Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Niederdruck- Kraftstoffeinspritzventil nach der
Gattung des Anspruchs 1.
[0002] Es ist bereits Niederdruck- Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen bekannt
(EP-A-0201190) bei dem stromabwärts des Ventilsitzes ein Lochkörper mit mehreren gerichteten
Bohrungen angeordnet ist. Die Bohrungen beginnen in einer ringförmigen Nut, welche
in der dem Ventilsitz zugewandten Flachseite des Lochkörpers eingearbeitet ist und
münden an der anderen Flachseite des Lochkörpers, wobei sie so geneigt sind, daß die
austretenden Kraftstoffstrahlen einen Drall aufweisen. Zum Mengenabgleich des Kraftstoffeinspritzventiles
wird die Anzahl der jeweiligen Bohrungen und deren Durchmesser den individuellen Einstellerfordernissen
angepaßt. Eine weitergehende Einstellung der Abspritzcharakteristik ist an dem bekannten
Lochkörper nicht vorgesehen, insbesondere keine Anpassung an spezielle Geometrien
und Strömungsverhältnisse der Brennkraftmaschine. Bekannt ist ebenfalls eine Mehrloch-Einspritzdüse
zur Hochdruck einspritzung in Dieselmotoren (GB-A-2034816), die einen gewölbten Düsenkopf
mit unterschiedlich langen Abspritzöffnungen zur Erzeugung einzelner Kraftstoffstrahlen
hat.
Vorteile der Erfindung
[0003] Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1 bietet demgegenüber den Vorteil einer einfachen, individuellen Anpassung
an die besonderen Gegebenheiten der Brennkraftmaschine. Insbesondere sind motorspezifische
Eigenheiten wie Bauart, Strömungsverhältnisse und Betriebsbereiche bereits bei der
Herstellung des Kraftstoffeinspritzventiles berücksichtigbar, so daß ein Abgleich
auch innerhalb einer gemeinsamen Fertigungslinie möglich ist.
[0004] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
des im Anspruch 1 angegebenen Kraftstoffeinspritzventils möglich.
[0005] Vorteilhaft ist es insbesondere, die Abspritzöffnungen unterschiedlich stark zur
Längsachse des Kraftstoffeinspritzventils zu neigen. Auf diese Weise ist es beispielsweise
möglich, die Kraftstoffstrahlen auf mehrere, unabhängige Einlaßkanäle der Brennkraftmaschine
zu richten.
Zeichnung
[0006] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Figur 1 zeigt eine Ausführungsform
eines mit dem Lochplättchen versehenen Kraftstoffeinspritzventiles, Figur 2 einen
Ausschnitt aus Figur 1 in vergrößertem Maßstab. In den Figuren 3 bis 7 sind, jeweils
in einer perspektivischen Darstellung (a) und in einem Schnitt (b), verschiedene Lochplättchen
dargestellt.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0007] Ein in Figur 1 beispielsweise dargestelltes Kraftstoffeinspritzventil für eine Kraftstoffeinspritzanlage
einer gemischverdichtenden, fremdgezündeten Brennkraftmaschine hat ein Ventilgehäuse
1 aus ferromagnetischem Material, in dem auf einem Spulenträger 2 eine Magnetspule
3 angeordnet ist. Die Magnetspule 3 hat eine Stromzuführung über einen Steckanschluß
4, der in einem das Ventilgehäuse 1 teilweise umgreifenden Kunststoffring 5 eingebettet
ist.
[0008] Der Spulenträger 2 der Magnetspule 3 sitzt in einem Spulenraum 6 des Ventilgehäuses
1 auf einem den Kraftstoff, beispielsweise Benzin, zuführenden Anschlußstutzen 7,
der teilweise in das Ventilgehäuse 1 ragt. Das Ventilgehäuse 1 umschließt dem Kraftstoffstutzen
7 abgewandt teilweise einen Düsenkörper 9.
