(19)
(11) EP 0 310 819 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.09.1991  Patentblatt  1991/38

(21) Anmeldenummer: 88114577.5

(22) Anmeldetag:  07.09.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F02M 51/08, F02M 61/18

(54)

Kraftstoffeinspritzventil

Fuel injection valve

Soupape à injection de combustible


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 05.10.1987 DE 3733604

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
12.04.1989  Patentblatt  1989/15

(73) Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH
70442 Stuttgart (DE)

(72) Erfinder:
  • Imafuku, Ichiei, Dr.-Ing.
    Chigasaki Kanagawa (JP)
  • Hans, Waldemar
    D-8600 Bamberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 201 190
GB-A- 2 034 816
GB-A- 2 178 483
GB-A- 163 799
GB-A- 2 049 045
US-A- 4 699 323
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Stand der Technik



    [0001] Die Erfindung geht aus von einem Niederdruck- Kraftstoffeinspritzventil nach der Gattung des Anspruchs 1.

    [0002] Es ist bereits Niederdruck- Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen bekannt (EP-A-0201190) bei dem stromabwärts des Ventilsitzes ein Lochkörper mit mehreren gerichteten Bohrungen angeordnet ist. Die Bohrungen beginnen in einer ringförmigen Nut, welche in der dem Ventilsitz zugewandten Flachseite des Lochkörpers eingearbeitet ist und münden an der anderen Flachseite des Lochkörpers, wobei sie so geneigt sind, daß die austretenden Kraftstoffstrahlen einen Drall aufweisen. Zum Mengenabgleich des Kraftstoffeinspritzventiles wird die Anzahl der jeweiligen Bohrungen und deren Durchmesser den individuellen Einstellerfordernissen angepaßt. Eine weitergehende Einstellung der Abspritzcharakteristik ist an dem bekannten Lochkörper nicht vorgesehen, insbesondere keine Anpassung an spezielle Geometrien und Strömungsverhältnisse der Brennkraftmaschine. Bekannt ist ebenfalls eine Mehrloch-Einspritzdüse zur Hochdruck einspritzung in Dieselmotoren (GB-A-2034816), die einen gewölbten Düsenkopf mit unterschiedlich langen Abspritzöffnungen zur Erzeugung einzelner Kraftstoffstrahlen hat.

    Vorteile der Erfindung



    [0003] Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 bietet demgegenüber den Vorteil einer einfachen, individuellen Anpassung an die besonderen Gegebenheiten der Brennkraftmaschine. Insbesondere sind motorspezifische Eigenheiten wie Bauart, Strömungsverhältnisse und Betriebsbereiche bereits bei der Herstellung des Kraftstoffeinspritzventiles berücksichtigbar, so daß ein Abgleich auch innerhalb einer gemeinsamen Fertigungslinie möglich ist.

    [0004] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen des im Anspruch 1 angegebenen Kraftstoffeinspritzventils möglich.

    [0005] Vorteilhaft ist es insbesondere, die Abspritzöffnungen unterschiedlich stark zur Längsachse des Kraftstoffeinspritzventils zu neigen. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, die Kraftstoffstrahlen auf mehrere, unabhängige Einlaßkanäle der Brennkraftmaschine zu richten.

    Zeichnung



    [0006] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Figur 1 zeigt eine Ausführungsform eines mit dem Lochplättchen versehenen Kraftstoffeinspritzventiles, Figur 2 einen Ausschnitt aus Figur 1 in vergrößertem Maßstab. In den Figuren 3 bis 7 sind, jeweils in einer perspektivischen Darstellung (a) und in einem Schnitt (b), verschiedene Lochplättchen dargestellt.

