[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Falzen einer Papierbahn,
auf die vor dem Falzvorgang entlang der Falzlinie eine Falzhilfeflüssigkeit aufgebracht
wird.
[0002] Die als Falzhilfe aufgebrachte Flüssigkeit soll die Papierfaser aufweichen, wovon
eine hohe Falzgenauigkeit, ein scharf ausgeprägter Falz und damit beim Stapeln von
bogenförmigen Falzprodukten eine geringe Stapelhöhe ohne nennenswertem Aufbau im Bereich
des Falzrückens erwartet werden. Es ist bekannt, als Falzhilfeflüssigkeit kaltes,
dem Wasserleitungsnetz entnommenes Wasser zu verwenden. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt,
daß kaltes, aus dem Wasserleitungsnetz entnommenes Wasser insbesondere bei gewissen
Problempapieren, wie bedrucktem und/oder ge strichenem Papier, nicht zum gewünschten
Erfolg führt. Man hat daher auch schon versucht, die Wirkung durch die Beimischung
chemischer Zusätze zu steigern. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, daß das Papier
und/oder die Farbe durch die beigegebenen Chemikalien zu stark angegriffen werden,
was zu einer Bruchgefahr und/oder einer Beschädigung des Drucks führen kann. Die Menge
der beimischbaren Chemikalien ist daher sehr begrenzt, so daß auch hiermit nicht
in jedem Falle der gewünschte Erfolg erreichbar ist, von dem erforderlichen Aufwand
einmal ganz abgesehen.
[0003] Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
eingangs erwähnter Art so zu verbessern, daß bei geringem Aufwand eine hohe Wirkung
der Falzhilfeflüssigkeit erreicht wird, ohne daß eine Bruch- bzw. Beschädigungsgefahr
besteht. Eine untergeordnete Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete, einfache Vorrichtung zu schaffen.
[0004] Die übergeordnete Aufgabe wird in überraschend einfacher Weise dadurch gelöst, daß
die Falzhilfeflüssigkeit im wesentlichen über die normale Raumtemperatur erwärmtes
Leitungswasser ist.
[0005] Aufgrund der erhöhten Temperatur der Falzhilfeflüssigkeit kommt man in der Regel
bereits mit reinem Wasser aus. Der Aufwand für chemische Zusätze kommt daher in Wegfall.
Die erforderliche Temperatur richtet sich dabei nach der verarbeiteten Papiersorte.
Bei weicherem Papier wie Zeitungspapier, genügt bereits eine Erwärmung auf eine Temperatur
in der Größenordnung von 30°C. Bei Hartpapier kann die erforderliche Temperatur etwa
60°C betragen. Sofern in besonderen Problemfällen noch eine zusätzliche Beigabe von
Chemikalien erfolgt, kann die beigegebene Menge infolge der erhöhtem Temperatur in
vorteilhafter Weise in engen Grenzen gehalten werden, so daß hiervon keine ungünstigen
Einflüsse ausgehen. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Maßnahmen ist darin
zu sehen, daß das zur Bewerkstelligung der erwünschten Falzhilfe zur Verwendung kommende
warme Wasser in vorteilhafter Weise auch zur Spülung eines in der Regel ebenfalls
vorhandenen Leimsystems, mit dessen Hilfe auf die untere Bahn von zwei übereinanderzulegenden
Bahnen im Bereich der Falzlinie ein Leimstreifen aufgetragen werden kann, Verwendung
finden kann, wobei infolge der erhöhten Wassertemperatur Leimrückstände besonders
zuverlässig entfernt werden. Hierdurch läßt sich daher in vorteilhafter Weise auch
eine ausgezeichnete Wartungsfreundlichkeit erreichen.
[0006] Das über geordnete Verfahren läßt sich in vorteilhafter Weise mit einfachen Mitteln
verwirklichen. Hierzu ist einfach in der zu wenigstens einem Auftragkopf führenden
Falzhilfeflüssigkeitsleitung eine Heizeinrichtung vorzugsweise in Form eines Durchlauferhitzers
vorgesehen. Dieser ist zweckmäßig stromabwärts von einer eventuell vorgesehenen Beimischeinrichtung
zur Beimischung von Chemikalien vorgesehen, so daß durch eine eventuelle Beimischung
von Chemikalien keine Temperaturänderung bewirkt wird.
