[0001] Die Erfindung betrifft einen Kannenstock an Karde, Strecke, Krempel oder dergleichen
mit einer elektromotorischen Antriebsvorrichtung, die im Bereich einer Faserbandeintrittsöffnung
angeordnete Bandeinzugswalzen und der Faserbandeintrittsöffnung vorgeschaltete Bandlieferwalzen
antreibt, sowie zwischen Bandeinzugswalzen und Bandlieferwalzen antriebslose Bandführungsrollen
aufweist, wobei die Antriebsdrehzahlen der Bandeinzugswalzen und der Bandlieferwalzen
in einem einstellbaren Verhältnis zueinander stehen, wobei die Bandeinzugswalzen von
einem Elektromotor angetrieben sind und die Drehzahl der Bandlieferwalzen von einem
Sensor einer elektrischen Steuereinrichtung erfaßt wird, die die Drehzahl des Elektromotors
einstellbar steuert oder regelt.
[0002] Kannenstöcke der eingangs genannten Art sind bekannt. Ihnen ist eine Karde vorgeschaltet,
die das Faserband mit einer bestimmten Geschwindigkeit zuführt. Die Karde weist hierzu
die oben angeführten Bandlieferwalzen auf, zwischen denen das Faserband hindurchgeführt
ist. Das durch die Bandlieferwalzen angetriebene Band verläuft über nachfolgende Bandführungsrollen
zu der genannten Faserbondeintrittsöffnung, der die Bandeinzugswalzen nachgeschaltet
sind. Von dort aus wird das Band in einer Kanne dem Kannenstockes geordnet abgelegt.
[0003] Auf dem Wege zwischen Bandlieferwalzen und Bandeinzugswalzen tritt eine Banddehnung
auf, so daß es erforderlich ist, eine bestimmte Drehzahlübersetzung zwischen den Walzen
vorzusehen. Bei den bekannten Vorrichtungen wird diese Drehzahlübersetzung über aufwendige
Getriebe mechanisch erzeugt. Nur wenn die Drehzahlübersetzung zwischen Bandlieferwalzen
und Bandeinzugswalzen in einem richtigen, vorbestimmten Drehzahlverhältnis zueinander
stehen, ist ein sicherer Bandtransport möglich. Diese Übersetzung ist neben der genannten
Längungserscheinung unter anderem auch materialabhängig. Bei den mechanischen Lösungen
wird die Drehzahlübersetzung über Wechselräder-Vorrichtungen angepaßt. Diese Anpassung
kann jedoch nur stufenweise erfolgen und erfordert neben einer aufwendigen Bauform
einen relativ großen Montageaufwand.
[0004] Aufgrund der mechanischen Kopplung zwischen den Bandlieferwalzen und den Bandeinzugswalzen
ist die Anbauposition des Kannenstockes relativ zur Karde festgelegt. Sie kann nur
unter erheblichem Aufwand positionsmäßig verändert werden. Je nach Bauart und Aufstellungsart
der das Faserband liefernden Maschine ist jedoch eine Anpassung der Aufstellungsposition
des Kannenstockes relativ zur Karde erwünscht.
[0005] Ein weiterer Nachteil der mechanischen Kopplung zwischen Bandlieferwalzen und Bandeinzugswalzen
ist die erforderliche hohe Motorleistung des Bandlieferwalzenantriebs. Zudem muß dieser
Antrieb häufig in der Drehzahl veränderbar ausgelegt werden, um die Dicke des Faserbandes
zu vergleichmäßigen. Dabei treten große Beschleunigungs- und Verzögerungskräfte auf,
die ein relativ träges Nachsteuern zur Folge haben. Um diese Trägheit auszugleichen,
sind entsprechend große und damit teure Antriebe erforderlich.
[0006] Ein weiteres Problem bei den bekannten Lösungen ist das Einfädeln des Faserbandes
in die Faserbandeintrittsöffnung (Bandtrichter) des Kannenstockes. Dabei entsteht
eine Bandschleife, die erst allmählich durch die Übersetzung zwischen den Bandlieferwalzen
und Bandeinzugswalzen abgebaut wird. In dieser Zeit des Abbaues ist das Faserband
nicht ordnungsgemäß geführt, so daß die Karde noch nicht mit hoher Geschwindigkeit
arbeiten kann.
[0007] Aus der DE-A-19 31 929 ist eine Vorrichtung bekannt, mittels der sich textile Faserbänder
hinsichtlich ihrer Dicke vergleichmäßigen lassen. Hierzu wird das aus einer Spinnereivorbereitungsmaschine
austretende Faserband zunächst durch ein Streckwerk geführt. Das Streckwerk setzt
sich auf einem mit konstanter Drehzahl laufenden ersten Verzugswalzenpaar sowie einem
dahinter angeordneten zweiten Verzugswalzenpaar zusammen, wobei sich die Drehzahl
des zweiten Verzugswalzenpaares zur Vergleichmäßigung des Faserquerschnittes verändern
läßt. Hierzu ist ein Verzugs-Einstellgerät vorgesehen, dem die mit Tachogenerstoren
erfaßten Drehzahlen beider Verzugswalzenpaare zugeführt werden. Das betreffende Drehzahlsignal
wird ferner dem Antriebsmotor eines Kannenstockes zugeleitet, so daß dessen Antriebsgeschwindigkeit
weitgehend an die Geschwindigkeit das Streckwerkes angepaßt ist. Zwischen Streckwerk
und Kannenstock durchläuft das Faserband einen Bandspeicher, der mit zwei Lichtschranken
versehen ist, welche eine Füllstandskontrolle des im Bandspeicher angesammelten Faserbandes
bewirken. Die Lichtschranken geben die ermittelten Signale im Wege einer Zwei-Punkt-Regelung
an ein den Antriebsmotor des Kannanstockes schneller oder langsamer betreibendes Füllstand-Regelgerät
weiter.