[0009] Zwischen einer Stirnfläche 11 des Anschlußstutzens 7 und einer zum genauen Einstellen
des Ventils eine bestimmte Dicke aufweisenden Anschlagplatte 12, die auf eine Innenschulter
13 des Ventilgehäuses 1 aufgesetzt ist, befindet sich ein zylindrischer Anker 14.
Der Anker 14 besteht aus einem nicht korrosionsanfälligen, magnetischen Material und
befindet sich mit geringem radialen Abstand zu einem magnetisch leitfähigen Absatz
des Ventilgehäuses 1, auf diese Weise zwischen Anker 14 und Absatz einen ringförmigen
Magnetspalt bildend, koaxial im Ventilgehäuse 1. Von seinen beiden Stirnflächen aus
ist der zylindrische Anker 14 mit einer ersten 15 und einer zweiten 16 koaxialen Sackbohrung
versehen, wobei die zweite Sackbohrung 16 sich zum Düsenkörper 9 hin öffnet. Erste
15 und zweite 16 Sackbohrung sind miteinander durch eine koaxiale Öffnung 17 verbunden.
Der Durchmesser der Öffnung 17 ist kleiner als der Durchmesser der zweiten Sackbohrung
16. Der dem Düsenkörper 9 zugewandte Endabschnitt des Ankers 14 ist als Verformungsbereich
18 ausgeführt. Dieser Verformungsbereich 18 hat die Aufgabe, durch Umgreifen eines,
einen Teil einer Ventilnadel 27 bildenden und die zweite Sackbohrung 16 aussfüllenden
Haltekörpers 28 den Anker 14 mit der Ventilnadel 27 formschlüssig zu verbinden. Das
Umgreifen des Haltekörpers 28 durch den Verformungsbereich 18 des Ankers 14 wird durch
Einpressen von Material des Verformungsbereichs 18 in am Haltekörper 28 befindliche
Rillen 29 erreicht.
[0010] Am Boden der ersten koaxialen Sackbohrung 15 liegt eine Druckfeder 30 mit ihrem einen
Ende an, welche andererseits an einem im Anschlußstutzen 7 durch Verschrauben oder
Verstemmen befestigten Rohreinsatz 31 anliegt und welche bestrebt ist, Anker 14 und
Ventilnadel 27 mit einer vom Anschlußstutzen 7 abgewandten Kraft zu beaufschlagen.
[0011] Die Ventilnadel 27 durchdringt mit radialem Abstand eine Durchgangsbohrung 34 in
der Anschlagplatte 12 und wird in einer Führungsbohrung 35 des Düsenkörpers 9 geführt.
In der Anschlagplatte 12 ist eine von der Durchgangsbohrung 34 zum Umfang der Anschlagplatte
12 führende Aussparung 37 vorgesehen, deren Lichte Weite größer ist als der Durchmesser
der Ventilnadel 27 in ihrem von der Anschlagplatte 12 umgebenen Bereich.
[0012] Die Ventilnadel 27 hat zwei Führungsabschnitte 39 und 40, die der Ventilnadel 27
in der Führungsbohrung 35 Führung geben sowie einen Axialdurchgang für den Kraftstoff
freilassen und beispielsweise als Vierkante ausgebildet sind.
[0013] An den stromabwärts liegenden zweiten Führungsabschnitt 40 schließt sich ein zylindrischer
Abschnitt 43 geringeren Durchmessers an. An den zylindrischen Abschnitt 43 wiederum
fügt sich ein zulaufender, kegeliger Abschnitt 44, welcher in einem koaxialen, bevorzugt
zylindrischen Zapfen 45 ausläuft.