    Beschreibung der Ausführungsbeispiele



    [0007] Ein in Figur 1 beispielsweise dargestelltes Kraftstoffeinspritzventil für eine Kraftstoffeinspritzanlage einer gemischverdichtenden, fremdgezündeten Brennkraftmaschine hat ein Ventilgehäuse 1 aus ferromagnetischem Material, in dem auf einem Spulenträger 2 eine Magnetspule 3 angeordnet ist. Die Magnetspule 3 hat eine Stromzuführung über einen Steckanschluß 4, der in einem das Ventilgehäuse 1 teilweise umgreifenden Kunststoffring 5 eingebettet ist.

    [0008] Der Spulenträger 2 der Magnetspule 3 sitzt in einem Spulenraum 6 des Ventilgehäuses 1 auf einem den Kraftstoff, beispielsweise Benzin, zuführenden Anschlußstutzen 7, der teilweise in das Ventilgehäuse 1 ragt. Das Ventilgehäuse 1 umschließt dem Kraftstoffstutzen 7 abgewandt teilweise einen Düsenkörper 9.

    [0009] Zwischen einer Stirnfläche 11 des Anschlußstutzens 7 und einer zum genauen Einstellen des Ventils eine bestimmte Dicke aufweisenden Anschlagplatte 12, die auf eine Innenschulter 13 des Ventilgehäuses 1 aufgesetzt ist, befindet sich ein zylindrischer Anker 14. Der Anker 14 besteht aus einem nicht korrosionsanfälligen, magnetischen Material und befindet sich mit geringem radialen Abstand zu einem magnetisch leitfähigen Absatz des Ventilgehäuses 1, auf diese Weise zwischen Anker 14 und Absatz einen ringförmigen Magnetspalt bildend, koaxial im Ventilgehäuse 1. Von seinen beiden Stirnflächen aus ist der zylindrische Anker 14 mit einer ersten 15 und einer zweiten 16 koaxialen Sackbohrung versehen, wobei die zweite Sackbohrung 16 sich zum Düsenkörper 9 hin öffnet. Erste 15 und zweite 16 Sackbohrung sind miteinander durch eine koaxiale Öffnung 17 verbunden. Der Durchmesser der Öffnung 17 ist kleiner als der Durchmesser der zweiten Sackbohrung 16. Der dem Düsenkörper 9 zugewandte Endabschnitt des Ankers 14 ist als Verformungsbereich 18 ausgeführt. Dieser Verformungsbereich 18 hat die Aufgabe, durch Umgreifen eines, einen Teil einer Ventilnadel 27 bildenden und die zweite Sackbohrung 16 aussfüllenden Haltekörpers 28 den Anker 14 mit der Ventilnadel 27 formschlüssig zu verbinden. Das Umgreifen des Haltekörpers 28 durch den Verformungsbereich 18 des Ankers 14 wird durch Einpressen von Material des Verformungsbereichs 18 in am Haltekörper 28 befindliche Rillen 29 erreicht.

    [0010] Am Boden der ersten koaxialen Sackbohrung 15 liegt eine Druckfeder 30 mit ihrem einen Ende an, welche andererseits an einem im Anschlußstutzen 7 durch Verschrauben oder Verstemmen befestigten Rohreinsatz 31 anliegt und welche bestrebt ist, Anker 14 und Ventilnadel 27 mit einer vom Anschlußstutzen 7 abgewandten Kraft zu beaufschlagen.

    [0011] Die Ventilnadel 27 durchdringt mit radialem Abstand eine Durchgangsbohrung 34 in der Anschlagplatte 12 und wird in einer Führungsbohrung 35 des Düsenkörpers 9 geführt. In der Anschlagplatte 12 ist eine von der Durchgangsbohrung 34 zum Umfang der Anschlagplatte 12 führende Aussparung 37 vorgesehen, deren Lichte Weite größer ist als der Durchmesser der Ventilnadel 27 in ihrem von der Anschlagplatte 12 umgebenen Bereich.

    [0012] Die Ventilnadel 27 hat zwei Führungsabschnitte 39 und 40, die der Ventilnadel 27 in der Führungsbohrung 35 Führung geben sowie einen Axialdurchgang für den Kraftstoff freilassen und beispielsweise als Vierkante ausgebildet sind.

