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EP 0 311 728 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.03.1993 Patentblatt 1993/10 |
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Anmeldetag: 10.10.1987 |
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Rakeleinrichtung
Doctoring device
Dispositif de raclage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI NL |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.04.1989 Patentblatt 1989/16 |
| (73) |
Patentinhaber: Zimmer, Johannes |
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A-9020 Klagenfurt (AT) |
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Erfinder: |
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- Zimmer, Johannes
A-9020 Klagenfurt (AT)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Wenzel & Kalkoff |
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Postfach 73 04 66 22124 Hamburg 22124 Hamburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
AT-A- 346 801 FR-A- 1 552 561 FR-A- 2 287 996
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DE-A- 2 250 092 FR-A- 2 125 633
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Rakeleinrichtung zum Auftragen von Auftragsmaterial wie
ggf. schäumbaren Substanzen unterschiedlicher Viskosität, Beschichtungsstoffen, Lacken,
Klebern, Pasten od.dgl. auf eine Auftragsfläche (Substrat) mit einer an diese anpreßbaren
Rakel wobei die Einrichtung ein mit der Rakel auf das Auftragsmaterial einwirkendes
Rakelelement umfaßt, das von einem Tragholm gehalten ist, der unmittelbar in einer
im Abstand zu der Auftragsfläche einstellbar lageveränderbaren Halterung gelagert
ist, und das infolge der Veränderung des Halterungsabstandes um eine durch die Rakelerstreckung
bestimmte Gelenkachse einer an dem Rakelelement angeordneten, dieses mit der Halterung
Verbindenden Gelenkverbindung schwenkbewegbar ist. Eine solche Rakeleinrichtung gelangt
z.B. in Maschinen für Flachschablonen-Druck, für Rundschablonen-Auftragungen und/oder
Vorrichtungen für schablonenlose vollflächige Auftragungen zum Einsatz, wobei die
Breite der Auftragsfläche bzw. die Rakelerstreckung mehrere Meter betragen kann. Je
nach Maschinentyp lassen sich bemusternde Auftragungen (Bedrucken) und/oder vollflächige
Auftragungen (z.B. Imprägnieren, Beschichten, Färben, Lackieren) ausführen.
[0002] Der Beeinflussung des Auftragungsergebnisses bzw. der Einstellung der Auftragungsmengen
kommt erhebliche Bedeutung zu. Es ist bekannt, das Auftragungsergebnis durch Veränderung
der Anpreßkraft und/oder die Auswahl von Rakeln zu variieren. Die Abhängigkeit des
Auftragungsergebnisses von der Anpreßkraft, des Substratmaterials, der Substanzviskosität
und/oder der Größe bzw. der räumlichen Form des Substanzvorrates vor einer Rakel führt
zu Problemen, die nicht in jeder Hinsicht zufriedenstellend gelöst worden sind. Z.B.
werden Rakelrollen mit kleinem Durchmesser für die Auftragung geringer Substanzmengen,
Rakelrollen mit großem Durchmesser hingegen für die Auftragung größerer Substanzmengen
verwendet. Damit ergibt sich eine unerwünschte Abhängigkeit des Substanzraumes oder
des vor der Rakel Anpreß- oder -auftragslinie liegenden Substanzkeils von der verwendeten
Rakel und/oder von der Kraft zur Anpressung einer Rakel. Insbesondere ist für manche
Auftragsmaterialien bzw. Waren- oder Substratqualitäten eine zu große Anpreßkraft
nachteilig.
[0003] Bei einer bekannten Rakeleinrichtung der gattungsgemäßen Art (DE-A 22 07 935) ist
zur Winkeleinstellung einer an einem Rakelelement (Schiene) befestigten Abstreichklinge
ein Hebeltrieb vorgesehen. Das mit Lenkern starr verbundene Rakelelement muß in eine
zur Auftragsfläche fest arretierte Position eingestellt werden, um die Klinge mittels
einer zwischen dieser und dem Rakelelement angeordneten Luftkammer gegen eine Auftragsfläche
pressen zu können. Dadurch besteht eine unerwünschte Abhängigkeit der Größe des Substanzspaltes
von der Anpreßkraft. Die Mittel zum Arretieren des Rakelelements sind besonderem mechanischen
Verschleiß ausgesetzt. Der Platzbedarf der bekannten Einrichtung ist mit dem für den
Hebeltrieb erforderlichen Montageraum unerwünscht groß.
[0004] Auch ist eine Rakelvorrichtung bekannt (DE-A 25 44 784), bei der eine Rakelrolle
an die Rückseite einer von der Abrollfläche der Rakelrolle distanzierten Profilleiste
anpreßbar ist. Mit einer solchen Profilleiste kann in praktisch nur beschränktem Maß
zusätzlich zu der Rollrakelwirkung eine das Auftragungsergebnis beeinflussende Streichrakelwirkung
erzeugt werden. Die Profilleiste und die Rakelrolle bilden Bauteile die insbesondere
für jeden Maschinentyp und die jeweils gemeinseute Auftragungsart aneinander angepaßt
zur Verfügung gehalten werden müssen und insoweit getrennt voneinander zu handhaben
sind.
[0005] Bei den bekannten Vorrichtungen muß die Auftragungsmenge, die Größe des Substanzraumes
und/oder dessen Form vor Inbetriebnahme einer Druckvorrichtung bestimmt und festgelegt
werden.
[0006] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Rakeleinrichtung zu schaffen,
die besonders einfach baut beauem handhabbar sowie universell in verschiedenen Auftragungsmaschinen
verwendbar ist und mit der das Auftragungsergebnis bzw. der Substanzauftrag während
des Betriebes einer Maschine in weitem maß kontinuierlich, genau, reproduzierbar,
definiert und auch feinwirkend veränderbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen der eingangs genannten Rakeleinrichtung
dadurch gelöst, daß die Einrichtung ein das Rakelelement von der Halterung beabstandendes
Halteelement in Form einer Halteleiste, eines Halteprofils od. dgl. umfaßt, das von
dem Tragholm getragen ist, und daß das Rakelelement mittels der Gelenkverbindung in
Form eines Gelenks derart an das Halteelement angelenkt ist, daß das um die Gelenkachse
schwenkbewegliche Rakelelement bei auf dieses ausgeübter Anpreßkraft aufgrund der
Schwenkanlenkung an dem Halteelement gegen die Auftragsfläche gepreßt wird. Die Umsetzung
der Abstandsbewegung der Halterung in die Schwenkbewegung des Rakelelements ermöglicht
eine sehr wirksame und präzise durchführbare Positionierung bzw. Ausrichtbarkeit des
Rakelelements hinsichtlich der für die Substanzauftragung maßgeblichen Parameter.