[0007] Da normalerweise entweder nur Leim oder eine Falzhilfeflüssigkeit in Form von Wasser
oder dergleichen aufge tragen wird, kann hierfür in vorteilhafter Weise praktisch
ein und derselbe Auftragkopf Verwendung finden. Zur Bewerkstelligung einer Spülung
des Leimsystems mit warmem Wasser kann einfach eine durch ein Mehrwegeventil beherrschte
Bypass-Leitung zwischen der Falzhilfeflüssigkeitsleitung und der Leimleitung vorgesehen
sein.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Weiterbildungen der übergeordneten
Maßnahmen ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
anhand der Zeichnung in Verbindung mit den restlichen Unteransprüchen.
[0009] In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 eine schematische Draufsicht auf eine einem Falzapparat vorgeordnete Längsfalzeinrichtung
und
Figur 2 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Falzhilfeeinrichtung.
[0010] Die der Figur 1 zugrundeliegende Längsfalzeinrichtung besteht aus einem über zwei
Falzwalzen 1 angeordneten Falztrichter 2, über den eine bedruckte Papierbahn 3 bzw.
ein aus mehreren derartigen Bahnen bestehendes Bahnpaket gezogen wird. Nach dem Längsfalzvorgang
wird die Bahn bzw. das Bahnpaket mittels einer Querschneideinrichtung in Abschnitte
unterteilt, die einem weiteren Falzvorgang unterzogen werden können. Zur Erleichterung
des mittels des Falztrichters 2 auszuführenden Längsfalzvorgangs wird auf die der
Figur 1 zugrundeliegende Pa pierbahn 3 entlang der mit dem Spalt zwischen den Falzwalzen
1 und der Nase des Falztrichters 2 fluchtenden Falzlinie eine Falzhilfeflüssigkeit
aufgebracht. Diese wird in Form eines bei 4 angegedeuteten Flüssigkeitsstrichs aufgetragen.
Durch die Falzhilfeflüssigkeit wird das Papiermaterial entlang der Falzlinie aufgeweicht,
so daß ein exakter, scharfkantiger Falz erzielbar ist.
[0011] Die in Form des Flüssigkeitsstrichs 4 aufgebrachte Falzhilfeflüssigkeit kann aus
erwärmtem Leitungswasser bestehen. Die dabei zur Anwendung kommende Wassertemperatur
richtet sich nach der Art des verarbeiteten Papiers. Bei saugfähigem Papier, wie Zeitungspapier
oder dergleichen, kann eine Temperatur von etwa 30°C bereits genügen. Bei Problempapieren,
wie gestrichenem und/oder bedrucktem Papier, wird mit einer höheren Temperatur in
der Größenordnung von etwa 60°C ein ausgezeichnetes Ergebnis erreicht. Sofern eine
fixe Temperatureinstellung gewünscht wird, die in allen Fällen zur Anwendung kommen
soll, kann sich eine Fixtemperatur in etaw 50°C bewähren. Sofern die Temperierung
der Falzhilfeflüssigkeit in besonders hartnäckigen Fällen nicht ausreichen sollte,
können der Falzhilfeflüssigkeit noch geeignete Chemikalien beigegeben werden. Infolge
der Temperatur der Falzhilfeflüssigkeit werden dabei jedoch nur ganz geringe Mengen
an Chemikalien benötigt. In den meisten Fällen kommt man infolge der Temperierung
jedoch mit normalem Leitungswasser aus.
[0012] Die Falzhilfeflüssigkeit kann mittels einer Hohlnadel oder wie hier mittels einer
Düse 5 berührungslos aufgetragen werden. Diese ist auf einem Auftragkopf 6 aufgenommen,
der mittels eines zugeordneten Halters 7 an einer Traverse 8 festgelegt ist, die an
den Gestellseitenwänden 9 des Falzapparatüberbaus bzw. der Druckmaschine befestigt
ist. Der Auftragkopf 6 ist mit entspre chenden Zuleitungen 10 sowie entsprechenden
Schaltorganen 11 zum Auf- und Absteuern der Düse 5 versehen. Die Stellung der Düse
5 ist durch entsprechendes Verschieben des Halters 7 entlang der Traverse 8 einstellbar.
