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(11) |
EP 0 311 832 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.04.1991 Patentblatt 1991/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.09.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: A63C 9/085 |
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Vor einer vorderen Standplatte eines Skis angeordneter Vorderbacken einer Sicherheitsskibindung
Toe iron for safety ski bindings, arranged before a fore sole plate
Mâchoire avant de fixation de sécurité de ski, placée devant une plaque de semelle
antérieure
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR IT LI |
| (30) |
Priorität: |
12.10.1987 DE 3734492
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.04.1989 Patentblatt 1989/16 |
| (73) |
Patentinhaber: GEZE SPORT INTERNATIONAL GMBH |
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D-80796 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Bogner, Martin
D-7302 Ostfildern (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dipl.-Phys.Dr. Manitz
Dipl.-Ing. Finsterwald
Dipl.-Ing. Grämkow
Dipl.Chem.Dr. Heyn
Dipl.Phys. Rotermund
Morgan, B.Sc.(Phys.) |
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Postfach 22 16 11 80506 München 80506 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 087 117 FR-A- 2 578 749
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FR-A- 2 553 672 FR-A- 2 593 358
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen vor einer vorderen Standplatte eines Skis angeordneten
Vorderbacken einer Sicherheitsskibindung nach dem Obergegriff des Patentanspruchs
1 (wie zum Beispiel in FR-A-2 553 672 beschrieben).
[0002] Bei einem seitenauslösbaren Vorderbacken einer Sicherheitsskibindung nach einem älteren
Vorschlag (DE-A-37 20 440, Offenlegungstag 5.1.89) wird der höhenverschiebliche Sohlenhalter
von unten durch einen doppelarmigen Hebel beaufschlagt, auf den über ein Stangen-
und Keilgetriebe von der durch die Skistiefelsohle nach unten gedrückten Standplatte
eine nach oben gerichtete Kraft auf den Sohlenhalter ausgeübt wird, um im Falle eines
Vorwärtssturzes des Skifahrers die für die seitliche Auslösung des Vorderbackens erforderliche
Seitenkraft herabzusetzen. Nachteilig an diesen bekannten Vorderbacken ist, daß zwischen
der vertikal beweglich angeordneten Standplatte für den vorderen Teil der Sohle des
Skistiefels und dem höhenverschieblichen Sohlenhalter ein Bewegungs- und Kraftübertragungsgetriebe
angeordnet sein muß.
[0003] Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Vorderbacken der eingangs
genannten Gattung zu schaffen, bei dem im Falle einer Vorwärtsneigung und insbesondere
Frontalsturzes des Skifahrers die Seitenauslösekraft in definierter Weise herabgesetzt
wird, ohne daß zwischen der Standplatte und dem Sohlenhalter ein Kraftübertragungsgetriebe
angeordnet sein muß.
[0004] Zur Lösung dieses Aufgabe sind die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs
1 vorgesehen. Eine besonders bevorzugte Weiterbildung ist durch den Patentanspruch
2 gekennzeichnet.
[0005] Der Erfindungsgedanke ist demnach darin zu sehen, daß der mit dem Sohlenhalter in
Eingriff befindlichen Sohlenspitze bei einer Vorwärtsneigung, insbesondere einem Frontalsturz
des Skifahrers eine definierte Bewegung nach unten ermöglicht wird, bis eine auf den
Sohlenhalter nach unten wirkende und durch eine Feder oder die Schuhsohle selbst erzeugte
Kraft den Anschlag gegen die Schrägfläche drückt, wodurch eine entlastende Kraft auf
den Sohlenhalter in dem Sinne ausgeübt wird, daß die Seitenauslösung mit einer geringeren
Kraft bewerkstelligt werden kann. Je stärker die Bewegung der Sohlenspitze nach unten
ist, d.h. ein je intensiverer Druck auf den vorderen Teil der Schuhsohle von oben
nach unten ausgeübt wird, umso länger bzw. umso weiter kann sich der Anschlag auf
der Schrägfläche verschieben, d.h. während eines umso größeren Schwenkwinkels des
Sohlenhalters bei der Seitenauslösung bleibt die Erniedrigung der Seitenauslösekraft
aufrecht erhalten. Erfindugsgemäß hat also die ab einer bestimmten Abwärtsbewegung
der Sohle wirksam werdende Gegenkraft zur Sohlenhalterrückstellkraft einen konstanten
Wert. Je stärker die Sohlenspitze nach unten gedrückt wird, umso länger bleibt diese
Gegenkraft bei der Seitenauslösung aufrechterhalten.
[0006] Auf besonders bevorzugte Weise wird die Abwärtsbewegung der Skistiefelsohle bei einem
Vorwärtssturz durch die Maßnahmen des Anspruchs 3 gewährleistet.
[0007] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die Schrägfläche eben und erstreckt sich
quer zur Skilängsrichtung.
[0008] Der Winkel der Schrägfläche darf nicht so steil werden, daß der Vorsprung ohne eine
seitliche Auslösebewegung auf der Schrägfläche abwärts rutscht. Bevorzugte Winkel
sind durch Anspruch 5 definiert. Der Winkel ist abhängig von der zur Verfügung stehenden,
nach unten auf den Sohlenhalter ausgeübten Kraft zu wählen.
[0009] Das Ausführungsbeispiel nach Anspruch 6 hat den Vorteil, daß bei einer Seitenauslösebewegung
lediglich die eine Hälfte des Sohlenhalters beansprucht, die andere dagegen kraftlos
wird. Durch das Ausführungsbeispiel nach Anspruch 7 wird verhindert daß die vom Fersenbacken
über den Skistiefel auf den Vorderbacken wirkende Anschubkraft ein seitliches Auslösemoment
auf den Sohlenhalter ausübt. Durch geringfügige Versetzung der Abstützstellen in seitlicher
Richtung relativ zu den Kippachsen können allerdings definierte geringfügige Spreiz-
bzw. Schließkräfte ausgeübt werden.
[0010] Vorteilhafte Anordnungen für die Erzeugung der nach vorn gerichteten Federkraft sind
in den Ansprüchen 8 und 9 definiert.
[0011] Die Vorspannung des Sohlenhalters nach unten parallel zu den Kippachsen kann durch
die Maßnahmen der Ansprüche 10, 11 oder 12 verwirklicht werden.