Durch die Schwenkbewegung des Rakelelements kann der zwischen diesem und der Auftragsfläche
liegende Substanzstauraum hinsichtlich Größe oder Form und/oder ein Auftragungswinkel
eines Substanzkeiles, der in Rakelerstreckung vor einer Rakel bzw. vor deren Auftrags-
oder -anpreßlinie liegt, nach Wunsch verändert werden. Das Verschwenken des Rakelelements
ist in einem großen Winkelbereich mit bereits kleinen Abstandsveränderungen der Halterung
durchführbar. Die Abstandsveränderung der Halterung gegenüber der Auftragsfläche läßt
sich mit einfachen Mitteln bewerkstelligen, wobei sie gemäß einem sehr wichtigen Aspekt
der Erfindung während des Maschinenbetriebes vorgenommen werden kann. Ein weiterer
wesentlicher Vorteil besteht darin, daß ein und dasselbe Rakelelement für sehr verschiedene
Auftragungsergebnisse, für verschiedene Auftragungsarten und/oder verschiedene Maschinen
einsetzbar ist, da es hinsichtlich seiner Auftragswirkung infolge der in einem großen
Winkelbereich durchführbaren Verschwenkung auf verschiedene gewünschte Auftragungsfunktionen
einstellbar ist. In bezug auf das Auftragungsergebnis kommt der Höhe des Anpreßdruckes
des Rakelelements in Richtung auf die Auftragsfläche eine geringere Bedeutung zu als
bei herkömmlichen Einrichtungen, da das Auftragungsergebnis infolge der Verschwenkbarkeit
des Rakelelements jedenfalls in einem beachtlichen Umfang unabhängig von einem großen
oder kleinen Anpreßdruck eingestellt werden kann.
[0008] Mit dem von der Halterung getragenen Halteelement in Form einer Halteleiste, eines
Halteprofils od.dgl. ist eine Montageraum sparende Einheit innerhalb einer Auftragsvorrichtung,
insbesondere in einer Rundschablonen-Druckmaschine erreicht.
[0009] Mit dem infloge Abstandsbewegung schwenkbaren Rakelelement läßt sich das Auftragungsergebnis
besonders günstig dadurch beeinflussen, daß das Rakelelement wenigstens eine der Auftragsfläche
zugewandte längsachsenparallele Rakel- oder Profilfläche aufweist, die einen im wesentlichen
in Richtung auf den Bereich einer Rakelanpressungslinie sich keilförmig verjüngenden
oder sich verengenden Arbeitsspalt und/oder Auftragsmaterialraum ausbildet. Der Arbeitsspalt
bzw. der Auftragsmaterialraum ist insbesondere während des Maschinenbetriebs in großem
Umfang veränderbar. Für bestimmte Auftragungen ist es besonders zweckmäßig, daß mit
der Rakel-/Profilfläche ein flachförmiger Arbeitsspalt ausgebildet ist, während für
andere Anwendungen ein mit der Rakel-/Profilfläche ausgebildeter steilförmiger Arbeitsspalt
besonders zweckmäßig ist. Mit einem flachförmigen Arbeitsspalt bzw. einem flachen
Substanzkeil wird ein relativ großer Druck auf die Substanz ausgeübt, so daß die Eindringtiefe
in ein Substrat entsprechend groß ist. Mit einem steilförmigen Arbeitsspalt ist ein
relativ großer Substanzraum erreicht, wobei in einem solchen Fall der Druck auf die
Substanz relativ gering ist. Jeweils ein flachförmiger Arbeitsspalt bzw. ein steilförmiger
Arbeitsspalt lassen sich durch die Schwenkbewegung des Rakelelements kontinuierlich
und - falls gewünscht - nur geringfügig ändern. Besonders zweckmäßig kann es aber
auch sein, einem flachförmigen Arbeitsspalt einen relativ steilförmigen Arbeitsspalt
vorzuordnen, wobei das Rakelelement für diese Ausgestaltung zwei geeignet ausgerichtete
Profilflächen aufweist.
[0010] Teile des Rakelelements können eine Streichrakel und/oder Rollrakel aufweisen. Dabei
ist es vorteilhaft, daß das Rakelelement als eine insbesondere wenigstens teilweise
aus Kunststoff bestehende Profilleiste ausgebildet ist, in oder an der eine Streichrakel
und/oder Rollrakel mittels einer Aufnahme gelagert ist. Hinsichtlich einer sehr vorteilhaften
Beweglichkeit bzw. Elastizität einer Streichrakelklinge ist vorgesehen, daß die Streichrakel
in von der Auftragsfläche abgewandter Richtung ausweichlich ist, wobei insbesondere
die Profilleiste auf der der Auftragsfläche abgewandten Seite derart freigeschnitten
ist, daß auf der Rückseite der Streichrakel ein Rezeß gebildet ist.
[0011] Eine sehr vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, daß die Profilleiste mit einer
Rollrakel integriert ist, indem diese in einer Aufnahme der Profilleiste freilaufend
vorgesehen ist. Bei dieser Gestaltung erreicht man wesentliche Vorteile dadurch, daß
die Rollrakel durch die Kraft einer in einer längsachsenparallelen Längsachse der
Profilleiste angeordneten Magneteinrichtung, die in der Profilleistenerstreckung oder
-achse einen Permanentmagneten umfassen kann, in einer Aufnahme gegen Gleitfläche
oder -belag frei laufend gelagert ist. Insbesondere bilden so Profilleiste und Rakelrolle
eine Handhabungseinheit, die gemeinsam in eine Druckvorrichtung eingebaut bzw. aus
dieser herausgenommen und auch als Einheit gereinigt werden kann. Der an der Gleitfläche
oder dem Gleitbelag anliegende Scheitelbereich der Rakelrolle bildet zugleich eine
Dichtleiste, so daß keine Substanz in den Bereich hinter die Rakelrolle gelangen kann.
[0012] Hinsichtlich einer besonders guten Anpreßbarkeit des Rakelelements bzw. der Profilleiste,
also einer guten Anpreßbarkeit einer Rakellinie auf das Auftragsmaterial entlang der
Rakelerstreckung bzw. der Auftragsbreite besteht eine sehr vorteilhafte Ausgestaltung
darin, daß das Rakelelement bzw. die Profilleiste mindestens ein insbesondere durchgängiges,
vorteilhaft auch der Magnetlagerung einer Rakelrolle in der Profilleiste dienendes
Tragelement mit einer für die Rakelanpressung vorgesehenen Masse umfaßt. Es ist vorteilhaft,
daß in die Profilleiste ein Tragelement aus magnetisierbarem Material wie Stahl od.dgl.
eingebettet ist, so daß eine Rakel mittels einer unter der Auftragsfläche angeordneten
Magneteinrichtung magnetisch anpreßbar ist. Insbesondere eine Rollrakel kann mit relativ
kleinem Durchmesser ausgeführt sein, da die Profilleiste mit der von ihr getragenen
Rollrakel bereits mittels des insbesondere balkenförmigen Tragelements magnetisch
oder/und des Eisengewichts des Tragelements oder des Profilleistes anziehbar bzw.
anpreßbar ist.