[0008] Aus der Druckschrift "Textilbetrieb", Band 91, Nr.3, März 1973, Seiten 45 bis 46
ist eine Vorrichtung bekannt, mit der sich Fasern, Gerne und Bänder am Ende eines
textilen Arbeitsprozesses verzugsfrei auf eine mit konstanter Wickelgeschwindigkeit
angetriebene Achse aufwickeln lassen. Damit soll das Problem beseitigt werden, daß
mit zunehmendem Wickeldurchmesser bei gleichbleibender Wickeldrehzahl die Geschwindigkeit
des zugeführten Bandes stetig vergrößert werden muß, um eine zunehmende Streckbelastung
des Bandes zu vermeiden. Mittels einer Pendelwalzen-Regelung wird unter Bildung einer
Schlaufe das Material über eine an einem verlagerbaren Arm angeordnete Pendelwalze
geführt. Die Auslenkung des Armes wird mittels eines Winkelgebers erfaßt und die Antriebsdrehzehl
der Wickelvorrichtung so geregelt, daß die Zugbelastung im Material stets gleich bleibt.
[0009] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, einen Kannenstock der eingangs genannten Art zu schaffen, der bei einfacher
Bauform einen problemlosen Faserbondtransport gestattet. Insbesondere sollen nur relativ
kleine Antriebsleistungen erforderlich sein und es soll im Anschluß an die Einfädelphase
des Faserbandes sehr schnell mit maximaler Geschwindigkeit gefahren werden können.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens eine der Bandführungsrollen
zur Bildung einer Faserbandschlaufe in Abhängigkeit von der Bandspannung verlagerbar
angeordnet ist und daß die jeweilige Verlagerungsstellung von einer elektrischen Meßeinrichtung
erfaßbar und als Steuergröße der elektrischen Steuereinrichtung zur Feinabstimmung
des Drehzahlverhältnisses zuführbar ist, wobei die der Meßeinrichtung zugeordnete
Bandführungsrolle an einer Tänzervorrichtung gelagert ist.
[0011] Diese Ausbildung verzichtet vollständig auf aufwendige mechanische Getriebe zwischen
den Bandlieferwalzen und den Bandeinzugswalzen. Vielmehr erhält jede Walzenart einen
eigenen Antrieb, so daß leistungsmäßig relativ kleine Motoren ausreichen. Kleine Antriebsleistungen
hoben relativ niedrige Investitionskosten zur Folge. Das Drehzahiverhältnis zwischen
den Bandlieferwalzen und den Bandeinzugswalzen wird über die jeweilige Drehzahl der
Bandlieferwalzen gesteuert. Erfindungsgemäß ist die Kupplung dieser beiden Antriebe
auf elektronischem Wege realisiert. Hierzu sind die Bandlieferwalzen mit einem Sensor
verbunden, der ein Ausgangssignal entsprechend der jeweils gefahrenen Drehzahl abgibt.
Dieses Ausgangssignal wird einer elektrischen Steuereinrichtung zugeführt, die mit
dem Elektromotor zum Antrieb der Bandeinzugswalzen in Verbindung steht. An der Steuereinrichtung
läßt sich die Drehzahl des zu steuernden Motors einstellen. Das eingestellte Drehzahlverhältnis
zwischen den Bandlieferwalzen und den Bandeinzugswalzen wird dadurch in jedem Betriebszustand
eingehalten, daß die von der Steuereinrichtung vorgenommene Drehzahlsteuerung des
Elektromotors in Abhängigkeit von dem Ausgangssignal (Sensormeßwert) des Sensors erfolgt.
Die Anordnung kann dabei als Steuerung oder aber auch als Regelung ausgebildet sein.
Bei der Regelung wird der jeweilige Ist-Zustand ermittelt und mit einem eingestellten
Soll-Wert verglichen. Tritt zwischen Ist- und Soll-Wert eine Abweichung auf, so wird
der von der Steuereinrichtung gesteuerte Elektromotor so lange in seiner Drehzahl
geändert bis der gewünschte Soll-Wert eingenommen ist. Bei einer Steuerung hingegen
werden auftretende Störgrößen, die eine Abweichung vom vorgesehenen Drenzahlverhältnis
bewirken können, nicht berücksichtigt.
[0012] Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, daß zwischen Karde und Kannenstock keine
mechanischen Übertragungsglieder sondern lediglich eine elektrische Verbindung erforderlich
ist. Hierdurch ist es möglich, die beiden Maschinenkomponenten je nach Platzverhältnissen
und Anforderungen an die Bandführung an entsprechend beliebige Orte zu stellen. Die
Komponenten können dabei über eine elektrische Steckverbindung miteinander verbunden
sein, so daß jederzeit eine Montage bzw. Demontage ohne großen Aufwand möglich ist.
[0013] Hierdurch wird es auch möglich, je nach Produktionsprogramm den Karden unterschiedliche
Kannenstöcke mit entsprechend variablen Kannenformaten zuzuordnen.
[0014] Durch den Wegfall von Anbauteilen, wie Getriebe, Gehäuse, Flansche, Wellen usw. verringert
sich der Material- und Wartungsaufwand der Anlage erheblich, wobei die Mehrkosten
für den erfindungsgemäßen Antrieb um ein mehrfaches aufgehoben werden.