[0012] Bevorzugt ist die Anordnung der Schrägfläche nach Anspruch 13, weil auf diese Weise
eine ohnehin unten und vorn am Sohlenhalter vorgesehene Kante als Anschlag zur Zusammenarbeit
mit der gehäusefesten Schrägfläche verwendet werden kann.
[0013] Eine entsprechende Schrägfläche mit Anschlag kann auch im oberen Bereich des erfindungsgemäßen
Vorderbacken vorgesehen sein, wie das im Einzelnen im Anspruch 14 definiert ist. Die
bauliche Ausbildung dieser zusätzlichen Schrägfläche und des zusätzlichen Anschlages
können analog den Ansprüchen 4, 5 sein. Lediglich die für die Verschiebung des Sohlenhalters
nach oben erforderliche Kraft wird nicht durch eine Feder, sondern durch die Stiefelsohlenspitze
erzeugt. Auf diese Weise kann auch die bei einem Rückwärtssturz zwischen dem Sohlenhalter
und der Sohlenspitze auftretende Reibungskraft weitgehend kompensiert werden.
[0014] Die Anschläge und Schrägflächen können auch im Sinne des Anspruchs 15 kinematisch
vertauscht werden.
[0015] Die Ausführungsform nach Anspruch 16 bringt den Vorteil mit sich, daß der Sohlenhalter
auch durch die von hinten auf den Vorderbacken wirkende Anschubkraft mit einer nach
unten gerichteten Kraftkomponente beaufschlagt wird, welche den Sohlenhalter gegen
die Oberseite der Sohlenspitze drückt und zu der erfindungsgemäß auf den Sohlenhalter
von oben wirkenden Vorspannkraft beiträgt.
[0016] Die Erfindung wird im Folgendem beispielsweise anhand der Zeichnung beschrieben;
in dieser zeigt:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht eines erfindungsgemäßen Vorderbackens mit eingestelltem
Skistiefel,
Fig. 1a die mit einer gestrichelten Linie umrandete Einzelheit Ia in Fig. 1 in vergrößertem
Maßstab,
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht des Gegenstandes der Fig. 1,
Fig. 3 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer praktischen Ausführungsform
eines Vorderbackens,
Fig. 4 eine teilweise geschnitten Draufsicht des Gegenstandes der Fig. 3 und
Fig. 5 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer weiteren, gegenüber Fig. 3
etwas abgewandelten Ausführungsform.
[0017] Nach den Figuren 1 und 2 ist auf der Oberseite eines Ski 22 unter dem vorderen Bereich
der Sohle 14 eines Skistiefels 15 eine sich quer über die Oberseite erstreckende längliche
Standplatte 21 vorgesehen, die durch eine Federanordnung 31 in der Weise auf der Oberseite
des Skis 22 befestigt ist, daß sie bei einer Vorwärtsneigung des Skifahrers aufgrund
der stärkeren Druckausübung durch die Sohle 14 um ein von der von oben ausgeübten
Druckkraft abhängiges Stück nach unten ausweichen kann.
[0018] Vor der Standplatte 21 ist auf dem Ski 22 ein Vorderbacken 23 angeordnet, der einen
aus zwei Hälften 16a, 16b bestehenden Sohlenhalter 16 und ein am Ski 22 befestigtes
Gehäuse 20 umfaßt. Die beiden Hälften 16a, 16b des Sohlenhalters 16 sind zur vertikalen
Mittelängsebene 11 des Vorderbackens 23 symmetrisch ausgebildet, und zwar mit Ausnahme
der Anlenkösen 16a′, 16a˝ bzw. 16b′, 16b˝, die höhenversetzt sind, um an ein un denselben,
weiter unten beschriebenen Bolzen 28 angelenkt werden zu können.
[0019] Wie sich aus den Figuren 1 und 1a ergibt, weisen die Sohlenhalter-Hälften 16a, 16b
vorn konkave Kippflächen 13 auf, die relativ schmal ausgebildet sind und sich vertikal
von oben nach unten erstrecken. In diese Kippflächen greifen im wesentlichen komplementär
dazu ausgebildete gehäusefeste Abstützflächen 12 ein. Die Kippflächen 13 werden durch
eine Auslösefeder 26, die sich mit ihrer hinteren Seite an einem gehäusefesten Widerlager
20′ abstützt und mit ihrem anderen Ende über eine Federvorspannungseinstellschraube
32 und eine Zugstange 27 auf einen vertikal verlaufenden Bolzen 28 ein wirkt, an dem
die beiden Sohlenhalter-Hälften 16a und 16b mittels der Anlenkösen 16a′, 16b′ bzw.
16a˝ bzw. 16b˝ in der Mitte zwischen den beiden Abstützflächen 12 angelenkt sind,
nach vorn gegen die Abstützflächen 12 gedrückt.
[0020] Wirkt jetzt beispielsweise eine seitliche Kraft F (Fig.1) auf die Sohle 14 des Skistiefels
15, beispielsweise aufgrund eines Drehsturzes des Skifahrers, so schwenkt die rechte
Hälfte 16a des Sohlenhalter 16 nach rechts aus, und zwar um die vertikale Kippachse
17 (Fig. 1, 1a). Die linke Hälfte 16b des Sohlenhalter 16 wird dabei kraftlos.
[0021] Eine Vorspannungsfeder 24 erstreckt sich vertikal beispielsweise zwischen dem hinteren
Endbereich der Zugstange 27 und der Bodenplatte 10 und spannt den Sohlenhalter 16
in einer weiter unten erläuterten Weise nach unten vor.
[0022] Erfindungsgemäß befindet sich unterhalb des vorderen Endes des Sohlenhalters 16 in
der Mitte zwischen den beiden Kippachsen 17 eine von oben nach unten und hinten schrägverlaufende
ebene Schrägfläche 19, die mit einem durch die untere vordere Kante des Sohlenhalters
16 gebildeten Anschlag 18 zusammenwirkt.
[0023] Die Anordnung der Schrägfläche 19 ist derart, daß bei eingestelltem Skistiefel 15
(Fig. 2) und normaler Haltung des Skifahrers ohne übermäßige Vorlage der Anschlag
18 keine Kraft von oben auf die Schrägfläche 19 ausübt und insbesondere einen geringen
Abstand von der Schrägfläche 19 aufweist.
