[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Wechseln von Werkzeugen bei Härtemaschinen.
[0002] Automatische Härtevorgänge in Kombination mit eigens hierfür entwickelten Anlagen
dienen der Produktivität und der rationellen Bearbeitung von Werkstücken.
Die qualitativen Erfordernisse der zu bearbeitenden Werkstücke setzen hohe Maß- und
Formgenauigkeiten voraus, um Nachbearbeitungen des Werkstücks auf ein Minimum zu reduzieren
oder gar ganz zu vermeiden.
Da verschiedenartige Werkstoffe wie niedrig- und hochlegierte Werkstoffe bzw. Werkzeugstähle
nach dem Abschrecken im Kühlmedium unterschiedliche Formveränderungen aufzeigen, bedarf
es, um die vorgenannte Maß- und Formgenauigkeit zu gewährleisten, des Einsatzes von
Werkzeugen, die hydraulisch auf das Werkstück gepreßt werden.
[0003] Diese Werkzeuge sind entsprechend der Werkstückform angepaßt und wirken auf die Werkstükke,während
diese sich im Kühlmedium befinden. Die Praxis hat gezeigt, daß die Produktion dem
ständigen Werkzeugwechsel unterliegt, um sich dem Produktionsbedarf flexibel zu erweisen.
[0004] D. h. daß während eines Produktionstages mehrere Male das Werkzeug gewechselt werden
muß, da verschiedenartige Werkstücke zum Härtevorgang herangezogen werden.
[0005] Aus der DE-C-92 88 36 ist eine Einrichtung zum selbsttätigen, verzugsarmen Härten
von Zahnrädern oder dergleichen bekannt, bei welcher das Härtegut während des Überflutens
mittels eines Zentrierstempels und einer unter der Wirkung eines Druckstempels stehenden
Obermatrize festgehalten wird, wobei die Obermatrize am Zentrierstempel aufgehängt
ist und zwischen Druckstempel und Obermatrize keine Befestigungsmittel vorhanden sind.
Dies hat zur Folge, daß die Obermatrize sich schon im ersten Arbeitsgang der Vorkühlung
auf das Härtegut senkt.
[0006] Auch hier wird stets in der Vorrichtung ein Werkzeugwechsel erforderlich.
[0007] Aus dem Prospekt "Härtemaschinen AH 400, AH 650 und AH 1200, Klingelnberg 1267/1"
is es bekannt, eine Härtevorrichtung zum Wechseln von Werkzeugen vorzusehen, die austauschbare
Druckringe und Matrizen vorsieht. Die Matrizen weisen Kanäle für Kühlmittel auf. Ein
Stauring ist an den Druckringen befestigt. Die Härtevorrichtung gemäß diesem Stand
der Technik kann in eine Ober- und Untermatrize zelegt werden, und Mittels eines Schnellverschlusses
kann die gesamte Obermatrize einschließlich eines Zentrierstempels und zweier Druckringe
gewechselt werden, wobei Zentrierstempel und Druckringe in einer Laderstellung eines
Untermatrizenschlittens auf die Untermatrize gelegt und mit dieser in die Arbeitsstellung
gefahren werden. Mit Hilfe des Schnellverschlusses wird die Obermatrize mit dem Obermatrizenstempel
verspannt.
[0008] Diese Wechselarbeiten haben sich als mehr zeit- und somit kostenintensiv erwiesen
und stören den Produktionsablauf erheblich.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung bereitzustellen,
die in einer minimalen Rüstzeit das Wechseln der Werkzeuge ermöglicht.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung zum Wechseln mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0011] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
vorzugsweise zylindrisch ausgebildet ist.
[0012] Eine weitere besonders bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß
die Matrizen und das Gehäuse derart ausgebildet sind, daß sie Kanäle bilden, die eine
gleichmäßige Umflutung des Werkstücks durch das Kühlmittel gewährleisten.
[0013] Eine weitere besonders bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse vorzugsweise zweiteilig ausgebildet ist.
[0014] Anhand der beigefügten Zeichnungen, die ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung zeigen, wird diese nun näher erläutert. Dabei zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung;
- Figur 2
- ein Einsatzbeispiel der Erfindung in Kombination mit einem Wechseltisch.
[0015] Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung.
[0016] Ein geteiltes Gehäuse, vorzugsweise bestehend aus einem Oberteil 2 und einem Unterteil
3 sind dicht zusammengefügt und auf einer Grundplatte 15 montiert.
Als Werkzeuge kommen austauschbare Matrizen 4 bis 8 zum Einsatz, die innerhalb der
Gehäuseteile 2, 3 angeordnet sind und das Werkstück 17 an spezifischen Stellen aufnehmen.
