(19)
(11) EP 0 310 083 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.01.1993  Patentblatt  1993/02

(21) Anmeldenummer: 88116113.7

(22) Anmeldetag:  29.09.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5D06L 3/12, D06P 1/62, D06M 13/322
// D06P3/04

(54)

Verfahren zum Löschen oder Unterdrücken der Fluoreszenz von optisch aufgehellten Substraten

Process for quenching or suppressing the fluorescence of optically brightened substrates

Procédé pour éteindre ou supprimer la fluorescence de substrats soumis à un azurage optique


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB LI

(30) Priorität: 02.10.1987 CH 3856/87

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
05.04.1989  Patentblatt  1989/14

(73) Patentinhaber: CIBA-GEIGY AG
4002 Basel (CH)

(72) Erfinder:
  • Reinert, Gerhard, Dr.
    CH-4123 Allschwil (CH)
  • Burdeska, Kurt, Dr.
    CH-4058 Basel (CH)

(74) Vertreter: Schwabe - Sandmair - Marx 
Stuntzstrasse 16
81677 München
81677 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-84/02365
GB-A- 2 174 731
WO-A-86/03528
   
  • JOURNAL OF POLYMER SCIENCE: POLYMER CHEMISTRY EDITION, Band 20, Nr. 9, 1982, Seiten 2429-2443, John Wiley & Sons, Inc., New York, US; I.H. LEAVER:"The action of a benzotriazole light stabilizer in wool. II. The mechanism of photostabilization"
  • JOURNAL OF APPLIED POLYMER SCIENCE, Band 33, Nr. 6, Mai 1987, Seiten 2087-2095, John Wiley & Sons, Inc., New York, US; C.M. CARR et al.:"Photoprotective agents for wool. Synergism between UV absorbers and antioxidants"
  • CHEMICAL ABSTRACTS, Band 77, Nr. 6, 7. August 1972, Seite 98, Nr. 36262r, Columbus, Ohio, US
 
Bemerkungen:
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Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Löschen oder Unterdrücken der Fluoreszenz von mit optischen Aufhellern behandelten Substraten aus natürlichen oder synthetischen Polyamiden mit sulfonierten UV-Absorbern sowie das damit behandelte Material.

[0002] Verfahren zum Löschen der Fluoreszenz von mit optischen Aufhellern behandelten Substraten sind bereits bekannt. So ist z.B. aus der GB-A-2 174 731 ein Verfahren zur Löschung oder Verhinderung von Aufhelleffekten auf verschiedenen Substraten mit UV-Absorbern bekannt, bei welchem als UV-Absorber Derivate der Benzophenonreihe oder der nicht sulfonierten Benzotriazolreihe verwendet werden.

[0003] Es wurde nun gefunden, dass sulfonierte 2-Hydroxyphenyl-benzotriazole und 2-Hydroxyphenyl-s-triazine sich sehr gut eignen, um Fluoreszenzeffekte optisch aufgehellter Substrate zu löschen oder zu unterdrücken.

[0004] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Verfahren zum Löschen oder Unterdrücken der Fluoreszenz von mit optischen Aufhellern behandelten Substraten aus natürlichen oder synthetischen Polyamiden mit UV-Absorbern, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man auf diese Substrate einen sulfonierten UV-Absorber der Formel


worin
R₁
Wasserstoff, Halogen, C₁-C₁₂-Alkyl, C₅-C₆-Cycloalkyl, C₇-C₉-Phenylalkyl oder Sulfo,
R₂
Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, Halogen, Hydroxy oder Sulfo,
R₃
Wasserstoff, C₁-C₁₂-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, Phenyl, (C₁-C₈-Alkyl)-phenyl, C₅-C₆-Cycloalkyl, C₂-C₉-Alkoxycarbonyl, Halogen, Carboxy-C₁-C₄-alkyl, C₇-C₉-Phenylalkyl oder Sulfo und
X
einen Rest der Formel



bedeuten, worin
R₄
für Wasserstoff, Halogen, C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, C₂-C₉-Alkoxycarbonyl, Carboxy oder Sulfo,
R₅
für Wasserstoff oder Halogen und
R₆ und R₇
unabhängig voneinander für C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, C₅-C₆-Cycloalkyl, Phenyl oder durch C₁-C₄-Alkyl und Hydroxy substituiertes Phenyl
stehen,
aufbringt und fixiert.

