[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Warenpräsentationsträger mit einer Halterung,
an der vorspringende Tragstäbe angebracht sind, an die jeweils mehrere Verkaufspackungen,
insbesondere Schuhsenkel aufweisende Blisterpackungen zu mehreren hintereinander aufgehängt
sind, und die das ungewollte Herabfallen der Verkaufspackungen verhindernde hakenartige
Enden haben.
[0002] Auf den waagerechten Tragstäben derartiger Warenpräsentationsträger hängen die Verkaufspackungen
hintereinander und werden der Reihe nach vom Interessenten entnommen, wobei jede Verkaufspackung
von dem das ungewollte Herabfallen der Verkaufspackungen verhindernden hakenartigen
Ende abgezogen werden muß. Da die Verkaufspackungen häufig nicht am vorderen Ende
der Tragstäbe hängen, sondern wegen vorangegangener Entnahme von Verkaufspackungen
mit Abstand zu diesem Ende angeordnet sind, ist das Entnehmen einer Verkaufspackung
erschwert, weil der Entnehmende tiefer greifen muß, nämlich in den Präsentationsträger
hinein, um die Verkaufspackung nach vorne zum hakenartigen Ende zu ziehen. Dieses
Hervorholen einer Verkaufspackung macht insbesondere dann Mühe, wenn mehrere Tragstäbe
nebeneinander angebracht und mit Verkaufspackungen voll behängt sind. Das Nachvorneziehen
der Verkaufspackungen erfolgt häufig in deren Schräglage, weil am unteren Teil angefaßt
wird und der obere Teil nachgezogen werden muß. Derartige Verkantungen können dazu
führen, daß der Aufhänger der Verkaufspackung ausreißt, weil er einen vergleichsweise
großen Schlitz und einen nur schwach bemessenen tragenden Bereich hat. Außerdem ist
beim Entnehmen der Verkaufspackung vom hakenartigen Ende die Gefahr gegeben, daß der
Aufhänger der Verkaufspackung ausreißt, weil die Verkaufspackung mit Schwung von hinten
über das hakenartige Ende gezogen wird. Falls der Entnehmende dann seine Kaufabsicht
revidiert bzw. die Verkaufspackung wieder aufhängen will, ist eine ordnungsgemäße
Halterung nicht mehr gewährleistet.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Warenpräsentationsträger mit
den eingangs genannten Merkmalen so zu verbessern, daß alle Verkaufspackungen in
einfacher Weise nacheinander von den Tragstäben entnommen werden können, und zwar
ohne die Gefahr der Zerstörung des Aufhängers der Packungen.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Tragstäbe in einer das unter ihrem Eigengewicht
erfolgende Nachrutschen der Verkaufspackungen gewährleistenden Schrägstellung angeordnet
sind, und daß die Verkaufspackungen Querformat aufweisen.
[0005] Für die Erfindung ist von Bedeutung, daß die Verkaufspackungen auf den Tragstäben
nachrutschen können, wenn die auf den Tragstäben vorne angeordneten Verkaufspackungen
entnommen werden. Dies wird durch die Schrägstellung der Tragstäbe in gewissem Umfang
gewährleistet. Da jedoch die hakenartigen Enden wegen der Gefahr des ungewollten Herabfallens
der Verkaufspackungen von den Tragstäben in der Regel besonders steil ausgebildet
werden müssen, ist es von Bedeutung, daß den Verkaufspackungen ein besonderes Format
gegeben wird, insbesondere für längliche Ware, wie Schuhsenkel. Dieses Format wird
allgemein als Querformat bezeichnet. Darunter wird verstanden, daß die aufgehängte
Verkaufspackung breiter ist, als hoch. Die Schuhsenkel werden also nicht, wie bisher
üblich, senkrecht in einer Blisterpackung angeordnet und mit einem schmalen aber hohen
Rücken aufgehängt, sondern horizontal. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß
die Waren, also die Schuhsenkel, symmetrisch zu einem Aufhängeschlitz liegen, so
daß auch eine querformatige Verkaufspackung ordnungsgemäß aufgehängt werden kann,
also ohne Pendelneigung.