[0015] Auch ist die Regelung und Abstimmung der Drehzahlen von Bandlieferwalzen und Bandeinzugswalzen
wesentlich einfacher bzw. nunmehr erst kontinuierlich möglich, so daß insgesamt die
Bandqualität verbessert wird. Störungen wie Bandabrisse usw. werden minimiert.
[0016] Da mindestens eine der Bandführungsrollen zur Bildung einer Faserbandschlaufe in
Abhängigkeit von der Bandspannung verlagerbar angeordnet ist und die jeweilige Verlagerungsstellung
von einer elektrischen Meßeinrichtung erfaßt und als Steuergröße dem Frequenzumrichter
zur Feinabstimmung des Drehzahlverhältnisses zugeführt wird, können auftretende Zustandsänderungen
-z.B. bei der Banddehnung- frühzeitig erkannt und ausgeglichen werden. Sollte sich
beispielsweise während des Betriebes die Bandspannung verändern und dadurch eine Verlagerung
der Bandführungsrolle eintreten, so spricht die elektrische Meßeinrichtung an, die
zur Eliminierung der Störung eine Steuergröße dem Frequenzumrichter zuführt, wodurch
die Ausgangsfrequenz des Frequenzumrichters entsprechend erhöht oder erniedrigt wird.
Dieses hat zur Folge, daß der die Bandeinzugswalzen steuernde Drenstrommotor eine
entsprechende Drehzahlerhöhung bzw. -erniedrigung erfährt, so daß die sich bildende
Schlaufe rückgebildet und ein stabiler Betriebszustand wieder hergestellt wird. Die
der Meßeinrichtung zugeordnete Bandführungsrolle ist an einer Tänzervorrichtung gelagert,
welche die Verlagerung der Bandführungsrolle in der Weise gestattet, daß einer Schlaufenvergrößerung
bzw. -verkleinerung des Faserbandes gefolgt wird.
[0017] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der die Bandeinzugswalzen
antreibende Elektromotor ein Drehstrommotor ist, der mit einem von dem Sensor gesteuerten
Frequenzumrichter in Verbindung steht. Die Drehzahl des Drehstrommotors läßt sich
mittels des Frequenzumrichters auf einfache Weise wirtschaftlich einstellen, wobei
die Steuerinformation für die Drehzahleinstellung von dem Sensor stammt, der in Abhängigkeit
von der Drehzahl der Bandlieferwalzen ein Steuersignal liefert. Der die Bandlieferwalzen
antreibende Elektromotor kann z.B. als Wechselstrommotor als auch als Gleichstrommotor
ausgebildet sein.
[0018] Ein einfacher Aufbau ergibt sich, denn der Sensor als mit den Bandlieferwalzen gekuppelter
Tachogenerator ausgebildet ist. Der Tachogenerator liefert eine von der Drehzahl der
Bandlieferwalzen abhängige Ausgangsspannung, die als Steuerspannung dem Frequenzumrichter
zugeführt wird, der eine entsprechende Ausgangsfrequenz zum Betreiben des Drehstrommotors
der Bandeinzugswalzen abgibt. Über die Frequenz wird somit die Drehzahl dieses Drehstrommotors
gesteuert.
[0019] Nach einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die Bandführungsrolle an einem
Endbereich eines Tänzerarmes angeordnet ist, der an seinem anderen Endbereich ein
verstellbares Gegengewicht trägt und zwischen seinen Endbereichen schwenkbar gelagert
ist, wobei die Schwenkachse mit einem die Meßeinrichtung bildenden Drehwinkelgeber
in Verbindung steht. Der Drehwinkelgeber kann vorzugsweise als Potentiometer ausgebildet
sein. Je nach Stellung des Gegengewichtes wird sich bei stationärem Betrieb eine entsprechend
große Faserbandschlaufe einstellen. Sobald durch bestimmte Störgrößen eine Änderung
in der Schlaufengröße eintritt, erfolgt eine Verlagerung (Schwenkung) des Tänzerarmes,
wodurch der Drehwinkelgeber in seiner Stellung verändert wird. Ist dieser Drehwinkelgeber
ein Potentiometer, so ändert sich dadurch dessen Widerstandswert, der von dem Frequenzumrichter
detektiert wird. Als Reaktion auf diese Widerstandswertsänderung nimmt der Frequenzumrichter
eine Änderung in seiner Ausgangsspannungsfrequenz vor, so daß über die dadurch erfolgende
Drehzahlveränderung des Bandeinzugswalzen-Motors eine entsprechende Bandspannung eingestellt
wird, die den Normalbetriebszustand wieder herstellt.
[0020] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Meßeinrichtung über einen PI-Regler mit dem
Frequenzumrichter in Verbindung steht. Das Regelverhalten dieses Reglertyps macht
einen besonders schnellen und schwingungsfreien Eingriff möglich.
[0021] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß für die Drehung einer
das Faserband aufnehmenden Kanne ein Drehteller vorgesehen ist, der über ein Riementrieb-Getriebe
mit dem Elektromotor der Bandeinzugswalzen angetrieben ist. Die Faserbandeintrittsöffnung
des Kannenstockes läuft auf einer Kreisbahn oberhalb der Kanne um, so daß das in die
Kanne eintretende Faserband kreisförmig abgelegt wird. Zu dieser Bewegung überlagert
dreht sich die Kanne um die Achse des Drehtellers, so daß eine sehr gleichmäßige Beschickung
der Kanne erfolgen kann. Für den Antrieb des Drehtellers besitzt der die Bandeinzugswalzen
antreibende Elektromotor mit Vorzug einen zweiten Wellenausgang, an den vorzugsweise
ein Untersetzungsgetriebe angeflanscht ist, dessen Antriebswelle mit dem Riementrieb-Getriebe
verbunden ist.