[0013] Eine Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der Abstand des Lagers zu der
Auftragsfläche durch eine zu dieser im wesentlichen senkrechte Verstellung, durch
eine Verschwenkung des Lagers und/oder Führung des Lagers entlang einer Kurvenbahn
veränderbar ist. Eine senkrechte Verstellung wird sehr vorteilhaft dadurch erreicht,
daß das Lager das Rakelelement lagernde, seitlich der Auftragsfläche angeordnete,
zu dieser Höhenlage-veränderbare Halterungen umfaßt. Die Verschwenkung des Lagers
erfolgt vorteilhaft um eine längsparallele Achse, die in bezug auf das Lager auf der
Seite der Auftragsfläche liegt. Damit kann eine Rakelanpreßlinie bei Absenken des
Lagers bzw. Abstandsverkleinerung entweder gegen oder in Laufrichtung einer Substratbahn
verschoben werden. Zur gezielten Herbeiführung einer Ortsveränderbarkeit des Rakelelements
bzw. einer Rakelanpreßlinie quer zur Substratlaufrichtung kann aber auch eine Kulissenführung
des Lagers entlang einer Kurvenbahn vorgesehen sein, mit der das Lager zugleich absenkbar
bzw. anhebbar ist. Eine weitere Ausgestaltung besteht darin, daß das abstandsveränderbar
einstellbare Lager im wesentlichen parallel zu der Auftragsfläche quer zur Rakelerstreckung
lageveränderbar angeordnet ist. Zudem kann es zweckmäßig sein, wenigstens einige der
genannten Lagerverstellmöglichkeiten hinsichtlich Bewegung in mehrere Koordinatenrichtungen
miteinander zu kombinieren.
[0014] Die Schwenk-Längsachse des Rakelelements kann gegenüber dem Schwerpunkt bzw. der
Schwerpunktlinie des Rakelelements derart versetzt angeordnet sein, daß es entweder
rechts- oder linksherum schwenkbar ist.
[0015] Es ist zweckmäßig, daß das Halteelement so unter einem Winkel von dem Lager getragen
ist, daß die Rakelanpreßlinie bei Lagerabstandsveränderung im Bereich unter dem Lager,
insbesondere im Bereich unter einem in das Lager eingelegten, mit dem Halteelement
unter dem Winkel festverbundenen Tragholm liegen bleibt.
[0016] Um das Rakelelement nach Wahl links- oder rechtsherum schwenkbeweglich zu lagern
und/oder um das Schwenkmaß voreinzustellen, ist es besonders zweckmäßig, daß das Rakelelement
mehrere unterschiedlich zu der Schwerpunktlinie versetzte, wahlweise verwendbare Anschlußelemente
aufweist. Vorzugsweise ist ein Anschlußelement in Form eines Steck- oder Klemmelementes
ausgebildet, mit dem eine Schwenkverbindung schnell lösbar mit einer entsprechenden
Aufnahme an dem Lager bzw. an dem Halteelement herstellbar ist. Insbesondere bei Ausbildung
des Rakelelements aus Kunststoff ist es sehr vorteilhaft, daß es mittels eines material-elastischen
Gelenks schwenkbeweglich gelagert ist. Es kann aber auch vorteilhaft sein, das Schwenkgelenk
in Form eines mechanischen Scharniergelenks od.dgl. auszubilden.
[0017] Für bestimmte Anwendungsfälle ist es sehr vorteilhaft, daß die Schwenkhalterung des
Rakelelements bzw. der Profilleiste und die Anordnung des Lagers so vorgesehen sind,
daß bei Abstandsbewegung des Lagers bzw. bei Rakelelement-Schwenkbewegung zugleich
quer zur Rakelerstreckung unter Beibehaltung der angepreßten Lage eine Verschiebung
des Rakelelements erfolgt. Dabei erfolgt durch die Schwenkbewegung des Rakelelements
eine Ortsveränderung der Rakelanpreßlinie quer zur Rakelerstreckung in Richtung der
Substratbahn. Dies ist wünschenswert, wenn die Rakelanlage- bzw. Rakelstreich-oder
Rollfläche in eine bestimmte Auftragslinie geführt werden soll, z.B. um eine bei Maschinenbetrieb
mögliche, nicht gewünschte Verlagerung einer Rakel und/oder einer Schablonenverlagerung
oder Formänderung zu begegnen. Mit der erfindungsgemäßen Abstandsveränderbarkeit des
Lagers im Zusammenhang mit der daraus abgeleiteten Schwenkbewegung des Rakelelements
ist die Lagerveränderung der Rakelauftragslinie auch während des Maschinenbetriebs
besonders einfach zu bewerkstelligen. Es kann aber auch eine stets ortsfeste Beibehaltung
der Rakelanpreßlinie erwünscht sein. Dies erreicht man insbesondere dadurch, daß bei
einer rechtsherum erfolgenden Rakelelementschwenkung in geeignetem Maß eine Lageveränderung
des Lagers quer zur Rakelerstreckung in Laufrichtung der Substratbahn erfolgt, während
bei einem Schwenken des Rakelelements linksherum ein entsprechender Versatz des Lagers
gegen eine Substratbahnlaufrichtung erfolgt.
[0018] Das mit der erfindungsgemäßen Schwenklagerung vorgesehene Rakelelement eignet sich
neben der bereits erwähnten magnetischen Möglichkeit der Anpressung in Richtung auf
das Substrat besonders gut auch für mechanische, hydraulische, und/oder pneumatische
Mittel umfassende Anpreßeinrichtungen.
[0019] Weitere Zweckmäßigkeiten, Ausgestaltungen und Ausführungsbeispiele der Erfindung
gehen aus der im folgenden beschriebenen schematischen Zeichnung hervor. Es zeigen
jeweils in Seitenansicht und Schnittdarstellung
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Rakeleinrichtung mit einem Magnetstreichgerät,
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Rakeleinrichtung mit einer Magnetrollrakel,
- Fig. 3 bis 5
- erfindungsgemäße Rakeleinrichtungen mit verschiedenen Schwenkanlenkungen einer Profilleiste,
- Fig. 6
- ein Rakelelement mit magnetisierbarem Tragelement und damit permanentmagnetisch gelagerter
Rollrakel,
- Fig. 7
- ein Rakelelement mit Streichrakel und magnetisierbarem Tragelement und
- Fig. 8 und 9
- erfindungsgemäße Rakeleinrichtungen mit hydraulisch anpreßbaren Streichgeräten.
[0020] In den Fig. 1 bis 9 ist jeweils ein Rakelgerät 3 in einer Maschine für eine Rundschablonen-Auftragung
dargestellt. Jedes Rakelgerät 3 erstreckt sich in einer Rundschablone 7. Zwischen
dieser und einer Druckdecke 8 liegt eine die Substrat- oder Auftragsfläche 4 bildende
Warenbahn, die beim Druckbetrieb mittels der Druckdecke 8 in Laufrichtung L bewegt
und dabei durch die Anpressung einer Rakel 301, 302 gegen die Schablone 7 durch deren
Muster mit einer in Laufrichtung L vor einer Rakelanpreßlinie 36 liegenden Substanz
5 bedruckt wird.
[0021] Jedes Rakelgerät 3 umfaßt ein eine Rakel 301 bzw. 302 lagerndes Rakelelement 30,
ein Halteelement 33 sowie einen Tragholm 38, der zweckmäßig ein nicht dargestelltes
Substanzzufuhrrohr bilden oder in seinem Inneren tragen kann.
[0022] Das Halteelement 33 ist unter einem Winkel W fest mit dem Tragholm 38 z.B. mittels
einer Schraub- oder Schweißverbindung verbunden. Um eine durch die Erstreckung einer
Rakel 301, 302 bestimmte Längsachse 320 ist das Rakelelement 30 im Bereich über der
Auftragsfläche 4 schwenkbeweglich an das Halteelement 33 angelenkt. Dieses ist vorzugsweise
in Form einer Halteleiste, eines Halteprofils od.dgl. ausgebildet. Es ist so geformt
und mit dem Tragholm 38 verbunden, daß sich das Rakelelement 30 im wesentlichen unterhalb
des Tragholms 38 befindet, wobei die Rakellinie 36 im Bereich der Schnittlinie der
mit der Warenbahn 4 senkrechten achsenparallelen Symmetrieebene des Lagerholms 38
zu liegen kommt. Das Rakelelement 30 ist jeweils durch Veränderung des Abstandes A
des Tragholms 38, der dem Abstand eines den Tragholm 38 lagernden Lagers 2 entspricht,
schwenkbar.