[0006] Das Nachrutschen der Verkaufspackungen bewirkt, daß die vom Entnehmenden aus erste
Verkaufspackung stets unmittelbar am hakenartigen Ende eines Tragstabs angeordnet
ist, so daß nur eine kurze nach oben gerichtete Bewegung erforderlich ist, um die
Verkaufspackung vom hakenartigen Ende herunter zu bekommen. Dadurch ist die Gefahr
des Herumzerrens an der Verkaufspackung gering und entsprechend gering ist auch die
Gefahr der Zerstörung des Aufhängers der Verkaufspackung. In diesem Sinne wirkt sich
das Querformat günstig aus, weil die entnehmende Hand lediglich einen kurzen Schwenkweg
ausführen muß, um die Verkaufspackung zu einer durch das hakenartige Ende unbehinderten
Entnahme möglichst horizontal zu stellen.
[0007] Im vorgenannten Sinne günstig wirkt sich der Umstand aus, daß der Schwerpunkt einer
querformatigen Verkaufspackung vergleichsweise hoch liegt. Die nachrutschenden Verkaufspackungen
können daher die vorderste Verkaufspackung in eine vergleichsweise große Schräglage
drücken, was in diesem Ausmaß nicht möglich ist, wenn die Verkaufspackung bei vertikaler
Anordnung der Schuhsenkel bzw. einer länglichen Ware einen relativ tief liegenden
Schwerpunkt hat. Es wird also durch die erfindungsgemäßen Merkmale eine erheblich
verbesserte, nämlich erleichterte Entnehmbarkeit der Verkaufspackungen erreicht.
[0008] Die Schräglage der ersten Verkaufspackung bewirkt auch, daß diese vom hakenartige
Ende der Tragstange entfernt möglichst dicht am Entnehmer ist. Auch das erleichtert
die Entnahme und wirkt als Kaufanreiz. Hinzu kommt, daß die Warenpräsentation insgesamt
verbessert wird, weil sich dem Betrachter des gesamten Präsentationsträgers, der eine
Vielzahl von mit Verkaufspackungen versehenen Tragstäben hat, eine gleichmäßigere
und damit verbesserte Präsentation aller Verkaufspackungen darbietet, die optisch
stärker anspricht, als ein Präsentationsträger, dessen Frontansicht uneinheitlich
ist, weil von einigen Tragstäben mehr Verkaufspackungen entnommen wurden, als von
anderen.
[0009] Die Tragstäbe sind vor ihren hakenartigen Enden jeweils mit einer den Aufhänger einer
Verkaufspackung gegen Verschiebungen auf dem Tragstab sichernden Vertiefung versehen,
die dazu beiträgt, daß die Gefahr des ungewollten Herabfallens von Verkaufspackungen
verringert wird, insbesondere auch, wenn diese nachrutschen, weil sie mit ihrem Aufhänger
zunächst in diese Vertiefung hineinrutschen, bevor sie von dem hakenartigen Ende
an einer Weiterbewegung gehindert werden. In diesem Sinne wirkt auch eine Ausgestaltung
derart, daß die Vertiefung eines Tragstabs im Anschluß an eine das Nachrutschen einer
weiteren Verkaufspackung fördernden Abschrägung des Tragstabs vor dessen hakenartigem
Ende angeordnet ist. Darüberhinaus hat also die Abschrägung aber auch noch die Aufgabe
zu gewährleisten, daß die der vom Entnehmer aus gesehen nachfolgende Verkaufspackung
mit Sicherheit soweit wie möglich vorne angeordnet ist, um auf die erste Verkaufspackung
zu drücken und diese damit in eine möglichst große Schräglage zu drücken.