[0024] Gerät der Skifahrer nunmehr in Vorlage z.B. bei einem Frontalsturz, so erhöht sich
die vom vorderen Teil der Sohle 14 auf die Standplatte 21 nach unten ausgeübt Kraft,
so daß diese gegen die Kraft der Federanordnung 31 nach unten verschoben wird. Weiter
kann die Schuhsohle bei der Abwärtsbewegung auch noch etwas um die Vorderkante 33
der Standplatte 21 nach unten kippen. Bei dieser Abwärtsbewegung des vorderen Teils
der Sohle 14 bewegt sich auch die mit dem Sohlenhalter 16 in Eingriff stehende obere
Fläche der Sohle 14 nach unten, so daß der Sohlenhalter 16 nunmehr unter der Einwirkung
der Kraft einer ihn nach unten vorspannenden Vorspannungsfeder 24 entlang der Abstützflächen
12 relativ zum Gehäuse 20 nach unten rutschen kann, bis der Anschlag 18 an der Schrägflächen
19 zur Anlage kommt. Aufgrund geeigneter Stärke der Vorspannungsfeder 24 und Neigung
der Schrägfläche 19 kann die Bewegung des Sohlenhalters 16 nach unten sich von jetzt
ab nicht weiter fortsetzen, und zwar selbst dann nicht, wenn die obere Fläche der
Sohle 14 noch nicht wieder in Eingriff mit der sie von oben beaufschlagenden unteren
Fläche des Sohlenhalters 16 steht.
[0025] Aufgrund der Schräge der Schrägfläche 19 wird nunmehr durch die Vorspannung 24 eine
nach hinten gerichtete Kraftkomponente auf die Mitte des Sohlenhalters 16 bzw. auf
die untere Anlenköse 16b˝ der Sohlenhalter-Hälfte 16b ausgeübt, welche der von der
Auslösefeder 26 nach vorn ausgeübten Kraft entgegengesetzt ist, also der Kraft der
Auslösefeder 26 entgegenwirkt.
[0026] Wird nun in einem solchen Falle die Schuhsohle 14 außerdem z.B. aufgrund eines kombinierten
Frontal-Drehsturzes in seitlicher Richtung belastet, so ist die Kraft für die seitliche
Ausschwenkung der betreffenden Hälfte 16a oder 16b des Sohlenhalters 16 entsprechend
herabgesetzt. Die durch die zusätzliche Belastung erhöhte Reibung zwischen der Standplatte
21 und der Schuhsohle 14 kann so zumindest weitgehend durch eine Herabsetzung der
Seitenauslösekraft kompensiert werden.
[0027] Während der Seitenauslösebewegung des Sohlenhalters 16 rutscht der Anschlag 18 auf
der Schrägfläche 19 so lange nach unten, bis der Sohlenhalter 16 wieder von oben mit
der oberen Fläche der Stiefelsohle 14 in Eingriff kommt. Von diesem Moment an steht
wieder die volle Seitenauslösekraft zur Verfügung, so daß der Kulminationspunkt der
Seitenauslösebewegung jetzt schon überschritten sein sollte.
[0028] Die im wesentlichen konstante Gegenkraft zur Auslösekraft, die durch das Zusammenwirken
des Anschlags 18 mit der Schrägfläche 19 erzeugt wird, ist also umso länger wirksam,
je weiter sich die Sohlenspitze nach unten bewegt hat.
[0029] Auch am oberen vorderen Ende des Sohlenhalters 16 kann in der Mitte zwischen den
Kippachsen 17 ein Anschlag 18′ vorgesehen sein, der mit einer oberen gehäusefesten
Schrägfläche 19′ in analoger Weise zusammenarbeitet.
[0030] Wenn der Skifahrer aus der Position nach Fig. 2 in Rücklage gerät, drückt die Spitze
der Sohle 14 des Skistiefels 15 den Sohlenhalter gegen die Kraft der Vorspannungsfeder
24 nach oben, bis der Anschlag 18′ an der Schrägfläche 19′ zur Anlage kommt. Von diesem
Augenblick an wird die seitliche Auslösekraft entsprechend herabgesetzt, wobei die
Stärke der Herabsetzung von der Schräge der Schrägfläche 19′ und der von der Sohlenspitze
auf den Sohlenhalter 16 nach oben ausgeübten Kraft abhängt.
[0031] Am Sohlenhalter 16 sind in Ausrichtung mit den Kippachsen 17 befindliche vordere
Abstützrollen 29 und am hinteren Ende der schräg auswärts verlaufenden Sohlenhalter-Hälften
16a, 16b seitliche Abstützrollen 34 für den Rand der Sohle 14 vorgesehen. Die durch
die vorderen Rollen 29 geschaffenen Abstützstellen 25 befinden sich in Ausrichtung
mit den Kippachsen 17, damit durch die vom nicht dargestellten Fersenbacken herrührende
Anschubkraft A keinen Einfluß auf das seitliche Auslösenverhalten des Vorderbacken
16 hat.
[0032] In den Figuren 3 und 4 bezeichnen gleiche Bezugszahlen entsprechende Bauteile wie
in den Figuren 1, 1a und 2.
[0033] Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 und 2 wird bei der Anordnung
nach den Figuren 3 und 4 die den Sohlenhalter 16 nach unten drückende Kraft durch
einen schrägen Abfall der Achse und damit der Kraftrichtung der Auslösefeder 26 bzw.
der Zugstange 27 nach vorn und unten erzielt. Auf diese Weise besitzt die von der
Auslösefeder 26 ausgeübte Kraft auch eine in Richtung der Kippachsen nach unten verlaufende
Komponente, welche einen Teil der Vorspannkraft für den Sohlenhalter 16 nach unten
erzeugt.
[0034] Außerdem sind die Kippachsen 17 beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3, 4 etwas
gegenüber der Vertikalen in der Weise gekippt, daß sie von oben nach unten und etwas
nach vorn verlaufen. Auf diese Weise erzeugt auch die vom Fersenbacken herrührende
Anschubkraft A einen Teil der nach unten zur Schrägfläche 19 hinwirkenden Vorspannkraft.
[0035] In Figur 3 ist der Fall dargestellt, daß durch eine Vorlage des Skifahrers der Sohlenhalter
16 schon etwas nach unten gerutscht ist, wodurch der Anschlag 18 bereits mit der Schrägfläche
19 in Eingriff gekommen und die Seitenauslösekraft entsprechen herabgesetzt ist.