Der am Gehäusekopf angeordnete Aufnahmering 12 weist einen inneren Druckring 10 und
einen äußeren Druckring 11 auf, die die hydraulischen Druckräfte über die Werkzeuge
bzw. Matrizen 6,8 auf das Werkstück 17 übertragen und somit die erforderliche Maß-
und Formgenauigkeit des Werkstücks 17 während des Härte- bzw. Abschreckvorganges beeinflussen.
Um das Abschrecken des Werkstücks den werkstoffspezifischen Anforderungen entsprechend
durchzuführen, weist die Vorrichtung Kühlmediumzu-und Abführkanäle 1, 14, 16 und 18
auf, die das ständige Durchströmen des Kühlmediums gewährleisten.
[0017] Der Kühlmittelstromfluß ist durch die angedeuteten Pfeile gekennzeichnet.
[0018] Die Erfindung ermöglicht das Aufnehmen der Werkstücke durch Spreizsegmente oder Festdorne.
[0019] Da das Werkstück 17 nach dem Abkühlen auf den Festdorn 13 schrumpft, ist die Einführung
eines Preßdorns 19 vorgesehen.
Zur Aufnahme des Aufnahmerings 12 vom Gehäuse 2, 3 ist der Aufnahmering mit einer
Arretiereinrichtung 9 ausgestattet.
[0020] Figur 2 zeigt ein Einsatzbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Kombination
mit einem Wechseltisch.
[0021] Von einer Erwärmungsstation 20 wird das Werkstück 17 zur Härtemaschine 21 transportiert,
wo es in die erfindungsgemäße Vorrichtung 22 eingelegt wird und der Abschreckvorgang
durch das Kühlmediumbad durchgeführt wird.
[0022] Das Werkstück 17 wird nach dem Abkühlen aus der Vorrichtung 22 entnommen und zu einem
nicht weiter beschriebenen Arbeitstakt befördert.
[0023] Diese Arbeitsfolge kann beliebig wiederholt werden, bis ein neues Werkstück 17 mit
anderer Formgebung zur Härtung herangezogen wird. Dann muß das Werkzeug bzw. die Matrize
gewechselt werden.
[0024] Diese Wechselarbeit ist bei den herkömmlichen Verfahren bekannter Weise sehr zeitaufwendig,
da die Arbeit unmittelbaran der Härtemaschine durchgeführt werden muß.
[0025] Nach der vorliegenden Erfindung kann die Vorrichtung 22 mit den Werkzeugen bzw. Matrizen
vorgerichtet werden, während der laufende Härtevorgang nicht unterbrochen wird. Im
vorliegenden Einsatzbeispiel befinden sich die vorbereiteten Vorrichtungen 22 auf
einem Wechseltisch 23.
[0026] Die Arbeitstakte können wie hier automatisch aber auch manuell durchgeführt werden.
[0027] Nachdem das Werkstück 17 aus der Erwärmungsstation 20 entnommen wurde, wird es nach
"A" vor die in der Härtemaschine 21 befindliche, mit dem Werkzeug ausgerüstete. Vorrichtung
22 transportiert und in diese eingelegt.
[0028] Ist der Härtevorgang in der Härtemaschine 21 abgeschlossen, werden die Werkstücke
17 aus den Vorrichtungen entnommen und die nächsten Werkstücke 17 in die Vorrichtung
eingelegt.
[0029] Wie bereits beschrieben erfolgt dieser Arbeitsgang solange, bis die Produktion ein
anderes Werkstück erfordert.
[0030] Nun wird die Vorrichtung samt Grundplatte aus der Härtemaschine auf den Wechseltisch
23 gefahren.
[0031] Der Wechseltisch 23 dreht hierauf nach "x", so daß die Vorrichtung mit neuem Werkzeug
vor der Härtemaschine 21 stationiert ist und in diese eingeschoben werden kann.
[0032] Die Produktion der nachfolgenden Werkstücke kann nun durchgeführt werden, während
am Wechseltisch 23 die Vorrichtung(en) 22 den Anforderungen entsprechend umgerüstet
werden, ohne daß hierbei der Produktionsablauf gestört wird.
[0033] Die Erfindung stellt eine Vorrichtung dar, die eine hohe Qualität der zu bearbeitenden
Werkstükke garantiert, und dabei den jeweiligen Anforderungen mühelos angepaßt werden
kann.