[0010] Um eine einfache und damit wenig aufwendige Konstruktion eines Warenpräsentationsträgers
zu erreichen, dessen Herstellungskosten im Vergleich zu dem Wert der präsentierten
Verkaufspackungen gering ist, sind die Tragstäbe jeweils U-förmige Doppeldrahtstäbe,
deren abgerundetes freies Ende vertikal nach oben abgebogen ist. Solche Tragstäbe
sind insbesondere für leichte Waren durchaus ausreichend und optisch ansprechend.
[0011] Der gegenseitige Abstand der Drähte des Tragstabs ist etwa gleich der Höhe des die
Schuhsenkel aufweisenden Verpackungsbereichs. Auf diese Weise wird auch durch doppeldrahtförmige
Tragstäbe eine ausreichend schrägstellungssichere Halterung der querformatigen Verkaufspackungen
erreicht.
[0012] Die Rückenhöhe einer Verkaufspackung ist etwa doppelt so groß, wie die Höhe des die
Schuhsenkel aufweisenden Verpackungsbereichs. Bei dieser Ausgestaltung der Verkaufspackungen
werden die vorgenannten angestrebten Vorteile insbesondere erreicht.
[0013] Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Frontansicht des erfindungsgemäßen Warenpräsentationsträgers mit auf
einem seiner Tragstäbe hintereinander angeordneten Verkaufspackungen, und
Fig. 2 eine Seitenansicht des Trägers der Fig. 1.
[0014] Der in den Fig. dargestellte Präsentationsträger 1 besteht im wesentlichen aus einer
Halterung 2, an der vorspringende Tragstäbe 3 angebracht sind. Die Halterung 2 ist
ein Drahtgestell mit Vertikalstäben 10, die durch paarweise im Abstand zueinander
und zu benachbarten Stäben angeordnete Querstäbe 11 miteinander verbunden sind. An
den Querstäben 11 sind die Tragstäbe 3 mit abgewinkelten Enden 12 befestigt, und zwar
derart, daß die abgewinkelten Enden 12 in einer Ebene mit den Vertikalstäben 10 angeordnet
und an der vom frontseitigen Betrachter aus gesehenen Rückseite der Querstäbe 11
liegen. Die Befestigung aller Stäbe aneinander erfolgt z. B. durch verlöten, wobei
die Halterung 2 und ihre Tragstäbe 3 zur Verbesserung des optischen Eindrucks kunststoffbeschichtet
sind.
[0015] Die Tragstäbe 3 sind von der Halterung 2 schräg nach unten vorspringend angebracht,
so daß eine darauf angeordnete Verkaufspackung 4 nach vorne zu einem hakenartigen
Ende 6 des Tragstabs 3 rutscht. Dieses hakenartige Ende 6 verhindert ein ungewolltes
Herabfallen der Verkaufspackung 4.
[0016] Ein Tragstab 3 ist im wesentlichen als U-förmiger Doppeldrahtstab ausgebildet, dessen
beide halterungsseitigen freien Enden die Stabenden 12 bilden, und dessen abgerundetes
frontseitiges freies Ende das hakenartige Ende 6 bildet, wobei dieses Ende vertikal
nach oben abgebogen ist.