[0014] In der einen Ausschnitt aus Figur 1 darstellenden Figur 2 ist zu erkennen, daß der
Übergang zwischen dem zylindrischen Abschnitt 43 und dem kegeligen Abschnitt 44 gerundet
ist ― etwa in Form eines Radius ― und einen Dichtabschnitt 47 bildet, welcher im Zusammenwirken
mit einem Ventilsitz 48 auf einer kegeligen Ventilsitzfläche 49 des Düsenkörpers 9
ein Öffnen bzw. Schließen des Kraftstoffeinspritzventiles bewirkt. Die kegelige Ventilsitzfläche
49 des Düsenkörpers 9 setzt sich in der dem Anker 14 abgewandten Richtung in einer
zylindrischen Düsenkörperöffnung 50 fort, welche auf ungefähr gleicher Länge wie die
Länge des Zapfens 45 verläuft, so daß zwischen der zylindrischen Düsenkörperöffnung
50 und dem zylindrischen Zapfen 45 ein Ringspalt konstanten Querschnitts verbleibt.
Die Übergänge zwischen der kegeligen Ventilsitzfläche 49 einerseits und der zylindrischen
Düsenkörperöffnung 50 andererseits sowie dem kegeligen Abschnitt 44 der Ventilnadel
27 einerseits und dem Zapfen 45 andererseits sind gerundet, um einen guten Strömungsverlauf
zu gewährleisten. Den Abschluß des Düsenkörpers 9 in der dem Anker 14 abgewandten
Richtung bildet eine Flachseite 51, welche durch die Mündung der Düsenkörperöffnung
50 unterbrochen ist.
[0015] Die Länge des Zapfens 45 ist so bemessen, daß bei geschlossenem Kraftstoffeinspritzventil
der Zapfen 45 gerade nicht aus der Düsenkörperöffnung 50 hinausragt, d.h. der Zapfen
45 endet unmittelbar vor der durch die Flachseite 51 des Düsenkörpers 9 definierten
Ebene.
[0016] Während die Flachseite 51 des Düsenkörpers 9 innen durch die Düsenkörperöffnung 50
begrenzt ist, kann sie außen durch einen konischen Bereich 52 begrenzt sein, welcher
sich in der dem Anker 14 zugewandten Richtung erweitert.
[0017] An der Flachseite 51 des Düsenkörpers 9 liegt ein mit Abspritzöffnungen 54a, b versehener,
beispielsweise als dünnes Plättchen ausgebildeter Lochkörper 55 an, welcher vollkommen
eben ausgebildet sein kann oder welcher, wie in der Zeichnung dargestellt, einen hochgezogenen
Rand 56 aufweist, der in etwa der Kontur des konischen Bereiches 52 des Düsenkörpers
9 folgt. Die Herstellung des Randes 56 am Lochkörper 55 kann etwa durch Tiefziehen
des Lochkörpers 55 bewerkstelligt werden. Die Befestigung des Lochkörpers 55 an der
Flachseite 51 wird durch eine Aufbereitungshülse 58 gewährleistet. Der Lochkörper
55 wird mit einer dem Dichtabschnitt 47 zugewandten ersten Fläche 59 des Lochkörpers
55 gegen die Flachseite 51 des Düsenkörpers 9 gedrückt, indem ein Boden 60 einer koaxialen
Sackbohrung 61 der Aufbereitungshülse 58 den Lochkörper 55 in einem äußeren Bereich
an einer dem Dichtabschnitt 47 abgewandten zweiten Fläche 62 erfaßt. Der Lochkörper
55 ist also zwischen dem Boden 60 der Sackbohrung 61 der Aufbereitungshülse 58 und
der Flachseite 51 des Düsenkörpers 9 eingespannt. Die Zentrierung des Lochkörpers
55 wird dabei erreicht, indem sich der Rand 56 des Lochkörpers 55 an den konischen
Bereich 52 des Düsenkörpers 9 anlegt, der Lochkörper 55 somit kein radiales Spiel
mehr aufweist. Eine besonders gute Zentrierung des Lochkörpers 55 ist erreichbar,
wenn sich der Rand 56 des Lochkörpers 55 beim Aufschieben auf den konischen Bereich
52 aufweitet, also eine radiale Einspannung vorgenommen wird.