    [0013] An den stromabwärts liegenden zweiten Führungsabschnitt 40 schließt sich ein zylindrischer Abschnitt 43 geringeren Durchmessers an. An den zylindrischen Abschnitt 43 wiederum fügt sich ein zulaufender, kegeliger Abschnitt 44, welcher in einem koaxialen, bevorzugt zylindrischen Zapfen 45 ausläuft.

    [0014] In der einen Ausschnitt aus Figur 1 darstellenden Figur 2 ist zu erkennen, daß der Übergang zwischen dem zylindrischen Abschnitt 43 und dem kegeligen Abschnitt 44 gerundet ist ― etwa in Form eines Radius ― und einen Dichtabschnitt 47 bildet, welcher im Zusammenwirken mit einem Ventilsitz 48 auf einer kegeligen Ventilsitzfläche 49 des Düsenkörpers 9 ein Öffnen bzw. Schließen des Kraftstoffeinspritzventiles bewirkt. Die kegelige Ventilsitzfläche 49 des Düsenkörpers 9 setzt sich in der dem Anker 14 abgewandten Richtung in einer zylindrischen Düsenkörperöffnung 50 fort, welche auf ungefähr gleicher Länge wie die Länge des Zapfens 45 verläuft, so daß zwischen der zylindrischen Düsenkörperöffnung 50 und dem zylindrischen Zapfen 45 ein Ringspalt konstanten Querschnitts verbleibt. Die Übergänge zwischen der kegeligen Ventilsitzfläche 49 einerseits und der zylindrischen Düsenkörperöffnung 50 andererseits sowie dem kegeligen Abschnitt 44 der Ventilnadel 27 einerseits und dem Zapfen 45 andererseits sind gerundet, um einen guten Strömungsverlauf zu gewährleisten. Den Abschluß des Düsenkörpers 9 in der dem Anker 14 abgewandten Richtung bildet eine Flachseite 51, welche durch die Mündung der Düsenkörperöffnung 50 unterbrochen ist.

    [0015] Die Länge des Zapfens 45 ist so bemessen, daß bei geschlossenem Kraftstoffeinspritzventil der Zapfen 45 gerade nicht aus der Düsenkörperöffnung 50 hinausragt, d.h. der Zapfen 45 endet unmittelbar vor der durch die Flachseite 51 des Düsenkörpers 9 definierten Ebene.

    [0016] Während die Flachseite 51 des Düsenkörpers 9 innen durch die Düsenkörperöffnung 50 begrenzt ist, kann sie außen durch einen konischen Bereich 52 begrenzt sein, welcher sich in der dem Anker 14 zugewandten Richtung erweitert.

    [0017] An der Flachseite 51 des Düsenkörpers 9 liegt ein mit Abspritzöffnungen 54a, b versehener, beispielsweise als dünnes Plättchen ausgebildeter Lochkörper 55 an, welcher vollkommen eben ausgebildet sein kann oder welcher, wie in der Zeichnung dargestellt, einen hochgezogenen Rand 56 aufweist, der in etwa der Kontur des konischen Bereiches 52 des Düsenkörpers 9 folgt. Die Herstellung des Randes 56 am Lochkörper 55 kann etwa durch Tiefziehen des Lochkörpers 55 bewerkstelligt werden. Die Befestigung des Lochkörpers 55 an der Flachseite 51 wird durch eine Aufbereitungshülse 58 gewährleistet. Der Lochkörper 55 wird mit einer dem Dichtabschnitt 47 zugewandten ersten Fläche 59 des Lochkörpers 55 gegen die Flachseite 51 des Düsenkörpers 9 gedrückt, indem ein Boden 60 einer koaxialen Sackbohrung 61 der Aufbereitungshülse 58 den Lochkörper 55 in einem äußeren Bereich an einer dem Dichtabschnitt 47 abgewandten zweiten Fläche 62 erfaßt. Der Lochkörper 55 ist also zwischen dem Boden 60 der Sackbohrung 61 der Aufbereitungshülse 58 und der Flachseite 51 des Düsenkörpers 9 eingespannt. Die Zentrierung des Lochkörpers 55 wird dabei erreicht, indem sich der Rand 56 des Lochkörpers 55 an den konischen Bereich 52 des Düsenkörpers 9 anlegt, der Lochkörper 55 somit kein radiales Spiel mehr aufweist. Eine besonders gute Zentrierung des Lochkörpers 55 ist erreichbar, wenn sich der Rand 56 des Lochkörpers 55 beim Aufschieben auf den konischen Bereich 52 aufweitet, also eine radiale Einspannung vorgenommen wird.