[0005] Als UV-Absorber der Formel (1) kommen bevorzugt in Betracht

A) 2-Phenylbenzotriazole der Formel

worin

R₁
Wasserstoff, C₁-C₁₂-Alkyl, Chlor, C₅-C₆-Cycloalkyl, C₇-C₉-Phenylalkyl oder Sulfo,
R₂
Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, Chlor, Hydroxy oder Sulfo
R₃
C₁-C₁₂-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, Phenyl, (C₁-C₈-Alkyl)-phenyl, C₅-C₆-Cycloalkyl, C₂-C₉-Alkoxycarbonyl, Chlor, Carboxyethyl oder C₇-C₉-Phenylalkyl oder Sulfo,
R₄
Wasserstoff, Chlor, C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, C₂-C₉-Alkoxycarbonyl, Carboxy oder Sulfo und
R₅
Wasserstoff oder Chlor
bedeuten, wobei Carboxy- oder Sulfongruppen auch als Salze, z.B. Alkalimetall- Erdalkalimetall-, Ammonium- oder Aminsalze vorliegen können. Beispiele von Verbindungen der Formel (2) sind das Natriumsalz der 3-(2′H-benzotriazol-2′-yl)-5-tert.-butyl-4-hydroxy-, 3-(2′H-5′-chlorbenzotriazol-2′-yl)-5-tert.-butyl-4-hydroxy- und 3-(2′H-benzotriazol-2′-yl)-5-sec.-butyl-4-hydroxy-benzolsulfonsäure, und

B) 2-Phenyl-s-triazine der Formel

worin

R₁
Wasserstoff, Halogen, C₁-C₄-Alkyl oder Sulfo,
R₂
Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy oder Hydroxy,
R₃
Wasserstoff, oder Sulfo und
R₆ und R₇
unabhängig voneinander C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, C₅-C₆-Cycloalkyl, Phenyl oder durch C₁-C₄-Alkyl und Hydroxy substituiertes Phenyl bedeuten, wobei die Sulfongruppen in freier Form oder in Salzform, z.B. als Alkalimetall-, Erdalkalimetall-, Ammonium- oder Aminsalz vorliegen können. Beispiele von Verbindungen der Formel (3) sind das Natriumsalz der 3-(4′,6′-diphenyl-s-triazin-2′-yl)-4-hydroxy-6-methoxy-, 3-(4′,6′-diphenyl-s-triazin-2′-yl)-4-hydroxy-6-ethoxy- und 3-(4′,6′-diphenyl-s-triazin-2′-yl)-4-hydroxy-6-propoxy-benzolsulfonsäure.



[0006] Die oben angegebenen Verbindungen der Formeln (1) bis (3) sind z.B. aus dem WO-A-84/02365 und WO-A-86/03528 bekannt und können nach bekannten Verfahren hergestellt werden.

[0007] Es können auch Mischungen von UV-Absorbern eingesetzt werden.

[0008] Der UV-Absorber wird vorteilhaft aus einem wässrigen Medium auf das Substrat aufgebracht.