[0036] Im oberen Bereich des Vorderbackens 23 sind gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach
den Figuren 1 und 2 die Schrägfläche 19′ und der Anschlag 18′ in dem Sinne kinematisch
vertauscht, daß letzterer gehäusefest und die Schrägfläche 19′ im oberen Bereich des
Sohlenhalters 16 vorgesehen ist.
[0037] Bei der Ausführungsform nach Figur 5 ist am unteren Ende des Sohlenhalters bzw. an
einer oder beiden seiner Hälften 16a, 16b ein Trittanschlag 30 vorgesehen, der mit
der Unterseite der Spitze der Sohle 14 im Eingriff steht. Beim Abwärtsbewegen der
Sohle 14 im Falle eines Frontalsturzes wird somit auch von der Sohle 14 selbst über
den Trittanschlag 30 eine nach unten gerichtete Kraft auf den Sohlenhalter 16 ausgeübt,
welche über die Schrägfläche 19 zu einer weiteren Herabsetzung der Seitenauslösekraft
führt.
[0038] Zur Schaffung einer gewünschten Reibungskompensation stehen also verschiedene Parameter
und bauliche Mittel zur Verfügung, nämlich die Kraft der Auslösefeder 26 selbst, die
Kraft einer besonderen Hilfsfeder 24, die Schuhdruckkraft nach oben oder unten, die
Anschubkraft sowie Anschläge und Schrägflächen in unterschiedlicher Anordnung und
Ausbildung.
1. Vor einer vorderen Standplatte eines Skis angeordneter Vorderbacken einer Sicherheitsskibindung,
deren Fersenbacken über den eingestellten Skistiefel vorzugsweise eine nach vorn gerichtete
Anschubkraft auf den Vorderbacken ausübt, mit einem Sohlenhalter, der den vorderen
Teil der Sohle des Skistiefels von vorn, seitlich und von oben abstützt und jeweils
um eine von zwei zu beiden Seiten der vertikalen Mittellängsebene vorgesehene, im
wesentlichen vertikale Drehachsen gegen eine im wesentlichen nach vorn gerichtete
Federkraft schwenkbar ist, wodurch bei vorbestimmten seitlichen Kräften am vorderen
Teil der Sohle der Sohlenhalter um die in Richtung der seitlichen Kraft liegende Drehachse
ausschwenken und den Skistiefel freigeben kann, wobei der Sohlenhalter in Richtung
der Drehachsen relativ zum Gehäuse verschiebbar und in dieser Richtung federnd auf
den vorderen Teil der Sohle des Skistiefels zu vorgespannt ist, dadurch gekennzeichnet, daß an dem zwischen den Drehachsen (17) befindflichen Bereich und vorzugsweise in
der Mitte zwischen den Drehachsen (17) ein nach unten und nach vorn weisender Anschlag
(18) am Sohlenhalter (16) oder einem mit ihm entlang der Drehachsen (17) beweglichen
Teil vorgesehen ist, der mit einer von oben nach unten und hinten verlaufenden, gehäusefesten
Schrägfläche (19) derart zusammenwirkt, daß bei eingestelltem Skistiefel (15) dessen
Sohle (14) den Sohlenhalter (16) gegen die nach unten gerichtete federnde Vorspannung
in einer Höhe hält, bei der sich der Anschlag (18) in einem zumindest geringen Abstand
von der Schrägfläche (19) befindet und auf jeden Fall keine Kräfte auf die Schrägfläche
(19) ausübt, und daß der Skistiefel (15) derart nach unten nachgiebig am Ski (22)
gelagert ist, daß bei einer Vorwärtsneigung des Skifahrers, z.B. im Falle eines Frontalsturzes
die mit dem Sohlenhalter (16) in Eingriff befindlichen Teile der Sohle (14) sich so
weit nach unten bewegen, daß der Anschlag (18) an dem der Bewegung der Sohle (14)
folgenden Sohlenhalter (16) zumindest während einer gleichzeitig stattfindenden seitlichen
Auslösebewegung des Sohlenhalters (16) an die Schrägfläche (19) anstößt und dadurch
eine von der Schräge der Schrägfläche (19) und der federnden Vorspannung des Sohlenhalters
(16) nach unten abhängige Gegenkraft zu der von der im wesentlichen nach vorn gerichteten
Federkraft erzeugten Sohlenhalterrückstellkraft erzeugt, wobei die Gegenkraft kleiner
als die Sohlenhalterrückstellkraft ist.
2. Vor einer vorderen Standplatte eines Skis angeordneter Vorderbacken einer Sicherheitsskibindung
nach Anspruch 1, deren Fersenbacken über den eingestellten Skistiefel vorzugsweise
eine nach vorn gerichtete Anschubkraft auf den Vorderbacken ausübt, mit einem Sohlenhalter,
der den vorderen Teil der Sohle des Skistiefels von vorn, seitlich und von oben abstützt
und mit zwei linearen und im wesentlichen vertikal verlaufenden, zu beiden Seiten
der vertikalen Mittellängsebene vorgesehenen Kippflächen durch eine im wesentlichen
nach vorn gerichtete Federkraft gegen zu beiden Seiten der vertikalen Mittelängsebene
am Gehäuse parallel zu den Kippflächen vorgesehenen Abstützflächen gedrückt ist, wodurch
zwei die Drehachsen bildende Kippachsen für den Sohlenhalter gebildet sind und bei
vorbestimmten seitlichen Kräften am vorderen Teil der Sohle der Sohlenhalter um die
in Richtung der seitlichen Kraft liegende Kippachse ausschwenken und den Skistiefel
freigeben kann, wobei der Sohlenhalter in Richtung der Kippachsen relativ zum Gehäuse
verschiebbar und in dieser Richtung federnd auf den vorderen Teil der Sohle des Skistiefels
vorgespannt ist, dadurch gekennzeichnet, daß an dem zwischen den Kippachsen (17) befindlichen Bereich und vorzugsweise in
der Mitte zwischen den Kippachsen (17) ein nach unten und nach vorn weisender Anschlag
(18) am Sohlenhalter (16) oder einem mit ihm entlang der Kippachsen (17) beweglichen
Teil vorgesehen ist, der mit einer von oben nach unten und hinten verlaufenden, gehäusefesten
Schrägfläche (19) derart zusammenwirkt, daß bei eingestelltem Skistiefel (15) dessen
Sohle (14) den Sohlenhalter (16) gegen die nach unten gerichtete federnde Vorspannung
in einer Höhe hält, bei der sich der Anschlag (18) in einem zumindest geringen Abstand
von der Schrägfläche (19) befindet und auf jeden Fall keine Kräfte auf die Schrägfläche
(19) ausübt, und daß der Skistiefel (15) derart nach unten nachgiebig am Ski (22)
gelagert ist, daß bei einer Vorwärtsneigung des Skifahrers, z.B. im Falle eines Frontalsturzes
die mit dem Sohlenhalter (16) in Eingriff befindlichen Teile der Sohle (14) sich so
weit nach unten bewegen, daß der Anschlag (18) an dem der Bewegung der Sohle (14)
folgenden Sohlenhalter (16) zumindest während einer gleichzeitig stattfindenden seitlichen
Auslösebewegung des Sohlenhalters (16) an die Schrägfläche (19) anstößt und dadurch
eine von der Schräge der Schrägfläche (19) und der federnden Vorspannung des Sohlenhalters
(16) nach unten abhängige Gegenkraft zu der von der im wesentlichen nach vorn gerichteten
Federkraft erzeugten Sohlenhalterrückstellkraft erzeugt, wobei die Gegenkraft kleiner
als die Sohlenhalterrückstellkraft ist.