In einfachen Fällen kann diese Einstellung manuell erfolgen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist hierzu eine fernbedienbare Stelleinrichtung 12 vorgesehen, die über eine zum Bedienungspult
führende Signalleitung 13 ansteuerbar ist. Ebenso können die Schaltorgane 11 des Auftragkopfes
6 fernbedienbar sein, was durch eine Steuerleitung 14 angedeutet ist. Die Düse 5
arbeitet berührungsfrei, d.h. ist mit Abstand von der Bahn 3 angeordnet und unterliegt
daher auch keiner Verschmutzungs- und Verstopfungsgefahr.
[0013] Der Auftragkopf 6 mit der Düse 5 zur Auftragung des Falzhilfeflüssigkeitsstrichs
4 befindet sich im Bereich des Auflaufs der zugeordneten Bahn 3 auf eine oberhalb
des Falztrichters 2 angeordnete Umlenkwalze 15, was eine straffe Bahnführung und damit
einen gleichbleibenden Abstand der Bahn 3 von der Düse 5 gewährleistet. Aufgrund
des durch die Düse bewirkten berührungslosen Auftrags wäre es aber auch ohne weiteres
möglich, ein gewisses Flattern der Bahn in kauf zu nehmen.
[0014] In den Fällen, in denen zwei oder mehrere Bahnen dem Falztrichter 2 zugeführt und
im Bereich der Falzlinie miteinander verklebt werden sollen, wird auf die jeweils
unteren Bahnen entlang der Falzlinie Leim aufgetragen. Dieser kann zur Erleichterung
des Falzvorgangs ebenfalls erwärmt werden. Die oberste Bahn, die keinen Leimauftrag
erhält, wird nach wie vor mit Falzhilfeflüssigkeit in Form von mehr oder weniger temperiertem
Wasser beaufschlagt. Da im Bereich jeder Bahn nur entweder Leim oder eine andere
Falzhilfeflüssigkeit benötigt werden, kann der Auftrag von Leim bzw. hier temperiertem
Wasser, mit Hilfe ein und desselben Auftragkopfes 6 erfolgen, der je nach Betriebsart
mit Leim bzw. Wasser beaufschlagt wird. Ein derartiger Auftragkopf ist daher, wie
am besten aus Figur 2 erkennbar ist, mit zwei parallelen Eingängen versehen.
[0015] Die Anzahl der auf jeder Traverse 8 aufgenommenen, jeweils einer Bahn 3 zugeordneten
Auftragköpfe 6 richtet sich nach der Anzahl der benötigten Falzhilfe- bzw. Leimstriche.
Bei dem der Figur 1 zugrundeliegenden Beispiel ist aus Gründen der Übersichtlichkeit
lediglich ein Auftragkopf 6 dargestellt, der zum Auftragen des Falzhilfeflüssigkeitsstrichs
4 benötigt wird. Sofern auf der Traverse 8 weitere Auftragköpfe 6 aufgenommen wären,
könnten diese im vorliegenden Fall einfach passiviert sein.
[0016] Bei dem der Figur 2 zugrundeliegenden Blockschaltbild sind zwei Auftragköpfe 6 angedeutet,
die zwei übereinanderzulegenden Bahnen 3 zugeordnet sein sollen. Jeder Auftragkopf
6 ist mit zwei Eingängen für eine Falzhilfeflüssigkeitszuleitung 10a und eine Leimzuleitung
10b versehen, wovon nur die eine oder die andere aktiviert sein kann. In der der Figur
2 zugrundeliegenden Betriebsstellung soll der untere Auftragkopf 6 mit Leim und der
obere Auftragkopf 6 mit Falzhilfeflüssigkeit in Form von temperiertem Wasser beaufschlagt
werden. Die Auftragköpfe 6 sind jeweils, wie weiter oben schon angedeutet wurde,
mit einem eingebauten Schaltorgan 11, hier in Form eines mittels der Steuerleitung
14 ansteuerbaren Magnetventils, versehen, das jeweils eine Zuleitung freigibt und
die andere verschließt und umgekehrt.