    [0018] Die Einspannung des Lochkörpers 55 an seinen Flächen 59, 62 zwischen Düsenkörper 9 und Aufbereitungshülse 58 wird realisiert, indem die Aufbereitungshülse 58 mit einem Innengewinde 64 auf ein am Umfang des Düsenkörpers 9 eingearbeitetes Außengewinde 65 geschraubt wird. Um die Lage der Aufbereitungshülse 58 relativ zum Düsenkörper 9 nach erfolgter Verschraubung zu sichern, kann die Aufbereitungshülse 58 mittels einer Stemmnase 66 in einer Außennut 68 des Düsenkörpers 9 verstemmt werden. Als Stemmnase 66 findet der dem Anker 14 zugewandte Rand der Aufbereitungshülse 58 Verwendung. Zur Verstemmung wird dieser nach innen in die Außennut 68 des Düsenkörpers 9 gebogen. Zwischen dem die Stemmnase 66 bildenden Rand und dem Boden 60 der Aufbereitungshülse 58 erstreckt sich die Mantelfläche der Sackbohrung 61, welche fast auf ihrer gesamten Länge durch das Innengewinde 64 gebildet wird. Innengewinde 64 und Außengewinde 65 werden vorzugsweise als Feingewinde ausgeführt. Die Aufbereitungshülse 58 kann gleichzeitig dazu dienen, einen den Düsenkörper 9 radial umfassenden Dichtring 69 axial zu sichern, wie in Figur 1 dargestellt ist.

    [0019] Koaxial im Boden 60 der Aufbereitungshülse 58 mündet eine Aufbereitungsbohrung 70 von vorzugsweise zylindrischem Querschnitt, welche andererseits in einer scharfen Aufbereitungskante 71 mündet. Die Aufbereitungskante 71 ist von einer Ringnut 73 umgeben. Der Querschnitt der Ringnut 73 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel in etwa trapezförmig, d.h. sowohl eine innere Wand 74 der Ringnut 73 als auch eine äußere Wand 75 der Ringnut 73 sind schräg. Die Aufbereitungskante 71 wird durch den spitzen Winkel zwischen der schrägen inneren Wand 74 der Ringnut 73 und der Aufbereitungsbohrung 70 gebildet. Dieser Winkel sollte zwischen 10 und 20° betragen. Die äußere Wand 75 der Ringnut 73 bildet gleichzeitig die innere Fläche eines Kragens 77. Der Kragen 77 stellt das in der dem Anker 14 abgewandten Richtung am weitesten vorstehende Teil des Kraftstoffeinspritzventiles dar. Der Kragen 77 umschließt die Aufbereitungskante 71 und ragt gleichzeitig über diese hinaus. Aufgabe des Kragens 77 ist es, die zurückversetzte Aufbereitungskante 71 vor Beschädigungen zu sichern, etwa während der Montage des Kraftstoffeinspritzventils an eine Brennkraftmaschine.