3. Vorderbacken nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des vorzugsweise vorderen Teils der Sohle (14) eine Standplatte (21)
in einer solchen Höhe oberhalb der Oberseite des Skis (22) und einem solchen Abstand
vom Vorderbacken (23) und/oder einem solchen Maße federnd nach unten nachgiebig angeordnet
ist, daß bei einer Vorwärtsneigung des Skifahrers z.B. im Falle eines Frontalsturzes
die mit dem Sohlenhalter (16) in Eingriff befindlichen Teile der Sohle (14) sich so
weit nach unten bewegen, daß der Anschlag (18) an dem der Bewegung der Sohle (14)
folgenden Sohlenhalter (16) zumindest während einer gleichzeitig stattfindenden seitlichen
Auslösebewegung des Sohlenhalters (16) an die Schrägflächen (19) anstößt und dadurch
eine von der Schräge der Schrägfläche (19) und der federnden Vorspannung des Sohlenhalters
(16) nach unten abhängige Gegenkraft zu der von der im wesentlichen nach vorn gerichteten
Federkraft erzeugten Sohlenhalterrückstellkraft erzeugt, wobei die Gegenkraft kleiner
als die Sohlenhalterrückstellkraft ist.
4. Vorderbacken nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägfläche (19) eben ist und/oder daß der Winkel der Schrägfläche (19)
zur Horizontalen 30° bis 60°, insbesondere 40° bis 50° und vorzugsweise etwa 45° beträgt
und/oder daß der Sohlenhalter (16) zwei einzelne jeweils von der im wesentlichen nach
vorn gerichteten Federkraft beaufschlagte Hälften (16a, 16b) aufweist, welche unabhängig
voneinander ausschwenkbar, jedoch in vertikaler Richtung formschlüssig verbunden sind,
derart, daß der Anschlag (18) nur an einer der beiden Hälften (16a) oder (16b) vorgesehen
sein kann.
5. Vorderbacken nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei vordere Abstützstellen (25) für die Sohle (14), des Skistiefels (15) im
wesentlichen hinter den Kippachsen (17) liegen und/oder daß die im wesentlichen nach
vorn gerichtete Federkraft durch eine vor dem Vorderbacken (23) im wesentlichen in
Skilängsrichtung angeordnete Auslösefeder erzeugt ist, die sich einseitig am Gehäuse
(20) abstützt und mit der anderen Seite ggfs. über eine Zugstange (27) an einem sich
parallel zu den Kippachsen (17) erstreckenden Bolzen (28) angreift, an dem der Sohlenhalter
(16) bzw. seine Hälften (16a, 16b) angelenkt sind, wobei zweckmäßig der Bolzen (18)
und die Auslösefeder (26) ggfs. die Zugstange (27) sich in der Mitte zwischen den
Kippachsen (17) befinden.
6. Vorderbacken nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die federnde Vorspannung des Sohlenhalters (16) nach unten durch eine besondere
Hilfsfeder (21) oder durch die in Richtung der Kippachsen (17) weisende Komponente
der Kraft einer schräg von hinten nach vorn und unten verlaufenden Auslösefeder (26)
oder durch die von der Sohlenspitze auf einen am Sohlenhalter (16) oder einer seiner
Hälften (16a, 16b) vorgesehenen Trittanschlag (30) ausgeübte Niederdrückkraft gebildet
ist.
7. Vorderbacken nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägfläche (19) im unteren Bereich des Sohlenhalters (16) am Gehäuse (20)
angebracht ist.
8. Vorderbacken, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Sohlenhalter (16) oder einem mit ihm im wesentlichen vertikal verschieblichen
Teil ein nach oben und vorn weisender Anschlag (18′) vorgesehen ist, der in analoger
Weise wie der in den vorangehenden Ansprüchen erwähnte Anschlag (18) mit einer von
oben nach unten und vorn verlaufenden Schrägfläche (18′) am Gehäuse (20) zusammenwirkt,
wenn der vordere Teil der Sohle (14) des Skistiefels (15) bei einer Rücklage des Skifahrers,
z.B. bei einem Rückwärtssturz, den Sohlenhalter (16) nach oben verschiebt, wobei der
weitere Anschlag (18′) nach oben gegen die weitere Schrägfläche (19′) bewegt wird,
bis er an sie anstößt, worauf eine von der Schräge der weiteren Schrägfläche (19′)
und der Aufwärtskraft der Sohlenspitze abhängige Gegenkraft zur von der nach vorn
gerichteten Federkraft erzeugten Sohlenhalterrückstellkraft hervorgerufen wird, die
die Seitenauslösekraft herabsetzt wobei die Gegenkraft vorzugsweise kleiner als die
Sohlenhalterrückstellkraft ist.
9. Vorderbacken nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der Schrägflächen (19, 19′) am Sohlenhalter (16) und der zugeordnete
Anschlag (18, 18′) gehäusefest angeordnet ist.