[0009] Erfindungsgemäss kann der UV-Absorber nach allen bekannten Methoden des Färbens oder Bedruckens, wie Behandlung im langen Bad bei Temperaturen von 20 bis 140°C, Imprägnieren und Verweilen bei Raum- oder erhöhter Temperatur, beispielsweise zwischen 20 und 90°C während 30 Minuten bis 48 Stunden je nach Temperatur, Foulardieren und Fixieren durch Einwirkung von Sattdampf, überhitztem Dampf, Heissluft, Behandlung mit Hochfrequenz- oder Kontakthitze, auf dem Substrat aufgebracht und fixiert werden. Auch kann der UV-Absorber im sogenannten Thermodruck eingesetzt werden. Weiterhin kann der UV-Absorber durch Vermittlung von organischen Hochpolymeren, beispielsweise in Form von wässrigen oder nicht wässrigen Anstrichfarben oder nach der Methode des Pigmentdruckes auf dem Substrat fixiert werden.

[0010] Die Wahl der Applikations- und Fixiermethode und die Menge des UV-Absorbers richten sich nach dem Substrat, den verwendeten Farbstoffen, den optischen Aufhellern und deren Echtheiten und den Eigenschaften der verwendeten UV-Absorber. Im allgemeinen werden gute Löscheffekte erhalten wenn der UV-Absorber in einer Menge von 0,1 bis 5 % von Warengewicht eingesetzt wird.

[0011] Wie schon erwähnt, wird der UV-Absorber erfindungsgemäss nach dem optischen Aufhellen, bzw. vor, während oder nach dem Färben oder Bedrucken eines mit einem optischen Aufheller behandelten Substrates eingesetzt. Dies ist z.B. der Fall bei Bekleidungsstücken, die nach dem Gebrauch gewaschen werden. Handelsübliche Waschmittel oder Seifen für den Haushalt enthalten heute meistens optische Aufheller, um die damit gewaschene Wäsche weisser erscheinen zu lassen. Werden nun mit einem solchen Waschmittel hellfarbig gefärbte bzw. bedruckte Textilien gewaschen, so ergibt sich nach dem Trocknen ein anderer Farbton als vorher. Dies wird besonders bei hellen Farbtönen wie bleu, rosé, beige usw. beanstandet.

[0012] Je nach angewandten Verfahren werden die optischen Aufhellungseffekte örtlich oder auf der ganzen Fläche gelöscht oder unterdrückt. Diese optischen Aufhellungseffekte sind durch handelsübliche optische Aufheller erzeugt, beispielsweise bekannte anionische oder kationische optische Aufheller sowie Disperisonsaufheller wie sie in Waschmitteln, eingesetzt werden. Als Beispiele von solchen Aufhellern seien Derivate der Bis-(triazinylamino)-stilbendisulfonsäure, Triazolyl-Derivate von Stilbensulfonsäuren, Bis(stilben)-Verbindungen, Pyrazolin-, Cumarin-, Bis(benzimidazolyl)-, Bis(oxazolyl)-, Naphthalimid-, Cyanin-, Benzoxazolyl- und Oxacyanin-Derivate genannt.

[0013] Unter Substraten werden aus natürlichen oder synthetischen Polyamiden bestehende textile Materialien und unter letzteren z.B. Garne, Gewebe, Gewirke oder Vliesse verstanden. Die textilen Materialien können auch aus Mischungen von Polyamiden mit anderen Fasern bestehen.


Ansprüche

1. Verfahren zum Löschen oder Unterdrücken der Fluoreszenz von mit optischen Aufhellern behandelten Substraten aus natürlichen oder synthetischen Polyamiden mit UV-Absorbern, dadurch gekennzeichnet, dass man auf diese Substrate einen sulfonierten UV-Absorber der Formel

worin

R₁   Wasserstoff, Halogen, C₁-C₁₂-Alkyl, C₅-C₆-Cycloalkyl, C₇-C₉-Phenylalkyl oder Sulfo,

R₂   Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, Halogen, Hydroxy oder Sulfo,

R₃   Wasserstoff, C₁-C₁₂-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, Phenyl, (C₁-C₈-Alkyl)-phenyl, C₅-C₆-Cycloalkyl, C₂-C₉-Alkoxycarbonyl, Halogen, Carboxy-C₁-C₄-alkyl, C₇-C₉-Phenylalkyl oder Sulfo und

X   einen Rest der Formel



bedeuten, worin

R₄   für Wasserstoff, Halogen, C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, C₂-C₉-Alkoxycarbonyl, Carboxy oder Sulfo,

R₅   für Wasserstoff oder Halogen und

R₆ und R₇   unabhängig voneinander für C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, C₅₋C₆-Cycloalkyl, Phenyl oder durch C₁-C₄-Alkyl und Hydroxy substituiertes Phenyl

stehen,
aufbringt und fixiert.
 