    [0020] Der Lochkörper 55 ist mit mehreren der insbesondere als Bohrungen ausgeführten Abspritzöffnungen 54a, b versehen, welche von stromauf nach stromab des Lochkörpers 55 führen. Die Abspritzöffnungen 54a, b können alle den gleichen Durchmesser aufweisen oder aber einen unterschiedlich großen Durchmesser. Weiterhin sind die Abspritzöffnungen 54a, b unterschiedlich lang und zwar derart, daß die Abspritzöffnungen 54b, je nach Ausführungsbeispiel, kürzer oder länger als die weiteren Abspritzöffnungen 54a ausgebildet sind. Stromaufwärts des Lochkörpers 55 öffnen sich bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 die Abspritzöffnungen 54a, b in der ersten Fläche 59 in den zwischen der Düsenkörperöffnung 50, dem Zapfen 45 und dem freiliegenden Teil der ersten Fläche 59 gebildeten Ringraum. Stromabwärts des Lochkörpers 55 münden die weiteren Abspritzöffnungen 54a auf dem freiliegenen, von der Aufbereitungsbohrung 70 umgebenen Teil der zweiten Fläche 62, während die Abspritzöffnungen 54b in einem von der zweiten Fläche 62 abgesetzten Absatz 80 münden, welcher am freiliegenden Teil der zweiten Fläche 62 des Lochkörpers 55 ausgebildet ist. Bei dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Absatz 80 als Boden einer senkrecht zur Papierebene zwischen den Flächen 59, 62 verlaufenden länglichen Nut 82 ausgeführt.

    [0021] Die Abspritzöffnungen 54a, b weisen Mittelachsen 83a, b auf, welche geneigt oder parallel zur Längsachse des Kraftstoffeinspritzventils verlaufen können. Dabei kann die Neigung jeder Mittelachse 83a der weiteren Abspritzöffnungen 54a bezüglich der Längsachse des Kraftstoffeinspritzventils sowohl eine radiale als auch eine tangentiale Komponente aufweisen. Die Mittelachsen 83b der Abspritzöffnungen 54b sind bei dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel axial verlaufend dargestellt.

    [0022] Bei von Strom durchflossener Magnetspule 3 wird der Anker 14 in Richtung auf den Anschlußstutzen 7 gezogen. Die mit dem Anker 14 fest verbundene Ventilnadel 27 hebt mit ihren Dichtabschnitt 47 von der kegeligen Ventilsitzfläche 49 ab, zwischen Dichtabschnitt 47 und dem Ventilsitz 48 der kegeligen Ventilsitzfläche 49 wird ein Strömungsquerschnitt freigegeben, der Kraftstoff kann durch den zwischen Düsenkörperöffnung 50 und Zapfen 45 gelegenen Ringraum zu den Abspritzöffnungen 54a, b gelangen. Die Abspritzöffnungen 54a, b werden vom Kraftstoff unter hohem Druckabfall durchströmt, da diese den engsten Strömungsquerschnitt innerhalb des Kraftstoffeinspritzventiles bilden. Die Geometrie der Abspritzöffnungen 54a, b entscheidet also über den Mengenstrom des abgespritzten Kraftstoffes, der Fachmann spricht hierbei von "Zumessung".

    [0023] Die Ausrichtung der Abspritzöffnungen 54a, b bzw. die Lage von deren Mittelachsen 83a, b kann dem jeweiligen Anwendungsfall angepaßt werden. Im Normalfall werden die Abspritzöffnungen 54a, b so ausgerichtet, daß sie genau auf das heiße Einlaßventil der Brennkraftmaschine auftreffen. Insbesondere können jedoch bei der Anwendung in einer Brennkraftmaschine mit zwei Einlaßventilen pro Zylinder die Abspritzöffnungen 54a, b auf unterschiedliche Einlaßventile gerichtet werden.

    [0024] Einige Beispiele für erfindungsgemäße Ausführungen des Lochkörpers 55 finden sich in den Figuren 3 bis 7. Der in Figur 2 mit dem Bezugszeichen 56 versehene Rand des Lochkörpers 55 ist dabei jeweils nicht dargestellt. Die Bezugszeichen entsprechen den bisher für gleichwirkende Bauteile verwendeten Bezugszeichen.