[0017] Die mit einer zu jedem Auftragkopf 6 führenden Stichleitung versehene Leimzuleitung
10b wird aus einem mit zwei abwechselnd entleerbaren Kammern versehenen Tank 16 gespeist.
Zur Vermeidung von Verstopfungen im Bereich der gleichzeitig zur Auftragung von Leim
und Falzhilfeflüssigkeit dienenden und daher sehr engen Düse 5 ist in der Leimzuleitung
10b eine Filtereinrichtung 17 vorgesehen. Sofern eine Aufheizung des an sich gleichzeitig
als Falzhilfeflüssigkeit dienenden Leim in derselben Weise wie eine Aufheizung der
regulären Falzhilfeflüssigkeit gewünscht wird, kann eine der Filtereinrichtung 17
vor- oder nachgeordnete oder in die Filtereinrichtung 17 integrierte Heizeinrichtung
vorgesehen sein.
[0018] Die Falzhilfeflüssigkeitszuleitung 10a, die ebenfalls eine zu jedem Auftragkopf 6
führende Stichleitung besitzt, kann aus dem Wasserleitungsnetz, das hier durch ein
Leitungsrohr 18 angedeutet ist, gespeist werden. Zur Aufheizung der Falzhilfeflüssigkeit
auf eine gewünschte Temperatur im Bereich zwischen etwa 30°C und 60°C führt die Falzhilfeflüssigkeitszuleitung
10a über einen Durchlauferhitzer 19. Stromaufwärts vom Durchlauferhitzer 19 ist hier
eine Beimischeinrichtung 20 vorgesehen, mittels der der Falzhilfeflüssigkeit im Durchlaufverfahren
Chemikalien beigemischt werden können, durch die die Falzhilfewirkung noch intensiviert
werden können. Zur Abfilterung von Verunreinigungen kann eine eingangsseitig, d.
h. in der Nähe der Abzweigung vom Leitungsnetz angeordnete Filtereinrichtung 21 vorgesehen
sein.
[0019] Um eine Spülung der Leimauftragseinrichtung mit warmem Wasser zu ermöglichen, sind
die Falzhilfeflüssigkeitszu leitung 10a und die Leimzuleitung 10b durch eine Bypass-Leitung
22 miteinander verbunden, die stromabwärts vom Durchlauferhitzer 19 von der Falzhilfeflüssigkeitszuleitung
10a abzweigt und im Bereich des Ausgangs des Tanks 16 in die Leimzuleitung 10b einmündet.
An der Abzweigung der Bypass-Leitung 22 von der Falzhilfeflüssigkeitszuleitung 10a
ist ein mittels einer Steuerleitung 23 fernsteuerbares Mehrwegeventil 24 vorgesehen,
mittels desen die Bypass-Leitung 22 alternativ zu dem stromabwärts gelegenen Bereich
der Falzhilfeflüssigkeitszuleitung 10b geöffnet bzw. geschlossen werden kann. Zur
Vermeidung eines unerwünschten Eindringens von Wasser in den Leimtank 16 bzw. von
Leim in die Falzhilfeflüssigkeitszuleitung 10a sind im Bereich der Leimzuleitung
10b stromaufwärts von der Einmündung der Bypass-Leitung 22 und im Bereich der Bypass-Leitung
22 gegenläufige Rückschlagventile 25 vorgesehen, die so angeordnet sind, daß das
im Bereich der Bypass-Leitung 22 angeordnete Rückschlagventil unter Wasserdruck öffnet
und unter Leimdruck schließt und das im Bereich der Leimzuleitung 10b angeordnete
Rückschlagventil unter leimdruck öffnet und unter Wasserdruck schließt. Durch Spülung
des gesamten Leimauftragssystems lassen sich Verkrustungen etc., die sich im Laufe
längerer Stillstandszeiten bilden könnten, zuverlässig vermeiden.