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als UV-Absorber ein 2-Phenylbenzoltriazol oder ein Salz davon der Formel

aufbringt, worin

R₁   Wasserstoff, C₁-C₁₂-Alkyl, Chlor, C₅-C₆-Cycloalkyl, C₇-C₉-Phenylalkyl oder Sulfo,

R₂   Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, Chlor, Hydroxy oder Sulfo,

R₃   C₁-C₁₂-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, Phenyl, (C₁-C₈-Alkyl)-phenyl, C₅-C₆-Cycloalkyl, C₂-C₉-Alkoxycarbonyl, Chlor, Carboxyethyl oder C₇-C₉-Phenylalkyl oder Sulfo,

R₄   Wasserstoff, Chlor, C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, C₂-C₉-Alkoxycarbonyl, Carboxy oder Sulfo und

R₅   Wasserstoff oder Chlor

bedeuten.
 
3. Verfahren gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das Natriumsalz der 3-(2′H-benzotriazol-2′-yl)-5-tert.-butyl-4-hydroxy-, 3-(2′H-5′-chlor-benzotriazol-2′-yl)-5-tert.-butyl-4-hydroxy- oder 3-(2′H-benzotriazol-2′-yl)-5-sec.-butyl-4-hydroxy-benzolsulfonsäure aufbringt.
 
4. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als UV-Absorber ein 2-Phenyl-s-triazin oder ein Salz davon der Formel

aufbringt, worin

R₁   Wasserstoff, Halogen, C₁-C₄-Alkyl oder Sulfo,

R₂   Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy oder Hydroxy,

R₃   Wasserstoff, oder Sulfo und

R₆ und R₇   unabhängig voneinander C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy, C₅-C₆-Cycloalkyl, Phenyl oder durch C₁-C₄-Alkyl und Hydroxy substituiertes Phenyl bedeuten.


 
5. Verfahren gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man das Natriumsalz der 3-(4′,6′-diphenyl-s-triazin-2′-yl)-4-hydroxy-6-methoxy-, 6-ethoxy-oder -6-propoxy-benzolsulfonsäure aufbringt.
 
6. Verfahren gemäss Anspruch 1, daduch gekennzeichnet, dass der UV-Absorber vor, während oder nach dem Färben oder Bedrucken des Substrates aufgebracht wird.
 
7. Das nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 behandelte Material.
 


Claims

1. A process for quenching or suppressing the fluorescence of natural or synthetic polyamide substrates treated with fluorescent whitening agents by means of UV absorbers, which process comprises applying to said substrates a sulfonated UV absorber of formula

in which

R₁   is hydrogen, halogen, C₁-C₁₂alkyl, C₅-C₆cycloalkyl, C₇-C₉phenylalkyl or sulfo,

R₂   is hydrogen, C₁-C₄alkyl, C₁-C₄alkoxy, halogen, hydroxyl or sulfo,

R₃   is hydrogen, C₁-C₁₂alkyl, C₁-C₄alkoxy, phenyl, (C₁-C₈alkyl)phenyl, C₅-C₆cycloalkyl, C₂-C₉alkoxycarbonyl, halogen, carboxy-C₁-C₄alkyl, C₇-C₉phenylalkyl or sulfo, and

X   is a radical of formula



in which

R₄   is hydrogen, halogen, C₁-C₄alkyl, C₁-C₄alkoxy, C₂-C₉alkoxycarbonyl, carboxyl or sulfo,

R₅   is hydrogen or halogen and

R₆ and R₇   are each independently of the other C₁-C₄alkyl, C₁-C₄alkoxy, C₅-C₆cycloalkyl, phenyl or phenyl which is substituted by C₁-C₄alkyl and hydroxyl,

and fixing said UV absorber thereon.
 