[0023] Das Lager 2, das in jedem Fall Höhenlage veränderbar bzw. den Abstand A kontinuierlich
verändernd einstellbar ist, ist in Fig. 1, 2, 4, 8 und 9 dargestellt. Gemäß Fig. 1,
2, 8 und 9 umfaßt das Lager 2 als Lagerbrillen ausgebildete Halterungen 21, in die
der Tragholm 38 eingelegt ist. Dabei sind die Lagerungen 21 in einer nicht näher dargestellten
Auftragungsmaschine oder -vorrichtung seitlich der Warenbahn 4 angeordnet, so daß
sich der Tragholm 38 frei über die Auftragsfläche 4 bzw. Warenbreite erstreckt. Die
Halterungen 21 sind mittels einer Stativführung 22 stufenlos, insbesondere elektromotorisch
Höhenlage-veränderbar.
[0024] In Fig. 1 bis 7 ist das Rakelelement 30 als parallel zu der Längs- bzw. Gelenkachse
320 sich erstreckende Profilleiste 31 ausgebildet. Sie besteht wenigstens teilweise
aus einem magnetisierbaren Material, oder entlang ihrer Erstreckung ist ein magnetisierbares
Tragelement in Form eines Trägers 35 eingebettet, wie dies in Fig. 6 und 7 dargestellt
ist.
[0025] Damit ist die Profilleiste 31 entlang ihrer Erstreckung gleichmäßig in Richtung auf
die Druckdecke 8 mittels eines unter dieser angeordneten Magnetvorrichtung 6 magnetisch
anziehbar. Eine besondere Maßnahme besteht in der Lagerung einer Rakel 301, 302 in
der Profilleiste. So zeigen Fig. 1 und 7 eine Streichrakel 301, die im unteren der
Auftragsfläche 4 zugewandten Bereich der Profilleiste gelagert ist. An der Unterseite
der Profilleiste 31 ist eine der Auftragsfläche 4 zugewandte, längsachsenparallele
Rakel- oder Profilfläche 310 ausgebildet, die einen im wesentlichen in Richtung auf
den Bereich der Rakelanpressungslinie 36 sich keilförmig verjüngenden oder sich verengenden
Arbeitsspalt r und damit einen Auftragsmaterialraum 51 ausbildet.
[0026] Gemäß der Ausführungsformen Fig. 2 bis 6 ist die Profilleiste 31 in Kombination mit
einer Rollrakel 302 gestaltet. Dabei ist die Rollrakel 302 in einer längsachsenparallelen
nutförmigen Aufnahme frei laufend geführt, die zur Warenbahn 4 offen ist und die Rollrakel
302 auf der Schablone 7 bzw. relativ zu der Warenbahn 4 rollen läßt. Die Wandungen
der Aufnahme 314 sind als Gleitflächen 315 ausgebildet bzw. mit einem geeigneten Gleitbelag
versehen. Im Scheitelbereich der Rakelrolle 302 liegt die Profilleiste 31 entlang
einer längsachsenparallelen Linie 316 auf der Rollrakel 302 auf bzw. wird auf diese
gepreßt. Im Bereich des Rakelrollenscheitelbereichs schwenkt oder kippt die Profilleiste
31 um die sich in diesem Bereich verlagernde Achse 316. Es ist von wesentlicher Bedeutung,
daß die auf der Rakelrolle 302 aufliegende Profilleiste 31 damit eine Dichtfunktion
ausübt und als Dichtleiste wirkt, mit der der Substanzdruck in dem Raum 51 bzw. die
Substanz gegenüber dem in Laufrichtung L hinter der Rollrakel liegenden Bereich abgedichtet
ist. Die Rollrakel 302 kann aber auch an einer seitlichen Flanke der nutförmigen Aufnahme
314 entlang einer Linie 317 anliegen.
[0027] Diese beiden Möglichkeiten sind in Fig. 4 und 5 dargestellt. Damit erreicht man zu
der Scheitelanlage 316 eine zusätzliche Abdichtung.
[0028] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 stellt eine sehr vorteilhafte magnetische Lagerung
der Rollrakel 302 mittels eines längsachsenparallelen, insbesondere balkenförmigen,
in die Profilleiste eingebetteten Permanentmagnetens dar. So läßt sich die Profilleiste
31 während des Aus- und Einbaus als einheitliches, quasi einteiliges Bauelement mit
der Rollrakel 302 handhaben. Die Rakelrolle 302 besteht aus einem magnetisierbaren
Material und wird mittels des Magneten 340 in der Aufnahme gegen die Gleitfläche 315
gehalten. Diese trennt die Rakelrolle räumlich von dem Magneten 340. Dem über die
Rakelerstreckung liegenden Permanentmagnetstab 340 kommt eine Doppelfunktion zu. Außerhalb
des Maschinenbetriebszustandes wirkt er infolge seiner Permanentmagnetkraft als Rakelrollen-Haltestab
oder -balken, während er im Betrieb der Maschine als magnetisierbare, von der Magnetvorrichtung
6 anziehbare Masse zur Ausübung der Profilleisten- bzw. Rakelanpressung dient.
[0029] Die in Fig. 3 bis 7 dargestellte Profilleiste 31 weist zusätzlich zu der oben beschriebenen
Profilfläche 310 eine entsprechend über die Rakelerstreckung sich erstreckende, der
Auftragsfläche 4 zugewandte Profilfläche 311 auf, die zwischen der Rollrakel 302 und
der Profilfläche 310 angeordnet ist. Sie bildet unmittelbar vor der Rakelrolle 302
einen relativ flachen und kurzen Arbeitsspalt, während mit der Profilfläche 310 ein
relativ steilförmiger Substanzraum 51′ ausgebildet ist. Durch die Kombination der
beiden Profilflächen 310, 311 ist erreicht, daß die Profilleiste 31 unmittelbar vor
der Rakelrolle 302 mittels des Spalts r die eigentliche Substanzauftragungsfunktion
leistet, während Größe und Form der Substanz vor der Rakelrolle 302 im wesentlichen
durch Veränderung des keilförmigen Stauraumes 51' einstellbar sind. Ganz allgemein
ist mit einem flachen Arbeitsspalt unmittelbar vor der Rakelrolle 302 erreicht, daß
damit im wesentlichen die Auftragsfunktion des Rakelelements 31 ausgeübt wird, während
die Rakelrolle 302 entlang der Rakellinie 36 gegen Substanz abdichtet und insbesondere
die Schablone 7 sauber rakelt. Mit der Kombination einer bzw. mehrerer Profilleistenflächen
mit der in der Profilleiste gelagerten Rakelrolle 302 ist unter Steuerung der Schwenkposition
der Profilleiste 31 und damit der Anstellwinkel der Profilflächen auf sehr wirksame
Weise erreicht, die Auftragungswirkung von einer überwiegenden Rollrakelwirkung zu
einer Streichrakelwirkung bzw. umgekehrt insbesondere während des Maschinenbetriebs
feinwirkend einzustellen.