[0018] Die Einspannung des Lochkörpers 55 an seinen Flächen 59, 62 zwischen Düsenkörper
9 und Aufbereitungshülse 58 wird realisiert, indem die Aufbereitungshülse 58 mit einem
Innengewinde 64 auf ein am Umfang des Düsenkörpers 9 eingearbeitetes Außengewinde
65 geschraubt wird. Um die Lage der Aufbereitungshülse 58 relativ zum Düsenkörper
9 nach erfolgter Verschraubung zu sichern, kann die Aufbereitungshülse 58 mittels
einer Stemmnase 66 in einer Außennut 68 des Düsenkörpers 9 verstemmt werden. Als Stemmnase
66 findet der dem Anker 14 zugewandte Rand der Aufbereitungshülse 58 Verwendung. Zur
Verstemmung wird dieser nach innen in die Außennut 68 des Düsenkörpers 9 gebogen.
Zwischen dem die Stemmnase 66 bildenden Rand und dem Boden 60 der Aufbereitungshülse
58 erstreckt sich die Mantelfläche der Sackbohrung 61, welche fast auf ihrer gesamten
Länge durch das Innengewinde 64 gebildet wird. Innengewinde 64 und Außengewinde 65
werden vorzugsweise als Feingewinde ausgeführt. Die Aufbereitungshülse 58 kann gleichzeitig
dazu dienen, einen den Düsenkörper 9 radial umfassenden Dichtring 69 axial zu sichern,
wie in Figur 1 dargestellt ist.
[0019] Koaxial im Boden 60 der Aufbereitungshülse 58 mündet eine Aufbereitungsbohrung 70
von vorzugsweise zylindrischem Querschnitt, welche andererseits in einer scharfen
Aufbereitungskante 71 mündet. Die Aufbereitungskante 71 ist von einer Ringnut 73 umgeben.
Der Querschnitt der Ringnut 73 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel in etwa trapezförmig,
d.h. sowohl eine innere Wand 74 der Ringnut 73 als auch eine äußere Wand 75 der Ringnut
73 sind schräg. Die Aufbereitungskante 71 wird durch den spitzen Winkel zwischen der
schrägen inneren Wand 74 der Ringnut 73 und der Aufbereitungsbohrung 70 gebildet.
Dieser Winkel sollte zwischen 10 und 20° betragen. Die äußere Wand 75 der Ringnut
73 bildet gleichzeitig die innere Fläche eines Kragens 77. Der Kragen 77 stellt das
in der dem Anker 14 abgewandten Richtung am weitesten vorstehende Teil des Kraftstoffeinspritzventiles
dar. Der Kragen 77 umschließt die Aufbereitungskante 71 und ragt gleichzeitig über
diese hinaus. Aufgabe des Kragens 77 ist es, die zurückversetzte Aufbereitungskante
71 vor Beschädigungen zu sichern, etwa während der Montage des Kraftstoffeinspritzventils
an eine Brennkraftmaschine.