2. A process according to claim 1, which comprises applying a 2-phenylbenzenetriazole, or a salt thereof, of formula

as UV absorber, in which

R₁   is hydrogen, C₁-C₁₂alkyl, chlorine, C₅-C₆cycloalkyl, C₇-C₉phenylalkyl or sulfo,

R₂   is hydrogen, C₁-C₄alkyl, C₁-C₄alkoxy, chlorine, hydroxyl or sulfo,

R₃   is C₁-C₁₂alkyl, C₁-C₄alkoxy, phenyl, (C₁-C₈alkyl)phenyl, C₅-C₆cycloalkyl, C₂-C₉alkoxycarbonyl, chlorine, carboxyethyl or C₇-C₉phenylalkyl or sulfo,

R₄   is hydrogen, chlorine, C₁-C₄alkyl, C₁-C₄alkoxy, C₂-C₉alkoxycarbonyl, carboxyl or sulfo, and

R₅   is hydrogen or chlorine.


 
3. A process according to claim 2, which comprises applying the sodium salt of 3-(2'H-benzotriazol-2'-yl)-5-tert-butyl-4-hydroxybenzenesulfonic acid, 3-(2'H-5'-chlorobenzotriazol-2'-yl)-5-tert-butyl-4-hydroxybenzenesulfonic acid or 3-(2'H-benzotriazol-2'-yl)-5-sec-butyl-4-hydroxybenzenesulfonic acid.
 
4. A process according to claim 1, which comprises applying a 2-phenyl-s-triazine, or a salt thereof, of formula

as UV absorber, in which

R₁   is hydrogen, halogen, C₁-C₄alkyl or sulfo,

R₂   is hydrogen, C₁-C₄alkyl, C₁-C₄alkoxy or hydroxyl,

R₃   is hydrogen or sulfo, and

R₆ and R₇   are each independently of the other C₁-C₄alkyl, C₁-C₄alkoxy, C₅-C₆cycloalkyl, phenyl or phenyl which is substituted by C₁-C₄alkyl or hydroxyl.


 
5. A process according to claim 4, which comprises applying the sodium salt of 3-(4',6'-diphenyl-s-triazin-2'-yl)-4-hydroxy-6-methoxybenzenesulfonic acid, 3-(4',6'-diphenyl-s-triazin-2'-yl)-4-hydroxy-6-ethoxybenzenesulfonic acid or 3-(4',6'-diphenyl-s-triazin-2'-yl)-4-hydroxy-6-propoxybenzenesulfonic acid.
 
6. A process according to claim 1, wherein the UV absorber is applied to the substrate before, during or after dyeing or printing said substrate.
 
7. The material treated by the process according to claim 1.
 


Revendications

1. Procédé pour éteindre ou affaiblir, au moyen de composés absorbant les rayons UV, la fluorescence de substrats en polyamide naturel ou synthétique, traités par des agents d'azurage optique, caractérisé en ce que l'on applique et fixe, sur ces substrats, un composé sulfoné absorbant les rayons UV, répondant à la formule :

dans laquelle :

R₁   représente un atome d'hydrogène ou d'halogène, ou un groupe alkyle en C₁ à C₁₂, cycloalkyle en C₅ à C₆, phénylalkyle en C₇ à C₉ ou sulfo,

R₂   représente un atome d'hydrogène ou d'halogène, ou un groupe alkyle en C₁ à C₄, alcoxy en C₁ à C₄, hydroxy ou sulfo,