[0030] In Fig. 1 und 2 ist dargestellt, wie bereits eine geringe Höhenlageveränderung des
Lagers 2 zu einer beträchtlichen Veränderung der Form und/oder Größe des Stauraumes
51 vor der Rakelanpreßlinie 36 führt. Aus einer gestrichelt gezeichneten Position
mit dem Abstand A2 wird das Lager 2 in im wesentlichen senkrechter Richtung a zu der
Auftragsfläche 4 auf die Höhe A1 abgesenkt. In Fig. 1 ist das Rakelelement 30, in
Laufrichtung L der Warenbahn 4 gesehen, oberhalb der Längsachse 312 angeordnet, so
daß die Schwenkbewegung S bei Abstandsverkleinerung linksherum in Richtung s erfolgt.
Hingegen ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 die Gelenkachse 320, in Laufrichtung
L gesehen, unterhalb der Längsachse 312 vorgesehen, so daß bei Absenkung des Lagers
2 eine Schwenkbewegung S rechtsherum in Richtung s erfolgt. So kann je nach Bedarf
durch Abstandsänderung in Richtung a der Substanzraum 51 bzw. ein Profilflächenneigungswinkel
mit der Warenbahn 4 verkleinert bzw. vergrößert werden.
[0031] Die in Fig. 1 bis 9 dargestellten Profilflächen sind eben ausgebildet. Diese Flächen
können aber auch für eine spezielle Beeinflussung des Substanzarbeitsraumes geeignet
gekrümmt vorgesehen sein.
[0032] Die Höhenlage-gesteuerte Variierbarkeit des Substanzraumes geht besonders deutlich
auch aus den Fig. 3 bis 5 hervor. Dort erkennt man, daß die Profilleiste 31 mit der
Rollrakel 302 von einer Höhenposition A3 über A2 bis A1 variierbar ist.
[0033] Bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 1 und 2 wird die Rakelanpreßlinie 36 bei einer
linksherum erfolgenden Schwenkbewegung s in Warenbahnlaufrichtung L versetzt. Entsprechend
erfolgt ein Versatz v gegen die Bahnlaufrichtung L bei einer rechtsherum erfolgenden
Verschwenkung s. Damit ist durch Änderung des Abstandes A eine gezielte Veränderung
der Lage der Anpreßlinie 36 entlang der Warenbahn 4 bzw. entlang der Schablone 7 erreichbar.
Dies ist von besonderer Bedeutung, wenn sich Z.B. während eines Maschinenbetriebs
die Anlagelinie der Schablone 7 auf der Warenbahn 4 ändert und/oder eine Rakel während
des Betriebs ihre Lage verändert. Derartigen Änderungen kann durch die gezielte Verschiebung
v begegnet werden.
[0034] In Fig. 4 ist eine Höhenlageveränderbarkeit für ein nicht näher dargestelltes Lager
2 mit horizontaler Bewegungskomponente dargestellt. Das Lager, das den Tragholm 38
trägt, wird entlang eines Bogens K verschwenkt und/oder auf einer Kurve Z.B. mit Kulissen
geführt. Bei Absenken des Lagers in Richtung L1 wird die Gelenkachse 320 gegen die
Laufrichtung L versetzt. Da aber andererseits die Rakelanpreßlinie 36 infolge der
Schwenkbewegung mit Richtung s der Profilleiste 31 in Warenbahnlaufrichtung L verschoben
wird, können die beiden gegenläufigen Bewegungen ausgeglichen werden, so daß die Rollrakel
302 - abhängig von einem geeignet gewählten Krümmungsmaß der Kurve K - gezielt in
ihrer mittigen Position über der Magnetvorrichtung 6 gehalten werden kann. Bei einem
Absenken des Lagers in Richtung L2 wird der bereits durch die Schwenkbewegung erreichte
Versatz der Anpreßlinie 36 in Warenlaufrichtung L verstärkt. Mit einem gezielten Links-
oder Rechtsversatz kann auch bestimmt werden, an welcher Flanke der Aufnahme 314 die
Rakelrolle zur Anlage kommen soll. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 ist das
Halteelement 33 mit der Scheitellinie des Tragholmes 38 fest verbunden.
[0035] In Fig. 5 und 7 ist die Schwenkhalterung 32 des Rakelelements 31 an dem Halteelement
33 mittels eines Scharniergelenks 321 ausgeführt. Gemäß Ausgestaltungen in Fig. 3
und 6 ist ein material-elastisches Gelenk vorgesehen, und in Fig. 4, 8 und 9 sind
Klemm-Steckverbindungen 323 ausgebildet. Dabei ist in Fig. 4 ein Anschlußelement 330
vorgesehen, das in eine Klemmschale des Halteelements 33 lösbar eingesetzt ist. Anschlußelemente
330 können vorteilhaft auch an anderen Teilen der Profilleiste angeordnet sein, um
deren Schwenkanlenkung nach Wahl vorzunehmen.
[0036] Gemäß Fig. 7 ist hinsichtlich einer sehr vorteilhaften Beweglichkeit bzw. Elastizität
der Klinge der in der Profilleiste 31 gelagerten Streichrakel 301 an der Profilleiste
im Bereich der Rückseite der Streichrakel ein Rezeß 37 gebildet.
[0037] In Fig. 8 und 9 ist eine hydraulisch anpreßbares Rakelelement 30 dargestellt. Zwischen
dem Halteelement 33 und der Streichrakel 301 ist ein mit einem Druckmedium P beaufschlagbares,
mit elastischer Wandung versehenes Element 39 entlang der Rakelerstreckung vorgesehen,
das je nach dem Beaufschlagungsgrad die Schreichrakel 301 gegen die Schablone 7 bzw.
die Warenbahn 4 preßt.
[0038] Die erfindungsgemäße Rakeleinrichtung ist auf die in den Figuren 1 bis 9 dargestellte
Anordnung mit horizontal liegender Auftragsfläche 4 nicht beschränkt. Insbesondere
bei magnetischer Anpressung der Rakel kann mit der erfindungsgemäßen Rakeleinrichtung
sehr vorteilhaft erreicht werden, daß das schwenkbewegliche Rakelelement in bezug
auf eine vertikal liegende Auftragsfläche oder eine unter irgendeinem Winkel geneigte
Auftragsfläche angeordnet und ausgerichtet ist.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Rakeleinrichtung
- 2
- Lager
- 21
- Halterung
- 22
- Führung
- 3
- Rakelgerät
- 30
- Rakelelement
- 301
- Streichrakel
- 302
- Rollrakel
- 31
- Profilleiste
- 310
- Rakel-/Profilfläche
- 311
- Rakel-/Profilfläche
- 312
- Längsachse
- 314
- Aufnahme
- 315
- Gleitfläche, -belag
- 316
- Anlagelinie
- 317
- Anlagelinie
- 32
- Schwenkhalterung, Gelenk
- 320
- Gelenkachse
- 321
- Scharniergelenk
- 322
- material-elastisches Gelenk
- 323
- Klemm-, Steckverbindung
- 33
- Halteelement
- 330
- Anschlußelement
- 340
- Permanentmagnet
- 35
- Tragelement, Träger
- 36
- Rakelanpreßlinie
- 37
- Rezeß
- 38
- Tragholm
- 39
- Gummiprofil
- 4
- Auftragsfläche
- 5
- Auftragsmaterial
- 51
- Auftragsmaterialraum
- 6
- Magnetvorrichtung
- 7
- Rundschablone
- 8
- Druckdecke
- A
- Abstand
- S
- Schwenkbewegung
- L
- Laufrichtung
- P
- Anpreßdruck
- W
- Winkel
- a
- Abstandsverkleinerung
- s
- Schwenkrichtung
- r
- Arbeitsspalt
- v
- Verschiebung
1. Rakeleinrichtung zum Auftragen von Auftragsmaterial (5) wie ggf. schäumbaren Substanzen
unterschiedlicher Viskosität, Beschichtungsstoffen, Lacken, Klebern, Pasten od. dgl.