10. Vorderbacken nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippachsen (17) etwas schräg von oben nach unten und vorn verlaufen.
1. Toe unit of a safety ski binding arranged in front of a front footplate of a ski
with the heel unit of the safety ski binding preferably exerting a forwardly directed
thrust force on the toe unit via the inserted ski boot, the toe unit comprising a
sole clamp which supports the front part of the sole of the ski boot from the front,
sideways and from above and which is pivotable against a substantially forwardly directed
spring force about a respective one of two substantially vertical axes of rotation
disposed on both sides of the vertical central longitudinal plane whereby, on the
occurrence of predetermined lateral forces at the front part of the sole, the sole
clamp can pivot outwardly about the axis of rotation lying in the direction of the
lateral force and release the ski boot, with the sole clamp being displaceable relative
to the housing in the direction of the axes of rotation and being resiliently biased
in this direction towards the front part of the sole of the ski boot, characterized
in that a downwardly and forwardly facing abutment (18) is provided in the region
between the axes of rotation (17) and preferably in the middle between the axes of
rotation (17), on the sole clamp (16) or on a part movable with it along the axes
of rotation (17), and cooperates with an inclined surface (19) fixed relative to the
housing and extending from the top downwardly and rearwardly in such a way that when
the ski boot (15) is inserted its sole (14) holds the sole clamp (16) against the
downwardly directed spring bias at a level at which the abutment (18) is located at
at least a small distance from the inclined surface (19) and in any event exerts no
forces on the inclined surface (19); and in that the ski boot (15) is downwardly yieldingly
supported on the ski (22) in such a way that with forward inclination of the skier,
e.g. in the event of a frontal fall, the parts of the sole (14) which engage with
the sole clamp (16) move downwardly so far that the abutment (18) on the sole clamp
(16), which follows the movement of the sole (14), abuts on the inclined surface (19)
at least during a simultaneous sideways release movement of the sole clamp (16), and
thereby generates a counterforce to the sole clamp resetting force generated by the
substantially forwardly directed spring force, with the counterforce being dependent
on the inclination of the inclined surface (19) and the resilient bias of the sole
clamp (16) in the downward direction, and being smaller than the sole clamp resetting
force.
2. Toe unit of a safety binding arranged in front of a front foot plate of a ski in
accordance with claim 1, with the heel unit of the safety ski binding preferably exerting
a forwardly directed thrust force on the toe unit via the inserted ski boot, the toe
unit comprising a sole clamp which supports the front part of the ski boot from the
front, sideways and from above, and having two linear essentially vertically extending
tilting surfaces provided on both sides of the vertical central longitudinal plane
and being pressed by a substantially forwardly directed spring force against support
surfaces provided on the housing parallel to the tilting surfaces on both sides of
the vertical central longitudinal plane, whereby two tilting axes forming the pivot
axes for the sole clamp are formed and wherein, with predetermined sideways forces
acting on the front part of the sole, the sole clamp can pivot outwardly about the
tilting axis lying in the direction of the sideways force and release the ski boot,
with the sole clamp being displaceable relative to the housing in the direction of
the tilting axes and being resiliently biased in this direction onto the front part
of the sole of the ski boot, characterized in that a downwardly and forwardly facing
abutment (18) is provided in the region between the tilting axes (17) and preferably
in the middle between the tilting axes (17), on the sole clamp (16) or on a part movable
with it along the tilting axes (17) and cooperates with an inclined surface fixed
relative to the ski and extending from the top downwardly and rearwardly in such a
way that when the ski boot (15) is inserted its sole (14) holds the sole clamp (16)
against the downwardly directed spring bias at a level at which the abutment (18)
is located at at least a small distance from the inclined surface (19) and in any
event exerts no forces on the inclined surface (19); and in that the ski boot (15)
is downwardly yieldingly supported on the ski (22) in such a way that with forward
inclination of the skier, for example in the event of a frontal fall, the parts of
the sole (14) which engage with the sole clamp (16) move downwardly so far that the
abutment (18) on the sole clamp (16), which follows the movement of the sole (14),
abuts on the inclined surface (19) at least during a simultaneous sideways release
movement of the sole clamp (16), and thereby generates a counterforce to the sole
clamp resetting force generated by the substantially forwardly directed spring force,
with the counterforce being dependent on the inclination of the inclined surface (19)
and the resilient bias of the sole clamp (16) in the downward direction, and being
smaller than the sole clamp resetting force.
3. Toe unit in accordance with claim 1 or claim 2, characterized in that a footplate
(21) is arranged beneath the preferably front portion of the sole (14) at such a level
above the top surface of the ski (22) and at such a distance from the toe unit (23),
and/or is resiliently downwardly yielding to such a degree, that during forward inclination
of the skier, for example in the case of a frontal fall, the parts of the sole (14)
which are in engagement with the sole clamp (16) move downwardly to such an extent
that the abutment (18) on the sole clamp (16) which follows the movement of the sole
(14) abuts, at least during a simultaneous sideways release movement of the sole clamp
(16) against the inclined surface (19), and thereby generates a counterforce to the
sole clamp resetting force generated by the substantially forwardly directed spring
force, with the counterforce being dependent on the inclination of the inclined surface
(19) and of the spring bias of the sole clamp (16) and being smaller than the sole
clamp resetting force.
4. Toe unit in accordance with one of the preceding claims, characterized in that
the inclined surface (19) is flat; and/or in that the angle of the inclined surface
to the horizontal amounts to 30° to 60°, in particular to 40° to 50°, and preferably
to approximately 45°, and/or in that the sole clamp (16) has two individual halves
(16a, 16b) which are each respectively acted on by the substantially forwardly directed
spring force and which are outwardly pivotable independently from one another, but
are however connected together in form locked manner in the vertical direction such
that the abutment (18) can be provided on only one of the two halves (16a) or (16b).
5. Toe unit in accordance with one of the preceding claims, characterized in that
two front support positions (25) for the sole (14) of the ski boot (15) lie substantially
behind the tilting axes (17); and/or in that the substantially forwardly directed
spring force is generated by a release spring arranged substantially in the longitudinal
direction of the ski in front of the toe unit (23), with the spring being supported
at one end of the housing and acting at the other end, optionally via a draw rod (27),
on a bolt (28) which extends parallel to the tilting axes (17), with the sole clamp
(16) or its halves (16a, 16b) being pivotally connected to the bolt, and with the
bolt (18) and the release spring (26) and optionally the draw rod (27) being expediently
located at the center between the tilting axes (17).