[0022] Alternativ zu der vorgestellten mechanischen Kopplung zwischen Drehteller und Antriebsmotor
kann jedoch auch vorgesehen sein, daß der Drehteller mit einem separaten Elektromotor
gekuppelt ist. Vorzugsweise kann es sich bei diesem Elektromotor um einen drehzahlgesteuerten
Drehstrommotor handeln. Der Drehstrommotor ist zur Drehzahlsteuerung mit dem Elektromotor
der Bandeinzugswalzen über eine elektronische Stelleinrichtung gekoppelt, wobei sich
das Drehzahlverhältnis beider Motoren einstellen läßt.
[0023] Die Erfindung ist nicht auf die Verwendung von Drehstrommotoren und den Einsatz von
Frequenzumrichtern begrenzt, da beispielsweise auch Gleichstrommotoren zum Einsatz
kommen können, die über entsprechende Steuereinrichtungen in ihrer Drehzahl variiert
werden können. Auch ist der Einsatz von Einphasen-Wechselstrommotoren denkbar.
[0024] Die Zeichungen veranschaulichen die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels;
und zwar zeigt:
- Fig. 1
- eine Ansicht eines Kannenstockes mit Bandlieferwalzen einer Karde, teilweise im Schnitt,
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer Antriebseinrichtung der Bandeinzugswalzen des Kannenstockes,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht durch die Antriebseinrichtung gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- eine schematische Ansicht des Faserbandeintrittsbereiches des Kannenstockes,
- Fig. 5
- eine Ansicht der Faserbandablage in der Kanne des Kannenstockes und
- Fig. 6
- einen Prinzipschaltplan der elektronischen Antriebsvorrichtung des Kannenstockes mit
Bandlieferwalzen der Karde.
[0025] Fig. 1 zeigt einen Kannenstock 2 an einer vorgeschalteten Karde 1 mit einer Antriebsvorrichtung
3, die Bandlieferwalzen 4, Bandführungsrollen 5, 6 und 7 und Bandeinzugswalzen 8 sowie
dazugehörige Antriebe 9 umfaßt. Mittels der Antriebsvorrichtung 3 wird ein Faserband
10 transportiert und in einer Kanne 11 des Kannenstockes 2 geordnet abgelegt.
[0026] Hierzu stehen sich die beiden Bandlieferwalzen 4 mit parallel zueinander verlaufenden
Wellen 12 mit geringem Abstand parallel gegenüber, so daß zwischen den Bandlieferwalzen
4 ein Klemmspalt für das Faserband 10 verbleibt. Eine der Bandlieferwalzen 4 ist über
die Welle 12 mit einem den Antrieb 9 angehörenden Elektromotor 13 der Karde 1 verbunden,
während die andere Bandlieferwalze 4 über ihre Welle 12 mit einem Sensor 14 in Verbindung
steht, der als Tachogenerator 15 ausgebildet ist.
[0027] Von den Bandlieferwalzen 4 verläuft das Faserband 10 zu einer Bandführungseinrichtung
16, die am Maschinengestell des Kannenstockes 2 befestigt ist. Die Bandführungseinrichtung
16 weist einen Fuß 17 auf, an dem ein Tragarm 18 befestigt ist. An dem einen Ende
des Tragarms 18 ist die Bandführungsrolle 5 und an dem anderen Ende die Bandführungsrolle
7 drehbar angeordnet. Mittels einer verschieblichen, feststellbaren Manschette 19
lagert auf dem Tragarm 18 eine Tänzervorrichtung 20. Hierzu ist an der Manschette
19 eine Tragstrebe 21 befestigt, an deren Ende ein Tänzerarm 22 schwenkbeweglich gelagert
ist. An seinem einen Endbereich 23 weist der Tänzerarm 22 die Bandführungsrolle 6
und an seinem anderen Endbereich 24 ein verstellbares Gegengewicht 25 auf. Das Faserband
10 verläuft über die Bandführungsrollen 5, 6 und 7 und wird von oben her einer Faserbandeintrittsöffnung
26 des Kannenstockes 2 zugeführt.
[0028] Das Maschinengestell des Kannenstockes 2 weist einen Fußrahmen 27 auf, auf dem eine
Tragsäule 28 angeordnet ist. Ferner wird eine Aufnahmekammer 29 ausgebildet, in der
die Kanne 11 angeordnet ist. Auf der Tragsäule 28 ist ein Untersetzungsgetriebe 30
angeordnet, an das ein zum Antrieb 9 gehörender Elektromotor 31 angeflanscht ist.
[0029] Der vertikal angeordnete Elektromotor 31 ist als Drehstrommotor 32 ausgebildet und
besitzt zwei sich einander gegenüberliegende Wellenausgänge 33 und 34. Der untere,
zweite Wellenausgang 34 steht mit dem Untersetzunggetriebe 30 in Verbindung, dessen
Abtriebswelle 35 mit einer Welle 36 gekoppelt ist, die die hohle Tragsäule 28 durchsetzt.
Das untere Ende der Welle 36 ist in dem Fußrahmen 27 gelagert und mit einer Riemenscheibe
37 versehen. Die Riemenscheibe 37 gehört zu einem Riementrieb-Getriebe 38, das im
Innern des Fußrahmens 27 angeordnet ist. Das Riementrieb-Getriebe 38 besitzt ferner
eine weitere, mit größerem Durchmesser versehene Riemenscheibe 39, die mit einem Drehteller
40 verbunden ist, auf dem die Kanne 11 steht. Die Riemenscheiben 37 und 39 sind mittels
einer Riemenschlaufe 41 miteinander verbunden.