auf eine Auftragsfläche (4) (Substrat) mit einer an diese anpreßbaren Rakel (301,
302), wobei die Einrichtung ein mit der Rakel (301, 302) auf das Auftragsmaterial
(5) einwirkendes Rakelelement (30) umfaßt, das von einem Tragholm (38) gehalten ist,
der unmittelbar in einer im Abstand (A) zu der Auftragsfläche (4) einstellbar lageveränderbaren
Halterung (2) gelagert ist, und das infolge der Veränderung des Halterungssabstandes
(A) um eine durch die Rakelerstreckung bestimmte Gelenkachse (320) einer an dem Rakelelement
(30) angeordneten, dieses mit der Halterung (2) verbindenden Gelenkverbindung schwenkbewegbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung ein das Rakelelement (30) von der Halterung (2) beabstandendes
Halteelement (33) in Form einer Halteleiste, eines Halteprofils od. dgl. umfaßt, das
von dem Tragholm (38) getragen ist, und daß das Rakelelement (30) mittels der Gelenkverbindung
in Form eines Gelenks (32, 321, 322, 323) derart an das Halteelement (33) angelenkt
ist, daß das um die Gelenkachse (320) schwenkbewegliche Rakelelement (30) bei auf
dieses ausgeübter Anpreßkraft aufgrund der Schwenkanlenkung (S) an dem Halteelement
(33) gegen die Auftragsfläche (4) gepreßt wird.
2. Rakeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement (30) wenigstens eine der Auftragsfläche (4) zugewandte, längsachsenparallele
Rakel- oder Profilfläche (310, 311) aufweist, die einen im wesentlichen in Richtung
auf den Bereich einer Rakelanpressungslinie (36) sich keilförmig verjüngenden oder
sich verengenden Arbeitsspalt (r) und/oder Auftragsmaterialraum (51) ausbildet.
3. Rakeleinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Rakel-/Profilfläche (310, 311) ein flachförmiger Arbeitsspalt (r) ausgebildet
ist, der durch die Rakelelement-Schwenkbewegung (S) insbesondere bis annähernd zum
Keilwinkel Null veränderbar ist.
4. Rakeleinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Rakel-/Profilfläche (310, 311) ein steilförmiger Arbeitsspalt (r) ausgebildet
ist, der durch die Rakelelement-Schwenkbewegung (S) veränderbar ist.
5. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens Teile des Rakelelements (30) als Streichrakel und/oder Rollrakel ausgebildet
sind.
6. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement (30) als Profilleiste (31) ausgebildet ist, in oder an der eine
Streichrakel (301) und/oder Rollrakel (302) gelagert ist.
7. Rakeleinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Streichrakel (301) in von der Auftragsfläche (4) abgewandter Richtung ausweichlich
ist, wobei insbesondere die Profilleiste (31) auf der der Auftragsfläche (4) abgewandten
Seite derart freigeschnitten ist, daß auf der Rückseite der Streichrakel (301) ein
Rezeß (37) gebildet ist.
8. Rakeleinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Aufnahme (314) der Profilleiste (31) eine frei laufende Rollrakel (302)
vorgesehen ist.
9. Rakeleinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollrakel (302) durch die Kraft einer in einer längsachsenparallelen Längsachse
(312) der Profilleiste (31) angeordneten Magneteinrichtung in der Aufnahme (314) gegen
Gleitfläche oder -belag (315) der Profilleiste (31) frei laufend gelagert ist.
10. Rakeleinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Magneteinrichtung einen entlang der Profilleistenlängsachse (312) angeordneten
Permanentmagneten (340) umfaßt.
11. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement (30) bzw. die Profilleiste (31) in Rakelerstreckung mindestens
ein insbesondere durchgängiges Tragelement (35) mit einer der Rakelanpressung dienenden
Masse umfaßt.
12. Rakeleinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragelement (35) aus magnetisierbarem Material wie Stahl od.dgl. besteht,
so daß eine Rakel (301, 302) mittels einer unter der Auftragsfläche (4) angeordneten
Magnetvorrichtung (6) magnetisch anpreßbar ist.
13. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (A) der Halterung (2) zu der Auftragsfläche (4) durch eine zu der
Auftragsfläche im wesentlichen senkrechte Verstellung, durch eine Verschwenkung der
Halterung und/oder Führung der Halterung entlang einer Kurvenbahn veränderbar ist.
14. Rakeleinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschwenkung der Halterung (2) um eine längsachsparallele Achse erfolgt,
die in bezug auf die Halterung (2) auf der Seite der Auftragsfläche (4) liegt.
15. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (2) im wesentlichen parallel zu der Auftragsfläche (4) quer zur
Rakelerstreckung lageveränderbar ist.
16. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (2) das Rakelelement (30) lagernde, seitlich der Auftragsfläche
(4) angeordnete, zu dieser Höhenlageveränderbare Lager (21) umfaßt.
17. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Rakelelement (30) mindestens zwei Anschlußelemente angeordnet sind, wobei
das Rakelelement (30) je nach Wahl der Gelenkverbindung des Halteelements (33) mit
einem der Anschlußelemente bei Verkleinerung (a) des Abstandes (A) entweder links
oder rechts herum schwenkbar ist.
18. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement (33) unter einem Winkel (W) derart mit einem in die Halterung
(2) eingelegten Tragholm (38) verbunden ist, daß die Rakelanpreßlinie (36) bei Lagerabstandsveränderung
im Bereich der Schnittlinie der mit der Auftragsfläche (4) senkrechten achsenparallelen
Symmetrieebene des Tragholms (38) zu liegen kommt.
19. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement (30) mindestens ein Anschlußelement (330), vorzugsweise in Form
eines Steck- oder Klemmelements, zur schnell lösbaren Schwenkverbindung mit dem Halteelement
(33) umfaßt.
20. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement (30) mittels eines mechanischen oder material-elastischen Gelenks
(322) schwenkbeweglich ist.
21. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das das Rakelelement (30) anlenkende Schwenkgelenk (32) und die Halterung (2)
so angeordnet sind, daß bei Änderung des Abstands (A) der Halterung (2) zu der Auftragsfläche
(4) bzw. bei Schwenkbewegung (S) des Rakelelements (30) zugleich quer zur Rakelerstreckung
unter Beibehaltung der angepreßten Lage eine Verschiebung (v) des Rakelelements (30)
erfolgt.
22. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das das Rakelelement (30) anlenkende Schwenkgelenk (32) und die Halterung (2)
so vorgesehen sind, daß bei Änderung des Abstands (A) der Halterung (2) zu der Auftragsfläche
(4) bzw. bei Schwenkbewegung (S) des Rakelelements (30) die Anpreßlinie (36) einer
Rakel (301, 302) ohne örtliche Verlagerung erhalten bleibt.
23. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement (30) mechanisch, unter Schwerkraft, hydraulisch und/oder pneumatisch
in Richtung auf die Auftragsfläche (4) preßbar ist.
1. Doctor device for the application of material (5), such as optionally foamable substances
having differing viscosity, coating substances, lacquers, adhesives, pastes etc. to
an application surface (4) (substrate) with a doctor (301, 302) being pressable toward
the application surface, the device comprising a doctor member (30), acting with the
doctor (301, 302) on the application material (5) and being held by a support beam
(38), which is directly mounted in a mount (2) being adjustably displaceable in the
spacing (A) with respect to the application surface (4), and the doctor member (30),
due to a change in the spacing (A) of the mount, being pivotable about a joint axis
(320) of a joint connection, wherein the axis is defined by the extension of the doctor,
the joint connection being arranged on the doctor member (30) and connecting the doctor
member with the mount (2), characterized in that the device comprises a retaining member (33) in the form of a retaining strip,
retaining profile or the like, by which the doctor member (30) is spaced from the
mount (2) and which is carried by the support beam (38), and that, by the joint connection
having the form of a joint (32, 321, 322, 323), the doctor member (30) is articulated
on the retaining element (33) in a manner that the doctor member (30) being pivotable
about the joint axis (320) is pressed toward the application surface (4) upon a pressing
force acting on the doctor member (30) and due to the pivoting (S) of the doctor member
(30) on the retaining element (33).
2. Doctor device according to claim 1, characterized in that the doctor member (30) has at least one longitudinally axially parallel doctor
or profile surface (310, 311) facing the application surface (4) and which forms an
operating gap (r) and/or an application material area (51) tapering in wedge-shaped
manner in the direction of the vicinity of a doctor pressing line (36).
3. Doctor device according to claim 2, characterized in that a low-angle shaped operating gap (r) is formed by the doctor/profile surface
(310, 311), the gap being changeable by the pivoting movement (S) of the doctor member,
in particular up to a wedge angle of approximately zero.
4. Doctor device according to claim 2, characterized in that a high-angle shaped operating gap (r) is formed by the doctor/profile surface
(310, 311), the gap being changeable by the pivoting movement (S) of the doctor/member.
5. Doctor device according to claims 1 to 4, characterized in that at least parts of the doctor member (30) are constructed as a coating doctor
and/or a roll doctor.
6. Doctor device according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the doctor member (30) is constructed as a profile strip (31) and a coating
doctor (301) and/or a roll doctor is held in or on the profile strip (31).
7. Doctor device according to claim 6, characterized in that the coating doctor (301) can give way in the direction remote from the application
surface (4), wherein in particular the profile strip (31) is cut free on the side
remote from the application surface (4) in such a manner that a recess (37) is formed
on the back side of the coating doctor (301).
8. Doctor device according to claim 6, characterized in that a freely running roll doctor (302) is provided in a receptacle (314) of the
profile strip (31).
9. Doctor device according to claim 8, characterized in that the roll doctor (302) is held in the receptacle (310) in free running manner
against a sliding surface or coating (315) of the profile strip (31) by the force
of a magnetic device being arranged in an axis (312) which is parallel to the longitudinal
axis of the profile strip (31).
10. Doctor device according to claim 9, characterized in that the magnetic device comprises a permanent magnet (340) arranged along the longitudinal
axis (312) of the profile member.
11. Doctor device according to one of the claims 1 to 10, characterized in that the doctor member (30) or the profile strip (31) comprises at least one member
(35), in particular a through support member, extending with the doctor and having
a mass serving for the pressing of the doctor.
12. Doctor device according to claim 11, characterized in that the support member (35) is made from a magnetizable material such as steel or
the like, so that a doctor (301, 302) can be magnetically pressed by a magnetic device
(6) arranged below the application surface (4).
13. Doctor device according to one of the claims 1 to 12, characterized in that the spacing (A) of the mount (2) with respect to the application surface (4)
can be varied by substantial vertical adjustment with respect to the application surface,
by pivoting the mount and/or by guiding the mount along a curved path.
14. Doctor device according to claim 13, characterized in that the mount (2) is pivotable about an axis parallel to the longitudinal axis of
profile strip (31) and which is located with respect to the mount (2), on the side
of the application surface.
15. Doctor device according to one of the claims 1 to 14, characterized in that the mount (2) is arranged in positionally variable manner transversely to the
extension of the doctor and parallel to the application surface (4).
16. Doctor device according to one of the claims 1 to 15, characterized in that the mount (2) comprises bearings (21) carrying the doctor member (30), positioned
laterally of the application surface (4) and adjustable with respect to the height
above the application surface.
17. Doctor device according to one of the claims 1 to 16, characterized in that on the doctor member (30) are arranged at least two connecting elements, the
doctor member (30), as a function of the used joint connection of the retaining member
(33) with one of the connecting elements, can be pivoted to the left or right when
a reduction (a) of the spacing (A) appears.
18. Doctor device according to one of the claims 1 to 17, characterized in that the retaining member (33) is so connected under an angle (W) with a support
beam (38) inserted in the mount (2), that the doctor pressing line (36), on changing
the spacing of the mount, is located in the area of the intersection line of the axially
parallel supportbeam symmetry plane being perpendicular to the application surface
(4).
19. Doctor device according to one of the claims 1 to 18, characterized in that the doctor member (30) comprises at least one connecting element (330), preferably
in the form of a plug or clamp element, for the rapidly detachable pivoting connection
with the retaining member (33).
20. Doctor device according to one of the claims 1 to 19, characterized in that the doctor member (31) is pivotable by means of a mechanical or material-elastic
hinge (322).
21. Doctor device according to one of the claims 1 to 20, characterized in that the pivot joint (32) articulating the doctor member (30) and the mount (2) are
so arranged that on modifying the spacing (A) of the mount (2) with respect to the
application surface (4) or in the case of a pivoting movement (S) of the doctor member
(30), simultaneously a displacement (v) of the doctor member (30) results, taking
place transversely with respect to the doctor extension while maintaining the pressing
state.
22. Doctor device according to one of the claims 1 to 21, characterized in that the pivot joint (32) articulating the doctor member (30) and the mount (2) are
so arranged that on modifying the spacing (A) of the mount (2) with respect to the
application surface (4) or in the case of a pivoting movement (S) of the doctor member
(30), the pressing line (36) of a doctor (301, 302) is retained without local displacement.
23. Doctor device according to one of the claims 1 to 22, characterized in that the doctor member (30) is pressable toward the application surface (4) mechanically,
by gravitational force, hydraulically and/or pneumatically.