    [0025] Die Figuren 3a, b zeigen die gleiche Ausführungsform des Lochkörpers 55, wie sie schon oben beschrieben wurde. Die Nut 82 ist außerhalb der Symmetrieachse in die zweite Fläche 62 des Lochkörpers 55, diese unterbrechend, eingearbeitet. Denkt man sich die stromaufwärts gerichtete erste Fläche 59 des Lochkörpers 55 in einer ersten Ebene 91, die zweite, stromabwärts gerichtete Fläche 62 in einer zweiten Ebene 92 liegend, so liegt der den Absatz 80 darstellende ebene Boden der länglichen Nut 82 in einer dritten, zu den Ebenen 91, 92 parallelen und dazwischenliegenden Ebene 93. Während jede der weiteren Abspritzöffnungen 54a einerseits in der ersten Ebene 91 und andererseits in der zweiten Ebene 92 endet, erstreckt sich jede der Abspritzöffnungen 54b von der ersten Ebene 91 bis zum Absatz 80 in der dritten Ebene 93.

    [0026] Bei dem in den Figuren 4a, b dargestellten Lochkörper 55 wird die stromabwärts gerichtete zweite Fläche 62 von einem keilförmigen Einschnitt 95 unterbrochen. Der den Absatz 80 bildende Boden des keilförmigen Einschnittes 95, an dem die Abspritzöffnungen 54b münden, definiert die dritte Ebene 93, welche unter einem Winkel zur ersten Ebene 91 und zweiten Ebene 92 verläuft. Vorteilhaft kann es sein, den keilförmigen Einschnitt 95 so auszuführen, daß die Mittelachsen 83b der Abspritzöffnungen 54b in einem rechten Winkel 97 zur dritten Ebene 93 bzw. zum Absatz 80 des keilförmigen Einschnittes 95 verlaufen. Durch den senkrecht zum Absatz 80 austretenden Kraftstoffstrahl bleibt dieser besonders gleichmäßig.

    [0027] Bei dem in den Figuren 5a, b dargestellten Lochkörper 55 ist der Absatz 80 als Boden eines Sackloches 98 ausgeführt, welches von der stromabwärts gerichteten zweiten Fläche 62 ausgeht. Die Abspritzöffnungen 54b verlaufen zwischen der ersten Fläche 59 und dem Absatz 80.

    [0028] Bei dem in den Figuren 6a, b dargestellten Lochkörper 55 ist ein Sackloch 99 vorgesehen, das von der stromaufwärts gerichteten ersten Fläche 59 ausgeht und dessen Boden den Absatz 80 bildet, zwischen dem und der zweiten Fläche 62 die Abspritzöffnungen 54b verlaufen.

    [0029] Wie in den Figuren 7a, b dargestellt ist, kann der Absatz 80 auch an einer die Flächen 59, 62 überragenden Erhebung 100 ausgebildet sein. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen sind in diesem Falle die zwischen dem Absatz 80 bzw. der dritten Ebene 93 und einer der Flächen 59, 62 verlaufenden Abspritzöffnungen 54b länger als die zwischen der ersten Fläche 59 und der zweiten Fläche 62 verlaufenden weiteren Abspritzöffnungen 54a.

    [0030] Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen verlaufen die weiteren Abspritzöffnungen 54a jeweils zwischen der ersten Fläche 59 und der zweiten Fläche 62.

    [0031] Bei dem in den Figuren 7a, b dargestellten Lochkörper 55 bietet es sich insbesondere an, diesen zweiteilig auszuführen, wobei die die Form einer Plattform aufweisende Erhebung 100 als gesondertes Teil ausgeführt und auf eine der Flächen 59, 62 des Lochkörpers 55 aufgesetzt ist.