[0020] Der Lochkörper 55 ist mit mehreren der insbesondere als Bohrungen ausgeführten Abspritzöffnungen
54a, b versehen, welche von stromauf nach stromab des Lochkörpers 55 führen. Die Abspritzöffnungen
54a, b können alle den gleichen Durchmesser aufweisen oder aber einen unterschiedlich
großen Durchmesser. Weiterhin sind die Abspritzöffnungen 54a, b unterschiedlich lang
und zwar derart, daß die Abspritzöffnungen 54b, je nach Ausführungsbeispiel, kürzer
oder länger als die weiteren Abspritzöffnungen 54a ausgebildet sind. Stromaufwärts
des Lochkörpers 55 öffnen sich bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 die Abspritzöffnungen
54a, b in der ersten Fläche 59 in den zwischen der Düsenkörperöffnung 50, dem Zapfen
45 und dem freiliegenden Teil der ersten Fläche 59 gebildeten Ringraum. Stromabwärts
des Lochkörpers 55 münden die weiteren Abspritzöffnungen 54a auf dem freiliegenen,
von der Aufbereitungsbohrung 70 umgebenen Teil der zweiten Fläche 62, während die
Abspritzöffnungen 54b in einem von der zweiten Fläche 62 abgesetzten Absatz 80 münden,
welcher am freiliegenden Teil der zweiten Fläche 62 des Lochkörpers 55 ausgebildet
ist. Bei dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Absatz 80 als Boden
einer senkrecht zur Papierebene zwischen den Flächen 59, 62 verlaufenden länglichen
Nut 82 ausgeführt.
[0021] Die Abspritzöffnungen 54a, b weisen Mittelachsen 83a, b auf, welche geneigt oder
parallel zur Längsachse des Kraftstoffeinspritzventils verlaufen können. Dabei kann
die Neigung jeder Mittelachse 83a der weiteren Abspritzöffnungen 54a bezüglich der
Längsachse des Kraftstoffeinspritzventils sowohl eine radiale als auch eine tangentiale
Komponente aufweisen. Die Mittelachsen 83b der Abspritzöffnungen 54b sind bei dem
in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel axial verlaufend dargestellt.
[0022] Bei von Strom durchflossener Magnetspule 3 wird der Anker 14 in Richtung auf den
Anschlußstutzen 7 gezogen. Die mit dem Anker 14 fest verbundene Ventilnadel 27 hebt
mit ihren Dichtabschnitt 47 von der kegeligen Ventilsitzfläche 49 ab, zwischen Dichtabschnitt
47 und dem Ventilsitz 48 der kegeligen Ventilsitzfläche 49 wird ein Strömungsquerschnitt
freigegeben, der Kraftstoff kann durch den zwischen Düsenkörperöffnung 50 und Zapfen
45 gelegenen Ringraum zu den Abspritzöffnungen 54a, b gelangen. Die Abspritzöffnungen
54a, b werden vom Kraftstoff unter hohem Druckabfall durchströmt, da diese den engsten
Strömungsquerschnitt innerhalb des Kraftstoffeinspritzventiles bilden. Die Geometrie
der Abspritzöffnungen 54a, b entscheidet also über den Mengenstrom des abgespritzten
Kraftstoffes, der Fachmann spricht hierbei von "Zumessung".
[0023] Die Ausrichtung der Abspritzöffnungen 54a, b bzw. die Lage von deren Mittelachsen
83a, b kann dem jeweiligen Anwendungsfall angepaßt werden. Im Normalfall werden die
Abspritzöffnungen 54a, b so ausgerichtet, daß sie genau auf das heiße Einlaßventil
der Brennkraftmaschine auftreffen. Insbesondere können jedoch bei der Anwendung in
einer Brennkraftmaschine mit zwei Einlaßventilen pro Zylinder die Abspritzöffnungen
54a, b auf unterschiedliche Einlaßventile gerichtet werden.
[0024] Einige Beispiele für erfindungsgemäße Ausführungen des Lochkörpers 55 finden sich
in den Figuren 3 bis 7. Der in Figur 2 mit dem Bezugszeichen 56 versehene Rand des
Lochkörpers 55 ist dabei jeweils nicht dargestellt. Die Bezugszeichen entsprechen
den bisher für gleichwirkende Bauteile verwendeten Bezugszeichen.