6. Toe unit in accordance with one of the preceding claims, characterized in that
the resilient bias of the sole clamp (16) in the downward direction is generated by
a separate auxiliary spring (21) or by the force component pointing in the direction
of the tilting axes (17) of a release spring (26) which extends obliquely forwardly
and downwardly from the rear, or by the depression force exerted by the tip of the
sole on a pedal (30) provided on the sole clamp (16) or on one of its halves (16a,
16b).
7. Toe unit in accordance with one of the preceding claims, characterized in that
the inclined surface (19) is attached to the housing (20) in the lower region of the
sole clamp (16).
8. Toe unit, in particular in accordance with one of the preceding claims, characterized
in that an upwardly and forwardly facing abutment (18′) is provided on the sole clamp
(16), or on a part which is substantially vertically displaceable with the sole clamp
and, in an analogous manner to the abutment (18) mentioned in the preceding claims,
cooperates with an inclined downwardly and forwardly extending surface (18′) on the
housing (20) when the front part of the sole (14) of the ski boot (15) displaces the
sole clamp (16) upwardly in a rear position of the skier, for example during a rearward
fall, with the further abutment (18′) being moved upwardly against the further inclined
surface (19′) until it abuts against it, whereupon a counterforce dependent on the
inclination of the further inclined surface (19′) and on the upward force of the tip
of the sole is produced to the sole clamp resetting force generated by the forwardly
directed spring force, with the counterforce reducing the sideways release force and
being preferably smaller than the sole clamp resetting force.
9. Toe unit in accordance with one of the preceding claims, characterized in that
at least one of the inclined surfaces (19, 19′) on the sole clamp (16) and the associated
abutment (18, 18′) is fixedly arranged relative to the housing.
10. Toe unit in accordance with one of the preceding claims, characterized in that
the tilting axes (17) extend somewhat obliquely downwardly and forwardly from the
top.
1. Mâchoire avant de fixation de sécurité de ski, placée devant une plaque de semelle
antérieure, dont la mâchoire postérieure exerce via la botte de ski en position de
préférence une force d'engagement dirigée vers l'avant, comprenant un support de semelle
qui retient la partie avant de la semelle de la botte de ski par l'avant, par les
côtés et par le dessus et qui est susceptible de pivoter autour de l'un ou l'autre
de deux axes de rotation essentiellement verticaux prévus de part et d'autre du plan
longitudinal vertical médian, à l'encontre d'une force élastique essentiellement dirigée
vers l'avant, grâce à quoi le support de semelle peut, en cas de forces latérales
prédéterminées sur la partie avant de la semelle, pivoter autour de l'axe situé dans
la direction de la force latérale et libérer la botte de ski, le support de semelle
étant mobile par rapport au boîtier dans la direction des axes de rotation et prétendu
élastiquement dans cette direction sur la partie avant de la semelle de la botte de
ski, caractérisée en ce que, dans la zone située entre les axes de rotation (17) et
de préférence au milieu entre les axes de rotation (17), il est prévu une butée (18)
dirigée vers le bas et vers l'avant sur le support (16) de semelle ou sur un élément
conjointement mobile avec le support de semelle le long des axes de rotation (17),
cette butée coopérant avec une surface (19) fixe par rapport au boîtier et inclinée
du haut vers le bas et vers l'arrière de telle façon que lorsque la botte de ski (15)
est en position, sa semelle (14) maintient le support (16) de semelle à l'encontre
d'une prétension élastique dirigée vers le bas à une hauteur à laquelle la butée (18)
se trouve à une distance au moins faible de la surface (19) inclinée et n'exerce en
tout cas aucune force sur la surface (19) inclinée, et en ce que la botte de ski (15)
est fixée sur le ski (22) de manière à pouvoir fléchir vers le bas de telle sorte
que lorsque le skieur se penche en avant, par exemple en cas de choc frontal, les
parties de la semelle (14) qui engagent le support (16) de semelle se déplacent suffisamment
vers le bas pour que la butée (18) sur le support (16) de semelle, lequel suit le
déplacement de la semelle (14), vienne porter sur la surface inclinée (19) au moins
pendant un déplacement latéral de relâchement du support de semelle (16), lequel déplacement
se produisant simultanément, et engendre de ce fait une force de réaction dépendant
de l'inclinaison de la surface inclinée (19) et de la prétension élastique du support
(16) de semelle et opposée à la force de rappel du support de semelle, qui est produite
par une force élastique et essentiellement dirigée vers l'avant, la force de réaction
étant inférieure à la force de rappel du support de semelle.
2. Mâchoire avant de fixation de sécurité de ski selon la revendication 1, dont la
mâchoire arrière exerce via la botte de ski en position sur la mâchoire avant de préférence
une force d'engagement dirigée vers l'avant, comprenant un support de semelle qui
retient la partie avant de la semelle de la botte de ski par l'avant, par les côtés
et par le dessus, et qui est en appui sous une force élastique essentiellement dirigée
vers l'avant par l'intermédiaire de deux surfaces de basculement linéaires et s'étendant
essentiellement verticalement prévues de part et d'autre du plan longitudinal vertical
médian contre des surfaces d'appui prévues sur le boîtier de part et d'autre du plan
longitudinal vertical médian et parallèlement aux surfaces de basculement, grâce à
quoi sont définis deux axes de basculement pour le support de semelle constituant
les axes de rotation et le support de semelle peut, en cas de forces latérales prédéterminées
sur la partie avant de la semelle, pivoter autour de l'axe de basculement situé dans
la direction de la force latérale et libérer la botte de ski, le support de semelle
étant mobile par rapport au boîtier dans la direction des axes de basculement et prétendu
élastiquement dans cette direction sur la partie avant de la semelle de la botte de
ski, caractérisée en ce que, dans la zone située entre les axes de basculement (17)
et de préférence au milieu entre les axes de basculement (17), il est prévu une butée
(18) dirigée vers le bas et vers l'avant sur le support (16) de semelle ou sur un
élément conjointement mobile avec le support de semelle le long des axes de basculement
(17), cette butée coopérant avec une surface (19) fixe par rapport au boîtier et inclinée
du haut vers le bas et vers l'arrière de telle façon que lorsque la botte de ski (15)
est en position, sa semelle (14) maintient le support (16) de semelle à l'encontre
d'une prétension élastique dirigée vers le bas à une hauteur à laquelle la butée (18)
se trouve à une distance au moins faible de la surface (19) inclinée et n'exerce en
tout cas aucune force sur la surface (19) inclinée, et en ce que la botte de ski (15)
est fixée sur le ski (22) de manière à pouvoir fléchir vers le bas de telle sorte
que lorsque le skieur se penche en avant, par exemple en cas de choc frontal, les
parties de la semelle (14) qui engagent le support (16) de semelle se déplacent suffisamment
vers le bas pour que la butée (18) sur le support (16) de semelle, lequel suit le
déplacement de la semelle (14), vienne porter sur la surface inclinée (19) au moins
pendant un déplacement latéral de relâchement du support de semelle (16), lequel déplacement
se produisant simultanément, et engendre de ce fait une force de réaction dépendant
de l'inclinaison de la surface inclinée (19) et de la prétension élastique du support
(16) de semelle et opposée à la force de rappel du support de semelle, qui est produite
par une force élastique et essentiellement dirigée vers l'avant, la force de réaction
étant inférieure à la force de rappel du support de semelle.