    [0032] Die Herstellung des Lochkörpers kann durch Prägen, Schleifen, Drehen, Elysieren oder ein ähnliches Verfahren vorgenommen werden, die Herstellung der Abspritzöffnungen durch Erodieren, Stanzen oder Bohren (auch Laserbohren, Elektronenstrahl-Bohren). Als Werkstoffe für den Lochkörper kommen verschiedene Arten von Metallen, insbesondere Sintermetalle sowie Kunststoffe und Keramikwerkstoffe in Frage. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann der Lochkörper 55 auch als Bestandteil des Düsenkörpers 9 ausgebildet sein, beispielsweise als Boden im Düsenkörper 9.

    [0033] Durch das Einbringen der Absätze 80 in den Lochkörper 55 tritt eine Veränderung der Länge der in diesem Bereich mündenden Abspritzöffnungen ein. Da die Länge der Abspritzöffnungen den Druckabfall an ihnen bestimmt (lange Abspritzöffnungen bedingen bei gleichem Durchmesser einen hohen Druckabfall, kurze Abspritzöffnungen einen geringen Druckabfall), läßt sich durch eine zweckmäßig gewählte Lage des Absatzes der Druckabfall an der jeweiligen Abspritzöffnung und damit die durchströmende Kraftstoffmenge bestimmen. Zum Kraftstoffmengenabgleich bei einem Kraftstoffeinspritzventil kann also entweder die Anzahl der Abspritzöffnungen variiert werden oder aber, auf beschriebene Weise, die Durchflußmenge jeder Abspritzöffnung.


    Ansprüche

    1. Niederdruck-Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen mit einem Lochplättchen (55), das stromab eines Ventilsitzes (48) des Kraftstoffeinspritzventiles angeordnet ist und mit einer in einer ersten Ebene (91) des Lochplättchens (55) liegenden ersten Fläche (59) und einer in einer zweiten Ebene (92) des Lochplättchens (55) liegenden zweiten Fläche (62) sowie mit mindestens einem in einer dritten Ebene (93) des Lochplättchens (55) liegenden Absatz (80), zwischen dem und einer der Flächen (59, 62) des Lochplättchens (55) sich mindestens eine das Lochplättchen (55) durchdringende Abspritzöffnung (54b) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß sich mindestens eine weitere Abspritzöffnung (54a) zwischen den beiden Flächen (59, 62) erstreckt und sich die Länge der weiteren Abspritzöffnung (54a) von der Länge der sich zwischen dem Absatz (80) und einer der Flächen (59, 62) erstreckenden Abspritzöffnung (54b) unterscheidet.
     
    2. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Absatz (80) als Boden einer Vertiefung im Lochplättchen (55) zwischen der ersten (59) und der zweiten Fläche (62) ausgebildet ist.
     
    3. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Absatz (80) als Boden eines Sackloches (98, 99) ausgebildet ist.
     
    4. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Absatz (80) als Boden einer Nut (82) ausgebildet ist.
     
    5. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Ebene (93) unter einem Winkel zur ersten Ebene (91) oder zur zweiten Ebene (92) angeordnet ist.
     
    6. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der in der dritten Ebene (93) liegende besatz (80) als Boden eines keilförmigen Einschnittes (95) zwischen erster Ebene (91) und zweiter Ebene (92) ausgebildet ist.
     
    7. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Absatz (80) an einer Erhebung (100) ausgebildet ist.
     
    8. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Mittelachsen (83a, b) verschiedener Abspritzöffnungen (54a, b) unterschiedlich stark zur Längsachse des Kraftstoffeinspritzventils geneigt verlaufen.
     
    9. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lochplättchen (55) als separates Bauteil ausgeführt ist.
     
    10. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lochplättchen (55) als Bestandteil eines den Ventilsitz (48) aufnehmenden Düsenkörpers (9) des Kraftstoffeinspritzventils ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. Low-pressure fuel injection valve for internal combustion engines, with a small perforated plate (55) which is arranged downstream of a valve seat (48) of the fuel injection valve and with a first face (59) lying in a first plane (91) of the small perforated plate (55) and a second face (62) lying in a second plane (92) of the small perforated plate (55) and with at least one step (80), which lies in a third plane (93) of the small perforated plate (55) and between which and one of the faces (59, 62) of the small perforated plate (55) there extends at least one ejection opening (54b) passing through the small perforated plate (55), characterised in that at least one further ejection opening (54a) extends between the two faces (59, 62) and the length of the further ejection opening (54a) differs from the length of the ejection opening (54b) extending between the step (80) and one of the faces (59, 62).
     