1. Dispositif racleur, destiné à appliquer un matériau (35), tel par exemple que des
substances expansibles ayant différentes viscosités, des produits de revêtement, des
peintures ou vernis, des adhésifs, des pâtes ou analogues, sur une surface de subjectile
(4) (substrat), à l'aide d'une racle (301, 302) pouvant être pressée sur cette dernière,
le dispositif comportant un élément racleur (30), qui à l'aide de la racle (301, 302)
agit sur le matériau à appliquer (5), élément racleur maintenu par un montant porteur
(38), lequel est logé directement un support (2), dont on peut faire varier la position,
et qui peut être ajusté à une distance (A) par rapport à la surface de subjectile
(4), et qui, du fait de la modification de la distance (A) au support, peut subir
un déplacement en pivotement autour d'un axe d'articulation (320), défini par l'étendue
de la racle, d'une liaison articulée disposée contre l'élément racleur (30) et reliant
ce dernier au support (2), caractérisé en ce que le dispositif comporte un élément
de retenue (30), ayant la forme d'une baguette de retenue, d'un profilé de retenue
ou analogue, qui assure l'écartement entre l'élément racleur (30) et le support (2),
élément de retenue qui est porté par le montant porteur (38), et en ce que l'élément
racleur (30) est, à l'aide de la liaison articulée, sous la forme d'une articulation
(32, 321, 322, 323), articulé à l'élément de retenue (33) de façon que l'élément racleur
(30), pouvant pivoter autour de l'axe d'articulation (320), soit, quand une force
d'appui est exercée sur ce dernier, et du fait de l'articulation en pivotement (S)
à l'élément de retenue (33), pressé contre la surface de subjectile (4).
2. Dispositif racleur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément racleur
(30) comporte au moins une surface de racle ou profilée (310, 311), parallèle à l'axe
longitudinal et dirigée vers la surface de subjectile (4), surface de racle ou profilée
qui forme une fente de travail (r) et/ou un espace de matériau à appliquer (51), qui
se rétrécit en forme de coin ou s'effile dans la direction allant vers la zone d'une
ligne de pression de racle (36).
3. Dispositif racleur selon la revendication 2, caractérisé en ce que la surface de racle/profilée
(310, 311) forme une fente de travail plate (r), laquelle peut être modifiée, par
le déplacement en pivotement (S) de l'élément racleur, en particulier jusqu'à un angle
de coin proche de zéro.
4. Dispositif racleur selon la revendication 2, caractérisé en ce que la surface de racle/profilée
(310, 311) forme une fente de travail (r) à forte pente, pouvent être modifiée par
le déplacement en pivotement (S) de l'élément racleur.
5. Dispositif racleur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'au moins
des parties de l'élément racleur (30) sont conçues comme une racle à enduire et/ou
une racle à rouleau.
6. Dispositif racleur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'élément
racleur (30) est conçu comme une baguette profilée (31) et est logé dans ou contre
une racle à enduire (301) et/ou une racle à rouleau (302).
7. Dispositif recleur selon la revendication 6, caractérisé en ce que la racle à enduire
(301) peut s'écarter dans la direction opposée à la surface de subjectile (4), auquel
cas en particulier la baguette profilée (31) est dégagée sur le côté opposé à la surface
de subjectile (4) de façon qu'il se forme un évidement (37) sur le côté arrière de
la racle à enduire (301).
8. Dispositif racleur selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'on prévoit dans
un logement (314) de la baguette profilée (31) une racle à rouleau (302) à roulement
libre.
9. Dispositif racleur selon la revendication 8, caractérisé en ce que la racle à rouleau
(302) est logée dans le logement (314), en roulement libre par rapport à la surface
ou à la garniture de glissement (315) de la baguette profilée (31), sous l'effet de
la force d'un dispositif magnétique installé dans un axe longitudinal (312), parallèle
à l'axe longitudinal, de la baguette profilée (31).
10. Dispositif racleur selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif magnétique
comporte un aimant permanent (340) disposé le long de l'axe longitudinal (312) de
la baguette profilée.
11. Dispositif racleur selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'élément
racleur (30) ou la baguette profilée (31) comporte dans l'étendue de la racle au moins
un élément porteur (35) en particulier continu, avec une masse servant à l'appui de
la racle.
12. Dispositif racleur selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'élément porteur
(35) est en un matériau magnétisable tel que l'acier ou analogue, de sorte qu'une
racle (301, 302) peut être pressée d'une manière magnétique à l'aide d'un dispositif
magnétique (6) installé sous la surface de subjectile (4).
13. Dispositif racleur selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la
distance (A) du support (2) à la surface de subjectile (4) peut être modifiée par
un déplacement essentiellement perpendiculaire à la surface de subjectile, par un
pivotement du support et/ou un guidage du support le long d'une trajectoire incurvée.
14. Dispositif racleur selon la revendication 13, caractérisé en ce que le pivotement
du support (2) a lieu autour d'un axe parallèle à l'axe longitudinal, lequel axe se
trouve, par rapport au support (2), sur le côté de la surface de subjectile (4).
15. Dispositif racleur selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le
support (2) peut subir un changement de position, d'une manière essentiellement parallèle
à la surface de subjectile (4), perpendiculairement à l'étendue de la racle.
16. Dispositif racleur selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que le
support (2) comporte le palier (21),sur lequel pressé l'élément racleur (30), qui
est disposé latéralement par rapport à la surface de subjectile (4) et est réglable
en hauteur par rapport à cette dernière.
17. Dispositif racleur selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce qu'au
moins deux éléments de raccordement sont disposés contre l'élément racleur (30), l'élément
racleur (30) pivotant vers la gauche ou vers la droite, lors de la diminution (a)
de la distance (A), selon le choix de la liaison articulée de l'élément de retenue
(33) et de l'un des éléments de raccordement.
18. Dispositif racleur selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que l'élément
de retenue (33) est, selon un angle (W), relié à un montant porteur (38) installé
dans le support (2), de façon que la ligne de pression de racle (36), lors d'une modification
de la position du palier vienne dans la zone de la ligne d'intersection du plan de
symétrie, parallèle à l'axe, perpendiculaire à la surface de subjectile (4), du montant
porteur (38).
19. Dispositif racleur selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que l'élément
racleur (30) comporte au moins un élément de raccordement (330), de préférence sous
la forme d'un élément enfichable ou de serrage, pour assurer une liaison en pivotement,
pouvant être rapidement désaccouplée, avec l'élément de retenue (33).
20. Dispositif racleur selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisé en ce que l'élément
racleur (30) est mobile en pivotement à l'aide d'une articulation (322), mécanique
ou élastique.
21. Dispositif racleur selon l'une des revendications 1 à 20, caractérisé en ce que l'articulation
en pivotement (32) assurant l'articulation de l'élément racleur (30) et le support
(2) sont disposés de façon que, lors d'une modification de la distance (A) entre le
support (2) et la surface de subjectile (4), ou lors du déplacement en pivotement
(S) de l'élément racleur (30) lui aussi perpendiculairement à l'étendue de la racle,
on ait, la position pressée étant conservée, un déplacement (v) de l'élément racleur
(30).
22. Dispositif racleur selon l'une des revendications 1 à 20, caractérisé en ce que l'articulation
en pivotement (32) assurant l'articulation de l'élément racleur (30) et le support
(2) sont prévus de façon que, en présence d'une modification de la distance (A) entre
le support (2) et la surface de subjectile (4) ou dans le cas d'un déplacement en
pivotement (S) de l'élément racleur (30), la ligne de pression (36) d'une racle (301,
302) se maintienne sans déplacement spatial.
23. Dispositif racleur selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisé en ce que l'élément
racleur peut être pressé dans la direction de la surface de subjectile (4) par un
moyen mécanique, sous l'effet de la gravité, par un moyen hydraulique et/ou pneumatique.