R₃   représente un atome d'hydrogène ou d'halogène, ou un groupe alkyle en C₁ à C₁₂, alcoxy en C₁ à C₄, phényle, alkyl(C₁ à C₈)phényle, cycloalkyle en C₅ à C₆, alcoxycarbonyle en C₂ à C₉, carboxyalkyle(C₁ à C₄), phénylalkyle en C₇ à C₉ ou sulfo, et

X   représente un reste de formule :



formules dans lesquelles :

R₄   représente un atome d'hydrogène ou d'halogène, ou un groupe alkyle en C₁ à C₄, alcoxy en C₁ à C₄, alcoxycarbonyle en C₂ à C₉, carboxy ou sulfo,

R₅   représente un atome d'hydrogène ou d'halogène, et

R₆ et R₇   représentent chacun, indépendamment l'un de l'autre, un groupe alkyle en C₁ à C₄, alcoxy en C₁ à C₄, cycloalkyle en C₅ à C₆, phényle ou phényle substitué par un groupe alkyle en C₁ à C₄ et un groupe hydroxy.


 
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on applique, en tant que composé absorbant les rayons UV, un 2-phénylbenzotriazole répondant à la formule :

dans laquelle

R₁   représente un atome d'hydrogène ou de chlore, ou un groupe alkyle en C₁ à C₁₂, cycloalkyle en C₅ à C₆, phénylalkyle en C₇ à C₉ ou sulfo,

R₂   représente un atome d'hydrogène ou de chlore, ou un groupe alkyle en C₁ à C₄, alcoxy en C₁ à C₄, hydroxy ou sulfo,

R₃   représente un atome de chlore ou un groupe alkyle en C₁ à C₁₂, alcoxy en C₁ à C₄, phényle, alkyl(C₁ à C₈)phényle, cycloalkyle en C₅ à C₆, alcoxycarbonyle en C₂ à C₉, carboxyéthyle, phénylalkyle en C₇ à C₉ ou sulfo,

R₄   représente un atome d'hydrogène ou de chlore, ou un groupe alkyle en C₁ à C₄, alcoxy en C₁ à C₄, alcoxycarbonyle en C₂ à C₉, carboxy ou sulfo, et

R₅   représente un atome d'hydrogène ou de chlore,

ou un sel d'un tel 2-phénylbenzotriazole.
 
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'on applique le sel de sodium de l'acide 3-(2'H-benzotriazol-2'-yl)-5-tert.-butyl-4-hydroxybenzènesulfonique, de l'acide 3-(2'H-5'-chlorobenzotriazol-2'-yl)-5-tert.-butyl-4-hydroxybenzènesulfonique ou de l'acide 3-(2'H-benzotriazol-2'-yl)-5-sec.-butyl-4-hydroxybenzènesulfonique.
 
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on applique, en tant que composé absorbant les rayons UV, une 2-phényl-s-triazine répondant à la formule :

dans laquelle :

R₁   représente un atome d'hydrogène ou d'halogène, ou un groupe alkyle en C₁ à C₄ ou sulfo,

R₂   représente un atome d'hydrogène ou un groupe alkyle en C₁ à C₄, alcoxy en C₁ à C₄ ou hydroxy,

R₃   représente un atome d'hydrogène ou un groupe sulfo, et

R₆ et R₇   représentent chacun, indépendamment l'un de l'autre, un groupe alkyle en C₁ à C₄, alcoxy en C₁ à C₄, cycloalkyle en C₅ à C₆, phényle ou phényle substitué par un groupe alkyle en C₁ à C₄ et un groupe hydroxy,

ou un sel d'une telle 2-phényl-s-triazine.
 
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'on applique le sel de sodium de l'acide 3-(4',6'-diphényl-s-triazin-2'-yl)-4-hydroxy-6-méthoxy-, -6-éthoxy- ou -6-propoxybenzènesulfonique.
 
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on applique le composé absorbant les rayons UV avant, pendant ou après la teinture ou l'impression du substrat.
 
7. Le produit traité par le procédé selon la revendication 1.