[0017] Kurz vor dem hakenartigen Ende 6 hat der Tragstab 3 eine aus Fig. 2 ersichtliche
Vertiefung 8, der eine Abschrägung 9 vorgeordnet ist. Eine auf einen Tragstab 3 ge
hängte Verkaufspackung 4 wird zweifellos solange nach vorne rutschen, bis sie mit
ihrem Aufhänger 7 in dieser Vertiefung 8 hängt. Infolgedessen ist gewährleistet,
daß die vom Entnehmer aus erste Verkaufspackung 4 stets vorne in unmittelbarer Nachbarschaft
des hakenartigen Endes 6 hängt. Gemäß Fig. 2 sind mehrere Verkaufspackungen 4 hintereinander
auf einem Tragstab 3 angeordnet und liegen so aneinander, daß sie gemeinsam auf die
Rückseite der vordersten Verkaufspackung drücken. Dieses Nachvornedrücken der ersten
Verkaufspackung wird auch durch die von vorne gesehen zweite Verkaufspackung 4′
gefördert, welche sich gemäß Fig. 2 mit ihrem Aufhänger 7 auf der Abschrägung 9 des
Tragstabs 3 befindet und selbst von allen weiteren Verkaufspackungen 4 beaufschlagt
wird. Es ergibt sich die aus Fig. 2 ersichtliche bedeutende Schräganordnung der ersten
Verkaufspackung 4. Gemäß Fig. 1 hat die Verkaufspackung 4 ein Querformat. Das heißt,
ihre Breite b ist wesentlich größer, als ihre Rückenhöhe H. Um eine solche Verkaufspackung
4 sicher schrägstellungsfrei aufzuhängen, also möglichst exakt horizontal, ist der
Abstand der Drähte 10 des Tragstabs 3 voneinander vergleichsweise groß, und zwar etwa
gleich der Höhe h des Verpackungsbereichs, in dem die Ware, nämlich ein Paar Schuhsenkel
5 horizontal angeordnet sind. Dementsprechend breit ist auch ein Schlitz 13 eines
Aufhängers 7 bemessen.
[0018] Die in Fig. 1 dargestellte Verkaufspackung 4 hat eine Rückenhöhe H, die etwa doppelt
so groß ist, wie die Höhe h des Verpackungsbereichs hxb. Dadurch wird für eine dicht
am Tragstab 3 gelegene Anordnung des Schwerpunkts des Verkaufsbehälters 4 gesorgt,
so daß durch die nachdrückenden Verkaufspackungen 4 die vergleichsweise große Schrägstellung
der ersten bzw. frontseitigen Verkaufspackung erreicht werden kann.
[0019] Die Verkaufspackung 4 ist beispielsweise eine Blisterpackung, die aus einem Kartonrücken
und einem darauf befestigten durchsichtigen Blister besteht, der die Ware erkennen
läßt, also den Schuhsenkel 5 der nicht im einzelnen dargestellt ist.
1. Warenpräsentationsträger (1) mit einer Halterung (2), an der vorspringende Tragstäbe
(3) angebracht sind, an die jeweils mehrere Verkaufspackungen (4), insbesondere Schuhsenkel
(5) aufweisende Blisterpackungen zu mehreren hintereinander aufgehängt sind, und die
das ungewollte Herabfallen der Verkaufspackungen (4) verhindernde hakenartige Enden
(6) haben, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstäbe (3) in einer das unter ihrem Eigengewicht erfolgende Nachrutschen
der Verkaufspackungen (4) gewährleistenden Schrägstellung angeordnet sind, und daß
die Verkaufspackungen (4) Querformat aufweisen.
2. Warenpräsentationsträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstäbe (3) vor ihren hakenartigen Enden (6) jeweils mit einer den Aufhänger
(7) einer Verkaufspackung (4) gegen Verschiebungen auf dem Tragstab (3) sichernde
Vertiefung (8) versehen sind.
3. Warenpräsentationsträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung (8) eines Tragstabs (3) im Anschluß an einen das Nachrutschen
einer weiteren Verkaufspackung (4′) fördernden Abschrägung (9) des Tragstabes (3)
vor dessen hakenartigem Ende (6) angeordnet ist.
4. Warenpräsentationsträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstäbe (3) jeweils U-förmige Doppeldrahtstäbe sind, deren abgerundetes
freies Ende vertikal nach oben abgebogen ist.
5. Warenpräsentationsträger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der gegenseitige Abstand der Drähte (10) des Tragstabs (3) etwa gleich der Höhe
(h) des die Schuhsenkel (5) aufweisenden Verpackungsbereichs (hxb) ist.
6. Warenpräsentationsträger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenhöhe (H) einer Verkaufspackung (4) etwa doppelt so groß ist, wie die
Höhe (h) des die Schuhsenkel (5) aufweisenden Verpackungsbereichs (hxb).