[0025] Die Figuren 3a, b zeigen die gleiche Ausführungsform des Lochkörpers 55, wie sie
schon oben beschrieben wurde. Die Nut 82 ist außerhalb der Symmetrieachse in die zweite
Fläche 62 des Lochkörpers 55, diese unterbrechend, eingearbeitet. Denkt man sich die
stromaufwärts gerichtete erste Fläche 59 des Lochkörpers 55 in einer ersten Ebene
91, die zweite, stromabwärts gerichtete Fläche 62 in einer zweiten Ebene 92 liegend,
so liegt der den Absatz 80 darstellende ebene Boden der länglichen Nut 82 in einer
dritten, zu den Ebenen 91, 92 parallelen und dazwischenliegenden Ebene 93. Während
jede der weiteren Abspritzöffnungen 54a einerseits in der ersten Ebene 91 und andererseits
in der zweiten Ebene 92 endet, erstreckt sich jede der Abspritzöffnungen 54b von der
ersten Ebene 91 bis zum Absatz 80 in der dritten Ebene 93.
[0026] Bei dem in den Figuren 4a, b dargestellten Lochkörper 55 wird die stromabwärts gerichtete
zweite Fläche 62 von einem keilförmigen Einschnitt 95 unterbrochen. Der den Absatz
80 bildende Boden des keilförmigen Einschnittes 95, an dem die Abspritzöffnungen 54b
münden, definiert die dritte Ebene 93, welche unter einem Winkel zur ersten Ebene
91 und zweiten Ebene 92 verläuft. Vorteilhaft kann es sein, den keilförmigen Einschnitt
95 so auszuführen, daß die Mittelachsen 83b der Abspritzöffnungen 54b in einem rechten
Winkel 97 zur dritten Ebene 93 bzw. zum Absatz 80 des keilförmigen Einschnittes 95
verlaufen. Durch den senkrecht zum Absatz 80 austretenden Kraftstoffstrahl bleibt
dieser besonders gleichmäßig.
[0027] Bei dem in den Figuren 5a, b dargestellten Lochkörper 55 ist der Absatz 80 als Boden
eines Sackloches 98 ausgeführt, welches von der stromabwärts gerichteten zweiten Fläche
62 ausgeht. Die Abspritzöffnungen 54b verlaufen zwischen der ersten Fläche 59 und
dem Absatz 80.
[0028] Bei dem in den Figuren 6a, b dargestellten Lochkörper 55 ist ein Sackloch 99 vorgesehen,
das von der stromaufwärts gerichteten ersten Fläche 59 ausgeht und dessen Boden den
Absatz 80 bildet, zwischen dem und der zweiten Fläche 62 die Abspritzöffnungen 54b
verlaufen.
[0029] Wie in den Figuren 7a, b dargestellt ist, kann der Absatz 80 auch an einer die Flächen
59, 62 überragenden Erhebung 100 ausgebildet sein. Im Gegensatz zu den vorhergehenden
Ausführungsbeispielen sind in diesem Falle die zwischen dem Absatz 80 bzw. der dritten
Ebene 93 und einer der Flächen 59, 62 verlaufenden Abspritzöffnungen 54b länger als
die zwischen der ersten Fläche 59 und der zweiten Fläche 62 verlaufenden weiteren
Abspritzöffnungen 54a.
[0030] Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen verlaufen die weiteren Abspritzöffnungen
54a jeweils zwischen der ersten Fläche 59 und der zweiten Fläche 62.
[0031] Bei dem in den Figuren 7a, b dargestellten Lochkörper 55 bietet es sich insbesondere
an, diesen zweiteilig auszuführen, wobei die die Form einer Plattform aufweisende
Erhebung 100 als gesondertes Teil ausgeführt und auf eine der Flächen 59, 62 des Lochkörpers
55 aufgesetzt ist.
[0032] Die Herstellung des Lochkörpers kann durch Prägen, Schleifen, Drehen, Elysieren oder
ein ähnliches Verfahren vorgenommen werden, die Herstellung der Abspritzöffnungen
durch Erodieren, Stanzen oder Bohren (auch Laserbohren, Elektronenstrahl-Bohren).
