1 und 1% Pigment 3) |
85 |
gefärbt |
130 |
| III (40%ige Dispersion, enthaltend 0,2% Fixiermittel 1 und 1% Pigment 3) |
100 |
farblos |
120 |
Beispiel 4
[0041]
| Zugabevariante |
Farbstärke [%] (Variante III = 100%) |
Abwasser |
Zweiseitigkeit -Oberseite (Siebseite = 100) |
| I (0,5% Pigment 4) |
0 |
sehr stark gefärbt |
- |
| II (0,15% Fixiermittel 1 und 0,5% Pigment 4) |
80 |
gefärbt |
170 |
| III (10%ige Dispersion, enthaltend 0,15% Fixiermittel 1 und 0,5% Pigment 4) |
100 |
farblos |
150 |
Beispiel 5
[0042]
| Zugabevariante |
Farbstärke [%] (Variante III = 100%) |
Abwasser |
Zweiseitigkeit -Oberseite (Siebseite = 100) |
| I (1% Pigment 5) |
0 |
sehr stark gefärbt |
- |
| II (0,2% Fixiermittel 1 und 1% Pigment 5) |
70 |
gefärbt |
150 |
| III (40%ige Dispersion, enthaltend 0,2% Fixiermittel 1 und 1% Pigment 5) |
100 |
farblos |
120 |