[0020] Im Falle kürzerer Stillstandszeiten genügt in der Regel zur Vermeidung von Betriebsstörungen
bereits eine Spülung der Düsen 5. Hierzu wird bei passivierter Bypass-Leitung das
in jeden Auftragkopf 6 eingebaute, als Mehrwege-Magnetventil ausgebildete Schaltorgan
11 so angesteuert, daß beim Abschalten des Bahnvorschubs die Leim zuleitung 10b
unterbrochen und die Falzhilfeflüssigkeitszuleitung 10a geöffnet ist, so daß auch
bei unterbrochener Bypass-Leitung 22 eine Spülung der Düsen 5 mit unter Druck stehender
Falzhilfeflüssigkeit erfolgt. Bei aktivierter Bypass-Leitung 22 wird das in jeden
Auftragkopf 6 eingebaute Schaltorgan 11 so angesteuert, daß die mit unter Druck stehender
Falzhilfeflüssigkeit beaufschlagte Zuleitung geöffnet und die andere Zuleitung unterbrochen
ist.
[0021] Mit den genannten Spülungen der Düsen 5 bzw. des gesamten Leimauftragssystems kann
begonnen werden, sobald die Bahngeschwindigkeit unter etwa ein Drittel der üblichen
Bahngeschwindigkeit abgefallen ist, da während des letzten Auslaufs der Materialbahn
ohnehin Makulatur entsteht. Die als Mehrwege-Magnetventile ausgebildeten Schaltorgane
11 bzw. 24 können über die zugeordneten Steuerleitungen 14 bzw. 23 mittels eines verschiedene
Betriebsparameter verarbeitenden Rechners und/oder von Hand ansteuerbar sein.
1. Verfahren zum Falzen einer Papierbahn, auf die vor dem Falzvorgang entlang der
Falzlinie eine Falzhilfeflüssigkeit aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzhilfeflüssigkeit im wesentlichen über die normale Raumtemperatur erwärmtes
Leitungswasser ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzhilfeflüssigkeit in Form eines dünnen Strahls aufgetragen wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzhilfeflüssigkeit auf die Temperatur im Bereich von 30°C bis 60°C, vorzugsweise
40°C, erwärmt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle von dem die Falzhilfeflüssigkeit im wesentlichen bildenden Wasser beigemischten
Chemikalien die vorzugsweise im Durchlaufverfahren erfolgende Erwärmung der Falzhilfeflüssigkeit
nach der vorzugsweise im Durchlaufverfahren erfolgenden Beimischung der Chemikalien
erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle eines Leimauftragsystems dieses mit erwärmter Falzhilfeflüssigkeit gespült
wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche mit einer zu wenigstens einem Auftragkopf (6) führenden Falzhilfeflüssigkeitszuleitung
(10a), dadurch gekennzeichnet, daß in der Falzhilfeflüssigkeitszuleitung (10a) ein Durchlauferhitzer (19) angeordnet
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Auftragkopf (6) zwei mittels eines eingebauten Steuerorgans (11), vorzugsweise
in Form eines Magnetventils, alternativ aktivierbare bzw. passivierbare Eingänge
aufweist, von denen einer an die Falzhilfeflüssigkeitszuleitung (10a) und einer an
eine Leimzuleitung (10b) angeschlossen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß stromabwärts vom Durchlauferhitzer (19) zwischen der Falzhilfeflüssigkeitszuleitung
(10a) und der Leimzuleitung (10b) eine Bypass-Leitung (22) vorgesehen ist, die mittels
eines Mehrwegeventils (24) alternativ zum stromabwärts liegenden Bereich der Falzhilfeflüssigkeitszuleitung
(10a) mit Falzhilfeflüssigkeit beaufschlagbar und mit einem unter Falzhilfeflüssigkeitsdruck
öffnenden Rückschlagventil (25) versehen ist, das gegenläufig zu einem in der Leimzuleitung
(10b) stromaufwärts von der Einmündung der Bypass-Leitung (22) angeordneten Rückschlagventil
(25) ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Auftragkopf (6) mit einer alternativ durch die Falzhilfeflüssigkeitszuleitung
(10a) oder die Leimzuleitung (10b) beaufschlagbaren, einen berührungslosen Auftrag
gewährleistenden Düse (5) versehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das in jeden Auftragkopf (6) eingebaute, als Mehrwege-Ventil ausgebildete, vorzugsweise
mittels eines Rechners ansteuerbare Schaltorgan (11) beim Abschalten des Bahnvorschubs
automatisch die mit unter Druck stehender Falzhilfeflüssigkeit beaufschlagte Zuleitung
öffnet und die andere Zuleitung unterbricht.