Als Werkstoffe für den Lochkörper kommen verschiedene Arten von Metallen, insbesondere
Sintermetalle sowie Kunststoffe und Keramikwerkstoffe in Frage. In einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung kann der Lochkörper 55 auch als Bestandteil des Düsenkörpers
9 ausgebildet sein, beispielsweise als Boden im Düsenkörper 9.
[0033] Durch das Einbringen der Absätze 80 in den Lochkörper 55 tritt eine Veränderung der
Länge der in diesem Bereich mündenden Abspritzöffnungen ein. Da die Länge der Abspritzöffnungen
den Druckabfall an ihnen bestimmt (lange Abspritzöffnungen bedingen bei gleichem Durchmesser
einen hohen Druckabfall, kurze Abspritzöffnungen einen geringen Druckabfall), läßt
sich durch eine zweckmäßig gewählte Lage des Absatzes der Druckabfall an der jeweiligen
Abspritzöffnung und damit die durchströmende Kraftstoffmenge bestimmen. Zum Kraftstoffmengenabgleich
bei einem Kraftstoffeinspritzventil kann also entweder die Anzahl der Abspritzöffnungen
variiert werden oder aber, auf beschriebene Weise, die Durchflußmenge jeder Abspritzöffnung.
1. Niederdruck-Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen mit einem Lochplättchen
(55), das stromab eines Ventilsitzes (48) des Kraftstoffeinspritzventiles angeordnet
ist und mit einer in einer ersten Ebene (91) des Lochplättchens (55) liegenden ersten
Fläche (59) und einer in einer zweiten Ebene (92) des Lochplättchens (55) liegenden
zweiten Fläche (62) sowie mit mindestens einem in einer dritten Ebene (93) des Lochplättchens
(55) liegenden Absatz (80), zwischen dem und einer der Flächen (59, 62) des Lochplättchens
(55) sich mindestens eine das Lochplättchen (55) durchdringende Abspritzöffnung (54b)
erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß sich mindestens eine weitere Abspritzöffnung
(54a) zwischen den beiden Flächen (59, 62) erstreckt und sich die Länge der weiteren
Abspritzöffnung (54a) von der Länge der sich zwischen dem Absatz (80) und einer der
Flächen (59, 62) erstreckenden Abspritzöffnung (54b) unterscheidet.
2. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Absatz
(80) als Boden einer Vertiefung im Lochplättchen (55) zwischen der ersten (59) und
der zweiten Fläche (62) ausgebildet ist.
3. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Absatz
(80) als Boden eines Sackloches (98, 99) ausgebildet ist.
4. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Absatz
(80) als Boden einer Nut (82) ausgebildet ist.
5. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte
Ebene (93) unter einem Winkel zur ersten Ebene (91) oder zur zweiten Ebene (92) angeordnet
ist.
6. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der in der
dritten Ebene (93) liegende besatz (80) als Boden eines keilförmigen Einschnittes
(95) zwischen erster Ebene (91) und zweiter Ebene (92) ausgebildet ist.
7. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Absatz
(80) an einer Erhebung (100) ausgebildet ist.
8. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Mittelachsen (83a, b) verschiedener Abspritzöffnungen (54a, b) unterschiedlich
stark zur Längsachse des Kraftstoffeinspritzventils geneigt verlaufen.
9. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Lochplättchen (55) als separates Bauteil ausgeführt ist.
10. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Lochplättchen (55) als Bestandteil eines den Ventilsitz (48) aufnehmenden
Düsenkörpers (9) des Kraftstoffeinspritzventils ausgebildet ist.