[0030] Der obere, erste Wellenausgang 33 des Drehstrommotors 32 ragt in ein Gehäuse 42 hinein,
das Teile der Antriebsvorrichtung 3 für das Faserband 10 aufnimmt.
[0031] Das Gehäuse 42 im Kopf des Kannenstockes 2 beherbergt ein auf dem ersten Wellenausgang
33 des Drehstrommotors 32 angeordnetes Riemenrad 43, das über einen Riemen 44 mit
einem tellerförmigen Drehgehäuse 45 in Verbindung steht. Auf dem Boden 47 des Drehgehäuses
45 ist ein Reibrad 48 gelagert, das sich bei Drehung des Drehgehäuses 45 an einem
ortsfest im Kopf des Kannenstockes 2 angeordneten Ringkörper 49 abwälzt. Ferner sind
drei Riemenscheiben 50 drehbar auf dem Boden 7 des Drehgehäuses 45 installiert, die
mittels einer Riemenschlaufe 51 miteinander verbunden sind, wobei die Riemenschlaufe
51 auch einen Antriebsflansch 52 des Reibrades 48 umschlingt. Die genaue Riemenführung
geht aus der Fig. 2 hervor. Zwischen der oberen und der unteren Riemenscheibe 50,
in der Stellung gemäß Fig. 2, ist eine Riemenscheibe 53 vorgesehen, die eine horizontale
Achse 54 besitzt. Beidseitig der Riemenscheibe 53 sind weitere Riemenscheiben 55 und
56 vorgesehen, die ebenfalls horizontal liegende Drehachsen aufweisen. Die Riemenschlaufe
51 wird aufgrund der Riemenscheibenanordnung im Bereich der Riemenscheibe 53 um 90°
verdreht, so daß eine Drehbewegung des Drehgehäuses 45 in Richtung des Pfeiles x eine
Rotation des Reibrades 48 in Richtung y zur Folge hat, wodurch über die Riemenschlaufe
51 die horizontale Achse 54 der Riemenscheibe 53 in Rotation versetzt wird. Die Achse
54 führt zu einer der Bandeinzugswalzen 8, der eine weitere Bandeinzugswalze 8 mit
parallel zur ersteren verlaufenden Drehachse gegenüberliegt. Oberhalb des Wickelbereiches
der beiden Bandeinzugswalzen 8 ist die Faserbandeintrittsöffnung 26 angeordnet, die
-gemäß Fig. 3-eine Düse 57 aufweist. Unterhalb der Bandeinzugswalzen 8 ist ein Führungsröhrchen
58 vorgesehen, das durch den Boden 47 des Drehgehäuses 45 hindurchreicht und das von
den Bandeinzugswalzen 8 transportierte Faserband 10 in das Innere der Kanne 11 leitet.
[0032] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Elektromotor 13 mit dem Elektromotor 31 elektronisch
gekoppelt ist, damit sich eine Drehzahldifferenz zwischen den Bandlieferwalzen 4 und
den Bandeinzugswalzen 8 derart einstellt, daß insbesondere eine Längung des Faserbandes
10 zwischen Karde 1 und Faserbandeintrittsöffnung 26 ausgeglichen wird.
[0033] In Fig. 6 ist schematisch das Antriebsprinzip dargestellt. Dort ist ersichtlich,
daß das zwischen den Bandlieferwalzen 4 verlaufende Faserband 10 über die Bandführungsrollen
5, 6 und 7 den Bandeinzugsrollen 8 zugeführt wird. Der mit einer der Bandlieferwalzen
4 über die Welle 12 verbundene Tachogenerator 15 ist über eine Leitung 59 an einem
Frequenzumrichter 60 angeschlossen. Der Frequenzumrichter 60 weist eine Ausgangsleitung
61 auf, die an den Drehstrommotor 32 angeschlossen ist. Die Schwenkachse 62 des Tänzerarmes
22 steht mit einer elektrischen Meßeinrichtung 63 in Verbindung, die als Drehwinkelgeber
64 ausgebildet ist. Mithin registriert der Drehwinkelgeber 64 die Winkelstellung des
Tänzerarmes 22. Vorzugsweise besteht der Drehwinkelgeber 64 aus einem Potentiometer
65. Dieses -in der Fig. 6 nicht näher dargestellte Potentiometer 65 - steht über eine
elektrische Leitung 66 mit einem PI-Regler 67 in Verbindung, der ausgangsseitig über
eine Leitung 68 an dem Frequenzumrichter 60 angeschlossen ist.
[0034] Ferner ist in der Fig. 6 das Untersetzungsgetriebe 30 und eine Kraftübertragungsstrecke
69 dargestellt, die die Motorkraft des Drehstrommotors 32 auf die Bandeinzugswalzen
8 überträgt. Die Kraftübertragungsstrecke 69 setzt sich aus dem Riemenrad 43, dem
Drehgehäuse 45 sowie dem Reibrad 48 und den Riemenscheiben 50, 53, 55 und 56 sowie
den zugehörigen Riemen usw. zusammen.