3. Mâchoire avant de fixation de sécurité de ski selon la revendication 1 ou 2, caractérisée
en ce qu'une plaque de semelle (21) est disposée au dessous de la partie de préférence
avant de la semelle (14) à une hauteur telle au dessus de la surface supérieure du
ski (22) et à une distance telle de la mâchoire avant (23) et/ou présente une telle
flexibilité élastique vers le bas que lorsque le skieur se penche en avant, par exemple
en cas de choc frontal, les parties de la semelle (14) qui sont en engagement avec
le support de (16) semelle se déplacent suffisamment vers le bas pour que la butée
(18) sur le support (16) de semelle, lequel suit le déplacement de la semelle (14),
vienne porter sur la surface inclinée (19) au moins pendant un déplacement latéral
de relâchement du support de semelle (16), lequel déplacement se produisant simultanément,
et engendre de ce fait une force de réaction dépendant de l'inclinaison de la surface
inclinée (19) et de la prétension élastique du support (16) de semelle et opposée
à la force de rappel du support de semelle, qui est produite par une force élastique
et essentiellement dirigée vers l'avant, la force de réaction étant inférieure à la
force de rappel du support de semelle.
4. Mâchoire avant de fixation de sécurité de ski selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la surface inclinée (19) est plane et/ou que l'angle de la
surface inclinée (19) par rapport à l'horizontale est compris entre 30° et 60°, en
particulier 40° et 50° et est de préférence environ 45° et/ou que le support de semelle
(16) comporte deux moitiés (16a, 16b) séparées sollicitées chacune par la force élastique
dirigée vers l'avant, celles-ci étant reliées de façon à pouvoir pivoter indépendamment
et cependant solidaires en direction verticale par coopération de forme, de telle
sorte que la butée (18) ne peut être prévue que sur l'une des deux moitiés (16a) ou
(16b).
5. Mâchoire avant de fixation de sécurité de ski selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que deux points d'appui avant (25) pour la semelle (14) de la botte
de ski (15) sont disposés essentiellement en arrière des axes de basculement (17)
et/ou que la force élastique essentiellement dirigée vers l'avant est produite par
un ressort de relâchement disposé essentiellement dans la direction longitudinale
du ski en avant de la mâchoire avant (23), le ressort s'appuyant d'un côté sur le
boîtier (20) et engageant de l'autre côté, éventuellement via une tige de traction
(27), un boulon (28) s'étendant parallèlement aux axes de basculement (17) et sur
lequel le support (16) de semelle est articulé -ou ses deux moitiés (16a, 16b) sont
articulées-, le boulon (18) et le ressort de relâchement (26), et le cas échéant la
tige de traction (27), étant disposés à cet effet au milieu entre les axes de basculement
(17).
6. Mâchoire avant de fixation de sécurité de ski selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la prétension élastique du support (16) de semelle vers le
bas est constituée soit par un ressort auxiliaire particulier (21), soit par la composante
dirigée suivant les axes de basculement de la force d'un ressort de relâchement (26)
incliné de l'arrière vers l'avant et vers le bas, soit encore par la force d'enfoncement
exercée par la pointe de la semelle sur une butée d'appui (30) prévue sur le support
(16) de semelle ou sur sur l'une de ses deux moitiés (16a, 16b).
7. Mâchoire avant de fixation de sécurité de ski selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la surface inclinée (19) est ménagée sur le boîtier (20) dans
la région inférieure du support (16) de semelle.
8. Mâchoire avant de fixation de sécurité de ski selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'il est prévu une butée (18′) dirigée vers le haut et vers l'avant
sur le support (16) de semelle ou sur une pièce conjointement mobile avec lui en direction
essentiellement verticale, cette butée coopérant, de la même manière que la butée
(18) mentionnée aux revendications précédentes, avec une surface (19′) du boîtier
(20) inclinée du haut vers le bas et vers l'avant lorsque la partie avant de la semelle
(14) de la botte de ski (15) déplace le support (16) de semelle vers le haut quand
le skieur se penche en arrière, par exemple en cas de choc arrière, cette seconde
butée (18′) étant déplacée vers le haut contre la seconde surface inclinée (19′) jusqu'à
venir en appui sur celle-ci, suite à quoi apparait une force de réaction dépendant
de l'inclinaison de la seconde surface inclinée (19′) et de la force de soulèvement
de la pointe de la semelle et opposée à force de rappel du support de semelle produite
par une force élastique dirigée vers l'avant, cette force de réaction réduisant la
force latérale de relâchement et étant de préférence inférieure à la force de rappel
du support de semelle.
9. Mâchoire avant de fixation de sécurité de ski selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'une au moins des surfaces inclinées (19, 19′) est ménagée
sur le support (16) de semelle et l'une au moins des butées associées (18, 18′) est
montée fixe sur le boîtier.
10. Mâchoire avant de fixation de sécurité de ski selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les axes de basculement (17) s'étendent de manière légèrement
inclinée depuis le haut vers le bas et vers l'avant.