1. Vorrichtung zum Wechseln von Werkzeugmatrizen (4, 5, 6, 7, 8) bei Härtemaschinen in
Kombination mit Wechseltischen (23) oder manuellem Betrieb,
wobei die Vorrichtung (22) aus
- einer mit Kühlmediumzuführkanälen (14) ausgestatteten Grundplatte (15), durch die
ein Aufnahmedorn (13) führbar ist,
- einem auf der Grundplatte (15) montierten, mit Kühlmediumzu- und -abführkanälen
(1) versehenen, geteilten Gehäuse (2, 3), in dem die ein Werkstück (17) spezifisch
aufnehmenden, mit Kühlmediumzu- und -abführkanälen (16) versehenen, außerhalb der
Härtemaschine austauschbaren Werkzeugmatrizen (4, 5, 6, 7, 8) anordnenbar sind, und
- einem am Gehäusekopf angeordneten, eine Arretiereinrichtung (9) sowie einen inneren
(10) und einen äußeren (11) Druckring aufweisenden Aufnahmering (12), wobei mindestens
einer der Druckringe (10, 11) auf mindestens eine der Werkzeugmatrizen einwirkt und
wobei in mindestens einem Druckring eine
Durchführung (24) für einen Preßdorn (19) vorgesehen ist, und besteht wobei die Vorrichtung
(22) samt Grundplatte (15) vollständig aus der Härtemaschine ausfahrbar ist, so daß
eine vorgerichtete Vorrichtung mit neuen Werkzeugmatrizen in die Härtemaschine einschiebbar
ist.
2. Vorrichtung zum Wechseln von Werkzeugen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (2, 3) zylindrisch ausgebildet ist.
3. Vorrichtung zum Wechseln von Werkzeugen nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeug matrizen (4 - 8) und das Gehäuse (2, 3) derart ausgebildet sind,
daß sie Kanäle (18) bilden, die eine gleichmäßige Umflutung des Werkstücks durch das
Kühlmittel gewährleisten.
1. Device for changing tool matrixes (4, 5, 6, 7, 8) of hardening machines in combination
with changing tables (23) or manual operation, the device (22) consisting of:
• a ground plate (15) provided with supply ducts (14) for a cooling medium, being
transversable by a receiving pin (13)
• a partitioned housing (2, 3) which is fixed at the ground plate (15) and provided
with supply ducts and discharge ducts (1) for a cooling medium, upon which there are
arranged the tool matrixes (4, 5, 6, 7, 8) that specifically receive a workpiece (17)
and that are provided with supply ducts and discharge ducts (16) and that can be exchanged
outside the hardening machine,
• a reception ring (12) which is arranged at the head of the housing and has a locking
device (9) and an inner pressure ring (10) and an outer pressure ring (11), at least
one of the pressure rings (10, 11) engages at least one of the tool matrixes and in
at least one pressure ring a passage (24) for a pressing pin (19) is provided,
in which the device (22) including the ground plate (15) is completely removable
from the hardening machine so that a prepared device with new tool matrixes can be
inserted in the hardening machine.
2. Device for changing tools according to claim 1, characterized in that the housing
(2,3) is cylindrical.
3. Device for changing tools according to claim 1 or 2, characterized in that the tool
matrixes (4-8) and the housing (2, 3) are formed in a way to form channels (18), to
guarantee a uniform flow of cooling medium around the workpiece.
1. Dispositif à échanger des matrices d'outils (4, 5, 6, 7, 8) des machines à endurcir
en combinaison avec des tables d'échange (2, 3) ou d'opération manuelle, ce dispositif
(22) consistant de:
• une plaque de fond (15) équipée des conduits (14) d'alimentation pour un réfrigératif,
qui peut être déplacé à l'aide d'une épine réceptive (13),
• un boîtier divisé (2, 3) qui est monté sur la plaque de fond (15), équipé des conduits
(1) d'alimentation et de décharge pour un réfrigératif dans lequi les matrices d'outils
(4, 5, 6, 7, 8) recevant spécifiquement la pièce d'ouvrage (17) et étant équipée des
conduits (16) d'alimentation et de décharge pour un réfrigératif en étant interchangeable
en dehors de la machine à endurcir, et
• un anneau de réception (12), disposée en la tête du boîtier, avant un dispositif
d'arrêt, un anneau de pression intérieur (10) et un anneau de pression extérieur (11),
et au moins un de ces anneaux de pression (10, 11) influe sur au moins une des matrices
d'outils et au moins un de ces anneaux de pression est équipé d'un passage pour une
épine (19) de pressage
et le dispositif (22) avec la plaque de fond (15) est complètement sortable de la
machine d'endurcir, pour qu' un dispositif préparé avec des nouveaux matrices d'outil
peut être introduit dans la machine d'endurcir.
2. Dispositif à échanger des outils selon la revendication 1, caractérisé en ce que le
boîtier (2, 3) est cylindrique.
3. Dispositif à échanger des outils selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce
que les matrices d'outils (4-8) et le boîtier (2, 3) forment des canals (18) de façon
que le réfrigératif coule régulièrement autour de la pièce d'ouvrage (17).