[0035] Die Anordnung arbeitet folgendermaßen:
Um das Faserband 10 als wendelförmigen Ringstrang 70 gemäß Fig. 5 in das Innere der
Kanne 11 einzulegen, ist es erforderlich, bei der Faserbandzuführung die Faserbandeintrittsöffnung
26 entlang einer Kreisbahn zu bewegen und gleichzeitig die Kanne 11 zu drehen. Die
Bewegung der Faserbandeintrittsöffnung 26 erfolgt durch Drehung des Drehgehäuses 45,
wobei über das Reibrad 48 und die zugehörigen Riemenscheiben ein Antrieb der Bandeinzugswalzen
8 sichergestellt ist. Über den Riemen 44 wird das Drehgehäuse 45 mittels des mit dem
Drehstrommotor 32 in Verbindung stehenden Riemenrades 43 bewegt. Über den zweiten
Wellenausgang 34 des Drehstrommotors 32 erfolgt unter Zwischenschaltung des Untersetzungsgetriebes
30 eine Drehung der Welle 36, die die Riemenscheibe 37 antreibt. Über die Riemenschlaufe
41 wird die Riemenscheibe 39 und damit der Drehteller 40 in Drehung versetzt. Die
auf dem Drehteller 40 stehende Kanne 11 führt dadurch eine Rotation aus.
[0036] Die Anordnung ist nun so getroffen, daß während des Betriebes durch die Drehmitnahme
des Tachogenerators 15 eine von der Drehzahl der Bandlieferwalzen 4 abhängige Spannung
an der Leitung 59 ansteht, die dem Frequenzumrichter 60 zugeführt wird. In Abhängigkeit
von der Ausgangsspannung des Tachogenerators 15 erzeugt der Frequenzumrichter 60 auf
der Leitung 61 eine Speisespannung für den Drehstrommotor 32. Die Frequenz dieser
Speisespannung ist von der Größe der Ausgangsspannung des Tachogenerators 15 abhängig.
Je größer die Ausgangsspannung des Tachogenerators 15 desto größer wird die Frequenz
der Speisespannung des Drehstrommotors 32 und damit auch dessen Drehzahl. Vermindert
sich die Ausgangsspannung des Tachogenerators 15, so nimmt die Frequenz der Speisespannung
für Drehstrommotor 32 in entsprechender Weise ab. Dieses hat eine Drehzahlverminderung
des Drehstrommotors 32 zur Folge. Das Drehzahlverhältnis zwischen Bandlieferwalzen
4 und Bandeinzugswalzen 8 läßt sich mittels einer nicht näher dargestellten Einstellvorrichtung
festlegen.
[0037] Sofern sich die zwischen Bandführungsrollen 5 und 7 vorhandene Faserbandschlaufe
vergrößert bzw. verkleinert, so erfolgt eine entsprechende Verschwenkung des Tänzerarmes
32, wodurch das Potentiometer 65 verstellt wird. Die Änderung des Widerstandswertes
des Potentiometers 65 wird über die Leitung 66 zu dem PI-Regler 67 geführt, der ausgangsseitig
über die Leitung 68 mit dem Frequenzumrichter 60 in Verbindung steht. Die Anordnung
ist nun so getroffen, daß eine Vergrößerung der Schlaufe des Faserbandes 10 zwischen
den Bandführungsrollen 5 und 7 zu einer Potentiometerverstellung führt, die die Frequenz
des Frequzenzumrichters vergrößert, so daß die Speisespannungsfrequenz des Drehstrommotors
32 ansteigt, so daß dessen Drehzahl erhöht wird. Auf diese Art und Weise vermindert
sich die Größe der Schlaufe, wodurch dabei kontinuierlich der Tänzerarm 22 verschwenkt
und über das Potentiometer 65 eine Steuerung des Frequenzumrichters 60 derart erfolgt,
daß auch die Ausgangsfrequenz des Frequenzumrichters 60 verkleinert wird, bis die
normale voreingestellte Drehzahldifferenz zwischen Bandlieferwalzen 4 und Bandeinzugswalzen
8 wieder hergestellt ist.
[0038] Wird das Faserband 10 während des Betriebes gestrafft, so erfolgt eine entsprechende
Tänzerarm-Verschwenkung in entgegengesetzter Richtung, was schließlich zu einer Verminderung
der Drehzahl des Drehstrommotors 32 und damit zu einer Verkleinerung der Bandeinzugswalzen-Drehzahl
führt, so daß die erhöhte Spannung des Faserbandes 10 nachläßt.
[0039] Die ganze Anordnung kann als Regelkreis ausgebildet sein, so daß Abweichungen von
einem vorgegebenen Sollwert des Faserband-Transportes ausgeregelt werden. Durch die
erfindungsgemäße Vorrichtung ist es möglich, die Bandspannung des Faserbandes 10 konstant
zu halten, so daß sich ein im wesentlichen störungsfreier Betrieb durchführen läßt.
[0040] Nach einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung kann auch der Drehteller
40 mit einem eigenen, separaten Elektromotor angetrieben werden. Dieser Elektromotor
ist vorzugsweise als drehzahlgesteuerter Drehstrommotor ausgebildet. Er wird zu seiner
Drehzahlsteuerung mit dem Elektromotor der Bandeinzugswalzen über eine elektronische
Stelleinrichtung gekoppelt, so daß sich das Drehzahlverhältnis beider Motoren einstellen
läßt. In diesem Falle kann die beim zum vorigen Ausführungsbeispiel beschriebene mechanische
Verbindung zwischen dem Drehstrommotor 32 und dem Drehteller 40 entfallen.
[0041] Das elektronisch einstellbare Übersetzungsverhältnis zwischen den Drehzahlen der
Bandlieferwalzen 4 und der Bandeinzugswalzen 8 läßt sich den jeweiligen Verhältnissen
anpassen. Durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses kann der Abstand Z der Bandlagen
in der Kanne 11 variiert werden. Die Kannenfüllung ist somit vor Ort zu optimieren.
Es ist somit ein optimales Beschicken der Kanne 11 mit dem Faserband 10 möglich.