1. Low-pressure fuel injection valve for internal combustion engines, with a small
perforated plate (55) which is arranged downstream of a valve seat (48) of the fuel
injection valve and with a first face (59) lying in a first plane (91) of the small
perforated plate (55) and a second face (62) lying in a second plane (92) of the small
perforated plate (55) and with at least one step (80), which lies in a third plane
(93) of the small perforated plate (55) and between which and one of the faces (59,
62) of the small perforated plate (55) there extends at least one ejection opening
(54b) passing through the small perforated plate (55), characterised in that at least
one further ejection opening (54a) extends between the two faces (59, 62) and the
length of the further ejection opening (54a) differs from the length of the ejection
opening (54b) extending between the step (80) and one of the faces (59, 62).
2. Fuel injection valve according to Claim 1, characterised in that the step (80)
is designed as the base of a recess in the small perforated plate (55) between the
first (59) and the second face (62).
3. Fuel injection valve according to Claim 2, characterised in that the step (80)
is designed as the base of a blind hole (98, 99).
4. Fuel injection valve according to Claim 2, characterised in that the step (80)
is designed as the base of a groove (82).
5. Fuel injection valve according to Claim 2, characterised in that the third plane
(93) is arranged at an angle to the first plane (91) or to the second plane (92).
6. Fuel injection valve according to Claim 5, characterised in that the step (80)
lying in the third plane (93) is designed as the base of a wedge-shaped notch (95)
between the first plane (91) and the second plane (92).
7. Fuel injection valve according to Claim 1, characterised in that the step (80)
is formed on a raised portion (100).
8. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterised in
that centre lines (83a, b) of different ejection openings (54a, b) extend with different
degrees of obliquity to the longitudinal axis of the fuel injection valve.
9. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterised in
that the small perforated plate (55) is executed as a separate component.
10. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterised in
that the small perforated plate (55) is designed as part of a nozzle body (9) of the
fuel injection valve, which nozzle body accommodates the valve seat (48).
1. Injecteur de carburant basse pression pour des moteurs à combustion interne, comportant
une plaquette perforée (55) prévue en aval du siège de soupape (49) de l'injecteur
de carburant et ayant une première surface située dans un premier plan (91) de la
plaquette (55) perforée et une seconde surface (62) située dans un second plan (92)
de la plaquette perforée (55) ainsi qu'au moins un décrochement (80) situé dans un
troisième plan (93) de la plaquette perforée (55), entre l'une et l'autre des surfaces
(59, 62) de la plaquette perforée (55), et au moins un orifice d'éjection (54b) qui
traverse la plaquette perforée (55), injecteur caractérisé par au moins un autre orifice
d'éjection (54a) entre les deux surfaces (59, 62) et cet orifice d'éjection (54a)
a une longueur différente de celle de l'orifice d'éjection (54b) comprise entre le
décrochement (80) et l'une des surfaces (59, 62).
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le décrochement
(80) est le fond d'une cavité réalisée dans la plaquette perforée (55) entre la première
surface (59) et la seconde surface (62).
3. Injecteur de carburant selon la revendication 2, caractérisé en ce que le décrochement
(80) est constitué par le fond d'un trou borgne (98, 99).
4. Injecteur de carburant selon la revendication 2, caractérisé en ce que le décrochement
(80) est le fond d'une rainure (82).
5. Injecteur de carburant selon la revendication 2, caractérisé en ce que le troisième
plan (93) fait un certain angle par rapport au premier plan (91) ou au second plan
(92).
6. Injecteur de carburant selon la revendication 5, caractérisé en ce que le décrochement
(80) situé dans le troisième plan (93) constitue le fond d'une encoche cunéiforme
(95) entre le premier plan (91) et le second plan (92).
7. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le décrochement
(80) est réalisé sur un bossage (100).
8. Injecteur de carburant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que les axes (83a, b) de différents orifices d'éjection (54a, 54b) sont plus
ou moins inclinés par rapport à l'axe longitudinal de l'injecteur.
9. Injecteur de carburant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la plaquette perforée (55) est une pièce séparée.
10. Injecteur de carburant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la plaquette perforée (55) fait partie d'un corps (9) de l'injecteur et
qui comporte le siège (48) de l'injecteur.