    2. Fuel injection valve according to Claim 1, characterised in that the step (80) is designed as the base of a recess in the small perforated plate (55) between the first (59) and the second face (62).
     
    3. Fuel injection valve according to Claim 2, characterised in that the step (80) is designed as the base of a blind hole (98, 99).
     
    4. Fuel injection valve according to Claim 2, characterised in that the step (80) is designed as the base of a groove (82).
     
    5. Fuel injection valve according to Claim 2, characterised in that the third plane (93) is arranged at an angle to the first plane (91) or to the second plane (92).
     
    6. Fuel injection valve according to Claim 5, characterised in that the step (80) lying in the third plane (93) is designed as the base of a wedge-shaped notch (95) between the first plane (91) and the second plane (92).
     
    7. Fuel injection valve according to Claim 1, characterised in that the step (80) is formed on a raised portion (100).
     
    8. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterised in that centre lines (83a, b) of different ejection openings (54a, b) extend with different degrees of obliquity to the longitudinal axis of the fuel injection valve.
     
    9. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterised in that the small perforated plate (55) is executed as a separate component.
     
    10. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterised in that the small perforated plate (55) is designed as part of a nozzle body (9) of the fuel injection valve, which nozzle body accommodates the valve seat (48).
     


    Revendications

    1. Injecteur de carburant basse pression pour des moteurs à combustion interne, comportant une plaquette perforée (55) prévue en aval du siège de soupape (49) de l'injecteur de carburant et ayant une première surface située dans un premier plan (91) de la plaquette (55) perforée et une seconde surface (62) située dans un second plan (92) de la plaquette perforée (55) ainsi qu'au moins un décrochement (80) situé dans un troisième plan (93) de la plaquette perforée (55), entre l'une et l'autre des surfaces (59, 62) de la plaquette perforée (55), et au moins un orifice d'éjection (54b) qui traverse la plaquette perforée (55), injecteur caractérisé par au moins un autre orifice d'éjection (54a) entre les deux surfaces (59, 62) et cet orifice d'éjection (54a) a une longueur différente de celle de l'orifice d'éjection (54b) comprise entre le décrochement (80) et l'une des surfaces (59, 62).
     
    2. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le décrochement (80) est le fond d'une cavité réalisée dans la plaquette perforée (55) entre la première surface (59) et la seconde surface (62).
     
    3. Injecteur de carburant selon la revendication 2, caractérisé en ce que le décrochement (80) est constitué par le fond d'un trou borgne (98, 99).
     
    4. Injecteur de carburant selon la revendication 2, caractérisé en ce que le décrochement (80) est le fond d'une rainure (82).
     
    5. Injecteur de carburant selon la revendication 2, caractérisé en ce que le troisième plan (93) fait un certain angle par rapport au premier plan (91) ou au second plan (92).
     
    6. Injecteur de carburant selon la revendication 5, caractérisé en ce que le décrochement (80) situé dans le troisième plan (93) constitue le fond d'une encoche cunéiforme (95) entre le premier plan (91) et le second plan (92).
     
    7. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le décrochement (80) est réalisé sur un bossage (100).
     
    8. Injecteur de carburant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les axes (83a, b) de différents orifices d'éjection (54a, 54b) sont plus ou moins inclinés par rapport à l'axe longitudinal de l'injecteur.
     
    9. Injecteur de carburant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la plaquette perforée (55) est une pièce séparée.
     
    10. Injecteur de carburant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la plaquette perforée (55) fait partie d'un corps (9) de l'injecteur et qui comporte le siège (48) de l'injecteur.
     




    Zeichnung