[0042] Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten neuen Merkmale
sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den Ansprüchen nicht ausdrücklich beansprucht
sind.
1. Kannenstock an Karde, Strecke, Krempel oder dergleichen mit einer elektromotorischen
Antriebsvorrichtung, die im Bereich einer Faserbandeintrittsöffnung (26) angeordnete
Bandeinzugswalzen (8) und der Faserbandeintrittsöffnung vorgeschaltete Bandlieferwalzen
(4) antreibt, sowie zwischen Bandeinzugswalzen (8) und Bandlieferwalzen (4) antriebslose
Bandführungsrollen (5,6,7) aufweist, wobei die Antriebsdrehzahlen der Bandeinzugswalzen
(8) und der Bandlieferwalzen (4) in einem einstellbaren Verhältnis zueinander stehen,
wobei die Bandeinzugswalzen (8) von einem Elektromotor (31) angetrieben sind und die
Drehzahl der Bandlieferwalzen (4) von einem Sensor (14) einer elektrischen Steuereinrichtung
(Frequenzumrichter 60) erfaßt wird, die die Drehzahl des Elektromotors (31) einstellbar
steuert oder regelt,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine der Bandführungsrollen (5,6,7) zur Bildung einer Faserbandschlaufe
in Abhängigkeit von der Bandspannung verlagerbar angeordnet ist und daß die jeweilige
Verlagerungsstellung von einer elektrischen Meßeinrichtung (63) erfaßbar und als Steuergröße
der elektrischen Steuereinrichtung (60) zur Feinabstimmung des Drehzahlverhältnisses
zuführbar ist, wobei die der Meßeinrichtung (63) zugeordnete Bandführungsrolle (6)
an einer Tänzervorrichtung (20) gelagert ist.
2. Kennenstock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Bandeinzugswalzen
(8) antreibende Elektromotor (31) ein Drehstrommotor (32) ist, der mit einem von dem
Sensor (14) gesteuerten Frequenzumrichter (60) in Verbindung steht.
3. Kannenstock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor (14) als mit den Bandlieferwalzen (4) gekuppelter Tachogenerator (15)
ausgebildet ist.
4. Kannenstock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bandführungsrolle (6) an einem Endbereich (23) eines Tänzerarms (22) angeordnet
ist, der an seinem anderen Endbereich (24) ein verstellbares Gegengewicht (25) trägt
und zwischen seinen Endbereichen (21,24) schwenkbar gelagert ist, wobei die Schwenkachse
(62) mit einem die Meßeinrichtung (63) bildenden Drehwinkelgeber (64) in Verbindung
steht.
5. Kannenstock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehwinkelgeber (64) als Potentiometer (65) ausgebildet ist.
6. Kannenstock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßeinrichtung (63) über einen PI-Regler (67) mit dem Frequenzumrichter (60)
in Verbindung steht.
7. Kannenstock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Drehung einer das Faserband (10) aufnehmenden Kanne (11) ein Drehteller
(40) vorgesehen ist, der über ein Riementrieb-Getriebe (38) mit dem Elektromotor (31)
der Bandeinzugswalzen (8) angetrieben ist.
8. Kannenstock nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (31) für
den Antrieb des Drehtellers (40) einen zweiten Wellenausgang (34) besitzt.
9. Kannenstock nach Anspruch 7 und/oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem zweiten
Wellenausgang (34) ein Untersetzungsgetriebe (30) angeflanscht ist, dessen Abtriebswelle
(35) mit dem Riementrieb-Getriebe (38) verbunden ist.
10. Kannenstock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Drehteller (40) von einem separaten Elektromotor angetrieben
ist.
11. Kannenstock nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der separate Elektromotor
als drehzahlgesteuerter Drehstrommotor ausgebildet ist.
12. Kannenstock nach Anspruch 10 und/oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehstrommotor
zur Drehzahlsteuerung mit dem Elektromotor (31) der Bandeinzugswalzen (8) über eine
elektronische Stelleinrichtung gekoppelt ist und daß sich das Drehzahlverhältnis beider
Motoren einstellen läßt.
1. Can frame on a card, drawing unit, willow or the like with an electromotive drive
device which drives sliver draw-in rollers (8) arranged in the region of a sliver
entry orifice (26) and sliver delivery rollers (4) preceding the sliver entry orifice,
and has driveless sliver guide rollers (5, 6, 7) between the sliver draw-in rollers
(8) and sliver delivery rollers (4), the driving speeds of the sliver draw-in rollers
(8) and of the sliver delivery rollers (4) being in an adjustable ratio to one another,
the sliver draw-in rollers (8) being driven by an electric motor (31), and the speed
of the sliver delivery rollers (4) being detected by a sensor (14) of an electrical
control device (frequency converter 60) which controls or regulates the speed of the
electric motor (31) in an adjustable way, characterised in that at least one of the
sliver guide rollers (5, 6, 7) is arranged so as to be displaceable in dependence
on the sliver tension in order to form a sliver loop, and in that the respective displacement
position can be detected by an electrical measuring device (63) and can be fed as
a control quantity to the electrical control device (60) for the fine tuning of the
speed ratio, the sliver guide roller (6) assigned to the measuring device (63) being
mounted on a dancer device (20).
2. Can frame according to Claim 1, characterised in that the electric motor (31) driving
the sliver draw-in rollers (8) is a three-phase motor (32) which is connected to a
frequency converter (60) controlled by the sensor (14).
3. Can frame according to one or more of the preceding claims, characterised in that
the sensor (14) is designed as a tachogenerator (15) coupled to the sliver delivery
rollers (4).
4. Can frame according to one or more of the preceding claims, characterised in that
the sliver guide roller (6) is arranged at one end region (23) of a dancer arm (22)
which carries an adjustable counterweight (25) at its other end region (24) and which
is mounted pivotably between its end regions (21, 24), the pivot axle (62) being connected
to a rotary-angle transmitter (64) forming the measuring device (63).
5. Can frame according to one or more of the preceding claims, characterised in that
the rotary-angle transmitter (64) is designed as a potentiometer (65).
6. Can frame according to one or more of the preceding claims, characterised in that
the measuring device (63) is connected to the frequency converter (60) via a PI-controller
(67).
7. Can frame according to one or more of the preceding claims, characterised in that
a turntable (40) is provided for the rotation of a can (11) receiving the sliver (10)
and is driven by means of the electric motor (31) of the sliver draw-in rollers (8)
via a belt-drive gear (38).
8. Can frame according to Claim 7, characterised in that the electric motor (31) possesses
a second shaft output (34) for driving the turntable (40).
9. Can frame according to Claim 7 and/or 8, characterised in that a reduction gear (30),
the driven shaft (35) of which is connected to the belt-drive gear (38), is flanged
on the second shaft output (34).
10. Can frame according to one or more of the preceding Claims 1 to 6, characterised in
that the turntable (40) is driven by a separate electric motor.
11. Can frame according to Claim 10, characterised in that the separate electric motor
is designed as a speed-controlled three-phase motor.
12. Can frame according to Claim 10 and/or 11, characterised in that the three-phase motor
is coupled for speed control to the electric motor (31) of the sliver draw-in rollers
(8) via an electronic regulating device, and in that the speed ratio of the two motors
can be adjusted.
1. Empoteur de carde, de banc d'étirage, de métier à filer ou similaires, comportant
un dispositif d'entraînement électromotorisé qui entraîne des cylindres d'alimentation
(8) disposés au niveau de l'ouverture d'entrée du ruban de fibres (26) et des cylindres
délivreurs (4) placés en amont de l'ouverture d'entrée du ruban de fibres, ainsi que
des galets de guidage de ruban (5, 6, 7) non entraînés, placés entre les cylindres
d'alimentation (8) et les cylindres délivreurs (4), les vitesses d'entraînement des
cylindres d'alimentation (8) et des cylindres délivreurs (4) étant réglables l'une
par rapport à l'autre, étant précisé que les cylindres d'alimentation (8) sont entraînés
par un moteur électrique (31) et que la vitesse de rotation des cylindres délivreurs
(4) est débectée par un capteur (14) d'un dispositif de commande électrique (convertisseur
de fréquence 60), qui commande de façon réglable ou régule la vitesse de rotation
du moteur électrique (31),
caractérisé en ce qu'au moins un des galets de guidage (5, 6, 7) est déplaçable
en fonction de la tension du ruban, afin de former une bouche de ruban de fibres en
fonction de la tension du ruban, et que la position de déplacement respective est
détectée par un dispositif de mesure électrique (63) et transmise sous forme de paramètre
de commande au dispositif de commande électrique (60) pour une synchronisation précise
du rapport de la vitesse de rotation, le galet de guidage (6) associé au dispositif
de mesure (63) étant monté sur un dispositif de compensation (20).
2. Empoteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moteur électrique (31)
entraînant les cylindres d'alimentation (8) est un moteur triphasé (32) relié à un
convertisseur de fréquence (60) piloté par un capteur (14).
3. Empoteur selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le capteur (14) est conçu sous la forme d'un générateur tachymétrique (15)
accouplé aux cylindres délivreurs (4).
4. Empoteur selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le galet de guidage (6) est monté sur un tronçon d'extrémité (23) d'un bras
de compensation (22), dont l'autre tronçon d'extrémité (24) porte un contre-poids
réglable (25), et qui est monté en rotation entre ses tronçons d'extrémité (21, 24),
étant précisé que le pivot (62) est relié à un capteur angulaire pivotant (64) constituant
le dispositif de mesure (63).
5. Empoteur selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le capteur angulaire pivotant (64) est conçu sous la forme d'un potentiomètre
(65).
6. Empoteur selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le dispositif de mesure (63) est relié au convertisseur de fréquence (60)
par l'intermédiaire d'un régulateur P.I. (67).
7. Empoteur selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que, pour assurer la rotation d'un pot (11) recevant le ruban de fibres (10),
il est prévu un plateau tournant (40), qui est entraîné par le moteur électrique (31)
des cylindres d'alimentation (8) au moyen d'une transmission à courroie (38).
8. Empoteur selon la revendication 7, caractérisé en ce que le moteur électrique (31)
pour l'entraînement du plateau tournant (40) possède une deuxième sortie d'arbre (34).
9. Empoteur selon la revendication 7 et/ou 8, caractérisé en ce qu'un réducteur (30)
est bridé sur la deuxième sortie d'arbre (34), dont l'arbre de sortie (35) est relié
à la transmission à courroie (38).
10. Empoteur selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes 1 à 6,
caractérisé en ce que le plateau tournant (40) est entraîné par un moteur électrique
séparé.
11. Empoteur selon la revendication 10, caractérisé en ce que le moteur électrique séparé
est conçu sous la forme d'un moteur triphasé à régulation de vitesse.
12. Empoteur selon la revendication 10 et/ou 11, caractérisé en ce que, pour la régulation
de vitesse, le moteur triphasé est accouplé au moteur électrique (31) des cylindres
d'alimentation (8) par l'intermédiaire d'un dispositif de régulation électronique,
et en ce que le rapport de la vitesse de rotation entre les deux moteurs peut être
réglé.